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    Contested Meanings of Volunteering: Socialist Self- Management and Volunteer Fire Departments in Slovenian Municipalities

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    his article uses a longue-durée approach to discuss volunteering as a practice in Slovenia sincethe mid-nineteenth century. It uses an example of volunteer fire departments, one of the old-est voluntary organizations in the country and asks what firefighters in Slovenia recognized asvoluntary work during the imperial, interwar, and socialist periods? The article looks at wom-en’s participation in fire departments to investigate whether the gradual inclusion of womenchanged perception regarding volunteer work? In particular, the article focuses on the periodof socialist self-management, during which the idea of volunteering was based on the partici-pation of people in voluntary actions to improve community life with a loose understanding ofindividual gains. The chapter argues that while volunteer fire departments notably diversifiedtheir membership, the meaning of volunteering remained linked to a national tradition rootedin an earlier era when departments consisted exclusively of men who viewed their participationas unpaid and honorable work.Dieser Beitrag untersucht die Entwicklung des Ehrenamts in Slowenien seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Am Beispiel der Freiwilligen Feuerwehren, einer der ältesten freiwilligen Organisationen Sloweniens, wird der Frage nachgegangen, was Feuerwehrleute in Slowenien während der Habsburger Monarchie, der Zwischenkriegszeit und der sozialistischen Ära als freiwillige Arbeit verstanden. Der Artikel beleuchtet die Beteiligung von Frauen bei den Feuerwehren und unter-sucht, ob die schrittweise Einbeziehung von Frauen die Wahrnehmung von Freiwilligenarbeit veränderte. Insbesondere konzentriert sich der Artikel auf die Zeit der sozialistischen Selbstverwaltung, in der das Konzept des Ehrenamts auf der Beteiligung von Menschen an freiwilligen Aktionen zur Verbesserung des Gemeinwohls basierte, wobei der individuelle Nutzen weniger im Vordergrund stand. Der Artikel argumentiert, dass die Bedeutung des Ehrenamts trotz der deutlichen Diversifizierung der Mitgliederstruktur der Freiwilligen Feuerwehren weiterhin mit einer nationalen Tradition verbunden blieb, die in einer früheren Ära wurzelte, als die Feuerwehren ausschließlich aus Männern bestanden, die ihre Beteiligung als unbezahlte und ehrenvolle Pflicht ansahen

    Welcome to Volunteerland: How Volunteering Became Unpaid Work and a Subject of Labor Statistics

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    This article argues that the availability of statistical information on volunteering resulted froma variety of efforts to make previously obscured contributions to countries’ wealth and well-being visible as productive activities. Since the late 1960s, economists from the Global Southand feminists criticized international economic standards for their Western and male bias. Thesediscontents led to the introduction of unpaid work as a new category of international laborstatistics and umbrella term for very diverse activities, such as subsistence farming, housework,caring, and volunteering. This was the beginning of an epistemic revolution in data collectionwith far-reaching consequences. It changed the semantics of the concept of labor and en-hanced the visibility of women’s and volunteers’ contributions to societies’ well-being. But datacollection also made volunteering more susceptible to political management and economicexploitation, and its classification under the general category unpaid work tended to blur thedistinction between voluntary and involuntary activities.Der Beitrag zeigt, dass die Erhebung von Daten zur Freiwilligkeit auf transnationale Bemühun-gen zurückgeht, zuvor ignorierte Leistungen zum menschlichen Wohlergehen als produktiveTätigkeiten sichtbar zu machen. Seit den 1960er Jahren prangerten Ökonom:innen des Glo-balen Südens und Feministinnen die westliche und männerzentrierte Voreingenommenheitökonomischer Standards an. Diese Kritik beförderte die Einführung von „unbezahlter Arbeit“ alsneue Kategorie der internationalen Arbeitsstatistik. Als Oberbegriff umfasst unbezahlte Arbeitsehr unterschiedliche Tätigkeiten wie Hausarbeit, Care und Freiwilligenarbeit. Diese Neuerungin der statistischen Taxonomie löste eine epistemische Revolution mit weitreichenden Folgenaus. Sie veränderte die Semantik des Begriffs Arbeit und erhöhte die öffentliche Anerkennungdes Beitrags von Frauen und Freiwilligen zum Gemeinwohl. Gleichzeitig erleichterte sie den politischen Zugriff auf die Freiwilligenarbeit als ökonomisch ausbeutbare Ressource, währenddie Klassifikation des freiwilligen Engagements als unbezahlte Arbeit die Grenzen zwischen frei-willigen und unfreiwilligen Leistungen zusehends verwischte

    The Lockean Subject: A Critical Reappraisal

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    This article critically revisits John Locke’s concept of the liberal subject by examining its en-tanglement with voluntary action, property, and colonial domination. Situating Locke’s politicalthought within the dual context of 17th-century resistance to absolutist authority and colonialexpansion, Jürgen Martschukat argues that the Lockean subject was shaped through and le-gitimized by systems of unfree labor, land appropriation, and racialized hierarchies. Drawing onLocke’s theoretical writings and his active role in the colonization of Carolina, he shows howvoluntariness was both a principle of freedom and a mechanism of domination. Rather thanviewing exclusion and exploitation as contradictions of liberalism, Martschukat reveals theirstructural integration into its formation. He calls for a historicized understanding of voluntari-ness that recognizes its dual potential as a tool of subjugation and a resource for critique andresistance.Der Artikel unternimmt eine kritische Einordnung des Lockeschen liberalen Subjekts, indemer dieses zu Freiwilligkeit, Eigentum und kolonialer Herrschaft in Beziehung setzt. Jürgen Mart-schukat betrachtet das politische Denken John Lockes innerhalb von zweierlei historischenKontexten, nämlich dem Widerstand gegen monarchische Herrschaft und der KolonisierungAmerikas. Er zeigt so, dass das Lockesche Subjekt nach Selbstbestimmung strebte und zugleichin der Ausbeutung unfreier Arbeit, der Aneignung von Land und der Etablierung rassistischerHierarchien Form annahm. Gestützt auf Lockes Texte sowie auf Beobachtungen seines En-gagements in der Kolonisierung Carolinas argumentiert der Artikel, dass Freiwilligkeit im 17.Jahrhundert sowohl als Freiheitsprinzip als auch als Herrschaftsmechanismus in das Politischeeingeführt wurde. Vor diesem Hintergrund sollten Ausschluss und Ausbeutung einerseits unddie entstehende liberalen Ordnung andererseits nicht als Widersprüche verstanden werden, sondern als historisch auf das engste ineinander verflochten. Eine Genealogie der Freiwilligkeit verdeutlicht daher deren ausschließende Dimensionen ebenso wie deren Potential als Ressource von Kritik und Widerstand

    Comparison-making Towards Empire’s End: Algeria and Native Americans in Postwar French Letters and Comics About the United States

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    became ever more vital for people to understand their times. I study a fourfold comparison setthat postwar Frenchmen and -women developed about the US. Algeria was key to comparingthe French with the American empire. The US nation-state-settler-colony was a lens ontoFrench Algeria. Native Americans informed thinking about France’s relationship with Algerians.And Native Americans’ ambiguous depiction mirrored fears about France in a US-dominatedworld.This case helps study how historical actors use comparisons in three ways. First, here, actors’comparison set included not just two polities but also third parties: Algeria and/or Native Americans.Second, the comparison set’s key polities, America and France, were not uni-dimensional.Rather, America was three things at once that were being glued together (a nation-state, settlercolony, and empire), and France, four things becoming unglued (a polity dominated by theUS; a nation-state; a nation-state-settler-colony [French Algeria]; and an empire). This multidimensionalitycomplicated comparison-making. And third, while French comparison-makershad their own mind, they were influenced by how postwar Americans were rethinking the US and its past, too.   Mit dem Niedergang der europäischen Imperien, der Entkolonialisierung und dem Aufstieg desUS-Imperiums wurden Vergleiche für das Verständnis der Menschen ihrer Zeit immer wichtiger.Ich untersuche einen vierfachen Vergleich, den Franzosen und Französinnen in der Nachkriegszeitmit den USA anstellten. Algerien war der Schlüssel zum Vergleich zwischen Franzosenund dem amerikanischen Imperium. Die US-nationalstaatliche Siedlerkolonie war gleichsameine Projektion auf Französisch-Algerien. Die Native Americans beeinflussten das Denken überFrankreichs Beziehung zu den Algeriern. Und die zweideutige Darstellung der amerikanischenIndigenen spiegelte die Ängste über Frankreich in einer von den USA dominierten Welt wider.Anhand dieses Falles lässt sich untersuchen, wie historische Akteure Vergleiche auf dreierleiWeise nutzen. Erstens umfasste die Vergleichsgruppe der Akteure hier nicht nur zwei Staaten,sondern auch dritte Parteien: Algerien und die amerikanischen Natives. Zweitens waren diebeiden wichtigsten politischen Einheiten des Vergleichssets, Amerika und Frankreich, nichteindimensional. Amerika war vielmehr drei miteinander verwobene Dinge auf einmal (ein Nationalstaat,eine Siedlerkolonie und ein Imperium), und Frankreich vier Dinge, die nicht mehrmiteinander verwoben waren (ein von den USA dominiertes Gemeinwesen, ein Nationalstaat,eine nationalstaatliche Siedlerkolonie [Französisch-Algerien] und ein Imperium). Diese Mehrdimensionalitäterschwerte den Vergleich. Und drittens hatten die französischen Akteure desVergleichs zwar ihre eigene Meinung, wurden aber auch davon beeinflusst, wie die Amerikanerin der Nachkriegszeit die USA und ihre Vergangenheit neu überdachten

    Frank Bösch, Deals mit Diktaturen. Eine andere Geschichte der Bundes- republik (C. H. Beck, 2024), 622 pp.

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    Editorial

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    Migration temporaire de la main-d’oeuvre missionnaire baptiste de la Jamaïque pour le Cameroun (1841–1900)

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    The aim of this article is to highlight the contribution of temporary missionary labour fromJamaica to the evangelisation of Cameroon between 1841 and 1900. Recruited by the BaptistMissionary Society, this temporary workforce consisted of teachers, doctors, carpenters, shopkeepers,printers and linguists. Their overall role was to supplement the BMS missionaries. Theresults of this temporary workforce in Cameroon remain mixed. Indeed, the discrimination sufferedby some black workers from Jamaica compared to their white peers, as well as the differencein their pay, not to mention the very difficult living conditions, prompted several to returnto Jamaica very early on. Others, however, such as Joseph Merrick and Joseph Jackson Fullerremained in Cameroon and distinguished themselves positively in terms of their work on theBMS mission field. Dieser Artikel untersucht den Beitrag der temporären Missionsarbeiter aus Jamaika zur EvangelisierungKameruns zwischen 1841 und 1900. Die von der Baptist Missionary Society rekrutiertentemporären Arbeitskräfte bestanden aus Lehrern, Ärzten, Zimmerleuten, Händlern,Druckern und Linguisten. Ihre allgemeine Aufgabe bestand darin, die Missionare der BMS zuersetzen. Die Bilanz dieser temporären Arbeitskräfte in Kamerun ist ambivalent. Die Diskriminierung,der einige schwarze Arbeiter aus Jamaika gegenüber ihren weißen Kollegen ausgesetztwaren, sowie die Differenz bei den Soldzahlungen und die schwierigen Lebensbedingungenveranlassten viele von ihnen, frühzeitig nach Jamaika zurückzukehren. Andere jedoch, wie JosephMerrick und Joseph Jackson Fuller, blieben in Kamerun und zeichneten sich durch ihreMissionsarbeit positiv aus

    Transgenerational Atlantic Crossings: Multiple Migrations between Brazil, Italy, and Luxembourg at the Beginning of the Twentieth Century

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    This paper deals with life stories of transatlantic migrants between Brazil and Europe over thecourse of two generations, from the end of the nineteenth to the beginning of the twentiethcentury. The individuals researched are Brazilian-born Italians, who came to Luxembourg betweenthe 1910s and the 1930s. Their life stories include their parents’ trajectory to Brazil andback to Italy, their diverse migrations taken up after that, and details of their personal and politicallife. The article is especially interested in the causes of their migrations as well as in their specificmigration patterns, which include labour opportunities, political interests and hardships,personal reasons, and gender patterns. In order to analyse these factors, it first looks at the 32cases that could be found in the archive, which reveal striking similarities. The article then looksinto specific life stories, which leads to two different approaches that offer a broad insight intothose migrants’ lives. Der vorliegende Artikel befasst sich mit den Lebensgeschichten transatlantischer Migrant*innen,die sich im Laufe zweier Generationen vom Ende des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhundertszwischen Brasilien und Europa abspielten. Bei den untersuchten Personen handelt es sich umin Brasilien geborene Italiener*innen, die zwischen 1910 und den 1930er Jahren nach Luxemburgkamen. Ihre Lebensgeschichten umfassen den Weg ihrer Eltern nach Brasilien und zurücknach Italien, ihre danach eingeschlagenen vielfältigen Migrationswege sowie Einzelheiten ihrespersönlichen und politischen Lebens. Der Artikel interessiert sich vor allem für die Ursachenihrer Migrationen sowie deren spezifische Formen, die mit Arbeitsmöglichkeiten, politischenInteressen und Verfolgung, persönlichen Gründen und Geschlechterdynamiken in Verbindung standen. Um diese Faktoren zu analysieren, werden zunächst 32 im Archiv gefundene Fälle, die auffallende Ähnlichkeiten aufweisen, in ihrer Gesamtheit untersucht. Im Anschluss daran wird auf spezifische Lebensgeschichten eingegangen. Diese kombinierte Vorgehensweise eröffneteinen umfassenden Einblick in das Leben dieser Migrant*innen

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