University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
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Japanischer Knöterich im Sarca-Flusspark : Handlungspotenziale der Ingenieurbiologie und mögliche zukünftige Strategien
Diese Masterarbeit erforscht die Potenziale von ingenieurbiologischen Maßnahmen und die Kombination von technischen und ökologischen Maßnahmen zur Kontrolle des Japanischen Knöterichs, eine invasive Pflanze, die sich prinzipiell durch Rhizome vermehrt und ein ernsthaftes Problem im Sarca-Flusspark in Norditalien darstellt.Das Arbeitsziel war, die durchgeführten Kontrollmaßnahmen zu bewerten und einen Ansatz für eine Managementstrategie zur Kontrolle des J. Knöterichs im Sarca-Flusspark zu entwickeln.Herauszufinden galt, welche Auswirkungen die Kontrollmaßnahmen auf den Knöterich-Bestand und auf die Artenvielfalt hatten und wie sich das Weidenwachstum im Laufe der Monitoring-Periode auf der Weidenspreitlage verhielt.Der Praxisversuch umfasste die Ausgrabung von Rhizomen und die Anlage einer Weidenspreitlage aus Salix fragilis und Salix eleagnos. Am Versuchsstandort wurde zudem eine Referenzfläche ohne Behandlung angelegt, um die Ergebnisse zu vergleichen. Das Vegetationsmonitoring nach Dierschke (1994) wurde 2022 zweimal durchgeführt, und Biomasse sowie LAI (Leaf Area Index) wurden erhoben. Zusätzlich wurden der Sørenson-Koeffizient und eine adaptierte Version des Shannon-Index zur Ermittlung der Artenvielfalt berechnet.Die Ergebnisse zeigen, dass die Entfernung der Rhizome eine Hauptrolle bei der Schwächung des Knöterich Bestandes spielt und die Kombination von Ausgrabungs- und ingenieurbiologischen Maßnahmen dazu beiträgt, den LAI und die Individuenzahl zu reduzieren und die Artenvielfalt zu erhöhen.Die Umsetzung kombinierter Kontrollmaßnahmen wird in den Flussabschnitten hohen ökologischen Werts im Sarca-Flusspark empfohlen. Die ökologisch wertvollen nicht befallenen Sarca-Abschnitte sollten ökologisch aufgewertet werden, um die Fluss-Ökosystemleistungen zu verbessern. Darüber besteht das Potenzial, Nutzen aus der Problematik zu ziehen und den J. Knöterichs beispielsweise in der Gastronomie, Kosmetik oder Imkerei einzusetzen.This master thesis explored the potential of soil bioengineering measures and the combination of technical and ecological methods to control Japanese knotweed, an invasive plant that principally reproduces by rhizomes and represents a serious problem in the Sarca River Park in Northern Italy.The objective was to evaluate the implemented control measures and to develop a management strategy to control J. knotweed in the Sarca River Park.The aims of the research were to find out what effects the control measures had on the knotweed population and on the plant species diversity and how the willow growth behaved during the monitoring period on the willow brush mattress.The field trial included excavation of rhizomes and realization of a willow brush mattress of Salix eleagnos and Salix fragilis. A reference plot without treatment was established at the experimental site to compare results. The vegetation monitoring was conducted twice in 2022 according to Dierschke (1994), and biomass and LAI (Leaf Area Index) were recorded. In addition, the Sørenson coefficient and an adapted version of the Shannon Index were calculated to determine species diversity.The results show that rhizome removal plays a major role in weakening the knotweed stand and that the combination of excavation and soil and water bioengineering measures helps reducing LAI and number of individuals and increasing plant species diversity.The implementation of the combined control measures is recommended in the river sections of high ecological value in the Sarca River Park. The ecologically valuable non-infested Sarca sections should be ecologically enhanced to improve river ecosystem services. In addition, potentials from this problem can be used and the use of J. knotweed, for example, in gastronomy, cosmetics or beekeeping could be promoted.verfasst von Chiara FiorettaMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
MWT
Die magnetische Wasseraufbereitung (MWT) wird für verschiedene Zwecke eingesetzt. Sie bietet zahlreiche Vorteile wie niedrige Kosten, geringen Wartungsaufwand, keinen Energieverbrauch, einfache Platzierung und keine Chemikalien. Daher kann sie zusätzlich zu den aktuellen Wassertechnologien eine wichtige nachhaltige Behandlung bieten. Allerdings ist die Wirkung von Magnetfeldern auf die Wasserqualität umstritten, da noch der Mechanismus beschrieben werden muss. Infolgedessen ist auch eine breitere Anwendung der MWT begrenzt, insbesondere im Hinblick auf die Trinkwasseraufbereitung. Frühere Studien zu diesem Thema konzentrieren sich hauptsächlich auf die Physiochemie der Calciumcarbonatkristallisation, um den weithin beobachteten Wasserenthärtungseffekt zu erklären. Da die biologische Komponente eine Schlüsselrolle für die Trinkwassersicherheit spielt, ist eine eingehende Untersuchung des Mechanismus aus mikrobiologischer Sicht sowohl für das wissenschaftliche Verständnis als auch für die Anwendungsentwicklung interessant. In der vorliegenden Arbeit wurde die Wechselwirkung zwischen Trinkwasserbakterien und dem Hauptbestandteil der Ablagerungen, Calciumcarbonat, im Hinblick auf die mikrobielle Calciumcarbonat-Präzipitation (MCP) untersucht. Es wurde beobachtet, dass Bakterien eine entscheidende Rolle bei der MCP spielen und die MWT durch ihre Wirkung auf rein biologische Prozesse die Bildung kleinerer Calciumcarbonatkristalle zur Folge haben kann. Darüber hinaus legte die direkte Analyse der Trinkwasser-Mikrobengemeinschaften mittels Durchflusszytometrie nahe, dass MWT das Wachstum der sogenannten Low Nucleic Acid Content-Bakterien (LNA) selektiv fördern kann, die Eigenschaften von oligotrophen, nicht pathogenen K-Strategen-Bakterien aufweisen. Insgesamt lieferte diese Studie ein vorläufiges Verständnis der MWT aus mikrobiologischer Sicht.Magnetic Water Treatment (MWT) has been applied as water treatment for different purposes, and it provides multiple benefits such as low cost, low maintenance, no energy consumption, easy placement, and free of chemicals. So, it can be an important sustainable water treatment solution in addition to current water technologies. However, the effect of magnetic fields on water quality is controversial because the mechanism still needs to be described. As a result, a wider application of MWT has also been limited, especially in terms of drinking water treatment. Previous research on this topic mostly focuses on the physiochemistry of calcium carbonate crystallization to explain the widely observed water softening effect. As the biological component plays a key role in drinking water safety, an in-depth investigation of the mechanism from the perspective of microbiology is interesting both for scientific understanding and application development. In the present work, the interaction between drinking water bacteria and the main component of scaling, calcium carbonate, was investigated in terms of Microbial Calcium carbonate Precipitation (MCP). It is observed that bacteria plays crucial role in MCP and the MWT can cause smaller calcium carbonate crystals through its effect on purely biological processes. In addition, the direct analysis on drinking water microbial communities with flowcytometry suggests that MWT can selectively promote the growth of the so-called Low Nucleic Acid content bacteria (LNA), which exhibits characteristics of oligotrophic, non-pathogenic k-strategist bacteria. Overall, this study provides a preliminary understanding of MWT from a microbiological perspective.submitted by Xiaoxia LiuDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Real-time monitoring of heterogeneous peroxygenase reactions to unravel LPMO kinetics
Der biologische Abbau pflanzlicher Biomasse hängt unter anderem von Peroxygenasen und Peroxidasen ab, die den Abbau von unlöslichen Polysacchariden und Lignin katalysieren. Zu diesen Enzymen gehören die Cellulose und Hemicellulose abbauenden Lytischen Polysaccharid Monooxygenasen (LPMOs). LPMOs sind in der Lage, ein breites Spektrum löslicher und unlöslicher Polysaccharide abzubauen. Ein Haupthindernis für ein tieferes mechanistisches und funktionelles Verständnis dieser einzigartigen Peroxygenasen ist die komplexe und oft unlösliche Natur ihrer Substrate, die niedrigen und schwer zu messenden natürlichen Konzentrationen des Co-Substrates H2O2 und der Mangel an geeigneten kinetischen Assays. Um dieses Problem zu lösen, wurde in dieser Arbeit eine robuste und vielseitige elektrochemische Methode zur Echtzeit-Messung und kinetischen Charakterisierung von LPMOs und anderen H2O2-abhängigen Enzymen entwickelt. Die neue Methode basiert auf einer rotierenden Scheibenelektrode und ermöglicht eine sensitive und selektive Quantifizierung des H2O2-Verbrauchs bei biologisch und kinetisch relevanten Konzentrationen. Der H2O2-Sensor funktioniert sowohl in trüben Suspensionen unlöslicher Substrate als auch in homogenen Lösungen, da er Massentransfer-Limitierungen der Reaktanten minimiert. Der elektrochemische Assay eignet sich für die kinetische Charakterisierung von LPMOs unter einer Vielzahl von Bedingungen und, was besonders wichtig ist, von anderen Enzymen, die auf komplexen Substraten aktiv sind. Die Ergebnisse liefern ein vollständiges Bild der kinetischen Landschaft der LPMOs, einschließlich der Substratspezifität, des pH-Werts, der H2O2- und Umsatzstabilität-abhängigen Reaktionsraten von sechs AA9-LPMOs. Die Entwicklung dieses neuartigen H2O2-Sensors, der in der Lage ist, Reaktionen an der Fest-Flüssig-Grenzfläche zu detektieren, wird unser Verständnis vieler anderer H2O2-verbrauchender oder H2O2-produzierender Enzyme, die auf heterogenen Substraten aktiv sind, erweitern.The biological conversion of plant biomass depends on peroxygenases and peroxidases acting on insoluble polysaccharides and lignin. Among these are cellulose- and hemicellulose-degrading lytic polysaccharide monooxygenases (LPMOs). LPMOs are capable of acting on a diverse range of soluble and insoluble polysaccharides and emerging results demonstrate the importance of these copper peroxygenases in physiological and pathogenic processes. Major obstacles limiting mechanistic and functional understanding of these unique peroxygenases are the complex and often insoluble nature of their substrates, low and hard-to-measure concentrations of the H2O2 co-substrate, and, thus, a lack of suitable kinetic assays. To address this problem, a robust and versatile electrochemical method for real-time monitoring and kinetic characterisation of LPMOs and other H2O2-dependent interfacial enzymes was developed. This electrochemical assay is based on a rotating disk electrode modified with Prussian blue for sensitive and selective quantification of H2O2 consumption at biologically and kinetically relevant concentrations. The H2O2 sensor works in turbid suspensions of various insoluble substrates as well as in homogeneous solutions by minimising mass transfer limitations of the reactants. The electrochemical assay is suitable for kinetic characterisation of LPMOs under a wide range of conditions and, importantly, of other enzymes acting on complex substrates, such as lignin-active peroxidases. The results of this thesis provide a complete mapping of the kinetic landscape of LPMO including substrate specificity, pH, H2O2, and turnover stability dependent reaction rates of six AA9 LPMOs. The development of this new type of H2O2 sensor, capable of revealing reactions occurring at the solid-liquid interface, will transcend our understanding of the heterogenous catalysis of many more H2O2 consuming or producing enzymes. The biological conversion of plant biomass depends on peroxygenases and peroxidases acting on insoluble polysaccharides and lignin. Among these are cellulose- and hemicellulose-degrading lytic polysaccharide monooxygenases (LPMOs). LPMOs are capable of acting on a diverse range of soluble and insoluble polysaccharides and emerging results demonstrate the importance of these copper peroxygenases in physiological and pathogenic processes. Major obstacles limiting mechanistic and functional understanding of these unique peroxygenases are the complex and often insoluble nature of their substrates, low and hard-to-measure concentrations of the H2O2 co-substrate, and, thus, a lack of suitable kinetic assays. To address this problem, a robust and versatile electrochemical method for real-time monitoring and kinetic characterisation of LPMOs and other H2O2-dependent interfacial enzymes was developed. This electrochemical assay is based on a rotating disk electrode modified with Prussian blue for sensitive and selective quantification of H2O2 consumption at biologically and kinetically relevant concentrations. The H2O2 sensor works in turbid suspensions of various insoluble substrates as well as in homogeneous solutions by minimising mass transfer limitations of the reactants. The electrochemical assay is suitable for kinetic characterisation of LPMOs under a wide range of conditions and, importantly, of other enzymes acting on complex substrates, such as lignin-active peroxidases. The results of this thesis provide a complete mapping of the kinetic landscape of LPMO including substrate specificity, pH, H2O2, and turnover stability dependent reaction rates of six AA9 LPMOs. The development of this new type of H2O2 sensor, capable of revealing reactions occurring at the solid-liquid interface, will transcend our understanding of the heterogenous catalysis of many more H2O2 consuming or producing enzymes.submitted by Lorenz SchwaigerDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Advancing LC-HRMS-based metabolomics of fungal secondary metabolites with emphasis on polyketides
Thema dieser Arbeit war die Suche und Charakterisierung bislang unbekannter Sekundärmetaboliten in LC-HRMS Daten. Dazu wurde ein Stabilisotopen-unterstützter (SIA) Ansatz entwickelt, der auf der Verwendung von isotopenmarkierten Tracern basiert. Zusammen mit Christoph Büschl wurde die Software CPExtract entwickelt, welche die zuverlässige und automatische Erkennung aller vom jeweiligen Tracer abgeleiteten Metaboliten ermöglicht. Die Funktionsweise der Software wurde beispielhaft gezeigt anhand der Suche nach Polyketiden und Fettsäuren, die von den Pilzen F. graminearum und T. reesei gebildet werden. So konnten neben bekannten Metaboliten auch weitere unbekannte pilzliche Stoffwechselprodukte nachgewiesen werden.Der SIA-Tracer-Workflow wurde auch für die Charakterisierung von zwei neuartigen Sekundärmetaboliten eingesetzt, die von dem Pflanzenpathogen F. graminearum lediglich in Planta unter Infektionsbedingungen gebildet werden. Anhand des spezifischen Isotopenmusters, das durch den Einbau des Tracers entsteht, konnte nachgewiesen werden, dass die beiden Metaboliten aus einem Polyketidanteil und einem zweiten, nicht Tracer abgeleiteten Teil bestehen. Für die Anwendung eines SIA-Global-Labeling-Ansatzes wurde ein etablierter SIA-Workflow an die Anforderungen der Kultivierung filamentöser Pilze angepasst und optimiert.Der letzte Teil der Arbeit umfasst das ungerichtete Screening nach neuartigen Polykediden in F. mangiferae, die dem bisher kryptischen PKS8-Gencluster zugeordnet werden können. Durch einen Vergleich der Metabolitenprofile des Wildtyps bzw. eines überexprimierenden Stammes und entsprechender Gen-Knockout-Stämme wurden neun Metabolite gefunden, die dem PKS8-Cluster zugeordnet werden konnten. Von vier der Metaboliten efolgte die Strukturaufklärung mittels NMR durch Kooperationspartner. Die strukturelle Ähnlichkeit der übrigen fünf Metabolite mit den vier NMR-chrakterisierten wurde in dieser Arbeit mittels Vergleiches der MS/MS Spektren bestätigt.The subject of this work was the search and characterization of previously unknown secondary metabolites in LC-HRMS data. For this purpose, a stable isotope-assisted (SIA) approach was developed based on the use of isotopically labeled tracer compounds. Together with Christoph Bueschl, the software CPExtract was developed, which allows the reliable and automatic detection of all tracer-derived metabolites. The functionality of the software was exemplified with the search for polyketides and fatty acids formed by the fungi F. graminearum and T. reesei. In addition to known metabolites, a variety of unknown metabolites were detected.The SIA tracer workflow was also used to characterize two novel fungal secondary metabolites, which are solely produced by the plant pathogen F. graminearum in planta under infection conditions. Based on the specific isotope pattern resulting from the incorporation of the tracer, it was demonstrated that the two metabolites consist of a polyketide moiety and a second, non-tracer derived moiety. For the application of a SIA global labeling approach, an established SIA workflow was adapted to T. reesei and optimized to the requirements of culturing filamentous fungi.The final part of the work involves undirected screening for novel polyketides in F. mangiferae that can be assigned to the previously cryptic PKS8 gene cluster. By comparing the metabolite profiles of wild-type, an overexpressing strain and corresponding gene knockout strains, nine metabolites were found that were successfully assigned to the PKS8 cluster. Detection allowed collaborators the structural elucidation of four of the found metabolites by NMR. The structural similarity of the remaining five metabolites was demonstrated in the course of this work by comparing the MS/MS spectra of all nine metabolites.submitted by Bernhard SeidlDissertation Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Multi-elemental and isotopic fingerprinting as as robust method for provenance determination of primary agricultural products
Die Bestimmung der Element- und Isotopenzusammensetzung von Böden und Pflanzen mittels induktiv gekoppelter Plasmamassenspektrometrie (ICP-MS) ist ein vielversprechender analytischer Ansatz zur Bestimmung der geografischen Herkunft von landwirtschaftlichen Primärprodukten.Ziel dieser Arbeit war es, die Eignung der Multielement- (d. h. Mn, Ni, Cu, Zn, As, Sr, Cd und Pb) und Multi-Isotopenverhältnisanalyse (d. h. 87Sr/86Sr und 207Pb/206Pb) in Boden- und entsprechenden Pflanzenproben als robuste Methode für die Herkunftsanalyse von Kulturpflanzen weiter zu untersuchen.Zu diesem Zweck wurden drei verschiedene Pflanzenarten von landwirtschaftlicher Bedeutung (d.h. Triticum aestivum, Lactuca sativa und Raphanus sativus) in Töpfen, die mit fünf Böden unterschiedlicher geografischer Herkunft gefüllt waren, unter kontrolliertenGewächshausbedingungen angebaut.Die Böden unterschieden sich in ihrer elementaren Zusammensetzung und ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften (d. h. pH-Wert, CaCO3, CEC und organische Substanz). DiePflanzengewebe wurden 30-52 Tage nach der Pflanzung geerntet und anschließend für dieDie Analyse von Elementen in Boden und Pflanzenproben zeigte, dass Multielementmuster als standortspezifischer Fingerabdruck verwendet werden können, der jedoch von Bodeneigenschaften und pflanzenspezifischen Aufnahmeprozessen abhängig ist. Die Analyse der Sr und Pb Isotopenverhältnisse in den Blättern von Lactuca sativa ergab keine signifikanteIsotopenfraktionierung im Vergleich zu den bioverfügbaren (d. h. NH4NO3-extrahierbaren)Fraktionen im Boden. Die genaue Bestimmung von 207Pb/206Pb unter nicht kontaminiertenBedingungen bleibt jedoch eine Herausforderung. Die Kombination der Isotopensignaturen von Sr und Pb mit Multielementmustern ermöglichte eine robuste Unterscheidung von Lactuca sativa, die auf Böden unterschiedlicher geografischer Herkunft angebaut wurde. Multielementanalyse mittels Quadrupol-ICP-MS nach einem mikrowellenunterstützten Säureaufschluss aufbereitet. Die Aufschlüsse von Lactuca sativa wurden für die Analyse des Isotopenverhältnisses mittels Multi-Collector (MC)-ICP-MS durch gleichzeitige Trennung von Sr und Pb von den Matrixelementen unter Verwendung eines automatisierten Niederdruck-Ionenaustausch-Chromatographie-Verfahrens weiterverarbeitet.The determination of the elemental and isotopic composition of soils and plants by inductively coupled plasma mass spectrometry (ICP-MS) is a promising analytical approach for determining the geographical origin of primary agricultural products.The objective of this thesis was to further investigate the suitability of multielement (i.e., Mn, Ni, Cu, Zn, As, Sr, Cd, and Pb) and multi-isotope ratio (i.e., 87Sr/86Sr and 207Pb/206Pb) analysis in soil and corresponding plant samples as a robust method for crop provenance analysis.To this end, three different plant species of agricultural importance (i.e., Triticum aestivum, Lactuca sativa, and Raphanus sativus) were cultivated in pots filled with five soils of different geographic origins under controlled greenhouse conditions.The soils differed in their elemental composition and physicochemical characteristics (i.e., pH, CaCO3, CEC, and organic matter). Plant tissues were harvested between 30-52 days after planting and subsequently prepared for multi-elemental analysis by quadrupole ICP-MS following microwave-assisted acid digestion. Digests of Lactuca sativa were further processed for isotope ratio analysis by multi-collector (MC)-ICP-MS via simultaneous separation of Sr and Pb from matrix elements using an automated low-pressure ion-exchange chromatography procedure.The analysis of elements in soil and plant samples showed that multi-elemental patterns can be used as a site-specific fingerprint, which is, however, dependent on soil characteristics and plant-specific uptake processes. Analysis of Sr and Pb isotope ratios in the leaves of Lactuca sativa showed no significant isotopic fractionation compared to bioavailable (i.e., NH4NO3-extractable) fractions in soil. However, the precise determination of 207Pb/206Pb remains challenging under non-contaminated conditions. Combining the isotopic signatures of both Sr and Pb with multi-elemental patterns enabled robust discrimination of Lactuca sativa grown on soils with different geographic origins.submitted by Ara BitarMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit deutscher Zusammenfassun
Eine qualitative Inhaltsanalyse der Aufbau- und Resilienzpläne europäischer Länder mit grüner Regierungsbeteiligung - "What kind of great transormation?"
Angesichts zahlreicher sozialer und ökologischer Krisen, die sich gegenseitig beeinflussen und verschärfen, fordern immer mehr Akteur*innen aus der Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine „sozial-ökologische Transformation“. Aufgrund der zu bewältigenden sozial-ökologischen Krisenlagen und der enormen Implikationen wird diese Transformation mit der neolithischen oder industriellen Revolution verglichen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu untersuchen, ob es Anzeichen dafür gibt, dass sich eine solche Transformation in der Europäischen Union abzeichnet. Die EU hat sich im Zuge der Corona-Krise erstmals eigenständig verschuldet und stellt ihren Mitgliedsländern über die sogenannte Aufbau- und Resilienzfazilität Geldmittel in Höhe von insgesamt 672 Mrd. € zur Verfügung – das größte Konjunkturprogramm seit dem Marshallplan. Geknüpft ist die Ausschüttung dieser Mittel an die Erstellung von Aufbau- und Resilienzplänen. In diesen Plänen soll erläutert werden, wie die Staaten gedenken, den „grünen Wandel“ in der EU anzustoßen. Auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse werden die Pläne europäischer Mitgliedsländer daraufhin untersucht, was dieser grüne Wandel konkret bedeutet und inwiefern dieser einer sozial-ökologischen Transformation entspricht. Die Ergebnisse der Analyse der Pläne, welche eng mit dem European Green Deal abgestimmt sind, lassen nicht auf eine sozial-ökologische Transformation schließen. Die europäische Transformationsstrategie setzt, trotz aller empirischer Evidenz, alleinig auf „grünes Wachstum“ und deutet die Klimakrise und andere ökologische Krisen als Wachstumschance und Wettbewerbsvorteil. Der angekündigte grüne Wandel in der EU beschränkt sich vornehmlich auf die Substituierung von fossilen durch erneuerbare Energieträger, klammert Grundursachen systematischer Nicht-Nachhaltigkeit aus und entspricht somit keiner umfassenden sozial-ökologischen Transformation, die den zu bewältigenden sozial-ökologischen Krisenlagen gerecht wird.In the face of numerous social and ecological crises that influence and exacerbate each other, more and more actors from academia and civil society are calling for a social-ecological transformation. Due to the unprecedented socio-ecological problems to be overcome and the enormous implications, such a transformation is often compared to the Neolithic or Industrial Revolution. The aim of this thesis is to examine whether there are signs that such a transformation is emerging in the European Union. In the wake of the Corona crisis, the EU issued its own debt for the first time in history and allocates the resulting resources (€672 billion) to its member states following clearly laid-out policy priorities. The so-called Recovery and Resilience Facility that makes this possible is the largest stimulus package in Europe since the Marshall Plan. The distribution of these funds is linked to the preparation of National Recovery and Resilience Plans. These plans should explain how the states intend to initiate the "green transition" in the EU. Based on a qualitative content analysis, the plans of six European member states will be examined to see what this green transition means in concrete terms and to what extent it corresponds to a socio-ecological transformation. The analysis of the plans, which are closely aligned with the European Green Deal, does not give hope for a social-ecological transformation. Despite all empirical evidence, the European transformation strategy focuses solely on "green growth" and interprets the climate crisis and other ecological crises as an opportunity for GDP-growth and a competitive advantage. The announced green transition in the EU is mainly limited to the substitution of fossil fuels with renewable energy sources, ignores the root causes of systematic non-sustainability and thus cannot be considered a real socio-ecological transformation.verfasst von Bastian Gabriel Henriquez BlauthMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Öffentlichkeitsbeteiligung und Klimakommunikation : eine Evaluation der Expertisenvermittlung im Rahmen des Klimarates der Bürgerinnen und Bürger Österreich 2022
Die fortschreitende Klimaveränderung setzt die weltweite Bevölkerung und die Ökosysteme zunehmend unter Druck. Unter der Annahme, dass entschlossene Klimapolitik die gesellschaftliche Zustimmung und ihren Rückhalt benötigt, wird Bürger:innenbeteiligung in der Entscheidungsfindung nun zunehmend forciert. Bereits mehrere Länder, wie auch Österreich, setzten deliberative Bürger:innenbeteiligung in Form von Klimaräten um. In Klimaräten werden Wissen und Werte der Beteiligten, unter definierten Kommunikationsregeln, integriert und zu einer gemeinsamen Entscheidungsfindung zusammengefasst. Die Informationsvermittlung über die Klimakrise im Rahmen von Öffentlichkeitsbeteiligung steht aufgrund ihrer Komplexität vor besonderen Herausforderungen. Bisher ist wenig Forschungsarbeit oder Handlungsanleitung dazu vorhanden. Die vorliegende Arbeit hat sich anhand der Expertisenvermittlung des Klimarates der Bürger:innen und Bürger 2022 mit dieser Fragestellung befasst. Dafür wird einerseits die Organisation und Gestaltung der Expertisenvermittlung genauer untersucht, und andererseits auf mögliche Parallelen mit Empfehlungen aus der Klimakommunikation geprüft. Die hierfür angewandte Methodik orientierte sich an Expert:inneninterviews und einer Dokumentenanalyse. Die wesentlichen Ergebnisse zeigen, dass besonders die Rahmenbedingungen und der organisatorische Ablauf, wie Instruktion, Zieldefinition und Reflektionstreffen Einfluss auf die Effizienz der Expertisenvermittlung hatten. Manche aus der Klimakommunikation bekannte Empfehlungen fanden Anwendung, wie etwa Unterlagengestaltung, interaktive Kommunikation, Selbstwirksamkeit und Vertrauensaufbau. Andere hingegen wurden als überflüssig, etwa zielgruppenspezifische Kommunikation, oder gar kritisch, wie Analogien und Handlungsbeispiele, beurteilt. Vor allem stellte sich die soziale Einbettung als entscheidend für eine Meinungsänderung und Zustimmung zu entschlossenen Klimaschutzmaßnahmen dar.The ongoing climate change poses an increasing threat to global society and ecosystems. Under the assumption that societal approval and its support is required for decisive climate policy, public participation gains growing attention in decision making. Among several other countries, also in Austria a participatory deliberative experiment in a form of a climate assembly was conducted in 2022. Climate assemblies have the goal of common decision making via the integration of values and knowledge under explicit communication rules. The knowledge transfer about the climate crisis in public participation faces its specific challenges. Little research and instruction on this topic exists so far. This thesis examines the organisation and design of knowledge transfer as well as possible parallels with recommendations of Climate Change Communications. For this purpose expert interviews and document analysis were conducted. The findings indicate, that framework conditions and organizational procedures had main influence on the efficiency of the provision of the expertise, such as instruction, goal definition and mediation. Further results partly confirm recommendations of Climate Change Communications, including document design, interactive communication, self-efficacy and confidence building. Other recommendations of theory were viewed expendable, like target group specific communication, or even critically, like analogies and options for action instructions. Social embeddedness, as already confirmed by theorie of Deliberation and Climate Change Communcation, turned out to be crucial for a change of opinion and support of decisive climate protection measures.verfasst von Sonja ReinthalerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Bedeutung von Genuss Regionen für Tourismus und Regionalentwicklung im Alpenraum
Genuss Regionen bezeichnen Region mit speziellen kulinarischen Leitprodukten. In Zeiten, in denen immer mehr Wert auf Nahrungsmittel, deren Herstellung und Verarbeitung gelegt wird, sind sie wichtiges Erkennungsmerkmal regionaler und fair produzierter Lebensmittelprodukte. Daraus ergeben sich ebenso Vorteile für die Regionalentwicklung und den Tourismus. Der Alpenraum ist geprägt von peripheren Gebieten, diese stehen vor großen Herausforderungen betreffend die Regionalentwicklung und haben oft mit Abwanderung zu kämpfen. Es muss sich, vor allem für junge Menschen, lohnen in der Region zu bleiben und gesicherte Arbeitsverhältnisse vorzufinden. Die Genuss Region leistet einen Beitrag zur Sicherung der regionalen Leitprodukte, welche in direkter Verbindung zur Sicherung der Landwirtschaft steht. Einen großen Vorteil bringen Genuss Regionen auch im Bereich Tourismus. Qualität der Lebensmittel gewinnt vor allem im Urlaub zunehmend an Bedeutung. Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Herkunft der Produkte sind den Gästen wichtig. Sind diese Kriterien erfüllt steigt auch die Akzeptanz höhere Preise für Lebensmittel zu bezahlen. Des Weiteren ist das Thema Kulinarik das ganze Jahr verfügbar. Wetterunabhängig kann es sowohl eine Erweiterung des Sommer- als auch des Wintertourismus sein. Die klassischen Sommer- bzw. Wintertourismusregionen gehen verloren, der Trend geht mehr in Richtung Ganzjahrestourismus und bietet hier viele neue Chancen. Die vorliegende Arbeit untersuchte verschiedene Genussregionen im Alpenraum und befragte anbietende Betriebe im Tourismus, der Gastronomie und dem Handel. Die Ergebnisse bestätigen insgesamt die oben genannten Vorteile.„Genuss Regionen“(Savory regions) designate regions with special culinary flagship products. In times when more and more value is placed on food, its production and processing, they are important identifiers of regional and fairly produced food products. This also has advantages for regional development and tourism. The Alpine region is characterized by peripheral areas, which face great challenges in terms of regional development and often have to deal with emigration. It must be worthwhile, especially for young people, to stay in the region and find secure employment. The „Genuss Region“ contributes to safeguarding the region's leading products, which is directly linked to safeguarding agriculture. Genuss Regions also have a major advantage in the field of tourism. The quality of food is becoming increasingly important, especially on vacation. Transparency and traceability of the origin of products are important to guests. If these criteria are met, they are more willing to pay higher prices for food. Furthermore, the culinary theme is available all year round. Regardless of the weather, it can be an extension of both summer and winter tourism. The classic summer or winter tourism regions are lost, the trend is more towards year-round tourism and offers many new opportunities here. The study at hand analysed different Savory-regions in the European Alps by asking local entrepreneurs in tourism, gastronomy and trade. The findings mainly confirm the advantages mentionned above.verfasst von Tatjana FischerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Eine explorative Studie zu spezifischen Faktoren bei der Umsetzung von Photovoltaikprojekten in Mehrparteienhäusern
Trotz zahlreicher Studien zu Haushaltsverhalten in Bezug auf Photovoltaik (PV)-Anlagen bestehen weiterhin Wissenslücken, welche spezifischen Faktoren bei der Umsetzung von PV-Anlagen im Kontext von Mehrparteienhäusern von Bedeutung sind und warum der Zubau im Wohngebäudebestand überwiegend nur auf Einparteienhäusern realisiert wird. An dieser Stelle setzt die vorliegende Masterarbeit an und untersucht anhand eines explorativen Forschungsdesigns Einflussfaktoren bei der Umsetzung von PV-Installationen in Mehrparteienhäusern. Dazu wurden, aufbauend auf theoretischen Überlegungen, Expert*innen befragt sowie Initiator*innen von PV-Projekten interviewt, die eine Beratung in Anspruch genommen haben und eine PV-Umsetzung in ihrem Mehrparteienhaus initiiert haben.Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche Möglichkeiten, um PV-Anlagen in Mehrparteienhäusern zu betreiben, jedoch stehen im Einzelfall nicht immer dieselben Realisierungsoptionen zur Verfügung (z.B. ein externer Dienstleister). Dadurch ergeben sich unterschiedliche administrative wie finanzielle Aufwände und Risiken, die je nach subjektiver Einstellung der Hausgemeinschaft die Umsetzungsbereitschaft bestimmen. Es zeigte sich auch, dass die Komplexität mit höherem Informationsstand im Prozessverlauf eher zu- als abnimmt und ständige Abstimmung mit der Hausgemeinschaft den Aufwand im Zeitverlauf erhöht. Hohes Eigenengagement, Vorerfahrung mit PV-Anwendungen oder die Inanspruchnahme von Beratungsleistungen wurden als Faktoren identifiziert, um dem Aufwand begegnen zu können, wobei dieser sich aufgrund dynamischer Veränderungen des Wohn- und Energierechts zusätzlich verstärkt. Realisierte PV-Anlagen wurden mehrfach als „Pionieranlagen“ bezeichnet, was darauf hindeutet, dass in diesem Gebäudesegment weiterhin ungenutzte Potentiale vorliegen und künftige Forschung bei einem besseren Verständnis und der Beseitigung von Barrieren unterstützten sollte, um unausgeschöpfte Potentiale realisieren zu können.Despite numerous studies on household behaviour on photovoltaic (PV) systems, there are still knowledge gaps regarding the specific factors in the context of multi-party buildings that could explain why the general PV expansion is predominantly realized only in single-party houses. This master's thesis addresses this issue and examines influential factors in the implementation of PV installations in multi-party buildings using an exploratory research design. Based on theoretical considerations, experts and initiators of PV projects were interviewed. The latter sought advice and initiated PV implementation in their multi-party buildings. The results reveal different possibilities for operating PV systems in multi-party buildings. However, not all the implementation options are always available in individual cases (for example an external service provider). This leads to varying administrative and financial efforts and risks, which determine the willingness to adopt depending on the subjective attitude of the housing community. The research showed that complexity tends to increase rather than decrease as the level of information increases during the proces. Continuous coordination with the housing community is needed, but additionally increase the administrative effort over time.High commitment, previous experience with PV applications and the use of advisory services were identified as ways to cope with the effort. Depending on the duration of the final decision, new hurdles may arise due to dynamic changes in housing and energy laws. Realized PV systems were often referred to as "pioneering systems," indicating that there are still untapped potentials in this building segment, and future research should support a better understanding of barriers to realize untapped potentials.verfasst von Julia Katharina KammerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun
Waldwirkung auf Steinschlag : eine Analyse von Bestandeskennwerten anhand Fernerkundungsdaten
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Identifizierung von Bestandeskennwerten, welche die Waldwirkung auf Steinschlag darstellen. Basis dafür bildet die von mir durchgeführte Literaturrecherche. Das Kriterium für die Kennwerte ist die Möglichkeit der flächendeckenden Erhebung anhand von Fernerkundungsdaten bei gleichzeitiger Relevanz für das forest plugin des Simulationstools Flow-Py.Ziel ist es durch die Analyse von einem der Kennerwerte Zusammenhänge zur Auslauflänge und dem Alphawinkel zu erarbeiten.Auf Grundlage des Steinschlagdatensatzes, welcher aus dem TORRID Datensatz und der BFW-Datenbank zusammengefügt ist, entstand ein Datensatz mit 289 zeitlich und räumlich verortbaren Einzelblockablagerungen von 37 Anbruchgebieten. An 30 zufällig ausgewählten Einzelblockablagerungen wurde der Waldzustand vor dem Ereignis entlang der Trajektorie zwischen dem Anbruchgebiet und der Ablagerungsstelle anhand von Fernerkundungsdaten erhoben.Die Trajektorien sind in Bereiche mit homogenen Bestockungstypen eingeteilt worden, dabei wurde jeweils die horizontale und neigungsangepasste Länge der Bereiche entlang der Trajektorie ermittelt. Anhand des Korrelationskoeffizienten nach Pearson ist der Zusammenhang der kumulierten Längen und prozentualen Anteile der Bestockungstypen mit der Auslauflänge und dem Alphawinkel untersucht worden.Die Korrelationsanalyse zeigt, dass die Auslauflänge durch die kumulierte Länge und prozentualen Anteile der Bestockungstypen erklärt werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass mehr Daten zu den Verteilungen der Bestockungstypen entlang von historischen Ereignissen erforderlich sind, um eine plausible Aussage tätigen zu können.must be obtainable through remote sensing data for vast areas, and they must be relevant to the forest plugin of the Flow-Py simulation tool. The ultimate goal is to establish relationships between one of these identified parameters and the runout distance and alpha angle in rockfall events.A dataset comprising 289 individually located single block rockfall deposits from 37 initiation zones was created using data from the TORRID dataset and the BFW (Austrian Research Centre for Forests) database. Remote sensing data was used to assess the pre-event forest conditions along the trajectory between the initiation zone and the deposition point for 30 randomly selected single block rockfall events. The trajectories were divided into sections with homogeneous forest characteristics. To determine the extent of these sections along the trajectory the horizontal and slope-adjusted lengths were calculated. The Pearson correlation coefficient was employed to examine the relationship between the cumulative lengths and the percentage of different forest characteristics along the trajectories with runout distance and the alpha angle.The correlation analysis reveals that runout distance can be explained by the cumulative lengths and the percentage of forest characteristics. However, the results indicate that more data on the distribution of forest characteristics along historical events are needed to make a meaningful conclusion.verfasst von: Jacob ZeppelzauerMasterarbeit Universität für Bodenkultur Wien 2023Mit englischer Zusammenfassun