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Insekten als Proteinquelle der Zukunft mit Handlungsempfehlungen zur Akzeptanz der Entomophagie
Vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und der Notwendigkeit, diese nachhaltig, ausreichend und gesund zu ernähren, wird die Erschließung von Alternativen zu konventionellen tierischen Proteinquellen immer wichtiger. Hierzu können Insekten einen entscheidenden Beitrag leisten, deren Akzeptanz als Nahrungsmittel in westlichen Gesellschaften jedoch noch eine große Hürde ist. Neben insbesondere ökologischen und ernährungsphysiologischen Vorteilen sind auch Herausforderungen mit der Verwendung von Insekten als Nahrungsmittel verbunden, u. a. rechtliche, wirtschaftliche und ethische Aspekte, sowie die Sicherheit des Lebensmittels. Ziel dieser Arbeit ist es, Handlungsempfehlungen mit Blick auf die Zielgruppe Kita-Kinder (bis 6 Jahre) zu erarbeiten, die künftig zur Akzeptanz der Entomophagie in Deutschland beitragen können und so den Verzehr von Insekten auch in Deutschland zur Normalität werden lassen könnten.
Die Fragestellungen hierbei lauten: Wie hoch ist die Akzeptanz der Entomophagie in Deutschland? Welche Faktoren haben einen Einfluss auf die Akzeptanz, Insekten als Nahrungsmittel zu nutzen? Wie kann die Akzeptanz erhöht werden? Wie kann durch frühzeitige Aufklärung bereits im Kindergartenalter die Akzeptanz erhöht werden?
Nach den Begriffserklärungen von Insekten, Entomophagie, Proteinquelle und Akzeptanz erfolgt zunächst die Darstellung der aktuellen Situation der Entomophagie im Allgemeinen und im Speziellen in Deutschland, gefolgt von einem Scoping Review aktueller Studien bezüglich der Akzeptanz der Entomophagie in Deutschland und deren Einflussfaktoren. Die Akzeptanz in Deutschland ist ausbaufähig. Ihre am häufigsten untersuchten Einflussfaktoren sind Ekel, Food Neophobia, Geschlecht, Verarbeitungsgrad, ‚Sensation Seeking‘ und Vertrautheit mit dem Konzept Entomophagie und stellen damit Ansatzpunkte für Handlungsempfehlungen dar. Als aussichtsreichste Zielgruppe für die dauerhafte Implementierung der Entomophagie als Normalität im Ernährungsalltag werden Kita-Kinder (bis 6 Jahre) erkannt. Auf Grundlage der Ergebnisse des Scoping Reviews und bestehender grundlegender didaktischer Konzepte der Ernährungsbildung werden mit Blick auf diese Zielgruppe Handlungsempfehlungen in Form von Aktionsbausteinen zur Anwendung und Umsetzung in Kindertageseinrichtungen entwickelt. Wichtige Aspekte sind die Themen der zielgruppenorientierten Information und Aufklärung über Entomophagie und des emotionalen und spielerischen Zugangs zu dem Thema. Ernährungsbildung und Ernährungserziehung werden hierbei zu Schlüsselaufgaben, um die Entomophagie auch in Deutschland zukunftsfähig machen zu können
Komparative Analyse von Literaturdaten und Herstellerangaben zur Effektivität antimikrobiell ausgerüsteter Oberflächen
Die schnelle Ausbreitung von Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen und Viren kann äußerst schädlich sein und zu saisonalen Epidemien führen. Darüber hinaus können diese Mikroorganismen Lebensmittel und wichtige Materialien verunreinigen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt. Um die Ausbreitung von Mikroorganismen zu verhindern, ist es wichtig, die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Mikroben und Oberflächen zu verstehen, die zu deren Anhaftung und Wachstum führen.
Ein solches Verständnis ist entscheidend für die Entwicklung antimikrobieller Oberflächen. In dieser Arbeit werden verschiedene Ansätze und Produkte zu den antimikrobiellen Oberflächen untersucht und Oberflächeneigenschaften mit antimikrobiellen Aktivitäten in Beziehung gebracht und analysiert.
Eine Gegenüberstellung der wichtigsten Hersteller von antimikrobiellen Oberflächen und deren Technologien wird durchgeführt und mit aktuellen wissenschaftlichen Studien belegt.
Die Übersicht konzentriert sich auf die physikalische und chemische Modifizierung der Oberflächen, um die Benetzbarkeit, die Oberflächentopografie und die Oberflächenladung zu modulieren und so die Adhäsion, das Wachstum und die Vermehrung von Mikroben zu hemmen. Darüber hinaus werden die Anwendungsgebiete von antimikrobiellen Oberflächen dargestellt.
Die allgemeinen Erwartungen an eine antimikrobielle Oberfläche sind hoch, da sie die Anhaftung und das Wachstum von pathogenen Mikroben wirksam verhindern und langlebig sind. Sie sollen sicher für Mensch und Umwelt und möglichst kostengünstig sein. Bislang wurde das Design antimikrobieller Oberflächen zumeist nach dem Zufallsprinzip durchgeführt, ohne dass für jede Designstrategie robuste Struktur-Aktivitäts-Beziehungen oder die beabsichtigte Verwendung eines bestimmten antimikrobiellen Materials berücksichtigt wurden.
Darüber hinaus werden in der vorliegenden Arbeit die wichtigsten Erkenntnisse der Systeme zur Entwicklung antimikrobieller Oberflächen kritisch diskutiert, ebenso wie die Grenzen der aktuellen Forschung und die Lücke, die noch geschlossen werden muss, bevor diese Ansätze in der Praxis umgesetzt werden können
Combining Entertainment-Oriented Action Gameplay and Learning-Oriented Memorization Challenges
Though much research is being conducted into educational applications of video games, the effects of individual gameplay elements on overall enjoyment and motivation remain largely unexplored. Similarly, long-term player retention tied to these factors in educational or serious games are often ignored, leading to a lack of engagement and thus an ineffective product. This thesis outlines several proven design patterns employed in the entertainment-based games industry, particularly in action games. It then discusses how these patterns may be applied in digital learning environments and provides examples using a practically implemented prototype of a game combining 2D platforming, multiplayer interactivity, and vocabulary quizzes.
The theoretical concepts described herein are based on peer-reviewed scientific research as well as informal resources such as presentations from the annual Game Developers Conference, development logs, or interviews with prominent figures in the games industry. They incorporate principles of visual, audio, gameplay, and didactic design; coding practices and software architecture are not discussed. The prototypical implementation employs the freely accessible Unity game engine, along with a combination of foreign and custom-made assets.
Keywords: Serious Games, Video Game Development, Educational Software, digital learning environments, vocabulary learnin
Über den Stellenwert von school nurses in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1
Diabetes mellitus Typ 1 beeinflusst als häufigste chronische Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter die Gesundheit und den Alltag von etwa 32.000 deutschen Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien. Aufgrund von unzureichenden Unterstützungsmöglichkeiten für die medizinische Versorgung im außerhäuslichen Umfeld, fordern diverse Autor:innen bundesweit einheitliche Maßnahmen, um Betroffenen eine uneingeschränkte Teilhabe besonders in der Schule zu ermöglichen. Als eine mögliche Maßnahme, um diese Kinder und Jugendlichen in der Schule bedarfsorientiert zu unterstützen, untersuchte die vorliegende Arbeit das Modell der international anerkannten „school nurse“.
Die Zielsetzung bestand darin, den Stellenwert von school nurses konkret für die Versorgung von Schüler:innen mit Diabetes mellitus Typ 1 zu bestimmen. Dafür wurde zunächst eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, in der zehn Publikationen eingeschlossen und als aktueller Forschungsstand ausgewertet wurden. Auf dieser Basis wurden im Anschluss zehn halbstandardisierte Expert:inneninterviews geführt und mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse wurden final in Form einer SWOT-Analyse bewertet und diskutiert, um somit die Forschungsfrage zu beantworten.
Als Ergebnis konnten verschiedene Parameter erarbeitet werden, anhand denen der Stellenwert von school nurses im Kontext der speziellen Erkrankung bewertet wurde. Die fachlichen Qualifikationen von school nurses und der einzigartige Zugang zu betroffenen Kindern und Jugendlichen, wurden als Stärken interpretiert, besonders da school nurses dadurch positive Einflüsse in Form von gesundheitsbezogenen und bildungsrelevanten Outcomes nehmen können. Sie greifen damit unter anderem die Chance auf, betroffene Familien und Lehrkräfte zu entlasten und eine gesundheitliche Chancengleichheit in Form von einer uneingeschränkten Teilhabe zu fördern. Trotz auch bestehenden Schwächen und Risiken wurden school nurses aufgrund dessen in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 schlussfolgernd ein hoher Stellenwert zugeordnet. Für zukünftige Entwicklungen in der deutschen Schulgesundheitspflege und eine ganzheitlich verbesserte Versorgungssituation von betroffenen Familien, ist eine flächendeckende Implementierung von school nurses auf bundesweiter Ebene zu empfehlen.
Keywords: Stellenwert, Rolle, school nurse, Schulgesundheitsfachkraft, Diabetes mellitus Typ 1, Kinder, Jugendliche, Schüler:innen, SWOT-Analys
Implementation of a Genome Editing Procedure for Wheat (Triticum aestivium) Protoplasts with CRISPR-Cas9 Ribonucleoproteins
Wheat (Triticum aestivium) is one of the most important crops in feeding the world. Even though its cultivation is subject to continuous optimization, there are still limitations to it. Wheat lodging, droughts and diseases are amongst the most prominent problems, which are only getting worse through climate change in the coming years. In 2012, a novel technique for fast and easy genetic modifications was discovered known as CRISPR-Cas9. By genetically modifying plants, it could be possible to alter them according to the needs of agriculture. Transgenic plants are usually obtained by infecting them with foreign DNA (plasmids), which usually results in a regulation by government. A novel DNA free approach described by (Brandt, Gunn et al. (2020)) might be the solution to this problem and was set as a guideline for the experiment conducted here.
In this approach, wheat protoplasts were transfected with Cas9-Ribonucleoproteins (RNPs) to induce a deletion in their genome. After an incubation of 48 hours, the gene of interest was amplified by PCR and the resulting DNA fragments were analyzed by gel electrophoresis to detect successful deletions. Even though a detection of deletions was not successful, many limiting factors of the protoplasts’ treatment could be determined, and some could also be resolved. This experiment provides a great basis for future approaches. By using RNPs instead of DNA, no foreign DNA is integrated into the organism’s genome, which might result in a deregulation of plants altered with this technique
Analyse der aktuellen und vergangenen politischen Landschaft Deutschlands im Hinblick auf die aktuelle Bundestagswahl mit Fokus auf die ansteigende Bedeutung von Social-Media im Wahlkampf
Since the last federal election in germany, the CDU is no longer the strongest force and suffered large losses of votes. The SPD, Bündnis 90/Die Grünen and the FDP now make up the german parliament. Parts of the election campaign are taking place via social media. But how do the individual parties use modern media? Do the parties differ in the way they communicate their messages and, as a result, do they generate votes in diffe-rent ways? I will examine these questions in more detail in this bachelor's thesis, starting with the reunification of germany and including the last federal elections. The social me-dia platform I am investigating for political communication is twitter.
I presented the past and current parliamentary election results and differences in eastern and western germany. To do this, I used sentiment analysis to examine tweets extracted from twitter at the federal and local/state political level, for their content and the accom-panying reactions. I created a detailed representation of the different social media appearances of politicians and determined whether appropriate conclusions can be drawn based on my results and data.
My analysis shows that at the parliamentary level, Annalena Baerbock of Bündnis 90/Die Grünen, followed by Dr. Alice Weidel of the AfD and Christian Lindner of the FDP, have the most likes and retweets. Olaf Scholz, with 826 tweets, is the most active on twitter in 2021. At federal and local/state level, the topics of all parties are often similar. There are differences with regard to the core issues of the respective parties. I have illustrated this in each case.
Based on the politicians' use of twitter, I could not draw any concrete conclusions about voter behaviour. For this it would be important to evaluate other media, e.g. facebook
Emotional labour: Designing an HR training to learn to cope with the consequences of emotional labour
Teaching material for a course teaching emotion regulation at work including definitions, tasks for students, and practice sessions
Die Digitalisierung der Verwaltung nach dem Onlinezugangsgesetz
Das Onlinezugangsgesetz (OZG) hat durch die verbindliche, terminierte Vorgabe der Online-Bereitstellung von Verwaltungsleistungen bis zum Ablauf des Jahres 2022 die Weichen für den Wandel zur digitalen Verwaltung gelegt. Es schafft die Voraussetzungen für ein flächendeckendes Angebot im gesamten Bundesgebiet und erleichtert das Auffinden von Verwaltungsleistungen durch die Zugänglichmachung über einen Portalverbund. Verbindliche Vorgaben von Standards erhöhen die IT-Sicherheit und garantieren die Kompatibilität von IT-Komponenten
Oral Enzyme Therapy in Systemic Analgetic Treatment
The possibility of an oral enzyme combination being able to replace diclofenac in the treatment of pain and inflammation is discussed. Oral enzyme therapy involves the use of proteolytic enzymes like bromelain, serratiopeptidase, trypsin, rutin, and papain. The goal of oral enzyme therapy is to replace non-steroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs) in the treatment of symptoms requiring short or long-term treatment due to the side effects of NSAIDs for example diclofenac. The main analysis is focused on the analgesic and anti-inflammatory effects of oral enzyme therapy.
The results are based on database retrieval covering single oral enzymes and oral enzyme combinations like Wobenzym and Phlogenzym. Osteoarthritis and post- surgery treatment studies of oral enzyme therapy are included to analyze the efficacy and effectiveness of the new treatment approach. Bromelain, serratiopeptidase, and rutin are covered in their industrial production. Safety and efficacy, trial diversity, economics, and the potential of oral enzymes being the new homeopathy are discussed.
Oral enzymes show a great safety profile in the overall comparison to NSAIDs with tolerability rated as good and very good by patients and physicians. The trial diversity has an impact on the comparability resulting in the need for a cohesion set-up for the retrieval of evidence on the efficacy and effectiveness of oral enzyme therapy. The economic situation of oral enzymes is defined by the currently expensive production of enzymes with a possible reduction in retail price due to new techniques and technology. With the presence of new studies of high quality in the future, a detailed revision of facts is advised on oral enzymes being an alternative to NSAIDs
Nitrogen fixation of Lathyrus odoratus (sweet pea), Vicia sativa (common vetch) and Phaseolus vulgaris (common beans)
Current agricultural practices depend heavily on inorganic and organic fertilizer use.
These fertilizers not only can cost a lot of money, but also impose major environmental and health risks for the farmers that apply it. A solution to this problem, is the use of legume`s BNF (biological nitrogen fixation) to ecologically and inexpensively increase the
amount of nitrogen (N) in the soil and the crops grown by the farmers. The aim of this study is to investigate this ability in three plants: Lathyrus odoratus (sweet peas), Vicia sativa (common vetch) and Phaseolus vulgaris (common beans) with a greater focus on Lathyrus ssp. The plants were grown in the Rhine-Waal University`s greenhouse, where two treatments were applied: one treatment with no additional N added to the soil and the other treatment with 20 kg/ha N. The soil was a mixture of agricultural soil and quartz sand. To detect the BNF (%NDFA and mg NDFA), the 15N isotope dilution method was used. This method requires the application of 15N enriched fertilizer on both nitrogen fixer crop and a control crop (Secale cereale). As such for each plant species five pots with 4 plants (later thinned out to 3) and one pot for the control crop per treatment were planted.
The plants were supported with sticks and ropes to properly allow them to grow.
Phaseolus vulgaris was harvested with flowers and beans present, while Lathyrus odoratus and Vicia sativa showed no signs of flowers buds. All plant species had a good amount of %NDFA (nitrogen derived from atmosphere) with Phaseolus vulgaris achieving the highest amount of 71.31% for the 0N treatment and Lathyrus odoratus, 35.01% for the 20N treatment. The most amount of mg N derived from atmosphere (mg NDFA) was collected from Phaseolus vulgaris (33.464 and 27.858 mg NDFA for 0N and 20N treatment respectively). When investigated for correlation between several factors affecting BNF, length and nodule size had a positive significant relationship with BNF with a Spearman`s rho value of 0.69 and 0.39 respectively for the 0N treatment. Although Lathyrus odoratus had the lowest performance from all plant species, it has been suggested that this may be due the plant being in the initial stages of growth. Lathyrus odoratus will require field experiments to properly quantify the amount of BNF (kg/ha) and to assess the adaptability of the crop in field environment