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Expression von Nectin-4 und Trop-2 in Blasentumororganoiden
Das Harnblasenkarzinom gehört zu den häufigsten Tumoren sowohl in Deutschland, als auch weltweit (IARC, 2020). Die Therapiemöglichkeiten sind inzwischen vielfältig. Dennoch bedarf es weiterhin viel Forschung, um die Tumorgenese besser zu verstehen und weitere Ansatzpunkte für eine Therapie zu entwickeln (Wang et al., 2017). Dafür kommen von Patienten abgeleitete Organoide zum Einsatz, die als in-vitro-Tumormodelle die individualisierte Medizin unterstützen sollen. Die in dieser Arbeit untersuchten Marker sind Nectin-4 und Trop-2 – die Zielstrukturen der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate Enfortumab-Vedotin und Sacituzumab-Govitecan.
Wie ist das Expressionsmuster von Nectin-4 und Trop-2 in den Organoiden, sowie in den
Originaltumoren und in welchen Passagen weisen die Organoide die meisten Ähnlichkeiten zum Originaltumor auf? Hat die Expression dieser Marker einen Einfluss auf die Kultivierung bzw. wie ist sie mit dem Tumorstadium assoziiert?
Es wurden mehrere Organoide kultiviert und parallel Paraffinschnitte und RNA-Extrakte angefertigt, um jene hinsichtlich ihrer Expression von Nectin-4 und Trop-2 mittels Immunfluoreszenzfärbungen und qRT-PCR zu untersuchen. Die dazugehörigen Originaltumoren wurden ebenfalls mittels Immunfluoreszenzfärbungen hinsichtlich ihrer Expression der beiden Marker analysiert.
Die Originaltumore exprimierten Nectin-4 und Trop-2 tendenziell wenig. Die Proben mit vermehrter Expression stammten von low grade Tumoren. Die Organoide wiesen immer eine stärkere Expression als ihre Ursprungstumore auf. Weniger und damit ähnlichere Expression wurde in früheren Passagen detektiert. Auf RNA-Ebene zeichnete sich kein eindeutiger Trend ab.
Die festgestellten Expressionsmuster in dieser Studie lassen sich gut erklären durch die
Tumorheterogenität in Blasenkarzinomen und dem Selektionseffekt durch Nectin-4 und Trop-2 als Adhäsions- und Proliferationsmoleküle. Es zeichnete sich die Tendenz zur Bevorzugung früherer Organoid-Passagen ab, um die Auswirkungen des Selektionseffekts und dem veränderten Milieu (in vivo vs. in vitro), sowie dem Wandel vom luminalen zum basalen Subtyp vorzubeugen. Dass diese Studie eine erhöhte Nectin-4- und Trop-2-Expression eher bei low grade Tumoren feststellte, liegt möglicherweise an der kleinen Probenanzahl oder zeigt einen ähnlichen Trend wie in der Studie von Klümper et al. beschrieben (Klümper et al., 2023). Nectin-4 scheint, wie von Boylan et al. beschrieben
(Boylan et al., 2017), förderlich für die Formation von Zellverbänden zu sein, da bei den Analysen alle Organoide Nectin-4 exprimierten. Organoide können als in-vitro 3D-Tumormodell dienen und eignen sich vor allem in den frühen Passagen für einen Vergleich zum Originaltumor. Nectin-4 und Trop-2 wirken sich positiv auf den Zusammenhalt von Organoiden aus. Wie die Expression dieser beiden Marker mit dem Tumorstadium assoziiert ist, lässt sich aus diesen Ergebnissen nicht eindeutig schließen und bedarf weitere Studien
Charakterisierung seltener pädiatrischer Pankreastumoren – eine Analyse im Rahmen des STEP-Registers
Die vorliegende Arbeit basiert auf der retro- sowie prospektiven Analyse von 53
pädiatrischen Patienten mit Pankreastumoren, die zwischen 2008 und 2023 im
STEP-Register (Seltene Tumorerkrankungen in der Pädiatrie) aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz erfasst wurden. Behandlungsdaten wurden syste
matisch durch Erhebungsbögen und Patientenakten gesammelt und ausgewer
tet. Einbezogen wurden Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 19 Jahren
mit neu diagnostizierten pankreatischen Neoplasien, ausgenommen neuroen
dokrine Tumoren. Die Analyse umfasste unter anderem anamnestische Daten,
diagnostische Verfahren, Therapieansätze, pathologische Befunde sowie Out
comes.
Die Ergebnisse zeigen, dass pädiatrische Pankreastumoren hauptsächlich So
lide-pseudopapilläre Neoplasien (SPN, n=38), Pankreatoblastome (PB, n=8) und
Azinuszellkarzinome (AZK, n=6) umfassen (n=1 undifferenziertes Adenokarzi
nom). PB treten in dieser Kohorte häufiger bei Jungen und SPN bei Mädchen
auf. Die Diagnosestellung von SPN und AZK erfolgt typischerweise im fortge
schrittenen Jugendalter, während PB häufig im frühen Kindesalter diagnostiziert
werden. Klinisch stehen unspezifische Symptome wie Bauchschmerzen, Übel
keit, Erbrechen und in einigen Fällen auch der Ikterus im Vordergrund, letzteres
insbesondere bei PB und AZK-Patienten dieser Kohorte in fortgeschrittenem Sta
dium. Fernmetastasen traten bei den SPN als low-grade maligne Tumoren nicht
auf. Im Gegensatz dazu wiesen PB und AZK ein höheres Potenzial zur Metasta
sierung auf, insbesondere PB mit Lymphknoten- und Leber-Metastasen. Die Di
agnosestellung basiert auf Laboruntersuchungen wie AFP und Lipase sowie bild
gebenden Verfahren wie Sonographie und MRT, die entscheidend für die Detek
tion und Charakterisierung der Tumoren sind. Besonders bei nicht eindeutiger
Bildmorphologie können Biopsien eine wichtige Rolle zur Diagnosestellung und
passenden Therapie-/Resektionsplanung einnehmen. Auch wenn solche Probe
entnahmen in dieser Kohorte komplikationslos durchgeführt werden konnten und
keine Stichkanalmetastasen erfasst wurden, muss die Indikation individuell dis
kutiert werden.
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Die SPN der Kohorte ließen sich histopathologisch durch solide und pseudopa
pilläre Anteile und eine niedrige Proliferationsrate sowie immunhistochemisch
durch Marker wie CD10 und Beta-Catenin gut von den anderen Entitäten abgren
zen. Histopathologisch sowie immunhistochemisch präsentieren sich die PB und
AZK in der Analyse der Kohorte ähnlich; PB scheinen immunhistochemisch eher
durch Synaptophysin, AZK eher durch Trypsin und Chymotrypsin charakterisiert
zu werden. Die Proliferationsrate war bei PB signifikant höher als bei SPN und
AZK. Im Rahmen zukünftiger molekulargenetischer Analysen beider Tumorenti
täten könnten sich weitere Differenzierungsmerkmale ergeben. Molekulargene
tisch zeigt die Auswertung unter den SPN häufig Mutationen im CTNNB1-Gen,
was zu einer Blockierung des Abbaus von Beta-Catenin führt, und den Wnt-Sig
nalweg aktiviert.
Therapeutisch liegt das Ziel auf der vollständigen Entfernung des Tumors. Aus
maß und Technik der Resektion werden durch die Lokalisation und Größe des
Tumors bestimmt. Chemotherapeutisch kamen adjuvant als auch neoadjuvant
unter anderem PLADO (Cisplatin/Doxorubicin) und ICE (Ifosfamid, Cis-/Car
boplatin, Etoposid) sowie FOLFOX zum Einsatz. Gezielte Therapieansätze auf
Basis molekularer Diagnostik wurden nicht verwendet.
Die Prognose zeigt sich unter den SPN am besten (100%) und unter den PB am
schlechtesten (25% verstorben, weitere 25% mit Rezidiv), wobei eine langfristige
Nachsorge bei allen Entitäten notwendig ist, um auch späte Rezidive zu detek
tieren.
Schlussfolgernd kann die umfassende klinische und pathologische Charakteri
sierung der verschiedenen Pankreastumoren bei Kindern und Jugendlichen im
Rahmen dieser Arbeit kann einen wichtigen Beitrag zur besseren Differenzierung
der Tumorentitäten liefern. Auch kann ein Beitrag zur Therapieoptimierung durch
Vergleich der Therapieschemata sowie der Nachsorge gegeben werden
The phosphorus cycle in forests revealed by 33P and the stable isotope composition of oxygen of inorganic phosphate (δ18OPi)
The main objectives of my thesis were to assess the importance of biological processes controlling the P cycle in forest ecosystems along a gradient of decreasing soil biological activity and soil P availability using multi-isotopic approaches (33P, δ18OPi, δ18OW) and to investigate the importance of soil organic matter turnover on P cycling under environmental change. Particularly, the research aims were to answer whether (i) the fate of P in a tree sapling-soil system differs between nutrient-poor and nutrient-rich sites, (ii) what influence the organic layers have on the fate of P in a tree sapling-soil system at either site, (iii) if purification procedures from soil used to determine the stable isotope composition of oxygen (O) of inorganic phosphate (δ18OPi) are adequately transferable to measure xylem sap δ18OPi and (iv) if the effect of site (BBR, LUE) i.e., a P rich versus a P poor forest ecosystem, and of fertilization (N, P, N+P) do alter Pi and Po concentrations as well as biologically cycled phosphate (inferred from the O isotope signature after adding an 18O label) in xylem sap.
We could show that (i) the mobilization of P likely mediated by the microbial community followed by efficient uptake in organic layers under nutrient-poor conditions (LUE) supported tree sapling growth while at the same time reducing the leaching of P to underlying mineral soil horizons. In contrast, the presence of organic layers did not significantly influence P uptake by beech saplings under nutrient-rich conditions (BBR). (ii) via DAX 8 we were able to remove Po before measuring δ18OPi. (iii) We did not see fertilization effects reflected in xylem sap δ18OPi either between the sites (BBR, LUE), nor the fertilization treatments (N;P; NP, Con). However, our investigations have shown that the 18O labeling approach pinpoints a decoupling of water and P uptake at the P-rich site BBR representing an acquiring ecosystem. By contrast, trees relied on the organic layer for both water and P uptake at the P-poor site LUE representing a recycling ecosystem.
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Such findings indicate the importance of the organic layers for P nutrition as well as water supply for beech trees at nutrient poor ecosystems. Since the distribution of most forest ecosystems in Europe is constrained to nutrient-poor soils, sustainable forest management should consider the formation and functioning of the forest floor. Foresters should consider that ecosystem resilience particularly at P-poor ecosystems might be strongly influenced by processes that deteriorate the organic matter and subsequently changes the forest floor structure and thereby its function as a place of water retention and nutrient retention from leaching to mineral soil layers. In this regard, ongoing N deposition and increasing soil temperatures especially in the forest floor due to climate change have the potential to considerably change forest floor turnover dynamics. My improved method of extracting xylem sap and subsequent silverphosphate purification for δ18OPi analysis in xylem sap enables new fields of application and was applied successfully in two different in situ experiments
Die Entwicklung von Immunzytokinen mit zielzellbegrenzter IL-15-Aktivität für die Immuntherapie der AML
Die akute myeloische Leukämie (AML) ist die häufigste Form akuter Leukämien
im Erwachsenenalter, doch trotz therapeutischer Fortschritte bleibt die Prognose
insbesondere für ältere Patienten ungünstig. Für diese Patientengruppe, für die
eine intensive Chemotherapie oft nicht infrage kommt, liegt die 5-Jahres-
Überlebensrate bei lediglich ca. 17 %. Daraus ergibt sich ein dringender Bedarf
an gut verträglichen, aber gleichzeitig potenten Wirkstoffen.
Als in vielen Malignomen erfolgreiche Immuntherapie haben sich in den letzten
Jahrzehnten Antikörper hervorgetan - unter anderem aufgrund ihrer
Verträglichkeit trotz hoher Potenz. Für AML ist jedoch bisher noch keine
wirksame Antikörpertherapie zugelassen. Ein Ansatz, die Effektivität von
Antikörpern zu erhöhen, ist die Immunstimulation mit Interleukinen. Hierbei ist
IL-15 ein vielversprechender Kandidat. Es induziert die Proliferation und
Aktivierung von T- und NK-Zellen. Ein großer Vorteil gegenüber dem engen
Verwandten IL-2 ist, dass IL-15 keine inhibitorischen Treg-Zellen stimuliert und
keinen AICD der Effektorzellen auslöst. Im Gegensatz zu Tiermodellen
verhindern in Krebspatienten jedoch dosislimitierende Nebenwirkungen eine
effektive systemische Gabe. Eine Lösung für dieses Problem kann in der
einzigartigen Physiologie des IL-15 gefunden werden. Es entfaltet seine
Wirkungen auf IL-15Rβγ-exprimierende Effektorzellen zum größten Teil über die
trans-Präsentation auf dem IL-15Rα, welcher auf Monozyten und anderen
Zelltypen exprimiert wird. Das Einbringen der Mutation E46K in das IL-15 Molekül
hebt die Bindung an den IL-15Rα auf, wodurch eine trans-Präsentation durch
Zellen nicht mehr möglich ist. Koppelt man die IL-15 Mutante nun mit einem
Antikörper zu einem sogenannten Immunzytokin, kann die trans-Präsentation
durch Bindung des Antikörperteils an das Antigen imitiert werden und IL-15
entfaltet seine Wirkung. Somit soll die IL-15 Aktivität auf die Zielzellen restringiert
werden. Um die ADCC-Aktivität des Antikörpers weiterhin zu fördern, wurde
zudem eine Fc-Optimierung mittels SDIE-Mutationen eingeführt. Das Ergebnis
ist ein Modified Immunocytokine, kurz MIC. Die Effektivität und Zielzellrestriktion
von MICs nach Bindung an die lymphomassoziierten Antigene CD19 und CD20
konnte in der Arbeitsgruppe Salih bereits dokumentiert werden. Ziel der vorliegenden Arbeit war, die MIC-Plattform für die Therapie der AML anwendbar zu machen.
Hierfür wurde ein CLEC12A-spezifisches MIC (MIC12) geschaffen. CLEC12A,
dessen exakte Funktion bisher unklar ist, ist nicht zuletzt aufgrund seiner hohen
Prävalenz und relativ tumorrestringierten Expression in AML-Erkrankungen eine
vielversprechende Zielstruktur für die Immuntherapie. Dies konnte in unserer
Patientenkohorte bestätigt werden.
In der funktionellen Charakterisierung zeigte sich MIC12 im Vergleich zu seinem
parentalen Fc-optimierten Antikörper und einem Kontrollmolekül ohne Fc-
Optimierung überlegen bezüglich NK-Zellaktivierung, Proliferationsinduktion und
Zytotoxizität gegen Zelllinien und primäre AML-Zellen.
Durch isoMIC als Isotypenkontrolle konnte gezeigt werden, dass die Aktivität des
MIC12-Konstruktes von der Bindung an die Zielzellen abhängt, sodass das
Konzept der Zielzellrestriktion bestätigt werden konnte.
Die Herstellung von IL-15-haltigen Fusionsmolekülen wie MIC12 ist geprägt von
schlechter Ausbeute und Aggregation. Die Einführung von weiteren Mutationen
konnte die Aggregation reduzieren und die Ausbeute steigern. H20E und vor
allem L45E konnten dies bei zudem verbesserter Funktion (Aktivierung,
Zytotoxizität) leisten. Dies verbessert die Developability und ermöglicht die
Translation von IL-15-Fusionsproteinen - auch über MIC12 hinaus.
MIC12 und gerade MIC12L45E sind somit vielversprechende Kandidaten für eine
antikörperbasierte AML-Immuntherapie
From 2D cultures to 3D systems: evolving cancer models at the interface of functional precision medicine and theranostics
Advances in patient-derived cancer models are pushing precision oncology by linking functional testing directly to therapeutic decision-making. Traditional two-dimensional (2D) cancer cell culture systems have long served as accessible tools for studying cancer biology and drug responses, but their inability to replicate the complexity of the tumor microenvironment limits their translational value. In recent years, advances in culture and imaging technologies have enabled the development of three-dimensional (3D) cancer models, such as spheroids, organoids, and patient-derived explants, that more accurately represent tumor architecture and behavior in vivo. These models better capture cell–cell and cell–ECM interactions and allow to study immune-tumor dynamics, providing critical insights into therapeutic efficacy and drug resistance of chemotherapies, targeted therapies, and immunotherapies. Notably, the integration of 3D modeling with functional precision medicine approaches, such as ex vivo drug screening using patient-derived samples, has opened new avenues for individualized cancer treatment. Coupling these advanced models with advanced imaging readouts for spatially resolved and functional analysis further transforms them into quantitative theranostic platforms that link biological mechanisms to clinical decision-making. In this review, we explore the evolution from 2D to 3D cancer models, examine their respective advantages and limitations, and highlight their role in advancing functional precision oncology and immuno-theranostics
Carbon Dioxide Insertion into Light Metal Pyrazolates
Previous work has shown that cerium pyrazolates can reversibly insert CO2 under formation of the corresponding carbamate complexes. Earth-abundant light metals are even more environmentally friendly and the reactivity of their pyrazolate complexes toward CO2 has not been examined.
A series of new light metal pyrazolate complexes were synthesized and characterized with a focus on pyrazolates with lighter substitutes to minimize the “mass penalty” of the ligand scaffold. Magnesium-based examples are the donor stabilized [Mg3(pziPr2)6(thf)2] and the fluorinated [Mg2(pzCF3,CF3)4(thf)3]. Although [Mg(pzR2)2]n (R = Me, H) is insoluble in common solvents and thus could not be structurally characterized, their formation via protonolysis of Mg(nBu)2 and HpzR2 (R = Me, H) could be unambiguously proofed by solid-state NMR. With a salt-metathesis protocol dimeric [Al(pziPr2)3]2 could be isolated. For the synthesis of rare-earth metal pyrazolates Ln(pztBu2)3(thf)x (Ln: Sc, x = 1; Y, x = 2) a mercury-free salt-metathesis protocol could be applied. Additionally, literature-known light metal pyrazolates were successfully immobilized at the surface of mesoporous silica and the hybrid materials [Mg(pztBu2)2]2@SBA-15500, Al(pztBu2)3@SBA-15500 and Ti+IV(pzMe2)4@SBA-15500 were synthesized.
This study was started with literature-known [Mg(pztBu2)2]2 which showed not only exhaustive CO2 insertion to monomeric Mg(CO2∙pztBu2)2(thf)2, but also a complete reversible behavior in solution and solid-state when exposed to elevated temperature or reduced pressure. Reversible and exhaustive CO2 insertion also occurs in the solid state without a solvent. Over this pathway insoluble, unsubstituted [Mg(CO2∙pz)2]n showed an exceptional high capacity of 35.7 wt% CO2. For Al(pztBu2)3 only a twofold CO2 insertion was observed Al(CO2∙pztBu2)2(pztBu2) due to the steric bulk of the tBu moieties. The insertion step is reversible at elevated temperature but not under reduced pressure. The scandium pyrazolate Sc(pztBu2)3(thf) yielded the mono-insertion dimeric complex [Sc(CO2∙pztBu2)(pztBu2)2]2, which only could be isolated under permanent cooling. This was necessary due to immediate CO2 release already at ambient pressure and temperature. Tetravalent Ti+IV(pzMe2)4 inserts two CO2 molecules under formation of Ti+IV(CO2∙pzMe2)2(pzMe2)2 which showed a deoxygenation behavior to oxo-bridged titanium complexes only in solution. Trivalent Ti+III(pztBu2)3 yielded Ti+III(CO2∙pztBu2)2(pztBu2) which is isostructural to the aluminum congener.
Lastly, all light metal pyrazolates as well as their corresponding grafted materials were active catalysts in the cycloaddition of CO2 and epoxides to cyclic carbonates. The highest catalytic activity was achieved with Sc(pztBu2)3(thf) with a maximal TOF of 120 h‒1. An inverse correlation of carboxophilicity (CO2 affinity) and catalytic activity was observed. The best catalysts showed either no visible CO2 insertion or immediate CO2 release. For example [Mg2(pzCF3,CF3)4(thf)3] showed no visible CO2 insertion at ambient temperature but revealed the highest catalytic activity for magnesium-based catalyst in this study. An increase of catalytic activity for light metal pyrazolates grafted onto a mesoporous silica surface was observed for the hybrid material [Mg(pztBu2)2]2@SBA-15500. The heterogenous catalyst showed a higher catalytic conversion compared to its homogenous congener at already ambient temperature. At elevated temperatures a quantitative conversion was achieved even for bulky epoxides.Die Dissertation ist gesperrt bis zum 01. Oktober 2026 !Frühere Arbeiten haben gezeigt, dass Cer-Pyrazolate reversibel Kohlenstoffdioxid einfangen können unter Bildung der entsprechenden Carbamat-Komplexen. Die in der Erdkruste häufiger vorkommenden Leichtmetalle könnten die CO2 Speicherung noch nachhaltiger gestalten. Bisher wurde die Reaktivität von Leichtmetall-Pyrazolaten gegenüber CO2 noch nicht untersucht.
Eine Reihe von neuen Leichtmetall Pyrazolaten wurde synthetisiert und charakterisiert mit einem Schwerpunkt auf Pyrazolaten mit leichteren Substituenten um eine möglichst hohe Massenbilanz zu erreichen. Beispiele für neue Magnesiumpyrazolate sind das donor-stabilisierte [Mg3(pziPr2)6(thf)2] und das fluorinierte [Mg2(pzCF3,CF3)4(thf)3]. Aufgrund schlechter Löslichkeit in gebräuchlichen Lösungsmitteln konnte amorphes [Mg(pzR2)2]n (R = Me, H) nicht strukturell untersucht werden. Deren Bildung aus der Protonolysereaktion von Mg(nBu)2 und dem entsprechenden Pyrazol konnte jedoch zweifelsfrei durch Festkörper-NMR Experimente bestätigt werden. Über eine Salzmetathesevorschrift konnte das Dimer [Al(pziPr2)3]2 erhalten werden. Die Seltenerd-Pyrazolate Ln(pztBu2)3(thf)x (Ln: Sc, x = 1; Y, x = 2) waren zugänglich über eine quecksilber-freie Salzmetathese. Zusätzlich konnten bereits literaturbekannte Leichtmetall-Pyrazolate auf eine mesoporöse Silica Oberfläche immobilisiert werden. So konnten die Hybridmaterialien [Mg(pztBu2)2]2@SBA-15500, Al(pztBu2)3@SBA-15500 und Ti+IV(pzMe2)4@SBA-15500 synthetisiert werden.
Diese Arbeit wurde mit literaturbekannte [Mg(pztBu2)2]2 gestartet, welches in Lösung nicht nur eine vollständige CO2-Insertion unter Bildung von Mg(CO2∙pztBu2)2(thf)2 zeigte, sondern auch ein vollständig reversibles Verhalten in Lösung und als Feststoff bei Temperaturerhöhung oder Druckminderung. Die unlöslichen Magnesium-Pyrazolate zeigten auch eine reversible und vollständige CO2-Insertion in den Feststoff ohne die Notwendigkeit eines Lösungsmittels. Über diesen Reaktionsweg zeigte insbesondere das unsubstituierte [Mg(CO2∙pz)2]n eine außergewöhnlich hohe Kapazität von 35.7 wt% CO2. Für Al(pztBu2)3 wurde aufgrund der sterisch anspruchsvollen tBu-Gruppen nur eine zweifache CO2-Insertion beobachtet unter Bildung von Al(CO2∙pztBu2)2(pztBu2). Diese Insertion ist ebenfalls reversibel, jedoch nur bei Temperaturerhöhung und nicht bei Druckminderung. Das Scandium-Pyrazolat Sc(pztBu2)3(thf) unterliegt einer einfachen CO2-Insertion und es bildet sich das Dimer [Sc(CO2∙pztBu2)(pztBu2)2]2. Dieses konnte nur unter ständiger Kühlung isoliert werden, da eine CO2-Freisetzung schon bei Raumtemperatur und Umgebungsdruck erfolgt. Tetravalentes Ti+IV(pzMe2)4 zeigte eine zweifache CO2-Insertion zu Ti+IV(CO2∙pzMe2)2(pzMe2)2 und kann in Lösung CO2 desoxygenieren unter Bildung von oxo-verbrückten Titankomplexen. Trivalentes Ti+III(pztBu2)3 zeigte eine zweifache CO2-Insertion zu Ti+III(CO2∙pztBu2)2(pztBu2), welches isostrukturell zum Aluminium Kongener ist.
Alle untersuchten Leichtmetall-Pyrazolate sowie die Hybridmaterialien sind aktive Katalysatoren in der Cycloaddtionsreaktion von CO2 und Epoxiden zu zyklischen Carbonaten. Die höchste katalytische Aktivität wurde für Sc(pztBu2)3(thf) gefunden mit einer Wechselzahl von 120 h‒1. Eine umgekehrt proportionale Beziehung zwischen Carboxyphilie (CO2-Affinität) und der katalytischen Aktivität wurde beobachtet. Die besten Katalysatoren zeigten entweder keine CO2-Insertion bei Raumtemperatur oder sofortige CO2 Freisetzung. Ein Beispiel ist [Mg2(pzCF3,CF3)4(thf)3], welches keine sichtbare CO2-Insertion bei Raumtemperatur eingeht, jedoch die höchste katalytische Aktivität der Magnesium-Katalysatoren dieser Studie aufweist. Eine Steigerung der katalytischen Aktivität für immobilisierte Leichtmetall-Pyrazolate auf einer mesoporösen Silica-Oberfläche für das Hybridmaterial [Mg(pztBu2)2]2@SBA-15500 wurde beobachtet. Der heterogene Katalysator zeigte schon bei Raumtemperatur eine höhere katalytische Umsetzung als sein homogener Kongener. Bei höheren Temperaturen wurde selbst für sterisch anspruchsvolle Epoxide eine quantitative Umsetzung beobachtet
Untersuchungen verschiedener proinflammatorischer Chemokine auf die Entwicklung einer „Metabolischen Dysfunktion assoziierten steatotischen Lebererkrankung“ bei kardiovaskulären Risikopatienten
Die MASLD und die MASH spielt in der heutigen Zeit, welche von steigendem Nahrungsmittelüberfluss und einem zunehmendem Bevölkerungsanteil mit Adipositas geprägt ist, eine zunehmende Rolle. Diese Erkrankungen teilen sich die Risikofaktoren mit denen der koronaren Herzerkrankung und so kommen diese häufig bei Patienten mit metabolischem Syndrom vor. Eine wichtige Rolle für die Entstehung einer Inflammation die wiederum einen wichtigen Anteil an der Steatosis hepatis hat sind die Chemokine. Daher wurden in dieser Dissertation eine Reihe von Chemokinen mit proinflammatorischem Charakter untersucht, um herauszufinden ob ein Zusammenhang mit dem Ausprägungsgrad, dem Verlauf und der Prognose einer Steatosis hepatis besteht.
Wir führten daher eine prospektive Kohortenstudie an einem kleinen Patientenkollektiv in unserer Klinik durch. Infrage kamen dafür Patienten mit der Indikation zur Koronarangiographie und Risikofaktoren wie zum Beispiel einem vorbestehenden Diabetes mellitus Typ II und/oder einem BMI von über 30 kg/m², jedoch noch nicht vorbestehender Thrombozytenaggregationshemmung. Insgesamt beinhaltete die Studie zwei Termine mit jeweils einer Blutabnahme für die Biomarker, einer Magnetresonanztomographie der Leber und einer Sonographie der Leber. Diese Untersuchungen fanden im 6-monatigen Abstand statt
Organization and functional complex formation within the biosynthetic machinery of glycopeptide antibiotics
Dissertation ist gesperrt bis zum 10. Juli 2026