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    Runter vom hohen Roß!

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    Vom Römischen Reich zum (Reichs-)Strafgesetzbuch

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    Die Gestaltung des Zusammenlebens war von jeher ein zentrales Ziel der Menschheit und wurde bereits früh durch das Recht bestimmt. Neben der frühen Vorstellung eines immer schon existierenden gott- oder naturgegebenen Rechts gesellten sich zunehmend Ideen, dass Recht auch von Herrschern „gesetzt“ werden kann. Mit der Zeit entwickelte sich das Strafrecht und wurde zum schärfsten Schwert einer Gesellschaft. Das Mittelalterliche Kriminalmuseum, Europas bedeutendstes Rechtskundemuseum, widmet sich seit über 100 Jahren der Geschichte des Strafrechts an knapp 50.000 Exponaten. Es vermittelt Experten und Laien gleichermaßen einen greifbaren Eindruck der Entwicklung des Strafrechts und der Strafgesetze - von der Antike bis zum heutigen Strafgesetzbuch; sein Rundgang dient als konzeptionelle Vorlage dieses Beitrages

    Zusammenhänge zwischen Selbstregulation und sozialen Stressoren sowie deren Einfluss auf Gewicht und Binge Eating in der mittleren Kindheit und Adoleszenz

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    Etwa jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Übergewicht oder Adipositas betroffen; ebenso häufig treten Symptome von Binge Eating auf. Trotz dieser hohen Prävalenzen sind die zugrunde liegenden Entwicklungsmechanismen bislang unzureichend untersucht. Erste Befunde deuten darauf hin, dass soziale Stressoren (z. B. das Erleben von negativen Peer Erfahrungen, Gewichtsstigmatisierung) sowie die Selbstregulation (SR) eine zentrale Rolle spielen könnten. Dem übergeordneten Konzept der SR werden einzelne differenzierbare Facetten zugeordnet, die sich in basale und komplexe sowie bereichsspezifische appetitsbezogene Facetten unterteilen lassen. Ziel der vorliegenden Dissertation war es, (1) prospektive Zusammenhänge zwischen sozialen Stressoren, SR sowie Übergewicht / Adipositas und Binge Eating in der mittleren Kindheit und Adoleszenz zu untersuchen und (2) die Relevanz spezifischer SR-Facetten sowie potenzielle Alters- und Geschlechtsunterschiede differenziert zu prüfen. Als Datengrundlage diente die Potsdamer Intrapersonale Entwicklungsrisiken (PIER) Studie. Über vier Messzeitpunkte (MZP) hinweg wurden prospektive Daten von Kindern, Eltern und Lehrer:innen erhoben. Die Erhebungen erfolgten multimethodal und umfassten Fragebögen, physiologische Messungen sowie verhaltensbasierte Experimente. Die Stichprobe bestand zu MZP1 aus 1657 Kindern im Alter von 6–11 Jahren (52,5 % weiblich), zu MZP2 aus 1609 Kindern im Alter von 7–11 Jahren, zu MZP3 aus 1534 Kindern im Alter von 9–13 Jahren und zu MZP4 aus 570 Adoleszenten im Alter von 16–21 Jahren. Der vorliegenden Dissertation liegen drei Manuskripte zugrunde, die die oben aufgeführten Fragestellungen durch prospektive Strukturgleichungsmodelle adressieren (Cross-lagged Panel Model, prospektive parallele Mediationsanalyse, Latent Change Score Model). Manuskript 1 untersuchte den prospektiven bidirektionalen Zusammenhang zwischen basalen und komplexen SR-Facetten und negativen Peer Erfahrungen in der mittleren Kindheit. Die Ergebnisse zeigten, dass negative Peer Erfahrungen eine Abnahme basaler SR (z. B. Inhibition, kognitive Flexibilität) vorhersagten, während eine geringere basale SR gleichzeitig ein höheres Risiko für spätere negative Peer Erfahrungen bedeutete. Planungsverhalten als komplexe SR-Facette erwies sich ebenfalls als vulnerabel gegenüber negativen Peererfahrungen. Ziel von Manuskript 2 war es, den Einfluss von Gewichtsstigmatisierung in der mittleren Kindheit auf den Gewichtsstatus (BMI-SDS) im Jugendalter sowie die Rolle der appetitsbezogenen SR als potenziellen Mediator zu untersuchen. Die appetitsbezogene SR vermittelte den prospektiven Zusammenhang zwischen Gewichtsstigmatisierung und BMI-SDS vollständig. Höhere Ausprägungen von Gewichtsstigmatisierung sagten eine stärkere Essensresponsivität, ein höheres emotionales Überessen und – bei älteren Kindern – eine geringere Sättigungsresponsivität vorher. Darüber hinaus sagte eine erhöhte Essensresponsivität einen höheren BMI-SDS im Jugendalter vorher, was auf einen spezifischen indirekten Effekt hinweist. Die Ergebnisse blieben bei Kontrolle etablierter Einflussfaktoren (elterlicher BMI, Körperunzufriedenheit) konstant. Manuskript 3 modellierte die Entwicklung von Binge Eating über die mittlere Kindheit und Adoleszenz und prüfte SR-Facetten als mögliche Prädiktoren. Die Ergebnisse verdeutlichten eine anfängliche Abnahme der Symptomatik zu Beginn der mittleren Kindheit, gefolgt von einer Stagnation und einem Anstieg in der Adoleszenz. Eine höhere kognitive Flexibilität, eine höhere inhibitorische Kontrolle sowie ein besseres Planungsverhalten prädizierten einen Rückgang von Binge Eating in der mittleren Kindheit. Eine höhere Sättigungsresponsivität in der Adoleszenz hingegen stand unerwartet mit einem Anstieg von Binge-Eating in Zusammenhang, Insgesamt belegen die Befunde einen sich gegenseitig verstärkenden Prozess, in dem soziale Stressoren über unterschiedliche Facetten der SR zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Übergewicht und Binge Eating beitragen. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung integrativer Präventions- und Interventionsansätze, die sowohl soziale Stressoren reduzieren als auch die basalen, komplexen und appetitsbezogenen SR-Fähigkeiten von Kindern und Adoleszenten gezielt fördern.Approximately one in five children in Germany meets the criteria for overweight or obesity, and symptoms of binge eating are reported with similar frequency. Despite these high prevalence rates, the underlying developmental mechanisms remain insufficiently understood. Initial findings suggest that social stressors (e.g., adverse peer experiences, weight stigmatization) and self-regulation (SR) may play a central role. The overarching concept of SR comprises distinct and differentiable facets, which can be categorized as basal, complex, and domain-specific appetite-related SR. The aim of this dissertation was (1) to examine prospective associations between social stressors, SR, overweight/obesity, and binge eating during middle childhood and adolescence, and (2) to assess the relevance of specific SR facets, including potential age- and gender-related differences. Data were drawn from the Potsdam Intrapersonal Developmental Risks (Potsdamer Intrapersonale Entwicklungsrisiken; PIER) Study, a prospective longitudinal study conducted across four measurement waves. Multimethod assessments included questionnaires, physiological measurements, and behavior-based experiments, with data collected from children, parents, and teachers. At T1, the sample consisted of 1657 children aged 6–11 years (52.5% female); at T2, 1609 children aged 7–11 years; at T3, 1534 children aged 9–13 years; and at T4, 570 adolescents aged 16–21 years. The dissertation comprises three manuscripts that addressed the research questions using prospective structural equation models (cross-lagged panel model, prospective parallel mediation analysis, latent change score model). Manuscript 1 examined the bidirectional prospective associations between basal and complex SR facets and adverse peer experiences during middle childhood. Results indicated that adverse peer experiences predicted decreases in basal SR (e.g., inhibition, cognitive flexibility), while lower SR, in turn, increased the likelihood of later adverse peer experiences. Planning behavior, as a complex SR facet, also proved vulnerable to adverse peer experiences. Manuscript 2 investigated the impact of weight stigmatization during middle childhood on adolescent weight status (BMI-SDS) and the mediating role of appetite-related SR. Appetite-related SR fully mediated the prospective link between weight stigmatization and BMI-SDS. Higher levels of weight stigmatization predicted greater food responsiveness, greater emotional overeating, and—among older children—reduced satiety responsiveness. Additionally, greater food responsiveness predicted higher adolescent BMI-SDS, suggesting a specific indirect effect. These associations remained robust when controlling for established covariates (parental BMI, body dissatisfaction). Manuscript 3 modeled the development of binge eating from middle childhood through adolescence and examined SR facets as potential predictors. The findings showed an initial decline in binge eating symptoms, followed by stagnation and a subsequent increase during adolescence. Higher cognitive flexibility, greater inhibitory control, and better planning behavior predicted a decrease in binge eating in middle childhood. In contrast, greater satiety responsiveness during adolescence was unexpectedly associated with an increase in binge eating symptoms. Overall, the findings support a mutually reinforcing process in which social stressors contribute to the development and maintenance of overweight and binge eating via distinct SR pathways. These results underscore the importance of integrated prevention and intervention approaches that aim to reduce social stressors while promoting basal, complex, and appetite-related SR skills in children and adolescents

    Mehrheit und Minderheit im Staatsorganiationsrecht

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    „Mehrheit entscheidet!“, so formulierte Friedrich Naumann im März 1919 im Zuge der damaligen Verfassungsdiskussion etwas plakativ in seinem „Versuch volksverständlicher Grundrechte“. Das Mehrheitsprinzip, das untrennbar mit dem Demokratieprinzip nach Art. 20 Abs. 1 GG verbunden ist, durchzieht das gesamte Grundgesetz. Im Folgenden wird zunächst eine ideengeschichtliche Rechtfertigung des Mehrheitsprinzips vorgenommen (A.), bevor dessen Bedeutung für die Fallbearbeitung herausgestellt wird (B.). Sodann werden die möglichen Bezugspunkte der Mehrheit (C.) und die denkbaren Quoren (D.) ermittelt, was zu einer Übersicht über die im Grundgesetz verwirklichten Konstellationen (E.) führt. Schließlich werden die doppelt qualifizierte Mehrheit (F.) sowie die Stimmengleichheit als Grenze des Mehrheitsprinzips (G.) behandelt, bevor die Ergebnisse zusammengefasst werden (H.)

    Eine „immer engere Union“

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    Was verstanden die Regierungen Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands sowie die Europäische Kommission unter dem Begriff „Europäische Union“ als sie Anfang der 1990er Jahre zur Gründung eben jener Union schritten? Ausgehend von dieser Leitfrage untersucht die Studie konkurrierende Unionskonzepte am Vorabend des Vertrags von Maastricht. Sie führt dabei das Konzept der „Imaginäre“ in die europäische Integrationsgeschichte ein und argumentiert, dass sich die Unionskonzepte zwar an den gleichen Vorstellungsräumen ausrichteten, etwa dem „demokratischen Europa“, dem „Europa des Marktes“ oder dem „Europa der einen Stimme“. Jedoch projizierten die hier untersuchten Akteure auf diese Imaginäre ganz unterschiedliche Vorstellungen, die häufig von den jeweiligen politischen Systemen der untersuchten Länder, aber auch von politischen Ideologien geprägt waren. Je nach Perspektive sollte mit der Gründung der EU ein europäischer Bundesstaat ins Werk gesetzt oder der Intergouvernementalismus fest in der Institutionenordnung verankert werden; das Marktprinzip als Leitgedanke der Wirtschaftsintegration festgeschrieben oder die Europapolitik stärker an sozialen Erwägungen ausgerichtet werden; Europa auf der internationalen Bühne endlich geschlossen auftreten oder lediglich der Rahmen für die Verfolgung nationaler Außenpolitiken gesetzt werden. Vor diesem Hintergrund kommt die Studie zu dem Schluss, dass der Vertrag von Maastricht eine beeindruckende Leistung des Interessenausgleichs darstellte, gleichzeitig jedoch die Unmöglichkeit aufzeigte, sich auf eine gemeinsame Zukunftsvision zu verständigen

    Les métaphores biologiques dans l‘œuvre linguistique d’Arsène Darmesteter

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    Une étude des métaphores biologiques chez Arsène Darmesteter souscrit à la théorie organiciste. Sa perspective, dans l’ouvrage La Vie des mots étudiée dans leurs significations (1887) est naturaliste et il définit la langue comme espèce vivante. L’utilisation de métaphores n’est toutefois pas une simple forme d’expression, mais il a également développé sa propre théorie de la métaphore. Le travail lexicographique avait conduit la pensée de Darmesteter à la théorie du développement des sens par comparaison, rayonnement et enchaînement

    Das Fach Naturwissenschaft und Technik trifft ChatGPT

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    In einem Fachdidaktik-Modul an der Hochschule Esslingen haben Masterstudierende im Lehramtsstudium Naturwissenschaft und Technik (NwT) Unterrichtideen zum Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) im allgemeinbildenden Technikunterricht entwickelt. Aufgabenstellung war die Planung von schulischen Projektarbeiten unter Erstellung eines physischen Artefakts zum Thema „Zwischen Kopf- und Handarbeit: Technik im Unterricht und generative KI“. Die Studierenden haben dabei teilweise auf Codegenerierung und teilweise auf interdisziplinäre Ansätze bei der Textgenerierung gesetzt. In ihren Reflexionen haben die Studierenden die Gestaltung des Moduls als lernförderlich sowohl im Hinblick auf den KI-Einsatz wie auch für den eigenen Unterrichtseinsatz von Projektmethoden eingeschätzt.Pre-service STEM teacher students at Hochschule Esslingen developed teaching concepts to explore the use of generative artificial intelligence (AI) in technology lessons in secondary schools. The task was to plan school projects including the production of a physical artefact meeting the topic “Between mental and manual work: Technology lessons and generative AI”. The students used generative AI to produce either code or text, the latter with an interdisciplinary approach. Reflecting their outcomes, the students valued the design of the module as conducive to both their AI skills and to the undertaking of project work in their future teaching role

    Absolventinnen und Absolventen der technischen Fach- und Fachoberschulen als (neue) Zielgruppe für das Studium „Lehramt an berufsbildenden Schulen (Ingenieurpädagogik)“

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    Der steigende Bedarf an Lehrkräften für die gewerblich-technischen Fachrichtungen an den berufsbildenden Schulen erfordert die noch stärkere Erschließung neuer Zielgruppen. Eine bilden die Schülerinnen und Schüler der technischen Fach- und Fachoberschulen (Jenewein et al., 2023). Die technische Fachoberschule bietet eine vertiefte berufliche Bildung und schließt mit der Fachhochschulreife ab. Technische Fachschulen ermöglichen die Fachhochschulreife und schließen mit dem Abschluss „staatlich-geprüfte Techniker*in“ ab. Kooperationen von Berufsbildenden Schulen und Hochschulen können systematisch erweiterte Zugangsmöglichkeiten in das Studium des Lehramtsschaffen, die sonst keinen Zugang zu einer Universität hätten. Der Beitrag gibt einen vertieften Einblick zur Erschließung (neuer) Zielgruppen für das Studium Lehramt „Ingenieurpädagogik“.The increasing demand for teachers in vocational and technical fields at vocational schools requires an even greater focus on tapping into new target groups. One (new) target group consists of students from technical secondary schools and technical colleges (Jenewein et al., 2023). Technical secondary schools provide advanced vocational education and conclude with the attainment of the technical college entrance qualification. Technical colleges offer both the technical college entrance qualification and conclude with the state-certified technician diploma. Collaborations between vocational schools and universities can systematically expand access to teacher training programs, especially for those who would otherwise not have access to a university. This article provides an in-depth insight into the exploration of (new) target groups for the “Engineering Pedagogy” teacher training program

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