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A Nerd Convention that never ends: Glokale Versammlungsorte in Social VR
Raumkonzepte für Online-Communities wie etwa „Multi-Sitedness“ (Marcus 1995) oder „Sozialität“ (Jaeger & Nieswand 2022) positionieren digitale Versammlungsräume im Rahmen der Globalisierung als de-lokalisierte und fluide Internet-Sphären für Interessengemeinschaften, die unsere materielle Welt überlagern und über globale Vernetzung erweitern. Je näher sich Menschen und Medientechnologie in unserem mediatisierten Alltag wechselseitig annähern und dabei Hybridisierungsprozesse durchlaufen, desto nahbarer wird nun auch die Vorstellung genuin „glokaler“ (Meyrowitz 2005) Versammlungsorte. Nach Meyrowitz verändert die stetige Erreichbarkeit und Wahrnehmung des globalen Internets unsere Alltagswahrnehmung: Glokalität fußt auf der Idee eines globalen Bewusstseins. Die virtuellen Orte der Social VR Plattform „VRChat“ treiben das Konzept der Glokalität auf die Spitze: User erleben die Versammlungsorte der Plattform als distinkte und greifbare Lokalitäten, welche dennoch digitale Eigenschaften bewahren. Globale Räume und hybride F2F Interaktionen mit Menschen aus anderen Kontinenten gehören zur Alltagsrealität. Was zunächst antithetisch wirkt, wird bei phänomenologischer Betrachtung verständlicher: Interaktionen finden innerhalb von VRChat in einem sensorischen Hybridzustand statt; der getrackte Körper, der im Wohnzimmer steht, und der digitale Avatar, der diesen Körper in Digitalität spiegelt, werden gleichzeitig erlebt. Saker und Frith (2020) bezeichnen die hierbei entstehende Verdoppelung der wahrgenommenen Räumlichkeit als "koextensiven Raum". In physisch-digitalen Umgebungen konvergieren zwei parallele Wahrnehmungsebenen. Verstanden als ko-extensive „Sites of the Social“ (Schatzki 2002) existieren virtuelle Versammlungsorte nicht getrennt vom getrackten Raum, sondern gleichzeitig. Dieser Umstand prägt den Alltag der User mit einem virtuellen Sense of Place, ohne dabei Qualia globaler Interessengemeinschaften gänzlich auszuklammern: Social VR ist eine „Nerd Convention that never ends“ [Interview-Zitat].Auf Basis von „Face-to-Face“ in VR geführten ethnografischen Interviews und einer vierjährigen beobachtenden Teilhabe (Hitzler & Eisewicht 2016) wird dieser Beitrag glokale Versammlungsorte zugleich als globale Online-Medien und als greifbare Lokalitäten konzipieren
Die Kultivierung des Wandels: Zur praxis- und gemeinschaftsbasierten Transformation nicht nachhaltiger Lebensweisen
Public Purpose of Government-Owned Enterprises: The Role of Public Corporate Governance Code Quality and Firm Types
Beyond Evaluations: Assessing the Local Performance of World Bank Projects in Africa
The past decade saw an increase in publicly available evaluation ratings of official developmentassistance (ODA) projects. This study critically examines the prevailing assumption that theseoutcome ratings accurately reflect the aid project’s effectiveness. Drawing on the increasingcriticism – referring to evaluator responsiveness to stakeholder pressure and trends towardseasier achievable and measurable outputs – we argue that evaluation ratings are unsuitableproxies for real-life aid outcomes, even under strict geographic disaggregation. We test thisargument by comparing the impact of differently rated growth-centered World Bank projects –successful and unsuccessful – on local economic development in Africa between 1995 and2014. The research design combines information on economic aid projects, evaluation ratings,and sub-national gdp (the gross cell product) on the highly disaggregated 50 x 50 km grid cell– year level. The difference-in-difference estimations reveal that economic projects have apositive and significant impact on gcp. Projects evaluated successful, however, do not have agreater impact than projects evaluated unsuccessful. This implies that there is a disconnectbetween evaluation ratings and other micro-level outcome measures, which calls into questionthe utility of current evaluation practices
Mental contrasting and conflict management in satisfied and unsatisfied romantic relationships
Distinktion und Kalkül
Die Frage, ob und wie man mit dem Formkalkül von George Spencer-Brown (1969) soziologisch rechnen kann, ist noch nicht beantwortet. Peter Fuchs und Franz Hoegl behaupten, dass Niklas Luhmann, der den Kalkül für die Soziologie erschlossen hat, das Buch über die Laws of Form „als Thesaurus für brauchbare Metaphern nutzt und nicht: als Kalkül, nicht als Möglichkeit, soziologische Theorie zu formalisieren“ (Fuchs/Hoegl), und Hoegl (2023) ergänzt, dass der Kalkül auch in späteren systemtheoretischen Arbeiten nicht der Formalisierung eines Kalküls der Kommunikation dient, sondern dem Anschreiben „symbolisierender Diagramme“ im Rahmen von Versuchen, die sachliche, zeitliche und soziale Komplexität von Kommunikation zu veranschaulichen
Geschichtskultur der Komplexität
Die nächste Gesellschaft der elektronischen Medien lässt sich historisch ableiten, aber nicht mehr historisch erzählen. Die nächste Gesellschaft beendet die Fortschrittsgeschichte der modernen Buchdruckgesellschaft und öffnet den historischen Raum für eine Vielzahl durcheinanderlaufender Geschichten. An die Stelle der offenen Zukunft einer unendlichen Modernisierung treten chaotische Netzwerkereignisse und apokalyptische Vorstellungen. Der Klimawandel und die Möglichkeit atomarer Kriege bedrohen das menschliche Leben auf der Erde und die menschliche Gesellschaft. Allenfalls statistisch, anhand von Wahrscheinlichkeit, Unwahrscheinlichkeit, Überraschung und Extremfällen, kann geordnet werden, was in der Moderne trotz aller Brüche und Sonderwege Gegenstand linear-kausaler Vorstellungen war. Das Wünschenswerte lässt sich nicht bewirken, das zu Vermeidende nicht verhindern; an deren Stelle treten sensible Konstellationen, deren Druckpunkte vielfach unbekannt sind