Namenkundliche Informationen (NI) (E-Journal)
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Die literarische Figur und ihr Name
In order to explain the role of proper names in narrative fiction the literary text is seen as a system which, however, is connected to the “real world\u27 in many ways. As a work of art the literary text is characterized by the predominance of the aesthetic function. From applying R. JAKOBSON’S and J. MURAKOVSKY’S concept of the aesthetic sphere as the sphere where the linguistic sign primarily reveals its inherent aesthetic and semantic values follows that the communicative functions of the proper name in literary texts are reverse to their order in everyday communication: It is not the identifying function of the proper name which is dominant in literary texts, but rather all the other semantic and phonic values which in real-world communication usually are not realized
Die Entwicklung der graphischen Formen von Nachnamen in der südlichen Subregion Teschener Schlesien
In this article there have been analysed the surnames of the South Teschinensis Silesia region during the period from the end of 18th till the beginning of 20th century. In this period the surname was already morphologically shaped, however its graphical form was unstable during the whole discussed period. The discussed period has been divided into four phases that have been analysed on the basis of different graphical forms of the surnames. The graphical notation of the surnames particularly reflects Polish and German spelling features, as well as the dialect and regional influences. The number of different notations of a surname was decreasing over the course of time. During the first and last phase Polish spelling prevails, while during the second and third phases the surnames with German graphical elements are dominant. That fact reflects the social and political situation of the region: escalation of Germanization from the end of 18th century till the middle of 19th century, and by the end of 19th century Polonization tendencies
Deutsche Familiennamen in den Niederlanden
Mit den Niederlanden sind hier nicht die heutigen Niederlande - gewöhnlich aber fälschlich Holland genannt - gemeint, sondern die historische Niederlande, die die heutigen Niederlande (N) und Belgien (B) umfassen. Da Migration immer stattgefunden hat, sind im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Bewohner deutschsprachiger Länder in niederländisches Gebiet eingewandert. Vor etwa 1800 war der Familienname noch nicht zu etwas Unabänderlichen erstarrt. Er konnte z. B. übersetzt werden
Historische Häufigkeiten von Familiennamen und ihre geographische Verbreitung
Während früher Verbreitungskarten von Namen mühsam per Hand zu Papier gebracht wurden, um Forschungsergebnisse auf einen Blick präsentieren zu können, wird heute oftmals der umgekehrte Weg gegangen. Dank der EDV ist es möglich, digitale Karten innerhalb von Sekunden zu erstellen. Daher wird bei Untersuchungen zu z. B. Familiennamen zuerst einmal die Verbreitung erstellt und somit, über die Häufigkeit im geographischen Raum, das Gebiet der Herkunft lokalisiert
Straßennamen als Spiegel der Geschichte: Die Berliner Umbenennungen bei Straßen
Straßennamen sind Symbole. Der Umgang mit ihnen zeigt an, in welche Traditionslinien sich ein Gemeinwesen stellen und woher es die historische Legitimation für die Politik holen will. Bedeutungsvoll und bezeichnend sind in diesem Zusammenhang die Straßenumbenennungen, die nach der Wende in der Ex-DDR eingeführt worden sind
Biblische Namen in Phraseologismen
Die vergleichende Analyse der biblischen Phraseologismen des Deutschen, Englischen und Russischen hat uns gezeigt, dass die biblischen deonymischen Phraseologismen in verschiedenen Sprachen - ungeachtet vieler individueller Besonderheiten auf der Ausdrucksebene - auf der Inhaltsebene durch verschiedene Ähnlichkeiten charakterisiert sind. Man kann daraus wohl schlussfolgern, dass die biblischen Namen zu den beständigen und produktiven Bestandteilen des phraeologischen Systems in den verglichenen drei indoeuropäischen Sprachen gehören
Nichtübereinstimmungen zwischen alten slawischen und nach 1945 festgesetzten Ortsnamen Schlesiens - Teil 2
In the second part of this article the author has gathered together historical records of 43 Silesian Slavonic place-names which are not accordant with their fixed forms after the Second World War. The article also explains the meaning of these former place-names
Zur Zuverlässigkeit von Häufigkeitsuntersuchungen für Familiennamen aus Telefonverzeichnissen
In jüngster Zeit wurde die Häufigkeit von Familiennamen (FN) in geographischer Aufteilung verstärkt untersucht, vermutlich nicht zuletzt deshalb, weil mit Personalcomputern (PC) der erforderliche Rechenaufwand wesentlich verringert werden konnte. Mit Telefonverzeichnissen auf elektronischen Speichermedien (CD, Internet) entfällt zudem die aufwendige Datenerhebung. Nur selten wird jedoch danach gefragt, wie zuverlässig denn die Ergebnisse solcher Untersuchungen sein können. Das soll hier geschehen, denn die Verteilungskarten von FN sind nicht nur aus sprachwissenschaftlicher Sicht, sondern auch für den Genealogen interessant
Zur Begrifflichkeit in der Konzeption der Alteuropäischen Hydronymie
Die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um das Konzept der Alteuropäischen Hydronomie gehen allmählich von verständlichen Diskrepanzen in unverständliche Dissonanzen über. Sie führen weder im Einzelnen noch im Ganzen weiter und können deshalb hier übergangen werden. Viel wichtiger scheinen mir dagegen jene Annahmen zu sein, die sich hinter üblichen Termini verstecken und damit weitere Fehleinschätzungen vorprogrammieren
Sonderfälle bei germanischem p-, t-, k-Anlaut als Folge von s-mobile-Wirksamkeit
The essay represents the thesis that the s-mobile phenomenon had not only appeared in Indo-European, but stayed alive in Germanic until after the First Sound Shift. With this assumption a number of words with Germanic p-, t-, k- as initial sound can be put down to elder sp-, st-. sk- forms and can thus be better etymologized than until now. Furthermore, some words traditionally being seen as loanwords can be classified as Germanic. As shown in the essay new possibilities for interpreting river- and place-names arise