Publikationsserver der Hochschule München
Not a member yet
547 research outputs found
Sort by
The importance of cross-regional HR-alliances for tourism companies : a study in cooperation with the association "WORK FOR US in tourism"
Das strategische Human Resource Management stellt für die Hotellerie und Gastronomie einen entscheidenden Parameter zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit dar. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Tourismusbranche bereits seit vielen Jahren durch einen negativen Ruf geprägt ist. Dieser ist bedingt durch die Faktoren Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Entlohnung, wenige Mitarbeiter Benefits und fehlende Aus-, Fort-, und Weiterbildungsmaßnahmen. Die vorliegende Arbeit beschreibt aktuelle Herausforderungen des Personalmanagements, mit welchen die touristischen Betriebe durch den stetigen Wandel konfrontiert sind und betont dabei die Relevanz der Implementierung eines strategischen Personalmanagements, um diese zu bewältigen. Das Hotellerie- und Gaststättengewerbe ist mehrheitlich von klein- und mittelständischen Unternehmen geprägt. Insbesondere diese verfügen oftmals aufgrund finanzieller und personeller Engpässe nicht über interne HR-Abteilungen. Dadurch kann es im Vergleich zu den Mitbewerbern zu einem Wettbewerbsnachteil kommen. Welche Rolle überregionale, betriebsübergreifende HR-Kooperationen bei der Professionalisierung des Personalmanagements in klein- und mittelständischen Betrieben einnehmen und welche Potenziale diese für Arbeitgeber und Destinationen bieten, wird in vorliegender Bachelorarbeit behandelt. Inwiefern das Konzept des Kooperationswettbewerbs wegweisend für die Branche ist, wird an dem Beispiel der HR-Kooperation WORK FOR US im Tourismus deutlich gemacht.A strategic human resource management approach is a decisive parameter for maintaining competitiveness in the hotel and hospitality industry. This is due to the fact, that the tourism industry has been stamped by a negative reputation for many years. This is due to factors such as working conditions, working hours, salary, few employee benefits and a lack of training and education measures. This thesis describes the current challenges of personnel management that tourism companies are facing due to constant change and emphasizes the relevance of implementing strategic human resource management. The hospitality industry consists primarily of small and medium-sized enterprises, which often face challenges in terms of financial and personnel resources. This can put them at a competitive disadvantage compared to their competitors. This bachelor thesis examines the role of cross-regional, cross-company HR-alliances in the professionalization of HR-management in small and medium-sized enterprises and the potential they offer for employers and destinations. The extent to which the concept of coopetition is revolutionary for the industry is evaluated by using the example of the HR-alliance WORK FOR US in tourism
Angewandte Pflegewissenschaft (B. Sc. Pflegefachperson) : Studienplan und Modulhandbuch
Welche Bedeutung haben Gesundheit und Krankheit? Wie gehen Menschen mit ihrer Krankheit um und was kann sie in diesen besonderen Situationen unterstützen? Die Angewandte Pflegewissenschaft gibt hier Antworten. Ihr Studium setzt sich aus der Theorie, der Fachpraxis im Simulationslabor und den Praxiseinsätzen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zusammen. Der akademische Abschluss „Bachelor of Science“ eröffnet Ihnen den Weg zu fach- und nicht fachgebundenen Masterstudiengängen bis hin zur Promotion
Wegweiser für kunststofffreies Bauen : Analyse der Gefahren und Risiken von Kunststoffen über den gesamten Lebenszyklus von Bauprodukten
Die Herausforderungen, die Kunststoffe mit sich bringen, werden sowohl in der Wissenschaft als auch in der Gesellschaft anerkannt und es gibt erste Maßnahmen gegen die „Plastikflut“. Das Bauwesen ist nach dem Verpackungssektor der zweitgrößte Kunststoffverbraucher in Deutschland. Aufgrund der besonderen Anforderungen, u. a. Form- und Verarbeitbarkeit, Brandschutz, lange Nutzungszeiten, werden in Bauprodukten viele verschiedene Additive eingesetzt. Sie haben Auswirkungen auf die Recyclingfähigkeit und führen zu zusätzlichen Umweltbelastungen durch Kunststoffeinträge in die Umwelt. Besonders beim Eintrag von Mikroplastik spielt der Baubereich – insbesondere während der Bauphase – eine große Rolle. Dennoch fehlten bisher umfassende Untersuchungen zu Kunststoffen im Bauwesen sowie fundierte Informationsgrundlagen für Planungsbeteiligte und Entscheidungsträger:innen im Bausektor.
Im Zuge der Grundlagenforschung dieses Projekts entstand ein Wissenspool über Arten, Mengen und Eigenschaften von Kunststoffen in Bauprodukten, deren Umweltrelevanz, deren Einfluss auf die Recyclingfähigkeit und deren Potenzial, in den verschiedenen Lebenszyklusphasen des Produkts in die Umwelt freigesetzt zu werden. Es wurden Informationen erarbeitet, welche Ersatzprodukte bereitstehen und welche Bauweisen den Einsatz von Kunststoffen verringern. Außerdem wurde für Planungsbeteiligte und Entscheidungsträger:innen ein Bewertungstool für Bauteilaufbauten und ein Leitfaden zum kunststofffreien Bauen entwickelt.
Neben reinen Kunststoffprodukten wie synthetischen Dämmstoffen, elastischen Bodenbelägen, Dichtungsbahnen oder Dampfbremsen sind Kunststoffe auch in vielen anderen Bauprodukten als funktionsgebende Komponenten oder Zusatzmittel enthalten. Diese „versteckten“ Kunststoffe finden sich als Bindemittel in Farben, Putzen oder Holzwerkstoffen, als Zusatzmittel in Betonen, Estrichen und Bauplatten oder als Stützfaser in biogenen Dämmstoffen. Die Kunststoffanteile variieren je nach Produktgruppe erheblich, von unter 1 Masseprozent (M.-%) in Estrichen bis zu 30 M.-% in Dispersionsfarben. Häufig werden die exakten Mengen unter Berufung auf das Betriebsgeheimnis nicht offengelegt, was eine vollständige Transparenz erschwert.
Im Baubereich wurde der Großteil des Kunststoffabfalls 2023 energetisch verwertet (82,6 M.-%), während nur 16 M.-% mechanisch recycelt wurden und 1,3 M.-% auf Deponien landeten. Knapp ein Drittel der 2023 in der Baubranche verarbeiteten Kunststoffe bestand aus Rezyklaten oder Nebenprodukten, wobei diese größtenteils aus dem Verpackungssektor oder Produktionsabfällen stammten. Altmaterial aus dem Gebäuderückbau wird bisher kaum wiederverwendet, da u. a. noch keine effektiven Rücknahmesysteme etabliert sind. Diese Situation verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf, um eine bessere Kreislaufführung von Baukunststoffen zu erreichen.
Kunststoffe können in jeder Lebensphase eines Bauprodukts – von der Herstellung über den Einbau bis zum Rückbau und Recycling – in die Umwelt gelangen. Eine genaue Quantifizierung dieser Einträge ist aufgrund fehlender Datengrundlagen derzeit (Stand: 2025) kaum möglich. Die fehlenden Daten erschweren die Entwicklung wirksamer Maßnahmen zur Reduktion von Einträgen in die Umwelt, sodass neben verbesserten Recycling- und Rücknahmesystemen insbesondere ein bewussterer Umgang mit Kunststoffen sowie der gezielte Verzicht auf kunststoffhaltige Bauprodukte zentrale Ansätze zur Minimierung des Umwelteintrags sind.
Mikroplastik entsteht im Bauwesen im gesamten Lebenszyklus von Bauprodukten unbeabsichtigt vor allem durch Abrieb, Zersetzung und Verschnitt. Dabei können nicht nur die Kunststoffpartikel potenzielle Risiken für die Umwelt nach sich ziehen, sondern diese Kunststoffpartikel beinhalten oftmals Schadstoffe, die damit in die Umwelt gelangen. Die genauen Mengen und Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit sind noch nicht abschließend erforscht. Doch Studien zeigen, dass sich Mikroplastikpartikel über Luft, Wasser und Boden verbreiten und durch Inhalation oder Nahrungsaufnahme in den menschlichen Körper gelangen können.
Die Untersuchung des Kunststoffeinsatzes in Baukonstruktionen zeigt, dass Kunststoffe in vielen Bauteilen verbreitet sind, insbesondere in Dächern, Außenwänden und erdberührten Außenwänden. Während Steildächer durch einen diffusionsoffenen Aufbau weitgehend kunststofffrei gestaltet werden können, weisen Flachdächer aufgrund der notwendigen Abdichtung und Dämmung meistens einen höheren Kunststoffanteil auf. Auch bei Außenwänden zeigt sich, dass Holzrahmenkonstruktionen mit Zellulosedämmung weniger Kunststoffe enthalten als konventionelle Wärmedämmverbundsysteme, während erdberührte Bauteile aufgrund technischer Anforderungen häufig nicht ohne Kunststoffe auskommen. Die Analyse der Treibhausgasemissionen zeigt, dass der Kunststoffanteil nicht immer direkt mit der Höhe der CO₂-Emissionen korreliert.
Auf Grundlage der Analysen auf Baustoffebene und Baukonstruktionsebene wurden Indikatoren zum Kunststoffeinsatz, dem Vorhandensein kritischer Inhaltsstoffe, der Kreislauffähigkeit sowie die Freisetzung von Mikro- und Makroplastik entwickelt. Diese Indikatoren wurden in ein Bewertungstool integriert. Sie sollen gleichzeitig verdeutlichen, dass eine differenzierte Bewertung aller entwickelten Indikatoren notwendig ist, um fundierte Entscheidungen zur Reduktion des Kunststoffeinsatzes im Bauwesen zu ermöglichen.The challenges posed by plastics are recognised by both science and society, and initial measures are being taken to combat the ‘plastic flood’. The construction industry is the second largest consumer of plastics in Germany after the packaging sector. Due to the special requirements, such as mouldability and processability, fire protection and long service life, many different additives are used in construction products. This has an impact on recyclability and leads to additional environmental pollution due to plastic discharges into the environment. The construction sector plays a particularly important role in the input of microplastics, especially during the construction phase. Nevertheless, there has been a lack of comprehensive studies on plastics in the construction industry and a lack of well-founded information for planners, architects and decision-makers in the construction sector.
During this project's basic research, a pool of knowledge was created about the content, properties and additives of plastics in construction products, their environmental relevance, their influence on recyclability and the potential to be released into the environment in the various life cycle phases of the product. Information was compiled on which substitute products are available and which construction methods reduce the use of plastics. In addition, an evaluation aid for component structures and a guide to plastic-free construction were developed for planners, architects and building owners.
In addition to pure plastic products such as synthetic insulation materials, elastic floor coverings, sealing membranes or vapour barriers, plastics are also present in many other building products as functional components or additives. These ‘hidden’ plastics can be found as binders in paints, plasters or wood-based materials, as additives in concretes, screeds and building boards or as supporting fibres in biogenic insulating materials. The proportion of plastics varies considerably depending on the product group, from less than 1 wt.-% in screeds to 30 wt.-% in emulsion paints. The exact quantities are often not disclosed on the grounds of industrial secrecy, which makes complete transparency difficult.
In the construction sector, the majority of plastic waste is currently recycled for energy recovery (82.6%), while only 16 % is mechanically recycled and 1.3 % ends up in landfills. Just under a third of the plastics processed in the construction industry in 2023 consisted of recyclates or by-products, most of which came from the packaging sector or production waste. Used material from building demolition has hardly been reused to date, as no effective take-back systems have yet been established. This illustrates the great need for action to achieve better recycling of construction plastics.
Plastics can enter the environment at every stage of a construction product's life cycle - from manufacture and installation to dismantling and recycling. It is currently almost impossible to quantify these inputs precisely due to a lack of data. This makes it difficult to develop effective reduction measures for plastics. Therefore, in addition to improved recycling and take-back systems, a more conscious use of plastics and the targeted avoidance of plastic-containing construction products are key approaches to minimising environmental impact.
In the construction sector, microplastics are unintentionally generated throughout the entire life cycle of building products, primarily through abrasion, degradation, and cutting waste. These plastic particles often carry pollutants with them, which are released into the environment with the plastic particles. The exact quantities and effects on the environment and health have not yet been conclusively researched, but studies show that microplastic particles are widely distributed via air, water and soil and can enter the human body through inhalation or ingestion.
Research into the use of plastics in building structures shows that plastics are widespread in many building components, particularly in roofs, exterior walls and floor slabs. While pitched roofs can be designed to be largely plastic-free using a diffusion-open structure, flat roofs usually have a higher plastic content due to the necessary sealing and insulation. External walls also show that timber frame constructions with cellulose insulation contain fewer plastics than conventional external thermal insulation composite systems, while components in contact with the ground often cannot do without plastics due to technical requirements. The analysis of global warming potential shows that the proportion of plastics does not always correlate directly with CO₂ emissions.
Based on the results, indicators were developed for the use of plastics, the presence of critical ingredients, recyclability and the release of micro- and macroplastics. These indicators were integrated into an evaluation aid for planners and building owners. They are also intended to illustrate that a differentiated evaluation of all developed indicators is necessary to make well-founded decisions on reducing the use of plastics in the construction industry possible
Circulation cabinets in Munich : A qualitative study of their influence on the sustainable consumer behaviour of users
Der steigende Ressourcenverbrauch und die damit verbundenen Umweltbelastungen überschreiten längst die planetaren Grenzen. Die Kreislaufwirtschaft bietet hier einen wichtigen Ansatzpunkt, um durch Wiederverwendung, Müllvermeidung und längere Produktnutzung den ökologischen Fußabdruck zu verringern.
Vor diesem Hintergrund befasst sich die Masterarbeit mit dem Konzept der Kreislaufschränke in München. Untersucht wird, inwieweit diese eine Veränderung hin zu einem nachhaltigeren Konsumverhalten bei den Nutzer:innen bewirken. Mittels qualitativer Forschungsmethodik werden Nutzungsweisen, persönliche Einstellungen und wahrgenommene Wirkungen analysiert
Digitale Souveränität : Abhängigkeit von Cloud Anbietern, Projekt Gaia-X und der Cloud-Act
Diese Arbeit untersucht das Konzept der digitalen Souveränität im Kontext der zunehmenden Abhängigkeit von Cloud-Diensten, insbesondere von marktbeherrschenden US-Hyperscalern wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud. Im Fokus stehen technische, wirtschaftliche und rechtliche Risiken, die sich aus proprietären Standards, Vendor-Lock-in-Effekten und den extraterritorialen Auswirkungen des US-amerikanischen CLOUD-Acts ergeben.
Digitale Souveränität wird als multidimensionales Konzept verstanden, das technologische Kontrolle, wirtschaftliche Unabhängigkeit und rechtliche Handlungsfähigkeit umfasst. Europäische Initiativen wie GAIA-X und DELOS Cloud werden hinsichtlich ihres Beitrags zur Förderung souveräner digitaler Infrastrukturen kritisch bewertet. Ein Fallbeispiel zur Rückführung von Cloud-Workloads bei Dropbox veranschaulicht praxisnahe Alternativen zur Cloud-Nutzung.
Zur strategischen Erhöhung der digitalen Souveränität wird ein strukturiertes Fünf-Phasen-Modell vorgestellt, das Elemente der IT-Governance, des Enterprise Architecture Managements und des Change-Managements integriert. Ziel ist die gezielte Reduktion von Abhängigkeiten und der Aufbau resilienter, rechtskonformer IT-Umgebungen.
Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Souveränität kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Transformationsprozess ist, der strategische Weitsicht, technologische Kompetenz und organisatorische Reife erfordert. Die Arbeit liefert praxisnahe Erkenntnisse für Entscheidungsträger in Politik und IT, die sich in der komplexen Landschaft der Cloud-Nutzung orientieren möchten, ohne dabei Autonomie und Compliance zu gefährden.This paper explores the concept of digital sovereignty in the context of increasing reliance on cloud computing services, particularly those provided by dominant U.S. hyperscalers such as Amazon Web Services, Microsoft Azure, and Google Cloud. It critically examines the technical, economic, and legal dependencies that arise from proprietary standards, vendor lock-in, and the extraterritorial implications of the U.S. CLOUD Act.
Digital sovereignty is defined as a multidimensional construct encompassing technological control, economic independence, and legal autonomy. The study evaluates European initiatives such as GAIA-X and DELOS Cloud, assessing their effectiveness in promoting sovereign digital infrastructures. A case study on Dropbox illustrates the strategic and financial implications of repatriating cloud workloads.
To support organizations in enhancing their digital sovereignty, the paper proposes a structured five-phase transformation model. This framework integrates IT governance, enterprise architecture management, and change management to guide the reduction of dependencies and the establishment of resilient, compliant IT environments.
The findings underscore that digital sovereignty is not a static goal but a dynamic process requiring strategic foresight, technological competence, and organizational maturity. The paper contributes practical insights for policymakers and IT leaders seeking to navigate the complex landscape of cloud adoption while preserving autonomy and compliance
Eine Studie möglicher Männlichkeiten – Was wäre wenn …? : Wie sich die hegemoniale Männlichkeit, insbesondere in den USA und Europa, anders hätte entwickeln können
Rationalität, Ernsthaftigkeit, Stärke, emotionale Zurückhaltung und Gewalt sind Eigenschaften, die häufig mit Männern und ihrer Natur assoziiert und als Ausdruck von Männlichkeit verstanden werden. Diese Wahrnehmung dient dazu, die dominante gesellschaftliche Stellung von Männern zu legitimieren. Ziel dieser Arbeit ist es zu zeigen, dass Männlichkeit kein natürliches Phänomen ist, sondern eine Konfiguration von Praktiken innerhalb eines Systems geschlechtlicher Beziehungen darstellt. Zudem existieren mehrere Männlichkeiten gleichzeitig in der Gesellschaft, von denen jeweils eine zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten die dominante Position einnimmt. Männlichkeiten sind einem ständigen Wandel unterworfen – so kann im Laufe der Zeit eine andere Form von Männlichkeit hegemonial werden.
Zur Erreichung dieses Ziels wird die Entwicklung der heute dominanten Männlichkeit (hegemoniale Männlichkeit) seit dem Beginn des Kalten Krieges bis in die Gegenwart in den USA und Europa mithilfe der Methode der Alternativgeschichte untersucht. Alternativgeschichte ist eine Methode, die historische Ereignisse durch „Was-wäre-wenn“-Szenarien neu denkt, um alternative historische Verläufe zu erkunden. Sie dient dazu, historische Kontingenz sichtbar zu machen und das Verständnis für tatsächliche Entwicklungen zu vertiefen. In der Arbeit werden zwei Szenarien entwickelt, die zeigen, dass Männlichkeit eng mit politischen, wirtschaftlichen, soziologischen und kulturellen Konzepten verknüpft ist und sich in einem spezifischen historischen Kontext formt
Barriers and facilitators for implementing evidenced-based Practice : a perspective of nursing bachelor students
Es besteht eine Lücke zwischen Erwartung und Anwendung der Forschung in der Pflegepraxis. Aus diesem Grund ist es wichtig die folgende Frage zu beantworten: „Welche Barrieren und Förderfaktoren zur Implementierung von Evidenz-basierter Pflege gibt es?“. Um auf diese Frage zu antworten, wurde eine quantitative und qualitative deskriptive Querschnittsstudie aus der Sicht von Bachelor (BA)-Studierenden im Studiengang Pflege der Hochschule München (HM) durchgeführt. Eine systematische Literaturrecherche wurde, vor und nach der Datenerfassung, ebenso durchgeführt. Der Wissensmangel über die Anwendung der Forschung wurde dabei als Hauptbarriere identifiziert. Die Teilnehmenden wünschen sich mehr Autonomie und Wissen über EBP in der Patientenversorgung. Die Organisation wurde als die stärkste Domäne für die Implementierung und Nachhaltigkeit von evidenz-basierter Pflegepraxis (EBP) identifiziert. Die Corona-Pandemie brachte große Veränderungen für EBP. Aus den gewonnenen Daten konnte eine Einschätzung von Hilfsfaktoren und Interventionsansätzen abgeleitet werden für die zukünftige Implementierung von EBP im Studiengang Pflege und Pflegepraxis.There is a gap between expectation and application of research in nursing practice. For this reason, it is important to answer the following question: "What are the barriers and facilitators to implementing evidence-based nursing practice (EBP)?". In order to answer this question, a quantitative and qualitative descriptive cross-sectional study was carried out from the point of view of bachelor (BA) students in nursing at the Munich University of Applied Sciences (HM). A systematic literature research was also performed before and after data collection. The lack of knowledge about the application of the research was identified as the main barrier. The participants want more autonomy and knowledge about EBP in patient care. Organization was identified as the strongest domain for the implementation and sustainability of EBP. The corona pandemic brought major changes for EBP. From the data obtained, an assessment of auxiliary factors and intervention approaches could be derived for the future implementation of EBP in nursing and nursing practice coursework
Weiterentwicklung einer Open Source IoT-Plattform für Laborautomatisierung mit containerbasierten Node-RED-Instanzen für mehrere Nutzer
Laboratory experiments in research institutions require solutions for aggregating, visualizing,and automating data, often across large geographical distances. Frequently, the researchers themselves must provide the necessary technical infrastructure. As a solution for sensor integration, data storage, and data visualization, the open-source IoT platformIoTree42 was developed in a previous project, but it did not meet all the requirements. This work describes the further development of the predecessor platform on a newly established codebase for laboratory automation using Node-RED, the correction of technicalissues in data management and the installation routine, and the enhancement of measures for data protection and security. The new IoT platform is named Biomed IoT. All functions of the Biomed IoT platform are accessible via a user-friendly Django webinterface. Access credentials for new IoT devices are created through an IoT device management system, and code examples for microcontrollers facilitate their integration withthe platform. An optional gateway forwards data securely to the platform server using theMQTT protocol. An integrated Mosquitto broker is configured for the secure managementof MQTT clients. The integrated Node-RED is used for receiving, processing, and sending MQTT messages, as well as for storing data in the InfluxDB time-series database. Each user has their own isolated container instance. The integrated Grafana interface allows users to visualize the stored data and export it as a CSV file, with an available functionto delete data. During a test on a 4 GB RAM server, 32 users with containers were created before RAM caches needed to be cleared; this result serves as a reference point for the maximum number of users. The platform can be installed on Debian and Raspberry Pi OS. The installation guide and user manual for the project are available in the GitHub repository.Laborversuche in Forschungseinrichtungen erfordern Lösungen zur Aggregation, Visualisierung und Automatisierung von Daten über zum Teil große räumliche Distanzen hinweg. Häufig müssen die Versuchsdurchführenden selbst eine technische Infrastruktur bereitstellen. Als Lösung für Sensoranbindung, Datenhaltung und Datenvisualisierung wurde in einer Vorarbeit die Open Source IoT-Plattform IoTree42 entwickelt, die jedoch nicht alle Anforderungen erfüllt. Die vorliegende Arbeit beschreibt die Weiterentwicklung der Vorgängerarbeit auf einer neu aufgesetzten Codebasis für die Laborautomatisierung mit Node-RED, die Behebung technischer Mängel im Datenmanagement und bei der Installationsroutine sowie die Verbesserung der Maßnahmen für Datenschutz und Datensicherheit. Die neue IoT-Plattform trägt den Namen Biomed IoT. Alle Funktionen der Biomed IoT Plattform sind über eine benutzerfreundliche Django- Webseite nutzbar. Zugangsdaten für neue IoT-Geräte werden über ein IoT-Device-Management erstellt. Code-Beispiele für Mikrocontroller erleichtern deren Plattformanbindung. Ein optionales Gateway leitet Daten über das MQTT-Protokoll verschlüsselt an den Plattformserver weiter. Für eine sichere Verwaltung von MQTT-Clients ist ein integrierter Mosquitto Broker konfiguriert. Das integrierte Node-RED dient dem Empfangen, Verarbeiten und Senden von MQTT-Nachrichten sowie zur Datenspeicherung in der Zeitreihendatenbank InfluxDB. Jedem Nutzer steht eine eigene, isolierte Container-Instanz zur Verfügung. Über die integrierte Grafana Nutzeroberfläche können die gespeicherten Daten visualisiert und als CSV-Datei exportiert werden. Eine Funktion zum Löschen von Daten steht zur Verfügung. Bei einem Test auf einem 4-GB-RAM-Server konnten 32 Nutzer mit Containern erstellt werden, bevor RAM-Caches gelöscht werden mussten; dieses Ergebnis dient als Richtwert für die maximale Nutzerzahl. Die Plattform kann unter Debian und Raspberry Pi OS installiert werden. Die Installationsanleitung und das User Manual zum Projekt befinden sich im GitHub Repository
Process optimization of the molecularly imprinted polymer (MIP) generation for a cortisol biosensor
In modern health care biosensors are an essential and innovative element to gain information on the condition of a patient. In case of diabetes for example, patients can monitor their glucose and insulin levels themselves by using a biosensor and act accordingly to the given results. Such a device would be revolutionary in the field of hormone assessment. A biosensor for the observation of the cortisol level could find its application in the drug addiction therapy. But the difficulty in the creation of such a biosensor, lies in the recognition of the desired molecule. There has been research on selective membranes with defined recognition sites that address the issues of hormone identification.
This thesis focuses on the optimization of the generation of molecular imprinted polymers (MIP), which form the basis of a selective membrane. All proposed improvements are based on the process which was designed in a previous work at the BioMed labor-atory [2]. The objective is to increase the reproducibility of the processes for the generation of cortisol specific MIPs. The implemented measures range from the selection of the cross-linker and the elimination of the human factor in some process steps by introducing lab equipment to the replacement of the ultraviolet (UV)-lamp for the polymerisation by a completely new designed UV irradiation device. Also, a nitrogen environment for the UV irradiation process is introduced. The required UV energy for the polymerisation is examined in detail. With the optimized process MIPs, with a desired pore structure were manufactured and analysed. The impact of the implemented measures is analysed in different experiments and discussed with respect to the target to generate Cortisol specific MIPs.Im modernen Gesundheitswesen sind Biosensoren ein wesentliches und innovatives Element, um Informationen über den Zustand eines Patienten zu gewinnen. Bei Diabetespatienten zum Beispiel können ihren Glukose- und Insulinspiegel mithilfe eines Biosensors selbst überwachen und entsprechend der gemessenen Werte handeln. Derartige Biosensoren wären auf dem Gebiet der Hormonbestimmung revolutionär. Ein Biosensor zur Überwachung des Cortisolspiegels könnte seine Anwendung in der Drogensuchttherapie finden. Die Schwierigkeit bei der Erstellung eines solchen Biosensors liegt in der Erkennung des gewünschten Moleküls. Es gibt bereits Forschungen zu Biosensoren mit selektiven Membranen mit definierten Erkennungsstellen für Hormone.
Diese Arbeit konzentriert sich auf die Optimierung der Herstellung von molekular geprägten Polymeren (MIP), welche die Grundlage einer selektiven Membran bilden. Alle hier vorgeschlagenen Verbesserungen beziehen sich auf den Prozess wie er in einer früheren Arbeit am BioMed-Labor [2] entwickelt wurde. Das Ziel ist die Reproduzierbarkeit der Prozesse zur Herstellung von Cortisol-spezifischen MIPs zu erhöhen. Die umgesetzten Maßnahmen reichen von der Auswahl des Vernetzers für die Polymerisation und der Elimination des Faktors Mensch bei verschiedenen Prozessschritten durch die Einführung von Laborgeräten bis zum Austausch der für die Polymerisation benötigten UV-Lampe durch ein komplett neu konstruiertes Bestrahlungsgerät und der Einführung einer Einheit zur Durchführung der UV-Bestrahlung unter Stickstoffatmosphäre. Die im Herstellungsprozess benötigte UV-Energie wird im Detail betrachtet. Mit dem optimierten Prozess wurden MIPs, mit einer gewünschter Porenstruktur, hergestellt und analysiert. Die Auswirkung der implementierten Maßnahmen wird in verschiedenen Experimenten untersucht und bzgl. des Ziels, Cortisol-spezifische MIPs zu erzeugen, diskutiert
Injurious behavior of professionals towards children in daycare facilities : review, discussion & prevention in the practice of childhood education
Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt in der Bestandsaufnahme und der Auseinandersetzung mit der Thematik des verletzenden Verhaltens, damit maßgebliche Aspekte in einen Kontext gestellt werden können. Hierzu wird in einer Phänomenbeschreibung die aktuelle Studienlage analysiert und mögliche Folgen und Ursachen erörtert und diskutiert. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um verletzendes Verhalten präventiv zu minimieren, bzw. zu verhindern. In Kindertageseinrichtungen (Kitas) sind Fachkräfte für das Wohl der Kinder verantwortlich. Die Auseinandersetzung mit der Thematik wird aufzeigen, wie wichtig es ist, ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen und Strategien zur Prävention zu entwickeln