Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
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Diagnostics, Intervention and Counselling in Dyscalculia: How can Self-Efficacy Beliefs of Prospective Teachers be increased?
(Angehende) Grundschullehrkräfte müssen professionell auf auftretende Rechenprobleme ihrer Schüler*innen reagieren können, da sich Lernrückstände verfestigen und langfristig zu Einschränkungen der Teilhabe am alltäglichen Leben führen können. Mit standardisierter Diagnostik und Förderung einerseits und einer Förderdiagnostik andererseits stehen unterschiedliche Herangehensweisen zur Verfügung. Während von der Pädagogischen Psychologie eher standardisierte Verfahren bevorzugt werden, wird von der Mathematikdidaktik eher eine Förderdiagnostik präferiert. Beide Zugangsweisen werden im Lehramtsstudium meist getrennt voneinander vermittelt. Im Artikel wird ein Seminarkonzept vorgestellt, welches das Bewusstsein von Studierenden für die mit Rechenproblemen verbundenen Herausforderungen schaffen und ihre Überzeugungen, diese Herausforderungen in der Praxis kompetent bewältigen zu können, steigern soll. Dazu werden psychologische und mathematikdidaktische Zugänge interdisziplinär von Vertreter*innen der beiden Disziplinen gemeinsam vermittelt und mit der Arbeit an authentischen Fällen aus der Beratungspraxis verbunden. Im ersten Themenblock Diagnostik werden mögliche Ursachen und Symptome von Rechenproblemen sowie die unterschiedlichen Funktionen von Status- und Prozessdiagnostik praxisnah vermittelt. Im zweiten Block zum Thema Beratung wird erarbeitet, wie Testergebnisse angemessen zurückgemeldet und Eltern in der Förderung ihrer Kinder unterstützt werden können. In der dritten Einheit zum Thema Förderung werden standardisierte und adaptive Förderprogramme vorgestellt und diskutiert. Das Seminarkonzept ist mit Blick auf die Selbstwirksamkeitsüberzeugungen der Studierenden quasi-experimentell evaluiert worden. Die Evaluationsergebnisse werden berichtet und anschließend diskutiert.Prospective primary mathematics teachers are expected to deal with children experiencing mathematical learning difficulties/dyscalculia. Standardized tests and training programs, as well as assessment for teaching, are two approaches to address these difficulties. Educational psychologists prefer standardized tests and intervention programs, while mathematics educators advocate more adaptive approaches. However, both perspectives are hardly presented and discussed together in teacher training programs. This paper introduces an interdisciplinary methods course conducted jointly by an educational psychologist and a mathematics educator. The course aims to raise pre-service teachers’ awareness of the challenges of dealing with mathematical learning difficulties and foster their self-effi-cacy in developing appropriate individual student support and counseling for parents. The course takes an integrated interdisciplinary approach, introducing au-thentic cases from the course leaders’ counseling centers. The seminar is organized into three key components: (1) Testing/Assessment, discussing the different functions, approaches, and tools available for diagnosing dyscalculia. (2) Counseling, addressing how test/assessment results are best communicated to parents and how teachers can guide them to support their children’s learning. (3) Intervention, introducing and reflecting on standardized enhancement programs and small group interventions. The seminar concept has been evaluated for its impact on the self-efficacy beliefs of participating pre-service teachers. Evaluation results are presented and discussed in the paper
Inwieweit erfüllen Hochschulen ihre „Third Mission“? : Sichtweisen der regionalen Bevölkerung auf Hochschulen und ihre Angebote
Hochschulen sind derzeit mit hohen politischen Erwartungen an ihren Beitrag zu regionalen Transformationsprozessen konfrontiert, oft als „Third Mission“ bezeichnet. Doch wie nimmt die regionale Bevölkerung, die ein zentraler Adressat der Third Mission ist, diese neue Mission der Hochschulen wahr? Dazu wurden Bürger*innen der Region Ingolstadt befragt (N = 512). Diese sehen hohes Potential in der Third Mission von Hochschulen und sind bereit, an entsprechenden Angeboten teilzunehmen. Allerdings hat nur ein sehr geringer Anteil der Personen das bereits getan. Diese Kluft kann durch die stärkere Adressierung der Bedarfe der Bevölkerung und der konkreten regionalen Lebenswelten überwunden werden. Denn unter anderem die Orientierung der Hochschulen an den zentralen Themen der Region trägt dazu bei, die wahrgenommene Bedeutung der Hochschulen für die Region aus Sicht der Bevölkerung zu steigern. Zusammenfassend weist dieser Beitrag auf das Potential hin, das Third Mission aus Sicht der Bürger*innen hat, und macht deutlich, wie dieses gehoben werden kann
Jenseits des Klassenverbandes: Community Lost, Saved or Liberated?
In diesem Beitrag werden die Auswirkungen eines Wegfalls von festen Klassenstrukturen an der Universitätsschule Dresden auf die Sozialkontakte der Schüler*innen untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei die Annahme, dass der Wegfall fester Klassenverbände einerseits zu einer Vergrößerung des Interaktionsraums und damit der potenziellen Anzahl möglicher Sozialkontakte führt, dass der Wegfall der Opportunitätsstruktur Klassenverband andererseits jedoch auch Erwartungssicherheiten senken kann, was die Anzahl und die Qualität von Sozialkontakten verringern würde. Um dies zu untersuchen, wurden alle ca. 200 Schüler*innen des ersten Jahres der Universitätsschule nach ihren Sozialkontakten befragt, und die sich daraus ergebende Netzwerkstruktur wurde mit entsprechenden Strukturen an vergleichbaren „regulären“ Schulen verglichen. Dabei ergaben sich für die Universitätsschule dichtere und verästeltere Strukturen von Kontakten vergleichbarer Stabilität und höherer Reziprozität. Die Anzahl relativ wenig integrierter Schüler*innen war an der Universitätsschule etwas niedriger als beim Durchschnitt der Vergleichsschulen
Supervision zum Einstieg in den Lehrberuf
Dieser Beitrag zeigt die Wichtigkeit einer professionellen Begleitung durch das Bera- tungsformat der Supervision beim Einstieg in den Lehrberuf auf. Mit besonderem Au- genmerk auf die Bedeutung des reflexiven Lernens wird anhand des Pilotprojektes „Su- pervision begleitend zum Einstieg in den Lehrberuf“ der Pädagogischen Hochschule Wien die Wirksamkeit professioneller Beratung in Form von Supervision aufgezeigt. We- sentliche Themen und Anliegen der Supervisand*innen werden beschrieben und damit auch die komplexe Gemengelage der Berufseinstiegsphase aufgezeigt. Im Anschluss werden, aufbauend auf diesem Befund, Desiderate für einen gelungenen Berufseinstieg formuliert
Qualitative hermeneutische Supervisionsforschung in Zeiten der Beratungskritik: Eine Begründung.
Der Artikel beschreibt Entwicklungslinien der Fallsupervision aus historischer perspek- tiver. Beginnend bei der Bearbeitung von emotionaler Überforderung als Merkmal der ersten Konjunktur der Fallsupervision, die noch einen deutlichen pastoralen Charakter trägt, wird als zweite Konjunktur die Beziehungsanalyse zum Thema der Fallsupervision beschrieben. Ausgehend von den Erkenntnissen August Aichhorns zum Unbewussten der „Verwahrlosung“ bei Kindern und Aichhorns Arbeit mit Lehrer*innen hierzu rückt durch Michael Balint das unbewusste der Art-Klienten-Beziehung in den Mittelpunkt. In der zweiten Phase der Fallsupervision stehen psychoanalytische und damit klinische Deutun- gen im Vordergrund. Die dritte Phase diskutiert die Fallsupervision sozialtheoretisch im Kontext der Beratungskritik und legt hier zum einen Schützes Theorie der Fallanalyse und weitere interpretative Sozialtheorien zu Grunde. Alle Zugänge sind bis heute für die Fallsupervision von Bedeutung
The State of Prisons in India During Covid-19: The Impact on Incarcerated Persons
The state of prisons in India is poor, especially in relation to overcrowding, healthcare and sanitation. The issue of medical facilities and adequate treatment was brought to light by the Covid-19 pandemic, where overcrowding led to a failure of compliance with the prescribed social distancing norms. This paper deals with the state of prisons in India, highlighting the impact of the pandemic and examining associated changes in incarceration rates. It analyses relevant Supreme Court orders and the effects of alternative house arrest and other state measures. In conclusion, the paper discusses the measures recommended by the United Nations to alleviate the impact of the virus on prisons
Ozonexposition stört Partnerwahl bei Taufiegen
Mit der Oxidation des männlichen Sexualpheromons der Taufiege Drosophila melanogaster zerstört Ozon ein wichtiges Erkennungsmerkmal, das Männchen als Paarungspartner bzw. Konkurrenten ausweist. Im Laborexperiment sorgt das bei der Paarung für Verwirrung. Im Freiland könnte der Fortpfanzungserfolg von Insektenarten gefährdet sein, deren Geschlechter über weite Entfernungen mit Pheromonen kommunizieren