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Enhancing LLMs reasoning capabilities by including retrieval
Large Language Models (LLMs) often struggle with complex reasoning tasks due to their static, parametric knowledge, leading to hallucinations and poor performance in specialized domains like mathematics. In this study, we explore a fundamental principle for enhancing generative models by treating retrieval as dynamic in-context learning. We evaluate an adaptive retrieval-augmented architecture in which an LLM agent actively decides when to query an external knowledge base during its reasoning. We compare this adaptive strategy against a standard zero-shot Chain-of-Thought (CoT) baseline and a static retrieval approach on the GSM8K and MATH-500 benchmarks.
Although our experiments show that static retrieval is inferior to CoT, adaptive retrieval shows interesting behavior: traces that include retrieved results perform slightly worse than CoT, whereas traces that do not include retrieval perform better than CoT. This suggests that: (a) retrieval only rarely helps reasoning (we show a few counterexamples, e.g., using useful theorems) and (b) actively not using retrieval is indicative of good model performance.
Furthermore, we find that the model scales its retrieval frequency with problem difficulty, reinforcing the idea that the decision to retrieve is a crucial metacognitive signal. The agent's ability to self-assess its knowledge and selectively engage with external information represents a key principle for building more robust and reliable generative models.Large Language Models (LLMs) haben oft Schwierigkeiten mit komplexen Schlussfolgerungsaufgaben, da ihr Wissen statisch und parametrisch ist, was zu Halluzinationen und schwacher Leistung in spezialisierten Domänen wie der Mathematik führt. Diese Arbeit untersucht ein grundlegendes Prinzip zur Verbesserung generativer Modelle durch die Betrachtung von Retrieval als eine Form des dynamischen In-Context-Learnings. Wir evaluieren eine adaptive, retrieval-augmentierte Architektur, in der ein LLM-Agent während seines Reasonings aktiv entscheidet, wann eine externe Wissensbasis abgefragt werden soll. Diese adaptive Strategie vergleichen wir mit einer Standard-Chain-of-Thought-(CoT)-Baseline sowie einem statischen Retrieval-Ansatz auf den Benchmarks GSM8K und MATH-500.
Obwohl unsere Experimente zeigen, dass statisches Retrieval CoT unterlegen ist, zeigt adaptives Retrieval ein interessantes Verhalten: Während Reasoning-Traces mit eingebundenen Retrieval-Ergebnissen gegenüber CoT leicht schlechter abschneiden, erzielen Traces ohne Retrieval tatsächlich bessere Ergebnisse als CoT. Dies legt nahe, dass (a) Retrieval nur selten beim Reasoning hilft (wir zeigen einige Gegenbeispiele, z.\,B. durch nützliche Theoreme) und (b) die aktive Entscheidung, nicht zu retrieven, ein Indikator für gute Modellleistung ist.
Zudem stellen wir fest, dass das Modell seine Abruffrequenz mit der Schwierigkeit der Aufgabe skaliert, was unterstreicht, dass die Abrufentscheidung ein wesentliches metakognitives Signal darstellt. Die Fähigkeit des Agents, sein Wissen selbst einzuschätzen und externe Informationen selektiv einzubeziehen, ist ein Schlüsselprinzip für robustere und verlässlichere generative Modelle.Author Srijan ShakyaMasterarbeit Johannes Kepler Universität Linz 202
Das Erfüllungsverbot in Artikel 11 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014
Eingereicht von Manuela KaimbergerDiplomarbeit Johannes Kepler Universität Linz 202
Vorhersage von Tendyne-Transkatheter-Mitralklappenersatz-Screening-Ergebnissen mittels echokardiographischer Parameter
Hintergrund: Die chronische Mitralklappeninsuffizienz ist das zweithäufigste Klappenvitium in den entwickelten Ländern. Bei Patientinnen und Patienten, die für eine Operation nicht infrage kommen, gibt es die Möglichkeit eines minimalinvasiven Transkatheter-Mitralklappenersatzes. Der entsprechende Screeningprozess beinhaltet aktuell die Durchführung einer Computertomographie. Um diesen Prozess zu verkürzen und die möglichen nachteiligen Auswirkungen der CT-Untersuchung zu vermeiden liegt es nahe, echokardiographische Screeningparameter zu entwickeln. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, vom Hauptbetreuer entwickelte, neuartige Parameter zu untersuchen.
Methoden: Wir erstellten ein Register aller Patientinnen und Patienten, die bisher an unserer Abteilung für einen TMVR gescreent worden waren, und bestimmten retrospektiv die von uns vorgeschlagenen sowie einen bereits von einer anderen Arbeitsgruppe publizierten echokardiographischen Parameter. Die beiden Gruppen (Screenfail-Patienten versus Screenpass-Patienten) wurden mittels Mann-Whitney-U-Test auf Unterschiede in der Ausprägung der bestimmten Parameter untersucht. Der Zusammenhang zwischen der Ausprägung dieser Parameter und dem Screeningerfolg nach Durchführung der CT-Untersuchung wurde mittels Pearson-Korrelationskoeffizient analysiert. Weiters wurde eine univariate Regressionsanalyse durchgeführt.
Ergebnisse: Die Ausprägung der bestimmten Parameter unterschied sich nicht signifikant zwischen den beiden Gruppen (Screenfail-Patienten versus Screenpass-Patienten). Weiters zeigte sich für keinen der von uns untersuchten Parameter eine statistisch signifikante Korrelation mit dem Ausgang des Screeningprozesses oder der aus dem CT vorhergesagten Fläche des neoLVOT.
Zusammenfassung: Die von uns untersuchten Parameter waren in unserem Kollektiv nicht für eine Vorhersage der Ergebnisse des TMVR-Screeningprozesses geeignet. Dies betraf auch einen bereits von einer anderen Arbeitsgruppe publizierten Parameter. Das CT bleibt somit weiterhin der Goldstandard zum Screening für den Tendyne Transkatheter-Mitralklappenersatz.Background: Chronic mitral regurgitation is the second most common cardiac valve disease in developed countries. For patients who are not eligible for a conventional operation, there is the option of an interventional transcatheter mitral valve replacement. As a part of the screening process, a computer tomography is needed. To accelerate the process and to spare the patients possible adverse effects of this image study, it would be desirable to have echocardiographic screening parameters. The aim of this thesis is to evaluate a novel parameter developed by the main supervisor.
Methods: We created a registry of all patients screened for TMVR at our department and retrospectively measured our new parameters as well as one that had been published by another working group before. Differences between the two groups (screenfails versus screenpasses) were analysed using the Mann-Whitney U test. The correlation between the echocardiographic parameters and the result of the screening process was quantified with the Pearson correlation coefficient. Moreover, a univariate regression analysis was performed.
Results: The mean values of the echocardiographic parameters did not significantly differ between the two groups (screenfails versus screenpasses). Moreover, none of the parameters showed a significant correlation with the result of the screening process or the predicted neoLVOT area.
Conclusion: None of the parameters we evaluated was suitable for predicting the result of the TMVR screening process. This includes the one which has already been published by another working group. Therefore, computer tomography remains the standard for screening patients for Tendyne transcatheter mitral valve replacement.Eingereicht von Moritz Havlicek, BScAngefertigt an der Klinik für Innere Medizin1 – Kardiologie und Internistische IntensivmedizinMasterarbeit Johannes Kepler Universität Linz 202
Ultraschall in der Präklinik - Fluch oder Segen?
Hintergrund: Durch die zunehmende Miniaturisierung von dennoch leistungsfähigen mobilen Ultraschallgeräten rückt die Sonographie zunehmend auch in den präklinischen Fokus. Insbesondere bei zeitkritischen Notfällen, wie etwa Herz-Kreislauf-Stillstand, Trauma oder respiratorischen Akutsituationen, könnte es einen diagnostischen Mehrwert bieten. Zeitgleich bestehen Unsicherheiten hinsichtlich technischer Grenzen, notwendiger Aus- und Weiterbildung und der tatsächlichen Auswirkung auf das Outcome der Patient*innen.
Methode: Es wurde eine retrospektive, narrative Literaturrecherche durchgeführt, dazu erfolgte die Suche primär in PubMed, Google Scholar sowie in der Universitätsbibliothek der JKU Linz. Zusätzlich dazu wurde eine manuelle Referenzsuche vorgenommen. Insgesamt wurden 321 wissenschaftliche Publikationen vollständig gesichtet und hinsichtlich technischer Voraussetzungen, notwendiger Anwenderkompetenz, möglicher Indikationen und präklinischer Relevanz ausgewertet.
Ergebnisse: Mobile Ultraschallgeräte weisen heute eine für präklinische Fragestellungen ausreichende Bildqualität auf, auch wenn sie den High-End-Geräten in der Klinik unterlegen bleiben. Die größte diagnostische Relevanz zeigte sich bei den nicht-schockbaren Herz-Kreislaufstillständen, Pneumothorax, Perikardtamponade, abdominellen Notfällen, Aortendissektionen, Polytrauma und Schockzuständen. In vielen dieser Szenarien ermöglicht der Ultraschall eine rasche Diagnose und beeinflusst somit das Patientenmanagement. Die Erstellung der Bilder kann bereits nach kurzer Schulung zuverlässig gelingen, für die Interpretation ist jedoch eine deutlich höhere Kompetenz erforderlich. Telemedizinische Unterstützung in der Bilderstellung und deren Interpretation kann die diagnostische Sicherheit erhöhen. Mehrere Studien zeigen, dass POCUS die Therapie häufig beeinflusst und in bestimmten Situationen die Prognose verbessert.Background: Due to the increasing miniaturisation of still powerful mobile ultrasound devices, sonography is increasingly moving into the prehospital focus. Especially in time-critical emergencies, such as cardiac arrest, trauma or respiratory acute situations, it could offer a diagnostic added value. At the same time, there are uncertainties regarding technical limitations, necessary training and further education, and the actual impact on the outcome of the patients.
Methods: A retrospective, narrative literature review was conducted, the search was carried out primarily in PubMed, Google Scholar and in the library of the JKU Linz. In addition, a manual reference search was performed. In total, 321 scientific publications were fully reviewed and evaluated regarding technical requirements, necessary user competence, possible indications and prehospital relevance.
Results: Mobile ultrasound devices today show image quality sufficient for prehospital questions, even though they remain inferior to high-end devices in the clinic. The greatest diagnostic relevance was found in non-shockable cardiac arrests, pneumothorax, pericardial tamponade, abdominal emergencies, aortic dissections, polytrauma and shock states. In many of these scenarios, ultrasound enables a rapid diagnosis and thus influences patient management. The creation of images can already be performed reliably after short training, but interpretation requires significantly higher competence. Telemedical support in image acquisition and interpretation can increase diagnostic safety. Several studies show that POCUS frequently influences therapy and improves prognosis in certain situations.Eingereicht von Manuel Fischer, BScAngefertigt am Institut für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Klinikum Wels-GrieskirchenMasterarbeit Johannes Kepler Universität Linz 202
TiRuP / VwGH 6.3.2025, Ra 2023/02/0203 : Doppelbestrafungs-/-verfolgungsverbot
Ein wesentlicher Unterschied zwischen § 222 Abs 1 Z 1 StGB und einem Delikt iSd TSchG besteht darin, dass zur Erfüllung des gerichtlichen Straftatbestandes (subjektiv) Vorsatz erforderlich ist, während das Verwaltungsdelikt schon bei Fahrlässigkeit strafbar ist. Eine Sanktionierung des Fahrlässigkeitsdelikts, das es im gegebenen Zusammenhang nur im Verwaltungsstrafrecht, nicht aber im gerichtlichen Strafrecht gibt, wird durch die Subsidiaritätsklausel des § 38 Abs 7 TSchG aber nicht ausgeschlossen
Die österreichische Sommerschule und der Berufseinstieg als Lehrperson: Entwicklungsaufgaben und potenzielle Lerngelegenheiten
Diese Diplomarbeit untersucht die Erfahrungen von Studierenden, die in österreichischen Sommerschulen noch während ihrer universitären Ausbildung eigenständig unterrichten. Die Schwerpunkte liegen auf der Bearbeitung von Entwicklungsaufgaben und der Wahrnehmung potenzieller Lerngelegenheiten. Der Berufseinstieg als Lehrperson wird beleuchtet, um einen Vergleich der Anforderungen zu ermöglichen. Auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse von acht leit-fadengestützten Interviews folgte ein deduktiv-induktives Vorgehen, um die Kernaspekte zu kategorisieren. Die Analyse zeigt, dass die Sommerschule Lerngelegenheiten zur Professionalisierung bereitstellt. Studierende können erstmals und eigenständig die Verantwortung über eine Lerngruppe übernehmen. Sie lernen selbständig mit führungs-, beziehungs- und vermittlungsbezogenen Herausforderungen umzugehen. Die Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, dass die Sommerschule im Vergleich zu Praktika prägende Entwicklungsgelegenheiten ermöglicht.This thesis examines the experiences of students who teach independently at Austrian summer schools, while pursuing their university education. The main focus is on handling with developmental tasks and the perception of potential learning opportunities. The thesis highlights the career entry as a teacher in order to enable a comparison of relevant requirements. Based on a qualitative content analysis of eight guided interviews, a deductive-inductive approach was used to categorise the major aspects. The analysis shows that summer schools offer learning opportunities for further professionalisation. Students are able to take on responsibility in an independent manner for real learning groups for the first time. In summer school classes, they learn how to deal with challenges related to leadership, relationships and concrete teacher skills. The findings indicate that summer schools offer more beneficial development opportunities than internships.Eingereicht von Michael LüftingerDiplomarbeit Johannes Kepler Universität Linz 202
Digitale Gesundheitsanwendungen : ein Scoping Review über digitale Gesundheitsanwendungen auf Rezept
Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens und des im Dezember 2019 eingeführten „Digitale-Versorgung-Gesetz“ in Deutschland sind die sogenannten Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) als Medizinprodukt anerkannt worden. Sie sind daher für die Patient*innen nach Verschreibung kostenfrei nutzbar und viele unterschiedliche Applikationen bereits auf dem Markt. Durch dieses bis dahin weltweit einzigartige Novum sind für die Wissenschaft seit Implementierung viele Aspekte der DiGA, von Genehmigungsverfahren bis tatsächlicher Nutzung der Apps, Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Ziel dieses Scoping Reviews war, die veröffentlichte Literatur zu Digitalen Gesundheitsanwendungen auf Rezept in Deutschland zu erfassen, zu kartieren, zu kategorisieren und die Ergebnisse anschließend zu diskutieren. Methodisch basiert die Literaturrecherche auf Grundlage der PRISMA-Methode (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses). Die Literatursuche wurde mithilfe der Datenbanken PubMed und Google Scholar vollzogen. Auf Basis der definierten Suchbegriffe wurden zuerst 171 Ergebnisse gefunden und nach Anwendung der Ein- und Ausschlusskriterien schließlich 61 Publikationen in diese Arbeit inkludiert. Die Ergebnisse wurden in Tabellenform dargestellt und Autoren, Art der Studie sowie Ziel beziehungsweise Inhalt der Publikation darin angeführt. Im Nachfolgenden wurden die Ergebnisse inhaltlich in fünf eigens erstellte Kategorien eingeordnet, um die verschiedenen Themenbereiche klar darzulegen. Die fünf Kategorien wurden wie folgt beschrieben: „Perspektiven der Ärzt*innen“ (n=9), „Perspektiven der Patient*innen“ (n=4), „Entwicklungen und Herausforderungen“ (n=21), „Studien zu bestimmten Apps oder Erkrankungen“ (n=15) sowie „Wissenschaftliche Evidenz und Wirtschaftlichkeit“ (n=12). Die Ergebnisse in Form von Studien und diskursiven Fachbeiträgen zeigen eine breite thematische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Aspekten der Digitalen Gesundheitsanwendungen seit Implementierung. Dennoch zeigt die Verteilung Unterschiede in der Häufigkeit publizierter Studien in den Kategorien. Zu etwaigen Forschungslücken lässt sich festhalten, dass sich Studien aus Perspektive der Ärzt*innen nur auf den Fachbereich der Allgemeinmedizin fokussieren und hier eine stärkere Heterogenität und Ausweitung der Teilnehmer*innen sinnvoll wäre. Studien zur Perspektive der Patient*innen sind unterrepräsentiert. Die kritische soziologische Betrachtung der Digitalisierung und hier genauer der Nutzung von und des Zugangs zu DiGA findet sich in dieser Arbeit nur bei zwei Publikationen. Hier sollte ebenfalls weiter geforscht und kritisch begleitet werden. Ebenso ist die Ursache der in vielen Studien beschriebenen Therapieadhärenz intensiver wissenschaftlich zu ergründen. Studien zu bestimmten Apps weisen mehrheitlich geringe Zahlen an Teilnehmer*innen und ausbaufähige Studiendesigns auf und sind oftmals mit direkten oder indirekten Herstellerbeteiligungen gekennzeichnet, was die Aussagekraft der Studien beeinträchtigen kann. Weiter bedarf es mehr Forschung zur Preisgestaltung der DiGA sowie zu mehr Erkenntnissen, die zu einem qualitativeren Nachweis der Evidenz der DiGA führen. Alles in allem weist die existierende Literatur zu DiGA vielfältige Publikationen zu unterschiedlichsten Blickpunkten der Thematik auf, doch benötigt es weitere kritische Forschung.Eingereicht von Ruben DudenhöfferMasterarbeit Johannes Kepler Universität Linz 202
Labormedizinische und klinische Prädiktoren von schlaganfallassoziierten epileptischen Frühanfällen und Post-Stroke Epilepsie (PSE): eine explorative retrospektive monozentrische Datenanalyse
Hintergrund: Eine häufige Komplikation nach einem zerebrovaskulären Ereignis ist das Auftreten von epileptischen Anfällen. Treten diese innerhalb der ersten 7 Tage nach dem Schlaganfall auf, werden sie als epileptische Frühanfälle bezeichnet. Anfälle, die erst nach 7 Tagen auftreten, heißen epileptische Spätanfälle und erfüllen gemäß aktuellen Leitlinien die Kriterien zur Diagnose von Poststroke Epilepsie (PSE). Es existieren bislang nur wenige Studien, welche sich mit klinischen oder laborchemischen Faktoren zum Zeitpunkt eines Schlaganfalls auseinandersetzen, die das spätere Auftreten von epileptischen Früh- und Spätanfällen wahrscheinlicher machen. Aus diesem Grund behandelt diese Masterarbeitsstudie genau dieses Thema und setzt sich mit dem Risiko für Frühanfälle beziehungsweise PSE bei Vorhandensein gewisser klinischer oder laborchemischer Parameterkonstellationen auseinander. Die konkret untersuchten Merkmale umfassen inflammatorische, metabolische und klinische Parameter.
Methode: In dieser explorativen retrospektiven monozentrischen Datenanalyse wurden potenzielle Risikofaktoren für das Auftreten von epileptischen Anfällen bei Patienten/-innen mit Schlaganfällen bei Großgefäßverschluss, welche einer mechanischen Thrombektomie unterzogen wurden, ausgewertet und anschließend auf Zusammenhänge mit dem Auftreten von epileptischen Früh- und Spätanfällen untersucht. Letztere stellen gleichzeitig die Hauptzielvariablen der Studie dar. Die Patienten/-innen wurden allesamt im Zeitraum 2011-2017 am Kepler Universitätsklinikum (Neuromed Campus) behandelt.
Ergebnisse: In die Studie wurden schließlich 123 Patienten/-innen eingeschlossen, das mediane Alter betrug 64.0 Jahre und 52.8% wären männlich. Von diesen 123 Patienten/-innen entwickelten 4 Individuen (3.3%) epileptische Frühanfälle und 13 (10.6%) epileptische Spätanfälle (PSE). Für beide Hauptzielvariablen waren ein jüngeres Alter und ein männliches Geschlecht prädisponierende Faktoren. Höhere NIH-SS-Scores (15.5 zu 13 Punkte) waren assoziiert mit symptomatischen Frühanfällen, jedoch nicht mit PSE. Patienten/-innen mit PSE wiesen weitaus seltener die vaskulären Risikofaktoren Vorhofflimmern (15.4% zu 35.5%) und Diabetes mellitus (0% zu 15.5%) auf als Patienten/-innen der Vergleichsgruppe. Bei den laborchemischen Parametern fanden sich weniger eindeutige Unterschiede.
Diskussion: Ein jüngeres Alter sowie ein männliches Geschlecht waren unterscheidende Merkmale für das Auftreten von epileptischen Früh- und Spätanfällen. Patienten/-innen mit Frühanfällen korrelierten mit höheren NIH-SS Werten. Die vaskulären Risikofaktoren Vorhofflimmern und Diabetes mellitus standen in inverser Wechselbeziehung mit einer späteren PSE-Diagnose. Der explorative Charakter und die Limitationen der Studie ließen jedoch keine statistisch signifikanten Ergebnisse bei den festgestellten Unterschieden zu, sodass dieser Umstand bei der Interpretation der Ergebnisse beachtet werden muss.Background: A common complication following a cerebrovascular event is the occurrence of epileptic seizures. Seizures that occur within the first seven days after a stroke are classified as early seizures, while those appearing after seven days are referred to as late seizures and, according to current guidelines, fulfill the diagnostic criteria for post-stroke epilepsy (PSE). To date, only few studies have investigated clinical or laboratory parameters present at the time of stroke that may increase the likelihood of developing early or late seizures. Therefore, this master’s thesis focuses precisely on this topic and examines the risk of early seizures and PSE in relation to specific constellations of clinical and laboratory parameters. The investigated characteristics include inflammatory, metabolic, and clinical parameters.
Methods: In this exploratory, retrospective, single-center data analysis, potential risk factors for the occurrence of epileptic seizures in patients with large vessel occlusion stroke who underwent mechanical thrombectomy were evaluated and subsequently analyzed for associations with the occurrence of early and late post-stroke seizures. These represent the primary outcome variables of the study. All patients were treated between 2011 and 2017 at Kepler University Hospital (Neuromed Campus).
Results: A total of 123 patients were included in the study; the median age was 64.0 years, and 52.8% were male. Of these 123 patients, 4 individuals (3.3%) developed early post-stroke seizures and 13 (10.6%) developed late post-stroke seizures (PSE). For both primary outcome variables, younger age and male sex were identified as predisposing factors. Higher NIHSS scores (15.5 vs. 13 points) were associated with symptomatic early seizures but not with PSE. Patients with PSE showed a markedly lower prevalence of the vascular risk factors atrial fibrillation (15.4% vs. 35.5%) and diabetes mellitus (0% vs. 15.5%) compared with patients in the control group. Laboratory parameters showed less distinct differences.
Discussion: Younger age and male sex were distinguishing characteristics for the occurrence of both early and late post-stroke seizures. Patients with early seizures were associated with higher NIHSS scores. The vascular risk factors atrial fibrillation and diabetes mellitus showed an inverse association with a subsequent diagnosis of PSE. However, due to the exploratory nature and limitations of the study, the observed differences did not reach statistical significance, which must be taken into account when interpreting the results.Eingereicht von Paul Schmidt, BSc.Masterarbeit Johannes Kepler Universität Linz 202
Clinical & Experimental Ophthalmology / Anterior Segment Optical Coherence Tomography and Anterior Segment Optical Coherence Tomography Angiography After Bleb Forming Glaucoma Surgeries: A Systematic Review
ABSTRACT Background The bleb‐forming surgical spectrum in open‐angle glaucoma has recently been expanded by novel surgical approaches. Through a medical device implantation (Xen Gel Stent (XGI) or Preserflo Microshunt (PMI)), these procedures aim at more standardised aqueous humour shunting and an intra‐ and postoperative risk reduction. Postoperatively, however, XEN, PMI and trabeculectomy share their dependence on the proper function of the filtration bleb. This review summarises available literature on anterior segment optical coherence tomography (AS‐OCT)‐ and AS‐OCT angiography (AS‐OCTA)‐based bleb parameters with an emphasis on their association with bleb function. Methods A systematic PubMed search was performed to identify the available evidence. Results A total of 52 suitable reports were identified and are presented in a structured manner. Conclusion The retrieved literature demonstrates that there exists a broad body of evidence for the use of AS‐OCT and AS‐OCTA after TE, XGI and PMI with the potential for AS‐OCT and AS‐OCTA enhanced follow‐up plans. Their implementation in clinical routine is, however, currently impaired by highly variable and impractical study endpoints, lacking transferability of available evidence between different surgical procedures and missing evidence from prospective interventional trials
Deregulierung im Kontext der aktuellen EU-Rechtsakte zur Nachhaltigkeit
Eingereicht von Paul SpinkaDiplomarbeit Johannes Kepler Universität Linz 2025Arbeit auf den öffentlichen PCs in den Bibliotheken der JKU+Medizin abrufba