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Yearbook of the Society for 18th Century Studies on South Eastern Europe / Piarists and the Secularisation of Political Thought in late 18th Century Hungary
The era of Josephinism was also linked to the transformation of political thought in the Kingdom of Hungary. The centralisation of the administrative structure of the estates and the social reforms enabled a wider circle of intellectuals of bourgeois and peasant origin to enter civil service, who had been completely excluded from the higher levels of political life in the previous century. They understandably brought a new approach to political participation, and to the question of the legitimisation of state power. On the other hand, the old political participants reacted to the new circumstances as well and formulated their – often critical – opinions on the changed situation. Interestingly, in the latter group of opinions we also find those who rejected Emperor Joseph II's reform measures and attempted to defend the re-establishment of the old corporative order with the armoury of ‘modern’ political thought constructs. In my paper, I would like to focus on those Catholic clerics, members of the Piarist order, who, despite their education and ecclesiastical commitment, followed the spirit of the times in their written statements and formulated their political opinions with the help of secular arguments. Their political activity can also be understood in the context of a larger intellectual movement, namely the Catholic Enlightenment. Such political writings had already been produced during the reign of Joseph II. However, after the death of the ruler, his successor Leopold II convened the parliament of estates in Buda on 6 June 1790 after 25 years intermission. This political event provoked a flood of political pamphlets as well as more thorough works, some of which can also be interpreted as drafts of constitution
Big data analysis of the law degree programme at the University of Graz
Diese Diplomarbeit untersucht das Diplomstudium der Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz mithilfe von Big-Data-Methoden. Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die den Studienverlauf beeinflussen, und daraus Optimierungsmöglichkeiten für die Studienstruktur abzuleiten. Die Untersuchung kombiniert juristische und empirische Ansätze, um fundierte Erkenntnisse zu gewinnen. Besondere Aufmerksamkeit wird den Auswirkungen der Studieneingangs- und Orientierungsphase, externen Einflussfaktoren wie wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen sowie den datenschutzrechtlichen Implikationen gewidmet. Zudem wird die Rolle moderner Analysemethoden im Hochschulmanagement beleuchtet, um datengetriebene Entscheidungsprozesse zu fördern. Die Ergebnisse zeigen, dass datenbasierte Analysen wertvolle Einblicke in die Studierbarkeit eines Curriculums liefern können und eine evidenzbasierte Hochschulpolitik unterstützen. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit betont, innovative Lehrmethoden und flexible Studienmodelle zu entwickeln, um die individuellen Bedürfnisse der Studierenden besser zu berücksichtigen.This thesis examines the law degree program at the University of Graz using big data methods. The aim is to identify factors influencing students' academic progress and derive optimization strategies for the study structure. The research combines legal and empirical approaches to generate well-founded insights. Special attention is given to the impact of the introductory study phase, external factors such as economic and social conditions, and the legal implications of data protection. Additionally, the role of modern analytical methods in university management is examined to enhance data-driven decision-making processes. The findings suggest that data-driven analyses provide valuable insights into curriculum feasibility and support evidence-based higher education policies. Furthermore, the study highlights the necessity of developing innovative teaching methods and flexible study models to better accommodate students' individual needs.vorgelegt von Christoph SchranzDiplomarbeit Universität Graz 202
Patientinnen Patienten
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die vor allem junge Erwachsene betrifft. In den letzten Jahren steigt jedoch die Zahl der MS-Diagnosen im höheren Alter. Diese Entwicklung bringt besondere Herausforderungen mit sich, da ältere Menschen häufig an weiteren chronischen Erkrankungen wie Hypertonie leiden, die eine der häufigsten kardiovaskulären Erkrankungen im Alter darstellt. Die Interaktion zwischen MS und Hypertonie ist noch unzureichend erforscht, jedoch weisen Studien darauf hin, dass Hypertonie sowohl den Verlauf der MS als auch die Wirksamkeit und Verträglichkeit der MS-Therapien beeinflussen kann. Zudem können Nebenwirkungen von Medikamenten zur MS-Behandlung kardiovaskuläre Risiken erhöhen. Ein umfassendes Verständnis der Zusammenhänge zwischen MS und Hypertonie im hohen Alter ist daher essenziell, um individualisierte Therapieansätze zu entwickeln, die sowohl das Fortschreiten der MS als auch die Kontrolle des Blutdrucks berücksichtigen. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die aktuelle Forschung zu den Wechselwirkungen von MS und Hypertonie bei älteren Patient*innen und diskutiert therapeutische Implikationen und Versorgungsstrategien.Multiple sclerosis (MS) is a chronic inflammatory disease of the central nervous system that primarily affects young adults. However, in recent years, the number of MS diagnoses in older adults has been increasing. This trend presents unique challenges, as older individuals often suffer from additional chronic conditions such as hypertension, one of the most common cardiovascular diseases in old age. The interaction between MS and hypertension remains insufficiently studied, but research suggests that hypertension can influence both the progression of MS and the efficacy and tolerability of MS therapies. Furthermore, side effects of MS medications may increase cardiovascular risks. A comprehensive understanding of the relationship between MS and hypertension in older adults is therefore essential to develop individualized therapeutic approaches that address both MS progression and blood pressure control. This paper provides an overview of current research on the interactions between MS and hypertension in older patients and discusses therapeutic implications and care strategies.Jennifer Hofer, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc
Stress markers and conflict related behaviours in semi-free ranging Japanese macaques (Macaca fuscata) : a methodical approach to non-invasive saliva sampling and post-conflict behaviour observations
Stress ist die Reaktion eines Organismus auf umweltbedingte oder soziale Auslöser. Seine Untersuchung – sowohl bei Tieren als auch beim Menschen – ist entscheidend für die Forschung im Bereich Tierwohl und Gesundheit. Bei Primaten lassen sich Stressreaktionen nicht-invasiv über Speichelmarker wie Cortisol und Alpha-Amylase oder über Verhaltensbeobachtungen erfassen. Ziel dieser Studie war es, die Machbarkeit der Erhebung physiologischer Stressreaktionen bei halbwild lebenden Japanmakaken (Macaca fuscata), einer despotischen Primatenart, am Affenberg Landskron (Kärnten, Österreich) zu untersuchen und den verlässlichsten Speichel-Stressmarker unter freiwilligen, nicht-invasiven Bedingungen zu bestimmen. Zudem wurden Verhaltensreaktionen unbeteiligter Beobachter bei Konflikten analysiert, da über deren Bewältigungsstrategien wenig bekannt ist – möglicherweise aufgrund einer Gewöhnung an beobachtete Konflikte. Zur Anwendung kamen zwei methodische Ansätze. Erstens simulierte eine menschliche Testperson das Verhalten eines Makaks bei der Speichelentnahme, um den Einfluss von Faktoren wie Speichelvolumen, Rückständen flüssiger Lockstoffe und individuellem Sammelverhalten auf die Cortisol- und Alpha-Amylase-Werte zu untersuchen. Diese Effekte wurden mithilfe multipler Regressionsanalysen ausgewertet. Zweitens wurden Verhaltensbeobachtungen an 17 adulten männlichen Japanmakaken durchgeführt, um Bewältigungsreaktionen sowie Veränderungen in aggressivem, selbstbezogenem und affiliativem Verhalten in fünfminütigen Nach-Konflikt-Intervallen (PC) mit konfliktfreien Kontrollintervallen (MC) zu vergleichen. Die Daten wurden mittels Wilcoxon-Rangsummentest analysiert. Die Cortisolwerte im Speichel erwiesen sich als weniger anfällig für probebezogene Störfaktoren als Alpha-Amylase, was auf eine höhere Zuverlässigkeit in wildlebenden Situationen hinweist. Die Verhaltensanalyse zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen PC- und MC-Intervallen, jedoch Tendenzen zu erhöhtem aggressivem Verhalten nach Konflikten sowie verlängertem affiliativem Verhalten in konfliktfreien Perioden. Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass Speichelcortisol der geeignetere Biomarker zur Stressbewertung in halbwild lebenden, freiwillig beprobten Primaten ist. Das beobachtete Verhalten deutet darauf hin, dass das bloße Miterleben eines Konflikts bei dieser an Konflikte gewöhnten Art nur ein schwacher Auslöser für stressassoziiertes Verhalten ist. Dies unterstreicht die Herausforderung, konfliktbedingte Reaktionen klar zu definieren. Zukünftige Studien sollten Speichelanalysen und Verhaltensdaten kombinieren, um das Verständnis von Stressreaktionen bei Japanmakaken zu vertiefen.Stress is an organism’s response to environmental or social triggers, and its study across species is crucial for welfare and health research. In primates, stress responses can be assessed non-invasively through salivary analytes, such as cortisol and alpha-amylase, or via stress-related behaviours. This study aimed to assess the feasibility of monitoring physiological stress responses in semi-free-ranging Japanese macaques (Macaca fuscata), a despotic primate species, at the Affenberg Landskron (Carinthia, Austria) and to determine the most reliable salivary stress marker in voluntary, non-invasive settings. Additionally, behavioural reactions of bystanders to conflicts were examined, given the limited knowledge on their coping responses due to the potential habituation of Japanese macaques to such witnessed conflicts. Two approaches were employed. First, a human participant simulated monkey behaviour during non-invasive saliva sampling to assess the impact of variables such as saliva volume, liquid attractant residues, and individual sampling behaviours on salivary cortisol and alpha-amylase levels. Multiple regression analysis was used to evaluate these effects. Second, behavioural observations were conducted on 17 adult male Japanese macaques to assess coping behaviours within a 5-minute post-conflict (PC) interval compared to conflict-free control intervals (MC). The data were analysed using a Wilcoxon rank-sum test. Salivary cortisol proved less affected by sampling-related variables than alpha-amylase, suggesting its greater reliability in free-ranging settings. Behavioural analysis showed no significant differences between PC and MC intervals, although trends indicated increased aggressive behaviours post-conflict and prolonged affiliative behaviours during control periods. These findings suggest that salivary cortisol is the preferred biomarker for stress assessment in semi-free-ranging, voluntary non-invasive sampling. The behavioural results indicate that witnessing a conflict is a weak trigger for displaying stress-related behaviours in this conflict-habituated species, highlighting challenges in defining conflict responses. Future research should integrate salivary cortisol measurements with behavioural data to better understand stress responses in Japanese macaques.Hanna Krainer, BScMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
Sozialpädagogen Sozialpädagoginnen Wiener Kinderhilfegesetz und Jugendhilfegesetz
Die vorliegende Masterarbeit untersucht Herausforderungen, mit denen SozialpädagogInnen bei der Gefährdungsabklärung im Krisenzentrum der Wiener Kinder- und Jugendhilfe konfrontiert sind, sowie die Maßnahmen, die es zur Bewältigung dieser Herausforderungen bedarf. Basierend auf Leitfadengestützten ExpertInnen-Interviews und einer Gruppendiskussion, wurden zentrale Problemfelder identifiziert, darunter zeitliche und personelle Ressourcenknappheit, interkulturelle Kommunikationsbarrieren und die hohe emotionale Belastung der Fachkräfte. Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine stärkere strukturelle Unterstützung durch standardisierte Einarbeitungsprogramme, interkulturelle Schulungen und eine verbesserte personelle Ausstattung notwendig sind, um die Qualität der Gefährdungsabklärung und Betreuung nachhaltig zu stärken. Zudem werden Nachweise für die Bedeutung klarer Leitlinien, einer verbesserten Zusammenarbeit mit externen Institutionen und der gezielten Förderung der emotionalen Resilienz bei den Fachkräften erbracht. Die Arbeit liefert praxisorientierte Empfehlungen zur Optimierung des Arbeitsalltags und skizziert mögliche Ansätze für weitere Forschung, insbesondere zur Untersuchung der langfristigen Auswirkungen verbesserter Maßnahmen auf die Betreuungsqualität und die Resilienz der SozialpädagogInnen. Es bleibt jedoch abzuwarten, inwiefern diese Maßnahmen tatsächlich messbare Effekte haben.AbstractThis master's thesis examines the challenges faced by social pedagogues in risk assessment at the crisis center of Vienna's child and youth welfare service and the measures required to overcome these challenges. Based on qualitative expert interviews and a group discussion, key problem areas were identified, including a shortage of time and personnel resources, intercultural communication barriers and the high emotional strain on professionals.The results clearly indicate that stronger structural support through standardized onboarding programs, intercultural training, and improved staffing are necessary to sustainably enhance the quality of risk assessment and care. Additionally, evidence is provided for the importance of clear guidelines, improved collaboration with external institutions, and the targeted promotion of emotional resilience among the professionals. The work offers practice-oriented recommendations for optimizing everyday work and outlines potential areas for further research, particularly regarding the investigation of the long-term effects of improved measures on care quality and the resilience of social workers. However, it remains to be seen whether these measures will have measurable effects.Malkic Emina, BAMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung in Deutsch und Englisc
Why Harry Potter did not become addicted to computer games : a movement concept for primary school
Ziel dieser Arbeit ist es, Lehrpersonen an Volksschulen ein praxisnahes Handwerkszeug zur Verfügung zu stellen, um den Sportunterricht frühzeitig präventiv gegen Suchterkran-kungen einzusetzen und gleichzeitig spannend sowie kindgerecht zu gestalten. Dazu wird ein fachdidaktisches Konzept entwickelt, das Schülerinnen und Schülern Freude an Bewegung vermittelt. Dabei werden Bewegungsgeschichten verwendet, die sich an den Abenteuern und sportlichen Aktivitäten aus der Harry-Potter-Welt orientieren. Das Kon-zept soll Bewegung nicht nur als unterhaltsames Element, sondern auch als Schutzfaktor, als Möglichkeit zum Stressabbau und als festen Bestandteil einer gesunden Lebensführung verankern. Für Lehrpersonen bietet diese Arbeit sowohl ein umfassendes Bewegungskonzept als auch konkrete Stundenplanungen, die sich direkt im Unterricht anwenden lassen. In den einleitenden Kapiteln wird zunächst das Thema Sucht im Allgemeinen und die Problematik von Internet- und Computerspielsucht im Speziellen behandelt. Dabei wird die Bedeutung von Schutz- und Risikofaktoren für die Entwicklung und Prävention von Suchterkrankungen herausgearbeitet. Dem Sportunterricht wird in dieser Arbeit eine zentrale Rolle als Schutzfaktor zugewiesen, da er aufgrund seiner Attraktivität für Kinder in der schulischen Praxis wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Um den thematischen Bezug zur Romanfigur Harry Potter herzustellen, werden die theoretischen Ausführungen durch ausgewählte Passagen aus J. K. Rowlings Büchern ergänzt. Diese sollen den Transfer der Geschichte auf das Sportgeschehen erleichtern und die Motivation der Kinder fördern. Die abschließenden Kapitel beinhalten von der Autorin entwickelte Bewegungsgeschichten, die ebenfalls an die Figur Harry Potter angelehnt sind. Diese werden ergänzt durch passende Bewegungslandschaften, die bereits in der Praxis der Volksschule erprobt wurden, sowie detaillierte Stundenbilder, die von der Autorin geplant und auf die Ziel-gruppe abgestimmt wurden.The objective of this thesis is to provide primary school teachers with a practical toolkit to use physical education at an early stage for the prevention of addiction and to design it in an engaging and child-appropriate way. For this purpose, a subject-didactic concept is developed that conveys to students the joy of movement through movement stories inspired by the adventures and sporting activities of Harry Potter. The concept aims to establish sports not only as an enjoyable activity but also as a protective factor, a way to relieve stress, and an integral part of a healthy lifestyle.This thesis offers teachers both a comprehensive movement concept and concrete lesson plans that can be directly applied in the classroom.The introductory chapters address the topic of addiction in general and the issue of internet and computer game addiction in particular. In this context, the importance of protective and risk factors for the development and prevention of addiction is elaborated. Physical education is assigned a central role as a protective factor, as it is appealing to children and can therefore be effectively utilized in school practice. To do justice to the title character Harry Potter, the theoretical explanations are supplemented with excerpts from J. K. Rowling's novels. These are intended to facilitate the transfer of the story to the sports context and to motivate the children.The concluding chapters include movement stories developed by the author, which are also inspired by the character of Harry Potter. These are complemented by appropriate movement landscapes, already tested in primary school practice, as well as detailed lesson plans designed by the author and tailored to the target group.Silke Groß-LinhartZusammenfassung auf Deutsch und EnglischMasterarbeit Universität Graz 202
The reversal of the burden of proof in tort law and its application to certain types of contract
Die Beweislastumkehr des § 1298 ABGB ist ein von der Gesetzgebung geschaffenes Instrument, um dem Geschädigten die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen im Rahmen einer bestehenden Sonderbeziehung zu erleichtern. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Besonderheiten der Anwendung des § 1298 ABGB auf bestimmte Vertragsarten näher zu untersuchen. Zu diesem Zweck stellt der erste Teil der Arbeit einen Überblick über die allgemeinen Grundsätze der Beweislastverteilung im Schadenersatzrecht dar, um die Unterschiede zwischen der allgemeinen Regel des § 1296 ABGB und der Spezialnorm des § 1298 ABGB zu verdeutlichen. Nach einer theoretischen Einführung in die Norm des § 1298 ABGB folgt der Hauptteil der Arbeit. Dieser setzt sich insbesondere mit der Frage auseinander, wie die Besonderheiten bestimmter Vertragsarten die Anwendung und Reichweite des § 1298 ABGB beeinflussen. Hierfür werden die drei Vertragsarten Miet-, Arbeits- und Werkvertrag herangezogen. Neben der Darstellung der rechtlichen Grundlagen wird ein besonderer Fokus auf die Analyse der bestehenden Judikatur gelegt, um die Bedeutung der Beweislastumkehr im Lichte der schadenersatzrechtlichen Praxis zu verdeutlichen.The reversal of the burden of proof, § 1298 ABGB, is an instrument created by legislation to make it easier for the injured party to enforce claims for damages in an existing contractual relationship. The aim of this thesis is to examine the particularities of the application of § 1298 ABGB to certain types of contracts. The first part of the thesis provides an overview of the general principles of the distribution of the burden of proof in tort law in order to clarify the differences between the general rule of § 1296 ABGB and the special rule of § 1298 ABGB. After a theoretical introduction to the norm of § 1298 ABGB, the main part of the work follows, which deals with the question of how the special features of certain types of contracts influence the practical application of § 1298 ABGB. For this purpose, the contract of tenancy, employment and the contract for services are examined. In addition to the presentation of the legal principles, a special focus is placed on the analysis of existing case law in order to clarify the significance of the reversal of the burden of proof in the light of tort law practice.vorgelegt von Lisa Marie NebelDiplomarbeit Universität Graz 202
Conflict potential in right-of-way easements : permissible expansion versus impermissible extension
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Abgrenzung zwischen zulässiger Ausdehnung und unzulässiger Erweiterung von Wegeservituten. Da deren Begründung oft weit in der Vergangenheit liegt und sich die Nutzungserfordernisse im Laufe der Zeit verändern, entstehen regelmäßig Konflikte über den konkreten Umfang der dem Berechtigten zustehenden Befugnisse.Im Zentrum der Analyse steht § 484 ABGB, der innerhalb gewisser Grenzen eine Anpassung ungemessener Dienstbarkeiten an geänderte Umstände vorsieht. Zugleich normiert diese Bestimmung den Grundsatz der schonenden Ausübung, der den Berechtigten verpflichtet, die Nutzung auf jenes Maß zu beschränken, das dem Zweck der Dienstbarkeit gerade noch entspricht.Lässt sich das Ausmaß einer Servitut durch Auslegung des Titels nicht eindeutig bestimmen, orientiert sich der Inhalt an den aktuellen Bedürfnissen des Berechtigten. Die Grenze bildet allerdings die bei Entstehung vorhersehbare Rechtsausübung, die sich am ursprünglichen Servitutszweck misst. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie flexibel das dingliche Gebrauchsrecht tatsächlich ausgestaltet ist.Um aus der kasuistischen Rechtsprechung klare Kriterien für die Abgrenzung zwischen zulässiger Ausdehnung und unzulässiger Erweiterung abzuleiten, wird die einschlägige Judikatur des Obersten Gerichtshofs systematisch analysiert. Dabei zeigen sich erhebliche Inkonsistenzen: Während in manchen Entscheidungen bereits die Änderung des ursprünglichen Nutzungszwecks als unzulässig betrachtet wird, wird in anderen Fällen lediglich auf das Vorliegen einer tatsächlichen Mehrbelastung abgestellt.This thesis addresses the distinction between permissible expansion and impermissible extension of right-of-way easements. As such easements are often established long in the past, with evolving requirements over time, conflicts frequently arise concerning the precise scope of the rights granted to the beneficiary.Central to this analysis is § 484 of the Austrian Civil Code (ABGB), which allows for the adaptation of indefinite easements to changing circumstances within certain limits. This provision simultaneously enshrines the principle of considerate exercise, obliging the beneficiary to limit usage strictly to what corresponds to the intended purpose of the easement.When the extent of an easement cannot be clearly determined through interpretation of the title, its content is based on the current needs of the beneficiary. However, the scope is constrained by what was foreseeable at the time of establishment, assessed against the original purpose of the easement. This raises the question of how adaptable the property-related right of use truly is.To establish clear criteria for distinguishing between permissible expansion and impermissible extension, this thesis systematically analyzes relevant decisions by the Austrian Supreme Court (OGH). Notable inconsistencies emerge: While some decisions consider any change in the original purpose of use impermissible, others focus solely on whether an actual additional burden is imposed.eingereicht von Elias HoferDiplomarbeit Universität Graz 202
To what extent is there a connection between the structural and personal working conditions of educational professionals and emotional exhaustion in the elementary education sector?
Die Elementarpädagogik steht vor wachsenden Herausforderungen, die zunehmend zu emotionaler Erschöpfung bei den Fachkräften führen können. In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an elementarpädagogische Fachkräfte deutlich erhöht und diversifiziert. Sie müssen heute ein breites Spektrum an Kompetenzen und Fähigkeiten mitbringen, um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden. Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss struktureller und persönlicher Arbeitsbedingungen auf die emotionale Erschöpfung von elementaren Fachkräften. Die Studie zielt darauf ab, ein umfassendes Verständnis der Faktoren zu erlangen, die zur emotionalen Erschöpfung bei pädagogischen Fachkräften beitragen und untersucht dabei den Einfluss persönlicher Merkmale wie Alter und Berufserfahrung auf die emotionale Erschöpfung, wie soziale Unterstützungsnetzwerke die Wechselwirkung zwischen Arbeitsumfeld und Burnout-Symptomen moderieren und untersucht den Zusammenhang zwischen organisatorischen Faktoren wie Vorbereitungszeit und pädagogischen Ansätzen und der emotionalen Belastung der Fachkräfte. Mit einer Online-Befragung (N=86) wurden pädagogische Fachkräfte elementarerer Bildungseinrichtungen dazu befragt. Die Untersuchung stützte sich auf eine Online-Erhebung mittels eines strukturierten Fragebogens. Für die Datensammlung wurde eine webbasierte Umfrageplattform (limesurvey) genutzt, über die der Fragebogen an die Teilnehmenden verteilt wurde. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Komplexität der Faktoren, die zur emotionalen Erschöpfung bei pädagogischen Fachkräften beitragen. Sie betont die Notwendigkeit, über den reinen Beschäftigungsumfang hinauszublicken und ein breiteres Spektrum an Einflussfaktoren zu berücksichtigen, um effektive Strategien zur Reduzierung der emotionalen Erschöpfung zu entwickeln.Early childhood education is facing growing challenges that can increasingly lead to emotional exhaustion among professionals. In recent years, the demands on early childhood education specialists have increased and diversified significantly. Today, they must have a wide range of competences and skills in order to do justice to their diverse tasks. This master's thesis examines the influence of structural and personal working conditions on the emotional exhaustion of early childhood professionals. The study aims to gain a comprehensive understanding of the factors that contribute to emotional exhaustion in educational professionals, examining the influence of personal characteristics such as age and work experience on emotional exhaustion, how social support networks moderate the interaction between work environment and burnout symptoms, and investigating the relationship between organisational factors such as preparation time and pedagogical approaches and professionals' emotional distress. An online survey (N=86) was conducted among educational professionals in elementary educational institutions. The study was based on an online survey using a structured questionnaire. A web-based survey platform (limesurvey) was used to collect the data, via which the questionnaire was distributed to the participants. The results of the study emphasise the complexity of the factors that contribute to emotional exhaustion in educational professionals. It emphasises the need to look beyond the mere scope of employment and consider a broader range of influencing factors in order to develop effective strategies to reduce emotional exhaustion.Birgit Moser BEdMasterarbeit Universität Graz 202
Seniorinnen Senioren
Hintergrund: Ziel dieser Studie ist es ein Gedächtnistraining zu entwickeln, welches Senior:innen mit Mild Cognitive Impairment (MCI) dabei helfen soll, ihre kognitive Leistung als auch ihre Lebensqualität zu verbessern. Dazu wird die folgende Fragestellung gestellt: ,,Inwieweit kann durch das Gedächtnistraining die kognitive Leistung, insbesondere das prospektive Gedächtnis, als auch depressive Symptome und die Instrumentellen Aktivitäten des alltäglichen Lebens von Senior:innen verbessert werden?‘‘. Methode: Um die Forschungsfrage zu beantworten wurde eine quasi-experimentelle Studie an Senior:innen aus verschiedenen Senior:innen-Vereinen der Gemeinde Kötschach-Mauthen und aus dem KABEG LKH Laas durchgeführt. Ergebnisse: Die Analyse der Untersuchung zeigt, dass sich die globale kognitive Leistung der Interventionsgruppe im Vergleich zu der Kontrollgruppe signifikant verbesserte, jedoch nur in zwei von vier Tests. Ebenso weisen die männlichen Probanden der Interventionsgruppe eine Reduktion ihrer depressiven Symptomatik im Unterschied zu den Männern der Kontrollgruppe auf. Die Instrumentellen Aktivitäten änderten sich nicht von der Prä- zur Posttestung. Außerdem zeigt sich eine Verbesserung des prospektiven und retrospektiven Gedächtnisses in beiden Gruppen nach dem vierwöchigen Gedächtnistraining. Die Reaktionszeiten der Interventionsgruppe unterschieden sich lediglich zwischen den Levels des Gedächtnistrainings. Schlussfolgerung: Schlussendlich kann gesagt werden, dass durch das Gedächtnistraining die Interventionsgruppe sich in fast allen Bereichen verbessern konnte, auch wenn nur in einzelnen der Trainingsvarianten ein signifikanter Unterschied zu der Kontrollgruppe nachgewiesen werden konnte.Background: The aim of this study was to develop a memory training program to help seniors with mild cognitive impairment (MCI) to improve their cognitive performance and quality of life. To this end, the following research question was investigated: “To what extent can memory training improve cognitive performance, in particular prospective memory, as well as depressive symptoms and the instrumental activities of daily living of seniors?” Method: To answer the research question, a quasi-experimental study was conducted on senior citizens from various senior citizens' associations in the municipality of Kötschach-Mauthen and from the Laas Hospital. Results: The analysis of the study data show that the global cognitive performance of the intervention group improved significantly compared to the control group, but only in two out of four tests. Similarly, the male subjects in the intervention group showed a reduction in depressive symptoms compared to the men in the control group. Instrumental activities did not change from pre- to post-testing. In addition, both groups showed an improvement in prospective and retrospective memory after the four-week memory training. The reaction times of the intervention group only differed between the levels of memory training. Conclusion: Finally, it can be said that the intervention group was able to improve in almost all areas through memory training, even if there were significant differences only in specific subtests compared to the control group.vorgelegt von Katharina LongitschMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Deutsch und Englisc