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Leitlinien für Evaluationen in Betrieben und Praxen
Häufig werden im Unternehmen neue Arbeitsgestaltungsmaßnahmen oder neue Prozesse eingeführt. Die Herausforderung für Unternehmen sind dabei nicht nur die Einführungs selbst, sondern auch deren Effektivität zu testen, um so die gewünschten Ergebnisse dieser neuen Prozesse zu erzielen. Beispielsweise können neue Arbeitsgestaltungsmaßnahmen darauf abziehen, die Effektivität oder Qualität der Arbeitsergebnisse zu steigern, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern, oder die Motivation zu steigern. Möglichkeiten hierfür sind die Implementierungen von neuen Arbeitsgestaltungsmaßnahmen, Technologien, Prozessen oder organisatorischen Veränderungen. Der kritische Schritt besteht nach dessen Einführung dann darin zu überprüfen, ob diese Neuerungen nicht nur reibungslos integriert werden können, sondern ob diese auch über die oben genannten beabsichtigten positiven Auswirkungen auf die Unternehmensleistung verfügen. Dieser Prozess erfordert die Evaluierung der Effektivität der eingeführten Neuerungen. Insgesamt ist die systematische Evaluierung und Anpassung neuer Systeme oder Prozesseim Unternehmen entscheidend, da sichergestellt werden muss, dass diese nicht nur erfolgreich implementiert werden, sondern auch langfristig die angestrebten positiven Veränderungen bewirken.
Wie der Erfolg von eingeführten Neuerungengemessen werden kann, ist jedoch abhängig von dem jeweiligen eingeführten Maßnahmen, Prozessen oder Systemen und kann nicht pauschal erhoben werden. Von Relevanz sind hier daher messbare Kriterien
Event-driven IT-architectures as enabler for Industry 4.0
Originating in 2011, Industry 4.0 describes the digital revolution of industry and has since become a collective term for smart, mutable and data driven factories. During the last decade systemic and methodical solutions were designed and implemented that enable corresponding data driven use cases for producers. Today's system providers offer complex data ecosystems in which data-driven use cases are built-in and implementers offer focused digitalisation projects to rapidly address quick wins. While an assessment of expectations around Industry 4.0 results in requirements within the domains of modifiability, connectivity, data and organisation for an IT-architecture, many such solutions are found to be violating essential requirements as systemic flexibility and data-availability. Not only is this a relevant matter for architectural purists, but it highlights real problems that industry is still facing while applying digitalisation measures in pursuit of Industry 4.0. While event-driven architectures go back to the design of modern operating systems, the emergence of powerful, resilient and cheap broker-technologies has risen the polarity of event-driven IT-architectures for businesses in the last decade. Although its occurrence is predominantly represented in ecommerce, finance and insurance, many prominent manufactures have since begun their transformation into an event-driven IT-architecture. Reasons for this architectural adaptation include exceptional data availability, resilience, scalability and especially data sovereignty. An assessment of event-driven IT-architecture's properties and implications reveals an excellent fit for the architectural requirements of Industry 4.0. In this work the subject of Industry 4.0 is analysed along literature to derive a collective understanding of expectations from a factory implementing Industry 4.0. Subsequently, IT-architectural requirements are derived that describe an architecture capable of satisfying these expectations. Then event-driven IT-architectures are analysed regarding their structural composition and capabilities. Finally, the fit of event-driven IT-architecture is evaluated against the architectural requirements of Industry 4.0, discussing congruence and divergence
E2E-Parameter: Datenbasierte Prozessführung entlang überbetrieblicher Prozessketten
Produkteigenschaften werden entlang industrieller Prozessketten lediglich stichprobenartig kontrolliert, sodass der genaue Zustand jedes einzelnen Produkts nicht bekannt ist. Dies bringt Einschränkungen, wie beispielsweise sehr eng gefasste Toleranzen seitens des Kunden mit sich, die bereits früh in der Prozesskette zu Ausschuss führen können. Außerdem können die Produkteigenschaften nicht in der Auslegung der Fertigungsprozesse verwendet werden, sodass eine Reaktion auf Abweichungen zur Prävention von Ausschuss nicht möglich ist. Das Ziel dieses Forschungsprojekts ist es daher, eine modellbasierte Vorhersage der Eigenschaften jedes einzelnen Produkts zu etablieren, um nachfolgende Prozesse basierend auf der Kenntnis des genauen Produktzustands auslegen zu können. Dadurch sollen Produktspezifikationen weniger restriktiv ausgelegt werden können und Ausschuss durch eine adaptive Prozessführung verringert werden. Ein weiteres Ziel ist es, die Übertragung der relevanten Daten zu untersuchen und eine Datenplattform zu konzipieren, die eine gesicherte und standardisierte Weitergabe der Produktinformationen vom Zulieferer zum Kunden ermöglicht.
Zur Umsetzung des Forschungsvorhabens wurde zunächst eine Testumgebung inklusive einer Modellprozesskette am IBF eingerichtet, die zwei virtuelle Unternehmen repräsentiert. Das erste Unternehmen befasst sich mit dem Kaltwalzen und fungiert als Zulieferer, während das zweite Unternehmen die vom ersten Unternehmen erhaltenen Bleche zu Kreuznäpfen umformt und als Kunde fungiert. Durch das Umformen von Blechen mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften trotz gleicher Spezifikation unter Verwendung einer Standard-Tiefziehprozessführung wurde zunächst der Einfluss von Eigenschaftsschwankungen des Eingangsmaterials auf die resultierenden Kreuznapfeigenschaften untersucht. Im zweiten Schritt wurde eine simulationsbasierte Prozessauslegung genutzt, um auf diese Schwankungen adaptiv zu reagieren und die Schwankungen der resultierenden Kreuznapfeigenschaften möglichst gering zu halten. Zuletzt wurde vom ersten Unternehmen Kaltband produziert, welches bewusst außerhalb der Produktspezifikation lag. Auch hier konnte gezeigt werden, dass durch eine adaptive Prozessauslegung trotz unzulässigem Eingangsmaterial Gutteile erzeugt werden können und somit Ausschuss vermieden werden kann. Zur Konzeptionierung und Implementierung eines Datenplattformprototyps wurden persönliche Interviews und Umfragen mit Mitgliedern des PA sowie durch eine sorgfältige Literaturrecherche identifizierte Methodiken, die dem Stand der Technik entsprechen, genutzt. Um den unternehmensübergreifenden Datenaustausch für eine große Breite industrieller Unternehmen nutzbar zu machen, wurden darüber hinaus Standardisierungsempfehlungen für die Datenaufnahme,
-speicherung und -übertragung erarbeitet.
Da im Projekt lediglich eine Modellprozesskette verwendet wurde, ist eine quantitative Beschreibung des Mehrwerts einer überbetrieblichen Datenweitergabe sowie einer modellbasierten, adaptiven Prozessführung schwer umsetzbar. Die entscheidenden Einflussfaktoren und Schlüsselaspekte wurden jedoch herausgearbeitet, sodass die Erkenntnisse durch Unternehmen auf die eigene Prozesskette übertragen werden können und eine Abschätzung des Mehrwerts ermöglicht wird
Typology for Industrial Customers in the Subscription Economy
More and more companies in the manufacturing industry are striving to transform from a transactional to a service-driven so-called “Subscription” business model to benefit monetarily from the opportunities offered by Industry 4.0. One hurdle in this transformation is the formulation of the appropriate service offering. While customers’ demands for value provided with the service offering are becoming ever more extensive, the complexity of a combined service offering consisting of product, service, and software (product-service system) is also increasing. In practice as well as in the literature, recurring patterns of specific user types can be identified, which in turn help to standardize the service offering. However, this concrete user and value consideration has not yet been applied to business models in the subscription economy. The two central research methods that are used here are a detailed literature analysis and interviews with experts from the industry. The aim of this work is the identification of concrete customer types and their characterization based on specific features and attributes. With the help of specific customer types, companies in the manufacturing industry should be able to align their range of services in a targeted and user-oriented manner. In addition, the concrete addressing of identified customer types helps to better meet customer requirements and consequently to increase business success
Entwicklung eines Markteinführungs-Navigators für Subscription-Geschäftsmodelle (SGM) in der produzierenden Industrie (SubaSa)
5G in der Industrie
Mit dem Ziel, die Relevanz der fünften Mobilfunkgeneration in industriellen wie auch gesellschaftlichen Anwendungsszenarien zu verdeutlichen, entstand dieses Whitepaper im Rahmen des Forschungsprojekts ‚Competence Center 5G.NRW‘ in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dortmund, der Universität Duisburg-Essen, der Bergischen Universität Wuppertal und dem FIR an der RWTH Aachen als verantwortliche Forschungseinrichtungen