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Sachbericht zum Verwendungsnachweis
Im Projekt MEFAP wurde das Potenzial verschiedener landwirtschaftlicher Biomassen zur nachhaltigen Gewinnung von Faserstoffen und Lignin untersucht. Durch kombinierte Aufschlussverfahren (TDH/SE und SodaSteam) konnten die Lignocellulose-Strukturen gezielt modifiziert und die Faserqualität deutlich verbessert werden. Insbesondere Getreidestroh (Weizen, Roggen, Gerste) zeigte hohe Festigkeiten und gute Eignung für Papieranwendungen, während andere Rohstoffe nur eingeschränkt nutzbar sind. Die Ergebnisse belegen, dass SodaSteam die Faserkennwerte signifikant steigert, jedoch auch Auswirkungen auf Nebenströme und Energiepotenziale hat. Ergänzend wurde das energetische Nutzungspotenzial der Prozessfiltrate durch Biomethananalysen bewertet, wodurch ein integriertes bioökonomisches Konzept mit stofflicher und energetischer Nutzung entsteht. Insgesamt zeigt das Projekt, dass eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Nutzung ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Faserproduktion und Energiegewinnung erfordert
Forschungscampus STIMULATE 2. Förderphase; Teilvorhaben: iMRI-Solutions, iCT-Solutions, Immunoprofiling, Computational Medicine
Zu Beginn der zweiten Förderphase stand der Forschungscampus STIMULATE vor der Aufgabe, die bildgeführte minimal-invasive Tumortherapie technologisch und klinisch so
weiterzuentwickeln, dass diese von einer überwiegend palliativen hin zu einer kurativen Behandlungsoption überführt werden kann. Die ursprüngliche Aufgabenstellung umfasste daher die konsequente Ausrichtung aller Forschungsaktivitäten auf das Erreichen einer vollständigen Tumorablation (A0) in Leber und Lunge, zwei Organen, die aufgrund komplexer Gefäßstrukturen bzw. luftgefüllter Gewebe besondere technische Herausforderungen darstellen.
Vor Projektbeginn lag der wissenschaftlich-technische Stand der bildgeführten Ablation darin, dass sowohl CT1- als auch MRT-gestützte Verfahren nur an wenigen spezialisierten Zentren etabliert waren. Diagnostische Systemarchitekturen, eingeschränkter Patientenzugang, unzureichendes intraoperatives Therapiemonitoring sowie fehlende dedizierte interventionelle Geräte begrenzten die klinische Anwendung maßgeblich. Zudem konnten ablatierte Tumorareale bislang nicht in Echtzeit beurteilt werden; ein sicherer Nachweis des Therapieerfolgs war nur postoperativ möglich. Auch im Bereich der KI-gestützten Therapieplanung und -überwachung bestand substantieller Entwicklungsbedarf, insbesondere hinsichtlich organbewegungskorrigierter Verfahren und schneller Analysemethoden.
Die zweite Förderphase knüpfte nahtlos an umfangreiche Vorarbeiten an, die in der ersten Förderperiode geschaffen wurden. Dazu gehören u.a. ein MRT-Hightech-Demonstrator für Interventionen, Vorarbeiten zu CT-Bildrekonstruktions- und Dosisreduktionsverfahren, robotische Assistenzsysteme sowie KI-basierte Segmentierungs- und Planungsalgorithmen.
Auf dieser Basis verfolgte die zweite Förderphase das Ziel, technische, biologische und softwarebasierte Lösungsansätze in einem ganzheitlichen, workfloworientierten Konzept
zusammenzuführen. Dies umfasste die Erforschung interventioneller MRT- und CT-Systeme, die Entwicklung robuster Methoden des Therapiemonitorings (3D-Thermometrie, CT-Signalveränderungen), die Integration KI-gestützter Planungssuiten (OnkoNet/TherapyNet) sowie die systematische Untersuchung immunologischer Parameter zur Therapieoptimierung.
Insgesamt zielte das Vorhaben darauf ab, die Voraussetzungen für die breite klinische Anwendung kurativer, bildgeführter lokaler Therapien zu schaffen und damit einen zentralen Beitrag zur zukünftigen Patientenversorgung zu leisten
Projekt-Schlussbericht - WIR-Bündnis: ZukunfTAlter
Im Rahmen des Teilvorhabens 6305B verantwortete das Center for Open Digital Innovation and Participation (CODIP) der Technischen Universität Dresden (TUD) gemäß der Vorhabensbeschreibung die Zielerreichung in den folgenden fünf Arbeitspaketen:
- Machbarkeitsstudie InnoQ3 (AP1)
- Quantitative Studie (AP2)
- Gero-Tech-Akzelerator-Inkubator Programm (AP3)
- Projektkoordination (AP4)
- GEROTECH Festival - Ausstellungs- und Vernetzungsforum (AP5)
Zusammenfassend ist es dem CODIP gelungen, sowohl die Machbarkeitsstudie für ein innovatives Pflegemodell mit Handlungsempfehlungen für Pflegeunternehmen (AP1), als auch eine für die Lausitz repräsentative quantitative Studie in der WIR-Region bei Personen ab 60 Jahren (AP2) zur Wohnzufriedenheit und der Einstellung zum Innovationsfeld (Gerontotechnologien) im Projektzeitraum durchzuführen. Die Ergebnisse sind für weitere Umsetzungsvorhaben des WIR-Bündnisses ZukunfTAlter gut nachnutzbar, gleichwohl die Probandenstammdatenbank. AP3 sah die Entwicklung und den Aufbau eines "Gero-Tech-Akzelerator-Inkubator Programms" vor. Mit diesem sollten Unternehmen durch Partnerschaften mit Start-Ups im Gerotechnologie-Sektor unterstützt werden, um ihre Geschäftsfelder zu diversifizieren, und eine langfristige Positionierung im Bereich der Gerotechnologien zu erreichen. Durch eine eigene Feldsondierung im Start-Up-Sektor, erwies sich diese Zielsetzung nicht als geeignet und der Fokus des geplanten Online-Weiterbildungsangebotes wurde auf gründungsinteressierte Personen (vorzugsweise aus dem schulischen und studentischen Umfeld) gerichtet. Im Ergebnis entstand ein Instrumentenkoffer zu Gründungsvorhaben im Innovationsfeld "Pflege und Gesundheit" als niedrigschwelliges Online-Informations- und Weiterbildungsangebot. Gegenstand des AP5 war die Realisierung eines GEROTECH Festivals mit rd. 250 Teilnehmenden. Vorgesehen war eine zweitägige Ausstellung von gero-technologischen Lösungen und ein
Vernetzungsforum, um mit Gründungswilligen und Studierenden neue Projektideen im Rahmen eines Hackathons zum Innovationsfeld von ZukunfTAlter zu erarbeiten. Sowohl die Ausstellung als Messeformat, als auch die Ergebnisse des Hackathons wurden erfolgreich, bei positiver Presseresonanz und mit zwei Umsetzungsvorhaben, die 2025 eingereicht wurden, realisiert. Die Projektkoordination (AP4) diente der Sicherung der gesetzten Projektziele, in der vorgegebenen Zeit und entsprechend den finanziellen Ressourcen
Verbundschlussbericht : eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: Client II - Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen
Die Landwirtschaft in ariden und semiariden Regionen Marokkos ist durch Wasserknappheit, zunehmende Versalzung von Böden und Grundwasser sowie steigende Energieanforderungen erheblich eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund verfolgte das Verbundprojekt „SuLaMo“ das Ziel, ein integriertes, energieautarkes Bewässerungssystem zur nachhaltigen Nutzung brackiger Grundwasserressourcen zu entwickeln, unter Feldbedingungen zu demonstrieren und hinsichtlich seiner technischen sowie sozioökonomischen Umsetzbarkeit zu bewerten
Kern des Systems ist die Kombination aus unterirdischer Tröpfchenbewässerung (SDI) zur Steigerung der Wassernutzungseffizienz, Membran-Kapazitiver Entionisierung (MCDI) zur Teilentsalzung brackigen Grundwassers sowie Energieversorgung mit Photovoltaik zur netzunabhängigen Betriebsführung. Ergänzend wurde ein sensorbasiertes Monitoring- und Steuerungssystem implementiert, das Bodenfeuchte, Bodentension und Wasserqualität in Echtzeit erfasst und eine adaptive Bewässerungssteuerung ermöglicht.
Die Versuchsdurchführung und technische Demonstrationen erfolgten an Pilotstandorten in Meknès, Goulmima und Ouarzazate, Marokko, die unterschiedliche hydrogeologische und klimatische Rahmenbedingungen repräsentieren.
Die MCDI-Pilotanlage in Goulmima erzielte eine Ionenentfernung von 45–50 % bei einer Wasserausbeute von etwa 60%-70%. Der spezifische Energieverbrauch lag im Langzeitbetrieb bei 2,75–3,5 kWh/m³. Die solarbasierte Energieversorgung ermöglichte einen autarken Betrieb der Entsalzungs- und Bewässerungsanlage.
Agronomische Feldversuche zeigten, dass SDI den Wasserstress im Vergleich zur konventionellen Tröpfchenbewässerung reduziert. In Goulmima konnte in tieferen Bodenschichten eine Reduktion der Salinität um bis zu 82 % durch die Bewässerung mit entsalztem Wasser nachgewiesen werden. Die Ertragsentwicklung war standort- und kulturabhängig, was die Notwendigkeit standortspezifischer Anpassungen unterstreicht.
Begleitende sozioökonomische Analysen identifizierten hohe Investitionskosten, komplexe Förderstrukturen und begrenzte Praxiserfahrung mit SDI und MCDI als zentrale Implementierungshemmnisse. Gleichzeitig bestehen nationale Förderprogramme zur Förderung effizienter Bewässerungssysteme, die Skalierungspotenziale eröffnen.
Insgesamt belegt das Projekt die technische Machbarkeit und das agronomische Potenzial eines integrierten, solarbetriebenen Entsalzungs- und Bewässerungssystems zur klimaresilienten Landwirtschaft in ariden Regionen. Die Ergebnisse und ein gegründetes Kompetenzzentrum liefern die Grundlagen für weiterführende Transferprojekte zur nachhaltigen Nutzung salzhaltiger Wasserressourcen in Nordafrika
Sachbericht zum Verwendungsnachweis
Das Vorhaben SASVI verfolgt das Ziel, Grundlagen für vertrauenswürdige IT- und OT-Systeme für industrielle Anwendungen zu entwickeln, die auch unter den Bedingungen zunehmender Vernetzung, wachsender Angriffsflächen und offener Hard- und Softwareschnittstellen ein hohes Sicherheitsniveau gewährleisten.
Im Mittelpunkt des Teilvorhabens des Projektpartner SSV Software Systems GmbH steht dabei der durchgängige kryptografische Schutz sämtlicher ausgetauschter Daten und Informationen in IT- und OT-Systemen. Erreicht werden soll dies durch End-to-End-Security, bei der Daten direkt durch den Sender geschützt und vom Empfänger eindeutig auf Integrität und Urheberschaft geprüft werden können, sowie durch die sichere Verteilung von Vertrauensankern und Vertrauensketten über das gesamte System.
Die Arbeiten umfassen sowohl konzeptionelle und technische Lösungen als auch Referenzimplementierungen für eine dezentrale, interoperable IIoT-Plattform mit integrierter Sicherheit
Sachbericht zum Verwendungsnachweis - Fördertitel: Verbundvorhaben TransHyDE_FP3: Reformierung von Ammoniak
Abschlussbericht
Das Verbundprojekt Roland widmete sich der Entwicklung und Erprobung eines autonomen, mobilen Feldroboters, das im Freiland in Erdbeerkulturen (Reihenkulturen) navigieren und selbständig die Ernte der Früchte durchführen kann. Dabei wurden ein modularer Plattformansatz mit einem im Falle einer späteren Praxiseinführung überschaubaren Investitionsaufwand sowie die Skalierbarkeit über die Zahl der Einzelsysteme angestrebt. Die Erdbeerkultur mit ihrem sehr empfindlichen Erntegut stellte dabei besonders hohe Anforderungen an eine robuste und leistungsfähige Fruchterkennung und Reifegradabschätzung sowie eine sehr vorsichtige mechanische Manipulation der Früchte. Hierfür wurden im Vorhaben gemeinsam mit den Verbundpartner und einem Anbaubetrieb verschiedene
Sensoren und Greifersysteme entwickelt und untersucht. Mit RGB-Kameras und maschinellem Lernen konnte eine praxistaugliche Erkennung der erntereifen Früchte erreicht werden. Unter Verwendung eines mechanisch-pneumatischen Greifersystems konnte der Pflückvorgang erfolgreich automatisiert werden und es wurde eine praxisrelevante Pflückleistung im Feldeinsatz demonstriert. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, den Ernteroboter zukünftig in die Kommerzialisierung zu führen und den Verfahrensansatz auf andere Obstsorten zu übertragen.The Roland collaborative project was dedicated to the development and testing of an autonomous, mobile field robot that can navigate in strawberry row cultures in the open field and harvest the fruit automatically. The aim was to create a modular platform, allowing for a modest investment cost and scalability when commercially applied.
Strawberry cultivation, with its very sensitive crop, places particularly high demands on a robust and efficient fruit recognition and ripeness assessment, and a highly careful mechanical handling of the fruit. To this end, various sensors and gripper systems were developed and tested in the project in collaboration with the project partners and a strawberry farm. RGB cameras and machine learning were used to achieve robust detection of ripe fruit. Using a mechanical-pneumatic gripper system, the picking
process was successfully automated and a useful picking performance was demonstrated in the field. This paves the ground for a future commercializing of the harvesting robot, including the transfer of the methodology employed to other fruit species