University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
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Untersuchung verschiedener Hackgerätvarianten in Bezug auf Wassererodierbarkeit im Pflanzenbestand
Zur mechanischen Beikrautbekämpfung in Reihenkulturen werden in der Landwirtschaft meist Hackgeräte verwendet. Hierbei haben sich in der Vergangenheit Hackgeräte mit Gänsefußscharen als Arbeitswerkzeug etabliert. Durch dieses Gänsefußschar wird die Erde vom Reihenzwischenraum in Richtung Pflanzenreihe geworfen und Beikräuter dabei verschüttet. Die Nachteile dieses Systems, wie etwa geringe Arbeitsgeschwindigkeiten, ein breites unbearbeitetes Hackband und eine wasserakkumulierende Senkenbildung im Reihenzwischenraum, sollten durch ein weiterentwickeltes Hacksystem vermindert werden. Eine Kombination aus Hohlscheiben und Winkelscharen ermöglicht es, den Boden schneller und näher an den Pflanzenreihen zu bearbeiten, bei einem völlig unterschiedlichem Arbeitsbild. Die vorliegende Arbeit untersucht Unterschiede dieser beiden Hacksysteme in Bezug auf Wassererodierbarkeit. Ziel ist die Untersuchung, ob ein Systemwechsel den Bodenverlust durch Wassererosion vermindern kann. Dazu wurde ein Beregnungssimulator auf Versuchsparzellen aufgebaut und der Oberflächenabfluss in Zeitabständen aufgefangen und analysiert. Weiters wurden die Geometrien der Hacksysteme rechnerisch in Bezug auf Erosionsanfälligkeit miteinander verglichen. Dieser rechnerische Vergleich lieferte anhand der vereinfachten Berechnung keine relevanten Unterschiede. Die Analyse des Oberflächenabflusses zeigte hingegen, dass durch das weiterentwickelte Hacksystem etwa 12% mehr Oberflächenabfluss zu beobachten war. Somit wird vom Boden etwas weniger Wasser aufgenommen, was in Trockenperioden zu erhöhtem Trockenstress führen kann. Die Erosion des Oberbodens konnte zeitgleich um fast 64% reduziert werden. Dadurch kann derGroßteil der On- und Offsite-Schäden reduziert und wertvoller Boden geschützt werden. Das Erosionsverhalten im Zeitverlauf bestätigte diese Reduktion durch wesentlich schwächere, abflachende Anstiege während der Beregnung.For mechanical weed control in agriculture, row-crop cultivators are often used. These cultivate the majority of the unseeded area between and partly inside the rows. The agricultural machinery industry has developed a number of different systems for this purpose, among which, cultivators with goosefoot shares have become most established. This goosefoot share throws the soil from the space between the rows towards the row of plants and thereby buries weeds. Disadvantages of this systems, like a low working speed, a wide uncultivated hoeing band and among other micromorphological aspects, a formation of a water accumulating sink in the space between the rows, might be reduced through a further developed cultivation system. A combination of hollow discs and angled shares allows the machine to work faster and closer to the crop rows and the soil to be thrown towards the space between the rows. This results in a slight mounding in the space between the rows. This study investigates differences of these two cultivation systems in terms of water erodibility. A plot experiment was set up in the field using a rainfall simulator for surface runoff and sediment yield assessment. Furthermore, soil parameters were analysed and the geometries of the cultivator systems were used for calculating differences in erodibility. These calculations did not show big differences. The field experiment unveiled about 12% larger surface runoff observed during the further developed cultivation system experiment. This indicates less water intake by the soil, which can lead to increased stress in drought periods. At the same time soil erosion was reduced by almost 64%. This results in reducing on and off site damage and saving valuable soil. Erosion over time confirmed this reduction by showing much flatter increases in the beginning of the rain event and stabilisation with a slight movement during the rain event.verfasst von Florian HiesbergerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Hydromorphologische Entwicklung der March seit dem 18. Jahrhundert im Bereich Jedenspeigen bis Zwerndorf
Eine Rekonstruktion der historischen Flusslandschaft der March zwischen Jedenspeigen und Zwerndorf wird für die Zeitschnitte 1703, 1755, 1821, 1896, 1942 und 2020 durchgeführt. Die natürliche Entwicklung der March sowie deren Veränderung aufgrund menschlicher Eingriffe werden aufgezeigt. Die verwendete Methodik ist die gleiche, wie für den bereits untersuchten Marchabschnitt im WWF-Auenreservat-Marchegg zwischen Zwerndorf und Marchegg (Türk, 2021). Damit sind Vergleiche der zwei Marchabschnitte möglich.Die Ergebnisse zeigen, dass die hydromorphologische Dynamik der March durch Regulierungen im 19. bzw. vor allem im 20. Jahrhundert stark eingeschränkt wurde. Im Untersuchungsgebiet wurde die Breite des aktiven Hauptarmgerinnes zwischen 1821 und 2020 um 48% reduziert, Flussbogenmigrationen wurden in diesem Zeitraum nahezu vollständig unterbunden. Die Folge davon war eine fortschreitende Verlandung. AlsKonsequenz der Regulierungsmaßnahmen ergab sich ein Rückgang der Fläche des aktiven Gerinnesystems um 47%.Geomorphologische Unterschiede der beiden im Vergleich stehenden Flussabschnitte führten zu unterschiedliche Flussdynamiken in den verschiedenen Flussabschnitten, wobei im flussauf liegenden Bereich das Talbodengefälle höher ist. Dies und der erhöhte Einfluss der Donauhochwässer im WWF-Auenreservat-Marchegg führte zu einer erhöhten Tendenz zur Ausbildung von Mäanderdurchbrüchen sowie einer erhöhten Sinuosität im flussab liegenden Bereich. Des Weiteren wurde im untersuchten Marchabschnitt zwar bereits früher mit den Regulierungen begonnen, heute sind die Marchufer im WWF-Auenreservat-Marchegg jedoch mit 82% stärker reguliert als zwischen Jedenspeigen und Zwerndorf (71%).Historische Analysen zeigen die Entwicklung der Flusslandschaft der Marchauen im Bereich zwischen Jedenspeigen und Zwerndorf und tragen wesentlich zum Verständnis der Entwicklung der March bei, was wiederum essentiell für zukünftige durchgeführte Maßnahmen wie Regulationen oder optimalerweise Renaturierungen ist.A reconstruction of the historical river landscape of the Morava River between Jedenspeigen and Zwerndorf is done for the time sections 1703, 1755, 1821, 1896, 1942 and 2020. The natural development of the Morava as well as the changes due to human interventions are thus shown. The downstream area of the WWF-Auenreservat-Marchegg in the section between Zwerndorf and Marchegg has already been investigated in the same way (Türk, 2021), which allows comparisons of the two sections of the Morava.The results show that the hydromorphological development of the Morava River was strongly restricted and changed by regulations in the 19th and especially in the 20th century. In the study site, the width of the active channel was reduced by 48% between 1821 and 2020, river bend migrations were almost completely suppressed during this period. The result was progressive sedimentation. Changes in water body types were also analysed. As a consequence of the regulation measures, there was a 47% decrease in the area of active channel. Geomorphological differences in the two river sections led to different river dynamics. The upstream section has a higher valley bottom gradient. This and the increased influence of Danube floods in the WWF-Auenreservat-Marchegg led to an increased tendency of meander breakthroughs and an increased sinuosity in the downstream section. Furthermore, although regulation started earlier in the studied section of the Morava River, today the Morava River banks in the WWF-Auenreservat-Marchegg are more regulated (82%) than between Jedenspeigen and Zwerndorf (71%). Historical analyses show the development of the river landscape of the Morava floodplain in the area between Jedenspeigen and Zwerndorf and contribute significantly to the understanding of the development of the Morava, which in turn is essential for future measures such as regulation or renaturation.verfasst von Klara StuppacherMasterarbeit Universtität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Digitale Waldinventur - Stichprobeninventur mit personengetragenem Laserscanning (PLS) und flächenscharfe Vorratsschätzung über räumlich statistische Modelle
Im Partnerbetrieb dieser Masterarbeit wurde im Zuge der anstehenden Waldinventur ein Teil der Inventurpunkte mit dem personengetragenen Laserscanner (PLS) GeoSLAM ZEB Horizon aufgenommen. Zudem wurde im gleichen Jahr eine flächendeckende Befliegung zur Aufnahme von Airborne-Laserscanning (ALS) Daten durchgeführt. An diesen Stichprobenpunktzentren wurden aus den ALS-Daten die Bodenoberfläche und die Vegetationshöhe modelliert. Für die Vorräte pro Hektar wurde dann ein räumliches lineares Modell in Abhängigkeit der mittleren Vegetationshöhe an den Probekreisen entwickelt. Die Parameterschätzung geschah mittels voller Bayes-Inferenz in Verbindung mit MCMC-Verfahren und Stichproben aus den a posteriori Verteilungen. Gemäß der Bayesianischen Sichtweise, wurde das Modell als ein „spatially varying intercept model“ bezeichnet, weil hiernach auch die festen Parameter als Zufallsparameter interpretiert werden können und sich der gesamte Modell-Interzept aus einer festen und einer räumlich strukturierten Komponente zusammensetzt. Prognosen der Vorräte an den Stichprobenpunkten wurden aus den a posteriori Vorhersageverteilungen gewonnen und wiesen ein Bestimmtheitsmaß von 95,5% auf. Danach wurde über den gesamten Betrieb ein Gitter mit Pixeln desselben Flächeninhaltes wie jeder Stichprobenpunkt gelegt und mithilfe der bekannten räumlichen Lage eine bayessche Vorhersage gerechnet. Als Prädiktorvariable für dieses Modell wurde lediglich die mittlere Vegetationshöhe herangezogen. Gemäß eines Block-Kriging Ansatzes wurden die Vorhersagen für die Pixel innerhalb einer räumlichen Einheit zusammengefasst.Für den Gesamtbetrieb konnte der Holzvorrat mit einem Variationskoeffizienten von 2,66% prognostiziert werden. Zur Überprüfung der Performance des Modells, wurde die Vorhersage an sieben Referenzbeständen getestet. Bei diesem Vergleich wurde ein Bestimmtheitsmaß von 88,0%, eine Wurzel des mittleren quadratischen Fehlers von 18,18% und einen systematischen Fehler von 1,95% erreicht.In the partner company of this master thesis, a part of the inventory plots was recorded with the personal laser scanner (PLS) GeoSLAM ZEB Horizon in the course of the upcoming forest inventory. In addition, an area-wide aerial survey was carried out in the same year to capture airborne laser scanning data. At these sample plots, the ground surface and vegetation height were modeled from the ALS. A spatial linear regression model was developed for the growing stocks per hectare as a function of the mean vegetation height at the sampling plots. Parameter estimation was done using full Bayesian inference in conjunction with MCMC procedures and sampling from the a posteriori distribution. According to the Bayesian view, the model was called a spatially varying intercept model because even the fixed parameters can be interpreted as random parameters, and the whole model intercept is composed of a fixed and a spatially structured component. Predictions at the sample points were obtained from the a posteriori predictive distribution and had a coefficient of determination of 95.5%. A grid of pixels of the same area as each sample point was then placed over the entire area and a Bayesian prediction was calculated for each of these pixels using an SVI model approach and the known spatial location. Only the mean vegetation height from the ALS data was used as a predictor variable for this model. According to a block-kriging approach, the predictions for the pixels within a spatial unit were combined. Bayesian block-kriging was applied to estimate the timber supply of all stands, the different forest districts, and the entire forest enterprise. For the whole forest enterprise, the wood supply could be predicted with a coefficient of variation of 2.66%. To test the performance of the model, the prediction was tested on seven reference stands. In this comparison, the model achieved a coefficient of determination of 88.0%, a root mean square error of 18.18%, and a systematic error of 1.95%.verfasst von Valentin Gerald SarkletiMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
The effect of parent material on soil organic carbon fractionation and stabilization in alpine grassland topsoils
Das Verständnis der komplexen Faktoren, die hinter der langfristigen Stabilisierung des organischen Kohlenstoffs im Boden (SOC) stehen, hat wichtige Auswirkungen auf die Bodenfunktionalität und die globalen Treibhausgaszyklen. Eine frühere Studie im alpinen Grünland ergab Anomalien hinsichtlich der SOC-Fraktionierung in karbonathaltigen Böden (K) im Vergleich zu silikathaltigen Böden (NK). Das Ziel der vorliegenden Studie war es, die SOC-Fraktionierung von Grünlandböden in Niederösterreich zu charakterisieren, die zu K und NK gehören. Zusätzlich wurden die Faktoren untersucht, die die möglichen Unterschiede zwischen diesen Gruppen erklären. Eine Partikelgrößen Fraktionierung mit sequentiellen Ultraschallschritten ermöglichte die Isolierung von stabilem SOC (sSOC) von nicht-stabilem SOC (nsSOC) basierend auf der Größe (20 μm). Nach mehrfachen linearen Regressionen wurde eine Verschiebung signifikanter Prädiktoren festgestellt, wenn die Reaktion von sSOC mit nsSOC [g kg-1 Boden] verglichen wurde. Abgesehen vom Ton- und Schluffmassengehalt, der sich als guter Prädiktorvariable für beide SOC-Pools erwies, wurde nsSOC [g kg-1 Boden] in hohem Maße durch den mittleren Jahresniederschlag und die Tiefe erklärt. Neben der Textur wurde der sSOC durch spezifische mineralische Bestandteile, hauptsächlich Aluminiumhydroxide, kontrolliert. Diese Verschiebung ist wahrscheinlich auf die Bedeutung zurückzuführen, die der organische C-Input für die nsSOC-Bildung hat, während die Persistenz von sSOC hauptsächlich durch seine physikochemische Verbindung mit der mineralischen Matrix gesteuert wird. In Anbetracht dieser Beziehungen wurde festgestellt, dass K sowohl im sSOC als auch im nsSOC [g kg-1 Boden] einen signifikant höheren Mittelwert aufweist als NK. Diese Studie trägt dazu bei, das Wissen über die Verbindung zwischen Lithologie und SOC-Schutz zu erweitern und betont die kombinierte Wirkung, die klimatische und pedogene Variablen auf die SOC-Akkumulation und -Stabilisierung haben.Soil organic carbon (SOC) is essential for soil functionality and has major implications for global cycles of greenhouse gases. Thus, understanding the complexity of factors behind long-term SOC stabilization is of great concern. A previous study in alpine grasslands found anomalies regarding SOC fractionation in soils developed from carbonate-based parent material (K) compared to silicate- derived soils (NK). The objective of this study was to characterize the SOC fractionation and stabilization patterns of grassland topsoils in Lower Austria belonging to the K and NK groups. Additionally, the factors explaining the potential differences between the two soil groups were also investigated. A particle size fractionation involving sequential ultrasonication and wet sieving steps, enabled the isolation of stable SOC (sSOC) from non-stable SOC (nsSOC) based on size (20 μm). From the outcome of stepwise multiple linear regressions, a shift in significant predictors was detected when comparing the response variables sSOC to nsSOC (concentration in the soil). Apart from the mass content of clay & silt, which proved to be a good predictor for both SOC pools, the concentration of nsSOC in the soil was greatly explained by mean annual precipitation and depth. In addition to texture, sSOC was controlled by specific soil mineral constituents, mainly aluminium hydro-oxides. These findings are probably due to the importance that organic C input has for the formation of nsSOC, while the persistence of sSOC is mainly controlled by its physicochemical association to the soil mineral matrix. Because of the mentioned relationships, the K group was found to have a significantly higher mean in both sSOC and nsSOC concentration in the soil, compared to the NK group. The findings of this study contribute to furthering the knowledge linking lithology to SOC protection, emphasizing the combined effect that climatic and pedogenic variables have on SOC accumulation and stabilization.submitted by Livia Filella López de LamadridMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 202
Platelet proteomics in diseases with high risk of thrombosis
Thrombose, die Bildung von Blutgerinnseln, stellt eine großeGefahr für die betroffenen Personen dar und bringt somit erhebliche Herausforderungen für das Gesundheitssystem mit sich. Patienten mit Krebs, insbesondere Lungen-, Hirn- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, sowie Patienten mit Lupus Antikoagulans (LA), haben ein höheres Risiko, eine venöse Thromboembolie (VTE) zu entwickeln. Da Blutplättchen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von VTE spielen, zielt diese Arbeit darauf ab, das Blutplättchenproteom im pH-Bereich von 6-9 bei Patienten mit hohem thrombotischem Risiko und ihren gesunden Kontrollpersonen zu analysieren. Die Analyse wurde mit der zwei-dimensionalen differentiellen In-Gel-Elektrophorese (2D-DIGE) durchgeführt, einer Top-Down-Proteomik-Methode, die einzigartige qualitative und quantitative Informationen auf der funktionellen Ebene von Proteinen, Proteoformen, liefert. Sechzehn Proteine mit signifikant veränderter Abundanz zwischen den verschiedenen Gruppen (p-Wert <0,05; Lungen-, Hirn-, Bauchspeicheldrüsenkrebs, LA und gesunde Kontrollen) wurden mittels einfaktorieller ANOVA aufgedeckt. Ein Spaltprodukt mit 37 kDa des Proteins Fermitin family homolog 3 (Kindlin-3) war signifikant verringert bei Patienten mit Lungenkrebs im Vergleich zu den gesunden Kontrollen und wurde als eines von drei Proteinen, für die immunologische und funktionale Validierung ausgewählt. Die anderen Proteine waren Adenylyl cyclase-assoziiertes Protein CAP-1 und Monoaminooxidase MAOB, wobei letzteres signifikant erhöht bei Patienten mit Hirnkrebs gefunden wurde. Des Weiteren zeigte ein in-vitro-Aktivierungsexperiment mit dem Ca2+-Ionophor [A23187], dass die Spaltung von Kindlin-3 bei Aktivierung zunahm, was auf eine Verbindung zwischen Kindlin-3-Spaltung und Blutplättchenaktivierung hindeutet und somit eine Erklärung für die zuvor beobachtete reduzierte Fibrinogen-Bindungskapazität des aktivierten GPIIbIIIa-Integrinkomplexes von Blutplättchen bei Patienten mit Lungenkrebs liefert.Thrombosis represents a great danger for those affected and, thus, poses significant challenges to the healthcare system. Patients with cancer, especially lung, brain and pancreatic cancer, and patients with lupus anticoagulants (LA) are at a higher risk of developing venous thromboembolism (VTE) than the healthy population. Since platelets play a crucial role in VTE development, this thesis aims to analyse the platelet proteome in the pH range 6-9 between patients of high thrombotic risk and their matched healthy controls. The analysis was performed using two-dimensional differential in-gel electrophoresis (2D-DIGE), which provides unique qualitative and quantitative information about the functional state of proteins called proteoforms. Sixteen proteins with significantly altered abundance between the different groups (p-value <0.05; lung, brain, pancreatic cancer, LA and matched healthy controls) were revealed by one-way ANOVA. Post-hoc testing identified several significant protein differences between the patients with cancer and their matched healthy controls. However, no significant changes between LA patients and their matched controls could be determined in the alkaline platelet proteome. A cleavage product with 37 kDa of the protein fermitin family homolog 3 (kindlin-3) was significantly decreased in patients with lung cancer compared to the healthy controls and was one of the three proteins chosen for immunological and functional validation. The other proteins were adenylyl cyclase-associated protein CAP-1 and monoamine oxidase MAOB; the latter was significantly increased in patients with brain cancer. Furthermore, an in vitro activation experiment with the Ca2+ ionophore [A23187] showed that kindlin-3 cleavage increased upon activation, indicating both a link between kindlin-3 cleavage and platelet activation and, thus, an explanation for the previously observed reduced fibrinogen-binding capacity of the activated GPIIbIIIa integrin complex of platelets in patients with lung cancer.submitted by Felicia HsuMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 202
Experimental stormwater runoff modelling to simulate the reduction potential of pollutant loads through land de-sealing measures
Da sich Regenwasser beim Abfluss über urbane Oberflächen mit Schadstoffen anreichert und es durch die Einleitung in Vorfluter zu einer Verschlechterung der Gewässerqualität kommt, müssen Entscheidungsträger informiert werden, welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können, um die Wasserrahmenrichtlinie einzuhalten. Rio (2020) erstellte mittels SWMM ein Modell, mit welchem in einem Stadtgebiet das Schadstoff-Rückhaltepotenzial von Grün/Blauen Infrastrukturen (GBI) simuliert werden kann. In der vorliegenden Arbeit wurde dieses Modell unter Einbeziehung von kontinuierlich beobachteten Abfluss- und Trübungsdaten eines Micro-Einzugsgebiets in Montpellier, Frankreich, weiter untersucht. Es wurden Abfluss- und Schwebstoff-Auswaschungsprozesse simuliert sowie eine Sensitivitätsanalyse, eine Kalibrierung und eine Validierung unter Verwendung der Kriterien Nash-Sutcliffe-, Kling-Gupta-Effizienz sowie dem Prozentualen Differenz Fehler durchgeführt. Entsiegelungsszenarien wurden mit dem unkalibrierten und dem kalibrierten Modell simuliert und ihr Potenzial Abfluss, Schwebstoffkonzentration und -fracht zu reduzieren wurde verglichen. Im Vergleich zur hydrologischen Kalibrierung war die Wasserqualitätskalibrierung nicht erfolgreich, da sich das Modell hinsichtlich der getesteten Parameter als sensitiv herausstellte und keine Korrelation zwischen beobachteter Trübung und simulierten Schwebstoffen hergestellt werden konnte. Die Reduktionsausmaße waren bei beiden Modellen ähnlich, aber die Ergebnisse des kalibrierten Modells waren zuverlässiger. Das nicht- kalibrierte Modell lieferte vereinzelt unrealistische Werte und die Standardabweichung war um 35% bis 36% höher als jene des kalibrierten Modells. Diese Arbeit zeigt die Empfindlichkeit des Modells sowie die Auswirkung einer Kalibrierung auf simulierte Reduktionspotentiale auf. Die Ergebnisse tragen zur Forschung über die Regenwasserabflussqualität, ihre Modellierung mit SWMM und ihre Verbesserung durch Implementierung von GBI bei.When rainwater runs off urban surfaces it gets charged with pollutants and since its discharge into receiving waters leads to a deterioration of the water quality, decision makers need to be informed about possible countermeasures to comply with the Water Framework Directive. Rio (2020) created a model with SWMM to simulate the potential of Green/Blue Infrastructures (GBI) implemented in cities to reduce pollutant loads. In this work the model was further investigated by incorporating continuously observed runoff and turbidity data of a microscale catchment in Montpellier, France. Hydrographs and wash-off processes of total suspended solids (TSS) were simulated. A sensitivity analysis, a calibration and a verification were carried out for the hydrological and the water quality module of the model using the criteria Nash-Sutcliffe Efficiency, King-Gupta Efficiency, and Percentage Difference Error. De-sealing scenarios were simulated with the uncalibrated and the calibrated model and their reduction potentials of runoff, TSS concentration and TSS load were compared. In contrast to the hydrological calibration, the water quality calibration was not successful since the model showed a high sensitivity towards the tested parameters and a correlation between observed turbidity and simulated TSS was not successful. The magnitudes of the reduction potentials of both models were similar but results of the calibrated model were more reliable. The uncalibrated model returned partially unrealistic results and a standard deviation which was 35% to 36% higher than the one of the calibrated model. The investigations of the model prove its sensitivity and present the effect of a calibration on simulated reduction potentials. The outcomes contribute to research about the quality of urban rainwater runoff, its simulation with SWMM and its improvement through the implementation of GBI.submitted by Cornelia FürnkranzMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Pegelprognose bei Starkregenereignissen mittels Radardaten
verfasst von Sarah Irmgard SchäferMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Rasche Temperaturänderungen in Wien : 1950-2021
verfasst von Anna TeichmeisterMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Analyse des Wasserkraftpotentials bestehender Kontinuumsunterbrechungen im Land Salzburg
Diese Arbeit führt ein mit Grundlagen und wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dazu zählen Erläuterungen zur Wasserkraft in Salzburg, zur Klima- und Energiepolitik in Österreich und Salzburg, zu Vor- & Nachteile der Wasserkraft sowie zu gesetzliche Grundlagen. Die Potentialstudie selbst beschäftigt sich mit der Frage, wo es an bereits bestehenden Kontinuumsunterbrechungen in Salzburgs Fließgewässern ein ausbauwürdiges Wasserkraftpotential gibt. Die über 9.000 bestehenden Kontinuumsunterbrechungen stellen auf den ersten Blick ein großes Potential dar. Hier wurde versucht, ein Konzept zu entwickeln, Daten nach technischen, ökonomischen, gesetzlichen sowie ökologischen Gesichtspunkten zu filtern. In weiterer Folge wurden fehlende Abflusskenngrößen erhoben und eine Hochrechnung der verbliebenen Standorte durchgeführt. Diese Standorte wurden planlich dargestellt sowie tabellarisch aufgelistet. Schlussendlich wurden sieben potentielle Standorte näher erhoben und vorgestellt.This paper introduces the basics and the water management framework. This includes explanations of hydropower in Salzburg, climate and energy policy in Austria and Salzburg, advantages and disadvantages of hydropower as well as the legal basis. The potential study itself deals with the question, where there is an expandable hydropower potential at already existing continuum interruptions in Salzburg's flowing waters. At first glance, the more than 9,000 existing continuum interruptions represent a large potential. Here, an attempt was made to develop a concept to filter data according to technical, economic, legal as well as ecological aspects. Subsequently, missing discharge parameters were collected and an extrapolation of the remaining sites was carried out. These sites were presented in a plan and listed in a table. Finally, seven potential sites were investigated and presented.verfasst von Werner FritschMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
New BIOTECHNOLOGY / Genetic code expansion in E. coli enables production of a functional ‘ready-to-click’ T cell receptor-specific scFv
Antibody-based cancer therapies have been evolving at a rapid pace in the pharmaceutical market. Bispecific antibody-drug conjugates that engage immune cells to target and kill cancer cells with precision have inspired the development of immunotherapy. Miniaturized antibody fragments such as diabodies, nanobodies, or single-chain variable fragments (scFvs) hold great promise as antibody-drug conjugates as they specifically target tumor tissue and can penetrate it. Here, we optimized the soluble periplasmic expression of the scFv OKT3 comprising the variable VH and VL domains of the mouse anti-human CD3 antibody muromonab-CD3 (trade name Orthoclone OKT3) in E. coli. By an expansion of the genetic code, we site-specifically incorporated the reactive non-canonical amino acid Nε-((2-azidoethoxy)carbonyl)-L-lysine (AzK) into scFv OKT3 using an orthogonal pyrrolysyl-tRNA synthetase/tRNA(CUA) pair. To confirm the AzK incorporation and to demonstrate the accessibility of the reactive azide group, we conjugated a fluorophore to scFv OKT3 AzK variants by copper-free strain-promoted alkyne-azide cycloaddition (‘click chemistry’). The scFv OKT3 wild type and the AzK variants bound T cells at nanomolar concentrations. In this study, a ‘ready-to-click’ scFv OKT3 was successfully developed for future applications, e.g. as controlled anti-T cell antibody-drug conjugate or bispecific T cell engager and for imaging immune T cell migration in cancers.Europäische Kommission H2020 Marie Skłodowska-Curie Grant agreement no. 814029FFG COMET center acib: Next Generation Bioproduction (Grant no. 872161) DFG Germany’s Excellence Strategy (EXC-2189) Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) COST Action CA18103 (INNOGLY) Government assignment for FRC Kazan Scientific Center of RAS BOKU funded open access publicatio