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    Teilhabe ermöglichen statt integrieren

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    Familiäre Migrationsgeschichten von Schüler_innen werden in schulischen Kontexten oft als Indikatoren für Heterogenität oder Diversität interpretiert. Die Jugendlichen werden entlang der hegemonialen Zugehörigkeitsordnungen kategorisiert und ihnen wird ein ‚Migrationshintergrund’ zugeschrieben. Gleichzeitig aber konstituiert sich die Vorstellung von Heterogenität aus der binären Unterscheidung einer homogen gedachten Gruppe aus ‚Hiesigen‘ von einer homogen gedachten Gruppe aus ‚Anderen‘, wie sich im Folgenden zeigt. Anhand des spezifischen Falls einer städtischen ‚Berufsintegrationsklasse‘, deren Unterricht im Jahr 2017 im Rahmen des Forschungsprojektes „Doing/Undoing Difference in Politischer Bildung“ videographiert wurde, wollen wir hier ausführen, wie sich dieses Phänomen in der schulischen Praxis manifestiert. Diese Sonderschulklasse zeichnet sich dadurch aus, dass hier aufgrund der Aufnahmekriterien ausschließlich Jugendliche unterrichtet werden, die seit maximal zwei Jahren in der Schweiz leben. Dies ist in der Unterrichtspraxis ein zentrales Thema: Die Schüler_innen werden in Abgrenzung zu einer imaginierten Gesellschaft von Ansässigen als ‚Fremde‘ oder ‚Zugezogene‘ angerufen. Damit folgen die Zugehörigkeitszuschreibungen in den beobachteten Interaktionen einer binären Logik der Differenzierung zwischen ‚Anderen‘ in Abgrenzung zu einem ‚Wir‘. Die Gruppe von Schüler_innen wird durch diese Zugehörigkeitszuschreibung homogenisiert und steht in einem Verhältnis zu einem ‚Wir‘, welches außerhalb des Klassenverbandes und des Klassenraumes verortet bleibt. In diesem Verhältnis werden die Schüler_innen als Unterprivilegierte adressiert und damit auch positioniert. Sie stehen in einem benachteiligten Konkurrenzverhältnis zur imaginierten Gruppe der ‚Hiesigen‘. Das Bildungsziel dieser Sonderschulklasse folgt damit dem hegemonialen Integrationsimperativ, nach dem sich die Unterprivilegierten entlang dem neoliberalen Ideal der individuellen Leistung eine Teilhabe am wirtschaftlichen, sozialen und politischen Leben in der Gesellschaft erarbeiten können und sollen (Bachmann 2016: 30–35). Wie diese Adressierungen mit dem Appell der Integrationsleistung in der schulischen Praxis verschmelzen und welche alternativen Unterrichtsziele und -praxen erstrebenswert sein könnten, ist Inhalt dieses Beitrags

    Einen Weg finden. Bildungsbiografien junger Musliminnen in der Deutschschweiz im Kontext des gegenwärtigen Islamdiskurses

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    Die Differenzkategorie „Muslimin“ manifestiert sich in den Bildungsbiografien der jungen Frauen einerseits als wirkmächtige, strukturelle Bildungsbarriere in der Dualen Berufsbildung insbesondere hinsichtlich des sichtbaren religiösen Symbols Hijab und andererseits als soziale Deutungspraxis im schulischen Feld. Im Zentrum der Untersuchung stand die Frage, ob und wie Bildungsbiografien junger religiös orientierter Secondas muslimischen Glaubens im Kontext des gegenwärtigen Islamdiskurses vorstrukturiert bzw. eingeschränkt werden und ob und wie es gelingt, unter diesen Bedingungen bildungsbiografisch „einen Weg zu finden“. Es wurde rekonstruiert, auf welche Strategien junge Musliminnen zurückgreifen, um sich als handelnde Subjekte aktiv gesellschaftlichen Differenzierungs- und Ausschlussprozessen zu stellen, bzw. diesen zu trotzen. Um den Akteurinnen Raum für die Darstellung eigener Relevanz- und Deutungssysteme innerhalb ihrer sozialen Räume zu geben, wurde eine ethnografische Forschungsstrategie gewählt. Kern des Zugangs zum Feld bildete die Methodik der multi-sited Ethnography, wie sie Marcus (1995) in Abgrenzung zur klassisch ethnographischen Vorgehensweise vorschlug. Theoretisch wurde aus einer doppelten Perspektive argumentiert: Zur Erklärung der strukturellen Beschränkungen in Bezug auf den Zugang zu Bildung wurde eine intersektionelle Perspektive eingenommen, die das Wechselspiel verschiedener Differenzkategorien fokussiert, zur Beleuchtung der Handlungsstrategien der jungen Frauen wurde ein Ansatz verfolgt, der die Handlungsfähigkeit (Agency) in den Blick nimmt, ohne jedoch deren strukturelle Einschränkungen zu negiere

    1968 in German-speaking Switzerland: Controversies and Interpretations

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    Nadine Ritzer explores how the events of 1968 have been, and are still, taught in German-speaking Switzerland. Focusing on and contrasting the Prague Spring and the Vietnam War, Ritzer explores varying responses to binary approaches toward the Cold War and the relationship between East and West. The chapter traces the shifts in teaching both events that have occurred, particularly looking at how these narratives destabilised the region’s own established ideologies, and how textbook design also had implications for the degrees of criticism levelled at these discourses. The chapter, relying on first person accounts, delineates how teachers themselves often deviated from textbooks in the classroom when approaching both the Prague Spring and the Vietnam War

    Europe and Educational Media

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    Die Europäische Union konnte bei den jüngsten Europa-Wahlen zwar viele Anhänger mobilisieren; allerdings ist auch sichtbar geworden, dass sie immens an Attraktivität eingebüßt hat. Eine Wiederbelebung der europäischen Idee von Menschenrechten, Demokratie, Freiheit und Toleranz und damit auch des Wertefundaments der Europäischen Union kann allerdings nur gelingen, wenn eine deutliche Mehrheit der Bürger*innen Europas mitzieht. Hierfür kommt den Bildungsinstitutionen vom Kindergarten über die Schule und außerschulische Jugendbildungsstätten bis zu Einrichtungen der Erwachsenenbildung eine immense Bedeutung zu. In all diesen Institutionen kommen Bildungsmedien zum Einsatz; von daher ist es von hoher Relevanz, dass sich Bildungsmedienforscher*innen mit Fragen auseinandersetzen, wie Europa in Bildungsmedien in Geschichte und Gegenwart repräsentiert wurde und wird, ob und, wenn ja, wie die Vorteile der EU und eines Europa ohne Grenzen und auf menschenrechtlichem Fundament jungen Menschen nahegebracht werden oder ob nationale Vorurteile und Stereotypen Platz finden oder gar überwiegen. Eine wichtige, hoffnungsvoll stimmende Perspektive bieten in diesem Zusammenhang gemeinsame Bildungsmedienprojekte verschiedener europäischer Länder, die in diesem Band ebenfalls vorgestellt werden

    Mit Lernaufgaben Kompetenzen fördern

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    Textreproduktion als Grundlage des Schreibens

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