Universität der Bundeswehr München: AtheneForschung
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Ein Beitrag zur monetären Bewertung von digitaler Netzinformation in Versorgungsunternehmen
Informationen spielen heute in Unternehmen eine zentrale Rolle. Zuverlässige und schnell verfügbare Information bildet die Grundlage für die Vielzahl von Entscheidungen, die in den Abläufen einer Organisation getroffen werden müssen. Für Unternehmen allgemein ist von Interesse, welche Informationen es in welcher Form vorhalten muss, um die Nutzer bei ihrer Entscheidungsfindung optimal zu unterstützen. In der vorliegenden Arbeit wird speziell die Situation in Versorgungsunternehmen am Beispiel der dort verwendeten digitalen Netzinformation (Daten über die technischen Betriebsmittel, wie Rohre, Leitungen, Anlagen) behandelt. In Versorgungsunternehmen ist insbesondere eine monetäre Bewertung des Nutzens eines digitalen Informationssystems gegenüber des bisher geführten analogen Systems, beispielsweise bestehend aus Plänen, Skizzen und Karteien, von Interesse. Kern der Arbeit ist ein Konzept zur monetären Bewertung dieser Nutzendifferenz. Es wird gezeigt, dass der entscheidende Nutzen der digital vorgehaltenen Betriebsmitteldaten in sogenannten Netzinformationssystemen in der Beschleunigung der Arbeitsabläufe im Unternehmen besteht. Anhand von ausgewählten Arbeitsabläufen im Versorgungsunternehmen wird die Methode zur Ermittlung und monetären Bewertung von Zeiteinsparungen validiert. Das Ergebnis der monetären Bewertung stellt eine nachvollziehbare Basis beispielsweise für die innerbetriebliche Verrechnung von Informationsbereitstellung im Unternehmen dar. Es ist erkennbar, dass die Anwendung des Konzepts und der Methode der Arbeit für andere Unternehmen, auch anderer Branchen, geeignet ist
Impact behavior of shallow curved structures made of fiber reinforced plastics
Faserverstärkte Kunststoffe (FVK) weisen neben den Vorteilen, wie erzielbarer hoher spezifischer Steifigkeiten und Festigkeiten, auch materialtypische Probleme auf. Ein erheblicher Nachteil besteht in der geringen Impacttoleranz der FVK. Unter transversaler Schlagbeanspruchung verhalten sich die faserverstärkten Kunststoffe spröde. Die Folge sind großflächige Schichttrennungen, sogenannte Delaminationen, die die Druck- und Schwingfestigkeit des Laminates deutlich verringern. Aus diesem Grund wird die Impacttoleranz von Faserverbundwerkstoffe in Standardimpactversuchen an planen Probenkörpern getestet. Die meisten realen Strukturen weisen jedoch eine Krümmung auf, so dass sich die im Experiment an planen Probenkörpern ermittelten Impacttoleranzen nur eingeschränkt übertragen lassen. Ziel dieser Arbeit ist es, den Geometrieeinfluss schwach gekrümmter Strukturen auf das Impactverhalten faserverstärkter Kunststoffplatten zu untersuchen. Dabei besteht die wesentliche Eigenleistung in einer möglichst allgemeingültigen Abbildung der oben genannten Fragestellung im Experiment und deren Analyse. Hierzu werden Kugelsegmente in die zunächst planen Impactprobekörper aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff laminiert und definierten transversalen Schlagbeanspruchungen ausgesetzt. Das Schädigungsverhalten des Verbundes wird in Abhängigkeit unterschiedlicher Geometrien und Impactenergien untersucht. Ausgewertet werden die Ergebnisse aus dem Kraft-Zeit-, Weg-Zeit- und Energie-Zeit-Verlauf des Impacts als auch aus den mikroskopischen Analyseverfahren. Die im Versuch vorliegende Beanspruchung wird mit analytischen, zweidimensionalen Schichtmodellen und an einem achsensymmetrischen, dreidimensionalen Finite-Elemente-Modell diskutiert, um den Geometrieeinfluss auf das Schädigungsverhalten FVK zu klären.Besides the great advantages of fiber reinforced plastics (FRP), like high specific stiffness and specific strength that can be yielded, there do exist some material typical problems. A great disadvantage is the low impact resistance. FRP react in a brittle way under impact loading. The result of a transverse dynamic loading are areas of separation of the lamina called delamination. The delaminations decrease the compression strength and swing strength of the laminate. For this reason, FRP are qualified in instrumented impact tests on plane specimens. Most structures normally are not plane. Due to this fact the results of the impact experiment with plane specimens are not direct transferable to real curved structures. The aim of this paper is to investigate the influence of shallow curved structures of fiber reinforced plastics under impact loading. The transfer of this question to a general valid experiment and the analysis of the results is the essential of these investigations. To reach this aim, spherical structures are laminated in the center of normally plane specimens and are tested under different impact loadings. The results of the time depending force, distance and energy response are analyzed. The stress strain relationship during the impact are investigated by analytical two-dimensional layer models and an axis symmetric three-dimensional finite element model to clarify the geometrical influence on the impact behavior of FRP
Numerical simulation of reinforced concrete and fibre reinforced concrete structures under high dynamic loadings
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, die Auswirkungen von Detonationseinwirkungen auf betonartige Strukturen zu untersuchen. Die mit geeigneten und zuverlässigen Werkstoffmodellen für den Stahlbeton und für den Stahlfaserbeton durchgeführten numerischen Simulationen sollen aufwendige und teure Versuche ergänzen und/oder ersetzen. Diese Modelle müssen in der Lage sein, die charakteristischen Merkmale der Wellenfortpflanzung im Werkstoff abbilden zu können. Die Werkstoffmodelle für den Stahlfaserbeton und für den Stahlbetonverbund wurden in dieser Arbeit neu entwickelt und in eine Hydrocode-Umgebung eingebettet. Stoffgesetze werden in der klassischen Theorie der Thermodynamik additiv in eine hydrostatische und eine deviatorische Komponente zerlegt. In dieser entkoppelten Darstellung lässt sich mit einer Zustandsgleichung das Kompressionsverhalten und mit einem Festigkeitsmodell das deviatorischen Materialverhalten beschreiben. Die Materialgleichungen wurden auf der Grundlage einer vollständig dreidimensionalen kontinuumsbasierten elasto-plastischen Schädigungstheorie hergeleitet. Die Stoffgesetze sind modular aufgebaut und berücksichtigen die Zunahme der Festigkeit in Abhängigkeit von der Verzerrungsrate, eine Beschreibung der Schädigung auf Basis des Materialplastifizierens und eine daraus resultierende Degradation der Steifigkeit und Festigkeit. Ergänzend wurden zur vollständigen Beschreibung des Stahlbetons die Materialparameter eines bestehenden Materialmodells für Metalle denen des Betonstahls nach DIN 488 angepasst.In this work, the effects of detonation loadings on concrete based structures are analysed. For accurate modelling, appropriate and reliable material models for reinforced concrete and fibre reinforced concrete are required for the numerical simulations which should complement and/or substitute experiments. These material models must have the ability to characterise the effects of wave propagations in heterogeneous materials. The material models for steel fibre reinforced concrete and reinforced concrete bond have been developed and implemented in a hydrocode. Due to the classical theory of thermodynamics, material laws are additively disparted into a hydrostatic component and a deviatoric component. In doing so, the material dependent constitutive equations are splitted in an equation of state for the compressive material behaviour, and, a strength model for the deviatoric material behaviour. The constitutive equations are affiliated on the basis of a fully three dimensional continuum based elastic-plastic damage theory. The new constitute equations are modularly formulated and consider the effects of strength increase due to strain-rates, a damage evolution due to material plasticising, and, consequentially a degradation of stiffness and strength. Additionally, the material parameters of the reinforcing steel according to the German code regulations DIN 488 have been evaluated and implemented in a known material law of metals
Product Development as Dynamic Capability
Technologiegeprägte Industrien wie die Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie oder IT- und Telekomindustrie, dem Untersuchungsfeld der Dissertation, sind gekennzeichnet durch einen intensiven Wettbewerb um technische Innovationen insbesondere zur funktionalen Steigerung der Produkteigenschaften. Neue Technologien können als USP ("unique selling proposition"), als objektiv einzigartige Leistungsdifferenz eingesetzt werden und eröffnen Chancen für Produkterfolge auf nationalen und internationalen Märkten. In diesem Umfeld behandelt die Arbeit die Produktentwicklung als einen Kernprozess zur Anwendung von Ingenieursleistungen. Produktentwicklung wird dabei nicht im klassischen Sinne als eine Abfolge spezifischer Aktivitäten, sondern als dynamische Fähigkeit untersucht, die es Unternehmen ermöglicht erfolgreiche Produkte kontinuierlich und wiederkehrend zu entwickeln. Dieser Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass er dynamische Prozesse, wie Lern- und Veränderungsprozesse, in den Vordergrund stellt und dabei den Einfluss von vorhandenen Kompetenzen und Marktpositionen berücksichtigt, die das Unternehmen im Laufe seiner historischen Entwicklung entwickelt hat. Das Ergebnis der vorliegenden Arbeit ist eine dynamische Konzeption von Produktentwicklung, die bestehende überwiegend statische Aspekte sinnvoll ergänzt, und Probleme behandelt, die durch sich verändernde Technologien und Märkte aufgeworfen werden. Diese dynamische Sichtweise wurde anhand zweier Fallstudien in der Automobilindustrie (Audi AG) und Telekommunikationsindustrie (Siemens ICN) verifiziert und weiterentwickelt. Die vorliegende Arbeit ist somit ein erster Schritt hin zu einer dynamischen Sichtweise auf komplexe Zusammenhänge in Unternehmen. Durch den Fokus auf den Prozess der Produktentwicklung werden diese Zusammenhänge greifbar und sind daher für die Praxis unmittelbar relevant. Die drei Kernelemente der Konzeptionierung sind erstens, daß Produkterfolge durch ein einzelnes Produkt möglich sind, jedoch Nachhaltigkeit des Erfolges nur durch eine Abfolge von Produkten erzeugt wird, die einen technischen Vorsprung bilden, ausweiten und verstärken. Zweitens, das allgemein in der Produktentwicklung angewandte Postulat der Trennung zwischen Produktplanung und -realisierung kann nicht aufrecht erhalten werden, weil in einem dynamischen Umfeld sich die Rahmenbedingungen kontinuierlich verändern und somit Planung und Realisierung größtenteils parallel erfolgen. Aber es besteht, drittens, in solch einem Umfeld, eine identifizierbare Beziehung zwischen Lern- bzw. Veränderungsprozessen und dem Produkterfolg. Diese Ergebnisse sind konform mit qualitativen Erkenntnissen der Strategieforschung, die "dynamische Fähigkeiten" in der Organisation als Motor von Produkterfolgen identifiziert haben.Technology-driven industries like aerospace, automobiles, IT or telecommunication are characterized by intensive competition for new technological innovations to improve product features and functionality. New technologies can be sold as USP ("unique selling proposition") and be used as performance advantages to create new chances for product success in national and international markets. In such an environment, the work copes with the product development process as the core process to transform technologies into viable products. In such a sense, product development is not seen in the traditional view as a sequence of activities but as a dynamic capability that allows to develop successful products repeatedly and continuously. Such an approach is characterized by dynamic processes like learning and reconfiguration that develop competences and market positions in the course of a company´s evolution. The result of this work is a dynamic conceptualization of product development, that complements existing more static aspects and copes with problems that are caused by changing markets and technologies. Such a dynamic view has been developed and verified in two case studies in automobiles (Audi AG) and telecommunication (Siemens ICN). The work is a first step towards a dynamic view to the complex interrelationships within companies. The focus on the process of product development links theoretical concepts to concrete business operations and makes it therefore valuable for management practise. The three basic elements of a dynamic conceptualization of product development are first, that singular new product success might happen occasionally, but to make new product success sustainable it needs sequences of products that build, expand and penetrate one or more technological advantages. Second, the market-based approach of separating product planning and product development can not be confirmed because, in dynamic environments, where technologies and markets are continuously evolving, product planning and product development has to proceed in parallel. But, in such an environment, there is, third, an identifiable relation between dynamic processes (learning and reconfiguration) and new product success. These results confirm qualitative insights of strategic management research, which proclaim dynamic capabilities as the "engine" of new product success
Klimatische Temperatureinwirkungen und Kombinationsregeln bei Brückenbauwerken
Zur Erfassung klimatischer Temperaturbeanspruchungen von Brückentragwerken werden auf der Basis gemessener Klimadaten nichtlineare instationäre Temperaturfelder nummerisch simuliert. Deren Zerlegung in mehrere idealisierte Anteile liefert mechanisch deutbare Ersatztemperaturfelder. Durch eine Zeitreihenanalyse können Extremwerte mit unterschiedlichen Wiederkehrperioden bestimmt werden. Da die Ersatztemperaturverteilungen gleichzeitig auftreten, ist ein Verfahren zur Bestimmung von Temperatur-Kombinationsregeln erarbeitet worden. Für zweistegige Plattenbalken wird das kombinierte Auftreten von Temperaturschwankungen und vertikalem Temperaturunterschied analysiert
Zur visuellen Umfeldwahrnehmung autonomer Fahrzeuge
Für die Realisierbarkeit intelligenter autonomer Fahrfunktionen ist die Wahrnehmung des Fahrzeugumfeldes zur Detektion von Objekten und zur Bestimmung der eigenen Position relativ zu anderen Objekten grundlegend. Hierfür werden in dieser Arbeit im Wesentlichen modellbasierte Bildverarbeitungsansätze verwendet. Ferner werden neue Verfahren zur Extraktion von Bildmerkmalen entwickelt, welche die Zuordnung gemessener Bildmerkmale bezüglich einer aktuellen Modellvorstellung erleichtern sollen. Unter anderem werden zwei neue Verfahren vorgestellt, mit deren Hilfe streifenförmige Bildausschnitte in homogene Segmente mit linearem Helligkeitsverlauf unterteilt werden können, um bei Bedarf mit benachbarten Segmenten zu Kantenverläufen bzw. Bereichen gruppiert zu werden. Die entwickelten Bildmessverfahren werden zur Detektion und unter Verwendung räumlich zeitlicher Modelle zur Verfolgung von Objekten eingesetzt. In verschiedenen Anwendungen werden die erarbeiteten Ansätze zur Objekterkennung exemplarisch in realen Verkehrsszenen mit Versuchsfahrzeugen für autonome Mobilität und Rechnersehen validiert: Es werden die Synergien für ein hybrides ACC System (Hybrid Adaptive Cruise Control (HACC)) aufgezeigt, welche sich aus einer Kombination eines radarbasierten ACC mit visueller Fahrspur- und Objekterkennung ergeben. Es werden Strategien und Bildverarbeitungsoperatoren zur rein visuellen Detektion und Verfolgung von Pkws im Nahbereich für ein Stauassistenzsystem entwickelt und auf Videosequenzen verifiziert. Die Detektion von Pkws bei seitlicher Ansicht wird mittels aspektabhängiger generischer Muster zur Detektion von Rädern verwirklicht. Ferner wird als ein Teilaspekt einer größeren vollautonomen Mission mit querfeldein GPS-Wegpunktnavigation die Erkennung eines negativen Hindernisses mit anschließendem Ausweichmanöver unter Verwendung der entwickelten Bildverarbeitungsverfahren und aktiver Blickrichtungssteuerung realisiert. Als Rahmen für die Entwicklung der Fahrerassistenzanwendungen dient das EMS-Vision System (Erwartungsbasiertes Multifokales Sakkadisches - Sehen) des Instituts für Systemdynamik und Flugmechanik der UniBwM.For the realization of intelligent autonomous driving capabilities a reliable perception of the driving environment including the detection and tracking of obstacles is necessary. In this thesis, some simple new image processing methods are developed for the extraction of visual object features, which facilitate the assignment of measured features to expected appearances. Among other things two new methods are described to segment image stripes into homogeneous linearized intensity intervals, which can be grouped to edges or regions. These image processing methods are used for detection and in combination with spatio-temporal models for tracking of 3-D objects. In several applications the presented approaches for object recognition are verified in real driving scenes using the experimental cars for autonomous mobility and machine vision of the university of the federal armed forces Munich (UBM). For example, the synergies for a Hybrid Adaptive Cruise Control (HACC) system are shown, which result from a combination of a radar-based ACC and visual perception. Further some strategies for purely visual detection and tracking of cars close to the ego car are presented to handle stop-and-go traffic. This has been done using 3-D models of wheels to generate view dependent templates for their detection. Finally as a part of a complex fully autonomous driving mission with offroad GPS waypoint navigation the recognition of a ditch is described using active gaze control and followed by an autonomous evasion maneuver. As framework for the development of these driver assistance systems the EMS-Vision (Expectation-based Multifocal Saccadic Vision) system of UBM was used
Models for the explorative design of telecommunications welfare systems
Ziel dieser Untersuchung ist die Integration von Telekommunikationssystemen, welche Personen mit altersbedingten Krankheitserscheinungen eine möglichst lange selbständige Lebensführung offerieren. Hierbei werden Kommunikationsbeziehungen, Sicherheitsaspekte und ethische Gesichtspunkte mit einbezogen.The aim of this study is the integration of telecommunication systems, which offer persons afflicted with symptoms caused by old age to conduct their lives independently as long as possible. To this end communication relationships, safety aspects as well as ethical factors are taken into consideration
Komponenten zur automatischen Fahrzeugführung in sehenden (semi-)autonomen Fahrzeugen
Damit ein Fahrerassistenzsystem als vertrauenswürdiger technischer Partner vom Führer eines Kraftfahrzeugs akzeptiert wird - sei es als reiner Assistent oder als selbständiger Agent in bestimmten Bereichen - muss es über annähernd die gleichen Wahrnehmungs- und Verhaltensfähigkeiten wie der menschliche Fahrzeuglenker verfügen. Eine explizite Repräsentation dieser Fähigkeiten ist dazu unerläßlich. Die Realisierung inertialer Wahrnehmungsfähigkeiten zur Erfassung des Fahrzeug-Eigenzustands und die Verhaltensgenerierung zum Zwecke der Fortbewegung sowie die Repräsentation all dieser Funktionalitäten in Form von Fähigkeiten sind Inhalte dieser Arbeit. Als Basis dient das im Rahmen der Entwicklung des EMS-Vision Systems (amp;quot;Erwartungsbasiertes Multifokales Sakkadisches - Sehenamp;quot;) entstandene Fähigkeitenkonzept, welches eine elementare Komponente einer Systemarchitektur für (semi-)autonome Agenten darstellt. Die entwickelten Ansätze und Konzepte wurden exemplarisch in den beiden Versuchsfahrzeugen für autonome Mobilität und Rechnersehen (VAMORS und VAMP) implementiert und erfolgreich getestet. Im Rahmen unterschiedlich komplexer autonomer Fahrmissionen konnten sowohl Wahrnehmungsfähigkeiten zur inertialen Bestimmung des Fahrzeug-Eigenzustands und zur Positionsbestimmung als auch Fortbewegungsfähigkeiten für den On- wie für den Offroad-Betrieb demonstriert werden
Aerodynamic effects at leading edge film cooling injection at highly loaded turbine cascades under periodic unsteady inflow conditions
Die steigenden Anforderungen an die aero-thermodynamische Belastung von Turbinen bedingt den Einsatz von Filmkühlung um die weit unter der Gastemperatur angesiedelten maximalen Bauteiltemperaturen einhalten zu können. In Turbomaschinen ergibt sich durch das Aufeinanderfolgen von stehenden und rotierenden Gittern eine periodisch instationäre Zuströmung, die das Mischungsverhalten von Kühlluft und Heißgas beeinflusst. Speziell die Vorderkante der ersten Laufschaufel ist hiervon betroffen. Um genaue Erkenntnisse des Einflusses der periodisch instationären Zuströmung auf das aero- thermodynamische Verhalten von filmgekühlten Turbinenschaufeln mit Vorderkantenausblasung zu erhalten, wurden im Rahmen der vorliegenden Arbeit detaillierte Messungen im Bereich der Ausblasung durchgeführt. Zur Untersuchung der aerodynamischen Mischung von Heißgas und Kühlstrahl wurde die drei dimensionale Hitzdraht Anemometrie eingesetzt. Zur Simulation der Rotor-Stator-Interaktion in Verbindung mit dem Turbinengitter AGTB-EIZ wurde der am Institut entwickelte Erzeuger-Instationärer-Zuströmung verwendet. Durch die periodisch instationäre Zuströmung stellen sich zeitliche Veränderungen der Strahltrajektorie und des lokalen Ausblasmassestrom ein, was an der saugseitigen Ausblasung zu einem kurzzeitigen Zusammenbrechen des Kühlstrahls führt. Die gewonnen Daten wurden zu einem dokumentierten und validierten Test Case zusammengefasst und stehen den Projektpartner zur Validierung von Fortschrittlichen Rechenverfahren zur Verfügung.Because of increasing aero-thermal loading of turbine blades, film cooling have to be employed to reach admissible material temperatures. The rotor-stator interaction within turbines causes periodic unsteady inflow conditions which influences the mixing process of film cooling jets and the main flow. In order to close the gap in knowledge of these interaction, experiments were carried out at the leading edge of a film cooled turbine blade. The linear cascade AGTB-EIZ was installed with a wake generator at the High Speed Cascade Wind Tunnel of the Institute. The periodic incoming wakes influences the cooling jet trajectory and the local coolant mass flow. Temporary the suction side jet was almost disappeared. The entire data are compiled to a documented and validated test case and it is available for the project partner in order to validate their numerical tools
Self-organized growth of fullerene C60 on reconstructed silicon surfaces
oai:athene-forschung.rz.unibw-muenchen.de:node85228Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Mechanismen des selbstorganisierten Wachstums von Buckminsterfullerenen (C60) auf rekonstruierten Silizium-Oberflächen. Es werden dazu sowohl die Oberflächen selbst als auch die Adsorption von Fullerenen auf diesen untersucht und Modelle für die experimentellen Beobachtungen entwickelt sowie mögliche Anwendungen untersucht. Bor-Oberflächenphasen sind in der Oberflächenphysik seit Jahren Gegenstand der Forschung. Bei ihrer Untersuchung stellte sich bisher stets die Frage, welcher Bindungsplatz an der Oberfläche bzw. im Kristallgitter von den Boratomen eingenommen wird. Mehrere Forschungsgruppen sagten zwei verschiedene mögliche Bindungsplätze voraus, konnten jedoch jeweils nur einen beobachten. In dieser Arbeit ist es nun gelungen, die Präparation der Oberflächenphase mit Mitteln der MBE durchzuführen und auf diese Weise beide vorhergesagten Phasen zu erzeugen und im STM zu beobachten. Erstmals konnten in dieser Arbeit auch der temperaturinduzierte Phasenübergang zwischen den beiden Oberflächenphasen nachgewiesen werden. Dadurch konnte geklärt werden, dass tatsächlich beide Oberflächenphasen auf Silizium existieren und aufgrund ihrer verschiedenen Bindungsplätze auch verschiedene Eigenschaften hinsichtlich der Beweglichkeit besitzen. Dies konnte mit elektrischen Untersuchungen aus anderen Arbeiten korreliert werden. Des weiteren wird aufgrund der passivierenden Wirkung einer der beiden Phasen ein Verfahren vorgestellt, das zur Passivierung von Silizium-Oberflächen über längere Zeiträume an Luft verwendet werden kann. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Untersuchung des Wachstums von C60-Fullerenen auf Silizium. Daher wird im folgenden Kapitel zunächst die Adsorption auf reinen Silizum-Oberflächen der - und -Orientierung betrachtet. Es ergibt sich weder ein geordnetes Lagenwachstum von C60 auf diesen Substraten noch das Wachstum geschlossener Lagen. Vielmehr tritt ab Beginn der C60-Abscheidung Multilagenwachstum auf. In dieser Arbeit wurde in dem Zusammenhang erstmals das Überwachsen von Fullerenen mit Silizium untersucht und Grenzen für das einkristalline Überwachsen gefunden sowie die Segregation von C60 während des Wachstums charakterisiert. Damit wurde ein wichtiger Schritt zu Einbettung von C60 in Silizium-Bauelemente getan. In der Folge wurden Untersuchungen zur Bildung von Siliziumcarbid auf Silizium mittels C60 als Precursor angestellt. Aufgrund von Verspannungen zwischen Siliziumsubstrat und erzeugtem SiC kommt es hier nicht zu einem Wachstum von geschlossenen Schichten, sondern zum Volmer-Weber-Wachstum von SiC-Inseln ungleicher Größe. Für die Vereinheitlichung der Größe von SiC-Inseln wurde hier ein Verfahren entwickelt, das mittels vergrabenen C60 als Precursor monodisperse SiC-Dots in Silizium erzielen kann. Von den Ergebnissen auf reinem Silizium ausgehend wird im darauf folgenden Kapitel eine Lösung für das Aufbringen von geschlossenen Monolagen von Fullerenen auf Silizium entwickelt. Die Anordnung von Fulleren-Monolagen in einer dichtesten Kugelpackung konnte hier durch eine weitgehende Entkopplung von Substrat und Fullerenen erzielt werden. Diese Entkopplung wurde im vorliegenden Fall durch das Einbringen der zuvor untersuchten Bor-Oberflächenphase erreicht, die vor der Aufbringung von Fullerenen alle freien Valenzen der Oberfläche absättigt und somit die Beweglichkeit der C60 signifikant erhöht. Damit wird es den C60 ermöglicht, sich optimal anzuordnen. In diesem Anordnungsprozess kommt es zur Bildung von zwei Fulleren-Domänen. Waren ähnliche Anordnungen von Fullerenen auf einer Silber-Oberflächenphase auch bereits beobachtet, so konnten dennoch hier wichtige Erkenntnisse hinzugewonnen werden. Die genaue Anordnung der Fullerene relativ zur Bor-Oberflächenphase konnte in dieser Arbeit geklärt werden. Neu erkannt wurde die Orientierung der Symmetrieachsen der Fullerene relativ zum Substrat. Dazu wurden hochauflösende STM-Messungen durchgeführt