ForAP: Forschungsergebnisse von Absolventen und Promovierenden der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften
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    Stimmen in Alena Mornštajnovás Roman Hana: Erzählverfahren und Motive entlang des "post-memory"

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    In der transgenerationalen Poetik Alena Mornštajnovás kommt der Stimme eine bedeutende Rolle zu. In dem Roman Hana (2017) wird die Funktionsweise des post-memory, wie es von Marianne Hirsch entwickelt wurde, mittels ambivalenter Erzählerinnenstimmen aufgerufen, unterstützt durch eine entsprechende Komposition und Verbalisierung. Zugleich spielt das Motiv der Stimme für transgenerationale Erinnerungen eine zentrale Rolle. Der Beitrag analysiert die komplexen Ebenen der Narration und die transgenerationalen Stimmen der Erzählung, um ein Licht auf die spezifischen Erzählverfahren des post-memory zu werfen. Im Vordergrund stehen dabei die Ambivalenzen in den Stimmen durch Überlagerungen, sowohl in der Erzählweise als auch als Motiv im Kontext der Mutter-Tochter-Beziehung derbeiden Hauptfiguren des Romans

    CorTeDo. The first representative corpus of technical documentation

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    This essay presents the M.A. project CorTeDo (Corpus of Technical Documentation), in which a corpus of technical documentation was compiled. With the aid of the corpus, claims about technical documents, such as their limited lexical and syntactic variation, were revisited. Additional characteristics were unearthed with an array of methods such as keyword analysis, n-gram analysis and collocation analysis. This research is a contribution to the fields of technical documentation, genre- based teaching and linguistics. It promotes the understanding of different genres and uses of language, especially those that have traditionally been overlooked. In the future, CorTeDo will be expanded to form a group of corpora that can be utilised as the basis for further analysis in all of the above fields and beyond

    Vorwort

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    Bereits zum siebten Mal in Folge publiziert die Zeitschrift ForAP Forschungsergebnissevon ausgewählten herausragenden Promotionen und Abschlussarbeitender Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft der UniversitätRegensburg, um sie einem breiten Publikum zugänglich zu machen.Denn wie die folgenden Beiträge zeigen, kann nicht nur in Dissertationeninnovativ geforscht werden, sondern auch im Rahmen von Bachelorarbeiten,etwa wenn eigene Umfragen erhoben werden oder wenn die Gegenständeso aktuell sind, dass sie bisher kaum untersucht wurden. Damit diese Erkenntnisse,Perspektiven und Ansätze nicht wie üblich in den Archiven undBibliotheken verschwinden, erhalten sie hier ein Schaufenster, das zugleich alsAuslage der forscherischen Vielfalt und Breite der Fakultät dient. Denn ForAPmöchte nicht nur nach außen, sondern auch nach innen kommunizieren.Nicht immer erfahren die Lehrenden der Fakultät, welche Themen Kollegenund Kolleginnen betreuen, und ahnen daher oft nicht, wie viele Berührungspunktezwischen den einzelnen Fachbereichen existieren. Hier schlummernzahlreiche Möglichkeiten engerer Zusammenarbeit, die bisher nur selten erkanntund dementsprechend kaum genutzt wurde

    Ingushetia’s Vernacular Landscape and the Colonial Encounter in Idris Bazorkin’s Iz T’my Vekov (1968)

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    This article analyses the role of landscape in Ingush writer Idris Bazorkin’s historical novel From the Darkness of Ages (1968). It aims to show how the novel criticises both 19th-century Russian imperial colonialism and intra-ethnic feuds in the region by concentrating on the way in which the landscape is altered by these conflicts rather than fully relying on anthropocentrism as do most Soviet historical works. In order to better grasp the transformation process of the landscape, this article chiefly employs the dichotomy established by Nixon between vernacular and official landscapes. Complementary theoretical frameworks, such as the notion of affective and disturbed landscapes as well as de Certeau’s place-space dichotomy, also prove useful for the analysis

    The Harvey Hazard. Community-Building and Empowerment in Chantal Bilodeau’s Whale Song

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    The article examines the interconnection between the oppression of women and nature as products of patriarchal power structures in Chantal Bilodeau’s play Whale Song. By using an ecofeminist approach, the article explores mechanisms of empowerment and community-building in Bilodeau’s play on the intratextual level through acts of naming and the topic of migration, and on the extratextual level through liminal audience-performer interaction. Blurring the lines between the real and the fictional, the speaker in Whale Song draws on real-life events and intertwines them with examples from her life to connect the threat of patriarchal power structures to the lived reality of the individual audience members. Thus, the interconnection of the oppression of women and nature is made more accessible to the audience and the speaker empowers the audience to take action against climate change and patriarchal oppression in a communal endeavor

    “They is the best solution.” Insights into pre- and early-service EFL teachers’ acceptability judgements of non-binary pronouns in English and their native language

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    Discussions around the use of gender-neutral language, with all the different strategies that it entails, have extended beyond academic contexts to permeate everyday life. It has become a contentious topic in many countries, regardless of their language. While existing research predominantly focuses on the usage of gender-neutral language by native (L1) speakers, little attention has been given to non-native (LX) speakers. The present article explores the perceptions of non-native pre-service and early-service English as a Foreign Language (EFL) teachers in Germany and Argentina regarding the use of singular they and neopronouns in English. Additionally, it investigates their views on analogous structures in their native languages (German and Spanish) and compares the degree to which these forms are integrated into their linguistic repertoire. Based on their acceptability judgements of English, German and Spanish sentences, as well as on their justifications of their judgements, this study aims to discern whether differences exist in how non-native EFL teachers evaluate the acceptability of gender-neutral or non-binary forms in both language pairs (English-German and English-Spanish). A qualitative analysis of their justifications offers valuable insights into the knowledge and acceptance of gender-neutral forms in both their L1 and English as well as their willingness to teach these forms in class

    Zwischen Madonna und Monster. Repräsentationen von (werdenden) Müttern in Games

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    Die Repräsentation von Frauen im Computerspiel erweist sich seit ihren Anfängen durch Stereotype und Sexualisierung als diskussionswürdig. Der vorliegende Beitrag analysiert die Darstellung von Frauen als Mütter und Schwangere in Games im Hinblick auf ihre Rolle für die Handlung und ihre spielmechanische Umsetzung. Während Schwangerschaften in Games meistens ästhetisch und narrativ distanziert inszeniert werden, werden die Mutterfiguren häufig aus dem Spielgeschehen ausgeklammert oder durch ihre Darstellung als matriarchales Monster abgewertet

    „Wenn so eine Welle des Aufbruchs durch das Land geht.“ Metaphorische Konterkarierung der nationalsozialistischen Ideologie in den Flugblättern der Widerstandsgruppe Die Weiße Rose

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    Die Flugblätter der Widerstandsgruppe Die Weiße Rose zählen zu den bekanntesten und sprachlich eindrucksvollsten Zeugnissen der Auflehnung gegen den Nationalsozialismus. Der vorliegende Beitrag möchte auf lexikalischer Ebene einen Fokus auf die Metaphorik der Flugblätter legen und diese hinsichtlich ihrer Konterkarierung der nationalsozialistischen Ideologie untersuchen. Da Hans Scholl der größte Verfasseranteil an den Flugblättern zukommt, sollen insbesondere seine Passagen analysiert und vor (biographischen) Produzentenspezifika reflektiert werden. Dies erfolgt mithilfe des kommunikationsanalytischen Modells nach Schuster (2018) vor Scholls persönlichen Hintergrund, der Bindung an den Texttypus Flugblatt sowie Adressatenspezifika. Daraufhin werden die Ziel- und Quellbereiche der Metaphorik Scholls im Flugblattverlauf untersucht, um seine zentralen Leitideen und Persuasionsmuster zu ergründen

    Die Grenze im Museum. Narrative der von Bayern und Böhmen geteilten Grenzregion

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    Sechs beiderseits der bayerisch-böhmischen Grenze gelegene Museen bilden den Ausgangspunkt des vorliegenden Beitrags, der danach fragt, welche Narrative dieser Grenze in Ausstellungen produziert werden, wobei das Interesse auf der longue durée der Grenzgeschichte liegt. Denn die bayerischböhmische Grenze gilt zwar als eine der stabilsten in Europa, war jedoch im Laufe ihrer Geschichte massiven Status- und dadurch Qualitätsveränderungen unterworfen. Diese definierten und prägten wiederum die anrainenden Regionen. In den analysierten Ausstellungen finden sich wiederkehrende Motive der Grenze selbst, aber auch der von Bayern und Böhmen geteilten Grenzregion: Verbindung und Trennung; (Ohn-)Macht; und (Un-)Natürlichkeit. Gezeigt wird weiter, wie der Motivkomplex (Un-)Natürlichkeit Eingang in kulturhistorische Ausstellungsnarrative findet

    Die Rolle der Phonie-Graphie-Diskrepanz im Französischspracherwerb bei L2-Lerner:innen mit Graphem-Farb-Synästhesie

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    Bei der Graphem-Farb-Synästhesie sehen Menschen Buchstaben, Zahlen und Wörter farbig, eine kognitive Besonderheit, die in der Linguistik bisher kaum beachtet wurde, obwohl sie sich für die Erforschung von Sprachlernprozessen anbietet. In dem vorliegenden Beitrag wurde im Rahmen einer online durchgeführten Befragung an deutschsprachigen Synästhet:innen untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Sprachniveau (des Französischen) und der Phonem-Graphem-Diskrepanz im L2-Erwerb des Französischen gibt. Dabei konnte ein signifikanter Zusammenhang zwischen fortgeschrittenem Sprachniveau und der Farbübereinstimmung zwischen phonischem und graphischem Code im Französischen aufgezeigt werden

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