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gemeinsamer Schlussbericht zum Verbundvorhaben - Teilvorhaben 1: Management von Moorinformationen und dessen Nutzung für Revitalisierung und Monitoring; Teilvorhaben 2: Moorhydrologische Beratung & Unterstützung, Ökosystemdienstleistungen
Das vom Staatsbetrieb Sachsenforst koordinierte Verbundvorhaben MooReSax - Moorwissen umsetzen – Moorrevitalisierung in der Modellregion Westerzgebirge/Sachsen wurde im Förderschwerpunkt 1 des Waldklimafonds „Anpassung der Wälder an den Klimawandel“ realisiert. Das Vorhaben verfolgte das Ziel, Fachinformationen zu Waldmoor-Standorten zusammenzuführen und für die Anwendung bereitzustellen. Darauf aufbauend erfolgte die Planung, Umsetzung und Dokumentation von praxisnahen und effizienten Revitalisierungsmaßnahmen im Wald am Beispiel von 10 Mooren unterschiedlicher Ausgangssituation sowie naturschutz- und wasserrechtlicher Randbedingungen im Westerzgebirge. Die Baukosten wurden dabei vom Staatsbetrieb Sachsenforst getragen. Das Projekt wurde mit dem Dresdner Ingenieurbüro Dr. Dittrich & Partner Hydro-Consult GmbH durchgeführt, das langjährige Expertise bei der Planung und hydrologischen Begutachtung von Mooren mitbringt. Die Ergebnisse fließen in einem Moorentwicklungskonzept für das sächsische Mittelgebirge zusammen, wobei sie zunächst auch einen wichtigen Beitrag für die Erarbeitung einer Moorstrategie für ganz Sachsen bieten.The joint project MooReSax – Implementing Bog Knowledge – Bog Revitalization in the Model Region of Westerzgebirge/Saxony, coordinated by the Public Enterprise Sachsenforst, was carried out as part of the Forest Climate Fund's funding priority 1, “Adapting Forests to Climate Change.” The aim of the project was to compile specialist knowledge on forest bog sites and make it available for practical application.
On this basis, practical and efficient revitalization measures were planned, implemented, and documented using the example of 10 forested bogs with different initial conditions and nature conservation and water law requirements in the Westerzgebirge. The construction costs were covered by Sachsenforst. The project was carried out in cooperation with the Dresden-based engineering firm Dr. Dittrich & Partner Hydro-Consult GmbH, which has many years of experience in the planning and hydrological assessment of peatland and bogs. The results are being incorporated into a peatland development concept for the Saxon low mountain range and are thus also making an important contribution to the development of a moor strategy for the whole Free state of Saxony
Schlussbericht zur abschließenden Prüfung und Erfolgskontrolle bei Zuwendungen
Das Anpaso-Projekt Kiga-Cool-and-Calm im Kindergarten Schillerstraße e.V. in Göttingen zielte darauf ab, die Stressfaktoren schlechtes Raumklima und Lärm in den Gruppenräumen durch die Installation großer Pflanzenwände mit echten Pflanzen zu reduzieren. Ausgehend vom Klimaanpassungskonzept, der Planung und der Installation werden die Auswirkungen auf Raumklima, -akustik und die Tauglichkeit im Kindergartenalltag betrachtet, auch um als mögliches Modell für andere soziale Einrichtungen zu dienen
Konsortialschlussbericht
Das Verbundvorhaben „MoInSe – Daten- und Modellbasiertes Informationsmanagement für die Systementwicklung“ hatte zum Ziel, eine konzeptionelle und pilotartige Engineering-IT-Plattform zu entwickeln, die den steigenden Anforderungen der Systementwicklung vernetzter, softwareintensiver Fahrzeuge gerecht wird. Zentrale Zielsetzung war, heterogene Produktmodelle und deren verwaltende IT-Systeme so zu verknüpfen, dass eine anwendungsübergreifende, kontextbasierte und intuitiv bedienbare Suche, die durchgängige Rückverfolgbarkeit von Beziehungen zwischen Entwicklungsartefakten sowie eine datenbasierte Planung zukünftiger Entwicklungsprojekte ermöglicht werden. Hierzu sollten Prozesse, Tools, Informationsstandards, Aufbauorganisation und Aktivitäten der Systementwicklung systematisch erhoben, die relevanten Datenquellen mit variabler Integrationstiefe in einem Federation Layer zusammengeführt und deren Metadaten kontextbasiert vernetzt werden. Ergänzend war die Entwicklung methodischer und technischer Unterstützungsansätze zur projektbegleitenden Erstellung von Tracelinks vorgesehen, um darauf aufbauend eine kontextbasierte Enterprise Search und eine Forecast-Simulations-Engine zu realisieren und anhand eines Musterprojekts zu evaluieren
Schlussbericht
Das Verbundprojekt „Verwaltungsschale für den Leitungssatz“ (VWS4LS) hatte zum Ziel, einen interoperablen digitalen Zwilling (Verwaltungsschale, VWS) für Entwicklung, Produktion und Montage von Leitungssätzen in der Automobilindustrie zu entwickeln und unternehmensübergreifend zu implementieren. Anknüpfungspunkt war der Stand der Forschung zu digitalen Verwaltungsschalen und der bestehende KKS-Produktkatalog
Schlussbericht zum Projekt
Stand der Wissenschaft und Technik
Während der Startphase von SmarTram präsentierte Siemens mit dem Projekt AStriD bereits erste Erfolge im autonomen Depotbetrieb in Potsdam, wobei der Fokus herstellerbedingt auf dem direkten Fahrzeugeingriff lag, Details zur Realisierung und Zulassung jedoch weitgehend unbekannt blieben. Zeitgleich untersuchte das Projekt MAAS der TU Darmstadt und der HEAG mobilo den teleoperierten Betrieb und konzentrierte sich dabei auf spezifische Einzelfunktionen des automatisierten Fahrens. Eine wichtige konzeptionelle Grundlage bildete die im Januar 2024 veröffentlichte VDV-Schrift 890, deren Definitionen für automatisierte Betriebshöfe bereits direkt in SmarTram einfließen konnten; SmarTram nutzte den Betriebshof zwar intensiv als Testfeld, weitete die entwickelten Betriebsszenarien jedoch ambitioniert auf das gesamte städtische Schienennetz aus. Trotz internationaler Bestrebungen, wie etwa durch Škoda in Finnland, bleibt die autonome Straßenbahn aufgrund der komplexen Wechselwirkungen im Stadtverkehr weiterhin eine erstrebte Herausforderung. Parallel dazu schafft die Stadt Chemnitz seit 2024 mit dem Projekt ITS4Culture eine zukunftsweisende Basis für das digitale Verkehrsmanagement und die Ampelkommunikation, die während der Laufzeit von SmarTram zwar bereits untersucht, mangels technischer Verfügbarkeit jedoch noch nicht aktiv für die Fahrzeugsteuerung genutzt werden konnte.
Zielsetzung
FusionSystems fungiert als technologischer Kernpartner im Projekt SmarTram und trägt die Hauptverantwortung für die Konzeption der gesamten Systemarchitektur sowie für die Entwicklung der zentralen Fahrfunktionen. Im Rahmen der Architekturplanung entwirft das Unternehmen das komplexe Sensorkonzept zur Umfeldwahrnehmung und analysiert sämtliche internen sowie externen Schnittstellen, während es gleichzeitig die notwendigen Sicherheits- und Zuverlässigkeitsanalysen durchführt. Bei der Entwicklung der Fahrfunktionen verantwortet FusionSystems die Programmierung der Algorithmen für die Umgebungsrepräsentation und die Entscheidungsfindung des Fahrzeug-Controllers. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Projektpartner bei der Definition der Anforderungen und Use Cases, stellt die technologische Umsetzung der Kommunikationsschnittstellen hinsichtlich Echtzeitfähigkeit sicher und begleitet die abschließende Systemvalidierung durch Simulationen sowie reale Fahrversuche mit dem Versuchsträger der CVAG.
Ergebnisse
Das Projekt SmarTram lieferte wegweisende technische Lösungen für die Automatisierung des Straßenbahnverkehrs, wobei der Fokus auf der Bewältigung des komplexen „Fahrens auf Sicht“ im urbanen Raum lag. Ein zentrales Ergebnis ist die Entwicklung einer modularen Systemarchitektur, die ein leistungsfähiges Sensorkonzept aus Kameras, LiDAR und GNSS mit einer intelligenten Softwareumgebung vereint. Hierbei wurden spezifische Algorithmen zur präzisen Hinderniserkennung im Lichtraum, zur automatisierten Lichtsignalerkennung sowie zur hochgenauen Eigenlokalisierung durch Sensordatenfusion erfolgreich implementiert. Des Weiteren wurde die infrastrukturseitige Objekterkennung als komplementärer Ansatz zur fahrzeugintegrierten Sensorik untersucht, um ein hybrides System zur Steuerung von Straßenbahnen zu schaffen. Zur Steigerung der Robustheit wurden technische Herausforderungen wie wetterbedingte Sichtstörungen und Reflexionen an der Frontscheibe durch den Einsatz von Polarisationsfiltern und angepassten Detektionsstrategien adressiert. Ein innovatives Sperrbereichskonzept ermöglicht zudem die effiziente Übergabe relevanter Umfelddaten an den Fahrregler. Neben der rein technischen Umsetzung wurden umfassende Sicherheitsbewertungen nach dem Fail-Safe-Prinzip durchgeführt und datenschutzrechtliche Standards durch eine detaillierte Folgenabschätzung sichergestellt. Die abschließende Validierung mittels Simulationen und Realtests auf dem Gelände der CVAG bestätigte die Funktionsfähigkeit des Systems und schuf damit eine belastbare technologische Grundlage für zukünftige Assistenzsysteme und autonome Fahrfunktionen im ÖPNV
FINAL REPORT
The CausAlITI project adressed alarm overload in industrial automation by automating causal analysis. It combined engineering knowledge from control logic, process diagrams, and docu-mentation with machine learning to identify cause–effect relationships between alarms. The developed methods learn from historical incidents, reason about new ones, and provide prob-abilistic assessments under uncertainty. As part of the project, several simulation datasets of industrial scenarios were produced and published as benchmarks for the scientific community. These were used to evaluate the developed analysis methods, many of which have also been made available as open source tools.Das CausAlITI-Projekt befasste sich mit dem Problem der Überlastung durch Alarmfluten in der industriellen Automatisierung, indem es die kausale Ursachenanalyse automatisierte. Es kombinierte ingenieurtechnisches Wissen aus Steuerungslogik, Prozessdiagrammen und Do-kumentation mit Methoden des maschinellen Lernens, um Ursache-Wirkungs-Beziehungen zwischen Alarmen zu identifizieren. Die entwickelten Verfahren lernen aus vergangenen Alarmsituationen, können neue Situationen analysieren und liefern probabilistische Einschät-zungen für Unsicherheit in der Analyse. Im Projekt wurden mehrere Simulationsdatensätze industrieller Störungs-Szenarien erstellt und als Benchmarks für die wissenschaftliche Ge-meinschaft veröffentlicht. Diese dienten der Bewertung der entwickelten Analysemethoden, von denen viele ebenfalls als Open-Source-Werkzeuge verfügbar gemacht wurden
Modellregion, Phase 1, Bio4MatPro: BoostLab4-5 - Heart 2.0, Aktives Grenzflächensystem für Kunstherzen mit in vitro/in vivo Validierung zur Steigerung der Langfristverträglichkeit des Kunstherzes im Patienten, TP2
Verbundvorhaben, Schlussbericht im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung "Gebäude und Quartiere"
Das Verbundvorhaben „CO₂-neutrales Welterbe Speicherstadt Hamburg (0-CO2-WSHH)“ untersuchte und demonstrierte integrale energetische Sanierungs- und Versorgungskonzepte für denkmalgeschützte Großgebäude unter realen Randbedingungen. Am Beispiel des Speicherblocks H wurde ein ganzheitlicher Ansatz entwickelt, der bauliche Maßnahmen, innovative anlagentechnische Systeme, digitale Modelle sowie Betrieb und Nutzung systematisch miteinander verknüpft.
Kern des Projekts war die Kombination aus detaillierter Bestandsaufnahme, messtechnischer Begleitung, simulationsgestützter Bewertung und realer Umsetzung ausgewählter Maßnahmen. Dazu zählten denkmalverträgliche Innendämmmaßnahmen, thermisch und elektrisch aktivierte Dachflächen zur Nutzung lokaler erneuerbarer Energien, hybride thermische Speicherlösungen sowie Niedertemperatur-Wärmeübergabesysteme. Ergänzend wurde ein digitales Bauwerksinformationsmodell (BIM) als integrative Datenplattform aufgebaut und mit energetischen und strömungstechnischen Simulationsmodellen gekoppelt.
Die Ergebnisse zeigen, dass belastbare Aussagen zur energetischen Performance komplexer Bestandsgebäude nur durch den systematischen Abgleich von Simulation, Messung und Realbetrieb möglich sind. Die Untersuchungen belegen erhebliche Energieeinspar- und Dekarbonisierungspotenziale integrierter Systemlösungen, machen jedoch zugleich die hohe Bedeutung nutzungsabhängiger Einflüsse, adaptiver Regelstrategien und geeigneter Speicher- und Betriebsführungen deutlich.
Das Projekt liefert übertragbare methodische und technische Erkenntnisse für die Planungspraxis und zeigt, wie integrale Sanierungsstrategien für denkmalgeschützte Quartiere entwickelt, bewertet und schrittweise umgesetzt werden können. Damit leistet 0-CO2-WSHH einen substantiellen Beitrag zur Weiterentwicklung klimaneutraler Konzepte im Gebäudebestand und zur Stärkung der Schnittstelle zwischen Forschung und Anwendung