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Why do we need (another) universal tracers portal in Astrobiology?
Astrobiology is a scientific field that is very interdisciplinary and developing very fast, with many new discoveries generating a high level of attention in both the scientific community and the public. A central goal of astrobiology is to discover life beyond Earth which is, with our current instrumentation and knowledge, arguably within our reach. However, knowledge exchange crossing disciplinary boundaries is becoming increasingly challenging due to different usage of nomenclature and scientific controversies often limited to subdisciplines. There have been some efforts to compile organized databases of terms, concepts and other relevant material within some of the subfields contributing to astrobiology, for example through manually curated online portals designed to benefit students, teachers and practitioners of astrobiology-related research. However, the developments within the subfields and the potentially premature communication of research findings are too fast for objective research portals to remain reliable and up-to-date enough to enable well-informed scientific discussions. We suggest here a novel strategy for developing an online tracers portal as a self-maintaining and self-updating information platform, that would allow not only for a relatively unbiased selection of research results, but also provide fast access to latest scientific discoveries together with potential controversies, such that users of the tracers portal can form their own opinion on all available data rather than obtaining an already filtered and potentially biased selection of information
Evaluating individual treatment attempts – a meaningful mechanism of protection in case of an unclear risk-benefit-ratio?
Physicians may find themselves in situations where standard therapies fail in treating seriously ill patients. In such cases, they have the possibility to make individual treat-ment attempts (ITAs) in which non-standard therapies are applied to individual pa-tients. ITAs can be financed by statutory health insurance under certain conditions. Due to the lack of data, ITAs are associated with a high degree of uncertainty regard-ing the risk–benefit ratio. Currently, there are no nationwide regulations for a systematic retrospective evalua-tion (monitoring) or prospective evaluation (review) of ITAs in Germany. The present study therefore investigates the attitudes of various stakeholders towards such an evaluation. In addition, I asked the interviewees about evaluation strategies. I also conducted web searches and background talks to analyze the current status quo re-garding ITAs. To answer the research question, I conducted qualitative, semi-structured interviews with experts. The relevant stakeholders were physicians, patients' representatives, the Drug Commission of the German Medical Association, the Joint Federal Committee, medical ethicists, a lawyer, and a health insurance representative. The transcribed interviews were analyzed with content analysis in MAXQDA. A SWOT framework (strengths, weaknesses, opportunities, threats) was used to present the results. Twenty people were interviewed. The interviewees mentioned several arguments in favor of a retrospective evaluation of ITAs, such as gaining knowledge about the prac-tice of ITAs. Furthermore, interviewees wanted to use such an evaluation as a basis of argumentation for the financing of ITAs via statutory health insurance. An in-depth analysis of the current financing of ITAs revealed several challenges and suggestions for improvement in this regard. At the same time, interviewees were worried about the validity and practical relevance of the results of such an evaluation. The legal risk for doctors was mentioned as a threat to the implementation of a retrospective evaluation. In conclusion, it can be said that guidelines for the conduct of ITAs should be devel-oped on a long-term basis. An evaluation should be tested for ITAs with high risks and potential conflicts of interest, such as the first in-human use of drugs outside of clinical trials. In addition, the financing of ITAs via public health insurance could be improved by establishing a retrospective evaluation.Ärztinnen und Ärzte können in Situationen geraten, in denen sie Schwerkranken mit standardisierten Therapien nicht mehr helfen können. In solchen Fällen haben sie die Möglichkeit, individuelle Heilversuche durchzuführen, in denen nicht standardisierte Therapien an einzelnen Patientinnen und Patienten angewandt werden. Individuelle Heilversuche können unter bestimmten Voraussetzungen von der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert werden. Aufgrund eines Mangels an Daten gehen individuelle Heilversuche mit einer hohen Unsicherheit hinsichtlich des Nutzen-Schaden-Verhältnisses einher. Aktuell gibt es in Deutschland keine bundesweiten Vorschriften zu deren systematischer retrospektiver Evaluation (Monitoring) oder prospektiver Evaluation (Begutachtung). In der vorliegenden Studie wurde zunächst durch Internet-recherchen und Hintergrundgespräche der aktuelle Status quo zur Evaluation individueller Heilversuche recherchiert und im Anschluss wurden in einer qualitativen Interviewstudie die Einstellungen verschiedener Interessengruppen zu einer solchen Evaluation untersucht. Zusätzlich wurden die Interviewten nach Evaluationsstrategien befragt.
Zur Beantwortung der Forschungsfrage habe ich qualitative, semi-strukturierte Exper-teninterviews durchgeführt. Die relevanten Interessengruppen waren Ärztinnen und Ärzte, Patientenvertretungen, die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, der Gemeinsame Bundesausschuss, Medizinethiker*innen, ein Jurist und ein Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen. Die transkribierten Interviews wurden mittels Inhaltsanalyse in MAXQDA ausgewertet. Für die Darstellung der Ergebnisse wurde ein SWOT-Rahmengerüst (Stärken, Schwächen, fördernde Faktoren, Hemmnisse) verwendet. Es wurden zwanzig Personen interviewt. Als Stärke einer retrospektiven Evaluation wurde neben dem Wissensgewinn zur Praxis individueller Heilversuche die Nutzung der Evaluationsergebnisse als Argumentationsgrundlage für die Finanzierung individueller Heilversuche über die gesetzliche Krankenkasse thematisiert. Eine vertiefende Analyse der aktuellen Finanzierungspraxis individueller Heilversuche ergab mehrere Herausforderungen und Verbesserungsvorschläge diesbezüglich. Gleichzeitig äußer-ten die Befragten Bedenken hinsichtlich der Aussagekraft und praktischen Relevanz der Evaluationsergebnisse. Als Hemmnis gaben die Interviewten ein juristisches Risiko für die durchführenden Ärztinnen und Ärzte an. Schlussfolgernd lässt sich feststellen, dass langfristig unter enger Zusammenarbeit der Interessengruppen Guidelines für die Durchführung individueller Heilversuche entwickelt werden sollten. Eine Evaluation könnte in Bereichen individueller Heilversuche mit besonders hohen Risiken und Interessenkonflikten erprobt werden. Zusätzlich könnte die Finanzierungspraxis individueller Heilversuche über die gesetzliche Krankenversicherung durch die Etablierung einer retrospektiven Evaluation verbes-sert werden
The Impact of Masticatory Function on Nutrition
Einschränkungen der Kaufunktion kommen im Alter gehäuft vor und können eine quantitative oder qualitative Veränderung der Ernährung bedingen.
Ziel dieser prospektiven Querschnittsstudie war es, den Einfluss der Kaufunktion auf den Ernährungszustand und auf gastrointestinale Funktionen zu untersuchen. Die Datenerhebung erfolgte bei 112 Patienten in vier Berliner Pflegewohnheimen und umfasste eine klinische Untersuchung (Zahnstatus, prothetischer und oraler Funktionsstatus), ein Interview anhand von Fragebögen (Mini Nutritional Assessment [MNA], Barthel-Index, Geriatric Depression Scale, Fragen zu Prothesen- und Kaufunktion und gastrointestinalen Symptomen) und die Dokumentation allgemeinanamnestischer Daten anhand der Patientenakten (Alter, Geschlecht, Erkrankungen, Medikation und Body Mass Index [BMI]).
Der Altersdurchschnitt lag bei 85,97 (SD 7,9). 75,9% der Patienten nahmen mehr als 3 Medikamente ein, während gastrointestinale Erkrankungen in 63,4% der Fälle vorkamen.
Gemäß den Kriterien des MNA war der Ernährungszustand bei 11,6% schlecht und bei 39,3% lag ein Risiko für Mangelernährung vor. Innerhalb der Gruppe der Prothesenträger (91%) wiesen 47% der Prothesen einen schlechten Zustand auf. 46,4% der Prothesenträger gaben Unannehmlichkeiten mit dem Zahnersatz an, trotzdem waren 80% mit ihrem Zahnersatz zufrieden. 41% der Patienten vermieden Nahrungsmittel, weil sie diese nicht kauen konnten.
Prothesenträger mit schlechtsitzendem Zahnersatz hatten einen signifikant geringeren MNA (T-Test, p= 0,003), gaben signifikant häufiger an es gebe Nahrungsmittel, die sie nicht kauen könnten (Chi-Quadrat-Test, p=0,021) und berichteten signifikant häufiger von Nahrungsvermeidung (Chi-Quadrat-Test, p=0,002). Darüber hinaus konnten keine weiteren Abhängigkeiten zwischen dem MNA und den restlichen getesteten Parametern gefunden werden.
Es gab eine signifikante Häufung von angegebenen Verdauungsbeschwerden bei den Patienten, die von Nahrungseinschränkungen (Jonckheere-Terpstra-Test, p= 0,046), Nahrungsvermeidung (Chi-Quadrat-Test, p= 0,047) oder Kauproblemen (Chi-Quadrat-Test, p= 0,001) berichteten. Zwischen den verordneten Medikamenten oder in der Akte dokumentierten gastrointestinalen Beschwerden war dieser Zusammenhang allerdings weniger eindeutig.
Innerhalb der methodisch bedingten Einschränkungen dieser Studie lässt sich schließen, dass Kaufunktionsstörungen zu einer Limitation der Nahrungsauswahl führen können. Inwieweit sich dieser Effekt auf den Ernährungszustand und die gastrointestinale Funktion auswirkt, kann hier nicht eindeutig gezeigt werden. Die untersuchten Funktionsstörungen unterliegen einer multifaktoriellen Ätiologie, so dass es zu Überschneidungen kommt und Auslöser und Effekt der zugrunde liegenden Pathomechanismen nicht immer klar differenziert werden können.
Um diesen Sachverhalt weitergehend zu untersuchen, wäre eine genauere Definition der Kaufunktion sowie die Einigung auf einen validierten, international verwendeten Fragebogen hilfreich.Alterations of masticatory function are common in old age and may affect the dietary habits both qualitatively and quantitatively.
The aim of this cross-sectional prospective study was to evaluate the impact of masticatory function on malnutrition and gastrointestinal disorders.
The study was conducted in four nursing homes in Berlin. One hundred and twelve residents were examined for dental status, prosthetic and oral function. Mini Nutritional Assessment (MNA), Barthel-Index, Geriatric Depression Scale (GDS), as well as questionnaires to evaluate subjective masticatory and prosthetic function und gastrointestinal symptoms, were used.
Additional Data was acquired from the patients’ files (age, gender, BMI, diseases, and medication).
The participants’ mean age was 85.97 (SD 7.9).
79.5 % used more than three prescribed drugs while 63.4 % reported gastrointestinal disorders. According to MNA criteria, 11.6% were malnourished and 39.3 were at risk of malnutrition. Among the subjects with dentures (91%), 47% of the dentures were of poor quality. Although the majority was satisfied with their dentures (80%), 46.4% reported discomfort with the dentures while eating and 41% avoided foods because of chewing problems.
Ill-fitting dentures were associated with a significantly lower MNA (t-test, p=0.003), reported food avoidance (chi 2-test, p=0.002) and an affirmative answer to the question “is there any food you cannot chew” (chi 2-test, p=0.021). On the other hand, no further interrelations could be found among the tested parameters and the MNA.
We found significantly more digestive complaints within the group of subjects who reported food restriction (Jonckheere-Terpstra-Test, p=0.046), food avoidance (chi 2-test, p=0.047) or problems in chewing certain foods (chi 2-test, p=0.001). However, the correlation between gastrointestinal disorders that were documented in the patients’ file or prescribed drugs for gastrointestinal disorders and the tested parameters was less clear.
Within the methodological limitations of this study, it can be concluded that impaired masticatory function may lead to impairments of food selection patterns. It is not fully clear to what extent these impairments cause changes in nutritional status and digestion. Impairments in masticatory function as well as malnutrition and gastrointestinal disorders are always multifactorial, with certain overlaps making cause and effect difficult to distinguish. A generally accepted definition of masticatory function and its assessment would therefore be helpful
The Impact of Inpatient Multimodal Treatment or Family-Based Treatment on Body Weight Outcome after 6 Months in Adolescents with Anorexia Nervosa
Hintergrund: Für stark untergewichtige Jugendliche mit Anorexia nervosa (AN) ist die stationäre, multimodale Behandlung gefolgt von ambulanter Therapie (IMT) der deutsche Behandlungsstandard, welche mit einer durchschnittlich 4-monatigen Trennung von dem gewohnten Lebensumfeld einhergeht. Eine Alternative könnte die in den USA etablierte, ambulante Familien-Basierte Therapie mit oder ohne kurzer, stationärer medizinischer Stabilisierung (FBT) darstellen. Allerdings existiert kein Vergleich des Gewichts-Outcome und der Veränderung der Psychopathologie von Patient:innen, die entweder FBT oder IMT erhielten.
Fragestellung: Können Jugendliche mit AN, die gemäß des deutschem Therapiestandards mit IMT stationär behandelt werden, stattdessen ähnlich erfolgreich hinsichtlich der Veränderung von Gewicht und Psychopathologie, ambulant mit FBT behandelt werden?
Vorarbeit der Arbeitsgruppe: Ein literaturbasierter Vergleich des Outcome von AN bei Jugendlichen in randomisiert-kontrollierten Studien (RCT), in denen FBT oder IMT angeboten wurde, konnte wegen einer Heterogenität der Erhebungsmethoden und sich unterscheidender Baseline-Charakteristika der Patient:innen die Fragestellung nicht beantworten.
Zielsetzung: Vergleich wöchentlicher Gewichtsänderungen, Krankenhaustagen und die Veränderung der Psychopathologie bei Jugendlichen mit AN, die entweder mit FBT oder IMT behandelt wurden.
Methode: Indirekter, nicht-randomisierter Vergleich von Patient:innen mit AN, die mit IMT (Berlin) oder mit FBT (Chicago, San Francisco) behandelt wurden. Zur Erzeugung vergleichbarer Subgruppen hinsichtlich der Baseline Charakteristika wurden weitere Einschlusskriterien definiert (prozentualer Median BMI (%mBMI):70-85, restriktive AN). Die wöchentliche Gewichtszunahme und Krankenhaustage innerhalb von 6 Monaten nach Behandlungsbeginn wurden zwischen den Subgruppen verglichen und in einem linearen Regressionsmodell (LRA) für bestehende Unterschiede in den Baseline- Charakteristika (p<0,10) adjustiert.
Ergebnisse: Die Kohorten (n=100) unterschieden sich signifikant im Baseline %mBMI (FBT[n=71]:90,5±12,8;IMT[n=29]:78,3±9,1; p<0,05). In den gematchten Subgruppen [n=41, Alter:14,8±1,5) zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in der wöchentlichen Gewichtszunahme nach 6 Monaten (FBT[n=21]:0,35±0,18kg/Woche;
IMT[n=20]:0,30±0,18; p=0,390, p=0,166 nach LRA), jedoch wurde dieses Ergebnis bei FBT mit signifikant weniger Krankenhaustagen erreicht (FBT[n=7]:4±6 Tage; IMT[n=20]:121±42 Tage, p<0,0001 vor und nach LRA). Die Veränderung der Psychopathologie konnte aufgrund mangelnder Datenverfügbarkeit in FBT nicht verglichen werden.
Schlussfolgerung: Eine Subgruppe jugendlicher Patient:innen mit AN, die aktuell in Deutschland stationär behandelt werden, könnten eventuell mit ähnlich gutem Ergebnis ambulant mit FBT behandelt werden. Dieses Ergebnis ist aufgrund der geringen Datenverfügbarkeit der Krankenhaustage sowie zur Psychopathologie limitiert. Eine RCT, die die Krankenhaustage und Veränderungen der Psychopathologie in einem größeren Studienkollektiv in Deutschland analysiert, ist notwendig.Background: In Germany, severely underweight youth with anorexia nervosa (AN) are typically treated in an inpatient multimodal program targeting weight recovery followed by outpatient care (IMT). Currently, this standard of care involves inpatient stays with a mean duration of 4 months, resulting in a considerable interruption of the youth’s familiar social life. Outpatient family- based treatment with inpatient medical stabilization as needed (FBT) could be a less disruptive alternative, which is well established in the US. However, a comparison of weight trajectory and psychopathology outcome in youth with AN, receiving either IMT or FBT does not exist as yet.
Question: Can youth with AN who are currently treated with IMT as inpatients according to current German treatment standard of care be treated as outpatients with FBT and achieve comparable weekly weight gain and change in eating-disorder specific psychopathology?
Previous work of the research group: Data on body weight outcome in randomized controlled trials delivering FBT or IMT were compared in a literature-based study. The comparison was limited by significant differences in patient baseline characteristics, particularly body weight, and the use of different psychometric and weight measures in the selected RCTs.
Aim: To compare naturalistically weekly weight gain, change in eating-disorder psychopathology and hospital days over six months in adolescents treated with either FBT (USA) or IMT (Germany) using naturalistic treatment data.
Methods: Indirect, non-randomized comparison of two samples, which received either IMT (Berlin, Germany) or FBT (San Francisco and Chicago, USA). To yield similar subgroups of youth aged 12–18 years, inclusion criteria were restricted to percent median BMI [%mBMI] 70–85 and diagnosis of restrictive AN subtype. Eating disorder psychopathology was compared between groups at baseline. Prospective weight gain and hospital days were compared and adjusted further in a multiple linear regression analysis (MLRA) for baseline group differences.
Results: Samples (n=100) differed on baseline %mBMI (FBT [n=71]: 90.5±12.8; IMT: [n=29], 78.3±9.1; p<0.05). In subgroups with comparable baseline %mBMI, the weekly weight gain over 6 months was similar (FBT [n=21]: 0.35±0.18 kg/week; IMT: [n=20]: 0.30± 0.18; p=0.390, p=0.166 after MLRA), but achieved with fewer hospital days in FBT (FBT [n=7]: 4 ± 6 days; IMT [n=20]: 121±42 days; p<0.0001 before and after MLRA). Changes in eating disorder-specific psychopathology could not be analysed due to missing data in FBT.
Conclusion: For a subgroup of patients currently treated as inpatients with IMT in Germany, FBT could be a less disruptive treatment approach with comparable weekly weight gain over 6 months. A feasibility study and a RCT in the German healthcare system, assessing days in hospital and changes in eating-disorder specific psychopathology are needed
Vereinigungsweg zum Regime von Kim Jong Un in Nordkorea
This study aims to understand the position and path of the North Korean Kim Jong Un regime on the issue of reunification of the two Koreas and to explore desirable alternatives to the unification of the Korean Peninsula. Applying the analytical tools, East Germany has taken a Two-state policy based on the following factors: Structural Influence of Socialist Suzerainty,
External system supported by statehood recognition, Cooperative Relationship with other divided Party, while North Korea has pursued a One-state policy, influenced by the following factors such as relatively superior economic power, strong nationalism, relatively superior military power and strong leader’s perception of unification issues. This study also attempts to derive policy implications by analyzing the situation in which the ‘One-state theory’ and the ‘Two-state theory’ have been raised as unification discourse in South Korean society. Considering that it is not easy to establish a single unified nation-state, achieved when one side is absorbed, and to form a federal system for two countries with different political and
ideological systems, the possibility of forming a ‘Confederative Structure’ could
be examined as an alternative measure for unification.Diese Studie zielt darauf ab, die Position und die Pfadabhängigkeit des nordkoreanischen Regimes unter Kim Jong Un in Bezug auf die Wiedervereinigung der beiden Koreas zu verstehen und wünschenswerte Alternativen für die Vereinigung der koreanischen Halbinsel zu erkunden. Unter Anwendung dieses analytischen Instruments verfolgte Ostdeutschland eine Zwei-Staaten-Politik, die von den folgenden Faktoren beeinflusst wurde: struktureller Einfluss der sozialistischen Schutzmacht, ein externes System, das durch die Anerkennung der Staatlichkeit gestützt wurde, sowie eine kooperative Beziehung zur anderen geteilten Partei. Im Gegensatz dazu verfolgte Nordkorea eine Ein-Staat-Politik, die durch Faktoren wie eine relativ überlegene Wirtschaftskraft, starken Nationalismus, militärische Überlegenheit und eine ausgeprägte Wahrnehmung der Wiedervereinigungsfrage durch den Führer beeinflusst wurde. Diese Studie versucht zudem, politische
Implikationen abzuleiten, indem sie die Situation analysiert, in der die „Ein-Staat Theorie“ und die „Zwei-Staaten-Theorie“ als Wiedervereinigungsdiskurse in der südkoreanischen Gesellschaft diskutiert wurden. Angesichts der Tatsache, dass es weder einfach ist, einen einzigen einheitlichen Nationalstaat zu schaffen, in dem eine Seite absorbiert wird, noch ein föderales System für zwei Länder mit unterschiedlichen politischen und ideologischen Systemen zu etablieren, könnte die Möglichkeit einer „konföderativen Struktur“ als alternative Maßnahme zur Wiedervereinigung geprüft werden
Auszug (Ministerial-Erlaß vom 21.6.1920)
Digitalisat der Ausgabe von 1920, erschienen 202
Influence of body composition on peri- and postoperative complications and survival of living-donor kidney transplantation: A monocentric retrospective view
Hintergrund:
Ein niedriger Skelettmuskelmasseanteil und Myosteatose sind bei Patient:innen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) hochprävalent und gelten als bekannte Risikofaktoren für die Mortalität nach einer orthotopen Lebertransplantation (OLT). In dieser Studie untersuchten wir bei Empfänger:innen einer Nierenlebendspende den Zusammenhang zwischen präoperativer Body Composition (BC) und den postoperativen Ergebnissen. Der prognostische Wert von drei verschiedenen BC-Typen sollte hinsichtlich der peri- und postoperativen Komplikationslast und der Gesamtmortalität der Transplantierten beurteilt werden. Das Ziel war es, den Einfluss der BC auf das Langzeitüberleben des Transplantats und der Patient:innen nach Nierenlebendspende zu analysieren.
Methodik:
Klinische Daten von 658 Patient:innen, die zwischen 2010 und 2020 an der Charité Berlin eine Nierenlebendspende erhielten, wurden retrospektiv analysiert. Anhand eines Querschnitts-Computertomographie (CT)-Scans auf Höhe des dritten Lendenwirbelkörpers wurden der Skelettmuskelindex (SMI, Surrogatmarker für Sarkopenie), die Muskelabschwächung (MA, Surrogatmarker für Myosteatose) und das Viszeralfett-Areal (VFA, Surrogatmarker für viszerale Adipositas) berechnet. Die BC- Typen wurden anhand vordefinierter Grenzwerte identifiziert. Postoperative Komplikationen wurden gemäß der Clavien-Dindo-Klassifikation (CD) evaluiert und eingeordnet.
Ergebnisse:
In der untersuchten Kohorte waren 461 Patienten männlich (70 %) und das Durchschnittsalter betrug 46 (IQR: 24) Jahre. Insgesamt erhielten 33 % (n = 215) eine präemptive Nierenlebendspende und 18 % (n = 115) der Population waren nach der Nierenlebendspende von Komplikationen Grad 3 nach CD betroffen. 300 Patient:innen erhielten eine präoperative CT-Untersuchung, wobei Sarkopenie in 39 %, Myosteatose in 25 % und viszerale Adipositas in 56 % festgestellt wurde. Unsere Studie konnte zeigen, dass die 3-Jahres-Mortalität bei Patient:innen mit Myosteatose signifikant höher war im Vergleich zu Patient:innen ohne Myosteatose. Es wurde kein Unterschied in der peri- und postoperativen Komplikationslast zwischen den verschiedenen BC-Typen festgestellt. Eine niedrige Skelettmuskelmasse oder viszerale Adipositas waren nicht mit dem Transplantat- und Patientenüberleben assoziiert.
Schlussfolgerung:
Präoperative Myosteatose könnte ein wichtiger prognostischer Marker für Empfänger:innen einer Nierenlebendspende sein. Zur Evaluierung der Sarkopenie könnte die Messung der Muskelfunktion zusätzlich einen prädiktiven Wert liefern. Weitere prospektive Studien sind notwendig, um die Zusammenhänge zu bestätigen.Background:
Low muscle mass and myosteatosis are highly prevalent in the pre-transplant chronic kidney disease (CKD) population and are known risk factors for mortality after orthotopic liver transplantation (OLT). Here, we investigated the association between pretransplant body composition (BC) and posttransplant outcomes in living donor kidney transplantation (LDKT) recipients. We evaluated the prognostic value of three different BC types regarding peri- and postoperative complications and all-cause mortality in CKD patients subsequently receiving LDKT. We aimed to analyze the impact of BC on long- term graft and patient survival following LDKT.
Methods:
Clinical Data from 658 patients who received a LDKT between 2010-2020 at Charité Berlin were retrospectively analyzed. Skeletal muscle index (SMI, surrogate marker of sarcopenia), muscle attenuation (MA, surrogate marker of myosteatosis) and visceral fat area (VFA, surrogate marker of visceral adiposity) were calculated based on cross- sectional computed tomography (CT) scan at the level of the third lumbar vertebra. BC types were identified using predefined cut-off values. Postoperative complications were evaluated and classified according to the Clavien-Dindo classification (CD).
Results:
Among the cohort, 461 were male (70 %) and median age was 46 (IQR: 24) years. A total of 33 % (n = 215) received preemptive LDKT and 18 % (n = 115) experienced complications classified as higher-grade 3 according to CD after LDKT. 300 patients underwent a preoperative CT scan, with sarcopenia detected in 39 %, myosteatosis in 25 % and visceral adiposity in 56 %. Our study showed that the all cause 3-year mortality was significantly higher in patients with myosteatosis compared with patients without myosteatosis. No difference was found in peri- and postoperative complication rates between BC types of LDKT recipients. Low skeletal muscle mass or visceral adiposity were not associated with graft and patient survival.
Conclusion:
Preoperative myosteatosis might represent an important prognostic indicator in patients undergoing LDKT. Muscle function may hold additional predictive capability when analyzing sarcopenia. Further validation through prospective clinical trials is warranted
Verschiedene endotheliale Pathomechanismen führen zu arteriovenösen Fehlbildungen bei Funktionsverlust von Alk1 oder Smad4
Hereditary hemorrhagic telangiectasia is a rare disease that affects 1:5000 individuals worldwide via development of arteriovenous malformations (AVMs). These are direct connections between arteries and veins and are usually characterized as fragile, high flow vessels. As arterial flow doesn’t slow down as it normally would through a capillary network, these vessels are prone to rupture and cause hemorrhaging. Their defective permeability limits oxygen supply to the surrounding tissue and creates hypoxic pockets. HHT is passed through generations in an autosomal-dominant manner, and greatly affects individuals’ quality of life. Smaller HHT lesions can be found on the skin and mucous membranes, while larger, potentially life-threatening AVMs can be found in vital organs such as lungs, liver, brain and GI tract.
AVMs are predominantly caused by accumulation of somatic mutations in three components of the Bone Morphogenetic Protein (BMP) signaling pathway in the endothelium. This leads to a loss of heterozygosity and subsequent inability of endothelial cells to respond to vascular injury stimuli via controlled remodelling of blood vessels. A dominating view in the field postulates that since all implicated genes can be found on the same canonical signaling axis, their loss-of-function would cause a similar cellular response and AVM pathomechanism. While several additional effectors have been identified and studied over the last few years, the puzzle remains incomplete. The lack of pathomechanistical understanding of this disease has medical treatments and interventions focus on symptomatic relief. Of the few anti-angiogenic drugs which are in the clinical trial stages, the majority focuses on reduction of epistaxis and not on alleviation of intra-organ AVMs which can be life threatening. Understanding how AVMs form can help develop mechanism based drugs that would allow not only alleviation, but perhaps also prevention of recurrent AVMs, allowing the vascular network to remodel properly after injury.Die hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT) ist eine seltene Erkrankung, die weltweit etwa 1 von 5000 Menschen betrifft und durch die Bildung von arteriovenösen Malformationen (AVMs) gekennzeichnet ist. Diese stellen direkte Verbindungen zwischen Arterien und Venen dar und zeichnen sich typischerweise durch fragile, hochdurchflussfähige Gefäße aus. Da der arterielle Blutfluss nicht wie üblich durch ein Kapillarnetzwerk verlangsamt wird, sind diese Gefäße anfällig für Risse und Blutungen. Ihre gestörte Permeabilität begrenzt die Sauerstoffversorgung des umliegenden Gewebes und führt zur Entstehung hypoxischer Bereiche.
HHT wird autosomal-dominant vererbt und beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Kleinere HHT-Läsionen finden sich häufig in der Haut und auf Schleimhäuten, während größere, potenziell lebensbedrohliche AVMs in vitalen Organen wie Lunge, Leber, Gehirn und Magen-Darm-Trakt auftreten können.
Die Entstehung von AVMs wird überwiegend durch die Akkumulation somatischer Mutationen in drei Komponenten des Bone-Morphogenetic-Protein-(BMP)-Signalwegs im Endothel verursacht. Dies führt zu einem Verlust der Heterozygotie und einer daraus resultierenden Unfähigkeit der Endothelzellen, auf Gefäßverletzungen mit kontrollierter Gefäßremodellierung zu reagieren. Ein vorherrschendes Forschungsparadigma geht davon aus, dass der Funktionsverlust dieser Signalweg-Komponenten eine einheitliche zelluläre Antwort und Pathomechanismen bei der AVM-Bildung auslöst, da alle betroffenen Gene auf derselben kanonischen Signalkaskade liegen. Obwohl in den letzten Jahren mehrere zusätzliche Effektoren identifiziert und untersucht wurden, bleibt das Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen unvollständig.
Das unzureichende Wissen über die Pathomechanismen dieser Erkrankung hat zur Folge, dass medizinische Behandlungen und Interventionen sich derzeit vor allem auf die symptomatische Linderung konzentrieren. Von den wenigen antiangiogenen Medikamenten, die sich in klinischen Studien befinden, zielt die Mehrheit auf die Reduktion von Epistaxis (Nasenbluten) ab, nicht jedoch auf die Behandlung potenziell lebensbedrohlicher intraorganischer AVMs. Ein besseres Verständnis der AVM-Bildung könnte die Entwicklung mechanismenbasierter Therapien ermöglichen, die nicht nur die Symptome lindern, sondern auch eine Prävention wiederkehrender AVMs erlauben und eine ordnungsgemäße Gefäßremodellierung nach Verletzungen fördern könnten
The role of the non-canonical Wnt signaling pathway protein DAAM1 in adrenocortical carcinomas
Ziel der Arbeit:
DAAM1 (Dishevelled-associated activator of morphogenesis 1) ist eine Komponente des Wnt/PCP-Signalwegs und wurde in mehreren Studien mit bösartigen Veränderungen unterschiedlicher Gewebe in Verbindung gebracht. Ziel dieser Arbeit war es, die Expression in normalem Nebennierengewebe sowie in gutartigen (n=8) und bösartigen Nebennierentumorproben (n=46) zu untersuchen, mögliche funktionelle Auswirkungen der DAAM1-Expression bei Nebennierenkarzinomen abzuleiten und so dessen Rolle in der Karzinogenese und Metastasierung zu untersuchen.
Material und Methodik:
Es erfolgte eine immunhistochemische Untersuchung der DAAM1-Expression in gesunden sowie adenomatös und karzinogen veränderten Nebennieren. Ebenso wurden in dieser Arbeit die DAAM1-Expression in zwei verschiedenen Nebennierenzelllinien (SW-13 und H295R) durch Transfektion oder RNA-Silencing verändert und in der Zellkultur funktionelle Versuche zur Bestimmung von Migrationsrate, Koloniebildung und Zellwachstum durchgeführt. Die Expressionsraten wurden auf RNA-Ebene mittels qPCR und auf Protein-Ebene durch Western Blot ermittelt.
Ergebnisse:
DAAM1 wurde in der gesamten normalen menschlichen Nebenniere stark exprimiert. Im Gegensatz dazu zeigten 25 % der Nebennierenadenome und 74 % der Nebennierenkarzinome keine DAAM1-Färbung. Bei Nebennierenrindenkarzinomen stand die DAAM1-Expression in keinem Zusammenhang mit der Tumorgröße, der Invasion, dem Tumorstadium oder dem Überleben der Patienten. Funktionelle Studien an der menschlichen SW-13 Nebennierenkarzinom-Zelllinie zeigten einen Zusammenhang zwischen DAAM1-Überexpression und einer verminderter Koloniebildung (p=0.002), was auf eine mögliche Schutzwirkung der DAAM1-Expression hinweist, die in Karzinomen verloren gehen könnte. In Wachstumskurven oder Migrationstests wurde jedoch kein statistisch signifikanter Zusammenhang festgestellt.
Schlussfolgerung:
Eine Reduktion von DAAM1 scheint mit einer erhöhten Malignität assoziiert zu sein. Größere Kohorten von seltenen Nebennierenkarzinomen und weitere funktionelle Untersuchungen wären erforderlich, um eine mögliche schützende Wirkung der DAAM1-Expression bei der adrenalen Karzinogenese zu untersuchen.Aim:
DAAM1 (Dishevelled-associated activator of morphogenesis 1) is a component of the Wnt/PCP pathway and has been associated with malignant changes in a wide variety of tissues in several studies. The aim of this work was to investigate its expression in normal adrenal tissue as well as in benign (n=8) and malignant adrenal tumor samples (n=46) and to deduce possible functional implications of DAAM1 expression in adrenal carcinomas, thus investigating its role in carcinogenesis and metastasis.
Materials and Methods:
Immunohistochemical analysis of DAAM1 expression in healthy, benign and malignant adrenal glands was performed. The DAAM1 expression in two different adrenal cell lines (SW-13 and H295R) was altered by transfection and RNA silencing, and functional experiments, such as migration assay, growth-curve analysis and clonogenic assay were performed. Expression levels were determined at the RNA level by qPCR and at the protein level by Western blot.
Results:
DAAM1 was strongly expressed throughout the normal human adrenal gland. In contrast, 25% of adrenal adenomas and 74% of adrenocortical carcinomas did not stain positive for DAAM1. In adrenocortical carcinomas, DAAM1 expression was not related to tumor size, invasion, tumor stage, or patient survival. Functional studies in the human SW-13 adrenocortical carcinoma cell line showed an association between DAAM1 overexpression and decreased clonogenicity (p=0.002), indicating a possible protective effect of DAAM1 expression that may be lost in carcinomas. However, no statistical correlation was observed in growth curve analysis or migration assays.
Conclusions:
A reduction in DAAM1 appears to be associated with increased malignancy. Larger cohorts of rare adrenal carcinomas and further functional studies would be needed to investigate possible protective effects of DAAM1 expression in adrenal tumorigenesis
Risk-adapted perinatal care for pregnant women with gestational diabetes based on the 75g OGTT
Hintergrund: Durch die Zunahme von Risikofaktoren wie Übergewicht und steigendem maternalem Alter sind immer mehr Schwangere von Gestationsdiabetes (GDM), einer erstmals während der Schwangerschaft diagnostizierten Glukosetoleranzstörung, betroffen. Der GDM erhöht das Risiko für zahlreiche geburtshilfliche Komplikationen und kann anhand des Therapieansatzes (insulinpflichtig, diätetisch) unterteilt werden. Mittels Daten des 75g OGTT, der meist zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche (SSW) stattfindet, kann zudem bereits frühzeitig eine Einteilung in verschiedene metabolische Subtypen erfolgen, die wiederum mit unterschiedlichen Schwangerschaftsverläufen assoziiert sind.
Methodik: Es wurden 1664 Schwangere mit GDM, die zwischen 2015 und 2022 in der GDM-Sprechstunde an der Charité Universitätsmedizin Berlin vorstellig waren, einem von drei GDM-Subtypen zugeordnet: GDM-IFH (“isolated fasting hyperglycemia”), GDM-IPH (“isolated post-load hyperglycemia”) oder GDM-CH (“combined hyperglycemia”). Die Zuordnung erfolgte basierend auf den Werten des 75g OGTT. Die Subtypen wurden dann retrospektiv im Hinblick auf ihre Charakteristika, fetale und maternale Endpunkte verglichen.
Ergebnisse: Es konnten signifikante Unterschiede im maternalen Alter, Gravidität und Parität, BMI und dem diagnostischen Prozedere bei den verschiedenen GDM-Typen nachgewiesen werden. Frauen mit GDM-IFH oder GDM-CH benötigten häufiger eine Insulintherapie und bekamen eher Neugeborene mit einem kräftigen Wachstum ≥95. Perzentile (LGA) als Frauen mit GDM-IPH. Schwangere mit GDM-IPH benötigten deutlich seltener Insulin und hatten eine signifikant höhere Rate an zarten Kindern mit einem Wachstum <10. Perzentile (SGA) oder einem niedrigen Geburtsgewicht <30. Perzentile. Das Risiko für eine primäre Sectio war bei Frauen mit GDM-IFH signifikant erhöht, während sekundäre Sectiones eher bei Frauen mit GDM-IPH und GDM-CH durchgeführt werden mussten. Schwangere mit GDM-IPH zeigten zudem eine signifikant höhere Rate an Vakuumextraktionen als die anderen Subtypen.
Fazit: Anhand der Werte des 75g OGTT können ohne zusätzlichen Kosten- und Ressourcenaufwand drei GDM-Subtypen mit unterschiedlichen Charakteristika und fetomaternalem geburtshilflichem Ausgang unterteilt werden. Die Zuordnung kann Hinweise auf den wahrscheinlichen Verlauf der Schwangerschaft liefern. Sowohl dieser Zusammenhang als auch daraus folgende Möglichkeiten für eine risikoadaptierte Betreuung von Schwangeren mit GDM, können in Zukunft mittels prospektiver Studien untersucht werden.Background: Gestational diabetes (GDM) is one of the most common pregnancy complications as it affected 8.5% of pregnancies in Germany in 2021. Not only the increase of known risk factors such as obesity and maternal age are causing the rising prevalence but also the now wide availability of diagnostic testing. All pregnant women are offered the 50g OGCT and, if pathological, the 75g OGTT between 24 and 28 gestational weeks (GW). The glucose values measured in the 75g OGTT can be used to differentiate three GDM subtypes and to more accurately predict the course of pregnancies complicated by GDM.
Methods: We retrospectively analysed data of 1664 pregnant women who visited the GDM consultation clinic of Charité university hospital Berlin from 2015 through 2022. They were assigned to either GDM-IFH (“isolated fasting hyperglycemia”), GDM-IPH (“isolated post-load hyperglycemia”) or GDM-CH (“combined hyperglycemia”) based on the fasting, 1 hour and 2 hours glucose measurements of their 75g OGTT. Baseline characteristics as well as fetal and maternal perinatal outcome parameters were then analysed and compared among the groups.
Results: The subtype GDM-IFH was characterized by a younger maternal age, a high BMI, an increased risk of delivering a large for gestational age newborn (LGA, ≥95th percentile) and a significantly higher rate of primary cesarean sections (CS). GDM-IPH women displayed a lower BMI and delivered significantly more small for gestational age (SGA, <10th percentile) and low fetal weight (<30th percentile) babies. They were at higher risk of delivering via secondary CS and vacuum extraction. GDM-CH women were older, had the highest BMI and highest gravidity and parity. They also frequently delivered LGA babies and had a significantly higher rate of secondary CS. Insulin therapy was most common among GDM-CH women, followed by GDM-IFH. GDM-IPH women were least likely to require insulin.
Conclusions: Our analysis affirmed the existence of three metabolic subtypes which can be categorized simply by using the 75g OGTT glucose values. This categorization could become a simple and cost-effective way of predicting the probable course of pregnancy more precisely as the fetomaternal outcome differed significantly between the subtypes. Still, more detailed data and possibly prospective studies on the effects of modified prenatal care for each subtype are needed