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    Assessment of Hearing Loss in Older Adults

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    KurzfassungHören ist einer unserer wichtigsten Sinne. Wenn die Hörfähigkeit nachlässt – sei es durch Unfälle oder altersbedingte Veränderungen – kann dies zu erheblichen Problemen führen. Ein großer Teil der Bevölkerung ist sich nicht bewusst, dass Hörverlust zur kognitiven Beeinträchtigung beitragen kann. Zur Prävention von Demenz wurde das LETHE-Projekt ins Leben gerufen. Ziel dieses Projekts ist es, die bedeutendsten Risikofaktoren für kognitiven Abbau zu identifizieren und gezielt anzugehen, wobei ein besonderer Fokus auf frühzeitige Interventionen gelegt wird. Einer dieser Risikofaktoren ist der Hörverlust. Remote-Hörtests, die über mobile Anwendungen bereitgestellt werden, ermöglichen eine frühzeitige Erkennung und Einschätzung von Hörverlust. Diese Bachelorarbeit untersucht die Validität und Zuverlässigkeit solcher Remote-Hörtests im Hinblick auf die Identifikation von Hörverlust als Risikofaktor für Demenz. Die zweite Forschungsfrage befasst sich damit, wie ein validierter Fragebogen zur Erfassung von Hörverlust optimal in eine mobile Anwendung zur Bewertung des Demenzrisikos integriert werden kann, um eine einfache und zuverlässige Datenerhebung zu gewährleisten. Zur Beantwortung dieser Fragen wurde eine Literaturrecherche durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Hearing Handicap Inventory for the Elderly – Screening version (HHIE-S) ein geeignetes Instrument zur Integration in die LETHE-Anwendung darstellt, da es die sozialen und emotionalen Auswirkungen von Hörverlust erfasst. Obwohl sich Remote-Hörtests als zuverlässig erwiesen haben, erfordern viele von ihnen ein gewisses Maß an technischer Kompetenz seitens der Patient:innen, um korrekt durchgeführt werden zu können. Die Flexibilität und die Standardisierung machen den HHIE-S besonders geeignet für den Einsatz innerhalb einer digitalen Plattform wie LETHE.AbstractHearing is one of our most vital senses, and when the ability to hear declines, whether due to accidents or age-related issues, it can lead to significant problems. A large portion of the population remains unaware that hearing loss may contribute to cognitive decline. In an effort to prevent the onset of dementia, the LETHE Project was initiated. This project aims to identify and address the most significant risk factors for cognitive decline, with a particular focus on early interventions. One such risk factor is hearing loss. Remote hearing tests delivered via mobile applications enable the early detection and assessment of hearing loss. This bachelor thesis explores the validity and reliability of such remote hearing tests in identifying hearing loss which is a risk factor for dementia. The second research question addresses how a validated questionnaire for assessing hearing loss can be optimally integrated into a mobile application designed to evaluate dementia risk, in order to ensure simple and reliable data collection. To answer these questions, a literature review was conducted. The findings indicate that the Hearing Handicap Inventory for the Elderly – Screening version (HHIE-S) is a validate questionnaire and a suitable tool for integration into the LETHE application due to its ability to assess the social and emotional impact of hearing loss. While remote hearing tests have shown to be reliable, many require a certain level of technical proficiency from patients in order to be conducted accurately. The flexibility and standardization makes the HHIE-S particularly suitable even within a digital platform such as LETHE.Bachelorarbeit FH JOANNEUM 202

    The Musikverein Experience : optimization of communication and visitor processes using the example of the Musikverein Graz

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    Heutzutage steht uns ein immer größer werdendes Angeboten an Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zur Verfügung. Daher ist es kein Wunder, dass insbesondere in der Zielgruppe der Zwanzig bis Fünfunddreißigjährigen musizieren, sowie klassische Musik an sich immer weiter in den Hintergrund unseres Alltages rücken. Noch vor einigen Jahrzehnten sah das alles ganz anders aus. Selbst ein Musikinstrument zu spielen und die damit einhergehende musikalische Grundausbildung hatten damals noch einen deutlich höheren Stellenwert als heute. Hinzu kommt, dass das Angebot deutlich begrenzter war, wodurch Live Darbietungen, wie klassische Konzerte, Opern und Theateraufführungen oft die einzige Möglichkeit zum ausgehen darstellten. Viele kulturelle Institutionen haben daher heute das Problem, dass Kund:innen, die schon seit ihrer Jugend regelmäßig die Veranstaltungen besuchen immer älter werden, während kaum junge Besucher:innen nachkommen. Hierdurch steigt der Altersdurchschnitt im Publikum immer weiter an und die Säle leeren sich immer weiter. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit der Fragestellung, wie es kulturellen Institutionen, wie dem Musikverein Graz, gelingt, klassische Musik wieder mehr in den Alltag der Zielgruppe zu integrieren und wieder mehr junge Erwachsene für regelmäßigere Besuche in kulturellen Veranstaltungen zu gewinnen. Hierfür werden zunächst bestehende Maßnahmen analysiert und auf Verbesserungspotenzial untersucht. Anschließend werden mit Hilfe verschiedener Design-Thinking-Methoden Probleme aufgedeckt. Diese welche anschließend genutzt, um Potenziale herauszuarbeiten, die dem Musikverein zur Verfügung stehen. Ziel ist es nicht nur, mehr Reichweite zu generieren, sondern auch Besucher:innen- und Mitgliederzahlen zu steigern. Zuletzt werden die erarbeiteten Konzepte kritisch beurteilt und Handlungsempfehlungen abgegeben.Nowadays, we have an ever-increasing range of leisure activities to choose from. So it‘s no wonder that music-making and classical music itself are increasingly taking a back seat in our everyday lives, especially in the target group of twenty to thirty-five-year-olds.J ust a few decades ago, things looked very different. Playing a musical instrument yourself and the basic musical training that went with it were much more important back then than they are today. What‘s more, the range of music on offer was much more limited, which meant that live performances such as classical concerts, operas and theater productions were often the only way to go out. Many cultural institutions today therefore have the problem that customers who have been attending events regularly since their youth are getting older and older, while hardly any young visitors follow. As a result, the average age of the audience continues to rise and the halls continue to empty. This paper therefore deals with the question of how cultural institutions, such as the Musikverein Graz, can succeed in reintegrating classical music into the everyday life of the target group and attracting more young adults to attend cultural events on a regular basis. To this end, existing measures are first analyzed and examined for improvement potential. Problems are then uncovered with the help of various design thinking methods. These are then used to identify the potential available to the Musikverein. The aim is not only to generate more reach, but also to increase the number of visitors and members. Finally, the concepts developed are critically assessed and recommendations for action are made.Vanessa StöckelAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inMasterarbeit FH JOANNEUM 202

    The effect of dry needling for cervicogenic or tension headache

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    Hintergrund: Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwer-den weltweit und beeinflussen erheblich die Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit der Betroffenen. Daher stellen sie ein bedeutendes Anwendungsfeld in der Physiotherapie dar, das eine Vielzahl von therapeutischen Ansätzen umfasst. Neben medikamentö-sen Therapien, manuellen Techniken und gezielten Übungsprogrammen nimmt auch Dry Needling, eine minimal-invasive Methode zur Behandlung myofaszialer Trigger-punkte, eine wachsende Rolle ein. Diese Triggerpunkte spielen insbesondere bei zer-vikogenen Kopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen eine entscheidende Rolle, da sie häufig zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Schmerzsymptomatik beitra-gen. Trotz der zunehmenden Anwendung von Dry Needling in der klinischen Praxis besteht jedoch nach wie vor eine Forschungslücke hinsichtlich der systematischen Bewertung seiner Effektivität bei zervikogenen oder Spannungskopfschmerz.Fragestellung: Welchen Effekt hat Dry Needling auf die Kopfschmerzintensität (VAS, NPRS) sowie auf die Kopfschmerzhäufigkeit (Tage pro Woche oder Monat) bei Pati-ent:innen mit zervikogenen oder Spannungskopfschmerz.Ergebnisse: Die analysierten Studien zeigen, dass Dry Needling zu einer signifikanten Reduktion der Kopfschmerzintensität und der Kopfschmerzhäufigkeit bei Pati-ent:innen mit zervikogenen Kopfschmerzen oder Spannungskopfschmerzen führt. Vor allem Patient:innen mit aktiven myofaszialen Triggerpunkten profitierten deutlich von der Intervention. Kurzfristig ließen sich rasche Verbesserungen der Schmerzsympto-matik beobachten, während langfristig anhaltende Effekte hinsichtlich einer vermin-derten Schmerzintensität und reduzierten Häufigkeit von Kopfschmerzepisoden bis zu 3 Monaten bestätigt werden konnten. Einige Studien zeigten zudem, dass Dry Need-ling besonders in Kombination mit weiteren physiotherapeutischen Maßnahmen wie manueller Therapie oder gezielten Übungen wirksam ist und den Therapieerfolg deut-lich erhöhen kann.Conclusio: Die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit von Dry Needling bei zervikoge-nen oder Spannungskopfschmerzen konnte positiv beantwortet werden. Dry Needling zeigt sowohl kurz- als auch langfristig signifikante Verbesserungen in der Kopf-schmerzintensität und -frequenz, besonders bei Patient:innen mit aktiven myofaszia-len Triggerpunkten. Für die physiotherapeutische Praxis bei zervikogenen oder Span-nungskopfschmerz empfiehlt sich Dry Needling als gezielte Intervention zur initialen Schmerzreduktion. Es lässt sich effektiv in multimodale Behandlungskonzepte integ-rieren, die ergänzend manuelle Techniken, Haltungsschulungen und spezifische Kräf-tigungsübungen beinhalten.Background: Headaches are among the most common health conditions worldwide, significantly impairing quality of life and work capacity. They represent a relevant area ofphysiotherapeutic intervention, incorporating various approaches such as pharmaceutical treatment, manual therapy, and exercise-based programs. Dry needling, a minimallyinvasive technique for addressing myofascial trigger points, is gaining attention as anadditional therapeutic option. These trigger points are believed to play a crucial role inthe development and persistence of both cervicogenic headache and tension-type headache, as they are closely associated with the onset and maintenance of pain. Despite itsgrowing use in clinical practice, a systematic evaluation of the effectiveness of dry needling for these specific headache types remains insufficiently explored.Objectives: The aim of this study is to investigate the effect of dry needling on the intensity and frequency of headache episodes in individuals diagnosed with cervicogenicheadache or tension-type headache. The primary focus lies on changes in reported painintensity and the number of days per week or month during which headache symptomsare experienced.Results: The analyzed literature indicates that dry needling results in a meaningful reduction in both headache intensity and headache frequency, particularly in individualspresenting with active myofascial trigger points. Notable improvements in symptomswere observed in the short term, with some studies demonstrating sustained benefitsfor up to three months following intervention. Furthermore, several investigations highlight enhanced therapeutic effects when dry needling is integrated with additional physiotherapeutic methods such as manual mobilization and targeted muscular strengthening exercises.Conclusion: The effectiveness of dry needling in the treatment of cervicogenic headacheor tension-type headache is supported by current evidence, particularly in cases involving active myofascial trigger points. For physiotherapeutic practice, dry needling shouldbe considered a focused intervention for short-term symptom relief. Its implementationwithin a multimodal treatment framework, alongside manual techniques, posture correction strategies, and exercise therapy, appears to optimize outcomes and contributeto long-term symptom management.Verfasserin: Franzelin Lisa MariaAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202

    From Frail to Fit – Multicomponent Exercise Programs for Frailty

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    Hintergrund: Ein zunehmender Anstieg des Durchschnittsalters der Bevölkerung westlicher Länder führt zu steigender Prävalenz geriatrischer Syndrome, eines davon ist Frailty. Dieses ist gekennzeichnet durch verringerte physiologische Reserve sowie erhöhter Vulne-rabilität gegenüber Stressoren und steht mit negativen Gesundheitsfolgen wie er-höhter Mortalität und Funktionseinschränkungen in Verbindung. Multicomponent Exercise Programme (MCEP), also Trainingsprogramme, die verschiedene Trainings-formen wie Kraft-, Ausdauer-, Balance- und Flexibilitätsübungen kombinieren, gelten als besonders wirksame Intervention, um Frailty entgegenzuwirken.Fragestellung: Welche Kombinationen und Trainingsparameter von Kraft-, Ausdauer-, Balance- und Flexibilitätsübungen sind am effektivsten, um Frailty bei älteren Erwachsenen zu reduzieren?Ergebnisse: In einer systematischen Literaturrecherche wurden 8 randomisierte kontrollierte Studien, eine Längsschnittstudie und eine quasi-experimentelle Studie analysiert und verglichen. MCEP erwiesen sich hierbei generell als wirksam, um Frailty signifi-kant zu reduzieren und gleichzeitig funktionelle Fähigkeiten, Muskelkraft, Kognition und Lebensqualität zu verbessern. Besonders effektiv waren Programme, welche eine Kombination aus Kraft-, Ausdauer-, und Balancetraining beinhalteten. Optimal zeigte sich Krafttraining mit einer Intensität von ≥ 70 % des One-Repetition-Maximums, ausgeführt entweder traditionell oder als Schnellkrafttraining zur Ver-besserung von Muskelmasse, -kraft und funktionellen Parametern. Moderates aero-bes Training wie zügiges Gehen zeigte positive kardiovaskuläre und antiinflammato-rische Effekte. Stand- und Gangvariationen erwiesen sich als Balancetraining effek-tiv. Bei allen Teilkomponenten sollte auf progressive und individualisierte Durchfüh-rung geachtet werden. Die Programmdauer betrug mindestens 12 Wochen mit einer Frequenz von 2-3 Einheiten pro Woche, wobei 1 Einheit zwischen 45 und 65 Minu-ten dauerte. Bei Programmen mit einer Dauer von über 16 Wochen konnten zum Teil nachhaltige Verbesserungen erzielt werden. Zusätzliche Flexibilitätsübungen und kognitive Interventionen konnten den positiven Einfluss des Trainings auf kör-perliche und auch mentale Gesundheitsparameter verstärken.Conclusio: Zur effektiven Reduktion von Frailty bei älteren Erwachsenen werden MCEP mit ei-ner Kombination aus intensivem Krafttraining, moderatem aeroben Training sowie statischem und dynamischem Balancetraining empfohlen. Physiotherapeut:innen sollten auf kontinuierliche Trainingsinterventionen setzen und diese an individuelle Bedürfnisse der Übungsausführenden anpassen. Weitere Forschung sollte die lang-fristige Nachhaltigkeit und den Vergleich unterschiedlicher Übungskomponenten und -intensitäten vertiefen.Background: A rising average age in Western countries is leading to an increased prevalence of geriatric syndromes, one of which is frailty. This condition is characterized by a de-cline in physiological reserves and increased vulnerability to stressors and is associ-ated with adverse health outcomes such as increased mortality and functional im-pairments. Multicomponent Exercise Programs (MCEP), which combine different forms of strength, endurance, balance, and flexibility exercises are considered the most effective intervention to counteract frailty.Objectives: Which combinations and training parameters of strength, endurance, balance, and flexibility exercises are most effective in reducing frailty in older adults?Results: This systematic literature review analyzed and compared eight Randomized con-trolled trials, one longitudinal controlled study, and one quasi-experimental study. Overall, MCEP were shown to be effective in reducing frailty and improving func-tional capacity, muscle strength, cognition as well as quality of life. Programs com-bining strength, endurance and balance training were particularly effective. Strength training performed at an intensity of ≥70 % of 1 repetition maximum, either tradi-tionally or as power training, proved beneficial for increasing strength, muscle mass and functional outcomes. Moderate aerobic exercise, for example walking, demon-strated positive cardiovascular and anti-inflammatory effects. Balance training in-corporating static and dynamic gait variations was shown to be effective. Each sub-component should be implemented progressively and tailored to individual needs. Programmes lasting at least 12 weeks with 2-3 weekly sessions, each lasting 45 to 65 minutes, led to significant improvements. Longer programmes also showed certain sustainable effects. Additional flexibility exercises and cognitive training further en-hanced the positive impact of the training on both physical and mental health pa-rameters.Conclusion: To effectively reduce frailty in older adults, MCEP combining high-intensity strength training, moderate aerobic training as well as static and dynamic balance exercises are recommended. Physiotherapists should aim for continuous interventions tai-lored to individual needs. Future research should focus on long-term sustainability and the comparison of individual exercise components and intensities.Abweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202

    Integration and evaluation of CO2 capture and utilization technologies in limestone calcination: A case study for reducing emissions and creating economic value at a building materials producer

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    Klimawandel ist eine der prägenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Da die weltweiten Treibhausgasemissionen (THG) weiterhin ansteigen, sind sofortige und nachhaltige Maßnahmen erforderlich, um den CO2-Fußabdruck in allen Industriesektoren zu verringern. Besonders kritisch sind hierbei die Kalk- und Zementindustrie, da sie einen erheblichen Anteil an den globalen CO2-Emissionen verursachen. Dies liegt vor allem am Kalzinierungsprozess, der für die Herstellung von Branntkalk und Klinker unverzichtbar ist. Diese sogenannten „schwer zu vermeidenden“ Emissionen sind nicht nur energiebedingt, sondern auch untrennbar mit der chemischen Zersetzung von Kalkstein (CaCO3) verbunden. Dadurch lassen sie sich durch herkömmliche Maßnahmen wie Effizienzsteigerungen oder Brennstoffsubstitution nicht vollständig vermeiden. Die Dringlichkeit, diese Emissionen zu mindern, wird durch die Ziele des Pariser Abkommens unterstrichen, das eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau vorsieht. Um diese Ziele zu erreichen, müssen innovative Technologien eingesetzt werden, die sowohl Verbrennungs- als auch prozessbedingte Emissionen adressieren. In diesem Zusammenhang hat sich Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS) als eine der vielversprechendsten und notwendigsten Strategien zur Dekarbonisierung der Zement- und Kalksektoren herauskristallisiert. Diese Arbeit untersucht das Potenzial von CCUS, einen Beitrag zur tiefgreifenden industriellen Dekarbonisierung zu leisten. Der theoretische Teil behandelt die Grundlagen des Kalzinierungsprozesses, die relevantesten CO2-Abscheidungstechnologien - darunter Aminwäsche, Calcium-Looping und Oxyfuel-Verbrennung - sowie mögliche Wege zur CO2-Nutzung und zur dauerhaften geologischen Speicherung. Zudem wird die Rolle der Transportinfrastruktur betrachtet, die eine integrierte Kohlenstoffmanagement-Strategie über regionale und nationale Grenzen hinweg ermöglichen kann. Der praktische Teil dieser Arbeit konzentriert sich auf die Untersuchung und Integration einer vollständigen CCUS-Kette für einen Baustoffhersteller in Niederösterreich. Obwohl das Unternehmen mit einem vergleichsweise geringen jährlichen Volumen prozessbedingter CO2-Emissionen - bis zu 25.000 Tonnen - arbeitet, ist es Teil des Europäischen Emissionshandelssystems (EU-ETS) und steht daher in den kommenden Jahren unter zunehmendem regulatorischem und finanziellem Druck, seine Emissionen zu reduzieren. Die Fallstudie zielt darauf ab, die technisch und wirtschaftlich am besten geeignete Lösung zur CO2-Abscheidung am Standort zu identifizieren sowie Optionen für die Nutzung oder Speicherung des abgeschiedenen CO2 zu evaluieren. Darüber hinaus untersucht die Arbeit potenzielle Kooperationen mit Industriepartnern, um eine tragfähige Strategie zur Reduktion oder sogar Eliminierung der Emissionen dieser Anlage zu entwickeln. Durch die Analyse dieser miteinander verknüpften Aspekte soll diese Arbeit eine umfassende Perspektive darauf bieten, wie kleine Punktquellen innerhalb CO2-intensiver Sektoren skalierbare CCUS-Lösungen implementieren können, um zu den übergeordneten Zielen der Klimaneutralität beizutragen.Climate change is one of the defining challenges of the 21st century. With global greenhouse gas (GHG) emissions continuing to rise, immediate and sustained efforts are required to reduce the carbon footprint across all industrial sectors. Among these, the lime and cement industries are particularly critical, as they are responsible for a significant share of global CO2 emissions, largely due to the calcination process, which is essential for producing quicklime and clinker. These so-called “hard-to-abate” emissions are not only energy-related but also inherently tied to the chemical decomposition of limestone (CaCO3), making them unfeasible to eliminate through conventional measures such as energy efficiency improvements or fuel substitution. The urgency of mitigating these emissions is underscored by the goals of the Paris Agreement, which aims to limit global temperature rise to well below 2°C, preferably to 1.5°C, above pre-industrial levels. Achieving these targets requires the deployment of innovative technologies that can address both combustion and process-related emissions. In this context, Carbon Capture, Utilization, and Storage (CCUS) has emerged as one of the most promising and necessary strategies for decarbonizing the cement and lime sectors. This thesis explores the potential of CCUS to contribute to deep industrial decarbonization. The theoretical part covers the fundamentals of the calcination process, the most relevant CO2 capture technologies—including amine scrubbing, calcium looping, and oxyfuel combustion—and possible pathways for CO2 utilization and permanent geological storage. It also examines the role of transport infrastructure in enabling an integrated carbon management strategy across regional and national borders. The practical part of this thesis focuses on the investigation and integration of a complete CCUS chain for a manufacturer of building materials located in Lower Austria. Although the company operates with a relatively low annual volume of process-related CO2 emissions - up to 25,000 tonnes - it is included in the European Union Emissions Trading System (EU-ETS) and therefore faces increasing regulatory and financial pressure to reduce emissions in the coming years. This case study seeks to identify the most technically and economically feasible carbon capture solution for the site, as well as suitable options for either utilizing or storing the captured CO2. Additionally, the thesis explores potential collaborations with industrial partners to establish a viable strategy for reducing or even eliminating emissions from this facility. By analyzing these interconnected aspects, this work aims to provide a comprehensive perspective on how small point sources within CO2-intensive sectors can implement scalable CCUS solutions to contribute to broader climate neutrality goals.by Christian BruggerMasterarbeit FH JOANNEUM 202

    Drive the sense : multimodal interaction concepts in high-performance vehicles to optimize user experience and driving safety in sporty driving mode

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    Fahrzeuge sind ein fester Bestandteil des menschlichen Alltags. Umso bedeutsamer ist es, die Sicherheit der Nutzer:innen zu gewährleisten, insbesondere im Hinblick auf die Bedienung und Kommunikation mit dem Fahrzeug. Dabei spielen sowohl motorische Aspekte als auch das Innenraumdesign und die Gestaltung der Bedienelemente eine zentrale Rolle. Letztere beeinflussen maßgeblich die Aufmerksamkeit der Fahrenden und können, je nach Konzeption, die kognitive Belastung entweder erhöhen oder reduzieren. Diese Thematik gewinnt insbesondere im Kontext von Hochleistungsfahrzeugen, wie etwa Sportwagen, zusätzlich an Relevanz. In Höchstleistungsfahrzeugen ist ein hoher Grad an Konzentration und ein fokussiertes Fahrverhalten essenziell, da sich die Nutzer:innen oft in Geschwindigkeitsbereichen bewegen, die besondere Anforderungen an ihre visuelle Wahrnehmung und Reaktionsvermögen stellen. In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung multimodaler Interaktionssysteme im Automobilsektor deutlich zugenommen. Gleichzeitig steht die Industrie durch den Einzug neuer Technologien vor erheblichen Herausforderungen. Die Entwicklung bewegt sich zunehmend in Richtung autonomes Fahren, KI-gestützter Systeme sowie eine Reduzierung manueller Bedienprozesse. Durch qualitative Forschungsmethoden und einer Mikrostu konnten in dieser Arbeit sowohl Chancen als auch Herausforderungen multimodaler Interaktionskonzepte in Höchleistungsfahrzeugen aufgezeigt werden. Multimodale Interaktionskonzepte besitzen das Potenzial, die Fahrer: innen wesentlich zu entlasten vorausgesetzt, sie werden gezielt kombiniert und abgestimmt eingesetzt. Dabei ist eine klare Filterung und Zuweisung einzelner Modalitäten für bestimmte Funktionen erforderlich, da nicht alle Eingabeformen gleichzeitig sinnvoll nutzbar sind. Darüber hinaus wurde verdeutlicht, dass psychologische Wahrnehmungsfaktoren entscheidend für das Verständnis und die Akzeptanz solcher Konzepte sind. Ebenso spielen kulturelle Prägung, Alter, Technikverständnis und die Meinung gegenüber innovativen Technologien eine zentrale Rolle. Die vorliegende Arbeit untersuchte daher, wie multimodale Interaktionssysteme, besonders die Kombination aus Touch-, Sprach- und Gestensteuerung, in Höchleistungsfahrzeugen so eingesetzt werden können, dass sowohl die User Experience (UX) als auch die aktive Fahrsicherheit im sportlichen Fahrmodus verbessert werden. Hierbei wurde anhand der BMW M-Reihe die vorliegende Thematik analysiert, welche spezifischen Anforderungen an Fahrzeugschnittstellen stellt, wenn sich das Fahrzeug im Grenzbereich bewegt und maximale Fahrerfokussierung gefordert ist. Der entwickelte Prototyp verdeutlicht zentrale Nutzerpräferenzen und zeigt, unter welchen Bedingungen ein solches Konzept erfolgreich in ein Fahrzeug integriert werden könnte. Speziell für den BMW M4 umgesetzt, berücksichtigt er sowohl die motorischen als auch charakteristischen Eigenschaften dieses Modells und überträgt sie in eine darauf abgestimmte Bedienlogik. Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass multimodale Interaktion in Höchleistungsfahrzeugen einen erheblichen Mehrwert generieren kann. Gleichzeitig erfordert die Entwicklung solcher Systeme die Berücksichtigung zahlreicher Parameter, die neben technischen Aspekten auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie rechtliche Restriktionen einschließen und somit die Grenzen ihrer praktischen Umsetzung bestimmen.Vehicles are an integral part of everyday human life. This makes it all the more important to ensure the safety of users, especially with regard to their interaction with the vehicle. Both engine-related aspects and the interior design and the design of the controls play a key role. The latter significantly influence the driver‘s attention and, depending on their design, can either increase or reduce cognitive load. This topic is becoming increasingly relevant, especially in the context of high-performance vehicles, such as sports cars. In such vehicles, a high degree of concentration and focused driving behavior are essential, as users often travel at speeds that place particular demands on perception and reaction time. In recent years, the importance of multimodal interaction systems in the automotive sector has increased significantly. At the same time, the industry faces significant challenges due to the introduction of new technologies. Developments are increasingly moving toward autonomous driving, AI-supported systems, and a reduction in manual operating processes. Through qualitative research methods and a micro-study, this study was able to highlight both the opportunities and challenges of multimodal interaction concepts in high-performance vehicles. Multimodal modalities have the potential to significantly reduce the driver‘s workload in the driving context; they are used in a targeted, coordinated manner. This requires clear filtering and allocation of individual modalities for specific functions, as not all input forms can be used effectively simultaneously. Furthermore, it became clear that psychological perception factors are crucial for the understanding and acceptance of such concepts. Cultural background, age, technical understanding, and general attitudes toward innovative technologies also play a central role. This study therefore investigates how multimodal interaction systems, particularly the combination of touch, voice, and gesture control, can be used in high-performance vehicles to improve both the user experience (UX) and active driving safety in sporty driving modes. Using the BMW M series as an example, the specific requirements placed on vehicle interfaces when the vehicle is operating at its limits and maximum driver focus is required were analyzed. The developed prototype clarifies key user preferences and demonstrates the conditions under which such a concept could be successfully integrated into a vehicle. Specifically implemented for the BMW M4, it considers both the engine and characteristic properties of this model and translates them into a tailored operating logic.Overall, the work demonstrates that multimodal interaction can generate significant added value in high-performance vehicles. At the same time, the development of such systems requires consideration of numerous parameters, including technical aspects, economic conditions, and legal restrictions, thus determining the limits of their practical implementation.eingereicht von: Michaela MasserAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202

    Behind the myth : stories that shaped the world

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    This Master’s thesis explores how traditional storytelling techniques and folklore can be adapted into short-form animated content for YouTube. It examines how classical storytelling frameworks can be used to craft structured, emotionally engaging short animations. The author also investigates how folklore can be made relevant and appealing to modern audiences through animation, identifying effective creative and narrative strategies. The practical component involved developing an animated prototype evaluated through interviews and focus groups.Sarah Anna MolinariMasterarbeit FH JOANNEUM 202

    Therapeutic approaches for frozen shoulder : a cComparison of Mulligan mobilization, Kaltenborn mobilization and muscle energy technique

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    Hintergrund: Die Frozen Shoulder (FS) ist eine häufig auftretende muskuloskelettale Erkrankung des Schultergelenks, die zu Schmerzen und einer aktiven sowie passiven Bewegungseinschränkung des Gelenks führt. Die Prävalenz wird mit 2-10 % in der Allgemeinbevölkerung angegeben, wobei vorwiegend Frauen im Alter zwischen 40-65 Jahren betroffen sind. Die Ätiologie ist noch nicht vollständig geklärt und weiterhin Gegenstand aktueller Forschung. Die Erkrankung der FS beginnt schleichend, verläuft in 3 Phasen und ist nach 2-3 Jahren selbstlimitierend. Die bevorzugten Therapiemaßnahmen sind konservativ, wobei primär orale Medikation und die Physiotherapie mit manualtherapeutischen Konzepten zur Behandlung herangezogen werden. Fragestellung: Ziel dieser Literaturrecherche ist es herauszufinden, welches der 3 Therapiekonzepte - Mulligan-Mobilisation, Kaltenborn-Mobilisation oder Muscle Energy Technique - zur höchsten Steigerung des Range of Motion und zur größten Schmerzreduktion bei Patient:innen mit FS führt. Ergebnisse: Die Analyse der eingeschlossenen Studien verdeutlicht, dass alle 3 manualtherapeutischen Interventionen signifikante Ergebnisse sowohl hinsichtlich der Steigerung des Range of Motion als auch der Schmerzreduktion bei Patient:innen mit FS erzielen konnten. Die Mulligan-Mobilisation zeigte dabei in 5 der 9 Studien eine Überlegenheit und signifikante Ergebnisse bezogen auf beide Outcome-Parameter. Die Kaltenborn-Mobilisation erwies in 2 Studien eine signifikante Überlegenheit gegenüber der Mulligan-Mobilisation, insbesondere wenn diese in Kombination mit scapulastabilisierenden Übungen durchgeführt wurde. Die Muscle Energy Technique erwies ebenso in 2 Studien eine Überlegenheit und zeigte primär signifikante Ergebnisse für die Schmerzreduktion. Die Ergebnisse der Studien verdeutlichen, dass jedes der Konzepte positiv auf die Symptome der FS wirkt und somit in der Therapie gezielt eingesetzt werden sollte.Conclusio: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Mulligan-Mobilisation die effektivste Methode zur Behandlung der FS darstellt. Dennoch zeigen alle 3 der analysierten Interventionen - Mulligan-Mobilisation, Kaltenborn-Mobilisation und Muscle Energy Technique - positive Effekte auf das Range of Motion und den Schmerz bei Patient:innen mit FS. Die Kaltenborn-Mobilisation erzielte insbesondere in Kombination mit scapulastabilisierenden Übungen signifikante Ergebnisse, während die Muscle Energy Technique vor allem in der Schmerzreduktion ihre Wirksamkeit zeigte. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz der 3 Therapieansätze für die physiotherapeutische Behandlung der FS und liefern wertvolle Ansätze für die klinische Praxis.Background: Frozen shoulder (FS) is a common musculoskeletal disorder of the shoulder joint characterized by pain and both active and passive limitation of joint movement. The prevalence is reported to be 2-10 % in general population, with a higher incidence among females aged 40 to 65 years. The etiology has not yet been fully understood and is still subject of research. FS has a gradual onset, progresses through 3 distinct phases, and is typically self-limiting within 2 to 3 years. Accordingly, treatment is predominantly conservative, with physiotherapy, manual therapeutic concepts and oral medication serving as the primary therapeutic approaches.Objectives: This bachelor thesis attempts to find out which of the 3 therapy concepts - Mulligan Mobilization, Kaltenborn Mobilization or Muscle Energy Technique - leads to the greatest improvement in range of motion and the most significant pain reduction in patients with FS.Results: The analysis of the included studies shows that all 3 manual therapy interventions achieved significant results in both range of motion and pain reduction in patients with FS. Mulligan Mobilization was shown to be superior in 5 out of 9 studies, with significant outcomes in both parameters. Kaltenborn Mobilization proved to be superior in 2 studies, particularly when combined with scapular stabilization exercises. The Muscle Energy Technique was also found to be superior in 2 studies and showed significant results primarily in terms of pain reduction. Overall, the findings indicate that each of the 3 approaches affects FS symptoms positively and should be considered as targeted interventions in therapy. Conclusion: The results suggest that Mulligan Mobilization represents the most effective method for treating FS. Nevertheless, all 3 analyzed interventions - Mulligan Mobilization, Kaltenborn Mobilization and Muscle Energy Technique - demonstrated positive effects on range of motion and pain in patients with FS. Kaltenborn Mobilization showed significant results especially when combined with scapular stabilization exercises, while the Muscle Energy Technique proved to be particularly effective in terms of pain reduction. These findings highlight the clinical relevance of all 3 therapeutic approaches in the physiotherapeutic management of FS and offer valuable insights for clinical practice.Verfasserin: Emma HuberAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202

    Secure Rest APIs with Java Spring

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    Implementing secure REST APIs necessitates some sort of authentication and authorization. Because security always impacts performance, it is important to measure this impact on response times, as performance is also a critical factor in web application development when many users are accessing resources. In this study, the performance of an unsecured and JWT-secured API in Spring Boot is measured via local testing to provide valuable insights into what factors are most pressing on API performance while isolating the test scenario from network latency. This research involved the development of a full-stack application using Spring Boot and React for ornithology purposes. Using a selection of endpoints, two states of the backend project are contrasted regarding a single-user request response time. Additionally, long taking methods in the Spring Security Framework are identified via Profiler, and resource monitoring with Performance Monitor brings the results of several performance testing scenarios into an interesting perspective by correlating performance indicators of the OS with the request time. It shows that JWT adds a minimal overhead, which is even lower on better hardware configurations; however, the underlying OS and hardware have a much greater impact on the performance, which is validated by using two test setups with varying hardware. Specifically, page faults lead to an increase in response time and are caused by the OS, either because of an insufficient hardware configuration or other factors, like a warm-up period to have certain classes ready. Basic automated load testing with JMeter offers an insight into the performance of the register and token creation process and shows that the number of concurrent users increases the average response time by a further substantial amount.submitted by: Jakob ArneitzAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inMasterarbeit FH JOANNEUM 202

    The climate crisis in focus: visual reporting of the climate crisis using the example of heatwaves in Austrian daily newspapers

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    Die vorliegende Arbeit untersucht die fotografische Darstellung von Hitzewellen in österreichischen Tageszeitungen und deren Übereinstimmung mit etablierten Leitfäden zur visuellen Klimakommunikation. Auf Basis einer Literaturübersicht und vier Leitlinien (Climate Visuals, klimafakten.de, klimaaktiv, Covering Climate Now) wurden elf Qualitätskriterien abgeleitet. Diese dienten als Codierrahmen für eine quantitative visuelle Inhaltsanalyse von 243 Fotos aus Kronen Zeitung, Kleine Zeitung und Der Standard während Hitzewellen 2018 und 2023. Zentrale Ergebnisse: Personen sind in beiden Jahren häufig präsent; erkennbarer Gesichtsausdruck, Augenkontakt und deutlich lesbare Emotionen nahmen jedoch ab. Inszenierte Aufnahmen gingen zurück. Ursachen des Klimawandels werden kaum visualisiert. Die verbreiteten Frames „Idee von Hitze“ (z. B. Thermometer) und „Freizeitspaß in der Sonne“ bleiben relevant, gehen aber zurück; Letzterer birgt das Risiko der Bagatellisierung. Rund ein Fünftel der Bilder zeigt Auswirkungen, selten jedoch in Kombination mit lösungsorientierten Motiven. Der Anteil an Lösungsdarstellungen ist insgesamt vergleichsweise hoch, sinkt aber 2023 leicht. Die geographische Verortung (Österreich/konkreter Ort) nimmt deutlich ab, was die Nähe- und Identifikationseffekte schwächt. Dramatisierungen wurden nicht gefunden. Bewertung: Die Praxis nähert sich in Teilaspekten den Empfehlungen (Authentizität, weniger Klischees), verfehlt sie jedoch insbesondere bei der Kopplung von Auswirkungen mit Lösungen und der konsequenten Lokalisierung. Die Ergebnisse sprechen für eine stärker lösungs- und alltagsnahe, lokal verortete und weniger bagatellisierende Bildsprache. Einschränkungen betreffen Stichprobe, Zeitraum und Medientypen.The climate crisis represents one of the most pressing challenges of the 21st century and requires not only scientific examination but also effective media communication. Images play a crucial role in this context, as they visualize complex phenomena, trigger emotions, and shape public perceptions of societal issues. In recent years, visual representations have gained increasing importance in climate reporting. At the same time, criticism has emerged regarding common motifs, such as the trivialization of heatwaves through leisure imagery. Therefore, various guidelines have been developed to provide quality standards for responsible visual climate reporting. This thesis examines the visual representation of heatwaves in Austrian daily newspapers. Methodologically, it combines a systematic literature review with a quantitative visual content analysis covering the years 2018 and 2023. The thesis addresses two key questions: To what extent does the visual climate reporting in selected Austrian media during the heatwaves of 2018 and 2023 correspond to common quality criteria? What is the state of science on visual climate communication, and which quality criteria are commonly applied? The findings reveal that Austrian media imagery both reproduces established patterns and incorporates new approaches. However, deviations from recommended quality criteria are evident, for instance in regard to the trivialization of heatwaves through leisure motifs and the limited integration of problem depictions with potential solutions. The thesis thus contributes to a deeper understanding of the role of visuals in climate communication and provides insights relevant for a more critically reflective journalistic practice.von Carolin LuttingerAbweichender Titel laut Übersetzung von der:dem Verfasser:inBachelorarbeit FH JOANNEUM 202

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