Zeitgeschichte Open - Repositorium des IFZ
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Machtstrukturen, Entscheidungsmechanismen und Konfliktfelder in der Staatspartei 1971 bis 1989
Erich Honeckers Politik war im Politbüro der SED nicht unumstritten.Gegen seine Entscheidung, die politische Herrschaft kurzfristig durch soziale Leistungen auf Kosten mittel- und langfristiger Perspektiven zu stabilisieren, erhoben sich im engeren Führungskreis viele kritische Stimmen. Andere Fragen wie die Gestaltung der deutsch-deutschen Beziehungen waren sogar Gegenstand regelrechter Richtungskämpfe. Andreas Malycha, Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte und profunder Kenner der Materie, zeichnet diese bislang kaum erforschten internen Konflikte und Debatten nach und entwirft dabei ein ebenso lebendiges wie komplexes Bild der SED-Diktatur. Mit seinem glänzend recherchierten Buch greift er in aktuelle Forschungskontroversen ein, die um die Reichweite totalitärer Machtansprüche und die "Grenzen der Diktatur" geführt werden
Wege der Forschung
Es ist unbestritten, dass der Faschismus als Weltanschauung, Herrschaftssystem und soziale Praxis zu den Signaturen des 20. Jahrhunderts gehört. Dafür ist die wissenschaftliche und politische Auseinandersetzung über das Wesen des Faschismus umso kontroverser geführt worden - und sie ist bis heute nicht zum Abschluss gekommen. Was hielt die faschistischen Bewegungen, die nach 1919 in ganz Europa entstanden, im Innersten zusammen? Was verband und was trennte Faschismus und Nationalsozialismus? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes, der eine Bilanz der internationalen Faschismusforschung seit den 1990er Jahren zieht und dabei Autoren aus Deutschland, Großbritannien, Italien und den USA zu Wort kommen lässt
was kann Max Webers Modell der charismatischen Herrschaft zur Erklärung der Dynamik faschistischer Bewegungen beitragen?
Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1983
Hauptherausgeber: Horst Möller ;
Mitherausgeber: Gregor Schöllgen und Andreas Wirsching ;
Wissenschaftliche Leiterin: Ilse Dorothee Pautsch ;
Bearbeiter: Tim Geiger, Matthias Peter, Mechthild Lindemann1983 gilt als eines der spannungsreichsten Jahre des Kalten Krieges. Trotz aller Anstrengungen bei den INF-Verhandlungen in Genf und massiver Proteste der Friedensbewegung wurde im Herbst die „Nachrüstung“ vollzogen. 397 hier erstmals veröffentlichte Dokumente zeigen, wie sich vor dem Hintergrund einer verschärften Blockkonfrontation, die sich u.a. im Abschuss eines südkoreanischen Passagierflugzeugs durch die UdSSR manifestierte, die Bundesregierung bemühte, den Ost-West-Dialog und den Prozess der europäischen Einigung nicht abreißen zu lassen. Als Erfolge konnte sie u.a. den Abschluss der KSZE-Folgekonferenz in Madrid, die Fortsetzung der Sonderbeziehungen zur DDR sowie die „Feierliche Deklaration zur Europäischen Union“ verbuchen