University of Zagreb
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Vorarbeiten zur Flechtenflora von Kroatien und Dalmatien. 2. Bericht
Nach längerer Pause und fast fünf Jahre nach dem Erscheinen des ersten Teiles dieser Vorarbeiten veröffentliche ich nun ihre erste Fortsetzung als Beitrag zur Flechtenflora Kroatiens und Dalmatiens. Es werden hier nur jene Flechten aufgezählt, die an bis jetzt noch nicht angeführten Lokalitäten Kroatiens, des Kroatischen Küstenlandes, der Quarnerischen Inseln und teilweise auch Dalmatiens aufgefunden wurden. Die Mehrzahl der angeführten Formen ist als neu für Flora dieser Länder zu bezeichnen, viele sind wegen ihres begrenzten Vorkommens wichtig erwähnt zu werden. Grösstenteils wurden die Flechten von mir selbst, viele von Herrn J. Baumgartner, ein geringerer Teil von Bekannten und Freunden gesammelt. Ihnen allen, besonders Herrn Baumgartner sage ich dafür meinen herzlichen Dank. Das Flechtenmaterial von den Quarneroinselen wurde schon seinerzeit von Herrn Dr. A. Zahlbruckner bestimmt und mir zur Veröffentlichung überlassen, wofür ich ihm bestens danke
Über die systematische Bewertung gewisser Merkmale im Formenkreise von Parmelia conspersa sensu lat. : kritische bemerkungen zu neuen Parmelia conspersa-Formen in Jugoslavien
Vorarbeiten zu einer Flechtenflora Kroatiens
Die Flechten Jugoslaviens sind im allgemeinen noch sehr wenig bekannt. Nur die Grenzgebiete und besonders Bosnien, Her- zegovioa und Dalmatien, welche ausländischen Forschern zugänglicher waren, kann man zu den besser erforschten Gebieten zählen. Unter den nicht erforschten Gebieten erhebt sich besonders Kroatien, da ausser einigen Arbeiten von Schüler, Servit und Hazslinszky keine systematische Erforschungen vorliegen. Deshalb unternahm der Verfasser eine systematische Bearbeitung der Flechten Kroatiens und in vorliegender Arbeit wird das bisher bearbeitete Material1 aus der »Zagrebačka gora« und »Samoborska gora«, als erster Beitrag zur Flechtenflora Kroatiens veröffentlicht. Das erforschte Gebiet zeichnet sich durch die orographisehe und geologische Beschaffenheit (grosse Höhenunterschiede auf kleinem Raum, Verschiedenheiten der geol. Formationen) und Mannigfaltigkeit der vorhandenen floristischen Typen aus. Letztere zeigt sich mehr in der Verteilung als in der Vielheit der Arten.
Nach einer chronologischen Aufzählung der bisherigen liche- nologischen Arbeiten, die einzelnen Länder Jugoslaviens betreffend, werden 203 Formen, davon 163 Arten nach Zahlbruckners systematischer Anordnung notiert und mit Bemerkungen (O b s.) über ihre morphologischen und anatomischen Besonderheiten einzelner Arten und Formen, und über die oekologischen Eigentümlichkeiten sämtlicher Standorte, versehen. Sämtliche Arten sind zum ersten Male für das erforschte Gebiet verzeichnet. Als neu sind eine Art (Bia- torella biformis, siehe p. 22.) und vier Formen (Gyalecta cupularis, f. platycarpa, p. 12.; Peltigera canina, f. mixta, p. 15.; Cladonia furcata, f. intermedia, p. 20.); Cladonia furcata, f. robusta, p. 20.) beschrieben. In einer topographischen Darstellung sämtlicher Lokalitäten wird noch die Verteilung der einzelnen Arten und ihre Abhängigkeit von der Unterlage und anderen oekologischen Faktoren des Standortes besprochen