Zeitgeschichte Open - Repositorium des IFZ
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Der "permanente Bürgerkrieg" und der Staatsbegriff der politischen Linken im Italien der 1970er Jahre
Ministerialbürokratie und "Judenpolitik" in NS-Deutschland und Vichy-Frankreich. Ein Vergleich
Die Singularität der Ermordung der europäischen Juden durch das Deutsche Reich wirft die Frage auf, inwieweit und ab welchem Punkt sich die deutsche Entwicklung von der anderer Staaten in Europa abkoppelte. Michael Mayer vergleicht deshalb erstmals systematisch die „Judenpolitik“ des Deutschen Reichs mit der des zweitwichtigsten modernen Industriestaates auf dem Kontinent: Frankreich. Die Vichy-Regierung schwankte in ihrer Politik zwischen der Verwirklichung einer autochthonen Politik und der Anpassung an deutsche Forderungen. Mit Hilfe eines Vergleichs kann der Autor wichtige neue Antworten zur Struktur des NS-Staates und Vichy-Frankreichs sowie zu deren Politik gegenüber den Juden finden.
Michael Mayer, geboren 1974, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung des Instituts für Zeitgeschichte im Auswärtigen Amt, Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam und Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung
Hochschulreform und Hochschulrevolte in Bayern und Hessen 1957 - 1976
Die 1960er und 1970er Jahre waren für die Universitäten der Bundesrepublik eine Zeit tiefgreifender Veränderungen. Ihr umfassender Ausbau trug dazu ebenso bei wie eine politisch forcierte Strukturreform und die Studentenrevolte des Jahres 1968. Am Beispiel der Bundesländer Bayern und Hessen analysiert Anne Rohstock Entstehungsbedingungen und Folgen des Wandels und widmet sich den bislang unerforschten Wechselwirkungen zwischen Hochschulreform und Hochschulrevolte in den Jahrzehnten des Bildungsbooms. Es zeigt sich, dass es durch "68" keineswegs nur zu einem bildungspolitischen Neubeginn kam. Viele Initiativen scheiterten auch an starken politischen wie gesellschaftlichen Gegenkräften. Anne Rohstock, geboren 1977, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Faculté des Lettres, des Sciences humaines, des Arts et des Sciences de l´Éducation der Universität Luxembourg
Amerikanisierung von Universität und Wissenschaft in Westdeutschland 1945 - 1976
Die aktuelle Debatte über die Reform der Hochschulen ist offensichtlich an US-amerikanischen Vorbildern ausgerichtet. Überraschen mag, dass diese Auseinandersetzung bis in die unmittelbare Nachkriegszeit zurückreicht. Stefan Paulus beleuchtet erstmals die amerikanisch-deutschen Interaktionen und den amerikanischen Einfluss auf die deutsche Universitäts- und Wissenschaftspolitik nach 1945. Unter kultur- und wissenschaftshistorischer Perspektive werden die Voraussetzungen, der Verlauf und die Ergebnisse des Reformdiskurses von der Besatzungszeit bis zur Verabschiedung des ersten Hochschulrahmengesetzes im Jahre 1976 analysiert. Die Orientierung an amerikanischen Modellen wird dabei stets thematisiert.: Stefan Paulus, geboren 1973, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Kulturgeschichte und Lehrbeauftragter für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg