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Can orangutans practice self-medication using plants?
Können Orang-Utans auf Selbstmedikation mit Hilfe von Pflanzen zurückgreifen? Diese Frage hat mich seit einem Seminar im Masterstudium „Angewandte Botanik“ interessiert. Natürlich werden die Tiere sich auf Sumatra oder Borneo keinen Thymiantee kochen, doch voller Optimismus auf Ergebnisse widme ich mich in dieser Arbeit, der Forschungsfrage. Je weiter ich anhand der Literaturrecherche in das Thema eintauche, desto mehr wird mir bewusst, wie bedeutend und aussagekräftig die Erforschung der Orang-Utans ist. Die vorliegende Untersuchung wurde hauptsächlich deswegen durchgeführt, weil ein hohes Interesse an den großen Menschenaffen besteht und umso fortgeschrittener die Untersuchungen waren, desto mehr Bedeutung hat sich ergeben. Nicht nur der Lebensraum und der Tierschutz werden in der Arbeit hervorgehoben, sondern viel mehr, dass Orang-Utans und meiner Meinung nach, alle Tiere die gleichen Rechte wie Menschen haben sollten. Der Handel mit Orang-Utans und die Zerstörung ihres Lebensraums durch Bedürfnisse der Menschen, welche nur mehr mit Monokulturen befriedigt werden können, ist meiner Meinung nach keine Ausrede dafür, diesen Tieren nicht die notwendigen Lebensgrundlagen zu ermöglichen. Diese Themen sind daher neben der Forschungsfrage zusätzlich in den Fokus der Arbeit gerückt. Anhand von zahlreichen Literaturquellen, Studien und wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurde die Forschungsfrage bearbeitet und schlussendlich beantwortet. Viele Studien in denen Orang-Utans eine Art der Selbstmedikation zeigten, können jedoch das Verhalten nicht klar zuordnen und somit Selbstmedikation nicht eindeutig bestätigen. Doch während des Prozesses der Arbeit wurde eine Studie mit signifikanten Ergebnissen veröffentlicht. Laumer et al., haben 2024 eine Studie publiziert, mit dem Titel: Active self-treatment of a facial wound with biologically active plant by a male Sumatra Orang-Utan. Diese Studie ergänzt die vielen Forschungen bis zu dem Zeitpunkt und bestätigt die Fähigkeit des Orang-Utans Selbstmedikation durchzuführen. Zusätzlich gibt sie faszinierende Einblicke im Umgang mit Wunden bei den großen Menschenaffen.Can orangutans practice self-medication using plants?This question has made me curious ever since a seminar in my Master’s program called "Angewandte Botanik". Of course, orangutans in Sumatra and Borneo aren’t going to brew herbal teas, but with a sense of optimism, I dedicated this paper to exploring that very question. The deeper I get into the topic through literature research, the more I realize how valuable and meaningful the study of orangutans truly is.My motivation for this thesis came from a deep interest in great apes. And the further the research progressed, the more significant the findings became. This work doesn't only focus on their habitat and the importance of animal protection, it also brings attention to the idea that orangutans, and in fact all animals, should be granted the same fundamental rights as humans. The illegal trade of orangutans and the destruction of their habitats, often to meet human demands through large-scale monocultures, cannot be justified. These concerns became a central part of my paper, alongside the main research question.The research question could be answered through numerous literature sources, studies, and scientific publications. While many studies observed orangutans displaying some form of self-medication, they often couldn’t clearly interpret the behaviour and so the evidence has often been inconclusive. However, during the process of my work, a new and groundbreaking study was published. In 2024, Laumer et al. released a study titled “Active self-treatment of a facial wound with biologically active plant by a male Sumatran orangutan.”This study provided strong evidence of self-medication in orangutans and offered fascinating insights into how these apes care for their wounds.Kathanrina PeslMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc
Water & Climate Change : an Interdisciplinary, theoretical, methodological-didactic preparation of a Project Week for the 8th Grade
Der Klimawandel ist ein breit erforschtes Thema, welches dadurch seinen Platz in der schulischen Bildung reichlich verdient hat. Da dieser jedoch sehr komplex ist, bezieht sich diese Arbeit vor allem auf den Faktor Wasser. Es wird zuerst auf unterschiedliche Arten des fächerverbindenden Lernens eingegangen. Anschließend wird das Thema Wasser von seinen stofflichen Eigenschaften bis hin zum Wasserkreislauf, der Wasserknappheit und der Wassernutzung erläutert und warum es so eine wichtige globale Ressource für die Menschheit darstellt. Danach wird das Thema Klima und Klimazonen erklärt, um dann über die Treibhausgase auf die globale Klimaerwärmung zu gelangen. Anhand des sechsten Sachbestandsberichts des IPCC wird die aktuelle Lage sowie mögliche Kipppunkte im Klimasystem dargelegt.Ziel dieser Masterarbeit ist es, das Thema Wasser und Klimawandel so aufzubereiten, dass Schüler:innen einer 8. Schulstufe es im Rahmen einer Projektwoche aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und bearbeiten können. Es handelt sich um Lehrinhalte der naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächer Chemie, Physik, Geografie und wirtschaftliche Bildung und Biologie und Umweltkunde. Daher lässt sich eine Lehrplan-Analyse zum erworbenen Vorwissen der Schüler:innen zu den Themen Wasser und Klimawandel finden, sowie Ziele und Kompetenzen, die nach der Projektwoche erreicht werden sollen. Eine methodisch-didaktische Aufbereitung zu den diversen Arbeitsaufträge der Themenblöcke folgt danach. Im Anhang befinden sich die Arbeitsblätter der ausgearbeiteten und geplanten Projektwoche.Die Forschungsfragen sind Folgende: „Wie kann man einen kompetenzorientierten, fächerverbindenden Unterricht zum Thema „Wasser & Klimawandel“ umsetzen, sodass die Schüler:innen die Zusammenhänge dieses komplexen Themas verstehen?“ und „Welche methodisch-didaktischen Ansätze sind geeignet, um das Thema „Wasser & Klimawandel“ im Rahmen einer Projektwoche einer 4. Klasse Mittelschule kompetenzorientiert zu lehren und zu lernen und dadurch das Bewusstsein für die Zusammenhänge und Auswirkungen dieses vielfältigen Themas zu stärken?“.Climate change is a widely researched topic that therefore rightfully deserves its place in school education. However, since it is highly complex, this work focuses primarily on the factor of water. First, different types of interdisciplinary learning will be discussed. Subsequently, the topic of water will be explored, covering its physical and chemical properties, the water cycle, water scarcity, and water usage, as well as why it represents such a crucial global resource for humanity. Following this, climate and climate zones will be explained, leading to the discussion of greenhouse gases and, ultimately, global warming. Based on the Sixth Assessment Report of the IPCC, the current situation and possible tipping points in the climate system will be outlined.The aim of this master's thesis is to prepare the topic of water and climate change in such a way that students in the 8th grade can examine and work on it from different perspectives within a project week. The subject matter includes teaching content from the natural sciences, specifically chemistry, physics, geography and economic education, as well as biology and environmental studies. Therefore, a curriculum analysis is provided regarding the students' prior knowledge on the topics of water and climate change, along with the objectives and competencies to be achieved by the end of the project week. This is followed by a methodological and didactic preparation of the various assignments within the thematic blocks. The appendix contains worksheets for the developed and planned project week.The research questions are as follows: “How can a competency-based, interdisciplinary approach to teaching the topic of ‘Water & Climate Change’ be implemented so that students understand the interconnections of this complex subject?” and “Which methodological and didactic approaches are suitable for teaching and learning about ‘Water & Climate Change’ in a competency-based manner during a project week for a 4th-year middle school class, thereby strengthening awareness of the interrelations and impacts of this multifaceted topic?”vorgelegt von Linda Palmetzhofer, BEdMasterarbeit Universität Graz 202
Active learning in English lessons : implementing short activation and movement activities in lower secondary English classes
Im Zusammenhang mit Sport gibt es zahlreiche positive Effekte, wie auch motivierende sowie lernfördernde Aspekte auf den Sprachprozess, wie es mit Hilfe von vielen Studien bestätigt wurde. Der Einsatz von Bewegung im Unterricht weist einige zusätzliche Vorteile auf, wie die Steigerung der Konzentration und der Aufmerksamkeit der Schüler_innen, was zu einem verbesserten Lernerfolg führt. Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Thematik, welche Voraussetzungen vorhanden sein müssen, um den Einsatz von Bewegung vermehrt in den Englischunterricht zu integrieren. Ziel ist es bewegungsorientierte Unterrichtssequenzen für den Englischunterricht in der Sekundarstufe 1 zu entwickeln und erstellen. Diese Unterrichtssequenzen sollen dann den Lehrpersonen zur Verfügung gestellt werden, sodass ein langfristiges Einsetzen von Bewegungsaktivitäten in den Unterricht gewährleistet wird. Methode: Als theoretische Grundlage diente der Intervention Mapping Ansatz (IMA) nach Bartholomew et al. (2011). Hierbei wurde ein Mix aus einer quantitativ-qualitativen Methode genutzt. Zu Beginn wurde eine quantitative Datenerhebung durchgeführt, welche dann durch eine qualitative ergänzt wurde. Für die Überarbeitung der Unterrichtssequenzen wurde ebenfalls eine quantitative Rückmeldung verwendet. Bei allen Untersuchungen waren die Proband_innen Lehrpersonen sowie Schüler_innen aus der Sekundarstufe 1.Ergebnisse: Es wurden Unterrichtssequenzen zu den Themen Vokabeln, Grammatik und Landeskunde entwickelt und erstellt, welche dann im Regelunterricht durchgeführt wurden. Es konnte bestätigt werden, dass sich die Lernfreude sowie die Motivation der Schüler_innen steigerte, sowie alle Beteiligten den vermehrten Einsatz solcher Einheiten befürworten. Die Lehrkräfte betonten, dass geeignete Materialien und klare Anleitungen helfen würden, Bewegungseinheiten öfter in ihren Unterricht einzubauen. Fazit: Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung weisen darauf hin, dass Lehrende sowie Lernende den Einsatz von bewegtem Lernen im Unterricht befürworten. Es zeigte, dass Schüler_innen Spaß an derartigen Unterrichtssequenzen haben und sie es als eine positive Abwechslung und Auflockerung sehen, sowie die Konzentration steigert.Regarding sports, there are numerous positive effects, such as motivational and learning-enhancing aspects for the language learning process, which has been confirmed through various studies. The use of movement in the classroom provides additional benefits, such as increasing students´ concentration and attention, which then leads to improved learning outcomes. This project explores the necessary prerequisites for integrating movement more often into English lessons. The aim is to develop and create movement-based teaching sequences for English classes in lower secondary schools. These sequences are intended to be made available to teachers to ensure a long-term use of movement activities in their lessons. Method: The theoretical framework for this project is based on the Intervention Mapping Approach (IMA) by Bartholomew et al. (2011). A mixed-method approach combining quantitative and qualitative methods was applied. At first, a quantitative data collection was conducted, followed by a qualitative addition. Quantitative feedback was used to edit the teaching sequences. All investigations were conducted by teachers and students from lower secondary schools. Results: Teaching sequences focusing on vocabulary, grammar and cultural studies were developed, implemented in regular lessons and evaluated. It could be confirmed that active learning increased students´ motivation and their enjoyment of learning. All participants agree to the increased use of such activities. Teachers stated that well-structured materials, as well as clear instructions, would help them to use movement-based activities more often in their lessons. Conclusion: The results of the empirical study indicate that both teachers and students support the use of movement-based learning in the classroom. It showed that students enjoy such lesson sequences and see them as a positive change and relaxation, as well as a way to enhance concentration.Florentina Maria TrummerZusammenfassung auf Deutsch und EnglischMasterarbeit Universität Graz 202
ElFo - Elementarpädagogische Forschungsbeiträge / Mathematik und Naturwissenschaften in der Kita: Eine explorative Beobachtungsstudie alltagsintegrierter Fachkraft-Kind-Dialoge
Alltagsintegriertes Lernen in Mathematik und Naturwissenschaften hat in der frühen Bildung einen hohen Stellenwert. Dennoch ist wenig darüber bekannt, wie häufig Alltagssituationen in Kindertageseinrichtungen als mathematische und naturwissenschaftliche Lerngelegenheiten genutzt werden und wie hoch deren kognitiver Anregungsgehalt ausfällt. Die vorliegende explorative Studie nutzt ein neu entwickeltes Beobachtungsinstrument, um die Häufigkeit und den kognitiven Anregungsgehalt von Fachkraft-Kind-Dialogen zu mathematischen und naturwissenschaftlichen Themen in Alltagssituationen zu erfassen. Über einen Zeitraum von je drei bis vier Stunden wurden 445 Dialoge im pädagogischen Alltag von 21 Fachkräften aus 14 österreichischen Kindertageseinrichtungen dokumentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass mathematische und naturwissenschaftliche Inhalte vergleichbar häufig vorkamen. In Mathematik dominierte der Inhaltsbereich Zahlen, Mengen und Operationen, in Naturwissenschaften die Inhalte der belebten Natur. Die beobachteten Dialoge wurden überwiegend von den Kindern initiiert, waren kurz (< 3 Minuten) und fanden meist im Freispiel statt. Der kognitive Anregungsgehalt der Dialoge fiel in beiden Bereichen gering aus; etwas höhere Ratings konnten in bereichsübergreifenden Dialogen dokumentiert werden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Relevanz alltagsintegrierter Dialoge als Lerngelegenheiten und weisen zugleich auf die Notwendigkeit der Professionalisierung frühpädagogischer Fachkräfte in der Erkennung und Umsetzung regelmäßiger sowie kognitiv anregender Interaktionen zu Mathematik und Naturwissenschaften im Kita-Alltag hin.Mathematics and science learning in early childhood education is often play-based and integrated into everyday situations. However, despite the importance of such everyday learning opportunities, their frequency and quality remain insufficiently understood. This exploratory study employs a newly developed observation tool to capture the frequency and quality of teacher-child dialogues related to mathematics and science in everyday situations. A total of 445 mathematics- and/or science-related dialogues were observed over a period of 3-4 hours among 21 early childhood professionals from 14 Austrian early childhood education centers. The results showed that mathematics and science dialogues occurred with similar frequency. Most dialogues were observed during free play, often initiated by the children. In mathematics, numeracy accounted for the majority of dialogues; in science most topics related to living nature. The quality of cognitive activation during the dialogues was, on average, low in both domains; slightly higher quality ratings were obtained in cross-domain dialogues. Overall, the findings highlight the need for professional development in order to implement regular and cognitively activating mathematics and science dialogues in preschool
Snowmelt and drought interactions in the Urmia Lake basin : assessing long-term hydrological and environmental impacts
Diese Dissertation untersucht die Umweltveränderungen des Urmia-Sees und fokussiert sich auf die Auswirkungen des Klimawandels und des Wasserressourcenmanagements auf seine Austrocknung. In fünf zusammenhängenden Studien werden die Genauigkeit von Klimadaten bewertet, Dürrephänomene charakterisiert, ökologische Veränderungen überwacht, die Variabilität von Staubstürmen untersucht und zukünftige Dürreszenarien im Urmia-Seebecken (ULB) prognostiziert. Studie 1 bewertet die Genauigkeit des ERA5-Niederschlags-Reanalyse-Datensatzes über verschiedene Zeiträume (täglich, monatlich, saisonal) und geografische Zonen im Iran für den Zeitraum von 2000 bis 2018. Die Ergebnisse zeigen, dass ERA5 eine solide Grundlage für Niederschlagstrends bietet, jedoch in komplexem Gelände, insbesondere in Gebirgsregionen, Diskrepanzen aufweist. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung einer Verfeinerung der Reanalyse-Daten, um die Präzision hydrologischer Analysen im ULB zu verbessern, wo genaue Klimadaten zur Bewertung der Wasserverfügbarkeit und Dürrebedingungen unerlässlich sind. Studie 2 baut auf diesen Erkenntnissen auf und verwendet Dürre-Indizes—SPI, SPEI und SMRI—um die Ursachen der Dürre im ULB zu analysieren, wobei der kritische Einfluss abnehmender Schneemengen und steigender Temperaturen hervorgehoben wird. Die Studie zeigt, dass die Verringerung der Schneedecke, die als Hauptquelle für Schmelzwasser dient, zunehmend schwerwiegende Dürrebedingungen zur Folge hat. Diese Erkenntnisse betonen die Anfälligkeit der Wasserressourcen im ULB für temperaturbedingte Veränderungen in Schneemengen und Evapotranspiration und zeigen die weitreichenden Auswirkungen klimatischer Verschiebungen auf den regionalen Wasserkreislauf. Studie 3 verlagert den Fokus auf die ökologischen Folgen dieser hydrologischen Veränderungen und überwacht mit Fernerkundungstechniken die Vegetationsgesundheit und das Wassergebiet des Sees. Die Analyse der Vegetationsindizes (NDVI und EVI) zeigt erhebliche Rückgänge in der Vegetationsgesundheit und Wasserverfügbarkeit, die direkt mit der verminderten Schneeschmelze und erhöhten Verdunstung aus Studie 2 korrelieren. Diese Studie liefert visuelle und quantitative Beweise für die ökologische Degradation und unterstreicht die direkten ökologischen Konsequenzen des hydrologischen Stresses auf die Vegetation und Biodiversität des ULB. Studie 4 untersucht das zunehmende Auftreten von Staubstürmen als sekundäre Auswirkung der Schrumpfung des Urmia-Sees. Mit reduzierten Zuflüssen und freiliegenden Seeböden hat die Häufigkeit und Intensität von Staubstürmen zugenommen, was Gesundheitsrisiken und Bedrohungen für die landwirtschaftliche Produktivität der Region mit sich bringt. Die Analyse der Staubereignisse zeigt eine starke Korrelation zwischen Staubkonzentration und klimatischen Faktoren und unterstreicht die weiterreichenden Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen der Austrocknung des Sees. Studie 5 projiziert zukünftige Dürreszenarien unter verschiedenen „Shared Socioeconomic Pathways“ (SSP) und integriert dabei die klimatischen, hydrologischen und ökologischen Erkenntnisse aus den vorherigen Studien zur Bewertung potenzieller Dürretrends. Szenarien unter hohem Emissionspfad (SSP5-8.5) zeigen deutlich verschärfte Dürrebedingungen, mit erhöhter Häufigkeit, Intensität und Dauer und verdeutlichen die Notwendigkeit dringender Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen. Die Projektionen betonen die Bedeutung der Berücksichtigung aktueller und zukünftiger klimatischer Belastungen, um die Umwelt- und sozioökonomische Stabilität des ULB zu schützen. Insgesamt bieten diese Studien ein umfassendes Verständnis der komplexen Treiber der Austrocknung des Urmia-Sees. Durch die Integration klimatischer, hydrologischer, ökologischer und atmosphärischer Perspektiven betont diese Dissertation die Dringlichkeit einer anpassungsfähigen Wasserwirtschaft und Klimastrategien. Die Ergebnisse liefern umsetzbare Einblicke in den Schutz und die Wiederherstellung des Urmia-Sees und bieten einen anwendbaren Rahmen für ähnliche gefährdete Ökosysteme, die mit dem raschen Klimawandel weltweit konfrontiert sind.The dissertation explores the environmental transformation of Lake Urmia, focusing on the impacts of climate change and water resource management on its desiccation. Through five interconnected studies, this research assesses the accuracy of climate data, characterizes drought, monitors ecological changes, examines dust storm variability, and projects future drought scenarios within the Urmia Lake Basin (ULB). Paper 1 evaluates the ERA5 precipitation reanalysis dataset’s accuracy across multiple time scales (daily, monthly, seasonal) and geographic zones in Iran from 2000 to 2018. The results reveal that while ERA5 provides a reasonably accurate baseline for precipitation trends, discrepancies persist in areas with complex topography, particularly in mountainous regions. These findings underscore the importance of refining reanalysis data to improve the precision of hydrological analyses in the ULB, where accurate climatic data are essential for assessing water availability and drought conditions. Paper 2 builds on these insights by employing drought indices—SPI, SPEI, and SMRI—to analyze the drivers of drought within the ULB, highlighting the critical role of diminishing snowpack and rising temperatures. The study reveals that reduced snow cover, which serves as a primary source of meltwater, has led to increasingly severe drought conditions. These findings emphasize the vulnerability of the ULB’s water resources to temperature-induced changes in snow accumulation and evapotranspiration, demonstrating the cascading impact of climatic shifts on regional hydrology. Paper 3 shifts focus to the ecological consequences of these hydrological changes, employing remote sensing techniques to monitor vegetation health and lake water extent. Analysis of vegetation indices (NDVI and EVI) reveals substantial declines in vegetation health and water availability, directly correlating with the reduced snowmelt and increased evaporation identified in Paper 2. This study provides visual and quantitative evidence of ecosystem degradation, underscoring the direct ecological implications of hydrological stress on the ULB’s vegetation and biodiversity. Paper 4 investigates the increasing occurrence of dust storms as a secondary effect of Lake Urmia’s shrinking surface area. With reduced inflows and exposed lakebeds, dust storm frequency and severity have intensified, posing health risks and threatening regional agricultural productivity. This study’s analysis of dust events reveals a strong correlation between dust concentration and climatic factors, underscoring the broader environmental and health implications of the lake’s desiccation. Paper 5 projects future drought scenarios under different Shared Socioeconomic Pathways (SSP), integrating the climatic, hydrological, and ecological insights from previous studies to assess potential drought trends. Under high-emission scenarios (SSP5-8.5), the study predicts significantly worsened drought conditions, with increased frequency, intensity, and duration, stressing the need for urgent adaptation and mitigation efforts. The projections underscore the importance of addressing both current and future climatic stressors to protect the ULB’s environmental and socioeconomic stability. Together, these studies provide a comprehensive understanding of the complex drivers behind Lake Urmia’s desiccation. By integrating climatic, hydrological, ecological, and atmospheric perspectives, this dissertation emphasizes the urgent need for adaptive water resource management and climate resilience strategies. The findings contribute actionable insights into preserving and restoring Lake Urmia, offering a framework applicable to similar vulnerable ecosystems facing rapid climate change worldwide.Author (Maral Habibi)Enthält LiteraturangabenKumulative Dissertation aus fünf ArtikelnDissertation Universität Graz 2024Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet AT-OeNB pdage
Intentional Versioning. The description of changes to dynamic resources in the digital humanities with a focus on digital editions
Spricht man von dynamischen digitalen Ressourcen, so hat man es immer mit temporären Versionen dieser Ressourcen zu tun, die für einen bestimmten Zeitraum einen aktuellen (Publikations-)Zustand darstellen. Werden die Versionen und die Prozesse der Veränderung festgehalten, ermöglicht dies die Betrachtung und Analyse einer Versionsgeschichte der Ressource. Bei wissenschaftlichen Forschungsressourcen ermöglicht dies Rückschlüsse auf die wissenschaftliche Perspektive und die Einordnung des Forschungsgegenstandes. Die Tatsache, dass Versionierung und das methodische Beschreiben von Versionen primär aus der Praxis der Softwareentwicklung stammen und sich deshalb an deren Bedürfnissen orientieren, hat zu der Suche nach einem Beschreibungsmodell geführt, das die Interessen der geisteswissenschaftlichen Forschung berücksichtigt. Darin besteht der Kern der vorliegenden Dissertation.Die Relevanz des Themas wird sowohl für den Bereich der digitalen Geisteswissenschaften als auch für das Anwendungsgebiet der digitalen Editionen aufgezeigt. Durch die Betrachtung verschiedener Phasen im Forschungsprozess digitaler Editionen und eine empirische Analyse der Forschungspraxis wird nicht nur die Notwendigkeit eines systematischen Umgangs mit Versionen verdeutlicht, sondern es werden auch Anforderungen aus diesem Bereich an die Versionierung formuliert. Im Rahmen dieser Arbeit wird ein umfassender Überblick über bereits existierende Modelle zur Beschreibung der Provenienz, von Änderungen und von Revisionsklassifikationen gegeben, wobei die jeweiligen Spezifika und Defizite herausgearbeitet werden. Anhand dieser Untersuchung von praktizierten Formen der Dokumentation und Modellierung von Änderungen wird gezeigt, dass es bisher noch keine generische Lösung gibt, wie Versionen von Forschungsressourcen beschrieben werden können, um Änderungen sowohl im Detail als auch im Kontext der jeweiligen Forschung verständlich und nachvollziehbar zu machen. Aus diesem Defizit heraus wurde mit der Intentionalen Versionierung ein Beschreibungsmodell für die Versionierung von dynamischen Ressourcen in den digitalen Geisteswissenschaften entwickelt. Die Grundlage für das Modell bildet dabei die zentrale Annahme, dass Änderungen nur dann nachvollziehbar sind, wenn sie als zielgerichtete, regelbasierte und kontextualisierte Handlungen beschrieben werden. Mit dem Modell der Intentionalen Versionierung können nicht nur komplexe Forschungsprozesse verfolgt, sondern auch signifikante Versionen selektiert werden. Intentionale Versionierung schafft Vertrauen in den Bearbeitungsprozess, da die Handlungen, die zu Änderungen führen, validiert und legitimiert werden können. Die vorliegende Arbeit stellt das Beschreibungsmodell der Intentionalen Versionierung vor, veranschaulicht dessen Einsatz anhand von Beispielen aus dem Editionsbereich und schlägt eine Anwendung des Modells als Minimum Viable Product zur Verfolgung von Änderungen an digitalen Editionen vor.When discussing dynamic digital resources, we are always dealing with temporary versions that represent a current (publication) state of the resource for a certain period. The documenting of these versions and the processes of change, makes it possible to view and analyse a version history of the resource. In the case of scholarly research resources, this allows conclusions to be drawn about the research perspective and the contextualization of the research object. The fact that versioning and the methodical description of versions have primarily originated from the practice of software development and are therefore oriented towards its needs, has led to the search for a description model that considers the interests of humanities research. This is the core of this dissertation.The relevance of the topic is demonstrated both for the field of digital humanities and for the application area of digital editions. By examining different phases in the research process of digital editions and by empirically analysing research practice, not only is the need for a systematic approach to versions clarified, but also the requirements of the field for versioning are set out. In the course of this work, a comprehensive overview of existing models for describing provenance, changes and revision classifications is given, highlighting their respective specifics and limitations. This analysis of the different approaches to the documenting and modelling of changes shows that there is no generic solution yet for describing versions of research resources in a way that makes changes understandable and comprehensible, both in detail and in the context of the respective research. Intentional Versioning, a new method for describing versions of dynamic resources, has been developed in response to this deficit. It is based on the central assumption that changes are only comprehensible if they are described as purposeful, rule-based and contextualised actions. With the description model of Intentional Versioning, not only can complex research processes be tracked, but also can significant versions be selected. Intentional versioning adds trust and transparency to the editing process, as the actions that result to changes to a resource can be validated and legitimised. This dissertation presents the description model of Intentional Versioning, demonstrates the application of this new approach with examples from the field of scholarly editions and proposes an adoption of the model as an MVP for tracking changes to digital editions.Automatisch erstellte Titelanzeige – Daten nicht geprüftDissertation Universität Graz 202
The descent proceedings and their foundations in civil procedure and coristutional law - a comparison of the Austrian and German legal situation
Die Grundrechte waren und sind in beiden Rechtsordnungen von maßgeblicher Bedeutung für den Einzelnen, aber auch für das Zusammenleben in einer Familie. Auch die Verfahren zur Feststellung der Abstammung wurden unter der Bedachtnahme der unterschiedlichsten Grundrechten und Verfahrensgrundsätzen entworfen. Dies führt dazu, dass in beiden Rechts-ordnungen jeweils ein modernes und ein auf die persönliche Freiheit achtendes Verfahren existiert, in dem auch auf die besonderen und dem Alter entsprechenden Bedürfnisse von am Verfahren beteiligten Kindern Rücksicht genommen wird. Somit steht jeder Aspekt des Verfahrens in der Einflusssphäre der Grundrechte, sowohl die formellen Verfahrensbestimmungen als auch die materillen Abstammungsgesetze.In both legal systems, fundamental rights were and are of decisive importance for the individual, but also for living together in a family. The procedures for establishing parentage were also designed with a wide variety of fundamental rights and procedural principles in mind. As a result, both legal systems have a modern procedure that respects personal freedom and also takes into account the special and age-appropriate needs of children involved in the procedure. Thus, every aspect of the procedure is within the sphere of influence of fundamental rights, both the formal procedural provisions and the substantive parentage laws.vorgelegt von Viktor Tobias GugganigAbweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der VerfasserinDiplomarbeit Universität Graz 202
Experience of stress among professionals : a quantitative survey in residential child and youth welfare organisations
Fachkräfte der stationären Kinder- und Jugendhilfe sind in der Ausübung ihrer Profession mannigfaltigen Belastungsfaktoren ausgesetzt. Im Rahmen dieser Masterarbeit wurde die Zielgruppe anhand eines quantitativen Forschungsdesigns hinsichtlich ihres persönlichen Belastungserlebens befragt. An der Online-Befragung, welche sich an Fachkräfte steirischer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen richtete, nahmen insgesamt 142 Personen teil. Da jedoch nicht alle Teilnehmer:innen die geforderten Kriterien erfüllten, wurden die statistischen Berechnungen mit einer Anzahl von N=84 durchgeführt. Dabei wurde untersucht wie diverse Aspekte, wie beispielsweise die Arbeit im Team, Arbeitszufriedenheit, Arbeitszeiten, Führungsqualität der Leitungsebene oder Anzahl der Nachtdienste miteinander korrelieren. Weiters wurde deren Zusammenhang mit dem Belastungserleben analysiert. Trotz interpersonellen Unterschieden ist hinsichtlich der Ergebnisse eine Tendenz erkennbar. Die Ergebnisse zeigen, dass der Schlafmangel in den Nachdiensten oder Ausfälle im Team als belastend wahrgenommen werden. Auch die Vereinbarkeit des Berufs- und Privatlebens, der Personalmangel oder Grenzverletzungen seitens der zu betreuenden Kinder und Jugendlichen wurden von den Proband:innen vermehrt genannt. Die Hypothesenprüfung ergab, dass weder Faktoren wie die Berufserfahrung, das Beschäftigungsausmaß oder etwaige Zusatzausbildungen einen signifikanten Einfluss auf das Belastungserleben der Proband:innen haben. Im Weiteren begünstigt eine positive Einschätzung der Führungskompetenz zwar die Arbeitszufriedenheit, jedoch konnte kein Zusammenhang zwischen der Führungskompetenz und dem Belastungserleben festgestellt werden. Den Berechnungen zufolge steht die Anzahl der Nachtdienste weder mit der Arbeitsbelastung noch mit dem Erholungsfaktor in einem Zusammenhang. Zwischen den Ausfällen im Team und der Anzahl der Nachtdienste konnte hingegen eine Korrelation ermittelt werden. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Belastungsfaktoren aufzuzeigen und auf Basis der vorhandenen Literatur Möglichkeiten zur Minimierung des Belastungserlebens zu erbringen. Denn nur durch die Verringerung des Belastungserlebens und die Erhöhung der Arbeitszufriedenheit kann die psychische und physische Gesundheit der Fachkräfte langfristig gewahrt bleiben. Dies führt in weiterer Folge zu zufriedeneren und gesünderen Mitarbeiter:innen, qualitätvoller pädagogischer Arbeit und längeren Beschäftigungsverhältnissen in diesem Arbeitsbereich.Specialists in residential child and youth care are exposed to a variety of stress factors in the course of their work. As part of this master's thesis the target group was surveyed using a quantitative research design with regard to their personal experience of stress. A total of 142 people took part in the online survey, which was aimed at professionals working in Styrian child and youth welfare organisations. Due to the fact that not all participants were able to fulfil the required criteria, the statistical calculations were carried out with a number of N=84. This analysis examined how various aspects, such as working in a team, job satisfaction, working hours, the leadership quality of the management level and the number of night shifts, correlate with each other. Furthermore, their correlation with the experience of stress was analysed.Despite interpersonal differences, a certain trend can be recognised in the results. The results show that the lack of sleep during night shifts or absences in the team are perceived as stressful. The compatibility of work and private life, the lack of staff or boundary violations by the children and young people being cared for were also mentioned more frequently by the respondents. The results of the hypothesis test showed that neither factors such as professional experience, the level of employment or any additional education had a significant influence on the participants experience of stress. Although a positive assessment of leadership competence would increase job satisfaction, no correlation between leadership competence and the experience of stress can be determined. The calculations show that the number of night shifts has no correlation with either the workload or the recovery factor. However, a correlation could be recognised between the number of absences in the team and the number of night shifts.The aim of this study is to identify stress factors and, based on the existing literature, to provide options for minimising the experience of stress. Only by reducing the experience of stress and increasing job satisfaction can the mental and physical health of the professionals be maintained in the long term. This subsequently leads to more satisfied and healthier employees, high-quality pedagogical work and longer employment relationships in this field of work.Katja Krenn, BAMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassung in Deutsch und Englisc
The subsidiarity of the contract with protective purpose in favor of third parties
Das Institut des Vertrages mit Schutzwirkung zugunsten Dritter dient dazu, geschädigten Dritten, welche in keiner vertraglichen Beziehung zu ihrem Schädiger stehen und daher ihre Ansprüche nur nach deliktischen Grundsätzen geltend machen könnten, dennoch die Vorteile der Vertragshaftung zugutekommen zu lassen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Dritte in den Schutzbereich eines fremden Vertrages einbezogen wird und keine eigenen deckungsgleichen vertraglichen Ansprüche gegen eine der Vertragsparteien hat. Ist dies der Fall, kann sich der Dritte, kommt es zur Schädigung durch eine der Parteien, bei der Geltendmachung seines Anspruches grundsätzlich auch auf die Erfüllungsgehilfenhaftung gem § 1313a ABGB und die Beweislastumkehr gem § 1298 ABGB stützen. Steht ihm allerdings ein vertraglicher Anspruch aus einem eigenen Vertrag zu, so verdrängt dieser die Haftung aus Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter aufgrund ihrer Subsidiarität. Seit der erstmaligen Anwendung der These durch den OGH im Jahre 1978 hielt das Höchstgericht trotz zahlreicher Kritik konsequent an der Subsidiaritätsthese fest. In sich widersprüchliche und unklare Entscheidungen sowie unbillige und benachteiligende Ergebnisse sprechen jedoch gegen die Aufrechterhaltung. Im Sinne der Rechtsklarheit, Verfahrensökonomie und Billigkeit täte der OGH daher gut daran, seine Rechtsprechungslinie zu überdenken und die Subsidiaritätsthese aufzugeben.The contract with protective purpose in favor of third parties serves to ensure that injured third parties who have no contractual relationship with the tortfeasor and could therefore only assert their claims according to tortious principles, can still benefit from the advantages of contractual liability. The prerequisite, however, is that the third party is included in the scope of protection of a contract between third parties and does not have any identical contractual claims of their own against one of the contracting parties. If this is the case and if damage is caused by one of the contracting parties, the third party can generally rely on vicarious liability in accordance with § 1313a ABGB and the reversal of the burden of proof in accordance with § 1298 ABGB when asserting their claim. However, if the third party is entitled to a contractual claim on the basis of their own contract, this supersedes the liability under the contract with protective purpose in favor of third parties due to its subsidiarity. Since 1978, when the theory has first been applied, the Supreme Court has consistently stuck to this rule despite numerous criticisms. However, contradictory and unclear decisions as well as unfair and disadvantageous results speak against maintaining it. In the interest of legal clarity, procedural economy and equity, the Supreme Court would therefore do well to rethink its practice and abandon the subsidiarity thesis.eingereicht von Alexander LevovnikDiplomarbeit Universität Graz 202
Hair - a potential biomarker for the elemental status of calves
Ziel dieser Arbeit war es, herauszufinden, ob der Elementgehalt in Kälberhaaren repräsentativ für den gesamten Elementstatus ist und somit als Alternative zu invasiveren Blutproben oder Gewebebiopsien verwendet werden kann. Um diese Frage zu beantworten, wurden 624 Proben analysiert. Davon wurden jeweils 100 Leber-, Nieren-, Muskel-, Plasma- und Ohrhaarproben sowie 124 Schulterhaarproben aufgeschlossen oder verdünnt und mittels induktiv gekoppelter Plasmamassenspektrometrie auf 37 Elemente untersucht. Die Ergebnisse der Arbeit spiegeln den komplexen Organismus der Tiere wider, so dass nicht allgemein gesagt werden kann, ob Haare repräsentativ für den Elementestatus sind oder nicht. Es wurde jedoch festgestellt, dass es keine Korrelation zwischen den Haaren und den Organen oder dem Plasma gibt, da der Pearson-Korrelationskoeffizient < 0,3 ist. Es konnten auch einige Faktoren gefunden werden, die den Elementgehalt im Haar beeinflussen. Es wurde festgestellt, dass die Häufigkeit des Waschens einen Einfluss auf die Elemente Li, B, Na, Al, P, K, Ca, Fe, Mn, Ti, Co, Zn, V, Sr, Zr, Mo, Th, Pb, Ba und U hat, wobei in zweimal gewaschenen Haarproben ein geringerer Elementgehalt gemessen wurde, als in einmal gewaschenen Haarproben. Es wurde auch festgestellt, dass das Geschlecht einen Einfluss auf die Elementkonzentration in Gewebe-, Plasma- und Haarproben hat. Dabei wurden die größten Unterschiede für die Elemente Nickel in den Haaren (1.12 mg/kg für Weibchen und 0.64 mg/kg für Männchen), für das Element Bismuth in der Leber (0.019 mg/kg für Weibchen und 0.032 mg/kg für Männchen), für das Element Nickel in der Niere (0.10 mg/kg für Weibchen und 0.07 mg/kg für Männchen), für das Element Bor in den Muskeln (0.24 mg/kg für Weibchen und 0.61 mg/kg für Männchen) und für das Element Eisen im Blut Plasma (0.90 mg/kg für Weibchen und 0.64 mg/kg für Männchen) gefunden. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Entnahmestelle (Ohr versus Schulter) und die Haarfarbe eine bedeutende Rolle für den Elementstatus einiger Elemente spielen. So wiesen die Haarproben aus dem Ohr eine signifikant höhere Elementkonzentration mit höherer Pigmentierung für die Elemente Li, Pb, Cu, Mn, P, Mo, Se, Na, Sr, Mg, K, Ca, B und Ba auf (p-Wert <0,05). Die Haarproben von der Schulter zeigten für die Elemente Li, Ti, V, Fe, Co, Zr, Pb und U den umgekehrten Trend (weniger pigmentiertes Haar wies höhere Elementkonzentrationen auf als stärker pigmentiertes Haar). Insgesamt konnten im Rahmen dieser Arbeit Basisdaten für Kälber zwischen zwei und fünf Monaten generiert werden, die unter gleichen Umwelt- und Fütterungsbedingungen aufwuchsen. Aus den Arbeiten wurde auch ersichtlich, dass Haare als Material für Analysen an lebenden Kälbern geeignet sein könnten, wenn mehr Daten über die Elementgehalte in Haaren bei Zufütterung von verschiedenen Elementkonzentrationen vorliegen würden.The aim of this work was to find out whether elemental levels in calf hair are representative of their total elemental status and thus can be used as an alternative to more invasive blood samples or tissue biopsies. To answer this question, 624 samples were analyzed. Of these, 100 each of liver, kidney, muscle, plasma, and ear hair samples and 124 shoulder hair samples were digested or diluted and analyzed for 37 elements using inductively coupled plasma mass spectrometry. The results of the work reflect the complex organism of the animals, so it cannot be said in general whether hair is representative of elemental status or not. However, it was found that there is no correlation between the hair and the organs or plasma, as the Pearson's correlation coefficient is < 0.3. Also, some factors influencing the element content in hair could be found. Frequency of washing was found to have an effect on the elements Li, B, Na, Al, P, K, Ca, Fe, Mn, Ti, Co, Zn, V, Sr, Zr, Mo, Th, Pb, Ba, and U, with lower element content measured in hair samples washed twice. It was also found that sex had an influence on the element concentration in tissue, plasma and hair samples. The largest deviations were found for nickel in hair (1.12 mg/kg for females and 0.64 mg/kg for males), for bismuth in liver (0.019 mg/kg for females and 0.032 mg/kg for males), for nickel in kidney (0. 10 mg/kg for females and 0.07 mg/kg for males), for boron in muscles (0.24 mg/kg for females and 0.61 mg/kg for males) and for iron in blood plasma (0.90 mg/kg for females and 0.64 mg/kg for males). Furthermore, it was found that the site of collection (ear versus shoulder) and hair color played a significant role in the element status for some elements. For example, hair samples from the ear had a significantly higher element concentration with higher pigmentation for the elements Li, Pb, Cu, Mn, P, Mo, Se, Na, Sr, Mg, K, Ca, B and Ba (p-value < 0.05). The hair samples from the shoulder showed the opposite trend (lower pigmented hair had higher element concentrations, than more pigmented hair) for the elements Li, Ti, V, Fe, Co, Zr, Pb, and U. Overall, in the course of this work, basic data could be generated for calves between two and five months, which grew up under the same environmental and feeding conditions. It also became apparent from the work that hair could be suitable as material for analyses on live calves if more data were available on the element contents in hair at different addition stages of element concentrations.vorgelegt von Melissa RauterMasterarbeit Universität Graz 2024Zusammenfassungen in deutscher und englischer Sprach