University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
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Transboundary natural resource conflicts: a multi-actor perspective on positive peace in the Kerio Valley, Kenya
Seit über drei Jahrzehnten wirken sich wiederkehrende gewaltsame Konflikte zwischen den benachbarten Bevölkerungsgruppen Pokot und Marakwet im Kerio Valley, Kenia, negativ auf das Leben und den Lebensunterhalt der lokalen Konfliktparteien aus. Wechselseitige Angriffe zur Sicherung der überlegenen Nutzungsmöglichkeit von Ressourcen, Wasser und Weideland sowie die traditionelle Praxis des Viehdiebstahls haben in dieser Zeit tausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben, sie verletzt oder sogar das Leben gekostet. Dauerhafter Frieden blieb trotz in der Vergangenheit abgeschlossener Friedensabkommen bisher aus. Die vorliegende Masterarbeit beurteilt qualitativ mittels der Elemente Einstellungen, Strukturen und Institutionen des 'Positiven Friedens' das Bestehen von günstigen Voraussetzungen für ein Beenden und die Transformation des anhaltenden Konflikts nach der Unterzeichnung des Chesegon Friedensvertrags im Juli 2019. Die Interviewdaten von 28 Stakeholdern am lokalen Friedensprozess ergeben ein ambivalentes Bild zur Wahrscheinlichkeit der Erreichung 'Positiven Friedens'. Während zu Einstellungen und Institutionen Ansätze vielversprechender Entwicklungen gezeigt werden konnten, und die Wahrscheinlichkeit einer weiterhin günstigen Entwicklung besteht, finden sich keine ausreichenden Hinweise auf 'Positiven Frieden' hinsichtlich bestehender oder geplanter Strukturen. Bedeutender Weise ist es Friedensakteur:innen 2019 gelungen, die Gewaltspirale zu unterbrechen. Maßnahmen, die über eine kurzfristige Reduktion der Gewalt hinausgehen, fehlen bisher allerdings weitgehend, während Konflikttreiber nach wie vor bestehen. Während der Beitrag der politischen Führung zur Erreichung des vergangenen Friedensabkommens allgemein anerkannt ist, ist sie insbesondere in der Beseitigung des Zustandes struktureller Ungleichheit zwischen Pokot und Marakwet bisher säumig.Recurring violent conflict in Kenya's Kerio Valley between neighbouring Pokot and Marakwet has adversely affected local people's lives and livelihoods for over three decades. Reciprocal attacks for competition over resources, water and land and the traditional practice of cattle rustling have harmed, displaced and killed thousands of people, and continue to disrupt regional development efforts. While peace agreements have been brokered in the past, long-term peace remained elusive. Using a qualitative approach, and Positive Peace as a theoretical lens, the present thesis aims to assess the existence of attitudes, structures and institutions favourable to mitigate and ultimately transform the long-standing conflict after the Chesegon Peace Accord was signed in July 2019. Based on interview material from 28 stakeholders in the local peace process, findings show an ambiguous picture and mixed promise of developing Positive Peace. Both attitudes and institutions had seen some encouraging developments already and were considered likely to improve further. However, insufficient evidence supports the existence of Positive Peace in relation to structures. What is more, while importantly credited with having put a halt to a cycle of violent attacks, to a large extent, peace actors' contributions were yet to transcend beyond a short-term reduction of physical violence. At the same time, triggers of conflict continued to exist. Throughout, much depends on the uncertain continuity of political support. Having preceded peace in the first place, notably, political leadership so far has not remedied a condition of structural inequality between conflicting communities.submitted by Nora HeinMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 202
150 years of Alma Mater Viridis - rector portraits in the mirror of history
Peter Wiltsche (Hg.) ; Universität für Bodenkultur Wie
Hydrodynamic and sediment transport CFD modelling on different scales
Sedimentmanagement wird zu einer größer werdenden Herausforderung im Flussbau. Maßnahmen zur Erhaltung der Sedimentdurchgängigkeit erfordern detailliertes Verständnis der zugrunde liegenden Transportprozess auf verschiedenen Skalen. Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Hydrodynamik in Verbindung mit Sedimenttransportprozessen unter Berücksichtigung der Prozessskala mittels numerischer Simulationen (CFD).Hydrodynamische Strömungen und Sedimenttransport wurden mit unterschiedlichem Detaillierungsgrad der Turbulenzauflösung und des Impulsaustausches zwischen Partikeln und Fluid modelliert. Die instationäre Entwicklung einer Sedimentwolke wurde mit einem Euler-Lagrange LES-Modell unter vollständiger Berücksichtigung des Impulsaustausches zwischen Wasser und Sediment untersucht. Aus den Simulationsergebnissen sind drei Phasen dieses Transportprozesses erkennbar: (i) Beschleunigungsphase, (ii) Transportphase und (ii) Ablagerungsphase. Sedimenttransport wird in diesen Phasen durch unterschiedliche Prozesse charakterisiert. Dies muss bei einer Parametrisierung des Sedimenttransports in großskaligen Modellen berücksichtigt werden. Mittels eines zweiten LES-Modells wurden Kräfte auf ein an der Sohle befestigtes Sedimentpartikel unter verschiedenen Abschirmungsgraden untersucht. Die Ergebnisse zeigen einen starken Einfluss von sehr großen Turbulenzstrukturen auf den Bewegungsbeginn.Ein In-House Code zur Lösung der Reynolds gemittelten Navier-Stokes Gleichungen (RANS) für Flüsse wurde zur Modellierung von Trübeströmungen in Speichern erweitert. Die Validierung zeigte gute Übereinstimmung der Modellergebnisse mit Daten von Experimenten aus der Literatur. Das entwickelte Modell kann als Werkzeug zur Planung von Sedimentmanagement in Speichern verwendet werden. Zusätzlich kann die Implementierung der Auftriebskräfte eine effiziente Parametrisierung von Prozessen darstellen, die im Zuge der Entwicklung der Sedimentwolke im feinskaligen LES Modell beobachtet wurden.Sediment management is becoming an increasingly important challenge in river engineering. Measures for maintaining sediment continuity require detailed understanding of underlying transport processes on different scales. Hence the aim of this research is to study hydrodynamic processes related to sediment transport with respect to their process scale using computational fluid dynamics (CFD).Hydrodynamics and sediment transport have been modelled with different levels of turbulence resolution and particle-fluid momentum coupling. The unsteady development of a sediment plume was studied using a fully two-way coupled Euler-Lagrange large-eddy simulation (LES) model. Results suggest that this transport process undergoes three phases: (i) acceleration phase, (ii) transport phase and(iii) deposition phase. Sediment transport is characterized by different processes in those phases. This needs to be considered for parametrization of sediment transport in large-scale models. Using a second LES model forces on a sediment particle mounted to the channel bed at different exposure levels were studied. Results show strong influence of very large-scale coherent motion on particle entrainment.An in-house code for the solution of the Reynolds-averaged Navier-Stokes equations (RANS) for rivers has been extended to model particle-driven gravity currents in reservoirs. Validation showed good agreement of model results with experimental data from literature. The developed model can serve as a strategic evaluation tool for optimising sediment management in reservoirs. In addition the implementation of buoyant forces can be an efficient parametrization of processes during the development of a sediment plume as they have been observed on the small-scale LES model.submitted by Daniel WildtDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
A functional study of ion-conducting polymer interaction with bilirubin oxidase
Die Reduktion von molekularem Sauerstoff (ORR) ist eine wichtige elektrokatalytische Reaktion in Energieumwandlungssystemen. Um die Verwendung teurer und nicht nachhaltiger Metallkatalysatoren, hauptsächlich Pt, zu vermeiden wurden Oxidoreduktasen als Alternative vorgestellt. Das Redoxenzym Bilirubinoxidase (BOD) ist in der Lage unter physiologischen Bedingungen und neutralem pH effizient O2 zu Wasser zu reduzieren. Der Einsatz im großen Maßstab liegt jedoch noch in weiter Ferne. Dies liegt einerseits an dem schlechten Stromfluss und der geringen Stabilität der Enzyme, andererseits an der starken Limitierung des Enzym-Elektroden Systems. Dennoch ist die weitere Forschung für die Verwendung von Enzymen für H2-Biobrennstoffzellen sinnvoll, da sie eine nachhaltige Anwendung für die Energieversorgung verspricht. Wichtig ist die Auswahl leitender Ionomere, die in den Brennstoffzellen sowohl als Separator-Membranen und Protonendiffusionsverstärker sowie als Bindemittel zur Stabilisierung des Biokatalysators verwendet werden. Nafion ist heutzutage gängig, jedoch ist es nicht nur ein stark saures Ionomer, sondern besitzt auch umweltschädliche perfluorierte Gruppen. Nicht-fluorierte organische Ionomere, wie das sulfonierte Polyetheretherketon (SPEEK), bieten viele Vorteile wie eine hohe Selektivität für Ionen, gute Ionenleitfähigkeit, hohe Stabilität, eine lange Lebensdauer und geringe Produktionskosten. In dieser Studie werden zuerst grundlegende Parameter sowie deren Einfluss auf die Enzymaktivität evaluiert. Zusätzlich wurde der Einfluss der einzelnen Ionomere auf die Enzymaktivität und die Stabilität von BOD sowohl in Lösung als auch im immobilisierten Zustand auf pyrolytischen Graphitelektroden untersucht. Außerdem wurden zusätzliche Parameter, die eine negative Auswirkung auf die enzymatische Elektroaktivität haben könnten untersucht, wie die Verfügbarkeit von Sauerstoff, der Einfluss von Alkohol und die Ablösung des Enzymes von der Oberfläche.The oxygen reduction reaction (ORR) an important chemical processe in energy converting systems. To circumvent the use of expensive and unsustainable metal catalysts like Pt, redox enzymes have been envisioned. Redox enzymes are attractive for many bioelectrochemical devices. The oxidoreductase bilirubin oxidase (BOD) efficiently reduces O2 to water at neutral pH and physiological conditions, but the poor stability of the enzyme and the enzyme-based electrode limits any large-scale development. Nevertheless, the usage of enzymes in H2-based fuel cells is worth investigated since it promises sustainable applications for low energy device powering. One challenge poses the selection of the conducting ionomers used as the separator membrane and proton diffusion enhancer as well as a binder for stabilization of the biocatalyst. Nowadays Nafion is the main ionomer used in bio-electrochemical studies to protect the electrode from protein leaching. However, not only is Nafion a highly acidic ionomer, but it also possesses environmentally problematic perfluorinated groups. Non-fluorinated organic polymers such as sulfonated polyether ether ketone (SPEEK), have many advantages such as selectivity to ions, high ionic conductivity, good stability, long life and low production cost.In this study, basic parameters such as pH are evaluated in regard to enzymatic activity as well as for the individual ionomers. Furthermore, the influence of the presence of ionomers on BOD enzymatic activity and stability are examined both in solution and after enzyme immobilization on pyrolytic graphite electrodes.To study the interactions between ionomers, either SPEEK or Nafion, and the BOD in more detail, sodium dodecyl sulfate polyacrylamide gel electrophoresis and Dynamic Light Scattering were performed. Additionally, parameters that control the decrease in enzyme electroactivity, such as oxygen availability, influence of alcohol, electrical connection and enzyme release were investigated.submitted by Camilla Sophie ArtnerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Literaturstudie und
Vorhandene Forschung zeigt, dass Betonbauteile mit Bewehrung aus Faser-Verbund-Kunststoffen (FVK) schon heute von den existierenden Recyclingunternehmen recycelt und hochwertige Rohmaterialien wiedergewonnen werden können. Allerdings konzentrieren sich die bisherigen wissenschaftlichen Arbeiten auf das Recycling von Bauteilen mit Textilbewehrung. Diese Arbeit legt einen Fokus auf das Recycling von Betonbauteilen mit Stabbewehrung aus FVK. Zudem konzentriert sich ein Großteil der Forschungsarbeit auf Bewehrung aus carbonfaserverstärkten Kunstoffen (CFK). Im Zuge der Literaturrecherche wurde eine Zusammenfassung zum Stand der Technik des Recyclings von Bauteilen mit verschiedenen FVK-Bewehrungen wie glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK), basaltfaserverstärkten Kunststoff (BFK) und CFK geschaffen.Im ersten Schritt werden dabei die grundlegenden Eigenschaften von Betonbauteilen mit Bewehrung aus FVK zusammengefasst. Weiters werden in Form einer Literaturstudie die vorhandenen Normen und die Rechtslage zum Recycling von Betonbauteilen aufgeführt und die Prozessschritte des Recyclings, Abbruch – Sortierung – Aufbereitung – Wiederverwertung, von Bauteilen mit FVK-Bewehrung behandelt. Um die technischen Abläufe der einzelnen Prozessschritte zu untersuchen, wird jeweils eine Marktanalyse durchgeführt. Im letzten Schritt werden experimentelle Versuche zur Recyclingfähigkeit von Betonträgern mit CFK-Stabbewehrung beschrieben. Im Fokus liegt hierbei das Zerkleinerungs- und Aufschlussverhalten der Betonträger sowie der Stabbewehrung.Die Arbeit zeigt, dass die guten Ergebnisse von bereits durchgeführter Forschung zu textil bewehrten Bauteilen, auch auf Stabbewehrung aus FVK übertragbar sind. Zudem bestätigen die Versuche, dass Betonträger mit Stabbewehrung aus CFK gut aufgeschlossen und recycelt werden können.Research shows that elements with non-metallic reinforcement made of fibre reinforced pol-ymers (FRP) can already be recycled by use of existing recycling technology resulting in the recovery of raw materials with a high quality. However, most of the research focuses on the recycling of textile reinforced concrete, specifically with carbon fibre reinforced polymer (CFRP) textiles. This thesis focuses on the recycling of construction elements with non-metallic bar reinforcement made of FRP. The first part of this thesis represents a summary of the basic properties of the construction elements with non-metallic reinforcements made of CFRP, glass fibre reinforced polymers (GFRP) and basalt fibre reinforced polymers (BFRP). Subsequently, the existing standards and the legal situation regarding the recycling of con-crete components are discussed in form of a literature study. The literature study continues concentrating on the process steps of recycling: demolition – sorting – processing – reuse. A market analyses is carried out for each individual process step. The last part of the thesis fo-cuses on experimental investigations on the recyclability of concrete girders with CFRP bar reinforcement showing good separation and demolition behavior. Compared to previous re-search the recyclability characteristics from textile FRP reinforcement can be directly trans-ferred to bar FRP reinforcement.verfasst von Julius GoerlitzMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit englischer Zusammenfassun
Design of osteogenic expression plasmids to facilitate in vitro transcription of mRNA for a human mesenchymal stem cell-based drug delivery platform
Knochengewebe ist dynamisch und regeneriert sich kontinuierlich mit der Fähigkeit Frakturen zu heilen. Durch traumatischen Knochenverlust verursachte große Defekte können jedoch nicht effizient heilen und erfordern zusätzliche Eingriffe. Klassische Therapien, wie Knochentransplantationen, werden häufig durchgeführt, um Regeneration zu fördern, zeigen jedoch zahlreiche Mängel. Daher versuchen alternative Strategien, wie zell- und genbasierte Ansätze, Wachstumsfaktoren an den Zielort zu transportieren, da diese zur verbesserten Heilung beitragen. Gegenüber Verwendung von humanen mesenchymalen Stammzellen (MSCs) als Transportsystem stellen entkernte MSCs ein sicheres und kontrollierbares Transportsystem dar. Sie können mit osteogenen Wachstumsfaktoren in Form exogener modifizierter mRNA, welche einen wirksamen Gentherapieansatz darstellt, beladen werden, um therapeutische Ergebnisse zu erhöhen. Zur Verbesserung alternativer osteogener Therapien, wurden in dieser Studie Plasmide, welche Gene für Wachstumsfaktoren (BMP2, VEGF165, WNT1) beinhalten, mittels nahtloser Klonierungstechnik hergestellt. Anschließend wurde stabile Basen-modifizierte mRNA durch in vitro Transkription synthetisiert und in herkömmliche sowie entkernte humane MSCs geladen. Schließlich wurden Funktionsfähigkeit und Intensität der Proteinexpression überprüft. Nach Transfektion von (entkernten) MSCs bestätigten ELISA Messungen, dass der BMP2 sowie VEGF165 Proteinspiegel in Zellkulturüberständen erhöht war. Allerdings war die BMP2-Konzentration im Vergleich zu signifikant erhöhten VEGF165-Konzentrationen nur leicht erhöht. Western Blot Ergebnisse bestätigten die WNT1-Überexpression transfizierter Zellen. Die Resultate zeigen, dass analysierte (entkernte) MSCs in der Lage waren, verschiedene synthetisierte knochenregenerierende mRNAs zu translatieren. Um die Eignung für präklinische Modelle zu bestimmen, müssen Funktionalität und Aktivität der Proteine in weiteren Forschungsschritten aufgeklärt werden.Bone is a dynamic tissue and regenerates continuously with the ability to heal following fractures. However, large defects caused by traumatic bone loss cannot heal efficiently and need additional intervention. Classical therapies, such as bone grafting procedures, are widely performed in clinics to promote regeneration but are associated with numerous shortcomings. Hence, alternative strategies such as cell- and gene-based therapies aim to deliver growth factors to the target site, as they have proven to contribute to improved bone healing. Using enucleated human mesenchymal stem cells (MSCs) as novel, safe, and controllable delivery system overcomes hurdles related to using MSCs directly. They can be loaded with osteogenic growth factors in the form of exogenous mRNA to boost therapeutic outcomes, as specifically modified mRNA represents a safe and efficient gene therapy approach. To provide a first step in ameliorating alternative osteogenic therapies, this study focused on the generation of osteogenic plasmids harboring growth factor genes (BMP2, VEGF165, WNT1) by using a seamless cloning technique. Subsequently, stable mRNA with base-modifications was synthesized by in vitro transcription. Finally, the goal was to load classical and enucleated human MSCs with therapeutic mRNA and check for feasibility and intensity of protein expression. When (enucleated) MSCs were transfected with therapeutic mRNAs, ELISA results confirmed elevated levels of BMP2 and VEGF protein in cell culture supernatants. However, BMP2 was only slightly overexpressed compared to VEGF165 concentrations, which were significantly elevated. Western Blot results verified WNT1 overexpression in transfected cells. In conclusion, results suggest that analyzed (enucleated) MSCs were able to translate several generated bone regenerative mRNAs. To determine applicability for further preclinical studies, functionality and protein activity still needs to be elucidated in next research steps.Anna Verena MaringerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Zusammenfassung in deutscher Sprach
Body-mind and art as inquiry: how do they meet up with human-environment relations in sustainable farming?
In der Forschung über nachhaltige Praktiken in der Landwirtschaft wird ein großer Fokus daraufgelegt, wie Repräsentationen, z.B. Werte und Ideologien, die Praktiken der Bauern und Bäuerinnen prägen. Es gibt eine zunehmende Anzahl von Forschungsarbeiten, die untersuchen, wie Sinneseindrücke, Affekte und Emotionen mit dem Engagement von Bauern und Bäuerinnen für nachhaltige Praktiken zusammenhängen. Diese Forschungsergebnisse werden jedoch von manchen Forscher*innen angezweifelt, da sie nur bei allgemeinen Beschreibungen von Gefühlen und Alltagsmomenten bleiben. Diese Arbeit versucht, eine auf Pragmatismus basierende, transaktionale Perspektive anzubieten; der Fokus liegt, statt auf Abstraktion und festen objektiven Wahrheiten, auf Praktiken und Handlungen, um die Untersuchung der über das Begriffliche hinausgewachsenen Erfahrungen zu ergänzen. Basierend auf der Arbeit von John Dewey versteht diese Dissertation Transaktion als einen Prozess, bei dem sich Menschen und ihre Umgebung gemeinsam entwickeln und gegenseitig formen. Am Beispiel nachhaltiger Landwirtschaft wird untersucht, wie Transaktionen, vermittelt durch Körper-Geist bzw. Kunst, mehr als repräsentative Erfahrungen von Bauern und Bäuerinnen enthüllen, wenn sie sich mit ihrer Umgebung auseinandersetzen. Als Fallstudie wurde das Echigo-Tsumari Art Festival (ETAF) in Japan verwendet, wo 25 Reisbauern befragt wurden, die sich in lokalen Gemeinschaften für nachhaltige Praktiken einsetzen. Diese Dissertation besteht aus zwei Artikeln und einem Buchkapitel: der 1. Artikel untersucht, wie die körperlichen Empfindungen der Bauern und Bäuerinnen mit der Umwelt zusammenwirken und ihre alternativen Einstellungen zur Landwirtschaft begünstigen. Der 2. Artikel deckt auf, wie die Kunst von ETAF mit dem täglichen Leben und der Arbeit der Bauern und Bäuerinnen zusammenwirkt und Bedeutungen schafft. Das Buchkapitel ist eine Reflexion zu den methodischen Herausforderungen in der Forschung über die Erfahrungen von Bauern und Bäuerinnen, die sich während der Datenerhebung in Japan ergeben haben.In research on farmers who engage in sustainable practices, there is growing body of scholarship exploring how more-than-representational experiences, e.g., affects, emotions, and senses, shape or otherwise relate to farmers’ sustainable practices. However, this research has been critiqued for staying only at general descriptions of feelings and everyday life moments. The present thesis seeks to address this challenge by proposing a transactional perspective based on pragmatism, a philosophical approach that focuses on practices and actions, to complement the investigation of more-than-representational experiences. Informed by the work of John Dewey, this thesis makes sense of transaction as a process of humans and their surrounding environments co-evolving and co-constituting one another. It explores how transactions, mediated by body-mind and art, respectively, uncover more-than-representational experience of farmers when they engage with their surrounding environment. Twenty-five rice farmers who engage in sustainable practices in communities that are part of the Echigo-Tsumari Art Festival (ETAF) in Japan were interviewed. This thesis comprises two journal articles and one book chapter: Paper 1 explores how the bodily sensibilities of the farmers transact with the environment(s) and facilitate their alternative approaches to farming. Paper 3 uncovers how ETAF’s art transacts with the daily life and the work of farmers and creates meanings. The book chapter reflects on the methodological challenges of researching farmers’ more-than-representational experiences that emerged during the transactions between body-mind and farming and art and farming. As such, this thesis shows the potential actions and practices that more-than-representational experiences in farming can bring about, thus advancing our understanding of how farmers engage in and appreciate their sustainable practices.submitted by Kei Yan LeungDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Individual-level environmental sustainability - integrating perspectives and concepts across research fields
Individuen spielen eine zunehmend wichtige Rolle als Akteure für Nachhaltigkeitstransformationen. Forscher:innen innerhalb verschiedener Disziplinen haben daher zahlreiche Konzepte zur Beschreibung und Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit auf individueller Ebene entwickelt. Aufgrund unterschiedlicher Perspektiven ist ein umfassender Überblick über das vorhandene Wissen zunehmend schwieriger. Ziel dieser Dissertation ist daher die Synthese des Wissens um so zu einem interdisziplinären, integrierten Verständnis relevanter Umweltdispositionen und -Verhaltensweisen beizutragen. Basierend auf einem integrativen Literaturrecherche wurde eine Taxonomie entwickelt, die einen systematischen Überblick über die Zusammenhänge zwischen Konzepten und Umweltkontexten gibt. Die Zusammenhänge wurden im Kontext des regionalen Lebensmittelkonsums mittels einer qualitativen Konsumentenumfrage samt eines Choice-Based Conjoint Experiments empirisch untersucht. Die Analyse potenzieller Treiber und Hindernisse für die Wahl von lokalen, saisonalen und nicht-saisonalen Lebensmitteln zeigt die Standortsicherung als wichtigsten Treiber auf. Zudem deutet sie auf einen Trade-Off zwischen den relevanten Treibern und dem Preisbewusstsein als Hindernis hin. In einer zweiten Erhebungswelle nach dem Ausbruch von COVID-19 wurde die Sensibilität der Dispositionen gegenüber dem veränderten Kontext analysiert. Die schnelle Stabilisierung des Kontextes spiegelte sich in unveränderten Dispositionen wider. Durch die Integration bisher fragmentierten Wissens liefert diese Dissertation Erkenntnisse über eine Vielzahl von Konzepten zur Beschreibung und Bewertung der Umweltverträglichkeit auf individueller Ebene, deren Kontexte, Anwendung, und durch globale Krisen verursachte Veränderungen. Um zukünftige Bestrebungen der Wissensintegration als Grundlage für Verhaltensinterventionen zu unterstützen, wurden zudem relevante Herausforderungen und Chancen integrativer, interdisziplinärer Forschung diskutiert.Individuals play a crucial role as change agents in sustainability transitions. Researchers have thus developed numerous concepts to describe and assess individual-level environmental sustainability across disciplines to capture individuals' agency. Given the range of perspectives, a comprehensive overview of the generated knowledge becomes increasingly challenging. This dissertation thus aims to synthesize the knowledge and thereby contribute to an interdisciplinary, integrated understanding of relevant environmental dispositions and behaviors. Based on an integrative literature review, this thesis develops a taxonomy to provide a systematic overview of how concepts relate to each other and environmental contexts. The relationship between different concepts is then empirically investigated in a local food consumption context, with a qualitative consumer survey with an embedded choice-based-conjoint experiment. The analysis of potential drivers and barriers to local, seasonal, and non-seasonal food choice reveals dispositions about economic rather than environmental sustainability to determine the choice. It further indicates a trade-off between relevant drivers and price consciousness as a barrier. In a second wave of the survey, after the outbreak of COVID-19, the sensitivity of the dispositions to the disruption in contextual factors is analyzed. Given the rapidly stabilized contextual factors, the dispositions remained stable at large. In integrating previously fragmented knowledge, this dissertation generates insights on a variety of concepts describing and assessing individual level environmental sustainability their contexts, ambiguities in their applications, and sensitivity to disruptions of global nature. It further discusses relevant limitations and potentials of integrative, interdisciplinary research to encourage future research aimed at bridging and unifying the domain knowledge on concepts to provide a better basis for behavioral interventions.submitted by Laura Maria WallnöferDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Effects of management efforts on benthic communities in anthropogenically impacted springs in the Kalkalpen National Park
submitted by Marc SonnleitnerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Morphological and genetical analysis of pollen collected by honeybees Apis mellifera in urban and park-like surroundings in Vienna, Austria
Pollen, die männlichen Keimzellen von Pflanzen, spielen eine entscheidende Rolle in der Befruchtungsbiologie. Die molekularbiologische Forschung zu Pollen hat sich bereits mit PCR-Einstellungen, Bestäubernetzwerken und der öffentlichen Gesundheit in Bezug auf Pollenallergien befasst. Anderen Merkmalen von Pollen, nämlich ihrer Farbe und Homogenität, wurde jedoch bisher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. In dieser Studie wurde Pollen von 8 Honigbienenvölkern an 7 Sammeltagen an zwei Standorten in Wien gesammelt und sowohl morphologisch als auch genetisch analysiert. Die gesammelten Pollen wurden gewogen, gezählt und in 12 Farbkategorien eingeteilt. Die meisten Proben lagen in einem Gewichtsbereich von 0-5 Gramm und 15-20 Gramm. 85 % aller gesammelten Pollen waren gelb. Seltene Farben wie rosa, lila, rot, grün und andere machten nur 4 % aller Pollen aus. Die genetische Analyse mit Hilfe eines Abgleichs mit einer lokalen Datenbank zeigt, dass sich die Pflanzenzusammensetzung zwischen den Tagen und Standorten der Honigbienen kaum unterscheidet, dass es aber deutliche Unterschiede zwischen den Farben und den Völkern gibt. Die Art Koelreuteria paniculata wurde am häufigsten nachgewiesen. Bei einem Kontaminationsschwellenwert von 85 % zeigt sich, dass ein großer Teil der Pollenladungen homogen ist (n=192, f=70). Fast alle analysierten Pollenladungen (n=192, f=160) bestanden zu 50% aus einer Pflanzenart. Studien mit mehreren Standorten und mehr Kolonien werden empfohlen, um die Ergebnisse dieser Studie zu untermauern.Pollen, the male gametes of plants, play a crucial role in fertilization biology. Molecular biology research on pollen has already been elaborated on PCR settings, pollination networks and public health concerning pollen allergies. However other characteristics of pollen, namely its color and homogeneity, have gained less attention. In this study, pollen was collected from 8 honeybee colonies on 7 collection days from two sites in Vienna and analyzed both morphologically and genetically. The collected pollen were weighed, counted and divided into 12 color categories. Most samples most samples were in the weight range of 0-5 grams and between 15-20 grams. 85% of all collected pollen were yellow. Rare colors such as pink, purple, red, green and others accounted only for 4% of all pollen loads. The genetic analysis using blasts against a local database shows that the plant composition differs little between the days and locations of the honeybees, but that there are clear differences between the colors and colonies. The species Koelreuteria paniculata was most often detected. A threshold value of 85% shows that a large proportion of the pollen loads are homogeneous (n=192, f=70). Almost all analyzed pollen loads (n=192, f=160) consisted of 50% of one plant species. Studies with multiple sites and more colonies are recommended.submitted by Lars PuseweyMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun