Zeitgeschichte Open - Repositorium des IFZ
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    Integrationskonflikte in den deutschen Nachkriegs-Gesellschaften und die Assimilationsstrategien in der SBZ/DDR 1945 - 1961. Veröffentlichungen zur SBZ/DDR-Forschung im Institut für Zeitgeschichte

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    Vier bis fünf Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Zwangsumgesiedelte, die nach dem 1945 in die sowjetische Besatzungszone Deutschlands bzw. die spätere DDR gelangten, stießen auf eine fremdenfeindliche und um materielle Ressourcen wie Land oder Mobiliar konkurrierende Gesellschaft. Welche Möglichkeiten und Grenzen bot die "Umsiedlerpolitik" in einer weithin entsolidarisierten Nachkriegs-Gesellschaft? Inwiefern gestattete der vehemente Gruppenkonflikt zwischen Alteingesessenen und vertriebenen "Neubürgern" eine echte Vertriebenenförderung in der Agrarpolitik? Wie sicherten Sowjets und KPD/SED-Funktionäre ein frühes kommunistisches Machtmonopol in der Vertriebenen-Betreuung? Gelang es den Vertriebenen, die sie betreffende "Umsiedlerpolitik" der kommunistischen Machthaber mitzubestimmen, umzuformen oder abzublocken? All diese Fragen behandelt Michael Schwartz in seiner grundlegenden Untersuchung zur DDR-Gesellschaftsgeschichte zwischen 1945 und 1961. Michael Schwartz, geboren 1963, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Abteilung Berlin sowie Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

    Band 1

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    Totale Erziehung für den totalen Krieg'. Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitk" beschreibt den Anspruch und das Agieren der Jugendorganisation und größten Gliederung der NSDAP und deren Entwicklung zu einer der wichtigsten Organisationsstrukturen des Dritten Reiches. Durch die Auswertung unerschlossener Quellenbestände konnten vor allem die Aktivitäten der bislang weitgehend unbeachtet gebliebenen Führungszentrale der Hitlerjugend - der Reichsjugendführung - beleuchtet und deren Organisationsstrukturen rekonstruiert werden; deutlich werden die komplexen Grundstrukturen und die vielfältigen Vernetzungen der NS-Jugendpolitik insbersondere im Zweiten Weltkrieg, der bereits in den Anfängen der Organisation als die eigentliche Zielsituation der HJ-Erziehung begriffen wurde. Erstmals werden die wichtigsten, bislang kaum untersuchten Arbeitsgebiete der HJ und deren Funktionalisierung für den Krieg analysiert und mit den verantwortlichen Führern der NS-Jugendorganisation die Protagonisten des HJ-Systems namhaft gemacht und porträtiert, dessen totalitäres Ziel darin bestand, "sowohl die Gesamtheit der Jugend, wie auch den gesamten Lebensbereich des jungen Deutschen [zu] erfassen" (Hans-Helmut Dietze

    Die Heimatstadt und die Jagd nach dem NS-Verbrecher

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    Josef Mengele (1911-1979), Spross einer Günzburger Unternehmerfamilie, war einer jener Mediziner, die auf der Rampe von Auschwitz Abertausende in die Gaskammern schickten, und er nutzte seine Verfügungsgewalt über die Gefangenen zu grausamen Menschenversuchen mit meist tödlichem Ausgang. Als "Todesengel" von Auschwitz war er jahrelang der meistgesuchte NS-Verbrecher der Welt. Da er 1949 mit Hilfe seiner Familie nach Südamerika geflohen war, wo er sich erfolgreich verbarg, musste er sich jedoch nie für seine Taten verantworten. Ein erster Haftbefehl erging 1958, aber erst im Zuge des Frankfurter Auschwitzprozesses (1963-1965) wurde eine breite Öffentlichkeit auf Josef Mengele aufmerksam. Schnell rückte damit auch seine Heimatstadt Günzburg in den Fokus von Ermittlern und Medien. Es entstand der "Günzburg-Mythos": Die soziale und ökonomische Vorrangstellung der Unternehmerfamilie Mengele nährte die Vorstellung, der ganze Ort sei in eine Verschwörung zum Schutze des flüchtigen Massenmörders eingebunden. Sven Keller analysiert im Kontext der Biographie Mengeles und der Entwicklungsphasen westdeutscher Vergangenheitsbewältigung die Projektionen, mit denen die schwäbische Kleinstadt von außen belegt wurde, und die Reaktionen von Bürgern und Kommunalpolitik auf den "Günzburg-Mythos" - ein Mythos mit immerhin einem wahren Element: Als 1985 bekannt wurde, dass Josef Mengele sechs Jahre zuvor beim Baden ertrunken war, erfuhr die Öffentlichkeit auch, dass der engste Familienkreis bis zuletzt Kontakt mit ihm gehalten und noch seinen Tod verschwiegen hatte

    Gesundheitspolitik, Gesundheitsverhältnisse und Krankenmord im nationalsozialistischen Deutschland 1939 - 1945

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    Die Studie verknüpft zwei für das NS-Regime zentrale Aspekte: den globalen Krieg als Voraussetzung der nationalsozialistischen "Lebensraum"-Utopie und Gesundheitspolitik, der als Instrument biologistischer Formung des "Volkskörpers" zentrale Bedeutung für die Gesellschaftspolitik des "Dritten Reiches" zukam. Winfried Süß untersucht den Krieg als intervenierenden Faktor innenpolitischer Entscheidungen und sozialer Verhältnisse. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Funktion, Handlungsspielräume und Wirkungen der Gesundheitspolitik seit dem September 1939 veränderten. Dabei werden bislang unverbundene Erkenntnisebenen zusammengeführt: zeit- und medizingeschichtliche Fragestellungen, gesundheitspolitische Prozesse und ihre sozialgeschichtlichen Folgen, zentralstaatliche, regionale und lokale Handlungsarenen. Erstmals wird das Handeln Karl Brandts, einer gesundheitspolitischen Schlüsselfigur der Kriegsjahre, umfassend dargestellt. Hitlers Begleitarzt und Generalkommissar für das Sanitäts- und Gesundheitswesen agierte an der Schnittstelle zwischen den "heilenden", ausgrenzenden und vernichtenden Elementen nationalsozialistischer Gesundheitspolitik - ausgestattet mit weitreichenden Kompetenzen sowohl für den Krankenmord als auch die medizinische Versorgung der Wehrmacht und Zivilbevölkerung. Winfried Süß ist Assistent am Historischen Seminar der Universität München

    Im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte zusammengestellt und eingeleitet von Detlev Brunner

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    Das Inventar der Befehle der Sowjetischen Militäradministration Mecklenburg (-Vorpommern), 1945-1949, enthält eine komplette Übersicht über die nicht als geheim klassifizierten SMA-Befehle des Landes. Erstmals werden hier die Dokumente aus dem Moskauer Staatsarchiv der Russischen Föderation (GARF) mit einbezogen, die erst seit 2001 für die wissenschaftlichen Nutzung zugänglich sind. Die Einleitung gibt Informationen zum Organisationsaufbau und Personal der SMA-Landesverwaltung und ihrem politischen und administrativen Wirken. Statistische Auswertungen zu den Inhalten der Befehlsgebung liefern zudem neue Erkenntnisse zu Befehlssystem und Befehlspraxis der sowjetischen Administration auf Landesebene. Biographische und geographische Register sowie ein Sachregister erschließen die im Inventar erfassten Befehle und deren Anlagen

    Politik und Gesellschaft in der DDR der fünfziger Jahre

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    Im Mittelpunkt des Bandes stehen die fünfziger Jahre der DDR, in denen die DDR-Gesellschaft ihre wesentliche Formierung erlebte. Es wird versucht, der Entwicklung aus verschiedenen Blickwinkeln der DDR-Gesellschaft gerecht zu werden. Wie und inwieweit bewirkte die durch den allgemeinen Umgestaltungsprozess ausgelöste gesellschaftliche Dynamik auch eine Teilakzeptanz des Regimes? Inwiefern verursachte die fehlende Akzeptanz der Gesellschaft umgekehrt auch politische Kursänderungen oder zumindest Kurswechsel? Die "exogenen" Faktoren der DDR-Entwicklung - die sowjetische Hegemonie und die deutsche Zweistaatlichkeit - werden sowohl in zwei separaten Aufsätzen als auch in den übrigen Beiträgen angemessen berücksichtigt

    Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik

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    Totale Erziehung für den totalen Krieg'. Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitk" beschreibt den Anspruch und das Agieren der Jugendorganisation und größten Gliederung der NSDAP und deren Entwicklung zu einer der wichtigsten Organisationsstrukturen des Dritten Reiches. Durch die Auswertung unerschlossener Quellenbestände konnten vor allem die Aktivitäten der bislang weitgehend unbeachtet gebliebenen Führungszentrale der Hitlerjugend - der Reichsjugendführung - beleuchtet und deren Organisationsstrukturen rekonstruiert werden; deutlich werden die komplexen Grundstrukturen und die vielfältigen Vernetzungen der NS-Jugendpolitik insbersondere im Zweiten Weltkrieg, der bereits in den Anfängen der Organisation als die eigentliche Zielsituation der HJ-Erziehung begriffen wurde. Erstmals werden die wichtigsten, bislang kaum untersuchten Arbeitsgebiete der HJ und deren Funktionalisierung für den Krieg analysiert und mit den verantwortlichen Führern der NS-Jugendorganisation die Protagonisten des HJ-Systems namhaft gemacht und porträtiert, dessen totalitäres Ziel darin bestand, "sowohl die Gesamtheit der Jugend, wie auch den gesamten Lebensbereich des jungen Deutschen [zu] erfassen" (Hans-Helmut Dietze

    Die Demokratische Bauernpartei Deutschlands 1948 - 1963

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    Die Demokratische Bauernpartei Deutschlands war ein Ziehkind der sowjetischen Besatzer. 1948 geschaffen, um die SED zu stützen, sah diese in der neuen Blockpartei nicht selten eine Rivalin, der sie mit Geringschätzung begegnete. Die DBD sollte nicht nur die Folgen der Bodenreform auf dem Land auffangen, sie war auch maßgeblich daran beteiligt, die Agrarrevolution von oben durchzusetzen, deren Umsetzung ebenso wie die Entscheidung über die Kollektivierungsschübe von 1952 und 1960/63 hier neu rekonsturiert werden. Angeleitet und kontrolliert wurde die DBD von drei Stellen: zuerst von den fast allmächtigen Besatzern, dann zunehmend von der SED und ihrem Apparat. Dass letztere den Staatssicherheitsdienst zu einer umfassenden Durchdringung der Parteispitze, ab 1959 regelrecht zur Steuerung der Blockpartei nutzte, kann hier erstmals detailliert aufgezeigt werden. Der DBD gelang es anfangs, die traditionell antikommunistische bäuerliche Bevölkerung anzusprechen und die verschiedenen sozialen Gruppen in den Dörfern zu integrieren. Die Kollektivierung jedoch spaltete die Basis und stieß viele Funktionäre ab. Gerade diese Auseinandersetzung, Hand in Hand mit der Eliminierung nonkonformen Personals, formte die DBD zu einer Kaderpartei. Als das Parteiprogramm keinen Unterschied mehr zu dem der SED aufwies, verfiel die Basis 1960 in Apathie. Theresia Bauer ist Akademische Rätin am Historischen Seminar der Universität München

    Arbeiterschaft, Betrieb und Sozialdemokratie in der bayerischen Montanindustrie 1945 bis 1976. Bayern im Bund/4

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    Mit dem Konkurs der oberpfälzischen Maxhütte im Sommer 2002 endete ein bedeutendes Kapitel bayerischer Wirtschaftsgeschichte. 150 Jahre nach der Gründung erloschen die Hüttenfeuer in "Bayerns Ruhrgebiet", das einmal 10.000 Menschen Lohn und Brot gab. Der Autor untersucht die Hintergründe der Krise und beschreibt die Arbeitswelt von Industriearbeitern zwischen 1945 und der weltweiten Stahlkrise in den siebziger Jahren. Im Mittelpunkt stehen die Regionen zwischen Sulzbach-Rosenberg, Maxhütte-Haidhof, Schwandorf und Wackersdorf, die lange als "rote Inseln" in der konservativen Oberpfalz galten. Was aber blieb vom sozialdemokratischen Milieu nach Krieg und Verfolgung? Und wie veränderte sich das Profil von SPD und Gewerkschaften in den fünfziger und sechziger Jahren? Der Autor macht deutlich, wie einschneidend die Studentenbewegung von 1968 war und wie sehr sich die alte Arbeiterbewegung unter dem Druck der jungen "Revoluzzer" veränderte. Gestützt auf eine Vielzahl neuer Quellen wird in "Kumpel und Genossen" ein wichtiges und bislang kaum erforschtes Stück deutscher Gesellschaftsgeschichte erzählt

    Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1972

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    Hauptherausgeber: Hans-Peter Schwarz ; Mitherausgeber: Helga Haftendorn, Klaus Hildebrand, Werner Link, Horst Möller und Rudolf Morsey ; Wissenschaftliche Leiterin: Ilse Dorothee Pautsch ; Bearbeiter: Mechthild Lindemann, Daniela Taschler, Fabian HilfrichDas Jahr 1972 stand im Zeichen der Debatte um die Ratifizierung des Moskauer und Warschauer Vertrags von 1970, die Voraussetzung für das Inkrafttreten des Vier-Mächte-Abkommens über Berlin vom 3. September 1971 war. Nach dem Abschluß des Verkehrsvertrags mit der DDR im Mai trat die Regierung Brandt/Scheel in zähe Verhandlungen mit Ost-Berlin über einen Grundlagenvertrag ein, der am 21. Dezember unterzeichnet wurde. Weitere Schwerpunkte der 424 Dokumente der AAPD 1972 bilden die Erweiterung der EG, Abrüstungsfragen und die Vorbereitung der KSZE, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur VR China sowie das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft mit seinen Auswirkungen auf die Beziehungen zu Israel und den arabischen Staaten

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