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LLM-Based IDS Alert Interpretation for Cyber Incident Analysis and Triage
Die Analyse der großen Anzahl von Warnmeldungen (Alerts), die täglich von Intrusion Detection Systemen (IDS) generiert werden, stellt für Analysten in Security Operation Centers (SOC) eine erhebliche Herausforderung dar. Dies gilt insbesondere, wenn ein hoher Anteil der Meldungen auf Fehlalarme (False Positives) zurückzuführen ist. Die Automatisierung von Teilen des Alert-Triage-Prozesses kann daher einen wichtigen Beitrag zur Entlastung von SOC-Teams und zur Absicherung von IT-Infrastrukturen leisten. In dieser Arbeit entwickeln wir ein Konzept für die automatisierte Klassifizierung und Informationsanreicherung von IDS-Alerts durch die Zuordnung zu relevanten Cyber Threat Intelligence (CTI)-Daten. Wir beschäftigen uns insbesondere mit dem Problem der Aufbereitung der Alerts für den Zuordnungsprozess. Wir untersuchen hierfür den Einsatz von Large Language Models (LLMs) für die Klassifizierung von IDS-Warnmeldungen, mit einem Fokus auf der Fähigkeit von LLMs, echte Angriffsmuster in den Alerts von Fehlalarmen zu unterscheiden und Warnmeldungen korrekt MITRE ATT&CK-Techniken zuzuordnen. Für die Evaluation verwenden wir Alerts aus sowohl netzwerkbasierten als auch hostbasierten IDS und vergleichen die Effektivität der Klassifizierungen zweier LLMs, ChatGPT und Gemini. Darüber hinaus untersuchen wir den Einfluss von Systemkontextinformationen wie zusätzlichen Logeinträgen oder Informationen zur Serverkonfiguration. Wir analysieren außerdem den Einfluss von Few-Shot-Beispielen auf die Interpretation der Warnmeldungen und bewerten, wie konsistent die Modelle identische Eingabeaufforderungen interpretieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass beide untersuchten LLMs ohne zusätzliche Kontextinformationen oder geeignete Few-Shot-Beispiele Schwierigkeiten haben, Angriffsereignisse von Fehlalarmen zu unterscheiden. Insgesamt erzielen die Modelle bessere Ergebnisse bei Alerts, die klare Indikatoren für potenziell bösartige Aktivitäten enthalten, beispielsweise die Erwähnung spezifischer Tools oder TTPs (Tactics, Techniques and Procedures), die typischerweise im Rahmen realer Angriffe eingesetzt werden. Alerts mit schwächeren Indikatoren, wie ungewöhnliche Häufungen von Events oder Protokollabweichungen, werden dagegen weniger präzise klassifiziert. Wir haben außerdem festgestellt, dass Few-Shot-Beispiele die Interpretationsqualität erheblich verbessern können, obwohl unsere Experimente zeigen, wie wichtig es ist, diese Beispiele sorgfältig auszuwählen. Darüber hinaus zeigen unsere Versuche mehrere Herausforderungen hinsichtlich der praktischen Einsatzfähigkeit von LLMs im SOC-Kontext, darunter überlastete Modelle, hohe Token-Kosten, API-Rate-Limits und gelegentliche Verarbeitungsfehler.Interpreting the large volume of alerts produced by Intrusion Detection Systems (IDS) each day can be challenging and fatiguing for Security Operation Center (SOC) analysts, especially when encountering a high number of false positives. Supporting analysts by automating parts of the alert-triage process can therefore provide a valuable contribution to safeguarding IT systems. In this thesis, we work toward an automated approach for mapping IDS alerts to Cyber Threat Intelligence (CTI) data by leveraging Large Language Models (LLMs) for the task of classifying IDS alerts. Our focus lies on the ability of LLMs to distinguish attack-related alerts from false positives and to associate alerts with the correct MITRE ATT&CK techniques. In our evaluation, we use alerts generated by both network-based and host-based IDS and compare the classification performance of two LLMs, namely ChatGPT and Gemini. Furthermore, we examine the impact of system context information such as additional log lines and server configuration data on the LLMs' classifications. In addition, we analyze the influence of Few-Shot examples on alert interpretation and assess how consistently the models interpret identical input prompts. Our results show that both analyzed LLMs struggle to distinguish attack-related alerts from false positives when they are not provided with additional information such as contextual data or Few-Shot examples. In general, the models perform better when interpreting alerts that contain strong indicators of potential malicious activity, such as names of tools known to be used in attacks. Alerts with weaker indicators, such as frequency anomalies or protocol violations, are interpreted less accurately. We also find that few-shot examples can significantly improve interpretation quality, although our experiments emphasize the importance of selecting these examples carefully. Moreover, our evaluation reveals several limitations that affect the applicability of LLMs for alert interpretation, including overloaded models, high token costs, rate limits, and occasional processing errors
Machine Learning for Quantum Many-Body Physics: Efficient Representation of Vertex Functions
In dieser Arbeit werden Techniken des Maschinenlernens in der Vielkörperphysik ange- wendet. Der Fokus liegt auf der Vertexfunktion, einem hochdimensionalen Objekt, das die Wechselwirkungen von Teilchen abbildet und eine Herausforderung für Interpretation und Berechnungen darstellt.Inspiriert von Methodiken in der Objekterkennung entwickeln wir ein Konzept, bei dem ein Autoencoder zum Erlernen einer reduzierten Repräsentation der Vertexfunktion eingesetzt wird. Um quantenphysikalische Besonderheiten erfassen zu können, wird eine Samplingstrategie für Vertices entwickelt. Im Kern dieser Arbeit wird untersucht, ob der dimensional reduzierte Vertexraum ein physikalisches Verständnis der Vertexfunktion erfasst, erlaubt Vertices nicht gelernter Phasen zu extrapolieren und ermöglicht Eigen- schaften eines Vertex mit höherer Konfidenz abzuleiten. Der reduzierte Vertexraum wird weitergehend analysiert, indem ein Klassifizierer gelernt wird, um die Phase aus der reduzierten Repräsentation abzuleiten. Abschließend wird ein Autoencoder trainiert, um den Nachbarn eines Eingabevertex vorherzusagen.Die Experimente zeigen, dass der Autoencoder beim Rekonstruieren reduzierter Vertices sehr niedrige Fehler erreicht, selbst wenn ungelernte Phasen extrapoliert werden. Das demonstriert die Fähigkeit des Modells die physikalischen Grundsätze der Vertexfunktion zu erfassen. Zudem wird lediglich ein sehr geringer Teil der Daten eines Vertex benötigt, um einen effektiven Vertexraum zu erlernen. Durch die Verwendung reduzierter Verti- ces konnte die Genauigkeit der Klassifikation nicht verbessert werden, die Ergebnisse bestätigen allerdings, dass diese wesentliche Eigenschaften der Vertexfunktion erfassen.Für das Vorhersagen eines benachbarten Vertex konnten bisher keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden. Möglichkeiten für eine Verbesserung könnten sein komplexere Modellarchitekturen wie das U-Net einzusetzen oder einen für Rekonstruktion trainierten Autoencoder durch anschließendes Fine-Tuning anzupassen.In this work, machine learning techniques are applied to many-body physics, focusing on the vertex function, a high-dimensional object encoding particle interactions, posing a challenge for interpretation and computation.Inspired by successful approaches in object detection, we develop a framework using an autoencoder neural network to learn a lower-dimensional representation of the vertex function. To capture quantum-physical peculiarities, a subsampling strategy for vertices is developed. In the core of this work we investigate if the dimensionally reduced vertex space captures physically meaningful features and a physical understanding of the vertex function, allows to extrapolate to vertices of unseen phases and enables to infer vertex features more confidently. The reduced vertex space is analyzed further, by training a classifier to infer the phase from a reduced vertex representation. Finally, the autoencoder is trained to predict the neighbor of an input vertex.The experiments show that the autoencoder achieves very low errors, when reconstructing vertices from the reduced space, even when extrapolating to unseen phases, demonstrating the models ability to capture the defining features and physical fundamentals of the vertex function. Furthermore, only a very small amount of the data in a vertex is required to learn a well performing vertex space. While the reduced vertex space does not improve classification accuracy compared to using original vertices, the results confirm that essential vertex features captured.When predicting a neighboring vertex, no satisfying results could be achieved by di- rectly training an autoencoder. Suggestions for improvement include using a more advanced model architecture like U-Net or fine-tuning an autoencoder for reduction and reconstruction towards the new task
Der Einfluss von Palmitoylierung auf Proteininteraktion: Untersuchung von Monoamin-Neurotransmitter-Transportern mit Molekulardynamik-Simulationen
Monoamin Neurotransmitter Transporter (MATs) prägen die synaptische Signalübertragung, indem sie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin aus dem extrazellulären Raum entfernen. Palmitoylierung kann die MAT-Funktion modulieren, unter anderem durch eine erhöhte Transportkapazität des Dopamintransporters (DAT). Zudem wurden MATs als Dimere und Oligomere beschrieben. Ein möglicher Zusammenhang ergibt sich daraus, dass die Haupt-Palmitoylierungsstelle des DAT in unmittelbarer Nähe von TM12 liegt, einer Transmembranhelix, die wiederholt als Bestandteil von MAT-Dimerinterfaces beschrieben wurde. Diese Arbeit untersucht, ob Palmitoylierung die Dimerisierung und Interface-Präferenzen des Noradrenalintransporters (NET) und des DAT verändert und wie die Membranzusammensetzung diese Effekte beeinflusst. Dazu wurden coarse-grained Molecular Dynamics MARTINI3 Simulationen von palmitoylierten und nicht-palmitoylierten NET- und DAT-Dimeren durchgeführt, ausgehend von einer durch Kryoelektronenmikroskopie (cryo-EM) entdeckten NET-Dimergeometrie in mehreren Membranmodellen. Die Dimerstabilität und Interfaces wurden mittels RMSD, 2DAufenthaltsdichtekarten, Analyse von Helix-Helix-Kontakten transmembraner Segmente sowie Lipidkontakt-Statistiken in der Nähe der Palmitoylierungsregion quantifiziert.Die cryo-EM-abgeleitete Dimeranordnung war nach Aufhebung der Restraints in allen Membranmodellen instabil, was darauf hinweist, dass diese Geometrie im vorliegenden coarse-grained Setup nicht begünstigt ist. Stattdessen bildeten sich reproduzierbar alternative metastabile Dimere, deren Interfaces durch die Scaffold-Domänen-Helices und insbesondere TM12 gebildet wurden. Palmitoylierung stabilisierte die Dimere nicht generell, verschob jedoch die Verteilung der Interface-Populationen. TM12-beteiligte Interfaces nahmen bei NET zu und wurden über Replikate hinweg häufig reproduzierbarer, während DAT nach Palmitoylierung gegenteilige TM12-assoziierte Trends und eine erhöhte Variabilität zeigte. Insgesamt stützen die Ergebnisse die Auffassung, dass die MAT-Dimerisierung ein Ensemble membranabhängiger Interface-Zustände darstellt, welche durch Palmitoylierung umgeformt werden kann, anstatt in einer einzelnen, stabilen Dimergeometrie vorzuliegen.Monoamine neurotransmitter transporters (MATs) shape synaptic signaling by clearing dopamine, norepinephrine, and serotonin from the extracellular space. Palmitoylation can modulate MAT function, including an increased transport capacity of the dopamine transporter (DAT). In parallel, MATs have been reported to form dimers and oligomers. A potential mechanistic link is suggested by the major DAT palmitoylation site being proximal to TM12, a transmembrane helix that has been repeatedly described in MAT dimer interfaces. This thesis tests whether palmitoylation alters dimerization and interface preferences of the norepinephrine transporter (NET) and DAT, and how membrane composition modulates these effects. Coarse-grained MARTINI3 molecular dynamics simulations of palmitoylated and non-palmitoylated NET and DAT dimers were initiated from a cryo electron microscopy (cryo-EM) derived NET-dimer geometry across multiple membrane models. Dimer stability and interfaces were quantified using RMSD, 2D occupancy density maps, transmembrane helix-helix contact analysis, and lipidcontact statistics near the palmitoylation region.The cryo-EM-derived dimer arrangement was unstable after release of restraints in all membrane models, indicating this geometry is not favorable within the present coarse-grained setup. Alternative metastable dimers reproducibly formed, with interfaces enriched in scaffold-domain helices and especially TM12. Palmitoylation did not generically stabilize the dimers but shifted the interface populations. TM12-involving interfaces increased for NET and often became more reproducible across replicas, whereas DAT showed opposite TM12-associated trends and increased variability upon palmitoylation. Overall, the results support MAT dimerization as an ensemble of membrane-dependent interface states that can be reshaped by palmitoylation rather than stabilized into a single dominant dimer
Seismic vulnerability of historic masonry buildings: Damage analysis of the ML 5.5 earthquake in Zagreb, Croatia in 2020
Historische Mauerwerksbauten prägen den europäischen Gebäudebestand und sind aufgrund ihrer Bauweise besonders anfällig gegenüber seismischen Einwirkungen. Das Erdbeben vom 22. März 2020 in Zagreb, Kroatien (ML = 5,5, IEMS = VII), verursachte trotz seiner moderaten Stärke erhebliche Schäden am gründerzeitlichen Gebäudebestand. Die vorliegende Arbeit untersucht die seismische Verwundbarkeit von Mauerwerksbauten aus der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie (≈ 1840-1918) anhand einer umfassenden Bestands- und Schadensanalyse repräsentativer Häuserblöcke im Zagreber Stadtzentrum. Aufgrund historischer Hintergründe und vergleichbarer Bauvorschriften besteht eine hohe strukturelle Ähnlichkeit zu Wiener Gründerzeithäusern. Die statistische Auswertung mittels empirischer Verletzbarkeitskurven ermöglicht die Identifikation von Schadenstrends in Abhängigkeit spezifischer Gebäudemerkmale, liefert wertvolle Erkenntnisse zum seismischen Strukturverhalten und bildet eine fundierte Grundlage für die Planung angemessener Verstärkungsmaßnahmen im Raum Wien.Historic masonry buildings are a characteristic feature of the European building stock and are particularly vulnerable to seismic effects due to their construction. The earthquake of March 22, 2020 in Zagreb, Croatia (ML = 5.5, IEMS = VII), caused significant damage to the historic brick masonry building stock despite its moderate magnitude. This paper examines the seismic vulnerability of historic brick masonry buildings from the period of the Austro-Hungarian Monarchy (≈ 1840-1918) based on a comprehensive inventory and damage analysis of representative blocks of houses in the city center of Zagreb. Due to their historical background and similar building regulations, these buildings are highly comparable with historic masonry buildings in Vienna from the same era. The statistical evaluation using empirical vulnerability functions enables the identification of damage trends depending on specific building characteristics, provides valuable insights into the seismic structural behavior and forms a robust basis for the planning of appropriate reinforcement measures in Vienna
woodUPest - A hybrid high-rise complex in the metropolitan region of Budapest (H)
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht Lösungsansätze einer städtebaulich relevanten, sozial gerechten Wohnraumverdichtung am Beispiel eines dafür initiierten Bauplatzes in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Ausgangspunkt ist die kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der anhaltenden Suburbanisierung, dem defizitären Mietwohnungsangebot der Stadt, sowie dem strukturellen Fachkräftemangel in systemrelevanten Bereichen. Diese Entwicklungen werden als miteinander verflochtene Herausforderungen verstanden, denen mit plausiblen Konzepten integrierter Wohn- und Nutzungsformen begegnet werden soll, welche ökologische und ökonomische Parameter in einem nachhaltigen Quartiersmodell vereinen.Ziel der Arbeit ist der architektonische Entwurf eines prototypischen Hochhauskomplexes mit hybridem Nutzungskonzept, das leistbaren Wohnraum schafft und gleichzeitig die Infrastruktur und soziale Kohäsion urbaner Subzentren in den Peripheriebezirken stärkt. Im Fokus steht die Frage, inwiefern ein vertikales Wohnmodell nicht nur die urbanen Wachstumsprozesse effizienter gestaltet, sondern auch zur Entlastung der Agglomeration beitragen kann.Als Fallstudie dient ein zentral gelegenes, seit mehreren Jahren ungenutztes Baufeld auf einem ehemaligen Gymnasiumsgelände im XI. Bezirk [Újbuda], das sich im Eigentum der kommunalen Stadtverwaltung befindet und damit das Potenzial für progressive Projekte zum Gemeinwohl eröffnet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der planerischen Umsetzung innovativer Bautechnologien [Holz-Hybridbauweise] sowie auf einem vielfältigen und qualitativ hochwertigen Nutzungsangebot, das wirtschaftliche Tragfähigkeit mit sozialer Durchmischung vereint.Darüber hinaus versteht sich die Arbeit als Beitrag zu einem interdisziplinären Stadtentwicklungsdiskurs zum Thema Hochhausbau in einer historischen Stadtmorphologie und unterbreitet ein konziliantes architektonisches Konzept für die soziokulturell bunt gemischte Bewohnerschaft der westlichen Zentralregion Ungarns.The present thesis investigates strategies for socially equitable housing densification that are relevant from an urban-planning perspective, using a site initiated for this purpose in Budapest, the capital of Hungary. Starting with a critical examination of the consequences of persistent suburbanization, the city’s deficient rental housing supply, and the structural shortage of skilled labor in essential sectors. These developments are conceived as interwoven challenges to be addressed through credible concepts of integrated residential and mix-use forms, which seek to unite ecological and economic parameters within a sustainable neighborhood model.The aim of the project is the architectural design of a prototypical high-rise complex with a hybrid usage concept that provides affordable housing while simultaneously strengthening the infrastructure and social cohesion of urban subcentres in the peripheral districts. The central question concerns the extent to which a vertical housing model can not only increase the efficiency of urban growth but also relieve pressure on the metropolitan region.The case study focuses on a centrally located plot of the former grammar school site in the 11th District [Újbuda], which has remained unused for several years. The site is municipally owned, thus offering potential for progressive projects serving the common good. Particular attention is given to the planning and implementation of innovative building technologies [timber-hybrid construction system] as well as to a diverse and high-quality programme of use offers that combines economic viability with social diversity.Furthermore, the work positions itself as a contribution to the interdisciplinary urban development discourse on high-rise construction within a historical urban morphology and proposes a conciliatory architectural concept for the socio-culturally diverse population of Hungary’s western central region
Öffentliche Räume für ältere Menschen: Entwicklung und Erprobung eines städtebaulichen Rahmenwerks in europäischen Metropolrandgebieten
Die Zahl der älteren Menschen steigt stetig. In Zusammenhang mit den Veränderungen in Familiendynamiken, Wohnverhältnissen und Pflegemodellen entstehen neue Herausforderungen. Ältere Personen durchlaufen einen Wandel unterschiedlicher sensorischer, physischer, psychologischer und kognitiver Fähigkeiten. Dieser Rückgang an Kompetenz verstärkt die Relevanz des direkten Lebensumfeldes. Besonders der öffentliche Raum kann einen maßgeblichen Einfluss auf die Lebensqualität älterer Menschen haben. Periphere Räume sind in diesem Kontext aufgrund ihrer niedrigeren Dichte, der Abhängigkeit vom Auto und räumlicher Fragmentierung mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert. Obwohl es relevante Konzepte und Forschung zu dem Thema ältere Menschen und öffentlicher Raum gibt, fehlt es diesen oft an übergreifender Genauigkeit. Anderen wertvollen Auseinandersetzungen mangelt es am Fokus auf die spezifische Altersgruppe. Derzeit ermöglichen nur wenige Forschungsmethoden eine systematische Untersuchung des öffentlichen Raums für ältere Menschen. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der öffentliche Raum in suburbanen Gebieten den diversen Bedürfnissen älterer Menschen gerecht werden kann. Hierfür wird zunächst eine Literaturrecherche über derzeitige Entwicklungen, Veränderungen und Herausforderungen zum Thema ältere Menschen durchgeführt. Zusätzlich werden bestehende Konzepte für altersgerechte Städte herangezogen. Die gewonnenen Erkenntnisse fungieren als Grundlage für die Entwicklung eines umfassenden städtebaulichen Rahmenwerks für ältere Menschen, welches deren Bedürfnisse im öffentlichen Raum einbezieht. Dies stellt den Kern der Arbeit dar und ist in die drei Dimensionen Grundlegende Umweltbedürfnisse, Sensorische und Physische Bedürfnisse sowie Soziale Bedürfnisse aufgeteilt. Der Vorstellung des Rahmenwerks folgt seine Anwendung in zwei Testgebieten: Seclin im Norden Frankreichs und Korneuburg im Osten Österreichs. Bei beiden Orten handelt es sich um Städte in der Peripherie von Metropolregionen. Die Untersuchung erfolgt anhand von Karten, Feldbeobachtungen und systematischen Erhebungen. Mit der fokussierten Anwendung des Rahmenwerks werden räumliche Empfehlungen aufgestellt. Diese Studie identifiziert eingeschränkte Autonomie, Schwierigkeiten der Zugänglichkeit und soziale Exklusion als zentrale Barrieren für ältere Menschen im öffentlichen Raum. Als Reaktion wird ein Rahmenwerk für ältere Menschen im öffentlichen Raum entwickelt. Dieses wird auf unterschiedlichen Maßstabsebenen angewandt und zeigt räumliche Defizite auf, die relevant für ältere Menschen sind. Exemplarisch werden Empfehlungen für zwei Untersuchungsorte gegeben. Die Arbeit bietet ein übertragbares Untersuchungsmittel für suburbane altersgerechte öffentliche Räume.The number of elderly individuals is rising. With this demographic development, as well as the changes in family dynamics, living arrangements, and care models, new challenges arise. Elderly individuals undergo differing sensory, physical, psychological, and cognitive changes. This decrease in competence leads to an increasingly relevant role of their direct environment. Particularly public space can have a significant impact on elderly individuals’ quality of life. Peripheral areas face additional challenges in this context due to their lower density, car dependency, and spatial fragmentation. While important concepts and research concerning elderly individuals and public space exist, they tend to lack in overarching precision. Other relevant explorations don’t focus on the specific age group. Currently, there are few tools that systematically assess public spaces for the needs of elderly individuals. The study aims to answer the question of how public spaces in suburban areas can meet the diverse needs of elderly individuals. For this, it starts with a literature review on the current developments, changes, and challenges on the topic of elderly individuals. Additionally, this work looks into present concepts for an age-friendly city. The knowledge gained functions as a basis for the creation of a comprehensive Urban Planning Framework for Elderly Individuals, which is central to this work and incorporates their needs in public space. It is distributed into the three Dimensions Environmental Basic Needs, Sensory and Physical Needs, as well as Social Needs. The introduction of this framework is followed by its application in two test areas: Seclin, in the North of France, and Korneuburg, in the East of Austria. Both are cities in the periphery of metropolises. The evaluation is done through maps, field observation, and systematic assessment. The focused utilization of the developed framework is followed by resulting recommendations. This work identifies the major barriers limited independence, accessibility issues, and social exclusion for elderly individuals in public space. In response, it creates a framework focusing on their evaluated needs. The framework gets proved to be applicable and reveals spatial deficits relevant for elderly individuals on different scales. It offers exemplary recommendations for the two test areas. This study contributes a transferable assessment tool for suburban age-friendly public spaces
Glass gaze: Shop design architecture in historical buildings
Diese Arbeit konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen dem Schaufenster und dem Gebäude bzw. der Bestandsfassade, in die es integriert ist. Durch die Verbindung von funktionaler Effizienz des Schaufensterdesigns mit dem kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Kontext der Umgebung tragen Architekten eine besondere Verantwortung. Ziel dieser Arbeit ist es, Gestaltungsstrategien für Schaufenster in historischen Gebäuden zu untersuchen, ohne die historische Integrität der Fassade zu beeinträchtigen, und die folgende Forschungsfrage zu beantworten: Wie können Ladenfassaden und Schaufenster gestaltet werden, während der kulturelle und historische Charakter der bestehenden Fassade erhalten bleibt?This paper focuses on the interaction between the retail shop window and the building or facade in which it is situated. By integrating the efficiency of the display design with the cultural, social, and economic context of its environment, architects bear a significant responsibility. The goal of this thesis is to explore shop display design strategies within historical buildings, without compromising the historical integrity of the facade, and to address the question: How can shopfronts and display windows be designed while preserving the cultural and historical character of the existing facade
sugar factory Sofia: Zaharna fabrika - the new cultural hub of Sofia
Bulgarien stand selten aufgrund wirtschaftlichen Wohlstands oder eines herausragenden Gesundheitssystems im Rampenlicht, verfügt jedoch über eine außerordentlich reiche kulturelle und architektonische Geschichte. Zahlreiche Bauwerke aus der Zeit um 1900 zeugen von dieser Blütephase – viele von ihnen befinden sich heute jedoch aufgrund mangelnder oder völlig ausbleibender konservatorischer Maßnahmen in einem kritischen Zustand und drohen unwiederbringlich verloren zu gehen. Eines dieser Bauwerke ist die ehemalige Zuckerfabrik von Sofia, bekannt als Zaharna Fabrika. Errichtet im Jahr 1898, galt sie einst als eine der größten Fabrikanlagen auf dem Balkan und als architektonisches Juwel der industriellen Moderne in Bulgarien. Heute sind von ihrer einstigen Größe nur noch Ruinen erhalten. Mein Entwurf verfolgt das Ziel, nicht nur das historische Gebäude, sondern auch das umliegende Gelände zu revitalisieren. Das Areal umfasst 121.800 m2 und besitzt ein erhebliches städtebauliches Potenzial: Es liegt lediglich zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden und wird von Sofias zweitgrößtem Park umgeben. Die Vision ist die Transformation des Geländes in einen Kulturhub – einen lebendigen Ort der Begegnung, an dem Menschen aus dem ganzen Land zusammenkommen, um sich auszutauschen, zu inspirieren und gemeinsam zu gestalten. Das neue Kulturzentrum soll erschwingliche Räume für lokale Künstlerinnen, Künstler, Designerinnen und Designer bieten, um deren Arbeit sichtbar zu machen und ihnen eine Plattform zur Entfaltung zu geben. Zugleich entsteht ein attraktiver Ausstellungs- und Erlebnisraum für Besucherinnen und Besucher, der Freiluftgalerien, vielfältige Landschaftsgestaltung und eine zeitgenössische architektonische Sprache vereint. Im Untergeschoss ist zudem ein Museum der Industrie vorgesehen, in dem Exponate aus der goldenen Ära der bulgarischen Industrie präsentiert werden.Bulgaria has rarely been in the spotlight for economic prosperity or an outstanding healthcare system, yet it possesses an extraordinarily rich cultural and architectural heritage. Numerous buildings from around 1900 bear witness to this period of flourishing development — many of them, however, are now in a critical condition due to insufficient or entirely absent conservation efforts and are at risk of being lost forever.One of these buildings is the former sugar factory of Sofia, known as Zaharna Fabrika. Built in 1898, it was once considered one of the largest industrial complexes in the Balkans and an architectural jewel of Bulgaria’s industrial modernity. Today, only ruins remain of its former grandeur.My design aims to revitalize not only the historic building itself but also the surrounding site. The area covers 121,800 m2 and holds enormous urban potential: it is located just two kilometres from the city centre, is well connected to public transport, and is bordered by Sofia’s second-largest park.The vision is to transform the site into a cultural hub — a vibrant place of exchange where people from all over can meet, be inspired and create together. The new cultural centre is intended to provide affordable spaces for local artists and designers,giving visibility to their work and offering them a platform for creative development.At the same time, an attractive exhibition and experience space for visitors will emerge, combining open-air galleries, diverse landscape design, and a contemporary architectural language. The basement level will house an industrial museum showcasing artefacts from the golden era of Bulgarian industry
Genomic imprinting is implicated in the psychology of music
Why do we sing to babies? Human infants are relatively altricial and need their parents' attention to survive. Infant-directed song may constitute a signal of that attention. In the rare genomic imprinting disorder Prader-Willi syndrome (PWS), typically paternally-expressed genes from chromosome 15q11–q13 are unexpressed, resulting in exaggeration of traits that reduce offspring investment demands on the mother. PWS may thus be associated with a distinctive musical phenotype. We report unusual responses to music in PWS. Subjects (N = 39) moved more during music listening, exhibited greater reductions in heart rate in response to music listening, and displayed a specific deficit in pitch discrimination ability relative to typically-developing adults and children (N = 589). Paternally-expressed genes from 15q11–q13, unexpressed in PWS, may thus increase demands for music and enhance perceptual sensitivity to music. These results implicate genomic imprinting in the psychology of music, informing theories of music's evolutionary history
On the Use and Abuse of Spatial Instruments
Instruments based on realizations of the endogenous variable in other units - for instance, regional or global weighted averages - are commonly used in political science. Such spatial instruments have proved attractive: they are convenient to obtain, typically have power, and are plausibly exogenous. We argue that the assumptions underlying spatial instruments remain poorly understood and challenge whether spatial instruments can satisfy the conditions required for valid instruments. First, when cross-unit dependence exists in the endogenous predictor, other cross-unit relationships - e.g., spillovers and interdependence - likely exist as well and risk violations of the exclusion restriction. Second, spatial instruments produce simultaneity in the first-stage equation, as left-hand side outcomes are included as right-hand side predictors. Because the instrument and the endogenous variable are simultaneously determined, the exclusion restriction is, necessarily and by construction, violated. Taken together, these concerns lead us to conclude that spatial instruments are rarely, if ever, valid