EDeR. Educational Design Research
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Literary Learning with Digital Media in Inclusive Settings : Insights and Results from the DBR-Project \u27DigiLi\u27 Focussing on Students\u27 Cooperation
Anschließend an bereits bestehende Forschungsergebnisse (vgl. Dannecker 2020, 82f.; Ziemen 2018, S.42ff.) verfolgt das vom BMBF geförderte DigiLi-Projekt die Fragestellung, inwiefern ein mediengestütztes Lernangebot dazu beitragen kann, das Bildungsanliegen der kulturellen Teilhabe aller zu realisieren (vgl. Kerres 2013, 74). Ausgehend von Feusers Kerngedanken, dass „ein Entwicklung induzierendes Lernen durch Kooperation am Gemeinsamen Gegenstand“ (Feuser 2013, 286) den Anspruch der Teilhabe aller zu erreichen vermag, wurde im Verlauf des DigiLi-Projekts im Doppeljahrgang 7/8 der Inklusiven Universitätsschule Köln ein Lernarrangement erprobt, das sich auf die Auseinandersetzung mit einem literarischen Text bezieht. Dabei rückt das gemeinsame Lernen aller, die Kommunikation, die aktive Zusammenarbeit und das kooperative Miteinander in den Fokus der Datenerhebung (vgl. Reis u.a. 2011, Traub 2019, 138; Dannecker 2020, 82 f.), bevor das digitale Lernarrangement in Form einer Web-App unter Feldbedingungen erprobt wird. Der Beitrag fokussiert die Erprobung der Kooperation der Schüler*innen untereinander in Bezug auf die Auseinandersetzung mit literarischen Texten in Form iterativer Erhebungszyklen und stellt die Ergebnisse der Datenauswertung zur Diskussion.Following on from existing research results (cf. Dannecker, 2020, p. 82f.; Ziemen, 2018, p. 42ff.), the BMBF-funded DigiLi project pursues the question of to what extent a media-supported learning offering can contribute to realizing an educational goal of cultural participation for all (cf. Kerres, 2013, p. 74). Based on Feuser\u27s core idea that "development-inducing learning through cooperation on the Common Subject Matter” (Feuser, 2013, p. 286, transl. DigiLi) can achieve the goal of participation for all, the DigiLi project investigates a learning arrangement in a composite grade seven/eight at the Inclusive University School of Cologne (IUS) which relates to the discussion of a literary text. Here the data collection focusses on collaborative learning, communication, active collaboration, and cooperative togetherness (cf. Reis et al., 2011; Traub, 2019, p. 138; Dannecker, 2020, p. 82f.), before the digital learning arrangement is examined in form of a web app under field conditions. This paper focuses on investigating the cooperation between students in relation to their engagement with literary texts in the form of iterative data collection cycles and presents the results of the data analysis for discussion
Design-Based Research und Inklusion: Das DiaMantEn-Modell zur fachdidaktischen Entwicklungsforschung inklusiver Unterrichtsarrangements im Deutschunterricht
In der Fachdidaktischen Entwicklungsforschung ist man auf spezifische Unterrichtsgegenstände, Bildungsprobleme und ihre lokale Lösbarkeit ausgerichtet, um ein Unterrichtsdesign zu entwickeln. Die Spezifizierung des Lerngegenstandes stellt in fachdidaktischen Modellen wie dem FUNKEN-Modell oft eine Hauptaufgabe dar. Der Beitrag stellt ein DBR-Modell für den inklusiven Fachunterricht vor. Es ist in einem abgeschlossenen Projekt der inklusiven Literatur- und Mediendidaktik entwickelt und erprobt worden und hat das Ziel Möglichkeitsräume, Lehr-Lern-Arrangements für den inklusiven Literaturunterricht, konstruierbar und für Entwicklungsforschungsprojekte erprobbar zu machen. Dabei geht das Modell u.a. vom Dortmunder FUNKEN-Modell aus und entwickelt dieses für die inklusive Literaturdidaktik weiter. Das vorgestellte Modell zur (Fach-)Didaktischen Möglichkeitsraumentwicklung – anwendungsbezogen und theoriegeleitet für Entwicklungsforschungsprojekte (DiaMantEn-Modell) bezieht dafür interdisziplinäre bzw. sonderpädagogische Sichtweisen für die Konstruktion von inklusiven Lehr-Lernarrangements ein, hebt gleichzeitig theoretische Bezugspunkte hervor, die in die Praxis überführt werden sollen, und legt besonderen Wert auf die Reflexion von Differenzlinienkonstruktionen für den inklusiven Literaturunterricht.In der fachdidaktischen Entwicklungsforschung ist man auf konkrete Unterrichtsgegenstände und die lokale Lösbarkeit von Bildungsproblemen ausgerichtet, um ein Unterrichtsdesign zu entwickeln. In der inklusiven Deutschdidaktik ist eine Reflexion entlang der Pole Vielfalt, Gemeinsamkeit und Differenzierung besonders bedeutsam. Der Beitrag stellt ein DBR-Modell für den inklusiven Literaturunterricht vor, das darauf abzielt, Lehr-Lern-Arrangements für den inklusiven Deutschunterricht konstruierbar und für Entwicklungsforschungsprojekte erprobbar zu machen. Es ist in einem bereits abgeschlossenen Dissertationsprojekt entstanden und erprobt worden. Das vorgestellte Modell zur (Fach-)Didaktischen Möglichkeitsraumentwicklung – anwendungsbezogen und theoriegeleitet für Entwicklungsforschungsprojekte (DiaMantEn-Modell) geht u.a. vom Dortmunder FUNKEN-Modell aus und entwickelt dieses für inklusive Bedarfe weiter. Es bezieht zu diesem Zweck sonderpädagogische Sichtweisen in die Konstruktion von inklusiven Lehr-Lern-Arrangements ein, hebt gleichzeitig selbstgewählte theoretische Bezugspunkte, die in die Praxis überführt werden sollen, hervor, legt besonderen Wert auf die Reflexion von Differenzlinienkonstruktionen und definiert den Begriff des Lehr-Lern-Arrangements als Möglichkeitsraum am Beispiel der inklusiven Literaturdidaktik des Deutschunterrichts
Überarbeitungsphasen als Kristallisationspunkt eines Design-Research-Projekts: Ein Praxisbeispiel
Dieser Beitrag hat zum Ziel, das Zusammenspiel zwischen der Spezifizierung des Lerngegenstands, dem Designprozess und der Theorieentwicklung zu systematisieren. Dieses Zusammenspiel kristallisiert sich in Überarbeitungsphasen heraus, die auf die Phasen der Datenerhebung und -auswertung in Designforschungszyklen folgen. Erst die Daten eines Experiments geben Aufschluss darüber, inwieweit ursprüngliche Annahmen bestätigt oder widerlegt werden, ob der Lerngegenstand weiter spezifiziert werden muss, inwieweit die (lokalen) Theorien weiterentwickelt werden müssen und welchen Einfluss die Spezifizierung des Lerngegenstands und die Theorieentwicklung auf die Neugestaltung haben sollten. Um die Überarbeitungsphasen theoretisch einordnen zu können, wird der Forschungsprozess einer Design-Research-Studie analysiert und die verschiedenen Zusammenhänge systematisch aufgezeigt. Exemplarische Auszüge aus einem konkreten Design-Research-Projekt, dem Pragma-Projekt, sollen die theoretischen Zusammenhänge praktisch veranschaulichen
Knowledge by Design in Education: Epistemological questions revisited
The editorial introduces the special issue Knowledge by Design in Education: Key challenges and experiences from research practice, posing key questions, offering an insight into ongoing discussions, and presenting an overview of the included articles
Design-Based Research (DBR) als Research Through Design (RTD): Qualitätsstandards für RTD in der Hochschuldidaktik
Der Fokus des Beitrags liegt auf der Deutung von Design-Based Research (DBR) als eigenes Forschungsparadigma. Ich möchte zeigen, inwiefern DBR als Research Through Design (RTD) paradigmatischen Charakter hat und sich in dieser Form besonders für hochschuldidaktische Forschung eignet. Darauf aufbauend werde ich Qualitätsstandards vorschlagen, die spezifisch für DBR als RTD sind[1]. In meinem Vorgehen hin zu diesem Ziel spielt die designwissenschaftliche Forschung und deren Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Forschens einschließlich Fragen der Qualität eine zentrale Rolle. Auch in den Designwissenschaften existieren verschiedene Vorstellungen davon, welche Rolle Design in der Forschung spielen kann; RTD ist hier ebenfalls nur eine davon. In Verbindung mit der Auffassung, dass das Lehren (an Hochschulen) als Design bzw. Entwurfshandeln verstanden werden kann, hat die designwissenschaftliche Debatte um RTD, so die diesem Text zugrundeliegende These, nicht nur analoge, sondern auch direkte Relevanz für DBR in der Hochschuldidaktik. Mit dem resultierenden Vorschlag spezifizierter Qualitätsstandards für DBR als RTD in der Hochschuldidaktik möchte ich dazu beitragen, DBR in der Hochschulbildungsforschung zu etablieren, Forschenden in diesem Bereich eine Orientierung zu geben und DBR für den Kontext Hochschullehre besser lehrbar zu machen.Der Beitrag setzt sich mit Design-Based Research (DBR) als Research Through Design (RTD) auseinander. Unter Rückgriff auf designwissenschaftliche Literatur wird herausgearbeitet, inwiefern dies eine spezielle Deutung von DBR ist, die sich nicht ausschließlich, aber besonders für hochschuldidaktische Forschung eignet. Vorgeschlagen wird, DBR als RDT nicht als Variante der empirischen Bildungsforschung zu verstehen, sondern einen eigenen paradigmatischen Status zu geben. Folgt man diesem Vorschlag, ist es sinnvoll, eigene Qualitätsstandards für RTD zu bestimmen, was der Text für den Kontext der Hochschuldidaktik versucht. Der Beitrag führt die Arbeiten aus dem Special Issue von EDeR „Standards für DBR!? Eine Diskussion“ fort und postuliert fünf konsensfähige Kriterien für Wissenschaftlichkeit, die auf drei Dimensionen von RTD angewandt werden: die praktisch-verändernde, die empirisch-untersuchende und die theoretisch-ordnende Dimension.
Design-Based Research (DBR) as Research Through Design (RTD) is the subject of this article. With reference to the literature on design research, it is argued that this is a special interpretation of DBR. It is not exclusively, but particularly, appropriate for research in higher education. It is suggested that DBR as RDT should not be understood as a variant of empirical educational research but should be recognized as a paradigm in its own right. Following this suggestion, it makes sense to establish separate quality standards for DBR. The text attempts to do this for the context of higher education. The article continues the work of the special issue of EDeR "Standards for DBR! A Discussion" and postulates five consensual criteria for research, applied to three dimensions of RTD: the practical-changing, the empirical-examining, and the theoretical-ordering dimension
Play Types, Design Principles and Participation in Play: How Is it Possible to Design for Participation in Play?
Many school-age children have difficulties participating in play and need support to find playmates, take the initiative and structure play. If children do not master these competencies, they risk ending up in a spiral in which they are not given the opportunity to practice playing and develop play competencies. The purpose of the present study is to investigate how design principles in three different play types can be formulated in order to support pedagogues (educators) in developing new play activities with significant potential for participation. In addition, how these design principles cover more general and generic principles are scrutinized.
This paper is based on a three-year design-based research study in two Danish schools investigating three play types: creative play, role play and movement play. It also presents four design principles on each play type which were found to support the development of new play activities with inclusive potential. As a theoretical contribution, the design principles of each play type are meta-analysed with the goal of helping pedagogues generate play activities with different participation possibilities. The generic design principles are the essence of play, play practices, play materials and play opportunities for participation
Gestaltungsorientierte Forschung zwischen Technikwissenschaft und künstlerischer Forschung
Dieser Beitrag verortet DBR als methodologisches Rahmenwerk zwischen den Polen von Technikwissenschaft und künstlerischer Forschung. Der eine Pol hilft dabei, sich einem wissenschaftstheoretisch wohlbegründeten Gestaltungsverständnis zu nähern, der andere Pol, um im Ästhetischen das Kreative, Individuelle und Unwägbare zu fassen, was jedem Akt der Gestaltung von Bildung durch Intervention innewohnt. Beide Pole sind Übertreibungen. Weder ist eine Technisierung des Gestaltungsbegriffs noch eine „Verkünstlerung“ des Forschungsverständnisses beabsichtigt. Der Reiz in der Auseinandersetzung mit diesen Extremen liegt darin, eine Diskussion darüber anzustoßen, wo genau sich DBR methodologisch verorten lässt. Und der Wert dieser Auseinandersetzung besteht darin, dass sich methodologische Rahmenwerke zu DBR im Bezug auf diese Pole reflektieren lassen
Was macht Design-Based Research zu Forschung? Die Debatte um Standards und die vernachlässigte Rolle des Designs: Die Debatte um Standards und die vernachlässigte Rolle des Designs
Vorläufiges Abstract:
Zunächst werde ich die zentralen Begriffe beziehungsweise Konzepte klären, die das Thema des Textes ausmachen: Ich stelle in aller Kürze die wichtigsten Charakteristika von DBR vor (Abschnitt 2.1) und beleuchte knapp Herkunft und Bedeutung des Begriffs Standard in der Wissenschaft (Abschnitt 2.2). Daran anschließend werden typische wissenschaftliche Standards erörtert, die ihre Wurzeln im Ideal naturwissenschaftlichen Forschens haben, oft aber disziplinübergreifend eingefordert werden (Abschnitt 3.1). Das führt nicht selten dazu, dass der Diskurs um Standards implizit oder explizit einen Streit um (Definitions-)Macht beinhaltet; exemplarisch lässt sich das an der Qualitativen Sozialforschung zeigen (Abschnitt 3.2). Ein Ausweg aus der typischen Streitspirale könnte die Unterscheidung von zwei Ebenen für die Bestimmung von Standards sein: eine Ebene, auf der man die Wissenschaftlichkeit eines Forschungsansatzes generell feststellt (Abschnitt 4.1), und eine Ebene, auf der man sicherstellt, dass ein Forschungsansatz seiner Spezifität, im Falle von DBR dem Design, gerecht wird (Abschnitt 4.2). Auf beiden Ebenen werde ich einige Vorschläge für DBR zur Diskussion stellen. Dabei bleiben allerdings Spannungsmomenten nicht aus: einerseits zwischen Research und Design, den beiden Begriffen, die DBR konstituieren und die sich in den beiden Ebenen spiegeln (Abschnitt 5.1), andererseits zwischen einzelnen Standards unabhängig von ihrer Ebenen-Zugehörigkeit (Abschnitt 5.2). Ein kurzer Ausblick schließt den Beitrag ab (Abschnitt 6).Design-Based Research (DBR) finden in den Bildungswissenschaften zunehmend Anwendung. Die Frage, welche wissenschaftlichen Standards für DBR geeignet sind, wird vor diesem Hintergrund drängender. Der Beitrag stellt auf den beiden Ebenen Wissenschaftlichkeit und Designangemessenheit Standards zur Diskussion, die den Besonderheiten von DBR gerecht werden wollen. Standards werden hier als Orientierung und Basis für konkrete Regel oder Kriterien verstanden, die unter anderem dazu beitragen, DBR lehrbar und lernbar zu machen. Eine besondere Bedeutung kommt den Spannungsmomenten zwischen verschiedenen Ansprüchen an DBR zu, die allerdings als konstituierend für diesen methodologischen Rahmen verstanden werden. Meta-Standards sind eines der Desiderate des Textes, der eine kritisch-konstruktive Diskussion um Standards für DBR anstoßen möchte
Conducting online design-based research: START e-business training as an educational intervention
Design researchers undertake continual refinement, based on findings from analysed data, to make iterative changes to educational research that is particularly concerned with improving the effectiveness of the educational design. This includes generating a range of artefacts that bridge educational theories with practice, resulting in new knowledge that is useful for teaching and learning in complex settings. This research focuses on teaching business skills and computer skills through transformational, reflective, and experiential learning interactions and practices. It is argued that constructivism theory provides a suitable approach for educating adult Arabic-speaking migrants to build on their skills, so they can make sense of their experiences, and continue their professional education. While we teach the Arabic-speaking migrants both business and computer skills directly, we can indirectly enhance English skills, if we focus on different aspects of English as suggested by English for specific purpose theory. This intervention constitutes a new approach to educational design. In developing the intervention, we applied the ADDIE model for instructional design. The learning management system that hosts the educational design is Chamilo. The research design uses quantitative and qualitative data collected through Chamilo including an online survey, data logs, and practical tests and quizzes. As well as data collection methods embedded in Chamilo, participant observations during Skype support sessions provide another data source for evaluating trainees’ learning and design effectiveness. This paper coalesces some considerations and limitations of online design-based research, while it also draws some reflections and action plans to overcome potential challenges in data collection as part of DBR iterative refining processes
Design principles for developing online ethics resources - the outcome of holistic DBR process
In various fields people need to make morally good decisions. At the same time, it is not very common in education to help people develop their ethics competencies of various fields. The current article gives an overview and outlines the outcomes of a holistic DBR process focusing on facilitation of the learning process to develop ethics competencies. Over the past 4 years an online research ethics resource has been under development by utilising DBR. The ultimate goal of DBR is to provide research-based design principles that would also be transferable into other contexts. While there is knowledge about effective strategies in ethics education and a variety of online resources have been developed, there are no design principles available that would enable creating ethics resources for different fields. The outcome of the current research is a set of design principles to help designing of ethics resources for various fields. Their transferability was tested and recommendations are provided for implementation