Latein und Griechisch in Nordrhein-Westfalen (LGNRW - E-Journal)
Not a member yet
4677 research outputs found
Sort by
Individuelle Förderung mittels künstlicher Intelligenz: Entlastung der Lehrkräfte und Differenzierung für Lernende
KI und Lehrbucharbeit im zweiten Lernjahr: Mehr Fluch als Segen für die Unterrichtsplanung und -vorbereitung
Mit Monet lernen, wie grauer Star das Sehvermögen ändert
Der französische Impressionist Claude Monet ist für Biolog/-innen ein besonders faszinierender Maler. Zum einen befreite er als junger Künstler die Malerei aus den verstaubten Ateliers der Akademie und führte sie ins Freie. Zum anderen zeigt sein Spätwerk, wie sich die Sicht verändert, wenn sich im Alter die Augenlinsen trüben. Die Ausstellung „Monets Garten“ nähert sich dem Werk des Impressionisten auf interaktive Weise
From Professional Vision to Fostering Critical L2 Classroom Discourse Competence: Analysing and Reflecting on Discourse Practices in Inclusive English Language Teaching
This article argues that a crucial aspect of teaching in inclusive (in fact: in all!) English language classrooms is not only using learner-oriented teaching methods, but also interacting in a learner-oriented, empowering way. It therefore proposes that pre-service English language teachers develop Critical L2 Classroom Discourse Competence as part of their university education and suggests that this competence can be fostered by enhancing the pre-service teacher’s professional vision. As a means to do so, the article presents material that has been implemented in an advanced class for future English teachers at Bielefeld University. The material invites the students to engage in the micro-analysis of a video-sequence that was recorded in an inclusive English classroom (year 5). Insights into student products generated in the seminar as well as course evaluations suggest that the students’ professional vision as well as a sensitivity to classroom discourse in inclusive contexts may be promoted by the suggested material
Experiments on the upswing – how practical examination tasks improve biology teaching:
Um wissenschaftspropädeutische Kompetenzen differenzierter in der Abiturprüfung ansteuern zu können, sind experimentelle Aufgabenstellungen seit 2022 fester Bestandteil der Abiturklausuren im Fach Biologie. Unsere Beobachtungen zeigen, dass Schüler/-innen unter Prüfungsbedingungen selbst geplante Experimente sicher durchführen und deuten können. Gleichwohl zeichnen sich Entwicklungspotenziale zur Behebung von Defiziten bei der Berücksichtigung des Variablengefüges oder der Fehlerdiskussion ab. Für Lehrkräfte stellen das Identifizieren, Dokumentieren und Bewerten von praktischen Tätigkeiten in einer Prüfung zum einen eine logistische Herausforderung dar. Zum anderen geben vor allem jüngere Lehrkräfte an, im Studium nur unzureichend in die fachtypischen Arbeitsweisen eingeführt worden zu sein. Insgesamt trägt die Erweiterung des Prüfungsformats dazu bei, dass fachgemäßen Denk- und Arbeitsweisen wieder eine größere Bedeutung im Unterricht zukommt.In order to be able to address scientific propaedeutic skills in a more differentiated way in the Abitur examination, experimental tasks have been a fixed component of the Abitur examinations in biology since 2022. Our observations show that students can confidently carry out and interpret selfplanned experiments under examination conditions. Nevertheless, there is potential for development to remedy deficits in the consideration of the structure of variables or the discussion of errors. On the one hand, identifying, documenting and evaluating practical activities in an examination is a logistical challenge for teachers. On the other hand, younger teachers in particular state that they were insufficiently introduced to typical subject-specific working methods during their studies. On the whole, the expansion of the examination format helps to ensure that subject-specific ways of thinking and working will take on greater importance in lessons again
Thoughts on establishing the CRISPR-Cas9 system in Neurospora crassa:
Neurospora crassa ist ein bedeutender Modellorganismus für die Genetik, Molekularbiologie und weitere Forschungsgebiete. Um neue Erkenntnisse in diesen Gebieten zu gewinnen, wird oft das Prinzip der reversen Genetik verwendet, wobei z. B. Gene ausgeschaltet werden, um deren Funktion zu analysieren. Für N. crassa nutzt man hierfür die homologe Rekombination als gängige Methode. Diese ist jedoch aufwendig und ineffizient. Das CRISPR-Cas9-System stellt eine effizientere Alternative dar, steht für N. crassa aber noch nicht zur Verfügung. Die Etablierung erfordert viel Vorarbeit, Literaturrecherche und viele Abwägungen. Aspekte, die für eine erfolgreiche Etablierung des Systems in N. crassa berücksichtigt werden müssen, sind die Auswahl der Methode, um die CRISPR-Cas9-Komponenten in die Zelle einzubringen, die Optimierung der Genexpression von cas9 bzw. der gRNA sowie die Minimierung von Nebeneffekten. Nach der Auswahl und Optimierung der Methode muss die Funktionalität des Systems durch Tests und geeignete Kontrollen bestätigt werden, bevor es dann für spezifische Analysen eingesetzt wird.Neurospora crassa is a significant model organism for genetics, molecular biology, and other research areas. To gain new insights in these fields, the principle of reverse genetics is often used, i. e. switching off genes in order to analyze their function. Regarding N. crassa, homologous recombination is commonly used for this purpose, but it is time-consuming and inefficient. The CRISPR-Cas9 system offers a more efficient alternative, but it is not yet available for N. crassa. Establishing this system requires extensive preparatory work, literature research, and careful considerations. Factors to be considered for a successful implementation of the system in N. crassa include selecting the method to introduce the CRISPR-Cas9 components into the cell, optimizing the expression of cas9 and gRNA, and minimizing side effects. After having selected and optimized the method, the functionality of the system must be confirmed through tests and appropriate controls before it can be used for more specific analyses
Stereoscopic insight into the biological microcosm:
Der vorliegende Beitrag hat die Präsentation des stereoskopischen Verfahrens in der Lichtmikroskopie zum Inhalt. Als Methode zur Herstellung von Raumbildern, welche auf zwei stereoskopischen Halbbildern basieren, wird das leicht anwendbare Kippverfahren vorgestellt. Die fotografische Aufnahme eines Objektes aus zwei geringfügig unterschiedlichen Perspektiven erfolgt hier durch Kippung des Objektträgers (oder Mikroskops) mit entsprechendem Kippwinkel von 2° bis 10°. Anhand von Bildbeispielen soll demonstriert werden, dass das Raumbild gerade bei der Dokumentation komplexer dreidimensionaler Strukturen zusätzliche Informationen zu liefern vermag. Unter anderem diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass sich die Stereofotografie zu einem Standardverfahren in der Lichtmikroskopie etablieren konnte.The present article deals with the presentation of the stereoscopic method in light microscopy. The easily applicable tilt-shift technique – based on two stereoscopic semi-images – is presented as a method for producing spatial pictures. The photography of an object from two slightly different perspectives is done by tilting the slide (or the microscope) at a corresponding angle of 2° to 10°. With the help of exemplary pictures, it shall be demonstrated that the spatial picture can provide additional information especially when documenting/recording complex three-dimensional structures. Among other things, due to this circumstance stereophotography could be established as a standard method in light microscopy
„Bildung“ in der wissenschaftlichen Weiterbildung : Ein interdisziplinärer Systematisierungsversuch
Der Beitrag greift die Frage nach der Relevanz und Ausdeutung des Bildungsbegriffs für die wissenschaftliche Weiterbildung vor dem Hintergrund ihres historischen Wandels und der damit verbundenen interdisziplinären Verortung auf. Aufbauend auf den Perspektiven auf Bildung der vier identifizierten Bezugsdisziplinen Betriebswirtschaftslehre, Hochschulbildung, Erwachsenenbildung und Soziologie werden fünf Bildungsverständnisse in der wissenschaftlichen Weiterbildung herausgearbeitet: Bildung als Weiterentwicklung von berufsbezogenen Kompetenzen, als (akademische) Professionalisierung, als Erschließung des Selbst-, Fremd- und Weltverhältnisses, als sozialer Aufstieg und als variabler systembezogener Auftrag.
Anschließend wird die sich daraus ergebende Deutung, die Vermarktlichung der wissenschaftlichen Weiterbildung führe zu einseitig nachfrageorientieren Angeboten, die allein der Weiterentwicklung von berufsbezogenen Kompetenzen und damit der Anpassung der Lernenden dienen, anhand von drei darin angelegten Kurzschlüssen entkräftet: dem Generalisierungs-Kurzschluss, dem Mehrebenen-Kurzschluss und dem Materialitäts-Kurzschluss.
Abschließend wird resümiert, dass die wissenschaftliche Weiterbildung grundsätzlich weiterhin das Potential hat, ein Ort der Erschließung des Selbst-, Fremd- und Weltverhältnisses und des sozialen Aufstiegs zu sein. Hierfür werden die Erwachsenenbildung und, ergänzend, die Soziologie als zentrale Bezugsdisziplinen mit entsprechenden Handlungs- und Forschungsaufträgen skizziert
Jenseits der Kundenrolle: Co-Creation in der Weiterbildungsangebotsentwicklung: Zwei Fallstudien über mutige Mitgestaltende
Co-Creation in der Entwicklung von Weiterbildungen ist kein wissenschaftlicher, sondern ein kreativer Prozess. Dieser kreative Prozess ist, wie diese Studie zeigt, geprägt von Ergebnisoffenheit, gemeinsamen Suchbewegungen, Scheitern, Fehlern und dem Lernen entlang des Prozesses. Hinzu kommt eine für Forschende neue Haltung, bei der bisherige Kundinnen und Kunden aktiv in die Entwicklung neuer Weiterbildungen einbezogen werden. Die vorliegende Studie dokumentiert den Prozess der Co-Creation in der Entwicklung offener Weiterbildungsangebote in Form von zwei Fallstudien mit elf Partnerorganisationen unterschiedlicher Größe und aus verschiedenen Branchen. Das Vorgehen orientiert sich am Design Thinking Prozess mit dem Ziel, innovative Weiterbildungen mittels Abduktion zu entwickeln. Als Ergebnis wurden kritische Erfolgsfaktoren in Form von fünf Hypothesen abgeleitet, welche die weitere Forschung zur Co-Creation in der wissenschaftlichen Weiterbildung bereichern sollen. Als kritischer Erfolgsfaktoren haben sich (1) inhaltliche Impulse, (2) die Unterscheidung zwischen Fach- und Führungskräften, (3) das gemeinsame Üben von Perspektiv- und Rollenwechseln, (4) eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung sowie (5) ausreichend Frustrationstoleranz und Ressourcen aller Teilnehmenden herauskristallisiert