University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
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Corporate landscapes - Analyse der freiraumgestalterischen Qualität am Beispiel des Erste Campus im Quartier Belvedere Wien
Im heutigen Informationszeitalter verspüren Unternehmen den Bedarf, in einer ganzheitlichen Präsenz aufzutreten, die ihre Unternehmenswerte im Sinne einer Corporate Identity zum Ausdruck bringt. Viele Unternehmen übersetzen die Unternehmenswerte bereits durch die Architektur (Corporate Architecture), aber der Funktion des repräsentativen Freiraumes wurde nie die gleiche Bedeutung beigemessen. In dieser Arbeit werden daher die Merkmale von Corporate Landscape und die Art und Weise, wie Landschaftsarchitektur in die Corporate Identity eingebettet werden kann, analysiert. Zu diesem Zweck wird eine gründliche Literaturanalyse durchgeführt und der Erste Campus als Fallstudie näher betrachtet, um der Frage nachzugehen, welche Rolle der Freiraum als Kommunikationsmedium spielen könnte.Die Fallstudie zeigt das Potenzial von Freiräumen als Komponente des Corporate Identity und die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit aller Parteien im Planungsprozess. Auch wird analysiert und festgestellt, wie der Erste Campus seinen Anteil zum urbanen Freiraumangebot und zum Stadtbild beiträgt.In this day and age, companies try to present themselves in a holistic way that expressestheir corporate values as a corporate identity. While many companies already reflect their core values through the architecture, but the function of the open space has never been given the same importance. Therefore, this paper analyzes the characteristics of corporate landscape and the way landscape design can be embedded in the corporate identity. Therefore, a thorough literature review is conducted and then the Erste Campus in Vienna is examined in more detail as a case study to answer these questions about the role of open space as a communication tool.The case study demonstrates the potential of open space as a component of corporate identity and the importance of close collaboration between all parties in the planning process. What is also shown and found in this thesis is how the Erste Campus, as a public transition and recreation area, contributes to the urban open space and cityscape.verfasst von Claudia WuMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit englischer Zusammenfassun
Der Einfluss von Vergrasung auf die Bodenkohlenstoffspeicherung nach natürlicher Waldstörung
Wälder sind einer zunehmenden Häufung von Störungen durch Borkenkäfer und Windwurf ausgesetzt, wodurch deren Funktion als wichtiger Kohlenstoffspeicher gefährdet ist. Durch einen abrupten Lichteinfall stellt sich auf Störflächen oftmals eine üppige Kraut- und Grasvegetation ein. In Kombination mit Wildverbiss kann das Aufkommen von Natur- bzw. Kunstverjüngung stark behindert werden, was in einer langfristigen Vergrasung resultieren kann. Der erneute Aufbau eines Kohlenstoffvorrats in der Holzbiomasse ist dadurch unterbunden. Unklar ist, wie sich Vergrasung nach Waldstörung auf den Kohlenstoffvorrat im Boden auswirkt. Ziel dieser Arbeit war es daher zu beantworten: 1.) Wie entwickeln sich Kohlenstoffvorräte in ober- und unterirdischer Biomasse, organischer Auflage und Mineralboden auf vergrasten und aufgeforsteten Störflächen? 2.) Hat Vergrasung einen Einfluss auf die Qualität und Abbaubarkeit der organischen Bodensubstanz? Dazu wurden in den nördlichen Kalkalpen Oberösterreichs vergraste und aufgeforstete Störflächen mit einem Altersgradienten von 10-30 Jahren nach Störung untersucht. Die Störereignisse waren Windwürfe in Kombination mit Borkenkäferbefall. Es wurde gezeigt, dass vergraste Störflächen einen höheren Kohlenstoffvorrat im Mineralboden aufwiesen. Dieser war auf 10-, 20- bzw. 30-jährigen vergrasten Störflächen durchschnittlich 9,12 bzw. 31 % höher. In der organischen Auflage wurden keine signifikanten Unterschiede gefunden. Die untersuchten Qualitätsparameter deuten auf eine höhere Qualität und tendenziell bessere mikrobielle Abbaubarkeit der organischen Bodensubstanz auf vergrasten Störflächen hin. Es wurde zudem gezeigt, dass der Wegfall der Kohlenstoffspeicherung in der Holzbiomasse durch jene im Boden bzw. in der organischen Bodensubstanz teilweise kompensiert werden kann. Langfristig gesehen kann der in der Holzbiomasse gebundene Kohlenstoff vermutlich nicht ausgeglichen werden. Eine rasche Wiederbewaldung nach Waldstörung ist demnach unerlässlich.Forests are increasingly subject to natural disturbance from bark beetle attacks and windthrow, threatening their function as important carbon sink. Following disturbance, a dense herbaceous pioneer vegetation and ungulate herbivory often hinders the establishment of a natural tree regeneration or of planted trees, which can result in a prolonged grass cover. This prevents the build-up of carbon stocks in woody biomass. However, it is unclear how a prolonged grass cover after forest disturbance affects carbon stocks in soils. Therefore, the aim of this study was to answer: 1.) How do carbon stocks in above- and below-ground biomass, the organic layer and mineral soil develop on disturbed sites that are either dominated by grasses or that are replanted with trees? 2.) Does a prolonged grass cover influence quality and decomposability of soil organic matter? For this purpose, grass- and tree dominated disturbed sites in the Northern Calcareous Alps of Upper Austria were investigated. The selected sites covered an age gradient of 10 to 30 years after disturbance. The disturbance events were windthrows in combination with bark beetle attacks. It was shown that grass dominated disturbed sites had higher carbon stocks in the mineral soil. Soil carbon stocks were on average 9,12 and 31 % higher at 10-, 20-, and 30-year-old grass dominated sites, respectively. No significant differences were found in the organic layer carbon stocks. Furthermore, a higher quality and a slightly better microbial decomposability of the soil organic matter of grass dominated sites was shown. Finally, it was shown that carbon storage in woody biomass was to a certain extent be compensated for by carbon storage in soils. On the long run, however, the carbon stored in the woody biomass can probably not be compensated for. A fast regrowth of trees after natural forest disturbance is thus essential.verfasst von Florian HechenblaiknerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit englischer Zusammenfassun
Golden jackal monitoring
Goldschakale dehnen ihr Verbreitungsgebiet vom Balkan bis in die nördlichen und westlichen Gebiete Europas aus. Das Ziel dieser Forschungsarbeit war es, grundlegende Kenntnisse über ökologische Aspekte des Goldschakals zu gewinnen, Monitoringmethoden für die Untersuchung seines Vorkommens zu analysieren und geeignete Managementoptionen zu ermitteln. Abgesehen von einigen gelegentlichen Nachweisen und der ersten Reproduktion vor über zehn Jahren war das Wissen über Goldschakale in Österreich bisher spärlich. Die vorliegenden Studien leisten in zahlreichen Aspekten einen wichtigen Beitrag: In Bezug auf die Beurteilung des rechtlichen Status auf nationaler und internationaler Ebene (Publikation I), den Einsatz neuer Methoden (z.B. Artenspürhunde; Publikation II) und die Unterscheidung zwischen Arten und Geschlechtern anhand von Schädelmessungen (Publikation III). Die rechtliche Bewertung zeigte erhebliche Unterschiede nicht nur zwischen den Bundesländern in Österreich, sondern auch zu den Nachbarländern. Wie bei anderen Großraubtieren behindern die rechtlichen Unterschiede zwischen den Ländern die Bemühungen um den grenzüberschreitenden Artenschutz und zeigen mögliche Komplikationen beim Management auf. Die zweite Studie über Monitoringmethoden liefert einen ersten qualitativen Vergleich zwischen "bioakustischem Monitoring" und "Artenspürhunden". Die dritte Studie stellt ein hilfreiches Instrument vor, das auch im Feld an toten Exemplaren oder Schädeln in Museen eingesetzt werden kann, um mit spezifischen Messungen die Art oder sogar das Geschlecht zu unterscheiden. Das Hauptziel der Arbeit war es, Antworten auf theoretischer und praktischer Ebene zu geben, um Managemententscheidungen über Goldschakale auf nationaler und internationaler Ebene zu erleichtern. Die vorgestellten Studien und die zusätzlichen Beiträge sind für eine Reihe von Disziplinen wie allgemeine Biologie, Ökologie sowie Wildtiermanagement inklusive Artenschutz und Jagd relevant.Golden jackals are widespread terrestrial mammals expanding their range from the Balkans to northern and western areas in Europe. The main objective of this research was to produce basic knowledge on and new insights into ecological aspects of golden jackals, to help study their occurrence and identify suitable management options with the help of adequate monitoring methods. Except for a few occasional occurrence records and a first reproduction from over ten years ago, the knowledge about golden jackals in Austria was very scarce. The presented studies contribute significantly to this field in numerous aspects: In regard to assessing the legal status on a national and international level (paper I), the use of newly implemented monitoring methods (i.e. scat detection dogs, paper II), and the assistance in discrimination between species and sexes (paper III). The legal evaluation showed substantial contrasts not only among provinces in Austria but also between direct neighboring countries. As in other large carnivores, the legal differences between countries impede the efforts for transboundary species conservation and show potential complications regarding the management of this species. The second study about monitoring methods provided a first comparison between “bioacoustic monitoring” and “scat detection dogs” not only qualitative but also in terms of working effort. The third study presented a helpful tool to be applied in the field on dead specimens or skull remains in museums, where specific measurements can help identify species or even indicate the sex. The overall main aim of the whole work was to provide answers on a theoretical and also practical level to support management decisions about golden jackals in a national and international scope. Presented studies together with the additional contributions are relevant for a number of disciplines like general biology, ecology, and wildlife management including conservation and hunting.submitted by Jennifer HatlaufDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Inklusion
Die Stadtgesellschaft wird immer vielfältiger und es ist definitiv eine Herausforderung, alle Bedürfnisse der Bewohner*innen zu berücksichtigen. Diese Masterarbeit zeigt, dass eine heterogene Stadtgesellschaft viel Potenzial hat und dass es neue Ansätze für das Miteinander braucht, damit alle in der Stadt ihren Platz finden, besonders die Jugendlichen mit Migrationsgeschichte. Deshalb erforscht die Arbeit mit einem feministischen Blick der Landschaftsplanung die Alltage und Möglichkeiten der Jugendlichen im Alter von 15 bis einschließlich 18 Jahren, um sie als Teil unserer Städte sichtbar zu machen.Es steht fest, dass die aktuelle Lage verbesserungswürdig ist, denn Jugendliche sind die Zukunft unserer Städte und dennoch wird ihnen nur wenig Wertschätzung entgegengebracht. Deshalb wird in dieser Arbeit untersucht, ob und wie genau Jugendliche mithilfe dieses Planungsansatzes zu geschätzten Mitgestalter*innen unsere Stadtstrukturen werden können. Dafür wird anhand von zwei Untersuchungsgebieten in Deutschland, in Pforzheim Nordstadt und Pforzheim Oststadt die Gender Planung mit dem Werkzeug Sozialraumanalyse und auf diese Zielgruppe angewandt. Die ausgewählten Methoden aus der Funktions- und Sozialraumanalyse enthalten eine Nutzwertanalyse der statistischen und räumlichen Daten (GIS) sowie eine umfassende Literaturrecherche zu der Thematik. In die Analyse fließen zusätzlich die Erfahrungen der Expert*innen und der Jugendlichen der Stadt Pforzheim ein.Die Ergebnisse zeigen, dass Freiraumverfügbarkeit und marginalisierte Lebenssituationen zusammenhängen und es daher für eine zukunftsfähige demokratische Stadtgesellschaft unabdingbar ist, Beteiligungsverfahren zu entwickeln, die insbesondere marginalisierte Gruppen und deren Alltagserfahrungen sichtbar machen. Zu dem Zweck kann der feministische landschaftsplanerische Planungsansatz in Pforzheim zielführend sein.The urban community is becoming more and more diverse, and it is a challenge to consider all needs of the residents. This master thesis shows that a heterogeneous urban society has a lot of potential and that there is a need for new approaches to the matter in order to give the possibility to find their place in the city, especially the younger generation with migration history. Therefore, with a feminist view of landscape planning, the thesis explores the everyday lives and possibilities of young people aged 15 to 18, making them visible as part of our urbanities.The current situation needs improvement, because young people are the future of our cities and yet they are given too little appreciation. Therefore, this paper investigates if and how exactly this share of society can become valued co-creators of our urban structures with the help of this planning approach. For this purpose, in this work gender planning is applied with the tool ‘socio-spatial analysis’ to this target group based on two study areas in Pforzheim Nordstadt and Pforzheim Oststadt in Germany. The selected methods from the functional and social space analysis include a utility analysis of statistical and spatial data (GIS) as well as a comprehensive literature research on the topic. The analysis also incorporates the experiences of experts and young people in the city of Pforzheim.The results show that open space availability and marginalized life situations are interrelated and that it is therefore indispensable for a sustainable democratic urban society to develop participation procedures that make marginalized groups and their everyday experiences visible. For this purpose, the feminist landscape planning approach in Pforzheim can be target-oriented.verfasst von Marianne KinerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit englischer Zusammenfassun
A nut worth cracking: shell development of the walnut (Juglans regia) and other shelled fruits
Nüsse, Steinfrüchte und andere sog. „Nüsse“, haben eine harte Schale, die den Samen vor biotischen und abiotischen Einflüssen schützt. Diese Schalen wandeln sich von einem weichen lebenden Gewebe zu einem harten toten Material. Um die Schalenmorphologie und dessen Entstehung zu verstehen, wurden über einen Zeitraum von vier Jahren mehrere Arten - mit dem Hauptfokus auf Walnuss (Juglans regia) - untersucht. Während das Schalengewebe expandiert, knicken die Zellwände ein und initiieren die Bildung dickerer Zellwandregionen, die sich wie Bänder um die Zelle legen. Mit fortschreitender Expansion beginnen die Zellen mehrere Lappen zu bilden, die sich mit den benachbarten Zellen verzahnen. Anschließend lagert sich die sekundäre Zellwand an, in die gleichzeitig Lignin eingebaut wird. Dieser Prozess benötigt viele Stoffwechselprodukte, was durch ein enormes symplastisches Netzwerk über Kanäle unterstützt wird. Diese Kanäle werden teilweise von der Zellwandablagerung ausgespart, um den Transport von Metaboliten bis zum Zelltod zu ermöglichen. Am Ende der Schalenentwicklung trocknet das Gewebe langsam aus. Aufgrund des hydrophoben Charakters der verholzten Zellen kann inneres Restwasser die Schale hauptsächlich über den Interzellularraum passieren, der seit der Bildung der gelappten Zellen vorhanden ist. Bei Schädlingsbefall verstopfen die Öffnungen des Interzellularraums entlang der Schale, wodurch es wahrscheinlicher wird, dass der Kern schimmelt. Der Vergleich der Walnuss mit anderen „Nüssen“ auf Nano- (Zellwandarchitektur und chemische Zusammensetzung), Mikro- (Zellform und Gewebemechanik) und Makroebene (Schalenform, Rissverhalten) vertiefte unser Verständnis der allgemeinen Schalenbildung in Pflanzen. Darüber hinaus können wir dieses industrielle Abfallprodukt für die Herstellung fortschrittlicher Materialien nutzen, indem wir entweder die Zellen der Hülle direkt als biobasiertes Material verwenden oder das Konzept der Verzahnung auf industrielle Materialien übertragen.Nuts, drupes and other fruits called ‘nuts’ have a hard seed coat protecting the seed from biotic and abiotic impact. These coats undergo several phases from a soft living tissue to a hard dead shell. Several ‘nuts’ with the major focus on walnut (Juglans regia) were investigated over four years to reveal shell morphology and understand shell formation. During shell tissue expansion, the cell walls of the cells buckle and initiate the formation of thicker cell wall regions, which form bands around the cell. As expansion continues, the cells of the tissue start to form multiple lobes, which interlock with all neighbouring cells. This phase is followed by the formation of secondary cell wall and the simultaneous incorporation of lignin. This process needs a lot of metabolites, which is supported by an enormous symplastic network via pit channels and plasmodesmata. These channels are partly omitted from secondary cell wall deposition to allow the transport of metabolites until cell death. In the final phase of shell development, the tissue dries out slowly. Due to the hydrophobic character of the lignified cell wall, residual water of the inner shell tissue can pass the shell mainly via the complex intercellular space, which is present since the formation of the polylobate cells. Blockage of the entrance of the intercellular space along the shell surface caused by pests leads to a higher chance of moulding of the kernel. Comparison of the walnut with different other ‘nuts’ on nano (cell wall architecture and chemical composition), micro (cell shape and tissue mechanics) and macro level (shell shape, crack behaviour) deepened our understanding of general shell formation in plants. With this knowledge, we are now able to use this industrial waste product for the creation of advanced materials, either by using the cells of the shell directly as a bio-based material or transferring the concept of interlocking onto industrial materials.submitted by Sebastian J. AntreichDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Automatic recognition of partially missing bark on round timber
Die schnelle und genaue Vermessung des Rundholzes stellt einen wesentlichen Beitrag zum optimalen Ablauf der Sägewerksprozesse dar. Viele Sägewerke entfernen die Rinde vor der Rundholzvermessung, aber manchmal wird aus verschiedenen logistischen Gründen eine spätere Entrindung bevorzugt. In diesem Fall liefert die Rundholzvermessung den Durchmesser auf Rinde anstatt des benötigten Durchmessers unter Rinde. Die Rinde muss dann rechnerisch abgezogen werden, häufig auf Basis von Rindenstärketabellen kombiniert mit der visuellen Beurteilung durch eine Fachkraft. Die vorliegende Arbeit untersuchte Optionen, um diese visuelle Beurteilung durch Mustererkennung und Methoden des maschinellen Lernens zu ersetzen. Der Fokus lag dabei auf “einfachen Technologien”, die in vielen Sägewerken bereits verfügbar sind bzw. auf die mit überschaubarem Aufwand aufgerüstet werden kann. Zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage "Ist es mit solchen Technologien möglich, den Durchmesser unter Rinde mindestens so genau abzuschätzen, wie mit dem derzeit üblichen Verfahren?" wurde ein großangelegter Feldversuch mit etwa 1000 Stämmen der Holzarten Fichte, Tanne und Kiefer durchgeführt. Die Messungen erfolgten mit einem Scanner-Prototypen bei Projektpartner Donausäge Rumplmayr unter Berücksichtigung jahreszeitlicher Einflüsse sowie diverser Stammeigenschaften, etwa Stammdurchmesser, Verfärbungen, Flechten, Verschmutzungen, Borkenkäferspuren, Schnee und Nasslagerung. Das maschinelle Lernen erfolgte mittels logistischer Regression auf Basis von 92 manuell annotierten Stämmen. Als Referenzwert diente der Durchmesser nach der Entrindung. Mit diesem Versuchsaufbau konnte die Forschungsfrage positiv beantwortet werden. Die Genauigkeit der Abschätzung wurde durch die meisten untersuchten Stammeigenschaften – mit Ausnahme von Borkenkäferspuren und dicken Schneebelägen – nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt.Fast, accurate and precise round timber scaling is a key element of sawmill operations. Many sawmills remove the bark before assessing the relevant log diameter, but some remove the bark at a later point in time, e.g. for reasons of process streamlining. In this case, the usual outer shape diameter measurement yields the diameter over bark instead of the required diameter under bark. The necessary adjustment is often performed based on tabled bark thickness values combined with a human operator's decision on the bark status (present, missing, partially missing). This thesis investigated options to replace the operator's bark deduction decision by an automated system using advanced pattern recognition and machine learning methods, with a focus on simple technologies which are already available at most sawmills or could be installed with only a moderate investment. The main research question was whether these simple technologies could achieve estimates for the diameter under bark which should be at least as accurate as those based on the input of a human operator. To answer this research question, an extensive field study with a total of about 1000 spruce, fir and pine logs was performed, taking into account seasonal variation, as well as log characteristics like diameter variation, discolouration, lichen, dirt, traces of the bark beetle, snow and wet conservation. The measurements were performed with a scanner prototype in the scanning line of project partner Donausäge Rumplmayr. The machine learning methods were trained on 92 manually annotated logs. As a reference for evaluation, the logs were measured a second time after debarking. The developed method estimated the diameters under bark at least as accurately as the traditional approach based on the operator's visual assessment. The influence of most of the examined log characteristics on the accuracy was negligible, with the exception of traces of the bark beetle and thick layers of snow.submitted by Andreas WeidenhillerDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Strategische Entwicklung der österreichischen Verkehrsverbünde : Fokus ländlicher Raum
In Anbetracht der Mobilitätswende besteht die Forderung nach mehr öffentlichen Verkehr fortwährend. Diese wird politisch als auch von Expert*innen in verschiedenen Diskussionen formuliert, jedoch stellen die Barrieren in der Umsetzung meist keinen Teil des Diskurses dar. Dies beruht auf der politisch und organisatorisch komplex verflochtenen Struktur des öffentlichen Verkehrs. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Systems stellen die Verkehrsverbünde dar, welche den öffentlichen Personennah- und -regionalverkehr (ÖPNRV) in Österreich planen und koordinieren. In dieser Arbeit soll auf diese komplexen Prozesse in Verbindung mit den Verkehrsverbünden eingegangen werden. Dabei wird der Bogen über die rechtlichen Grundlagen, Transformationsprozesse der Verkehrsverbünde, den jeweiligen Strategien auf Bundes- und Landesebene und der Verkehrspolitik gespannt. Der Ist-Zustand der regionalen Organisation und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs wurde mittels einer leitfadengestützten Befragung der Geschäftsführer aller sieben österreichischen Verkehrsverbünde und deren Dachmarke erhoben. Ziel war ein Vergleich und die Analyse von den Stärken und Schwächen in der Strukturierung und Abwicklung der Arbeitsprozesse in den jeweiligen Verkehrsverbünden. Zudem erhält man ein präzises Bild der gegenwärtigen Herausforderungen und dem zukünftigen Handlungsbedarf in der Gestaltung und Durchführung des öffentlichen Verkehrs. Die Ergebnisse dieser Arbeit beschreiben die Vielfalt der jeweiligen Verbundstrategien und dem Fehlen einer einheitlichen Gesamtstrategie zum Ausbau. Dafür wurden Indikatoren ausgearbeitet, um die Wirkung der Ausbausstrategien im öffentlichen Verkehr zu beschreiben. Weiters konnten die einzelnen Ansätze der Strategien erhoben und diskutiert sowie das Zusammenspiel unterschiedlicher Hierarchieebenen im ÖPNRV festgehalten werden. Abschließend konnte eine Reihe von Handlungsempfehlungen ausgearbeitet werden, welche zur Weiterentwicklung der Verkehrsverbünde beitragen.In view of upcoming challenges in the mobility sector, the expansion of public transport capabilities is imperative. A wide range of experts and politicians regularly make mention of this in public discourses, and yet the barriers for the successful implementation of these policies are rarely mentioned. This is due to the complex political and organisational structure of public transport management in Austria. One essential part of this system are the transport associations, which plan and coordinate both local and regional public transport. This thesis will outline the complex organisational structures of these associations. Thus, the thesis highlights the legal context, the transformational processes within the transport associations, as well as strategies and policy at federal and state level. The current structure of the regional organisation and development of public transport was assessed by way of semi-structured interviews of all seven directors of the Austrian transport associations. The underlying goal of this thesis is to provide a comparison and analysis of specific strengths and weaknesses in the structure and handling of the transport associations in their daily practices. Furthermore, this engenders a detailed understanding of current challenges and upcoming demands for action in layout of public transport systems. The key findings of the thesis are the identification of a lack of a consistent strategy across the different associations, as well as the incomparableness of those due to a lack of data. To enable a comprehensive evaluation, indicators are developed to outline the effects of the strategies employed in the public transport sector. In addition, the characteristics of the different approaches from the associations are described. The interplay between the hierarchical levels of stakeholders is also recorded. Finally, a series of recommendations are formulated, which are able to contribute to the improvement of the transport associations.verfasst von Oliver Tomé HauserMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit englischer Zusammenfassun
Characterization of extracellular vesicles derived from endothelial colony forming cells
In den letzten Jahren ist das Interesse für den Forschungsbereich der extrazellulären Vesikel rasant angestiegen. Diese informationsgefüllten Bläschen werden im menschlichen Körper zur Kommunikation zwischen verschiedensten Zellen genutzt. Diese Aufgaben werden durch die Beladung der Vesikel mit Proteinen, Fetten und Nukleinsäuren ausgeführt. Alle Blutgefäße und Lymphgefäße des menschlichen Körpers sind mit einer Schicht von Endothelzellen ausgekleidet. Eine spezielle endotheliale Vorläuferzelle, genannt Endothelial Colony Forming Cell (ECFC), zirkuliert hingegen im adulten Blut und besitzt regenerative Fähigkeiten, die sie im Falle von Gefäßbeschädigungen einsetzen, kann. Diese regenerativen Fähigkeiten werden vor allem durch die Abgabe von parakrinen Faktoren, zu denen auch extrazelluläre Vesikel zählen, übertragen. Extrazelluläre Vesikel von ECFC wurden für einige funktionale Studien eingesetzt, jedoch sind diese bis jetzt nicht ausreichend genau charakterisiert worden. Das Ziel dieser Arbeit beinhaltet die genaue Charakterisierung von extrazellulären Vesikeln, die von Endothelzellen in den Umlauf gebracht werden. Dafür werden Methoden wie Nanoparticle Tracking Analysis und Fluorescence-triggered Flow Cytometry benutzt. Darüber hinaus wurden Experimente durchgeführt, die darauf abzielen, den möglichen Einfluss von EV-assoziierten Proteinen zu verstehen und dadurch wichtige Informationen für die zukünftigen Forschungen auf diesem Gebiet liefern.Extracellular vesicles (EVs) have received increasing interest in the scientific community. They are a tool for communication within the human body by conveying information between different cells. EVs have been found to conduct these tasks by distributing their cell-derived cargo consisting of proteins, lipids, and nucleic acids. Endothelial cells, which are the inner lining of all vessels, play an important role in the function of the human body. Endothelial colony forming cells (ECFC) are regarded as an endothelial progenitor cell which transfers regenerative potential to damaged vasculature. The regenerative potential of ECFCs is partly conveyed by paracrine function, in this process EVs can play an important role. Extracellular vesicles of ECFCs are in need to be described better and characterized for the generation of further meaningful and comparable work in this field. This work used methods such as nanoparticle tracking analysis and fluorescence triggered flow cytometry to study and characterize endothelial cell-derived-EVs from different vascular beds. Moreover, experiments aiming to understand the possible influence of EV-associated proteins were conducted. A specific profile of ten surface marker proteins was generated from HUVEC and ECFC parent cells as well as their respective EVs. Differences on a cellular and EV level were found between ECFCs from different sources. EVs purified using TFF exhibited a significant increase in detected vesicles with staining-based EV detection methods when EV-associated proteins were enzymatically digested prior to lipid bilayer staining. The influence of EV-associated proteins on quantification methods as well as the functionality of this biomolecular corona should be taken into account when working with EVs. Further in-depth investigations regarding EndoEVs have to consider heterogeneity of endothelial cells from different vascular beds in order to understand these cell-derived mediators in health and disease.submitted by Johanna TriskoMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Millifluidic devices to accelerate process development with the main focus on protein precipitation and filtration
Die Proteinpräzipitation kann ein alternative Technologie zum herkömmlich verwendeten ersten Aufreinigungsschritt für monoklonale Antikörper: Typischerweise wird die Proteinpräzipitation durch direkte Zugabe des Fällungsmittels in einer einzigen Dosis durchgeführt. Ein solcher Ansatz berücksichtigt nicht die Mitfällung von Verunreinigungen und vernachlässigt die Dynamik der Präzipitation und damit den Einschluss unerwünschter Verunreinigungen. Um solche Nachteile zu überwinden, wurde eine graduelle Zudosierung von Polyethylenglykol implementiert, mit der die endgültige Reinheit und Ausbeute verbessert werden konnte. Außerdem führte die Zugabe in Abhängigkeit zur Zudosierungsgeschwindigkeit zu unterschiedlicher Filtrierbarkeit der Präzipitate. Um alle erforderlichen Daten für das Scale-up von Präzipitationsprozessen zu erhalten, wurden Hochdurchsatz-Instrumente zur kontinuierlichen Proteinfällung entwickelt. Solche miniaturisierten Systeme wurden verwendet, um die am besten geeigneten Fällungsbedingungen wie die Dosierungszeit des Fällungsmittels, die resultierende Filtrierbarkeit und die Löslichkeitskurven von Antikörpern und Verunreinigungen zu untersuchen und zu bestimmen. Das größte ungelöste Hindernis, Proteinpräzipitation als Option in großem Maßstab zu implementieren, ist traditionell der große Puffer- und Wasserverbrauch, da das Fällungsmittel in Wasser vorgelöst werden muss. Daher wurde zur kontinuierlichen Proteinfällung ein Pulverzuführgerät zur direkten Zugabe von PEG in fester Form in Kombination mit den miniaturisierten Rohrreaktoren verwendet. Ein solches alternatives Verfahren wurde wirtschaftlich und ökologisch bewertet und mit aktuellen Verfahren nach dem Stand der Technik für den ersten Aufreinigungsschritt verglichen. Die CoGs und der ökologische Fußabdruck wurden dadurch deutlich reduziert. Die in dieser Arbeit vorgestellten Ergebnisse werden dazu beitragen, die Entwicklung vollständig kontinuierliche Bioprozesse zu beschleunigen.Protein precipitation may be an alternative to conventional affinity capture of antibodies. Typically, protein precipitation is performed by direct addition of the precipitating agent in a single dose. Such approach does not consider co-precipitation of impurities and neglects the dynamics of precipitate formation and inclusion of unwanted impurities. To overcome such drawbacks, a gradual dosage of polyethylene glycol was proposed which impacted the final purity and yield. In addition, dosage time resulted in different filterability of precipitates. For continuous PEG addition, precipitation conditions need to be adjusted to improve product quality and inform about the design of further purification steps. To obtain all required data for scaling-up precipitation processes, devices for continuous protein precipitation were developed. Such a device has a size of 1–5ml in form of a tubular reactor with multiple injection points for controlled and precise addition of precipitating agent. Millidevices were used to study and determine the most appropriate precipitation conditions such as the dosage time of the precipitating agent, resulting filterability and the apparent solubility curves of antibodies and impurities. However, the main unsolved impediment to consider protein precipitation as an option at a large scale was the elevated buffer consumption. Therefore, a powder feeding device to directly add PEG in solid form combined with millidevices was used for continuous protein precipitation. Such an alternative process was economically and environmentally evaluated and compared to current state-of-art processes for the capture step. Total costs of goods and environmental footprint were significantly reduced. Findings presented in this work will help to expedite the development of fully end-to-end platforms for continuous bioprocesses. The economic and environmental assessment will help to guide the developers to more efficient and environmentally friendly processes.submitted by Maria del Carme Pons RoyoDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit deutscher Zusammenfassun
Mobilität als soziale Praktik : Verhaltensänderungen in der COVID-19-Krise und ihr möglicher Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit
Die COVID-19-Krise und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben zu zahlreichen, teils gravierenden Veränderungen in den Lebenswirklichkeiten vieler Menschen geführt. Weltweit wurden Schulen, Kindergärten, Universitäten, große Teile des Handels und die Gastronomie geschlossen. Im Vordergrund standen Hygienemaßnahmen, die Maskenpflicht, Abstandsregeln, die Minimierung sozialer Kontakte und der Appell an die Menschen, möglichst zuhause zu bleiben. Diese Maßnahmen führten zu starken Einschränkungen des sozialen Lebens und hatten deutliche Auswirkungen auf die Mobilität der Menschen.In dieser Arbeit wird auf Basis einer qualitativen Online-Tagebuchstudie – dem „Logbuch der Veränderungen“ – analysiert, wie die Menschen die COVID-19-Krise wahrnehmen, welche Veränderungen sie im Handlungsfeld Mobilität beobachten und wie sie diese Veränderungen bewerten. Insgesamt wurden 771 Logbucheinträge von 411 Logbuchschreiber*innen ausgewertet und analysiert.Die Praxistheorie bildet den theoretischen Rahmen zur Rekonstruktion der sechs identifizierten Mobilitätspraktiken – Radfahren, Zu-Fuß-Gehen, Autofahren, Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), Nutzung des öffentlichen Personenfernverkehrs (ÖPFV) und Flugzeug-Nutzung. Dabei liegt der Fokus auf den Elementen einer sozialen Praktik, der Materialität, Kompetenz und dem Sinn sowie der Veränderung dieser Elemente aufgrund der Pandemie.Durch die umfassende Analyse des empirischen, qualitativen Datenmaterials der Tagebuchstudie und dem theoretischen Rahmen der Praxistheorie hilft die Arbeit zu erkennen, wie stark alltägliche Praktiken aufgrund der COVID-19-Krise verändert werden mussten und wie Bürger*innen diese Veränderungen wahrgenommen haben. Die Aufteilung der verschiedenen Mobilitätspraktiken nach den einzelnen Elementen Materialität, Kompetenz und Sinn hat zu einem besseren Verständnis geführt, wie sich die einzelnen Praktiken zusammensetzen, wie eng die Elemente miteinander verbunden sind und wie sich die praxistheoretischen Elemente aufgrund der COVID-19-Krise verändert haben.The COVID-19 crisis and related measures to fight the pandemic have led to numerous, partly far-reaching changes in many people´s lifes. Worldwide, schools, kindergartens, universities, large parts of the retail sector and restaurants remained closed. Measures comprise increased hygiene standards, compulsory wearing of masks, distance rules, minimisation of social contacts and the appeal to people to stay at home if possible. These measures led to severe restrictions on social life and had a clear impact on people's mobility.This paper analyses based on a qualitative online diary study - the "Logbuch der Veränderungen" - how people perceived the COVID-19 crisis, which changes they observed in the field of mobility and how they evaluate these changes. A total of 771 diary entries from 411 diarists were evaluated and analysed.The theory of practice forms the theoretical framework for the reconstruction of the six mobility practices identified - cycling, walking, driving, use of local public transport, use of long-distance public transport and air traffic. The focus was on assessing the elements of a social practice, materials, competences as well as meanings and changes of these elements due to the pandemic.Based on the comprehensive analysis of the empirical, qualitative data material of the diary study and the theoretical framework of practice theory, this thesis contributes to the questions to what extend everyday practices have changed due to the COVID-19 crisis and how citizens perceive these changes. The analysis of the different mobility practices through the practice theoretical elements of materials, competences, and meanings has led to a better understanding of how practices are composed, how closely the elements are connected, and how elements have changed due to the COVID-19 crisis.verfasst von Andrea GutsohnMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2022Mit englischer Zusammenfassun