BfN-e-dition - Institutional repository of the Federal Agency for Nature Conservation
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    Biologisches Monitoring in der deutschen Nordsee

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    Nationale und europarechtliche Vorgaben sowie internationale Übereinkommen bilden den rechtlichen Kontext für das biologische Monitoring des Bundes und der Länder in der deutschen Nordsee. Die Vielfalt der Monitoringmethoden reicht von benthosökologischen Untersuchungen mit Greifern und Dredgen über Planktonbeprobungen bis hin zu flugzeuggestützten Linien-Transekt-Erfassungen von Vögeln und Säugetieren und spiegelt die Vielfalt der zu überwachenden Schutzgüter wider - dies sind sowohl Populationen einzelner Arten wie Artengemeinschaften und Lebensräume. Aktuelle Herausforderungen umfassen die Anpassung der Monitoringmethodik an den Windparkausbau, die Entwicklung und den Einsatz minimalinvasiver Monitoringmethoden insbesondere in Schutzgebieten, die Erweiterung des Monitorings zur kausalen Interpretation beobachteter Trends und die Erweiterung des Monitorings auf weitere Arten und Flächen

    Monitoring of the hazel dormouse under the EU Habitats Directive in member states around the Baltic Sea

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    Naturbegegnung im Klassenzimmer : empirische Untersuchung von Bildungsangeboten zum Rotmilan und Biber

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    Biber (Castor fiber) und Rotmilan (Milvus milvus) stehen in der Fauna-Flora-Habitat (FFH)- und der Vogelschutz-Richtlinie der Europäischen Union und sind in Deutschland besonders und streng geschützt. Vielleicht ebenso wichtig wie der gesetzliche Schutz ist für die Erhaltung dieser Arten, dass sie in der Bildungsarbeit Sympathieträger für das Thema Biodiversität sein können. Da direkte Begegnungen nur mit hohem Aufwand möglich sind, arbeiten Bildungsakteure meist mit Modellen und Anschauungsmaterial. Zwei methodisch unterschiedliche Bildungsmodule (geführtes versus selbstbestimmtes Lernen) werden hier auf ihre Wirksamkeit zur Förderung von Naturverbundenheit und (Umwelt)systemwissen evaluiert. Im Prä-Post-Kontrollgruppen-Design wurden Grundschulkinder aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön befragt. Die Naturverbundenheit und das Systemwissen konnten durch beide Module signifikant gesteigert werden. Die Kontrollgruppe zeigte keine Veränderung. Zum Rotmilan wurde zusätzlich eine Follow-up-Erhebung nach neun Monaten durchgeführt, die einen Abfall der Naturverbundenheit, aber ein stabiles Niveau des Systemwissens der Kinder ergab. Die Unterschiede in der Methodik der Bildungsmodule zeigten sich direkt im Autonomie- und Kompetenzerleben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

    Sensibilisierung junger Menschen für Natur- und Artenschutz: Potenziale zukunftsorientierter Ansätze im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

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    Ist die Krise der biologischen Vielfalt im Schatten der Klimakrise ein Thema, das in der Lebenswelt junger Menschen seinen Platz findet? Anhand von zwei Fallbeispielen bestehender Bildungsangebote an der Schnittstelle zwischen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Naturschutz wird veranschaulicht, welche Innovationspotenziale aus Sicht des Naturschutzes bestehen und genutzt werden könnten, um die Anschlussfähigkeit an diejenigen Fragestellungen herzustellen, die die jungen Menschen bewegen. Auch in Hinblick auf Qualifizierungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ist es erforderlich, thematische und methodische Erweiterungen vorzunehmen, um z. B. den Ansprüchen von mehr Partizipation und Bildungsgerechtigkeit adäquat zu begegnen sowie die Verbindung zwischen digitalen Lebens- und analogen Lernwelten herzustellen. Bildungseinrichtungen sind daher gefordert, ihr Rollenverständnis genauer zu definieren und flexibel auf die gesellschaftlichen Ansprüche zu reagieren

    Ein ökosystembasierter Ansatz für den Umgang mit der Waldkrise in der Klimakrise

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    Die vorherrschenden Strömungen in Diskurs und Praxis forstlicher Klimawandelanpassungen stehen einem ökosystembasierten Ansatz entgegen. Es wird auf Baumarten fokussiert; aktive Anpassung bedeutet oftmals das Anpflanzen ökosystemfremder Arten. Die Bemühungen, zukünftige Waldtypen möglichst artenscharf zu definieren, offenbaren ein deterministisches Gestaltungsparadigma. Dieses kann darauf zurückgeführt werden, dass die bioenergetisch bzw. thermodynamisch untermauerte Nichtgleichgewichtsökologie nicht rezipiert wurde. Auf der Grundlage aktueller systemökologischer Theorien und Befunde wird in zehn Prinzipien ein Ansatz ökosystembasierten Waldmanagements skizziert. Ökosystemfunktionalität kann thermodynamisch beschrieben und quantifiziert werden; im Mittelpunkt steht die Energie-dissipation(sfähigkeit). Ökosystembiomasse und -informationsgehalt sowie ein kohärentes holarchisches Netzwerk sind die Grundlage für die physikalische Arbeitsfähigkeit, aber auch für Resistenz und Resilienz. Aus den thermodynamischen Eigenschaften und der Komplexität ergeben sich ontische Offenheit und Unbestimmtheit von Waldökosystemen. Ein ökosystembasiertes Waldmanagement fokussiert auf Strukturen und Prozesse, die Kühlung und Wasserrückhaltung sowie Selbstregulation im System vermitteln

    Die Seegeniederung im UNESCO-Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe" - Erhaltung des letzten offenen Rückstauraums der Mittelelbe durch länderübergreifenden Hochwasserschutz

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    Die Seege (Niedersachsen) ist der letzte von acht größeren Nebenflüssen der unteren Mittelelbe, dessen Rückstauraum nicht durch ein Sperrwerk im Mündungs-bereich vom biologisch prägenden Hochwasserrhythmus der Elbe abgekoppelt ist. In der Seegeniederung kommen 14 Lebensraumtypen des Anhangs I der Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Richtlinie vor (drei mit prioritärem Status), in denen eine Vielzahl gesetzlich geschützter und gefährdeter Arten auftreten. Die Seegeniederung hat den höchsten Schutzstatus im UNESCO-Biosphärenreservat "Niedersächsische Elbtalaue", ist Teil des FFH-Gebiets "Elbeniederung zwischen Schnackenburg und Lauenburg" und des EU-Vogelschutzgebiets "Niedersächsische Mittelelbe". Aus Hochwasserschutzgründen wird die Erhöhung der vorhandenen Seegedeiche oder alternativ die Errichtung eines neuen Deichs mit Sperrwerk im Mündungsbereich der Seege in die Elbe erörtert. Letzteres würde den ökologisch essenziellen Überschwemmungsrhythmus der Elbe in der Seegeniederung beeinträchtigen und das Volumen des Retentionsraums für Elbhochwässer erheblich verkleinern. Stattdessen wird vorgeschlagen, länderübergreifend zwischen Wittenberge (Brandenburg), Wahrenberg (Sachsen-Anhalt) und Dömitz (Mecklenburg-Vorpommern) Deiche zurückzuverlegen und erst vor wenigen Jahrzehnten abgesperrte Rückstauräume wieder zu öffnen, um so extreme Hochwasserscheitel großräumig zu kappen. Dies würde gleichzeitig ermöglichen, einen Schwerpunkt der Vorkommen von Lebensraumtypen des Mittelelbtals zu schützen und zu entwickeln. Dies würde vorhandene Überschwemmungsflächen auch außerhalb der Seegeniederung und Gebiete, die bereits durch Deichrückverlegung und Öffnung abgesperrter Rückstauräume renaturiert wurden, einschließen

    Sozial erwünschtes Antwortverhalten im Naturschutz

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    Blitzlichtstudie "Seen und Klimawandel"

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    Vögel und Windenergienutzung

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    Imaginationen von Natur und Umwelt im digitalen Spiel - medienspezifische Typologie sowie Potenziale für die Naturschutzkommunikation

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    Der Autor exploriert Natur- und Umweltdarstellungen im digitalen Spiel, indem er diese erstens in den Kontext der Green Game Studies einbettet. Zweitens wird der ontologische Status von Natur im digitalen Spiel bestimmt, indem natürlich scheinende Umgebungen in diesen Spielen als menschengemachte Umwelten vorgestellt werden, die bestimmte Zwecke in den je spezifischen Spielkontexten erfüllen. Drittens werden die unterschiedlichen Typen dieser Umweltdarstellungen dargelegt - darunter beispielsweise Umwelt als hyperreale Schönheit, Umwelt als Rohstoff- und Ressourcenlager oder Umwelt als emergentes System - und mit Fallbeispielen in Verbindung gebracht. Viertens werden diese Überlegungen derart weiterentwickelt, dass eine Beantwortung der Frage nach einer möglichen Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für den Naturschutz durch digitale Spiele möglich wird. Natur- und Umweltdarstellungen in digitalen Spielen werden damit schlussendlich als Teil einer populärkulturellen Medienrealität verortet, in der das Natur-Mensch-Verhältnis selbst zunehmend in den Vordergrund der Erlebniswelten gerückt wird

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