Universitätsklinikum Tübingen

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    Das Risiko einer Frühgeburt in Abhängigkeit der rheumatologischen Grunderkrankung und der Therapie Daten aus dem Tübinger Rheuma-Schwangerenregister

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    Ziel dieser Studie war die Untersuchung des Risikos für Frühgeburten bei Schwangeren mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (ERE) in Abhängigkeit von der Grunderkrankung und der angewendeten Therapie. In einer retrospektiven Kohortenstudie wurden 337 Schwangerschaften von Frauen mit ERE (2013–2022) mit 1179 gesunden Kontrollschwangerschaften (2013–2014) verglichen. Analysiert wurden maternale Charakteristika, Schwangerschaftskomplikationen, verschiedene Erkrankungsgruppen, wie entzündliche rheumatische Gelenkerkrankungen, Kollagenosen, Gerinnungsstörungen, Vaskulitiden und autoinflammatorische Erkrankungen, sowie der Einfluss der Medikation. Primärer Endpunkt war die Häufigkeit von Frühgeburten bei Patientinnen mit verschiedenen ERE verglichen mit einer Kontrollgruppe. Frühgeburten traten bei Frauen mit ERE signifikant häufiger auf als in der Kontrollgruppe (14,8 % vs. 7,2 %). Zudem war das mittlere Gestationsalter in der rheumatologischen Gruppe geringer, wenngleich beide Gruppen im Normbereich lagen. Das höchste Frühgeburtsrisiko zeigte sich bei Patientinnen mit Kollagenosen, insbesondere bei systemischem Lupus erythematodes, Antiphospholipid-Syndrom und Sjögren-Syndrom. Insgesamt war das Frühgeburtsrisiko bei Kollagenosen signifikant erhöht. Unabhängig vom Alter entbanden Frauen mit ERE früher als gesunde Kontrollen, wobei das Frühgeburtsrisiko mit zunehmendem maternalen Alter anstieg – im Gegensatz zu den Kontrollen. Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen, insbesondere Präeklampsie, traten bei rheumatischen Patientinnen häufiger auf und waren mit einem deutlich erhöhten Frühgeburtsrisiko assoziiert. Nach Einführung einer prophylaktischen Gabe von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure ab 2017 zeigte sich ein deutlicher Rückgang der Frühgeburtenrate. Zusammenfassend sind Frühgeburten bei Schwangerschaften mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, insbesondere bei Kollagenosen und Präeklampsie, signifikant häufiger. Eine frühzeitige Risikostratifizierung sowie eine interdisziplinäre Betreuung sind entscheidend zur Verbesserung mütterlicher und neonataler Outcomes

    Die Rolle von inflammatorischen Zellen und Immuncheckpoints in Vestibularisschwannomen

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    Vestibularisschwannome stellen 8% der intrakraniell wachsenden Tumore dar und sind im Kleinhirnbrückenwinkel lokalisiert. Es handelt sich um benigne und langsam wachsende Tumore deren Ursprung in den Schwannzellen des N. vestibularis liegt. In den meisten Fällen treten sie sporadisch-unilateral auf. Ein geringer Teil ist allerdings mit dem autosomal-dominanten Krankheitsbild der Neurofibromatose Typ 2 assoziiert. Hier treten im Krankheitsverlauf Vestibularisschwannome typischerweise bilateral auf. Das Manifestationsalter sporadischer Tumore liegt meist zwischen der vierten und fünften Lebensdekade und kann durch die MRT – Bildgebung recht zuverlässig diagnostiziert werden. Aus therapeutischer Sicht kann je nach Tumorgröße, Symptomatik, Patientenalter und -konstitution zwischen den Optionen einer „wait and scan“ Strategie, der Mikrochirugie sowie der Radiochirugie gewählte werden. Speziell nicht operable, multimorbide PatientInnen und insbesondere PatientInnen mit NF2 würden von neuen und alternativen Behandlungsoptionen profitieren. Gemäß der vorliegenden Literatur stehen diesbezüglich vor allem immuninfiltrative Prozesse, als auch Veränderungen des Immuncheckpoint-Signalwegs im Fokus. Daher wurde in dieser Arbeit die Expression von Immunzellinfiltraten und Immuncheckpoint-Markern in einer großen Kohorte von Vestibularisschwannomen untersucht. Insgesamt wurden 1272 Vestibularisschwannome in Tissue Microarrays zusammengefasst. Im weiteren Verlauf wurden diese, mit den Tumor assoziierten Makrophagen Markern (CD163 und CD68) und den Tumor infiltrierenden Lymphozyten Markern (CD3 und CD8), versehen. Die Bewertung erfolgte anhand der Färbeintensität sowie der Quantität der angefärbten Tumorzellen. Teils wurden hierfür semiquantitative Scores genutzt (TAMs), in den anderen Fällen (CD3 und CD8) erfolgte eine genaue Zählung der positiv gefärbten Zellen. Somit konnte für jeden immunhistochemischen Marker eine Ausprägung innerhalb der Vestibularisschwannome erfasst werden. In der Kombination von mehreren klinischen Parametern erfolgte die statistische Auswertung. Alle vier ausgewählten Marker konnten erfolgreich detektiert und in ihrer unterschiedlichen Expression beurteilt werden. Somit konnte ein klarer Zusammenhang zwischen der Tumorgröße und einer erhöhten Expression von TAMs als auch von TILs aufgezeigt werden. Zusätzlich weisen ältere PatientInnen ebenfalls eine höhere inflammatorische Ausprägung auf. Eine weitere Assoziation konnte zu dem Proliferationsindex MIB1 aufgezeigt werden. Tumore mit einer hohen Inflammatorischen Zellzahl weisen ebenfalls einen erhöhten MIB1 Score auf. Gleichzeit konnte allerdings bei der Kohorte von Neurofibromatose Typ 2 PatientInnen jeweils eine geringere Expression von Immunzellinfiltrationen zu dem restlichen Kollektiv festgestellt werden. Ein weiterer Ausblick konnte durch die nochmals separierte Kohorte von hoch und niedrig exprimierenden Inflammatorischen Fällen (n = 20) geliefert werden. Diese wurden im Flächenschnitt mit den Immuncheckpoints CTLA4 und PD-L1, sowie mit CD47 und SIRP alpha versehen. Dabei konnten keine genaueren Erkenntnisse im Bezug auf die Immuncheckpoints gewonnen werden. Einen eindeutigen Zusammenhang zu Tumoren mit einer ausgeprägten Immunzellinfiltration war nicht erkenntlich. Hier könnte in der Zukunft eine etwas größere Kohorte eventuell mehr Aufschluss liefern. Bei der SIRP alpha Expression ist jedoch ein Zusammenhang mit der Gruppe der hoch exprimierenden Fällen angedeutet gewesen. Ob diese Ergebnisse nun eine Option für neue Behandlungsansätze darstellen ist noch fraglich. Zumal nicht alle Zusammenhänge zwischen den Expressionsunterschieden verstanden sind. Diese Unklarheiten bieten und erfordern weiteren Forschungsbedarf. Letztendlich stellt diese Arbeit aber eine breite Basis für weitere neue Ansätze dar

    Probing the X-ray Spectral and Timing Behaviour of the High-Mass X-ray Binaries EXO 2030+375 and Vela X-1

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    This work presents spectral and timing studies of two accreting X-ray pulsars, the Be/X-ray binary EXO 2030+375 and the wind-fed system Vela X-1, based on multi-mission X-ray observations. For EXO 2030+375, luminosity- and energy-dependent pulse-profile evolution and spectral behavior reveal transitions between different accretion regimes during outbursts. For Vela X-1, long-term monitoring and pulse-to-pulse analyses show complex evolution of cyclotron line energies, including a recent transient increase of the harmonic line, indicating changes in the magnetic-field configuration

    Exploring Inner Ear Models and Imaging Techniques: A Basis for Future Gene Therapy of Otoferlin-Related Deafness

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    Die Dissertation ist gesperrt bis zum 31. Dezember 2026 !Hören ist ein komplexer sensorischer Prozess, bei dem Schallwellen über das Außenohr aufgenommen, im Mittelohr verstärkt und im Innenohr in elektrische Signale umgewandelt werden. In der Cochlea erfolgt diese Transduktion durch spezialisierte Haarzellen im Corti-Organ, die mechanische Schwingungen in neuronale Impulse umwandeln. Diese Signale werden über den Hörnerv an zentrale auditorische Strukturen weitergeleitet. Eine präzise synaptische Übertragung von inneren Haarzellen auf die Spiralganglionneurone ist essenziell für die korrekte Wahrnehmung von Lautstärke, Tonhöhe und Schallrichtung, aber vor allem für Sprachverstehen. Die hereditäre Hörstörung DFNB9 ist eine autosomal-rezessiv vererbte Form der angeborenen, nicht-syndromalen, sensorineuralen Taubheit und wird durch Mutationen im OTOF-Gen verursacht. Dieses Gen codiert für Otoferlin, ein Schlüsselprotein für die synaptische Exozytose in inneren Haarzellen. Je nach Art und Schwere der Mutation führt DFNB9 zumeist zu einem milden bis moderaten Hörverlust mit erhaltenem Sprachverstehen oder zu kompletter kongenitaler Taubheit mit vollkommenem Verlust des Sprachverstehens. Derzeit basiert die klinische Therapie hauptsächlich auf der Verwendung von Cochlea-Implantaten, welche die gestörte synaptische Übertragung umgehen und eine direkte elektrische Stimulation des Hörnervs ermöglichen. Kürzlich konnten in ersten klinischen Studien bei einigen DFNB9-betroffenen Kindern durch Gentherapie die Hörschwellen fast bis zum Niveau des normalen Hörens wiederhergestellt werden. Trotz dieser vielversprechenden Ergebnisse bestehen weiterhin erhebliche Wissenslücken hinsichtlich der Pathophysiologie OTOF-assoziierter Hörstörungen, insbesondere in Bezug auf die Funktion der äußeren Haarzellen. Daher ist eine detaillierte phänotypische Charakterisierung verschiedener Otof-Mausmodelle unerlässlich, um die Sicherheit und Wirksamkeit zukünftiger Gentherapien für den Menschen zu optimieren. In der vorliegenden Doktorarbeit soll ein Mausmodell mit der beim Menschen am häufigsten vorkommenden OTOF Mutation, p.Gln829Ter, eingehend studiert werden. Ziel dieser grundlagenorientierten Arbeit ist es, den Phänotyp dieser Variante umfassend zu analysieren, um den optimalen Therapiezeitpunkt besser eingrenzen und potenzielle Nebenwirkungen vermeiden zu können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Evaluierung alternativer Methoden zur Analyse gentherapierter Innenohren. Während die konventionelle Whole-Mount-Präparation des Corti-Organs häufig zur immunhistochemischen Auswertung herangezogen wird, ist sie mit erheblichem technischem Aufwand verbunden und kann zu Gewebeverlusten führen. In dieser Arbeit wurde die Methode des Gewebeklärens (Tissue Clearing) systematisch untersucht und an die murine Cochlea angepasst. Beim Tissue Clearing handelt es sich um ein Verfahren, bei dem refraktive Unterschiede ausgeglichen werden, um die Lichtstreuung in intaktem Gewebe zu minimieren und so eine tiefere optische Durchdringung zu ermöglichen. Die Methode wurde gezielt für die Anwendung an Innenohrpräparaten optimiert, um die dreidimensionale Visualisierung und Quantifizierung der Otoferlin-Expression bzw. der Integrität der Haarzellen nach Gentherapie ohne die strukturelle Zerstörung des Gewebes zu ermöglichen. Im abschließenden Teil der Arbeit wird der Frage nachgegangen, ob DFNB9-betroffene Individuen eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Lärmexposition aufweisen. Da bekannt ist, dass otoakustische Emissionen bei DFNB9-Patient:innen in der Regel innerhalb der ersten zwei Lebensjahrzehnte verloren gehen, liegt die Hypothese nahe, dass äußere Haarzellen durch die fehlende synaptische Aktivität anfälliger gegenüber akustischem Stress sind. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, zu klären, ob durch die fehlende efferente Inhibition während der Lärmexposition die äußeren Haarzellen ihre Funktion verlieren oder ob es zu einem tatsächlichen Zelltod dieser Haarzellen kommt. Mittels kontrollierter Lärmtrauma-Experimente an Otof-Mausmodellen wurde diese Fragestellung untersucht und somit ein Beitrag zur Entwicklung differenzierter Behandlungsstrategien für DFNB9-Betroffene geleistet.Hearing is a complex sensory process in which sound waves are captured by the outer ear, amplified by the middle ear, and converted into electrical signals in the inner ear. This transduction occurs in the cochlea through specialized hair cells within the organ of Corti, which transform mechanical vibrations into neural impulses. These signals are then transmitted via the auditory nerve to central auditory structures. Accurate synaptic transmission from inner hair cells to spiral ganglion neurons is essential for the correct perception of sound intensity, frequency, and spatial localization, but especially for speech recognition. The hereditary hearing disorder DFNB9 is an autosomal recessive form of congenital, non-syndromic, sensorineural deafness caused by mutations in the OTOF gene. This gene encodes otoferlin, a key protein involved in synaptic exocytosis in inner hair cells. Depending on the nature and severity of the mutation, DFNB9 usually leads to either mild to moderate hearing loss with preserved speech understanding or to profound congenital deafness with complete loss of speech understanding. Current clinical therapy primarily relies on cochlear implants, which bypass the defective synaptic transmission by directly stimulating the auditory nerve electrically. Recently, early clinical studies in children affected by DFNB9 have shown that gene therapy approaches can restore hearing thresholds to normal levels. Despite these promising results, significant knowledge gaps remain regarding the pathophysiology of OTOF-associated hearing loss, particularly concerning outer hair cell function. Therefore, detailed phenotypic characterization of various Otof mouse models is essential for optimizing the safety and efficacy of future gene therapies in humans. This doctoral thesis aims to comprehensively study a mouse model carrying the most prevalent OTOF mutation found in humans, p.Gln829Ter. The primary objective of this basic research is to thoroughly characterize the phenotype of this variant in order to define the optimal therapeutic time window and minimize potential side effects. Another focus of this work is the evaluation of alternative methods for the analysis of gene therapy-treated inner ears. While conventional whole mount preparations of the organ of Corti are commonly used for immunohistochemical analysis, they are technically demanding and often result in tissue loss. In this study, the tissue clearing method was systematically evaluated and adapted to the murine cochlea. Tissue clearing is a technique in which refractive index mismatches are equalized to minimize light scattering in intact tissue, thereby enabling deeper optical penetration. This approach enables three-dimensional visualization and quantification of otoferlin expression, in particular the integrity of the hair cells, after gene therapy without structurally compromising the tissue. The final part of this thesis investigates whether individuals affected by DFNB9 exhibit increased sensitivity to noise exposure. Since otoacoustic emissions are typically lost within the first two decades of life in DFNB9 patients, it is hypothesized that outer hair cells may be more vulnerable to acoustic stress due to the lack of synaptic activity. It is therefore crucial to investigate whether, due to the lack of efferent inhibition during noise exposure, outer hair cells lose function or if the cells themselves undergo degeneration. This question will be addressed through controlled noise trauma experiments in Otof mouse models, aiming to contribute to the development of more differentiated treatment strategies for individuals with DFNB9

    Sulfur(VI) Fluorides for Covalently Targeting Non-Cysteine Residues in Kinases: From Structure-Based Design to Covalent-First Approaches

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    Die Dissertation ist gesperrt bis zum 19. September 2026 !Covalent protein kinase inhibitors have firmly established themselves as a powerful therapeutic modality, with most efforts traditionally focused on targeting reactive cysteine residues. However, many kinases lack suitably positioned cysteines, limiting the reach of current covalent strategies. Motivated by this gap, this dissertation explores covalent inhibition beyond cysteine by leveraging underexplored nucleophilic residues – specifically tyrosines and lysines. Initial efforts applied sulfur(VI) fluoride chemistry to target tyrosines through structure-based design, using the kinases JAK3 and MK2 as model systems. Tailored analogs bearing sulfonyl fluoride and fluorosulfate warheads were designed and synthesized to engage specific tyrosines. While intact protein mass spectrometry confirmed covalent modification in some cases, functional inhibition often proved elusive. In one striking example, a fluorosulfate designed to target a tyrosine in MK2 instead modified the “catalytic” lysine, highlighting the unpredictable yet promising reactivity of this warhead class. In light of the challenges encountered using rational design alone, a covalent-first approach was adopted. A focused electrophilic library featuring diverse hinge binders, linker architectures, and S(VI)F warheads was screened against kinases with tyrosines in privileged structural positions. This led to the identification of several novel covalent binders, most notably a fluorosulfate that modified Lys338 (HRD+2) of ALK2, a kinase involved in fibrodysplasia ossificans progressiva (FOP). This represents the first reported covalent ligand for ALK2, which lacks a ligandable cysteine in its active site and has remained inaccessible to cysteine-focused strategies. Further structural and kinetic studies on this hit revealed key structure–activity relationships. Variations to the hinge binder notably affected inactivation rates – e.g., replacing azaindole with aminopyridine slowed down the modification – while linker changes had minor impact. As expected, a sulfonyl fluoride showed greater reactivity than fluorosulfates, which translated into faster target modification. Substituents on the aryl ring bearing the warhead also influenced the rate of target inactivation: electron-withdrawing groups enhanced it, electron-donating groups reduced it, but steric bulk could offset these effects, underscoring the balance between reactivity and spatial fit. Unexpectedly, several analogs, including the original fluorosulfate hit, exhibited an apparent ALK2 activation in biochemical assays. Though the mechanism remains unclear, these results suggest a complex structure–function relationship meriting further investigation. Altogether, this work expands the landscape of covalent kinase inhibition by validating lysines as viable targets for S(VI)F chemistry, offering new avenues beyond cysteine and enabling covalent targeting of kinases previously considered inaccessible to covalent drug modalities

    Ehe

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    Establishment of an in vitro model to analyze the effects of the circadian rhythm on bone metabolism

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    Background: There is evidence that bone health is closely linked to a functioning circadian rhythm. Most of the evidence comes from mice, which may exhibit some species-specific differences from humans due to their nocturnal lifestyle. To address the current lack of human model systems, the present study aimed to develop an in vitro model system that can represent diurnal changes in bone metabolism. Methods: The model is based on co-cultured SCP-1 and THP-1 cells that serve as osteoblast and osteoclast precursors, re-spectively. Diurnal effects were induced by replacing the FCS in the differentiation medium with human serum pools (HSPs) obtained in the morning, noon, or evening. The model system was tested for cell viability, gene expression, and osteoblast and osteoclast function. Results: The replacement of the FCS with the HSPs increased viability and induced expression changes in circadian clock genes in the model system. Resulting alterations in osteoblast and osteoclast function led to a gradual increase in mineral density and stiffness when 3D co-cultures were differentiated in the presence of the HSPs collected in the morning, noon, or evening, respectively. Conclusions: Here, we present for the first time an in vitro model that can present diurnal changes in bone metabolism in the form of a snapshot. With the simple use of HSPs, this model can be used as a platform technique to investigate bone function in various situations, taking into account the time of day

    Probabilistic Inference for Spatiotemporal Dynamics

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    Simulation and inference are cornerstones of scientific inquiry. Numerous domains and applications can integrate advanced machine-learning methods for reasoning from prior mechanistic knowledge and data. Probabilistic approaches take into account the uncertainty associated with observations and the physical model. Bayesian inference, however, remains challenging in practice. In particular, high-dimensional settings that revolve around spatiotemporal dynamical systems, such as atmospheric models for predicting weather and climate, are computationally demanding. This thesis considers two different avenues for integrating large physical systems into a Bayesian inference pipeline. On the one hand, assuming linear dynamics governing the latent system state and capturing mechanistic and empirical uncertainty in tractable Gaussian noise models allows optimal state estimation via the Kalman filter. On the other hand, generative diffusion models that learn probabilistic representations of complex nonlinear dynamics from existing trajectories can be leveraged as prior models in Bayesian inverse problems. For both approaches, open conceptual and practical questions are addressed. High-dimensional state spaces create a gap between the theoretical merits of the Kalman filter and its practicability. Concretely, the explicit modeling of pairwise errors that characterizes Gaussian models impedes their application to large-scale systems due to limited memory and compute. Low-dimensional representations of the pairwise error covariances aim to resolve this dilemma. Sampling-based approaches are broadly applicable but introduce stochasticity into the inference algorithm. For linear systems with a Gauss--Markov process-noise model, we develop a fully deterministic alternative. The proposed algorithm formulates prediction, update, and smoothing routines for optimal low-rank approximations of the covariance matrices and converges to the exact Kalman filter in the full-rank limit. Especially in scientific applications, imposing mechanistic constraints on deep-learning models increasingly blurs the line between inference and simulation. Recent research on generative diffusion models establishes the model class as powerful statistical representations of physical processes. Their probabilistic nature and post-training conditioning make diffusion models suitable priors in flexible Bayesian inference models. We investigate and demonstrate this approach in the context of downscaling climate simulations. The proposed generative downscaling framework generates spatiotemporally coherent trajectories that estimate fine-scale processes obscured by simulating climate on coarse grids. Experiments on coarse weather and climate input illustrate that the sampled trajectories accurately estimate several atmospheric variables, simultaneously, on a fine spatiotemporal grid. Sampling multiple predictions provides structured uncertainty. Lastly, we use this generative downscaling framework for local risk assessment of renewable-energy shortages based on existing simulations of future climate

    Cluster Ambitions: From Simple Structures to Extended Cluster Networks in Niobium and Tantalum Chalcohalides

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    Clusternetzwerke aus Niob- und Tantal- Chalkohalogeniden werden hinsichtlich ihrer Strukturen und physikalischen Eigenschaften vorgestellt. Im Zentrum stehen dabei Netzwerke aus Nb₃, Ta₄, und Ta₅ Clusterkernen. Besonders Systeme mit einer ungeraden Clusterelektronenanzahl zeigen ausgeprägte elektronische Korrelationen und weisen Luttinger-Flüssigkeitsverhalten oder magneto-strukturelle Übergänge auf. Zudem werden neue Syntheserouten für Clusternetzwerke präsentiert, die zu einer Reihe verwandter Netzwerke führen. Die Ergebnisse zeigen, wie sich durch Variation von Clustergröße und Elektronenzahl Materialien mit außergewöhnlichen physikalischen Eigenschaften erschließen lassen.Cluster networks based on niobium and tantalum chalcohalides are presented with respect to their structures and physical properties. The focus of this work is on networks composed of Nb₃, Ta₄, and Ta₅ cluster cores. In particular, systems with an odd number of cluster electrons exhibit pronounced electronic correlations and show Luttinger liquid behavior or magneto-structural transitions. In addition, new synthetic routes to cluster networks are introduced, leading to a series of related structures. The results demonstrate how variation of cluster size and electron count enables access to materials with exceptional physical properties

    In Vitro Evaluation of Lymphocyte Viability Following Vitrectomy: Implications for Ocular Lymphoma Biopsy Techniques

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    Hintergrund: Untersuchung des Einflusses von Vitrektomgröße und Schnittrate auf das Überleben gesunder Lymphozyten und Lymphomzellen während diagnostischer Vitrektomien in einem In-vitro-Modell. Methoden: Im ersten Experiment wurden gesunde Lymphozyten aus Blutproben einer gesunden Person isoliert. Im zweiten Experiment kamen kultivierte MYD88- positive Lymphomzellen einer kommerziellen Zelllinie zum Einsatz. Zellsuspensionen mit definierten Konzentrationen (1×10³ Zellen/ml, 1×10⁴ Zellen/ml und 1×10⁶ Zellen/ml) wurden unter kontrollierten Bedingungen vitrektomiert – variiert wurde die Schnittraten (0/min, 1500/min und 5000/min) und Vitrektomgrößen (20G, 23G, 25G und 27G). Für jede Bedingung wurden drei technische Replikate durchgeführt. Die Zellintegrität wurde mittels Durchflusszytometrie (FACS) analysiert. Statistische Signifikanz zwischen den Gruppen wurde mit dem Kruskal-Wallis-Test bestimmt. Ergebnisse: Bei gesunden Lymphozyten zeigte sich keine Korrelation zwischen Überlebensrate und Vitrektomgröße oder niedrigeren Schnittraten. Für Lymphomzellen wurde jedoch eine signifikante negative Korrelation zwischen Vitrektomgröße und Zellüberleben festgestellt (Kendalls Tau τ = -0,253; p = 0,00048; Kruskal-Wallis χ² = 13,337; p = 0,00396). Schlussfolgerung: Größere Vitrektomlumen-Durchmesser korrelierten in unserer Studie mit höheren Überlebensraten von Lymphomzellen. Dies legt nahe, dass eine schonende Vitrektomietechnik bei der Glaskörperbiopsie die diagnostische zelluläre Ausbeute und damit Diagnostik von vitreoretinalen Lymphomen verbessern kann.Purpose: To assess whether vitrectome size and cutting rate have an impact on cell survival of healthy lymphocytes and lymphoma cells during diagnostic vitrectomy in an in vitro model. Methods: In the first experiment, healthy lymphocytes were isolated from blood samples of one healthy individual. In the second experiment, cultivated MYD88 positive lymphoma cells derived from a commercially available cell line were used. Suspensions with defined cell concentrations (1x103 cells/ml, 1x104 cells/ml and 1x106 cells/ml) were subjected to vitrectomy under controlled conditions, using aspiration only or varying cutting rates of 1500/min and 5000/min with vitrectome sizes of 20G, 23G, 25G and 27G. Three technical replicates were performed for each condition. Cell integrity in post-vitrectomy samples was assessed via fluorescence activated cell sorting (FACS). To verify statistically significant differences between groups, the Kruskal-Wallis test was employed. Results: No correlation was observed between lymphocyte survival and either gauge size or lower cutting rates in healthy lymphocytes. However, a significant correlation between vitrectome size and cell survival was observed for lymphoma cells (Kendall’s tau τ = -0.253, p = 0.00048, Kruskal-Wallis χ² = 13.337, p = 0.00396). Conclusions: In our study, larger vitrectome lumen diameters were associated with higher survival rates of lymphoma cells, suggesting that a careful approach during vitrectomy may enhance diagnostic yield

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