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QuantiSlav - Quantitative Methoden in der Slavistik
Das Projekt "QuantiSlav - Quantitative Methoden in der Slavistik - eine Kooperation zwischen der Abteilung "Digital Humanities" der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BadW) und dem Slavischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - adressierte eines der grundlegenden und seit dem 19. Jahrhundert wiederholt diskutierten Desiderate der slavistischen historischen Sprachwissenschaft: die Datierung und Lokalisierung der ältesten überlieferten slavischen Schriftzeugnisse. Die Zuordnung eines Textes zu einer bestimmten Entstehungszeit, Region oder Schreiberschule ist methodisch hochgradig komplex, weil die Texte fast ausschließlich in späteren Abschriften überliefert sind, in denen sprachliche Innovationsprozesse regelmäßig durch Rearchaisierungstendenzen überlagert werden. Zudem handelt es sich bei der Mehrheit der überlieferten Texte um Übersetzungen aus dem Griechischen, weshalb ihre Sprache oft stark von der Vorlage geprägt ist. KI-gestützte Handschriftenerkennung und automatische Annotationsverfahren bieten mittlerweile neue Möglichkeiten für die Verarbeitung großer Datenmengen, wurden bisher jedoch kaum für vormoderne slavische Texte eingesetzt.
Das Projekt verfolgte eine zweiteilige Aufgabenstellung: Erstens sollte geprüft werden, ob und in welchem Maß sich Datierung und Lokalisierung vormoderner slavischer Texte auf eine quantitative Grundlage stellen lassen – insbesondere anhand der am Slavischen Seminar Freiburg digital aufbereiteten Großen Lesemenäen des Metropoliten Makarij (VMČ). Zweitens sollte die Datenkompetenz des wissenschaftlichen Nachwuchses in der slavistischen historischen Sprachwissenschaft nachhaltig gestärkt werden, um die Hemmschwelle gegenüber quantitativen Methoden in einer traditionell qualitativ arbeitenden Disziplin zu senken und ein dauerhaft verankertes Ausbildungsangebot zu schaffen
Projekt "PET-Rezya" - Schlussbericht: Teil I und Teil II : KMU-innovativ-KMUi-BÖ03: PET-Rezya
Das Projektvorhaben PET-Rezya adressierte das übergeordnete Ziel, die heutige Wirtschaft zu einer bioökonomischen Kreislaufwirtschaft umzugestalten, um einerseits dem Klimawandel durch erneute Nutzung von Rohstoffen entgegenzutreten und um andererseits die Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle zu verringern. In diesem Projekt sollte ein biologisches Recyclingverfahren für flammgeschütztes PET basierend auf der enzymatischen Zersetzung eingesetzt und entwickelt werden und damit zu einer Verbreiterung der Technologiebasis in der Bioverfahrenstechnik führen, um deren Möglichkeiten auch beim Recycling von Stoffen, insbesondere Kunststoffen, auszunutzen. Speziell im Verkehrssektor, einschließlich der Luft- und Raumfahrt, ist es unerlässlich zu mehr zirkulären Materialströmen überzugehen, um eine Kreislaufnutzung aller eingesetzten Materialien zu gewährleisten. Dabei spielen technische PET-Polymere, welche ein breites Anwendungsspektrum aufweisen, eine wichtige Rolle. PET-Polymere werden momentan für Anwendungen in Flugzeug- und Zugkabinen als flammgeschütztes PET in verschiedensten Textilien eingesetzt. Dieses Material wird im folgenden flame retardant PET (FR-PET) genannt. Heute ist das Recycling von diesen Materialien durch Umschmelzen und Wiederaufbereitung möglich, dies ist jedoch nicht beliebig oft wiederholbar, Gründe dafür sind beispielsweise eine Oxidation des Polymers, Abbau der Polymerketten hin zu kleineren Molmassen und allgemein die Degradation des Polymers durch die thermische Behandlung. Neben diesem Verfahren werden heute die entsorgten FR-PET-Textilien nach der Kabinensanierung hauptsächlich durch Schreddern zu preisgünstigen Anwendungen wie Teppichunterlagen weiterverarbeitet. Die Entwicklung eines vollständigen wiederholbaren Kreislaufverfahrens für flammgeschütztes FR-PET durch enzymatische Zersetzung und Repolymerisation des FR-PET-Polymers könnte mehr Anwendungsfälle für ein vollständig kreislauffähiges Material für sicherheitskritische Transportanwendungen erschließen und hier eine große Menge von Textilien vollständig rezyklierbar machen. Im Projekt wurden folgende Ergebnisse erzielt: 1) es wurde nachgewiesen, dass die Zersetzung von flammgeschützten Trevira CS FR-PET-Textilien möglich ist, 2) diese Zersetzung konnte optimiert und skaliert werden, 3) zudem wurde das wiedergewonnene TPA in einer Repolymerisation gemeinsam mit neuwertigen TPA eingesetzt und das Polymer konnte mit typischen PET-Eigenschaften polymerisiert werden, einzig die Farbe des rPET ist noch ein Hindernis für den Wiedereinsatz, 4) es konnte CFK mit dem FR-PET Polymer hergestellt und charakterisiert werden, 5) es konnte gezeigt werden, dass Carbonfasern aus einem solchen CFK nach einer geeigneten Vorbehandlung mittels enzymatischer Zersetzung der Matrix ohne Schädigung wiedergewonnen werden können
Abschlussbericht des Projekts
Die zunehmende Heterogenität von Lerngruppen stellt Schulen vor große Herausforderungen. Insbesondere seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 hat sich der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die allgemeinbildende Schulen besuchen, deutlich erhöht. Damit gewinnt die Frage nach der Gestaltung inklusiver Lernumgebungen zunehmend an Bedeutung. Gerade im naturwissenschaftlichen Unterricht entstehen daraus besondere Anforderungen.
Naturwissenschaftliche Lernprozesse sind häufig durch experimentelle Arbeitsweisen, fachsprachliche Anforderungen sowie abstrakte Konzepte gekennzeichnet. Diese können für Lernende mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen eine Herausforderung darstellen. Gleichzeitig zeigen internationale Studien, dass das Interesse von Jugendlichen an Naturwissenschaften in den letzten Jahren rückläufig ist. Vor diesem Hintergrund wurde das Entwicklungs- und Forschungsprojekt E²piMINT (Evidenzbasierte Entwicklung praxistauglicher inklusiver MINT-Vermittlungskonzepte) initiiert.
Ziel des Projekts ist es, ein evidenzbasiertes, interdisziplinäres Unterrichtskonzept für den inklusiven naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe I zu entwickeln, empirisch zu evaluieren und für die schulische Praxis zugänglich zu machen. Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachdidaktiken der Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik) mit der Sonderpädagogik. Dadurch konnten fachliche und förderpädagogische Perspektiven miteinander verbunden werden, um Unterrichtskonzepte zu entwickeln, die sowohl fachlich fundiert als auch für heterogene Lerngruppen geeignet sind
Abschlussbericht
Ziel der Forschungspartner der Universität Bamberg ist es, bezogen auf Mobilitätsdienste Anonymi-sierungstechniken zu entwickeln, die von den Betroffenen verstanden und akzeptiert werden, und deren Praxistauglichkeit zu demonstrieren. Um die entsprechenden Erkenntnisse zu generieren und die Randbedingungen zu definieren arbeiten drei Lehrstühle interdisziplinär zusammen.
Dieser Bericht stellt die wesentlichen Ergebnisse im Forschungsprojekt vor
Abschlussbericht
Das Teilprojekt der Universität Hamburg war im Schwerpunkt 1, Cluster 1e, verortet und widmete sich der Entwicklung und Erprobung digital-gestützter Lernumgebungen zur Förderung naturwissenschaftlicher Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen (DAH) im Sachunterricht der Grundschule. Ziel war es, auf dieser Basis professionsorientierte Unterstützungsangebote für Lehrkräfte zu konzipieren, welche die Potenziale digitaler Medien zur Förderung forschenden Lernens im Primarbereich aufgreifen.
Dabei knüpfte das Projekt an aktuelle theoretische Modelle an, insbesondere dem TPACK/DPACK-Modell sowie den DigCompEdu-Rahmen, die als konzeptionelle Grundlage für die Förderung digitalitätsbezogener Professionalisierung dienten. Ausgehend von der Annahme, dass digitale Medien nicht nur Gegenstand, sondern auch Werkzeug einer zukunftsorientierten naturwissenschaftlichen Bildung sind, sollten im Projekt digitale Lernumgebungen entwickelt werden, die sowohl fachlich-inhaltliche als auch reflexive und didaktische Kompetenzen von Lehrkräften stärken
Schlussbericht EC-KLIM
Die ESA/JAXA Mission EarthCARE (Earth Cloud, Aerosol, Radiation Explorer) Mission ist die komplexeste Earth Explorer Mission zur Erforschung von Aerosolen, Wolken, deren Interaktion und die Auswirkung auf Niederschlag und Strahlungsbilanz. Dazu werden vier Instrumente zusammen auf einer einzigen Plattform kominiert: Ein spektral hochauflösendes Lidar (ATLID; Atmospheric Lidar), ein Doppler-Wolkenradar (CPR; Cloud Profiling Radar), Ein multi-spectral Imager (MSI) und ein Breitbandradiometer (BBR).
Eine sorgfältige Vorbereitung der Nutzergemeinschaft im Vorfeld des Satellitenstarts (Mai 2024) sowie die Koordination der wissenschaftlichen Nutzung der EarthCARE-Daten sind Voraussetzungen für eine optimale Verwertung der Daten in Deutschland. Ziel von EC-KLIM war eine solche Vorbereitung. Diese umfasst die Ausarbeitung Gap-Analyse bzgl. der Nutzung und Validierung der EarthCARE-Daten sowie die Entwicklung des Nutzerkonzepts. Im Rahmen eines sogenannten Verwertungsplans führte EC-KLIM außerdem EarthCARE-ähnliche Messungen an Bord des deutschen Forschungsflugzeugs HALO (High Altitude and Long range) durch. Diese Messungen wurden sowohl für die Entwicklung von EarthCARE-Validierungsstrategien als auch für wissenschaftliche Studien genutzt. Weiter war ein Ziel die Weiterentwicklung einer synergistischen Lidar-Radar-Verfahrens für die Wolkenforschung sowie für die unabhängige Nutzung und Validierung von EarthCARE-Daten.
Neben der Arbeit auf nationaler Ebene zielte EC-KLIM auch darauf ab, deutsche Interessen im Bereich Klimawandel und Erdbeobachtung in die internationalen Aktivitäten von Erdbeobachtungsagenturen, d.h. CEOS und CGMS (Komitee für Erdbeobachtungssatelliten und Koordinierungsgruppe für meteorologische Satelliten), einzubringen. Dafür wurde ein wissenschaftliches Büro zur Unterstützung der gemeinsamen Arbeitsgruppe von CEOS und CGMS zum Thema Klima in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eingerichtet.
Die Arbeiten in EC-KLIM waren in vier Arbeitspakete unterteilt:
- AP 1: Gap Analyse
- AP 2: Ausbau eines Nutzungskonzepts
- AP3: Öffentlichkeitsarbeit
- AP4: Wissenschaftliches Sekretaria
Sachbericht
Im Rahmen des Verbundprojekts EAsyAnon – Empfehlungs- und Auditsystem zur Anonymisierung von Daten – wurde ein modularer Systemansatz entwickelt, der datenhaltende Organisationen bei der datenschutzkonformen Vorbereitung, Bewertung und Dokumentation von Datenfreigaben unterstützt. Ziel des Gesamtsystems war es, Entscheidungsschritte im Anonymisierungsprozess zu strukturieren, Risiken nachvollziehbar zu bewerten und die Ergebnisse in maschinenlesbaren Metadaten abzubilden. Die konkrete Durchführung von Anonymisierungen durch spezielle Algorithmen war nicht Gegenstand des Vorhabens; das System wurde so konzipiert, dass bestehende Anonymisierungstools integriert und ihre Ergebnisse qualifiziert geprüft werden können.
Das Teilvorhaben der PASSION4IT GmbH konzentrierte sich auf die empirische Fundierung, die Anforderungsanalyse aus Sicht datenhaltender Organisationen, die Evaluierung der entwickelten Komponenten, die Ausarbeitung von Betriebs- und Governance-Konzepten sowie auf Maßnahmen zur nachhaltigen Dissemination. PASSION4IT trat durchgängig als Praxispartner auf. Die Arbeiten zielten auf Praxistauglichkeit, Anschlussfähigkeit an bestehende Abläufe und auf die Vorbereitung von Wissenstransfer und Betriebskonzepten, nicht auf Produkt- oder Markteinführungsversprechen. Die Verantwortung für die Entwicklung der Kernalgorithmen und der technischen Infrastruktur lag bei den wissenschaftlich- technischen Verbundpartnern; PASSION4IT brachte die Perspektive von Anwenderorganisationen ein, stellte Zugänge zu realen Datensituationen her und evaluierte die Ergebnisse in praxisnahen Szenarien