OPUS - Schriftenserver der Hochschule für Musik Freiburg (mit FZM)
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    Thoroughbass, Chorale, and Fugue: Teaching the Craft of Composition in J. S. Bach's Circle

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    Die vorliegende Arbeit untersucht die Kompositionslehre von J.S. Bach und seinem Umkreis. Laut Bach stammen die „Fundamental-Regeln der Composition“ vom Generalbass und vom Klavier. Der Verfasser dieser Arbeit hat entdeckt, dass eine Urschrift Bachs, die er höchstwahrscheinlich in seinem Unterricht verwendet hat, die Termini licentia und fundamental einsetzt, um ein kontrapunktisches Phänomen namens anticipationes transitus auf genau der gleichen Weise zu beschreiben wie Johann Heinichen es in seinem Traktat „Der General-Bass in der Composition“ (1728) tut. Da Bach mit Heinichens Traktat vertraut war und da beide den Generalbass mit der Komposition verbanden, ist es eine Hypothese der vorliegenden Arbeit, dass Bachs „Fundamental-Regeln“ in Zusammenhang stehen mit Heinichens Rationalisierung kontrapunktischer Lizenzen in Bezug auf einen „fundamentalen“ stile antico Hintergrund. Ein weiterer Hinweis auf einen Link zwischen Bach und Heinichen liefert die Neuentdeckung, dass das anonyme Manuskript namens „Vorschriften und Grundsätze“ (1738), welches aus Bachs Umgebung stammt, die gleiche Tabelle der „fundamentalen“ Generalbassziffern enthält wie Heinichens Traktat aus dem Jahr 1711. Aus diesen Gründen spielt Heinichens Generalbasskonzept, welches auf ganz anderen Prinzipien basiert ist als die Generalbasstradition der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, eine zugrundeliegende Rolle in dieser Rekonstruktion der Kompositionslehre in Bachs Umkreis. Laut C.P.E. Bach teilte sich der Unterricht seines Vaters in drei Themenbereiche auf: Generalbass, Choral und Fuge – jedem Bereich wird in der vorliegenden Arbeit ein Kapitel gewidmet. Das erste Kapitel stellt die These auf, dass der Generalbass als das vorherrschende pädagogische und kompositorische Werkzeug in Deutschland circa 1700 aufgekommen ist, da er (anders als die Tabulatur) ein Verständnis der Satztechnik ermöglicht. Der Grund, warum Bach dem Generalbass solche Bedeutung beigemessen hat, könnte sein, dass es der Generalbass einem Klavierspieler ermöglicht, durch eine Vereinfachung, Synthese und Verkörperung der tradierten Satzregeln einen polyphonen Satz in Echtzeit zu beherrschen. Darüberhinaus werden im ersten Kapitel zwei zentrale Aspekte der Theorie Heinichens untersucht: die sogenannte „Kontrapunkt-Funktion“ und die „Skalenton-Funktion“, welche in Heinichens Methode zum Präludieren zum Einsatz kommen. Das zweite Kapitel beleuchtet die Bedeutung der Zuordnung des sogenannten „Sibley Choralbuchs“ zu Bachs Schülerkreis und plädiert für eine klarere Wahrnehmung des Unterschieds zwischen zwei Hauptgattungen der Choralharmonisierung: dem verzierten, vierstimmigen Choralgesang-Stil und dem einfacheren, generalbass- und klavierorientierten Choralbuch-Stil, der im Prinzip nur zweistimmig ist (Sopran und Bass). Eine zunehmende Zahl der Quellen aus Bachs Umkreis, die mehrere Bässe unter jedem Choral enthalten, führt zur Hypothese, dass Bachs Kompositionslehre auch diese Technik möglicherweise mit einbezogen hat. Im dritten Kapitel werden zuerst sowohl die satztechnischen Beziehungen zwischen Choral und Fuge untersucht, als auch eine mögliche pädagogische Verbindung zwischen den beiden vorgeschlagen. Danach wird ein Überblick über die Gattung der Generalbassfuge geschafft und ihre Beziehung zu Bachs Unterricht gezeigt. Abschließend werden die Techniken des doppelten Kontrapunkts und des Kanons in Bachs Umkreis untersucht und in mathematischer Form dargestellt

    Formenlehre

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    Compositional Process

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    Grundzüge der Interpretationsgeschichte Beethovenscher Werke

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    Harmony

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    Das flüchtige Werk

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    Musorgkij als Wegweiser in die Zukunft

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    Musikphilosophie zur Einführung

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