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    Migration und Gesundheit: Das entscheidende Thema unserer Zeit?

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    The intersection of migration and health is a defining issue of our time. This presentation will highlight and discuss key challenges in migration and health including impact on health, current and future issues and health systems and access. First, I will address the direct and indirect physical and mental consequences of migration on health at individual and population levels based on our published systematic review of the literature and more recent data. Specific challenges such as infectious diseases spread and antimicrobial resistance will be addressed. Second, the global migration literature broadly categorises migrants into forcibly and non-forcibly displaced persons; a false dichotomy which nevertheless provides a useful framework for discussion. With a health lens, I will address this dichotomy from a current and future perspective. Recent experience of forcibly displaced persons including the current conflict in the east of Europe will be discussed. Anthropogenic climate change and its impact on migration and health illustrates a current and future challenge. Climate change will undoubtedly drive human population movement and health outcomes in the coming decades. The future of health and humanity will thrive or wither depending on our ability to adapt and respond to this threat, with migration at the very heart of action or inaction. Finally, the place of health systems in achieving universal health coverage (UHC) with unimpeded access to health and healthcare will be discussed. UHC is a recognised right of every individual, an ideal that we all aspire to achieve, and yet among migrants, it is often a luxury and not seen as a right. Health and care workforce breaks or makes health systems. I will address the political and health related implications migration on workforce planning and associated dynamics between migrant sending and receiving countries.Die Überschneidung von Migration und Gesundheit ist das entscheidende Thema unserer Zeit. In diesem Vortrag werden die größten Herausforderungen im Bereich Migration und Gesundheit beleuchtet und diskutiert, darunter die Auswirkungen auf die Gesundheit, aktuelle und künftige Probleme sowie Gesundheitssysteme und deren Zugang. Zunächst betrachte ich anhand unserer veröffentlichten systematischen Literaturauswertung und aktueller Daten die direkten und indirekten physischen und psychischen Auswirkungen der Migration auf die Gesundheit des einzelnen Menschen und der Bevölkerung insgesamt. Besondere Herausforderungen wie die Verbreitung von Infektionskrankheiten und die antimikrobielle Resistenz werden angesprochen. In der globalen Migrationsliteratur werden Migranten grob in erzwungene und nicht-erzwungene Vertriebene eingeteilt; eine falsche Dichotomie, die jedoch einen nützlichen Diskussionsrahmen bietet. Ich werde diese Dichotomie aus heutiger und künftiger Sicht aus einem gesundheitlichen Blickwinkel betrachten. Die jüngsten Erfahrungen mit erzwungenen Migranten, einschließlich des aktuellen Konflikts im Osten Europas, werden diskutiert. Der anthropogene Klimawandel und seine Auswirkungen auf Migration und Gesundheit stellen eine aktuelle und zukünftige Herausforderung dar. Der Klimawandel wird in den kommenden Jahrzehnten zweifellos die Bevölkerungsbewegungen und die Gesundheitsfolgen beeinflussen. Die Zukunft der Gesundheit und der Menschheit wird davon abhängen, ob wir in der Lage sind, uns an diese Bedrohung anzupassen und auf sie zu reagieren, wobei die Migration im Mittelpunkt dieses Handelns oder Nichthandelns steht. Schließlich wird die Rolle der Gesundheitssysteme bei der Verwirklichung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung (Universal Health Coverage – UHC) mit ungehindertem Zugang zur medizinischen Versorgung diskutiert. UHC ist ein anerkanntes Recht jedes Einzelnen, ein Ideal, das wir alle anstreben. Dennoch ist es unter Migranten oft ein Luxus und wird nicht als Recht angesehen. Arbeitskräfte im Gesundheits- und Pflegesektor sind der entscheidende Faktor bei dem Erfolg oder Misserfolg eines Gesundheitssystems. Ich befasse mich mit den politischen und gesundheitsbezogenen Auswirkungen der Migration auf die Personalplanung und der damit verbundenen Dynamik zwischen den Herkunfts- und Aufnahmeländern der Migranten

    Die Institutionalisierung der Mathematik als Wissenschaft im Japan der Meiji- und Taishō-Zeit (1868–1926)

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    Japanische Mathematiker fanden früher als japanische Forscher anderer Disziplinen für ihre modernen wissenschaftlichen Leistungen Anerkennung in Europa und Amerika. Der Band, der aus einer Dissertation hervorgegangen ist, untersucht die rasante Institutionalisierung der Mathematik als Wissenschaft im Japan der Meiji- und Taishō-Zeit (1868–1926). Diese Entwicklung erfolgte auf der Basis einer reichhaltigen bereits bestehenden Wissenstradition. Sie wird hier mithilfe des Konzepts der Wissenszirkulation in ihren Grundlagen, ihrem Verlauf und ihren Charakteristika analysiert. Dazu werden Organisationsbildung, Professionalisierung, Standardisierung und Disziplinausbildung der Mathematik in Japan unter Verwendung vielfältiger Quellen im Kontext von Veränderungen des japanischen Bildungssystems und im Vergleich mit der Physik betrachtet

    „Audio quibusdam scholia observationibus addita displicere.“: Textgenre und Kommunikation in den Miscellanea curiosa

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    1670 gab die Academia naturae curiosorum den ersten Band der Miscellanea curiosa heraus. Im Gegensatz zu anderen Zeitschriften konzentrierten sich die Miscellanea von Anfang an auf Medizin und Naturforschung. Ihr Ziel war, die Kommunikation von Wissen innerhalb und außerhalb der Akademie zu fördern. Hierfür griff man das bereits etablierte Textgenre der Beobachtung (observatio) auf, kommentierte aber die Beiträge zuweilen auch in einer Weise, die zuvor nicht üblich war. Vor allem Letzteres führte wiederholt zu Kritik von Seiten der Autoren. Änderungen am Konzept der Zeitschrift wurden jedoch von den jeweiligen Herausgebern und Akademiepräsidenten abgelehnt. Dass die Herausgeberschaft letztlich zu einer Machtposition geworden war, zeigen auch die Konflikte zwischen den Herausgebern und dem Präsidenten.In 1670 the Academia naturae curiosorum published the first volume of the Miscellanea curiosa. In contrast to other journals the Miscellanea focused on medicine and natural sciences right from the start. It aimed at stimulating the communication of knowledge inside and outside of the academy. For this the editors made use of the established text genre of observations but also commented the contributions in a way, which was uncommon at the time. This lead to repeated criticism from the authors, but changes in the concept of the journal were refuted by the respective editors and academy presidents. Editorship had developed into a powerful position, which is also visible in the conflicts between the editors and the president

    Wissenschaftsreform und Kommunikation: Die Bedeutung der Miscellanea curiosa für die Rezeption der frühen Leopoldina

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    In den Anfangsjahren der Academia naturae curiosorum war ihre Existenz weitgehend unsichtbar für die Außenwelt. Die geographische Verstreuung der Mitglieder über verschiedene Regionen des Heiligen Römischen Reichs hatte notwendigerweise zur Folge, dass es kein lokales Forum gab, in dem sich Mitglieder regelmäßig zum Austausch von wissenschaftlichen Ideen oder zur Diskussion über neue Entdeckungen treffen hätten können. Kommunikation unter ihnen fand hauptsächlich durch das Medium des Gelehrtenbriefwechsels statt und war daher den Unwägbarkeiten des postalischen Netzes ausgesetzt, während Buchpublikationen, deren Erstellung die ursprünglichen Statuten vorschrieben, nicht verwirklicht wurden. Eine fundamentale Veränderung der Lage der frühen Leopoldina kam erst Anfang der 1660er Jahre zustande und ging einher mit der Verlagerung des institutionellen Schwerpunktes von Franken nach Schlesien. Philipp Jacob Sachs von Lewenheimb, tief geprägt von der starken bürgerlichen Kultur Breslaus, in der Bildung und Literatur florierten, hat sehr früh die Bedeutung der Kommunikation und Zusammenarbeit für den Erfolg der jungen Akademie erkannt und suchte mit Unterstützung des Ratsherrn Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, Kontakte zu ähnlichen europäischen Institutionen, insbesondere der Royal Society in London, zu knüpfen. Es war Sachs, der die ersten Buchpublikationen von Akademiemitgliedern in die Wege leitete, während er gleichzeitig eine entscheidende Rolle bei der Reform der Statuten der Akademie spielte. Mit Hilfe der Zeitschrift Miscellanea curiosa, die er ins Leben rief und bis zu seinem Tode 1672 herausgab, lieferte er ein Medium, durch das Mitglieder und Nicht-Mitglieder gleichermaßen ein breiteres Publikum innerhalb der Gelehrtenwelt erreichen konnten, und hat dabei den Ruf der Akademie über Länder Grenzen hinweg erhöht.During its inceptive years, the Academia naturae curiosorum was largely invisible to the outside world. The geographical dispersal of its members across the Holy Roman Empire necessarily entailed the absence of a forum, where they could gather on a regular basis to exchange ideas or discuss new discoveries. Scholarly communication was almost exclusively by means of the learned letter and therefore at the mercy of notoriously unreliable postal services, while book publications, whose production was prescribed by the statutes, failed to materialize. A transformation in the fortunes of the early Leopoldina first came about through the shift of its institutional hub from Franconia to Silesia at the beginning of the 1660s. Philipp Jacob Sachs von Lewenheimb, a product of Breslau’s sophisticated civic culture, in which education and literature flourished, recognized the importance of communication and collaboration to the success of the institution and, with the backing of Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, sought to establish ties to similar institutions in Europe, in particular the Royal Society. Sachs saw the first book publications of members of the Academy through the press, while also playing a decisive role in reforming the Academy’s statutes. Through the Miscellanea curiosa, the journal he initiated and edited up to his death in 1672, he provided a medium for members and non-members alike to reach a wider audience across the Republic of Letters, thereby enhancing considerably the Academy’s transnational reputation

    Regenerative agriculture in Europe: A critical analysis of contributions to European Union Farm to Fork and Biodiversity Strategies

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    Globally, agriculture is the main driver of deforestation and land conversion, and food systems account for more than a third of global greenhouse gas (GHG) emissions, making food production a major contributor to climate change. At the same time, agriculture is extremely vulnerable to shifts and variability in temperature and rainfall, which are expected to increase because of climate change. More and more farmers, and particularly the smallholders who produce about a third of the world’s food, are struggling with harvest and livestock losses while trying to adapt to increasingly irregular weather conditions. However, the United Nations Food System Summit (UNFSS) in September 2021 pointed out that the global food system also holds important keys to keeping global warming below 2 °C. With the right investments in research, innovation and smallholder farming, UNFSS argued that it is possible to transform global food systems in ways that simultaneously reduce climate risks, hunger and poverty, and improve access to healthy diets while also enhancing biodiversity. As part of the European Green Deal, the Farm to Fork and Biodiversity Strategies together address the challenging transition of European Union (EU) agriculture towards a net 55% reduction in GHG emissions by 2030, with the aim of making European food production the global standard for sustainability. This is to be achieved by substantially strengthening diverse efforts to tackle climate change, protect the environment, and restore and preserve biodiversity in European agricultural landscapes. Here, the concept of regenerative agriculture is increasingly viewed as a promising set of principles to meet the main goals and targets of the Farm to Fork and Biodiversity Strategies. Regenerative agriculture aims to maintain agricultural productivity, increase biodiversity, and in particular restore and maintain soil biodiversity, and enhance ecosystem services including carbon capture and storage. Our evaluation of the concept of regenerative agriculture has revealed some clear advantages when it comes to developing policies for sustainable agriculture. Regenerative agriculture is not viewed as defined a priori by a given set of rules and practices; instead the goals that should be achieved are set and then practices and new technologies are adopted over time which contribute to achieve these goals. Hence the concept is viewed as broader and less prescriptive compared with other related concepts such as agroecology, organic farming, conservation farming, and carbon farming, and does not exclude the use of, for example, modern plant and animal breeding technology, tilling, use of inorganic fertilisers or pesticides, but aims for a limited, more targeted use. Although regenerative agriculture has no clear consensus definition and may have many components, there are two main characteristic features: 1. Restoration, particularly of soil health, including increasing the capacity of soils to capture and store carbon to mitigate climate change. 2. Reversal of biodiversity loss. Despite the increasing interest and application of regenerative agriculture in farming and its wide adoption by agricultural businesses, a critical scientific analysis of its effectiveness has not been conducted. This report provides a critical analysis of the main components of regenerative agriculture: soil restoration, carbon capture and storage, and reversal of biodiversity loss. On the basis of an extensive review of existing meta-analyses and systematic reviews on farming practices commonly viewed as part of regenerative agriculture (i.e. intended to increase carbon capture and storage and enhance biodiversity), the report analyses the potential synergies and trade-offs that may occur at different scales from plot- and farm- to landscape scale, and derives evidence-based policy recommendations for meeting Green Deal targets. Given the global nature of the problems regenerative agriculture is meant to address, the report analyses regenerative agriculture in the EU in its global food system context, where agriculture is viewed as a subsystem of the food system

    Wie sich russisches Erdgas in der deutschen und europäischen Energieversorgung ersetzen lässt

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    Der Krieg gegen die Ukraine hat zu einer intensiven Debatte über angemessene Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union (EU) gegenüber Russland geführt. Dabei steht auch die Maßnahme zur Diskussion, keine russischen Erdgaslieferungen in die EU mehr zuzulassen. Zugleich könnte Russland jederzeit selbst die Entscheidung treffen, seine Erdgaslieferungen in die EU einzustellen – etwa bei einer Ausweitung der SWIFT-Sanktionen. In beiden Fällen wäre Deutschland stark betroffen. Diese Ad-hoc-Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina diskutiert, auf welche Weise und wie schnell russisches Erdgas in der EU und speziell in Deutschland kurz- sowie mittelfristig durch den Einsatz anderer, insbesondere erneuerbarer Energieträger ersetzt werden könnte. Dabei erweist es sich als sinnvoll, die kurz-, mittel- und langfristigen Aspekte der Substitution des russischen Erdgases getrennt zu diskutieren, immer vor dem Hintergrund geostrategischer Überlegungen zur mittelfristigen Transformation der Energieversorgung und mit dem langfristigen Ziel eines resilienten und klimaneutralen europäischen Energiesystems. Die Stellungnahme kommt zu dem Schluss, dass auch ein kurzfristiger Lieferstopp von russischem Gas für die deutsche Volkswirtschaft handhabbar wäre. Engpässe könnten sich im kommenden Winter ergeben, es bestünde jedoch die Möglichkeit, durch die unmittelbare Umsetzung eines Maßnahmenpakets die negativen Auswirkungen zu begrenzen und soziale Auswirkungen abzufedern

    Antiviral Drugs: Increasing Preparedness for the Next Pandemic: G7 Science Academies' Statement 2022

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    This statement was prepared by the National Academies of Sciences of the G7 states under the leadership of the German National Academy of Sciences Leopoldina to provide scientific advice to the G7 Summit of Heads of State and Government in Germany 2022. The widespread availability of antiviral drugs that can be used in addition to prophylactic vaccines in the event of a pandemic is a key component of effective pandemic preparedness. Experience with the COVID-19 pandemic has shown the world’s lack of preparedness for emerging pathogens with pandemic potential. Urgent action is therefore needed to develop new antiviral drugs. The G7 Academies call for fostering the discovery and development of specific and broad-spectrum antiviral drugs by providing long-term funding, building adequate infrastructures for efficient clinical studies, and promoting the international coordination in the field of pandemic preparedness.Diese Stellungnahme wurde von den Nationalen Akademien der Wissenschaften der G7-Staaten unter Federführung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur Beratung des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in Deutschland im Jahr 2022 erarbeitet. Die breite Verfügbarkeit von antiviralen Medikamenten, die im Pandemiefall ergänzend zu Impfstoffen eingesetzt werden können, ist ein zentraler Bestandteil einer effektiven Pandemievorsorge. Die Erfahrung mit der COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass die Welt unzureichend auf Pandemien vorbereitet ist und dringender Handlungsbedarf bei der Entwicklung neuer antiviraler Medikamente besteht. Die Wissenschaftsakademien der G7-Staaten fordern deshalb eine stärkere Förderung der Entwicklung spezifischer und breit wirksamer antiviraler Medikamente durch die Etablierung langfristiger Finanzierungsmechanismen, die Schaffung adäquater Infrastrukturen für die Durchführung effizienter klinischer Studien sowie eine Verbesserung der Koordination internationaler Aktivitäten im Bereich der Pandemievorsorge

    Hirnorganoide: Modellsysteme des menschlichen Gehirns : Stellungnahme

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    Hirnorganoide sind Gewebestrukturen aus dem Labor, die Teile der Hirnfunktion imitieren. Sie eröffnen als vereinfachtes Modellsystem einen experimentellen Zugang zu Fragen rund um die Entwicklung und die Funktion des menschlichen Gehirns. Während die Forschung an menschlichen lebenden Gehirnen aus ethischen Gründen enge Grenzen hat und Tiermodelle viele Fragen nur bedingt beantworten können, bieten Hirnorganoide neue Forschungsmöglichkeiten. In der Stellungnahme „Hirnorganoide ‒ Modellsysteme des menschlichen Gehirns“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina beschreiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeiten dieses Forschungsgebietes und erörtern, ob es aus ethischen oder juristischen Gründen stärker reguliert werden sollte

    Allianz der Wissenschaftsorganisationen: Solidarität mit Partnern in der Ukraine - Konsequenzen für die Wissenschaft: Stellungnahme

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    Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen unterstützt nachdrücklich das konsequente Vorgehen der Bundesregierung gegen den kriegerischen und völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine. Die Allianz sieht in der russischen Invasion einen Angriff auf elementare Werte der Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung, auf denen Wissenschaftsfreiheit und wissenschaftliche Kooperationsmöglichkeiten basieren

    Standardisierung von KI im Gesundheitswesen als Katalysator für Innovationen im Bereich „Digital Global Health“

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    Digital health technologies have expanded rapidly and have the potential to address challenges in global health. However, progress in data-driven health solutions, including artificial intelligence (AI), is hampered by the lack of internationally accepted standards and quality assessment to ensure their safe and effective application. The Focus Group “AI for Health” (FG-AI4H) was established as an international standardization initiative by the two UN agencies International Telecommunication Union (ITU) and World Health Organization (WHO). In line with WHO’s Global Digital Health Strategy, the aim of FG-AI4H is to document best practices, standards, and make open-code software available for the development and independent assessment of medical AI solutions. More than 1000 pages of standardization guidance documentation have been produced and the Open Code Initiative is currently evaluated in beta mode. The FG-AI4H is dedicated to identifying, promote, co-develop, and independently assess and evaluate innovations in close collaboration with local partners to ensure AI solutions are conceived with a focus on implementation to make sure they will create a sustainable impact and benefit. As such, the standards and open code AI for health software provided by FG-AI4H can be one promising driver of Digital Global Health innovation.Digitale Gesundheitstechnologien haben sich rasant entwickelt und haben das Potenzial, Herausforderungen im Bereich der globalen Gesundheit zu bewältigen. Fortschritte bei datengesteuerten Gesundheitslösungen, einschließlich künstlicher Intelligenz (KI), werden jedoch durch das Fehlen international anerkannter Standards und Qualitätsbewertungen behindert, um ihre sichere und wirksame Anwendung zu gewährleisten. Die Fokusgruppe „AI for Health“ (FG-AI4H) wurde als internationale Normungsinitiative von den beiden UN-Organisationen Internationale Fernmeldeunion (ITU) und Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Im Einklang mit der „Global Digital Health Strategy“ der WHO ist es das Ziel der FG-AI4H, Best-Practices und Standards zu dokumentieren und Open-Code-Software für die Entwicklung und unabhängige Bewertung medizinischer KI-Lösungen zur Verfügung zu stellen. Mehr als 1000 Seiten an Leitfäden und Standardisierungsdokumentation wurden bereits erstellt, und die Open-Code-Initiative der FG-AI4H entwickelt derzeit eine Softwareplattform zur Entwicklung und Komplett-Bewertung von KI-Lösungen. Die FG-AI4H widmet sich der Identifizierung, Förderung, Mitentwicklung und unabhängigen Bewertung von Innovationen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, um sicherzustellen, dass KI-Lösungen mit einem Fokus auf die Implementierung konzipiert werden, um eine nachhaltige Wirkung und einen nachhaltigen Nutzen zu erzielen. Daher können die bereitgestellten Standards und die Open-Code-Plattform der FG-AI4H vielversprechender Treiber für die Innovation im Bereich „Digital Global Health“ sein

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