Zeitgeschichte Open - Repositorium des IFZ
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Ein transnationales Stereotyp im 20. Jahrhundert
Die Studie beschäftigt sich mit der Geschichte eines Vorurteils – dass nämlich Homosexuelle zur Bildung einflussreicher, oft transnationaler Netzwerke tendierten, die gefährlich seien für "gesunde" nationale Politik. Die Untersuchung geht aus vom Skandal um einen Freundeskreis des deutschen Kaisers Wilhelm II. 1907/08 und vom österreichisch-ungarischen Spionagefall Redl 1913. Auf die 1934 ermordete SA-Führung um Ernst Röhm wird als herrschende "homosexuelle Clique" neues Licht geworfen. Weiterhin wird die Jagd auf homosexuelle "Verräter" in staatlichen Elitepositionen betrachtet, die in den 1950er und 1960er Jahren die USA und Großbritannien, aber auch die Bundesrepublik und die DDR prägte. Im Zuge sexueller Liberalisierung erlebte das homophobe Stereotyp einen Relevanzverlust. Doch noch 1983/84 konnte einer der ranghöchsten Bundeswehrgeneräle als angebliches homosexuelles Sicherheitsrisiko aus dem Amt gedrängt werden. Noch immer existieren heute Restbestände des alten Feindbildes
German Reich, 1938 - August 1939
Volume 2 documents the persecution of the Jews in the German Reich between January 1938 and the end of August 1939. In the months between the Anschluss of Austria and the start of the Second World War, the Nazi leadership plunged Jewish life further into crisis. Aryanization, bureaucratically organized expulsion, and ultimately the pogrom in November 1938 meant that for more and more Jews, life was untenable. At the same time it was becoming increasingly difficult to emigrate