Biologie in unserer Zeit (BiuZ - E-Journal)
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Jane Goodall genoss jede Minute, die sie mit unseren nächsten Verwandten verbringen konnte. Seit über 50 Jahren setzte sie sich unermüdlich für den Schutz der Schimpansen und ihres Lebensraumes ein. Fast alles, was wir heute über das Leben und Verhalten von Schimpansen wissen, fand Jane Goodall durch ihre jahrzehntelangen Beobachtungen heraus. Die Palette von Superlativen ließe sich nahezu unbegrenzt fortsetzen. Am 01. Oktober 2025 ist die charismatische Primatenforscherin im Alter von 91 Jahren verstorben
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Für die Abwehr von Pathogenen können Granulozyten ihren Zellkern opfern und dekondensierte DNA als extrazelluläres Fangnetz auswerfen. Die Dekondensation erfordert das Enzym Myeloperoxidase und unterscheidet sich grundlegend von der reversiblen Umstrukturierung der DNA bei Transkription und Replikation
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Mallorca ist nicht nur für seine traumhaften Strände und pulsierenden Städte bekannt, sondern auch für beeindruckende Naturlandschaften. Eines der bedeutendsten Schutzgebiete der Insel ist der Naturpark S’Albufera, der im Nordosten Mallorcas zwischen Alcúdia und Can Picafort liegt (Abbildung 1). Mit einer Fläche von rund 1.700 Hektar ist S’Albufera das größte Feuchtgebiet der Balearen und ein einzigartiges Refugium für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten
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Das neue Buch des Gießener Professors für Physiologie, Wolfgang Skrandies, liefert eine konzise und straff geschriebene Einführung in die Sinnesphysiologie, in der neben der Beschreibung der verschiedenen Sinnesorgane Anleitungen für einfache, die Funktionsweise eines Sinnesorgans erklärende Experimente vorgestellt werden. Letztere können ohne aufwändiges Gerät und deswegen von interessierten Leserinnen und Lesern zuhause durchgeführt werden. Die zu erwartenden Ergebnisse werden erklärt und zu den entsprechenden Eigenschaften des Sinnesorgans in Beziehung gesetzt. Damit kann das Buch als Anleitung zur Anwendung der Lehrstrategie des multimodalen Lernens dienen: Die Durchführung der Experimente macht eher theoretische Darstellungen fassbarer und vertieft dadurch das Verständnis von Aufbau und Funktionsweise der Sinnesorgane
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Der bei einigen Vogelarten beobachtete verringerte Anteil an Weibchen unter den außerpaarlich gezeugten Jungvögeln könnte darauf beruhen, dass nukleare und mitochondriale Gene nicht optimal zueinander passen, was zu einer erhöhten Mortalität unter jungen Weibchen führen kann
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Schall kann möglicherweise ein wichtiges Instrument bei der Wiederherstellung von Korallenriffen sein. Die Übertragung der Geräusche eines gesunden Riffs an ein geschädigtes Riff regt Korallenlarven dazu an, sich dort anzusiedeln. Dies belegt eine Studie eines japanischen Forschungsteams [1]. Somit könnte die „akustische Anreicherung“ möglicherweise eine wichtige Hilfs- und Unterstützungsmaßnahme für gefährdete Riffe sein
The problematic case sulphur – either toomuch or too little:
Schwefel ist ein essentielles Makroelement, das in zahlreichen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielt. Er ist als bioverfügbares Sulfat in Mineralien wie Gips vorhanden, wird aber ebenfalls gasförmig durch menschliche Aktivitäten, marine Organismen, Vulkanausbrüche oder Waldbrände in Form von Schwefeldioxid (SO2) freigesetzt. Nachdem über viele Jahre hinweg bedingt durch die Nutzung fossiler Brennstoffe die SO2-Konzentration in auch für Pflanzen toxischen Bereichen lag und großflächig zu einem Waldsterben führte, sind heutige SO2-Konzentrationen in der Atmosphäre zumindest in Europa nahezu bei null. Der dadurch geringere Schwefeleintrag, bei gleichzeitigem Schwefelexport durch Holzentnahme in bewirtschafteten Wäldern führt zu einer Mangelsituation und verringerten Resilienz einheimischer Bäume, da Schwefel für eine Vielzahl von Abwehrreaktionen gegen biotische Stressoren unerlässlich ist. In der Landwirtschaft ist Schwefelmangel mit seiner Auswirkung auf die Pflanzengesundheit bekannt und die Schwefeldüngung ist heutzutage gängige Praxis. Dieses Phänomen scheint nun auch in unseren Wäldern angekommen zu sein und viele Schadsymptome von Bäumen können möglicherweise auf eine nicht-ausreichende Schwefelzufuhr zurückgeführt werden. Aus diesem Grund werden Überlegungen diskutiert, auch hier gezielt Schwefelapplikationen zur Regeneration der natürlichen Schwefelversorgung zu nutzen. Deshalb könnte zukünftig analog zur Landwirtschaft die natürliche Resilienz unserer einheimischen Baumarten zumindest teilweise wiederhergestellt werden. Schwefel im Wald entwickelte sich somit in den letzten Jahrzehnten von einem Fluch zum Segen.Sulphur is an essential macro-element that plays an important role in numerous biological processes. It is present as bioavailable sulfate in minerals such as gypsum, but is also released in gaseous form by human activities, marine organisms, volcanic eruptions or forest fires in the form of sulphur dioxide (SO2). For many years, the use of fossil fuels caused SO2 concentrations that were even toxic to plants and led to a widespread forest dieback, while today’s SO2 concentrations in the atmosphere are almost zero, at least in Europe. Therefore, this reduced supply of sulphur and at the same time the export of sulphur because of timber harvesting in managed forests has led to a shortage situation and a reduced resilience of trees, as sulphur is essential for a variety of defence reactions against biotic stressors. In agriculture, the lack of sulphur and its impact on plant health is known and today sulphur fertilization is common practice. Apparently, this phenomenon has arrived in our forests as well and many damage symptoms of trees can possibly be traced back to an insufficient uptake of sulphur. That is why ideas are being discussed as to the use of systematic sulphur applications for the regeneration of the natural supply of sulphur. Therefore, in analogy to agriculture, the natural resilience of our native trees could be restored in the future – at least partly. As a consequence, sulphur in the forest has turned from a curse to a blessing during the last decades