KUGscholar (University of Music and Performing Arts Graz)
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Welche glühende hochstrebende Phantasie und reiche Erfindungskraft! – Georg Anton Bendas Ariadne auf Naxos als Kaleidoskop der Affekte
Historisch informierte Aufführungspraxis zielt darauf ab, sich durch Erkenntnisse der Musikwissenschaft und der Musikpraxis den Werken der Vergangenheit zu nähern. Einen besonderen Zugang bietet zudem Vokalmusik: Der bereits bestehende Zusammenhang von Musik und einem bestimmten Text direkt aus der Feder der Komponistin oder des Komponisten ermöglicht es in besonderer Weise, ihren oder seinen Blickwinkel einzunehmen. Noch unmittelbarer ist der Zusammenhang zwischen Wort und Ton im Melodram, wo keine gesanglichen Spezifika und Konventionen das Wort beeinflussen, sondern das gesprochene Wort direkt die Musik oder vice versa steuert.
Das erste deutschsprachige Melodram Ariadne auf Naxos, das 1774/75 mit den Worten von Johann Christian Brandes (1735–1799) und der Musik von Georg Anton Benda (1722–1795) entstand, repräsentiert gleichzeitig auch den bedeutendsten Vertreter dieser Gattung im 18. Jahrhundert und steht im Mittelpunkt unseres Beitrags.
Als Spielende erleben wir es als einmalige Gelegenheit, Text so direkt „gemalt“,
den Zusammenhang zwischen Musik und Wort so direkt mit- und ineinander verwoben zu sehen.
In dieser Abhandlung möchten wir vermitteln, was dieses einmalige Zusammenspiel von Wort und Musik uns als Ausführenden an Erkenntnis bringt. Durch die eingespielten Hörbeispiele sollen die Leser und Leserinnen selbst in den Genuss kommen, dem Komponisten ganz besonders nahe zu kommen.
In der Folge werden, nach Betrachtung der Quellenlage, der Aufführungsgeschichte und Aufführungskonventionen, Beispiele für verschiedene Kategorien des Ausdrucks ausgewählt und gemeinsam mit dem oder den auslösenden oder beschreibenden Worten wiedergegeben. Auf diese Weise wird den Lesenden ermöglicht, ein wahres Kaleidoskop an Affekten zu hören und zu erleben
Figure 4-3 perf-time-C-Marriner-StMartin-TL : Edvard Grieg, “Solveig’s Song”, loudness-beat duration graphs in performance time for the refrain; in each set, the upper/lower graphs shows data from first/second time the refrain is played; from top to bottom: Karajan with the Berlin Philharmonic, Karajan with the Vienna Philharmonic, Sir Neville Marriner with the Academy of St. Martin in the Fields Orchestra, Bjarte Engeset with the Malmö Symphony Orchestra
Figure 2-4 score-time-C-Bjarte-Malmo-T : Edvard Grieg, “Solveig’s Song”, beat duration graphs in score time for first and second instances of the refrain; top-to-bottom: Karajan with the Berlin Philharmonic Orchestra, Karajan with the Vienna Philharmonic Orchestra, Sir Neville Marriner with the Academy of St. Martin in the Fields, Bjarte Engeset with the Malmö Symphony
Appendix 3-4 score-time-A-Bjarte-Malmo : Edvard Grieg, “Solveig’s Song”, beat duration graphs in score time comparing the introduction and concluding bars; top-to-bottom: Karajan with the Berlin Philharmonic, Karajan with the Vienna Philharmonic, Sir Neville Marriner with the Academy of St. Martin in the Fields, Bjarte Engeset with the Malmö Symphony Orchestra
Appendix 3-1 score-time-A-Karajan-Berlin : Edvard Grieg, “Solveig’s Song”, beat duration graphs in score time comparing the introduction and concluding bars; top-to-bottom: Karajan with the Berlin Philharmonic, Karajan with the Vienna Philharmonic, Sir Neville Marriner with the Academy of St. Martin in the Fields, Bjarte Engeset with the Malmö Symphony Orchestra
Appendix-4-3 (mp4) Marriner StMartin : Edvard Grieg, “Solveig’s Song”, loudness-beat duration graphs in performance time comparing the introduction and concluding bars; top-to-bottom: Karajan with the Berlin Philharmonic, Karajan with the Vienna Philharmonic, Sir Neville Marriner with the Academy of St. Martin in the Fields, Bjarte Engeset with the Malmö Symphony Orchestra
Harp: Movement 3
Stimme Harfe, Mediterranean: Concerto for Guitar and Orchestra, John McLaughlin, orchestrated by Michael Gibbs, 202
Bassoon 1: Movement 1
Stimme Fagott 1, Mediterranean: Concerto for Guitar and Orchestra, John McLaughlin, orchestrated by Michael Gibbs, 202
Bassoon 1: Movement 3
Stimme Fagott 1, Mediterranean: Concerto for Guitar and Orchestra, John McLaughlin, orchestrated by Michael Gibbs, 202
Oboe 2: Movement 2
Stimme Oboe 2, Mediterranean: Concerto for Guitar and Orchestra, John McLaughlin, orchestrated by Michael Gibbs, 202