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Eine vergleichende Analyse von Studienprogrammen an acht Universitäten
Ausgangspunkt des vorliegenden Berichts ist ein aus Studienbeiträgen finanziertes Projekt an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, das sich auf Grundlage unterschiedlicher Konzepte der Modul- und Prüfungsorganisation an Hochschulen mit der Frage beschäftigt, ob es eine Best Practice der Konzeption von Studiengängen gibt, und wie sich diese ggf. gestaltet. In diesem Zusammenhang geht es nicht darum, Sinn oder Unsinn der Einführung der neuen Studienstrukturen zu diskutieren – die Literatur dazu ist mittlerweile sehr umfangreich und bietet u. a. grundsätzliche kritische Einwürfe gegen das Bologna-System (u.a. Kellermann et al. 2009; Lohmann et al. 2011; Pongratz 2009) –, sondern darum, die ebenfalls oft als mangelhaft beklagte Umsetzung in den Blick zu nehmen. Vor diesem Hintergrund ist es unerheblich, wie die Autor_innen dieses Berichts zur Einführung der neuen Studienstrukturen stehen. Stattdessen wird die Frage nach der praktischen Organisation einiger Aspekte der Bologna-Reform in den Blick genommen, durchaus auch mit dem selbstkritischen Blick auf die Umsetzung vor Ort
Eine kirchentheoretische Reflexion
Softcover, 17x24Nahezu alle (evangelischen) Großkirchen in Deutschland haben nach der Jahrtausendwende flächendeckend Mitarbeiter- oder Personalentwicklungsgespräche eingeführt. In der Hannoverschen Landeskirche wurde deren Einführung als „Jahresgespräche“ besonders breit diskutiert. Die vorliegende Arbeit untersucht diese Diskussionen als Ausdruck eines veränderten Selbstverständnisses der gesamten Leitungspraxis der evangelischen Kirchen und stellt sie in den Kontext der Debatten zur kirchlichen „Organisationsreform“, die seit den 1990er Jahren die Praxis und Theorie der Kirche beschäftigen. Anhand der Visitation wird ein Modell entwickelt, das kirchliches Leitungshandeln und die damit verbundenen Konflikte und Spannungsfelder in drei Grunddimensionen beschreibt und differenziert. In Anwendung auf die Jahresgespräche werden damit Konfliktstrukturen und Problemfelder sichtbar gemacht. Auf diese Weise werden Personalentwicklung und Personalführung der Kirchen einer tiefergehenden praktisch-theologischen Reflexion unterzogen
Zur Gouvernementalität postfordistischer Sozialraumpolitiken
Softcover, 17x24Der „Sozialraum“ hat Konjunktur. In einer Vielzahl von Politik- und Professionsfeldern
wird auf „soziale Räume“ oder „lokale Gemeinschaften“ rekurriert. Die
„Aktivierung“ von „endogenen Potenzialen“, „sozialem Kapital“, „Eigenverantwortung“,
„Selbststeuerung“ oder „Selbsthilfe“ im nahräumigen Kontext ist mit der
Verheißung verbunden, grundlegende Integrations-, Verteilungs- und Steuerungsprobleme
fortgeschritten liberaler Gesellschaften bearbeiten zu können.
Die vorliegende Studie untersucht die ambivalente Rolle von Sozialraumpolitiken
im gegenwärtigen gesellschaftlichen Transformationsgeschehen und diskutiert
Möglichkeiten, wie raumaffine Professionen und Bewegungen fragwürdigen politisch-
programmatischen Anrufungen widerstehen können
Initiativen zur Förderung der Ackerwildkrautflora in Deutschland
Softcover, 17x242022-04-07Da die meisten bisherigen Bemühungen zum Schutz der stark gefährdeten Ackerwildkrautflora nicht zu dauerhaftem Erfolg geführt haben, wurde das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Vorhaben 100 Äcker für die Vielfalt initiiert. Nach
einer Einführung in die Thematik Ackerwildkrautschutz werden die Vorgehensweise und erzielten Erfolge dieser Initiative zur
Etablierung einer bundesweiten Kulisse von Schutzäckern dargestellt. Basierend auf einer Analyse der floristisch wertvollsten
Äcker in Deutschland konnten bisher insgesamt 112 Schutzackerkomplexe mit einer Gesamtfläche von rund 478 ha durch
vertragliche Vereinbarungen langfristig gesichert werden. Die Schutzäcker verteilen sich auf alle Flächenstaaten Deutschlands und
umfassen ein breites Standortspektrum mit teilweise vom Aussterben bedrohten Segetalarten. Außer der Sicherung von wichtigen
Restpopulationen der Ackerwildkrautflora wurden im Rahmen des 100 Äcker-Projektes andere nationale und internationale
Initiativen zum Agrobiodiversitätsschutz unterstützt und die Problematik der Artenverluste in der Kulturlandschaft wieder stärker in
den Blick der Öffentlichkeit gerückt
Dogmatische Untersuchung zu ausgewählten Anspruchsvoraussetzungen und Rechtsfolgen im Amtshaftungsrecht
Softcover, 17x24Verursachen Amtsverwalter in Ausübung ihres Dienstes Schäden für Dritte, geht die Verantwortlichkeit für die Schäden als Amtshaftung in vielen Fällen auf den Staat über. Der Amtshaftungsanspruch gemäß § 839 Abs. 1 S. 1 BGB i. v. m. Art. 34 S. 1 GG ist ein Teil des Staatshaftungsrechts. Das Amtshaftungsrecht hingegen ist eine janusköpfi ge Rechtsmaterie. Denn systematisch gehört es zum Verwaltungsrecht und damit zum öffentlichen Recht, gleichwohl ist der Amtshaftungsprozess eine Domäne der Zivilgerichte. Der Amtshaftungsanspruch setzt sich aus einer Vielzahl einzelner tatbestandlicher Voraussetzungen zusammen und ist durch eine Jahrzehnte lange Rechtsprechung des III. Zivilsenats des BGH und der Instanzgerichte geprägt. Die vorliegende Untersuchung bearbeitet in ihrem Teil 1 die Grundlagen der Amtshaftung, in Teil 2 die Bezogenheit auf Dritte und im Teil 3 die tatbestandlichen Voraussetzungen der Amtshaftung. Die Untersuchung beleuchtet kritisch eine Vielzahl von amtshaftungsspezifischen Fragestellungen und wendet sich damit nicht nur an Vertreter der Praxis, sondern auch an Studierende
The Old English Translation of Bede's Historia Ecclesiastica Gentis Anglorum in its Historical and Cultural Context
Softcover, 17x24Entstand die altenglische Übersetzung der Historia Ecclesiastica Gentis Anglorum des Beda Venerabilis, des wohl bedeutendsten anglo-lateinischen Werkes des Mittelalters, auf Bestreben König Alfreds ‚des Großen‘ als Teil seines Übersetzungs- und Bildungsprogrammes? War die altenglische Historia vielleicht ein Gründungsmanifest des Königreichs der Angelsachsen? Dieses Königreich formierte sich schließlich in einer Zeit, als England sich eines äußeren Feindes zu erwehren hatte, der die politische Ordnung der angelsächsischen Königreiche bedrohte: der Wikinger. Um diese Frage zu beantworten, präsentiert Andreas Lemke ein in dieser Form einzigartiges Kompendium interdisziplinärer Ansätze und wirft ein neues Licht auf die altenglische Beda-Übersetzung, das Literatur- und Sprachwissenschaftler, Philologen und Historiker gleichermaßen anspricht.Did King Alfred the Great commission the Old English translation of Bede’s Historia Ecclesiastica Gentis Anglorum, probably the masterpiece of medieval Anglo-Latin Literature, as part of his famous program of translation to educate the Anglo-Saxons? Was the Old English Historia, by any chance, a political and religious manifesto for the emerging ‘Kingdom of the Anglo-Saxons’? Do we deal with the literary cornerstone of a nascent English identity at a time when the Anglo-Saxon kingdoms were threatened by a common enemy: the Vikings? Andreas Lemke seeks to answer these questions – among others – in his recent publication. He presents us with a unique compendium of interdisciplinary approaches to the subject and sheds new light on the Old English translation of the Historia in a way that will fascinate scholars of Literature, Language, Philology and History
Zwischen Biologie und kultureller Identität
Softcover, 17x24Kaum ein anderes Thema polarisierte die bundesrepublikanische Öffentlichkeit in den vergangenen
Jahren so nachhaltig wie die Veröffentlichung der tendenziell rassistischen Theoreme Thilo Sarrazins
im Sommer 2010. Rassistische Ressentiments zeigten sich hier wieder als in vielen Teilen der deutschen
Gesellschaft etabliert und debattiert, wie der Verkaufserfolg von Sarrazins Bestseller „Deutschland
schafft sich ab“ demonstriert. Die vorliegende Arbeit fokussiert dieses gegenwärtige, insbesondere
biologisch-genetische Rassismusphänomen in der bundesrepublikanischen Gesellschaft im Zeitraum
von 2007 bis 2013. Sie analysiert die Verbreitung, die Entstehungsbedingungen sowie die
naturwissenschaftliche Realität biologistischer, rassistischer Argumentationen in Deutschland. Hierfür
nutzt diese Arbeit einen kombinierten Forschungsansatz von Sozial- und Naturwissenschaften, um
das gegenwärtige Rassismusphänomen sowohl aus sozialwissenschaftlicher als auch aus biologischer
Perspektive zu analysieren und zu beurteilen
ptychography, tomography, nano-diffraction and waveguide-imaging
Softcover, 17x24Since its first experimental demonstration in 1999, Coherent X-Ray Diffractive Imaging has become one of the most promising high resolution X-Ray imaging techniques using coherent radiation produced by brilliant synchrotron storage rings. The ability to directly invert diffraction data with the help of advanced algorithms has paved the way for microscopic investigations and wave-field analyses on the spatial scale of nanometres without the need for inefficient imaging lenses. X-Ray phase contrast which is a measure of the electron density is an important contrast mode of soft biological specimens. For the case of many dominant elements of soft biological matter, the electron density can be converted into an effective mass density offering a unique quantitative information channel which may shed light on important questions such as DNA compaction in the bacterial nucleoid through ‚weighing with light‘. In this work X-Ray phase contrast maps have been obtained from different biological samples by exploring different methods. In particular, the techniques Ptychography and Waveguide-Holographic-Imaging have been used to obtain twodimensional and three-dimensional mass density maps on the single-cell-level of freeze-dried cells of the bacteria Deinococcus radiodurans, Bacillus subtilis and Bacillus thuringiensis allowing, for instance, to estimate the dry weight of the bacterial genome in a near native state. On top of this, reciprocal space information from coherent small angle X-Ray scattering (cellular Nano-Diffraction) of the fine structure of the bacterial cells has been recorded in a synergistic manner and has been analysed down to a resolution of about 2.3/nm exceeding current limits of direct imaging approaches. Furthermore, the dynamic range of present detector technology being one of the major limiting factors of ptychographic phasing of farfield diffraction data has been significantly increased. Overcoming this problem for the case of the very intense X-Ray beam produced by Kirkpatrick-Baez mirrors has been explored by using semi-transparent central stops
Eine Untersuchung der Tragweite des Habitatschutzrechts auf erteilte und zu erteilende Genehmigungen von Offshore-Windparks
Softcover, 17x24Die Frage nach dem Schutz von Natura-2000-Gebieten bei Errichtung und Betrieb von Offshore-Windkraftanlagen verknüpft eines der bedeutendsten Problemfelder des Naturschutzrechts mit der Diskussion um die Windenergienutzung zur See als Kernbaustein der Energiewende. Die vorliegende Dissertation arbeitet zur Beantwortung dieser Fragestellung die relevanten Regelungen heraus und untersucht deren Auswirkungen auf die Genehmigungen von Offshore-Windparks. Im Einzelnen erfolgt unter anderem eine Erörterung der mit der Genehmigung von Offshore-Windenergieanlagen verbundenen Rechtsfragen sowie die Ermittlung und Einordnung der im Meeresbereich entstandenen und unter Schutz gestellten Natura-2000-Gebiete. Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bildet die Handhabung des auf Art. 6 Abs. 3 der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zurückzuführenden Schutzreglements für Natura-2000-Gebiete und die Prüfung der Möglichkeit einer Abweichungsentscheidung nach Art. 6 Abs. 4 der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Darüber hinaus wendet sich die Arbeit der Frage zu, inwieweit das Habitatschutzrecht auch für bereits erteilte Genehmigungen für Offshore-Windkraftanlagen von Bedeutung ist und wie entsprechende Pflichten im nationalen Recht zu berücksichtigen sind
15. Internationaler Kongress der Gesellschaft für Musikforschung - Symposia, Band 1
Softcover, 17x241Humor ist leichter definierbar über (subjektive) Reaktionen des Hörers als musikimmanent (objektiv). Soziokulturelle Vorgaben wie Zeitgeist, Bildung, Erwartungshaltung und musikalische Sozialisation sind bedingende Faktoren des Hörprozesses, sie reichen jedoch nicht aus, das Phänomen musikalischen Humors zu erklären. Weiterführend ist zu fragen, wo, wann, warum und wieso musikalische Ereignisse überhaupt zum Lachen oder Schmunzeln anregen oder nicht. Sind dem Komponisten und/oder Hörer die Traditionen, Regeln, Normen bestimmter Musiken oder Musikkulturen nicht geläufig, wird er über Humor auslösende Verletzungen, Brüche, geistreiche Anspielungen u. a. m. kaum lachen können, da raffinierte Spielformen des Komischen auch Kritik an ästhetischen Konventionen sind, die sich dynamisch, rhythmisch, tempomäßig, harmonisch, melodisch, satztechnisch, formal oder instrumental artikulieren. Bildungskonzepte sollten also Voraussetzungen bereitstellen, die es Schülern, Kindern, Senioren oder Musiklaien ermöglichen, musikalischen Humor als intellektuelle und/oder emotionale Bereicherung erfahren zu können.
Die in dieser Publikation vereinten Studien reflektieren Zugänge zu unterschiedlichen Musikwerken, Definitionen und Spieltechniken, auch zu jener Ausnahmeliteratur, welche musikalischen Humor als ästhetische Distanz zu realisieren vermochte