OPUS - Schriftenserver der Hochschule für Musik Freiburg (mit FZM)
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Duration of vocal effects due to water resistance therapy
There are only few data about effects of semi-occluded vocal tract exercises on vocal fold oscillation patterns in vivo. Furthermore, it has not yet been clarified for how long these effects last. Material: 16 subjects (8 non-pathological and 8 with vocal fold mass lesion) were asked to sustain a phonation on the vowel /i/. During phonation, the subjects were simultaneously recorded with transnasal high speed videoendoscopy (HSV, 20.000 fps), electroglottography, and audio signals. After that, these subjects performed a Water Resistance Therapy (WRT) for 10 min (tube 30 cm, 9 mm diameter, 5 cm below surface). Repeated measurements of sustained phonation were performed 0, 10, and 30 min after exercising. The data showed strong inter-individual differences concerning the courses of the different measures after WRT. For non-pathological voices, directly after WRT there was a lowering of the Glottal-Area-Waveform derived Period-Perturbation -Quotient, a lowering of the closing quotient. For pathological voices, however, such a decrease was not observable. Five minutes after the exercise such effect was not observable any more. WRT showed strong inter-individual effects in the courses of the evaluated measures. General tendencies of some measures directly after the intervention showed a brief effect of only a few minutes
Die "Schule" des Leonardo Leo (1694-1744)
Von jeher gilt Leonardo Leo (1694-1744) nicht nur als wichtiger Komponist, sondern auch als bedeutender Kompositionslehrer. Zeitweilig, so die Überlieferung, sei die neapolitanische Musiklandschaft von einem Gegensatz zweier Systeme oder Schulen geprägt gewesen, mit Anhängern Leos auf der einen und Francesco Durantes (1684-1755) auf der anderen Seite. Vor allem im Zuge der Partimento-Forschung hat sich die jüngere Musikforschung dieser Musiklandschaft, ihren Institutionen und Hauptfiguren wieder verstärkt zugewandt. Geblieben ist dabei eine mythologisierende und verklärende Patina, die Leos Bild und das seines Umfelds im Laufe der Zeit überdeckt hat. Diese Schichten sucht Hans Aerts anhand institutionsgeschichtlicher, biografischer, quellenkritischer, musiktheoretischer und musikanalytischer Studien abzutragen. Er rekonstruiert den Rahmen, in dem Musiker in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Neapel ausgebildet wurden, beleuchtet Leos Laufbahn und seinen Schülerkreis, untersucht die Hintergründe der Überlieferungen zum Gegensatz zwischen Leisti und Durantisti und erforscht die Quellen, die mit Leos Unterrichtspraxis in Verbindung gebracht worden sind. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Analyse eines Korpus von 50 Solfeggi. Häufig schwingt bei diesen Untersuchungen auch die Frage mit, welche Perspektiven sich daraus für die heutige musiktheoretische Lehrpraxis ergeben
Die Generalpause
Der im Frühjahr 2020 durch Covid-19 bedingte Lockdown führte zu weitreichenden Veränderungen, die neben dem professionellen
Kulturbetrieb auch den Alltag der Menschen, die Freizeitaktivitäten und die generelle Mobilität betrafen. Die Veränderungen im
individuellen Tagesablauf blieben nicht ohne Folgen auf die subjektive Zeitwahrnehmung. Ziel der Studie war die Untersuchung
musikbezogener Berichterstattung während des Lockdowns im Zusammenhang mit dem Thema des Zeitempfindens. Die Datengrundlage bildete ein Korpus aus 185 Zeitungsartikeln fünf überregionaler Tages- und Wochenzeitungen während des ersten Lockdowns (16.03.–15.06.2020). Neben einer thematischen Kategorienbildung sowie der Untersuchung kategorialer Zusammenhänge (Assoziationsanalyse) wurde die emotionale Färbung der Artikel mittels Sentimentanalyse berechnet. Die Inhaltsanalyse führte zu einem System aus 21 thematischen Kategorien; die darauf aufbauende Assoziationsanalyse ergab besonders starke Zusammenhänge zwischen den Kategorien „Musikrezeption“ und „Digitalisierung“ sowie zwischen den Kategorien „Musikbusiness“, „LiveVeranstaltungen“ und „Wirtschaft und Finanzen“. Die Kategorie „Zeitempfinden“ wurde häufig Artikeln zugeordnet, die sich auch auf
„Stille und Reflexion“ und „Öffentliches Leben“ bezogen. Ein Zusammenhang zwischen Musik- und Zeitkategorien konnte jedoch nicht festgestellt werden. Die Sentimentanalyse ergab für Artikel mit hohem Musikbezug eine positivere emotionale Färbung der Sprache, insbesondere für Artikel der Unterkategorie „Aktives Musizieren“, während die Kategorie „Recht und Politik“ negativer gefärbt war. Die Ergebnisse ermöglichen Einblicke in die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Lockdowns und verweisen auf Änderungen in den individuellen Musikaktivitäten zwischen Veranstaltungsabsagen, Balkonkonzerten und verstärkter Digitalisierung