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Compositional analysis of the relationships between the organic matter content and chemical and physical properties of soil
Soil organic matter (SOM) plays a crucial role in soil fertility, carbon sequestration, and ecosystem sustainability, making its accurate analysis essential for environmental and agricultural management. However, studying the relationships between soil organic matter content (SOMC) and its influencing factors remains challenging due to the compositional nature of soil constituents. This study addresses key methodological challenges in analyzing the relationships between SOMC and soil texture, chemical composition, and bulk density using compositional data analysis. Specifically, we solve methodological issues related to integrating compositional and non-compositional variables in regression modeling and apply, for the first time, compositional data analysis to a mix of compositions, including the SOMC composition. The study explores the multivariate dependencies of the log-ratio coordinates—transformations that map compositional data from the constrained simplex space to real space—of major chemical elements in the soil and their relationship to log-ratio coordinates of SOMC. To appropriately account for the compositional nature of both the chemical element composition and soil texture, compositional data analysis methods are employed. Additionally, since outliers are common in soil data, all estimations are carried out using robust estimation methods. The application focuses on topsoil in the canton of Zurich (Switzerland), providing new insights into these relationships. Some findings contrast with previous studies that did not adopt a compositional approach, revealing, for example, a weak positive association between calcium and SOMC, a positive effect of phosphorus, and a decreasing dominance of organic matter in soil texture with increasing bulk density. Furthermore, free and open-source software has been extended to enable linear regression modeling that integrates both compositional and non-compositional explanatory variables, offering a practical solution to these methodological challenges in soil science
AI Barometer Studie 2025 : Status quo der Adoption von GenAI in Schweizer Unternehmen
Die AI Barometer Studie 2025 des AI in Marketing Research Centers in Kooperation mit der sicheren KI Agentenplattform dreamleap untersucht den Stand der Nutzung von GenAI in Schweizer Unternehmen. Ziel war es, ein realistisches Bild der aktuellen Praxis zu zeichnen. Die Ergebnisse basieren auf einer quantitativen Onlinebefragung von 137 Fach- und Führungskräften aus unterschiedlichen Branchen und Funktionsbereichen. GenAI ist in der Schweizer Unternehmenspraxis angekommen. 80 % der Befragten haben bereits persönliche Erfahrungen mit GenAI gesammelt, insbesondere mit den typischen Anwendungsfällen Textgenerierung (93 %), Bildgenerierung (65 %) und personalisierte Inhalte (57 %). GenAI wird von einer deutlichen Mehrheit mit Spass in Verbindung gebracht (80 %) sowie als einfach bedienbar (73 %) und erlernbar (79 %) wahrgenommen. Es zeigt sich auch, dass bereits heute eine deutliche Mehrheit GenAI als ausreichend gut für die meisten typischen Anwendungsfälle empfindet, z.B. für die Textgenerierung (79 % Zustimmung), die mehrsprachiger Konversation und der Erstellung personalisierter Inhalte (je 70 %). Aber es gibt auch Vorbehalte: Nur 40 % der Befragten empfinden GenAI als zuverlässig und lediglich je rund 20 % als sicher oder vertrauenswürdig. Es besteht darüber hinaus teilweise eine Diskrepanz zwischen wahrgenommener Nützlichkeit und tatsächlicher Umsetzung. Anwendungen wie Datenanalyse oder Prozessoptimierung werden zwar als nützlich eingeschätzt (96 % bzw. 80 %), sind aber bislang nur relativ wenig etabliert (32 % bzw. 33 % auf Abteilungsebene und 23 % und 35 % auf Unternehmensebene). Der Grund dafür könnte der von 67 % bzw. 64 % der Befragten als hoch empfundene Aufwand sein, der bei der Nutzung dieser Anwendungsfälle im eigenen Tätigkeitsbereich anfällt. Die GenAI-Nutzung erfolgt zudem häufig punktuell und ohne strategische Verankerung. Auch wenn die Mehrheit über das notwendige Knowhow verfügt, um GenAI zu nutzen (69 %), fehlt es an struktureller bzw. organisatorisch verankerter Unterstützung: Nur 15 % der Befragten erhalten bei Fragen zu GenAI Unterstützung durch ihre Vorgesetzten und 64 % haben keinen Zugang zu einem internen Helpdesk. Es zeigt sich auch, dass Führungskräfte sich etwas häufiger von ihrem Arbeitgeber unterstützt fühlen (56 %) in Zusammenhang mit Weiterbildungsangeboten zu GenAI als Fachkräfte (48 %). Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden acht zentrale Handlungsempfehlungen formuliert:
1. Nutzung systematisch ausweiten: GenAI wird oft nur punktuell eingesetzt. Vorhandenes Wissen soll z.B. mit Use-Case-Galerien oder Demo-Sessions sichtbar und organisationsweit nutzbar gemacht werden.
2. Weiterbildung gezielt gestalten: Fach- und Führungskräften Zugang zu Lern- bzw. Weiterbildungsangeboten ermöglichen, diese sollten jedoch auf unterschiedliche Rollen und Vorkenntnisse abgestimmt sein.
3. Vertrauen fördern: Offene Kommunikation über Funktionsweise, Datenbasis, Sicherheit und potenzielle Risiken von GenAI hilft, Unsicherheiten abzubauen und Akzeptanz im Unternehmen zu stärken.
4. Supportstrukturen etablieren: Interne Anlaufstellen für GenAI-Fragen schaffen und Führungskräfte ge-zielt befähigen, als Ansprechpartner im Umgang mit der Technologie zu agieren.
5. Anwendungsfälle priorisieren: Mit einfachen Use Cases wie Text- und Mediengenerierung beginnen; komplexere Anwendungsfälle wie Datenanalyse und Prozessoptimierung gezielt und gut vorbereitet angehen.
6. Innovationsräume schaffen: Experimentierfreude fördern und z.B. in Form von kreativen Workshops neue Ideen mit GenAI entwickeln, wenn möglich im Rahmen von bestehenden Innovationsprozessen.
7. Lessons learned dokumentieren: Auch gescheiterte Projekte liefern wertvolle Erkenntnisse. Eine strukturierte Dokumentation in einer zentralen Wissensdatenbank kann als Grundlage für zukünftige GenAI-Initiativen dienen.
8. Wirkung systematisch messen: Geeignete Kennzahlen definieren und ein Monitoring etablieren. Dies hilft, den Erfolg von GenAI-Initiativen transparent zu machen und Ressourcen gezielt einzusetze
Changing change : from heroic leadership to collective agency
This leading article aims to Make a Difference (MAD) by challenging outdated but persistent ideas about organizational change and leadership. It calls for a fundamental shift away from traditional, leader-centric frameworks and towards recognizing change as an emergent, collective, and relational process. It advocates theories and methodologies that foreground human experiences, interactions, and identities
Die Tatsachen des öffentlichen Verfahrensrechts
Der Ausgang eines Verwaltungsverfahrens hängt massgeblich davon ab, welche Tatsachen die Behörde ihrer Entscheidung zugrunde legt. Dies hängt wiederum davon ab, nach welchen verfahrensrechtlichen Regeln eine Tatsache ins Verfahren eingeführt werden darf, unter welchen Bedingungen sie als «wahr» gilt und wie Behörde und Partei ihre Rollen ausüben. Der vorliegende Beitrag systematisiert die unterschiedlichen Arten von Tatsachen, die in der Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts eine Rolle spielen, und beleuchtet die jeweiligen verfahrensrechtlichen Besonderheiten
Die Rolle des Portfoliomanagements im Corporate Stewardship
Corporate Stewardship hat sich in den letzten Jahren als erfolgreiche und nachhaltige Investitionsstrategie etabliert. Mit der Stimmrechtsausübung und dem Leiten von Engagement-Kampagnen will man als institutioneller Investor beispielsweise die Unternehmen zu nachhaltigeren Geschäftspraktiken bewegen. Zum Ansatz von Corporate Stewardship gibt es bereits zahlreiche Forschungen. Die Frage, welche Rolle dabei das Portfoliomanagement einnimmt, ist jedoch nicht abschliessend geklärt.
Diese Bachelorarbeit analysiert daher die Rolle des Portfoliomanagements im Corporate Stewardship. Insbesondere wird analysiert, welchen Mehrwert das Portfoliomanagement im Corporate Stewardship bieten kann, wie die Beziehungen zwischen Portfoliomanagement und Unternehmen sind und wie ein Kapitalabzug oder die Drohung eines Kapitalabzugs seitens Portfoliomanagement von den Unternehmen wahrgenommen wird. Ausserdem werden aktuelle Herausforderungen in Bezug auf die Involvierung des Portfoliomanagements im Corporate Stewardship untersucht.
Um die Fragestellung dieser Bachelorarbeit zu beantworten, wurde zuerst die bestehende Literatur zu Corporate Stewardship aufbereitet. Anschliessend wurden mit qualitativen Experteninterviews neue Daten erhoben, um die Frage nach der Rolle des Portfoliomanagements im Corporate Stewardship aus Sicht der Praxis zu beantworten. In einem letzten Schritt wurden die Interviewergebnisse zur Rolle des Portfoliomanagements im Corporate Stewardship analysiert, mit der bestehenden Literatur verknüpft und einer umfassenden Diskussion unterzogen.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Portfoliomanagement im Corporate Stewardship haupt-sächlich eine unterstützende Rolle einnimmt. Die Hauptverantwortung liegt meist bei spezialisierten ESG- oder Stewardship-Teams. Jedoch kann es wertvoll sein, das Portfoliomanagement aktiv in die Corporate-Stewardship-Prozesse einzubinden. So kann das Portfoliomanagement erstens dabei helfen, einen Engagement-Fall vorzubereiten oder im Dialog mit den Unternehmen wertvolle Vorschläge einzubringen. Zweitens hat das Portfoliomanagement bestehende Kontakte zu Unternehmen, die genutzt werden können, um für die Stewardship-Spezialisten einen ersten Kontakt herzustellen. Mittels der Androhung eines Kapitalabzugs seitens des Portfoliomanagements kann in der Praxis hingegen kein wirkungsvoller Einfluss erzielt werden. Zuletzt beeinträchtigen jedoch auch weitere Grenzen und Herausforderungen die Involvierung des Portfoliomanagements im Corpo-rate Stewardship. Beispielsweise nimmt dabei die sogenannte «Fiduciary Duty» eine zentrale Stellung ein. Hiermit hat das Portfoliomanagement die Pflicht, stets im besten finanziellen Interesse der Kundschaft zu handeln, was eine übermässige Berücksichti-gung von Nachhaltigkeit erschweren kann.
Für eine erfolgreiche Involvierung des Portfoliomanagements sollen institutionelle Anleger klare Prozesse definieren und die Zusammenarbeit zwischen Portfoliomanagement und Stewardship-Teams fördern. Weiter sollen ESG-Themen klar mit der «Fiduciary Duty» abgestimmt sein und Kapitalabzüge sollen nur angedroht werden, wenn es in einem konkreten Fall auch tatsächlich umgesetzt wird
Unterschiedliche Ansätze in der Vorsorgeberatung : Pensionskassen auf der Suche nach ihrer Beratungsrolle
Die Herausforderungen im Altersvorsorgesystem führen zu einer verstärkten Eigenverantwortung und Individualisierung, was seitens der Versicherten Entscheidungen erfordert. Um diese Entscheidungen sachgerecht fällen zu können, besteht ein hoher Bedarf an umfassender finanzplanerischer Beratung. Dieser Beratungsbedarf ist üblicherweise viel umfangreicher als das, was Pensionskassen den Versicherten derzeit bieten. Aus rechtlicher, betriebswirtschaftlicher und technologischer Sicht stellt sich für die Pensionskassen die Frage, wie sie ihre zukünftige Rolle in der Beratung ihrer Versicherten definieren wollen
A new Dichotrachelus Stierlin from Val Grande (Piemonte, Italy) (Coleoptera, Curculionidae) with comments on biogeography and evolution of high alpine species of the genus
Dichotrachelus sonjaesp. nov. was discovered in a cold north-exposed scree slope in the Togano ridge area in Piemonte North of Val Grande. It is described and compared with the most similar species. Based on morphology and molecular data presented here, Dichotrachelus lepontinus Osella, 1971, distributed from Piemonte in Italy (Monte Rosa) eastwards to the Misox mountains of Switzerland, is its sister species. Dichotrachelus meregallii Osella, 1971 is another closely related species. Phylogeographic and biogeographical considerations on the development of that particularly lithophilous and high alpine living group of Dichotrachelus are presented
Digital media and social inequality : a primer in the context of Swiss digital society
Digital media innovations are used differently by people from different social groups and have varying consequences. Research has not found that these divides are narrowing. On the contrary, individuals who are socially better positioned appear to benefit more from digital media transformation. At the societal level, there is a need for a transparent negotiation of the values underlying the digital media infrastructure – values that can guide democratic governance.
Digitale Medieninnovationen werden von Menschen entlang sozialer Bruchlinien unterschiedlich genutzt und haben unterschiedliche Folgen. Die Forschung deutet nicht darauf hin, dass sich diese Klüfte verringern. Vielmehr scheinen sozial besser positionierte Menschen mehr von digitalen Medientransformation zu profitieren. Auf gesellschaftlicher Ebene braucht es eine transparente Aushandlung der Werte, die der digitalen Medieninfrastruktur zugrunde liegen, und die die demokratische Steuerung anleiten können
Agri-PV deployment in Switzerland : developing a multi-criteria spatial analysis decision support system to prioritize locations
Climate change is disrupting weather patterns, leading to increased droughts, heavy rains, and heatwaves that threaten agricultural production. Achieving net zero by 2050 in Switzerland necessitates an energy transition. A goal solidified by the 2024 federal Electricity Act's binding target to produce 45 TWh/year from new renewable energies by 2050, with solar power playing a central role.
Agri-Photovoltaics (Agri-PV) offers a dual solution by integrating solar panels on agricultural land, enabling simultaneous food production and renewable electricity generation, thus boosting land-use efficiency and supporting climate-resilient agriculture. The suitability of Swiss agricultural fields for Agri-PV is, however, unclear since many stakeholders and factors must be considered when selecting a location. A lack of planning can lead to high failure rates, as the “Solarexpress” showed.
This thesis developed a methodology for a multi-criteria spatial decision support system (SDSS) to rank agricultural fields in an area of interest in Switzerland for Agri-PV suitability (classifications: Excellent, Good, Fair, Poor). Through expert interviews, consulting relevant literature, and an Agri-PV lecture series, 21 critical factors (6x Electricity, 10x Agricultural & Environmental, 5x Tourism & Aesthetic) were identified alongside Boolean exclusion criteria. Based on 21 stakeholder surveys, the individual factors were weighted, revealing subjective distributions. To address this, an interactive dashboard was created, allowing users to allocate weights and utilize further interactive modules individually. This dashboard is publicly accessible via the following link: https://buja.shinyapps.io/MA_thesis_BuJa_Agri-PV/
The SDSS was designed and tested on the supply area of ewz (city of Zurich). Using average stakeholder weightings, 72 % of the agricultural land was classified as "Good” suitability, with a production potential of 400 GWh/year, exceeding local 2040 solar targets by 100 GWh. Applying the stakeholder weightings to biased and unbiased Monte Carlo sensitivity analyses showed that Overhead semitransparent modules over permanent crops are best suited for Agri-PV. The Monte Carlo simulations also enabled the creation of heatmaps, which identified clusters of interest that could be pursued. While the SDSS offers valuable initial insights for informed decision-making, its limitations (e.g., not considering psychological factors such as willingness to invest or the acceptance of the landowner and the surrounding community towards Agri-PV) require further, in-depth investigation in a second step to ensure successful Agri-PV deployment.
Overall, Agri-PV deployment in Switzerland faces two major hurdles: (1) the vague legal framework for Agri-PV which states that it must be "beneficial for agricultural production" but does not specify how this is measured. And (2) Agri-PV is currently a niche, research-focused topic in Switzerland, with limited public awareness. To foster widespread acceptance and successful deployment, a clear and expanded legal framework for Agri-PV, along with educating the broad public about its benefits, is essential.Der Klimawandel verschärft in der Schweiz Dürren, Starkregen und Hitzewellen und bedroht die Landwirtschaft zunehmend. Damit die Schweiz das Netto-Null-Ziel bis 2050 erreicht, ist die Energiewende unerlässlich. Das Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien von 2024 setzt hierfür ab 2025 verbindliche Ziele: Bis 2050 müssen 45 TWh/Jahr aus neuen erneuerbaren Energien gewonnen werden, wobei der Solarenergie eine zentrale Rolle zukommt.
Agri-Photovoltaik (Agri-PV) bietet eine duale Lösung: Sie integriert Solarmodule auf Agrarland, was die gleichzeitige Lebensmittel- und Stromproduktion ermöglicht. Dies erhöht die Landnutzungseffizienz und fördert eine klimaresiliente Landwirtschaft. Die Eignung von Schweizer Agrarflächen für Agri-PV ist jedoch unklar, da bei der Wahl des Standortes viele Stakeholder und Faktoren berücksichtigt werden müssen. Eine mangelnde Planung führt, wie der «Solarexpress» zeigte, zu hohen Misserfolgsquoten.
In dieser Arbeit wurde eine Methodik für ein multikriterielles räumliches Entscheidungsunterstützungssystem (SDSS) entwickelt, um landwirtschaftliche Felder in einem bestimmten Gebiet in der Schweiz auf ihre Eignung für Agri-PV zu prüfen (Kategorien: Exzellent, Gut, Mittel, Schlecht). Basierend auf Expert: inneninterviews, Literatur und einer Vorlesungsreihe wurden 21 entscheidende Faktoren (6x Elektrizität, 10x Landwirtschaft & Umwelt, 5x Tourismus & Ästhetik) sowie boolesche Ausschlusskriterien integriert. Auf der Grundlage von 21 Stakeholder-Umfragen wurden die einzelnen Faktoren gewichtet, was subjektive Verteilungen erkennen liess. Dazu wurde ein interaktives Dashboard erstellt, das es den Nutzer:innen ermöglicht, die Gewichte individuell zuzuordnen und weitere interaktive Module zu nutzen. Dieses Dashboard ist über den folgenden Link öffentlich zugänglich: https://buja.shinyapps.io/MA_thesis_ BuJa_Agri-PV/.
Das SDSS wurde im Versorgungsgebiet des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) gebaut und getestet. Unter Verwendung der durchschnittlichen Gewichtung der Interessenvertreter:innen wurden 72 % der landwirtschaftlichen Flächen als „Gut“ eingestuft. Diese haben ein Produktionspotenzial von 400 GWh/Jahr, was die lokalen Solarziele für 2040 um 100 GWh übertrifft. Die Anwendung der Stakeholder- Gewichtungen auf voreingenommene und nicht voreingenommene Monte-Carlo-Sensitivitätsanalysen hat gezeigt, dass halbtransparente Überkopfmodule über Dauerkulturen eindeutig am besten für Agri-PV geeignet sind. Die Monte-Carlo-Simulationen ermöglichten ausserdem die Erstellung von Heatmaps, mit denen sich interessante Cluster identifizieren liessen, die weiterverfolgt werden könnten. Das SDSS liefert wertvolle erste Einblicke für fundierte Entscheidungen. Allerdings weist es auch Limitationen auf – etwa die fehlende Berücksichtigung psychologischer Faktoren wie der Investitionsbereitschaft oder der Akzeptanz durch Landbesitzende und der umliegenden Gemeinde gegenüber Agri-PV. Diese Aspekte erfordern in einem nächsten Schritt vertiefte Untersuchungen, um eine erfolgreiche Implementierung sicherzustellen.
Allgemein steht der Einsatz von Agri-PV in der Schweiz vor zwei grossen Hürden: Erstens, der vage Rechtsrahmen, der den «Vorteil für die Landwirtschaft» nicht klar misst. Zweitens ist Agri-PV in der Schweiz derzeit ein Forschungsschwerpunkt mit geringer öffentlicher Wahrnehmung. Um eine breite Akzeptanz zu fördern, ist ein klarer und erweiterter rechtlicher Rahmen, sowie die Aufklärung der breiten Bevölkerung über die Vorteile von Agri-PV unerlässlich