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    The significance of response formats in the Math Kangaroo : task analysis and strategic implications

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    Problemlösen ist eine wichtige Kompetenz, die es im Mathematikunterricht zu vermitteln gilt. Um das Problemlösen zu lernen, ist der Einsatz von geeigneten Aufgaben zum Üben unterschiedlicher Strategien entscheidend. Denn je nach Aufgabenstellung und zu erreichendem Zielzustand gibt es Strategien, die für die Lösung der Aufgabe naheliegender sind als andere. Das Känguru der Mathematik ist ein bekannter jährlicher Mathematikwettbewerb, bei dem einige Aufgaben den Charakter von Problemaufgaben aufweisen. Die Aufgaben werden beim Wettbewerb im Multiple-Choice-Antwortformat gestellt. Zur Bearbeitung der Aufgaben eignen sich somit nicht nur allgemeine Problemlösestrategien, sondern auch solche, die spezifisch für das Multiple-Choice-Antwortformat sind.Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, herauszufinden, inwiefern Aufgaben des Kängurus der Mathematik im Hinblick auf ihr Multiple-Choice-Antwortformat in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden können und welche Auffälligkeiten aus einer solchen Aufgabenkategorisierung hervorgehen. Anhand einer Stichprobe werden die Strategien von Mathematiker:innen bei der Bearbeitung von Aufgaben des Känguru-Wettbewerbs im offenen und im Multiple-Choice-Antwortformat gegenübergestellt. Außerdem werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Strategien von Mathematiker:innen und denen von Nicht-Mathematiker:innen bei der Bearbeitung von Aufgaben des Kängurus der Mathematik im Multiple-Choice-Antwortformat untersucht. Die Datengrundlage der Arbeit bilden zum einen die Aufgabenhefte und Lösungshäufigkeiten des Känguru-Wettbewerbs in ausgewählten Alterskategorien und Jahrgängen, zum anderen eine mündliche Erhebung, die mit der Methode des „lauten Denkens“ durchgeführt wurde.Neben einem Kategoriensystem zur Einteilung von Aufgaben des Känguru-Wettbewerbs gehen als Ergebnisse der Arbeit insbesondere Reflexionsansätze für den Einsatz von Aufgaben im Mathematikunterricht und Fragestellungen für zukünftige Forschung hervor. Es konnten erste Zusammenhänge zwischen Antwortformat und Strategieeinsatz sowie mathematischem Vorwissen und Strategieeinsatz festgestellt werden, die als Ausgangspunkt für weitere Forschungsprojekte dienen können.Being able to successfully solve (mathematical) problems is an important aim of mathematics education. In order to learn problem solving, the use of suitable tasks to practise different strategies is crucial. Depending on the task and the target state to be achieved, there are strategies that are more suitable for solving the task than others.The Math Kangaroo is a well-known annual mathematics competition whose tasks are largely problem tasks. The competition uses multiple choice as answer format. Therefore, in addition to general problem-solving strategies, strategies that are specific to the multiple choice answer format can also be used for solving the tasks.The aim of this paper is to find out to what extent Math Kangaroo tasks can be divided into different categories with regard to their multiple choice answer format and which peculiarities emerge from a task categorization of this kind. Additionally, a qualitative study is described that aims to compare the strategies of mathematicians when working on Math Kangaroo tasks in open or multiple choice answer format. In addition, similarities and differences between the strategies of mathematicians and those of non-mathematicians when working on Math Kangaroo tasks in multiple choice answer format are examined. The data basis for the work is provided by the Math Kangaroo task booklets and solution frequencies in selected age categories and year groups on the one hand and an oral survey conducted using the “thinking aloud” method on the other.In addition to a category system for the classification of Math Kangaroo tasks, the results of the work include, in particular, reflection approaches for the use of tasks in mathematics lessons and research questions for further study. Initial correlations between answer format and strategy use as well as correlations between mathematical prior knowledge and strategy use were identified, which can serve as a starting point for further research projects.Elke Grinschgl, BEdEnthält Literaturverzeichnis auf Blättern V-VIMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen auf Deutsch und Englisc

    Psychological intimate partner violence on women in Kosovo : legal and institutional framework and barriers to reporting

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    Diese Masterarbeit untersucht psychische Gewalt in intimen Partnerschaften gegen Frauen im Kosovo mit einem Fokus auf den rechtlichen und institutionellen Rahmen sowie die Hürden, die Betroffene daran hindern, Vorfälle zu melden. Obwohl psychische Gewalt im kosovarischen Recht formal anerkannt ist, wird sie häufig gegenüber physischer Gewalt nachrangig behandelt und institutionell nur unzureichend berücksichtigt. Aufbauend auf der Analyse gesetzlicher Grundlagen, einschlägiger Literatur und unter Einbezug der Social Norm Theory identifiziert die Arbeit strukturelle Defizite, darunter unklare Rechtsbegriffe, inkonsequente Umsetzung sowie mangelnde institutionelle Koordination. Zudem werden soziale und psychologische Faktoren beleuchtet, die Frauen von einer Meldung abhalten, wie Stigmatisierung, Angst und Misstrauen gegenüber Behörden. Die Analyse zeigt, dass psychische Gewalt trotz politischer Bekenntnisse zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt weitgehend marginalisiert bleibt. Ein wirksamerer Umgang erfordert nicht nur rechtliche Reformen und institutionelle Schulungen, sondern auch einen kulturellen Wandel, der die Erfahrungen von Betroffenen anerkennt und ihren Zugang zu Schutzmaßnahmen stärkt.This thesis investigates psychological intimate partner violence (IPV) against women in Kosovo, focusing on the legal and institutional frameworks and the barriers that prevent survivors from reporting. While psychological violence is formally recognized in Kosovo’s legal system, it is often treated as secondary to physical abuse and rarely addressed effectively by institutions. Drawing on legal analysis, relevant literature, and social norm theory, this study identifies systemic shortcomings, including vague legal definitions, inconsistent enforcement, and limited institutional coordination. It also examines the social and psychological factors that discourage women from seeking help, such as stigma, fear, and mistrust in authorities. The analysis reveals that despite formal commitments to gender-based violence prevention, psychological IPV remains marginalized. Addressing this gap requires not only legal reform and institutional training but also broader cultural change to legitimize survivors’ experiences and ensure meaningful access to protection.vorgelegt von Jana PaulitschMasterarbeit Universität Graz 202

    Optimization of child-parent-teacher conversations (KEL) for constructive cooperation in middle school

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    In der vorliegenden Masterarbeit wird die Wahrnehmung und der Nutzen von Kinder-Eltern-Lehrer-Gesprächen (KEL-Gesprächen) unter Berücksichtigung der Perspektiven aller drei Per-sonengruppen untersucht. Der Fokus liegt dabei auf den Erwartungen, Herausforderungen und Optimierungsvorschlägen für dieses Format. Die theoretische Fundierung umfasst das Konzept der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, welches maßgeblich zu einem Bildungs-erfolg des Kindes beiträgt. KEL-Gespräche ermöglichen eine intensive Zusammenarbeit zwi-schen Elternhaus und Schule und stellen das Kind aktiv in den Mittelpunkt. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erziehungs- und Bildungspartnerschaft. Die empirische Erhebung basiert auf leitfadengestützten Interviews mit insgesamt zwölf Personen, jeweils vier pro Per-sonengruppe. Zur systematischen Auswertung der Daten wurde eine fokussierte Inhaltsanaly-se nach Kuckartz und Rädiker (2024) durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass KEL-Gespräche grundsätzlich aus allen drei Personengruppen positiv wahrgenommen werden, in der Vorbereitung und Durchführung jedoch Optimierungspotenzial besteht. Die Studie liefert praxisrelevante Hinweise für die Weiterentwicklung dieser Gesprächsform an Schulen.This master's thesis examines the perceived benefits and potential challenges of child-parent-teacher conversations (KEL), considering the perspectives of all three groups involved. The focus is on the expectations, challenges, and possible suggestions for optimizing the format. The theoretical foundation includes the concept of educational partnerships, which significantly contribute to a child's educational success. KEL conversations enable intensive cooperation be-tween home and school, actively focusing on the child. Therefore, they make an important con-tribution to the educational partnerships. The empirical survey is based on guided interviews with a total of twelve people, four per group of people. Focused content analysis according to Kuckartz and Rädiker (2024) was used to systematically evaluate the data. The results show that KEL conversations are generally perceived positively from all perspectives but reveal po-tential for optimization in preparation and implementation. The study provides practical tips for further developing this form of discussion in schools.vorgelegt von Elena Heinzelmann, BEdMasterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassungen in Deutsch und Englisc

    Racism, Balkanism and Nesting Orientalism along the Balkan Route - The situation for migrants and locals at the border to Una Sana canton since 2015

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    Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit rassistischer Gewalt an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien und Herzegowina mit Fokus auf die Region Una-Sana Kanton. Seit 2015 ist die Zahl der Menschen, überwiegend aus dem Nahem Osten und Nordafrika, die über Südosteuropa in Richtung Europäische Union fliehen, deutlich gestiegen. Nach der formellen Schließung der sogenannten Balkanroute sind viele Menschen auf der Flucht an den Grenzen innerhalb dieser Region gestrandet. Eine der Folgen dieser EU-Migrationspolitik ist die gewaltsame Zurückweisung von Migranten von einem Staat in einen Anderen. Die Situation an der Grenze wird durch drei miteinander verbundene Dimensionen analysiert: Rassismus, Balkanismus und Nesting-Orientalismus. Auf globaler Ebene spiegelt sie die Spaltung zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden wider; innerhalb Europas markiert es die Hierarchie zwischen der EU und Südosteuropa; und innerhalb der Region stellt es die Grenze zwischen dem EU-Mitgliedstaat Kroatien und dem Beitrittskandidat Bosnien und Herzegowina dar. Basierend auf Expert*innen-Interviews mit Aktivist*innen, Journalist*innen, Forscher*innen und humanitären Arbeiter*innen, die sich mit dieser Grenze befassen, untersucht diese Arbeit, wie diskriminierende Grenzpraktiken Zugehörigkeit und Ausgrenzung erzeugen und verstärken. Es wird analysiert, wie Migrant*innen aus dem globalen Süden als Bedrohung konstruiert, unsichtbar gemacht und routinemäßiger Gewalt und Rechtsverweigerung ausgesetzt werden. Durch die Anwendung einer intersektionalen Perspektive von Rassismus, Balkanismus und Nesting-Orientalismus analysiert die Arbeit die Folgen dieser Gewalt sowohl für Migrant*innen als auch für lokale Bewohner*innen nach 2015. Letztlich trägt sie zu einem tieferen Verständnis der diskriminierenden Dimensionen der EU-Migrationspolitik und der Reproduktion globaler Machtasymmetrien an einer EU-Außengrenze bei.This master’s thesis investigates racial violence at the border between Croatia and Bosnia and Herzegovina, focusing on the Una-Sana Canton region. Since 2015, the number of people fleeing through Southeast Europe toward the European Union has increased significantly. Following the formal closure of the so-called Balkan Route, many people on the move have become stranded at borders within this region. One of the consequences of these EU migration policies has been violent pushbacks of migrants from one state to another. The situation at the border of interest is analyzed through three interconnected dimensions: Racism, Balkanism, and Nesting Orientalism. On a global level, it reflects the division between the Global North and the Global South; within Europe, it marks the hierarchy between the EU and Southeast Europe; and within the region, it represents the border between EU member state Croatia and EU candidate country Bosnia and Herzegovina. Drawing on semi-structured expert interviews with activists, journalists, researchers, and humanitarian workers dealing with this border, the research explores how racialized border practices produce and reinforce hierarchies of belonging and exclusion. It traces how migrants from the Global South are constructed as threats, rendered invisible, and subjected to routinized violence and denial of rights. By applying an integrated lens of Racism, Balkanism, and Nesting Orientalism, the thesis analyzes the consequences of this violence for both migrants and local communities after 2015. Ultimately, it contributes to a deeper understanding of the racialized dimensions of EU migration policies and the reproduction of global power asymmetries at an external EU border.vorgelegt von Vanja Tadic´Masterarbeit Universität Graz 2025Zusammenfassung auf Englisc

    The limitation of political content on lnstagram by Meta Platforms, lnc. : a constitutional analysis of the regulation of information intermediaries

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    2024 hat Meta Platforms, Inc., Betreiberin der Social Media Plattform Instagram, für diese angekündigt, politische Inhalte in ihrer algorithmischen Ausspielung einzuschränken. Die vorliegende Arbeit untersucht diese Maßnahme im Kontext einschlägiger verfassungsrechtlicher Bestimmungen, insbesondere des Grundrechts der Kommunikationsfreiheit sowie des Rechts auf freie Wahlen. Die zentrale Frage, die dabei beantwortet werden soll, ist, inwieweit ein diesbezüglicher Regelungsbedarf des Gesetzgebers in Form einer staatlichen Gewährleistungspflicht besteht und wie sich eine einschlägige verfassungskonforme Regulierung unter Berücksichtigung der Grundrechtspositionen Metas gestalten könnte. Dabei wird die Sach- und Rechtslage unter Einbeziehung der höchstgerichtlichen Rechtsprechung und Literatur zu den davon betroffenen Grundrechten analysiert. Subsidiär werden einschlägige medien- und politikwissenschaftliche Konzepte herangezogen. Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass aufgrund des grundrechtlichen Beeinträchtigungspotentials der Maßnahme sowohl in Bezug auf die Kommunikationsfreiheit als auch in Bezug auf das Recht auf freie Wahlen eine staatlichen Gewährleistungspflicht besteht. Um zu erörtern, wie sich eine solche gestalten kann, werden im Anschluss verschiedene Regulierungsansätze zur Gewährleistung der Kommunikationsfreiheit bzw insbesondere der Meinungsfreiheit im konkreten Fall auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüft. Dabei wird Alexys Theorie der Abwägung nutzbar gemacht, um angesichts der hohen Fluktuation der für die Beurteilung relevanten Sachlage möglichst allgemeingültige Aussagen zur Verfassungsmäßigkeit potentieller Maßnahmen treffen zu können. Der Fall der Einschränkung politischer Inhalte auf Instagram verdeutlicht exemplarisch die Herausforderungen, die im Sinne eines „digitalen Konstitutionalismus“ mit der zunehmenden Ausübung quasi-staatlicher Funktionen durch private Plattformanbieter:innen und deren Regulierung als Informationsintermediäre einhergehen. Die Untersuchung legt nahe, dass ein dynamischer, verfahrensrechtlicher Ansatz erforderlich ist, der über traditionelle Formen staatlicher Regulierung hinausgeht und ua auf verstärkte Transparenzmechanismen und nutzer:innenzentrierte Wahlfreiheiten setzt. Die Normierung eines mit dem Rundfunk vergleichbaren Objektivitätsgebots oÄ ist demgegenüber aufgrund der Eigenart der Plattformdynamik nicht verfassungsrechtlich gerechtfertigt.In 2024, Meta Platforms, Inc., operator of the social media platform Instagram, announced that it would limit its algorithm from “proactively” displaying political content. This paper analyses this measure in the context of relevant constitutional provisions, in particular the fundamental right to freedom of communication and the right to free elections. In this sense, it aims to answer the question of the extent to which there is a positive obligation of the state to impose regulations concerning the limitation of political content, ensuring that users can exercise their rights while equally taking into account Meta’s fundamental rights. The status quo and legal situation are analysed based on the relevant case law and literature on the fundamental rights affected. Relevant concepts of media and political science serve as additional input. The results of this analysis show that due to the potential for interference with fundamental rights, there is a positive state obligation to guarantee both the freedom of communication and the right to free elections in light of the present content limitation. Subsequently, different regulatory scenarios to comply with this positive obligation regarding the freedom of communication, in particular freedom of speech, are put to a proportionality test. In light of the ever-changing circumstances relevant for the assessment of Meta’s content guidelines, this examination utilises Alexy's theory of structured balancing with the purpose of drawing general conclusions on the constitutionality of potential regulatory measures. The issue of the limitation of political content on Instagram exemplifies the challenges associated with the increasing exercise of quasi-governmental functions by private platform providers as information intermediaries and their regulation in the context of ‘digital constitutionalism’. In this sense, the findings of this paper suggest that a dynamic, primarily procedural approach that goes beyond traditional forms of state regulation is required, relying e.g. on increased transparency mechanisms and user-centered freedom of choice. In contrast, a a duty of impartiality/objectivity comparable to broadcasting would not be constitutionally justified due to the nature of platform dynamics.vorgelegt von Anna Paulina BeerEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 106-126Diplomarbeit Universität Graz 202

    The role of the adult representative in income and asset management

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    Personen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer vergleichbaren Beeinträchtigung in ihrer Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt sind, können in bestimmten Lebensbereichen Unterstützung durch einen Erwachsenenvertreter in Anspruch nehmen. Neben der Vertretung in personenrechtlichen Angelegenheiten zählt insbesondere die Einkommens- und Vermögensverwaltung zu den zentralen Aufgaben eines Erwachsenenvertreters. Ist der Erwachsenenvertreter mit der Einkommens- und Vermögensverwaltung einer Person betraut, ist er an wesentliche Grundprinzipien gebunden. Dazu gehört insbesondere die Pflicht, die Bedürfnisse und Wünsche der vertretenen Person zu ermitteln und, soweit als möglich, zu berücksichtigen. Ebenso ist der Vertreter verpflichtet, die betroffene Person über sämtliche vermögensbezogenen Entscheidungen zu informieren. Das Handeln des Vertreters hat sich stets am Wohl und an den aktuellen Lebensumständen der betroffenen Person zu orientieren. Die rechtlichen Grundlagen für die Einkommens- und Vermögensverwaltung finden sich vor allem in den §§ 258 und 259 ABGB, wobei Letzterer auf verfahrensrechtliche Bestimmungen des AußStrG verweist. Der Erwachsenenverteter hat unter anderem sicherzustellen, dass der vertretenen Person ausreichende Mittel für Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens zur Verfügung stehen und deren angemessene Lebensbedürfnisse gedeckt sind. In Bezug auf die Veranlagung von Vermögen hat sich der Erwachsenenvertreter von den Bestimmungen zur Anlegung von Mündelgeld leiten zu lassen, wobei festgestellt werden kann, dass die Bestimmungen aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemäß sind und angesichts steigender Inflation und wirtschaftlichen Krisen oftmals überhaupt nicht geeignet sind das Vermögen des Vertretenen zu erhalten oder gar zu vermehren. Um die Ziele des Erwachsenenschutzrechts zu realisieren und den Schutz der vertretenen Person vor möglichem Missbrauch von Befugnissen durch den Vertreter zu gewährleisten, gibt es gerichtliche Kontrollmaßnahmen wie etwa die Berichts- und Rechnungslegungspflicht des Erwachsenenvertreters. Kommt es zu einer Pflichtverletzung des Erwachsenenvertreters, der zu einem Vermögensschaden in der Sphäre des Vertretenen führt, so kann der Erwachsenenvertreter sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Diese Arbeit hat vor allem das Ziel, die gesetzlichen Rahmenbedingungen systematisch darzustellen, praxisnahe Leitlinien zu erarbeiten und die Rolle des Erwachsenenvertreters in Bezug auf die Einkommens- und Vermögensverwaltung zu beleuchten. Gleichzeitig soll der Bedarf an einer eigenständigen, klaren und zeitgemäßen gesetzlichen Regelung aufgezeigt werden, die den besonderen Bedürfnissen schutzbedürftiger Erwachsener besser gerecht wird.Persons who are no longer able to act independently in legal matters and to make decisions in their best interests due to a mental illness or a comparable impairment can receive support in certain areas of life from an adult representative. In addition to representation in matters of personal law, the management of income and assets is one of the core responsibilities of an adult representative. If an adult representative is entrusted with the income and asset management of a person, they are bound by fundamental principles. These include, in particular, the obligation to identify the needs and wishes of the represented person and to take them into account as far as possible. The representative is also required to inform the represented person about all decisions affecting their assets. The representative's actions must always be guided by the well-being and current living conditions of the person concerned.The legal foundations for income and asset management are primarily found in §§ 258 and 259 ABGB, with the latter referring to procedural provisions of the AußStrG. Among other duties, the representative must ensure that the represented person has sufficient funds available for everyday transactions and that their reasonable living needs are met. With regard to asset investment, the adult representative must follow the provisions governing the investment of ward’s funds (Mündelgeld), although it can be noted that these regulations are no longer up to date and, in light of rising inflation and economic crises, are often unsuitable for preserving or increasing the represented person’s assets. To achieve the aims of adult protection law and to safeguard the represented person from potential abuse of authority by the representative, judicial control mechanisms exist, such as reporting and accounting obligations. If the adult representative breaches their duties and causes financial harm to the represented person, they may be held liable under both civil and criminal law. This paper aims to systematically present the legal framework, develop practical guidelines, and examine the role of the adult representative in income and asset management. At the same time, it seeks to highlight the need for a separate, clearly defined, and modern legal regulation that better meets the specific needs of vulnerable adults.vorgelegt von Anna Theresa BischofDiplomarbeit Universität Graz 202

    Allocative efficiency in continuous double auction markets

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    Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen einer asymmetrischen Verteilung der Renten zwischen Käufer:innen und Verkäufer:innen auf die Allokationseffizienz und Fehlbepreisung in Continuous-Double-Auction (CDA) Märkten. Konkret analysieren wir die Allokationseffizienz auf Marktebene, die Gewinnverteilung unter den Händler:innen, sowie relative und absolute Fehlbepreisung. Wir führen sechs aufeinanderfolgende Märkte im Labor mit jeweils vier Käufer:innen und vier Verkäufer:innen in acht festen Gruppen durch, wodurch wir 48 quasi-unabhängige Marktbeobachtungen sammeln. Es kommen innerhalb jedes Marktes drei verschiedene Renten-Variationen zur Anwendung. In der ersten Variation sind Käufer:innen- und Verkäufer:innenrenten im Erwartungswert gleich groß. In den beiden anderen Varianten ist entweder die Rente der Käufer:innen oder der Verkäufer:innen typischerweise deutlich größer. Zudem werden in jeder Periode die Angebots- und Nachfragekurven sowie der Gleichgewichtspreis verändert, während das Gleichgewichts-Handelsvolumen konstant bleibt. Die Reihenfolge der Renten-Variation ist zufällig. Wir führen Analysen sowohl im Querschnitt als auch in der Zeitreihe durch. Die Allokationseffizienz sowie deren Entwicklung über die Zeit wird durch die Aufteilung der Renten nicht beeinträchtigt. Im Gegensatz dazu stellen wir fest, dass das Maß für die Gewinnverteilung sowie die Unterbewertung und die absolute Fehlbepreisung abnehmen, wenn die Renten der Käufer:innen steigen. Die Aufteilung der Renten hat wiederum keinen Einfluss auf die Entwicklung der Fehlbepreisung im Zeitablauf. Darüber hinaus erzielen Käufer:innen in unseren Märkten durchgehend höhere Gewinne als Verkäufer:innen. Handelsvolumen und Fehlbepreisung erklären Allokationseffizienz. Wir schließen aus unseren Ergebnissen, dass CDA-Märkte auch bei asymmetrischer Verteilung von Renten und deren Auswirkungen auf die Fehlbepreisung ein hohes Maß an Allokationseffizienz erreichen.This thesis investigates the effects of rent asymmetries on allocative efficiency and mispricing in continuous double auction markets. Specifically, we examine market-level allocative efficiency, the dispersion of profits among traders, and relative and absolute mispricing. We run six consecutive laboratory asset markets, each with four buyers and four sellers across eight matching groups, yielding a total of 48 quasi-independent market observations. We apply three within-participant rent asymmetry treatments. In one treatment, buyer and seller rents are approximately equal. In the second, buyer rents typically exceed seller rents, and in the third, seller rents generally exceed buyer rents. We shift the supply and demand schedules, as well as the equilibrium price, each period, and randomize the order of treatments. We hold the equilibrium trading volume constant to enhance comparability. We conduct both cross-sectional and time-series analyses. Rent asymmetries do not affect allocative efficiency or the speed at which it is attained. In contrast, we find that rent asymmetries significantly affect the dispersion of profits among traders, with a greater share of rents allocated to buyers associated with lower profit dispersion. We find that assets become less underpriced and absolute mispricing decreases as buyers’ rents increase. Again, we find no evidence that rent asymmetries affect the rate of change in mispricing over time. Additionally, buyers consistently outperform sellers in our markets. We identify trading volume and mispricing as predictors of allocative efficiency. We conclude that the continuous double auction achieves a high degree of efficiency even in the presence of rent asymmetries and despite their effects on mispricing.Isabel Sophie Walcher, BScEnthält Literaturverzeichnis auf Seite 44-48Masterarbeit Universität Graz 202

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