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Mit Methode vom Use Case zum Business Case
In Service-Ökosystemen schaffen Menschen und Maschinen gemeinsam Werte. Die Kombination von Design Thinking und der Value-of-Solving-Pains- (VoSP-) Methode ermöglicht es, Bedürfnisse systematisch zu erfassen, Nutzen zu quantifizieren und tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln – für Innovation mit wirtschaftlicher Relevanz
Der Einfluss von Sustainable Leadership auf die Unternehmensleistung : eine differenzierte Analyse der finanziellen Unternehmensleistung und der ESG-Leistung
Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer und sozialer Verantwortung zu vereinen. Klimawandel, Ressourcenknappheit und gesellschaftliche Ungleichheiten erhöhen den Handlungszwang, nachhaltiger zu agieren. Anspruchsgruppen fordern verstärkt verantwortungsbewusstes Handeln, während traditionelle Führungsansätze mit kurzfristiger Gewinnorientierung zunehmend hinterfragt werden. Diese Spannung zwischen wirtschaftlichen Zielen und nachhaltiger Entwicklung verdeutlicht den Bedarf an neuen Führungsmodellen. Sustainable Leadership stellt hierbei einen Lösungsansatz dar, der langfristige Unternehmensstrategien mit ökologischen und sozialen Zielen verbindet.
Trotz zunehmender Relevanz ist der Einfluss dieses Führungsstils auf die Unternehmensleistung bislang unzureichend erforscht. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern Sustainable Leadership die finanzielle Unternehmensleistung und die ESG-Leistung beeinflusst. Dabei wird die ESG-Leistung als Mediator und die Beteiligung der obersten Führungsebene als Moderator in der Beziehung zwischen Sustainable Leadership und der finanziellen Unternehmensleistung betrachtet. Um dies zu ergründen, wurde basierend auf einer Literaturrecherche eine quantitative Online Befragung durchgeführt. Aufgrund einer niedrigen Rücklaufquote wurde der Fragebogen neben der direkten Ansprache von Privatunternehmen aus der Deutschschweiz zusätzlich über LinkedIn verbreitet, um die Stichprobe zu erweitern. Die Nettostichprobe von 65 Personen wurde mittels deskriptiver Statistik, Regressionsanalysen sowie einer Mediations- und Moderationsanalyse ausgewertet.
Entgegen der Erwartung haben Sustainable Leadership und die ESG-Leistung keinen signifikanten Einfluss auf die finanzielle Unternehmensleistung. Jedoch beeinflusst Sustainable Leadership die ESG-Leistung signifikant positiv, was mit dem aktuellen Forschungsstand übereinstimmt. Weder ein vermittelnder Effekt durch die ESG-Leistung noch ein verstärkender Einfluss durch die Beteiligung der obersten Führungsebene konnte nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass sich positive finanzielle Effekte von Sustainable Leadership und der ESG-Leistung erst langfristig zeigen.
Abschliessend lässt sich festhalten, dass Sustainable Leadership zwar die nicht-finanzielle, jedoch nicht die finanzielle Unternehmensleistung steigert, was eine ganzheitliche Bewertung der Unternehmensleistung einschränkt. Für die Praxis bedeutet dies, dass Unternehmen trotz fehlender signifikanter finanzieller Effekte in Sustainable Leadership und ESG-Massnahmen investieren sollten, da diese langfristiges Potenzial entfalten könnten. Zudem sollte die Beteiligung der obersten Führungsebene als kritischer Erfolgsfaktor bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsinitiativen anerkannt werden. Obwohl die Ergebnisse nicht repräsentativ sind, bietet diese Arbeit eine fundierte Grundlage für weiterführende Forschung. Künftige Studien könnten Längsschnittstudien durchführen und weitere Mediationen und Moderatoren einbeziehen. Auch industriespezifische und interkulturelle Vergleiche wären wertvoll, um die Übertragbarkeit der Erkenntnisse zu erhöhen
KI-Anwendungen im W&R-Unterricht : Praxisimpulse und Erfahrungsaustausch
Wie nutzen wir KI sinnvoll im W&R-Unterricht? Nach einigen kurzen Praxisimpulsen zu KI-Anwendungen diskutieren wir diese und tauschen Erfahrungen und weitere Einsatzideen aus.
Ziel: Alle Teilnehmenden nehmen drei konkrete Ideen für den eigenen Unterricht mit
EUNIS-ESy : expert system for automatic classification of European vegetation plots to EUNIS habitats
EUNIS-ESy is an expert system for automatic classification of European vegetation plots to habitat types of the EUNIS Habitat Classification. The EUNIS classification and the principles of the expert system are described by Chytrý et al. (2020). The classification of a set of vegetation plots can be run using the JUICE program (Tichý 2002; https://www.sci.muni.cz/botany/juice/), TURBOVEG 3 program (Hennekens 2015) and an R script (Bruelheide et al. 2021). This dataset contains two parts: (1) the expert system and related files necessary for running it; (2) characterization of EUNIS habitats based on the results of the expert system classification.
1. Expert system and related files necessary to run it
1.1. EUNIS-ESy-2025-10-03.txt – a file containing the script for the classification of vegetation plots by EUNIS-ESy. This version contains tested definitions for the revised EUNIS classification of vegetated Marine (MA), Coastal (N), Wetland (Q), Grassland (R), Shrubland (S), Forest (T), Inland sparsely vegetated (U) and Man-made (V). It also contains tested definitions of Aquatic plant communities (P3) and Springs (P2N). This file is different from the analogous file in the previous versions.
1.2. Nomenclature-translation-from-Turboveg-2-databases.zip – an archive containing the scripts for automatic translation of taxon concepts and names used in individual European Turboveg 2 databases (Hennekens & Schaminée 2001; https://www.synbiosys.alterra.nl/turboveg/) to the nomenclature that can be used as an input for EUNIS-ESy. This file is the same as in the previous versions.
1.3. EUNIS-ESy-User-Guide.pdf – a brief user guide to the classification of vegetation plots by EUNIS-ESy using the JUICE program. Please read this guide carefully before running the expert system to avoid misclassifications. This file is the same as in the previous versions.
2. Characterization of the EUNIS habitats based on the results of the EUNIS-ESy classification
2.1. EUNIS-habitats-2025-10-03.xlsx – the current list of EUNIS habitats. This file is different from the analogous file in the previous versions.
2.2. EUNIS-EuroVegChecklist-crosswalk-2025-10-03.xlsx – a crosswalk between the EUNIS habitat classification and phytosociological alliances of EuroVegChecklist (Mucina et al. 2016; https://floraveg.eu/vegetation/).
2.3. EUNIS-habitats-Characteristic-species-combintation-2025-10-03.xlsx – a database of habitats' characteristic species combinations in a spreadsheet format. These species combinations are based on the analysis of vegetation plots from the European Vegetation Archive (EVA; Chytrý et al. 2016; http://euroveg.org/eva-database) and other databases classified by EUNIS-ESy v2025-10-03. Analytical methods are described in Chytrý et al. (2020). This file is different from the analogous file in the previous versions.
2.4. EUNIS-habitats-Distribution-maps-2025-10-03.xlsx – a set of distribution maps in the TIFF format based on the analysis of vegetation plots from the European Vegetation Archive (EVA; Chytrý et al. 2016; http://euroveg.org/eva-database) and other databases classified by EUNIS-ESy v2025-10-03.
2.5. Data-sources-EUNIS-classification-2025-10-03.pdf – a list of data sources used to produce the distribution maps and characteristic species combinations
«Transformation, Transition and Innovation in Child and Youth Care», EuSARF Konferenz im September 2025 in Zagreb
Parametrische Versicherungen – ein Zukunftsmodell? : wie gestaltet sich die Angebotslandschaft von parametrischen Schadenversicherungen auf dem weltweiten Versicherungsmarkt?
Parametrische Versicherungen sind kein neues Konzept und kamen bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in Indien zum Einsatz. Heute werden parametrische Versicherungen weltweit vermehrt als Ergänzung zur traditionellen Versicherung angesehen, da sie helfen, Deckungslücken zu schliessen. In den letzten Jahren hat der Markt für parametrische Versicherungen ein kontinuierliches Wachstum verzeichnet. Für 2023 wird das Marktvolumen auf 14,8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bis 2032 wird ein Anstieg auf 39,9 Milliarden US-Dollar erwartet. Trotz dieses erwarteten Wachstums wurde die Angebotsseite bisher kaum wissenschaftlich untersucht.
Angesichts dieser Forschungslücke ist das Ziel dieser Arbeit, einen umfassenden Über-blick über die weltweite Angebotslandschaft parametrischer Schadenversicherungen zu liefern.
Zuerst wurden die theoretischen Grundlagen, der aktuelle Stand der Forschung sowie bestehende Herausforderungen aufgearbeitet. Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde eine strukturierte Inhaltsanalyse verschiedener Versicherungsangebote für Unter-nehmen und Privatpersonen durchgeführt. Anhand einer manuellen Desk Research wurden schliesslich 45 Versicherungsunternehmen, InsurTechs und Broker analysiert. Die Identifikation relevanter InsurTechs erfolgte explorativ mithilfe künstlicher Intelligenz, gefolgt von der anschliessenden manuellen Recherche und Bereinigung.
Insgesamt wurden 265 parametrische Versicherungsangebote identifiziert. Zur Veranschaulichung der Ergebnisse wurde ein interaktives Power BI-Dashboard entwickelt. Anhand einer Heatmap wird die Angebotslandschaft parametrischer Versicherungen in vier unterschiedlichen Regionen visualisiert. Die Auswertung zeigt, dass vor allem Nordamerika ein grosses Angebot an parametrischen Versicherungen für Naturkatastrophen auf-weist. Obwohl in dieser Region beträchtliche gesamtwirtschaftliche Naturkatastrophenschäden zu vermerken sind, ist der Protection Gap in dieser Region im Vergleich zu den anderen Regionen in der Analyse gering. Dies könnte auf das breite Angebot an parametrischen Versicherungen zurückzuführen sein. Die geringste Produktvielfalt zeigt sich in der Region Lateinamerika, Naher Osten und Afrika.
Das Angebot für Unternehmenskunden fokussiert sich deutlich auf Naturkatastrophen- sowie Specialty-Risiken. Dabei stellt das Flutrisiko das am häufigsten abgedeckte versicherte Risiko dar. Für Privatpersonen ist das Angebot aktuell noch überschaubar, wobei Flugverspätungsversicherungen als etablierte Produkte herausstechen. In der Analyse wurden Lloyd's of London Ltd., Blink Parametric, FloodFlash und Parametrix als wichtige Marktteilnehmende im Zusammenhang mit Kooperationen festgestellt. Im Bereich von parametrischen Versicherungen sind vor allem InsurTechs wichtige Kooperationspartner.
Die Ergebnisse dieser Arbeit bieten eine umfassende Übersicht über die weltweite Marktsituation. Sie bilden eine fundierte Grundlage für weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen. Diese können sich auf den Protection Gap, auf vertiefte Analysen bestimm-ter Regionen oder versicherter Risiken fokussieren
Comprehensiveness and validity of a multidimensional assessment of patients with fibromyalgia : a prospective cohort study
Background: Fibromyalgia is a complex syndrome affecting all dimensions of biopsychosocial health and quality-of-life. The aim of the study was to quantify the cross-sectional and longitudinal validity of single measurement scales in specific construct domains and to examine how they combine to build a comprehensive, multidimensional outcome assessment of fibromyalgia before and after a standardized interdisciplinary pain program.
Methods: This prospective cohort study assessed 123 patients using 8 measures: the Short Form 36 (SF-36), the Multidimensional Pain Inventory (MPI), the Symptom Checklist-90-Revised (SCL-90-R), the Quantification Inventory for Somatoform Syndromes (QUISS), the Fibromyalgia Health Assessment Questionnaire (FHAQ), the Fibromyalgia Impact Questionnaire (FIQ), the Coping Strategy Questionnaire (CSQ), and the 6-Minute Walking Distance (6MWD). The comprehensiveness of the constructs and their overlap were quantified cross-sectionally and longitudinally by bivariate correlations, explorative factor analysis, and effect sizes (ESs).
Results: The mean age of the participants was 48.6 years (+/-9.8); 86.2% were female. Factor analysis revealed 2 factors with a totally explained variance of 44.5%-64.5%. At the baseline and follow-up cross-sectional analyses, mental health and psychosocial factors loaded more strongly on the first, mental health factor, especially the 4 SCL-90-R scales (factor loads 0.75-0.90) than on the second, predominantly physical function factor. Longitudinally (score differences), the predominantly physical function factor was dominant, with loads of 0.61 (FHAQ), 0.66 (6MWD), and SF-36 and MPI pain (0.68 each). Maximum cross-sectional correlations were up to 0.89 between depression and anxiety, up to 0.87 between pain and interference on the MPI (0.79 longitudinally), and up to 0.83 between depression and catastrophizing. Longitudinally all scales showed improvements. The greatest effects were measured on MPI Pain severity (ES = 0.78) and Interference (0.71).
Conclusions: All 23 health parameters examined had moderate to high factor loads on at least one factor, evidence of the multidimensionality of fibromyalgia. Mental health and function explained the substantial, partially comparable variances of the clinical characteristics. Both domains are almost equally important in describing the syndrome. An accurate description of fibromyalgia requires comprehensive assessment of a broad spectrum of constructs, including fatigue, somatization and coping strategies, particularly catastrophizing, in addition to the traditional pain, function and mental health