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Unter besonderer Berücksichtigung der Blankoeinwilligung und der Zulässigkeit weiterer Kontrollvarianten
Softcover, 17x24Die klinische Prüfung von Arzneimitteln am Menschen bedeutet eine Gratwanderung zwischen dem Schutz des Studienteilnehmers und der Wahrung seiner Würde auf der einen sowie dem Streben nach medizinischem Fortschritt auf der anderen Seite. Dies gilt ebenso für die Kontrolle der Studie. Denn zu Recht wird in Deutschland kein Medikament ohne die Testung in einer kontrollierten Studie zugelassen. Gleichzeitig bestehen hier bedenkliche Regelungslücken, hat doch der Gesetzgeber den Umgang mit der Kontrollgruppe in der Humanforschung bisher gesetzlich nicht reglementiert. Vor dem Hintergrund dieser ungeklärten Rechtslage werden die sich ergebenden Problemfelder in der aktuellen Forschungspraxis grundlegend wie kritisch analysiert und interessengerechte Lösungsvorschläge entwickelt. Denn nur die Schaffung rechtlicher Klarheit über den Umgang mit der Kontrollgruppe vermag in diesem Spannungsfeld aus Ethik, Medizin und Recht Sicherheit für Ärzte und Studienteilnehmer zu gewährleisten. Ebendiese Schaffung von rechtlicher Sicherheit und Angemessenheit muss in einem solchen Bereich, der als medizinrechtliche Thematik die Grundfesten von Persönlichkeits- und Selbstbestimmungsrecht berührt, als höchste Priorität gelten.Clinical trials of medicinal products on human subjects are a balancing act between the protection of the study participant and the preservation of his dignity on the one hand and the constant striving for medical progress on the other hand. This applies likewise to the control group as an essential part of every clinical testing of pharmaceuticals without which no drug will receive marketing authorisation in Germany by the competent authorities. Nevertheless, significant gaps in the German legislation concerning this matter still remain as the German legislator has yet to implement any specific rules with regard to the handling and management of the control group in clinical trials. In view of this unsettled legal situation, the author critically analyses the core of the problem areas in this field’s current research practice and creates solutions reflecting the interests of the study participant as well as the practical needs of medical research. Only legal clarity regarding the control group can provide for the safety that is crucial in this field of tension between ethics, medicine and the law
Wege zu einer nachhaltigen Bioenergieversorgung
Softcover, 17x24In einem interdisziplinären Ansatz werden die Chancen und Risiken der Bioenergie im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung beleuchtet.
Es werden Schwierigkeiten und Wege zu ihrer Überwindung aufgezeigt, wie die Produktion und die energetische Nutzung der Biomasse mit den Anforderungen des Klimaschutzes, der Biodiversität, des
Landschaftsschutzes sowie der Nahrungsmittelversorgung aber auch mit ökonomischen Aspekten in Einklang zu bringen ist.
Die teilweise konträren Argumente müssen in gemeinsamen Beratungen abgewogen werden, eine Basis für die Akzeptanz bei den Akteuren und der Bevölkerung. Es werden Werkzeuge zur Entscheidungsunterstützung und Lösungsansätze zur Problemminimierung auf lokaler wie regionaler
Ebene vorgestellt. Es wird beispielweise gezeigt, wie Energiepflanzen zum Artenreichtum beitragen können, wie die Akteure konsensorientiert zusammengeführt und Dorfbewohner in Entscheidungen integriert werden können, aber auch welche ökonomischen Folgen für die Landwirte und die regionale Wertschöpfung resultieren.
Es wird angeregt, auf belasteten Flächen Energiepflanzen anzubauen, die wenig Schadstoffe aufnehmen. Weiterhin wird gezeigt, wie Emissionen von Schadstoffen bei der Verbrennung von Biomasse minimiert werden können.The challenge of this interdisciplinary research on sustainable bioenergy production in rural areas is how to reconcile the chances and risks of bioenergy production within the context of climate stabilization, resource conservation, biodiversity, water, air, and soil preservation, the interests of society and of farmers. To answer this we developed and improved evaluation criteria and methods for a bioenergy implementation in rural areas.
We show that the problems arising from energy plant production such as monoculture, changes of landscape and land use competition, loss of biodiversity, costs, social denial etc. may be eliminated during workshops with the main stakeholders (farmers, technicians, policymakers, administration, ecologists etc.) as well as with interested people. We created some tools to facilitate decision-making and consensus building. Especially the decision behaviour of farmers for or against bioenergy is investigated.
Some results from our field research: Energy plants may increase the richness in species on farmland. Contaminated areas should be utilised to grow energy plants with low extraction efficiency for pollutants. Emissions from wood and straw burning can be strongly minimised
Extending the x-ray study of membrane fusion in supported multibilayers towards physiological conditions
Softcover, 17x24Previously, our group successfully characterized the effect of various lipids on the stalk formation in pure lipid multibilayers by means of x-ray scattering. In this model system, the energy required for stalk formation was supplied by the osmotic pressure of the aqueous vapor. Despite its remarkable simplicity and effi ciency, the sample environment of this method was distinct from the fusion sites in vivo. This work aims to extend the x-ray study of stalk formation to more physiological conditions. To this end, efforts on three levels have been devoted, namely the lipid level, the peptide level and the protein level. On the lipid level, PEG solutions rather than aqueous vapor were used as the stressor to promote stalk formation in pure lipid bilayers. On the peptide level, D-β-peptides were incorporated into model lipid multibilayers to investigate its transmembrane behaviors. Lastly, on the protein level, a novel solvent-free protocol was developed, and SNAREs, a family of proteins which mediate vesicle fuion, were reconstituted into the multibilayers via the micelle-vesicle-multibilayer pathway
Würde und Selbstbestimmung über den Tod hinaus
Softcover, 17x24Während früheren Generationen der Umgang mit den sterblichen Überresten als essentieller Bestandteil ihrer jeweiligen Kultur weithin vorgegeben war, ist der Bedeutungsgehalt des Gebots zur Achtung von „Würde“ und „Pietät“ heute mehr denn je unklar geworden. Der moderne Pluralismus lässt Verhaltensvorgaben etwa bei der Bestattung, der Obduktion oder der Verwendung von Körperteilen zu Transplantations-, wissenschaftlichen oder Lehrzwecken fragwürdig erscheinen, wenn dies nicht durch das „Selbstbestimmungsrecht“ des Einzelnen legitimiert worden ist. Zugleich erscheint der „informed consent“ als Passepartout für jeden beliebigen Umgang mit Leichnamen, mag er wie bei einer kommerziell geprägten öffentlichen Zurschaustellung gesamtgesellschaftlich auch noch so kontrovers sein. Der interdisziplinäre, aus dem 2. Göttinger Symposium des Zentrums für Medizinrecht hervorgegangene Band behandelt das weite Themenfeld des „richtigen“ Umgangs mit dem Leichnam aus Sicht von Theologie und Medizinphilosophie, von Medizinrecht, Anatomie und Rechtsmedizin.Whilst the treatment of mortal remains was largely predetermined in previous generations as an essential part of their respective cultures, the significance of the commandment to respect "dignity" and "piety" has nowadays become more unclear. Modern pluralism makes guidelines of behavior questionable, for example concerning burial, autopsy, or the use of body parts for transplant, scientific or teaching purposes, if this has not been legitimized by the "self-determination right" of the individual. At the same time, the "informed consent" appears as a passepartout for any kind of handling a corpse, even though it may be controversial, as in a commercial public exhibition. The interdisciplinary volume, which resulted from the 2nd Göttinger Symposium of the Center for Medical Law, deals with the wide field of "correct" intercourse with a corpse from the perspective of theology and medicine philosophy, medical law, anatomy and law medicine
Multiprofessionalität in der inklusiven Schule: Eine empirische Studie zur Kooperation von Lehrkräften und Schulbegleiter/innen (Göttinger Schulbegleitungsstudie GötS)
Zur Unterstützung von Schüler*innen mit Behinderung werden zunehmend Schulbegleitungen eingesetzt. Die empirische Befundlage zeigt auf, dass sich die systematische Einbindung von Schulbegleitungen in schulische Strukturen oftmals schwierig gestaltet und die Umsetzung der Maßnahme entsprechend stark vom Engagement der jeweils beteiligten Akteur*innen abhängt. Vor diesem Hintergrund untersucht die Göttinger Schulbegleitungsstudie (GötS) anhand eines standardisierten Fragebogens die Arbeitsbedingungen und Kooperationspraxen von Schulbegleitungen im Raum Göttingen. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass Schulbegleitungen, die häufig und auf anspruchsvolle Weise mit den Klassenleitungen der begleiteten Schüler*innen zusammenarbeiten, ihre Arbeit positiver erleben und sich sicherer in ihrer Rolle als Schulbegleitung fühlen. Diskutiert werden die Befunde im Hinblick auf die Professionalisierung von Kooperation und die Weiterentwicklung inklusiver Schule
Eine Untersuchung aus rechtsstaatlicher und verfahrensrechtlicher Perspektive
Softcover, 17x24Die jüngsten Entwicklungen im Strafverfahrensrecht sind durch die strafprozessuale Auslegungsdoktrin der Beschleunigung, Effektivierung und Verbilligung geprägt. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung werden die Vorschriften der §§ 154, 154a StPO als bedeutende Ausformung der verfahrensrechtlichen Beschleunigungsmaxime einer umfassenden rechtsstaatlichen und verfahrensrechtlichen Analyse unterzogen.
Die Normen der §§ 154, 154a StPO begrenzen das strafprozessuale Legalitätsprinzip aufgrund von Opportunitätserwägungen und dienen der Konzentration des Verfahrensstoffes. Das öffentliche Interesse an einem prozessökonomischen und ressourcenschonenden Strafverfahren findet seine Grenze jedoch dort, wo das Beschleunigungsstreben zu einer Verletzung des Beschuldigten in seinen
prozessordnungsgemäßen Rechten und der Rechtsstaatlichkeit führt.
Es stellt sich daher die Frage, ob diese Praxis den rechtsstaatlichen und verfahrensrechtlichen Anforderungen an das Strafverfahren genügt oder gerade keine Berechtigung dafür besteht, dass – bildlich in den Worten von Peters (StV 1981, 411 (412)) gesprochen – „die Justiz zwar den guten Tropfen (Verfahrensbeschleunigung, Entlastung, möglicherweise, wenn auch sicherlich die Ausnahme: Umgehung eines Freispruchs) genießt, den bösen Tropfen (Unschuldsvermutung, Ausschaltung des
ausgesonderten Teils bei der Restbeurteilung) jedoch nicht schlucken will“
Kriminalheftromane und die Zeitgestalt 'Serialität' in den 1920er und 1930er Jahren
Softcover, 17x24In den 1920er und frühen 1930er Jahren waren Heftromanserien keine neuartige Erscheinung, zeigten aber eine bemerkenswerte Vielfalt und Innovation im Umgang mit der Zeitlichkeit literarischer Kommunikation: Wiederkehrende Serienfiguren verbanden mehrere gleichzeitig erscheinende Serien zu komplexen, teilweise transmedialen Serienverbünden; Autorinnen und Autoren entwickelten kollektive Schreibweisen, die nicht auf die Erschaffung eines überzeitlichen Werkes abzielten, sondern eine Textproduktion „in Serie“ ermöglichten; das Lesepublikum lernte, sich in der Fülle gleichzeitiger medialer Angebote zu orientieren und die Texte der Serien verstehend aufeinander zu beziehen. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie die Beteiligten die Zeitlichkeit der literarischen Kommunikation als ‚Serialität‘ gestalteten und dabei die fiktiven Welten von „Frank Allan. Der Rächer der Enterbten“ oder „Tom Shark. Der König der Detektive“ erschufen.By the 1920s and early 1930s the dime novel had already become well established as a medium for serial fiction and it developed innovative ways of shaping the temporality of literary communication: Recurring heroes made an appearance in more than one dime novel series at the same time, some even across media; publishers and writers found collective forms of text production not aiming to create one timeless work of art, but a continuous series of texts; readers learned to orient themselves with competing publishing schedules of different media and to comprehend the text world of a dime novel series by connecting a series of texts. The book deals with the question of how publishers, writers and readers shaped ‚seriality‘ in the process of creating the fictional worlds of dime novels
Ein deutsch-russisches Studierenden-Projekt der Universitäten Perm und Göttingen
Softcover, 17x24Zwischen Russland und Deutschland bestehen zahlreiche Partnerschaften auf kommunaler und regionaler Ebene. Dazu gehört auch die Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und dem Gouvernement Perm. Nach dem Besuch des niedersächsischen Ministerpräsidenten beim Permer Gouverneur 2016 wurde beschlossen, die Partnerschaft durch konkrete Aktionen mit neuem Leben zu füllen. Die Permer Staatsuniversität nimmt im Gouvernement Perm als eine Art Landesuniversität eine vergleichbare Stellung ein wie die Georg-August-Universität Göttingen in Niedersachsen. Seit Jahren arbeiten das Institut für Ökumenische Theologie in Göttingen und das Department für Politologie und internationale Beziehungen in Perm wissenschaftlich zusammen. Als ein gemeinsames deutsch-russisches Projekt diskutierten Studierende beider Institute die Frage nach ihren Lebenszielen und -erwartungen anhand von moderner Literatur. Die Deutschen stellten dazu moderne deutsche Romane, die Russen moderne russische Romane vor. Die Beiträge der Studierenden liegen in diesem Band gesammelt vor und erlauben so einen Einblick in dieses gelungene Experiment deutsch-russischer partnerschaftlicher Begegnung
Fachtagung vom 10. bis 11. Oktober 2016 in Göttingen
Softcover, 17x24Durch den globalen Wandel und andere Umwelteinflüsse verändern sich Waldböden dynamisch. Standortskonstanz kann nicht mehr vorausgesetzt werden, was Nutzung und Schutz
von Waldböden vor neue Herausforderungen stellt. Dementsprechend werden für ein wirkungsvolles Management von Waldböden zunehmend Informationen aus Forschung und
Monitoring benötigt. Auf der Tagung „Waldböden: Nutzung und Schutz“ wurden die Nutzungs- und Schutzmöglichkeiten von Waldböden unter veränderten Rahmenbedingungen
vorgestellt und diskutiert. In diesem Band werden ausgewählte Vorträge und Posterbeiträge der Tagung veröffentlicht. Die Beiträge richten sich insbesondere an Wissenschaftler
und Praktiker aus den Bereichen Umweltmonitoring, Forsthydrologie, Standortskunde und Waldbau
Abriß der Strömungslehre
Softcover, 17x24Mit der Berufung Ludwig Prandtls als Professor für Angewandte Mechanik wurde die kleine Universitätsstadt Göttingen im Jahr 1904 zur Wiege der modernen Strömungsmechanik und Aerodynamik. Prandtl begründete hier nicht nur mit der Aerodynamischen Versuchsanstalt (AVA) und dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Strömungsforschung zwei Forschungseinrichtungen von Weltrang, sondern auch mit der so genannten „Göttinger Schule“ eine außergewöhnlich fruchtbare wissenschaftliche Denkweise, die sich durch eine eigentümliche Balance von physikalischer Intuition und
mathematischer Exaktheit auszeichnet. Die wissenschaftliche Methode Prandtls und seiner Schüler hat ihren Niederschlag in zahlreichen
Dissertationen, Monographien und Lehrbüchern gefunden, die mittlerweile als klassisch gelten und damit zum Grundbestand der Strömungslehre
gehören. Doch viele dieser Publikationen sind seit langer Zeit nicht mehr verfügbar. Die Reihe „Göttinger Klassiker der Strömungsmechanik“ stellt
deshalb ausgewählte Publikationen, die der Göttinger Schule um Ludwig Prandtl zuzurechnen sind oder in einem gewissen historischen Bezug dazu stehen, wieder zur Verfügung.
Anlässlich eines Vortrags bei der Physikertagung 1947 in Göttingen hat Ludwig Prandtl seinen speziellen Weg zur Lösung strömungsmechanischer Probleme dargelegt, dessen charakteristische Eigenart darin besteht, „[…] dass ich aber mir von den den Aufgaben zugrunde liegenden Dingen eine möglichst eingehende Anschauung zu verschaffen strebe und die Vorgänge zu verstehen suche. Die Gleichungen kommen erst später dran, wenn ich die Sache glaube verstanden zu haben […] Die vorerwähnte Art von Anschauung lässt sich durchaus erlernen […], sie erfordert freilich ein besonderes Training.“ Prandtls erstes Lehrbuch „Abriß der Strömungslehre“ ist nichts anderes als der erfolgreiche Versuch, dieses besondere Erkenntnisprinzip in eine leicht fassliche didaktische Form zu bringen