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Ausstellung zum 275. Geburtstag Georg Christoph Lichtenbergs
Softcover, 20x22,5DingeDenkenLichtenberg erscheint begleitend zur gleichnamigen Ausstellung, die zum 275. Geburtstag Georg Christoph Lichtenbergs (1742–1799) in der Paulinerkirche des Historischen Gebäudes der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen vom 1. Juli bis zum 3. Oktober 2017 gezeigt wird.
Schon unter seinen Zeitgenossen galt Lichtenberg als eine Persönlichkeit mit vielen Facetten und Interessen. Er war präziser Beobachter und pointierter Kommentator, experimentierfreudiger Physiker, populärer akademischer Lehrer und stets neugieriger Denker. Lichtenbergs materielle Überlieferung ermöglicht umfassende und detaillierte Blicke auf einen beispielhaften Wissenschaftler des späten 18. Jahrhunderts.
In der Ausstellung werden Lichtenbergs erhaltene physikalische Instrumente und sein schriftlicher Nachlass miteinander in Dialog gebracht. Auf diese Weise schafft sie Dreiecke aus Objekt, Idee und Praxis, durch die sich ungewohnte Sichtweisen auf den vielseitigen Göttinger Gelehrten, auf sein Selbstverständnis und sein Arbeiten ebenso wie auf seine Rolle für die Ideen- und Wissensgeschichte der Aufklärungszeit eröffnen.
Die Begleitpublikation konzentriert sich auf eine exemplarische Auswahl der über 200 Exponate, um die Vielschichtigkeit Lichtenbergs als Akteur der Aufklärung in komprimierter Form darzustellen
Göttinger Symposion 2012
Softcover, 17x24Die Frage nach den unterschiedlichen Entwicklungen unitarischer Bewegungen in Deutschland und den USA wurde ausgelöst durch die Erkenntnis, dass Thomas Mann sich im kalifornischen Exil in der Unitarian Church zu engagieren begann. Eine Tagung, die in enger Zusammenarbeit der Harvard Divinity School, der Göttinger Universität und unitarischer Gruppen durchgeführt wurde, versuchte erstmals einen kritischen Überblick über die Geschichte des Unitarismus von den Anfängen in der Reformationszeit über Emersons Adaptation des Goethe’schen Humanismus bis zu theologischen und politischen Formen des Unitarismus im 20. Jahrhundert zu geben. Dabei werden die Allianzen zwischen Unitariern und der amerikanischen Linken ebenso erörtert wie die zeitweisen Verbindungen deutscher unitarischer Gruppen zu völkischen und neurechten Bewegungen und die Beiträge von Unitariern zu einer liberalen und toleranten Gesellschaft heute. Einbezogen sind theologische und religionsgeschichtliche, historische, politische und spirituelle Aspekte.
Die Herausgeber: Heinrich Detering ist Professor für Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen. Dan McKanan ist Ralph Waldo Emerson Unitarian Universalist Association Senior Lecturer an der Divinity School der Universität Harvard
Medizinische, juristische und psychosoziale Perspektiven
Softcover, 17x24In jüngerer Vergangenheit hat sich die weitgehend ideologisch geführte gesamtgesellschaftliche Debatte zur Frage nach der „richtigen“ Bewertung des zunehmenden Konsums cannabishaltiger Produkte zugespitzt. Für die einen besteht hinreichender Grund, an der bisherigen (grundsätzlichen) Verbotspolitik festzuhalten, die anderen sehen gerade in dieser „Kriminalisierung“ einer „gesellschaftlichen Kulturerscheinung“ das eigentliche Problem. Die wissenschaftliche Aufklärung und kritische Infragestellung der sattsam bekannten Argumente war zentrale Zielsetzung des im November 2016 veranstalteten Göttinger Expertenworkshops. Der vorliegende Band umfasst die Beiträge aller Referenten, um weitere Aufsätze ergänzt, und präsentiert damit die Expertise renommierter Wissenschaftler aus den Bereichen der (Sucht-)Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Rechtsmedizin und Medizinrecht. Welche Schlussfolgerungen hieraus jedoch für die aktuelle rechtspolitische Frage nach einer evtl. Legalisierung zu ziehen sind, soll dem interessierten Leser nicht aufgedrängt, sondern seinem eigenen Nachdenken überlassen bleiben
Entwicklungen und Diskussionen im Jugendrecht im 20. Jahrhundert
Softcover, 17x24Der vorliegende Band vereinigt die Referate eines am 27. Mai 2016 in Göttingen durchgeführten Workshops zur Entwicklung des Jugendfürsorge- und Jugendstrafrechts in Deutschland. Er beobachtet die Entwicklung dieser Rechtsgebiete in vier politischen Systemen vom Kaiserreich über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis in die Bundesrepublik. Auf der Grundlage von sechs Beiträgen werden u.a. das Verhältnis von Strafe und Erziehung, die Radikalisierung des Jugendrechts im Nationalsozialismus sowie die personellen Kontinuitäten und die Fortführung einzelner Diskurse und Ideen über das Jahr 1945 hinaus näher beleuchtet. Mehrere Beiträge beschäftigen sich zudem mit dem umstrittenen Göttinger Strafrechtler Friedrich Schaffstein und seinen Konzepten zum Jugendstrafrecht seit der Mitte der 1930er Jahre sowie ihren Einflüssen auf die jugendstrafrechtliche Diskussion in der Bundesrepublik
Das Verhältnis von Selbstbestimmungsaufklärung und therapeutischer Aufklärung
Softcover, 17x24Neben der Behandlungsfehlerhaftung bildet die Haftung für Aufklärungsfehler die zweite Säule der Arzthaftung. Ein Aufklärungs fehler liegt vor, wenn der Arzt dem Patienten die erforderliche Selbstbestimmungsaufklärung nicht erteilt hat. Die Selbstbestimmungsaufklärung soll dem Patienten eine eigenverantwortliche Entscheidung darüber ermöglichen, ob er sich einem bestimmten Eingriff unterziehen möchte. Die Einwilligung des Patienten in einen ärztlichen Eingriff ist nur wirksam, wenn er zuvor eine ordnungsgemäße Selbstbestimmungsaufklärung erhalten hat. Dass der Patient eine ordnungsgemäße Selbstbestimmungsaufklärung erhalten hat, muss der Arzt beweisen. Von der Selbstbestimmungsaufklärung muss die therapeutische Aufklärung unterschieden werden. Die therapeutische Aufklärung zielt darauf ab, Selbstgefährdungen des Patienten zu vermeiden und ihn zu einem therapiegerechten Verhalten anzuleiten. Die therapeutische Aufklärung wird – mit allen beweisrechtlichen Konsequenzen – dem Bereich der ärztlichen Behandlung zugeordnet. Somit stellt eine unzureichende oder unterlassene therapeutische Aufklärung einen Behandlungsfehler dar, welcher grundsätzlich vom Patienten bewiesen werden muss. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Verhältnis von Selbstbestimmungsaufklärung und therapeutischer Aufklärung an Bedeutung.In addition to the risk of treatment failure, the liability for elucidation errors forms the second pillar of medical care. An elucidation error occurs when the physician has not given the patient the necessary self-determination information. The self-determination investigation is intended to enable the patient to decide on his own responsibility whether he wants to undergo a specific procedure. The consent of the patient to a medical procedure is only effective if he has received a proper self-determination information beforehand. The doctor must prove that the patient has received a proper self-determination. Self-determination elucidation must be distinguished from the therapeutic elucidation. The therapeutic elucidation aims to avoid self-harming the patient and to lead him a therapy-friendly behavior. Therapeutic elucidation is assigned to the area of medical treatment, with all the consequences of evidence. Thus, inadequate or omitted therapeutic elucidation represents a treatment defect, which must in principle be proven by the patient. Against this background, the relationship between self-determination elucidation and therapeutic elucidation is becoming increasingly important
Eine Untersuchung der rechtlichen Anwendung völkerrechtlicher Konstruktionen substaatlicher kollektiver Identitäten und aktueller Entwicklungen im Intergovernmental Committe der WIPO
Softcover, 17x24Minderheiten, indigene Völker und lokale Gemeinschaften haben in der Völkerrechtsordnung einen eigenen Status, da ihre Position in der Politik der Mehrheitsgesellschaft eines besonderen Schutzes bedarf und ihnen als Gruppe bestimmte Rechte zustehen. Ungeklärt ist dabei jedoch: Wie lassen sich diese kulturell distinkten substaatlichen Gruppen rechtlich bestimmen? Wem stehen die völkerrechtlichen Garantien des Minderheitenschutzes, das Recht auf Selbstbestimmung oder die Rechte an traditionellem Wissen zu? Erfolglos drehen sich die politisch geprägten Debatten in Wissenschaft und Praxis um Definitionsansätze und Kriterien kultureller Unterschiedlichkeit.
Die vorliegende Arbeit zeigt, dass es die Anerkennung als ‚Minderheit‘, ‚indigenes Volk‘ oder ‚lokale Gemeinschaft‘ ist, die den konstitutiven Akt für den Status einer Gruppe bildet. Im Gegensatz zu den politischen Definitionsdebatten ermöglicht es die hier dargestellte Perspektive der Anerkennung, die statusrelevanten Prozesse und Institutionen in den Blick zu nehmen. Die Anerkennung substaatlicher Gruppen ist in Anlehnung an die Staatenanerkennung völkerrechtlich zu verorten und lässt sich interdisziplinär verankern. Die Perspektive der Anerkennung löst die Diskussion um allgemeine kriteriale Definitionen ab und ermöglicht die Machtungleichgewichte und Interessenkonflikte zu erkennen, die der Statusfrage von kulturell distinkten substaatlichen Gruppen inhärent sind.Minorities, indigenous peoples and local communities have their own status in public international law. Given their position within the politics of a societal majority, they require a certain protection and enjoy particular group rights. However, it is unclear how to legally determine such culturally distinct sub-state groups. Who is entitled to the international legal guarantees of minority protection, who holds the right to self-determination and who owns traditional knowledge? Up until now the politically motivated debates in research and practice circled unsuccessfully around different approaches of definitions and criteria of cultural difference.
This thesis shows that it is the recognition as a ‘minority’, ‘indigenous people’ or ‘local community’, which becomes the constitutive act for the legal status of a group. In contrast to the politically driven debates about the scope of definitions, the perspective of recognition, as presented in this book, makes the relevant processes and institutions visible. The recognition of sub-state groups can be contextualized in public international law in relation to the principles of the recognition of states, while also being anchored by an interdisciplinary approach. The perspective of recognition replaces the discussion about general criterial definitions and allows an identification of the power imbalances and conflicts of interests, which are inherent to the question of the legal status of culturally distinct sub-state groups
Biographical Trajectories of Students from Disadvantaged Environments in Venezuela
Softcover, 17x24In the field of higher education research, one of the most fascinating observations is the consistent and permanent expansion of higher education systems worldwide since the end of the Second World War. Undoubtedly, the predominant approach to address these developments has been through quantitative analysis, as well as international comparisons. The following work examines the particularities of the Venezuelan context with the aim of identifying specific features of this worldwide phenomenon in this South American case. Through a combination of qualitative methods, the author proposes a biographical approach for the study of higher education inclusion processes, which takes into account the perspectives and experiences of those who have been targeted by an ambitious higher education expansion process. The most distinctive feature of this work would be its methodological contribution to the field of higher education research. One could also argue that the ethnographic account of the Bolivarian Missions of education in Chavez’s Venezuela is both original and unprecedented. Furthermore, the writing approach bridges the interests of both academics, practitioners of the field and members of the general public
Paradigmenwechsel in der Landeskunde
Softcover, 17x24Neue Ausrichtungen der Landeskunde bzw. des kulturellen Lernens werden derzeit intensiv von Vertreterinnen und Vertretern des Faches DaF/DaZ debattiert. Auf der internationalen Fachkonferenz Landeskunde im Globalisierungskontext: Zwischen Theorie und Praxis im März 2016 an der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) stand vor allem das Wie einer konkreten Auseinandersetzung bzw. Implementierung unterschiedlicher Denkstrukturen, Deutungsmuster und Weltwahrnehmungen im Fremdsprachenunterricht im Vordergrund. Der vorliegende Band vereint 18 Kongressbeiträge und zusätzliche Artikel, die den Stand des kulturellen Lernens aus den verschiedensten Perspektiven diskutieren und ein breites Panorama der unterschiedlichen Ansätze und Arbeitsgebiete unseres Faches abbilden.New directions in regional and cultural Studies are the topic of intense debate among representatives of the field of teaching German as a foreign/second language. At the international research conference on Regional and Cultural Learning in the Context of Globalization: Between Theory and Practice in March 2016 at the Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) a special emphasis was placed on the way that different structures of thinking, meaning patterns and worldviews can be implemented and dealt with in foreign language teaching. The volume at hand unites 18 conference contributions and additional articles that discuss the state of regional and cultural learning from the most different perspectives and depict a broad spectrum of the most different approaches and areas of operation of our field
Auslöser für Evolution und Fortschritt
Softcover, 17x24Umbrüche markieren Stufen in der biologischen Evolution auf unserem Planeten, und sie sind Triebfeder und Ausgangspunkt grundlegender geschichtlicher, wissenschaftlicher, technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen und Prozesse. Ebenso wie geologische Umwälzungen neue evolutionäre Stufen ermöglichen, können geschichtliche, soziologische und technologische Umbrüche auch Innovationen und fundamentale gesellschaftliche Entwicklungen einleiten.
Die Staaten und Gesellschaften der Welt stehen vor großen Herausforderungen und Umbrüchen, die die Zukunft der Menschen und die unseres Planeten erheblich verändern werden. Diese Einsicht erzeugt nicht selten Ängste und Widerstände. Der Blick aus der Vergangenheit und das Lernen aus früheren geologischen, wissenschaftlichen, technischen, historischen und gesellschaftlichen Umbrüchen der Erd- und Menschheitsgeschichte wird daher notwendig sein, um die kommenden Umbrüche zu meistern und mit Zuversicht, aber auch politischer Kraft anzugehen.
Die Zusammenfassungen ausgewählter Beiträge einer Vorlesungsserie der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Universität Göttingen zeigen an einzelnen Beispielen solche Umbrüche auf und erläutern deren langfristige Konsequenzen
Die innerbetriebliche Nutzung externer Wissensbestände in vernetzten Entwicklungsprozessen
Softcover, 17x24Innovationen greifen immer häufiger auf verteilte Wissensbestände zurück, da Unternehmen nicht all die Kompetenzen intern bereithalten können, die für grundlegende Innovationen erforderlich sind. Eine zentrale Frage für den Erfolg von Innovationsprozessen ist daher, wie Unternehmen den Zugriff auf externe Wissensbestände organisieren und diese für innerbetriebliche Innovationsprozesse nutzen. Lernprozesse müssen über organisatorische, räumliche, funktionale und fachdisziplinäre Grenzen hinweg organisiert werden – insbesondere in der Zusammenarbeit von
wissensproduzierenden und -anwendenden Unternehmen, von Zulieferern, Kunden, unterschiedlichsten wissensbasierten Dienstleistern, Forschungs- und Entwicklungszentren und Hochschulen.
Entscheidend ist, wie das in diesen Kollaborationen erworbene Wissen innerbetrieblich nutzbar gemacht werden kann. Hierbei ergibt sich für Unternehmen ein spezifisches Rekontextualisierungsproblem, dass darauf beruht, dass die Möglichkeiten und Voraussetzungen der Adaption des extern erzeugten Wissens an geteilte Erfahrungen der Akteure und an den spezifischen Kontext der Organisation, in der das Wissen erzeugt wurde, gebunden sind. Dieses extern erzeugte, in Handlungsroutinen, Produkten, Dienstleistungen und Dokumenten inkorporierte Wissen muss daher
unter Rückgriff auf kontextspezifische, subjektive Erfahrungen, Vorstellungen und Fähigkeiten der beteiligten Akteure vermittelt, (re)kontextualisiert und neu kombiniert werden. In der Lösung dieser Rekontextualisierungsprobleme liegt die besondere Herausforderung kollaborativer Innovationsprozesse.
Ausgangspunkt des Projekts „Kollaborative Innovationsprozesse“ (COLLIN) war, dass hierarchische, marktliche, netzwerkartige und gemeinschaftliche Governance-Formen bei der Adaption externen Wissens eine zentrale Rolle spielen. Durch ihre unterschiedlichen Eigenschaften in Bezug auf den Zugriff auf den Erzeugungsprozess des externen Wissens sowie die proprietäre Verwendung des erworbenen Wissens
ermöglichen die verschiedenen Governance-Formen unterschiedliche organisationale Umgangsformen mit externem Wissen in kollaborativen Innovationsprozessen.Innovation is increasingly based on distributed knowledge sources, given that firms often do not possess all competencies necessary for fundamental innovations. Hence, the manner in which firms organize the access to external knowledge and make use of this knowledge in internal innovation processes is crucial for the success of innovation. Learning processes have to be organized across organizational, spa¬tial, functional, and disciplinary boundaries – in particular with regard to colla¬bo¬ra¬tion between knowledge producing and knowledge using firms, suppliers, clients, diverse knowledge based service providers, or research and development centers and universities.
The crucial point is how external knowledge gathered in these collaborations can be used within the organization. At this juncture, a specific recontextualization prob¬lem arises for firms, because the successful adoption of externally created knowledge depends on shared experiences of actors and the specific context of the organization where the knowledge has been created. Therefore, externally created knowledge whichmay be incorporated into routines, products, services, and documents has to be (re–)contextualized and recombined using context specific and subjective ex¬pe¬riences, perceptions, and capabilities of the involved actors. It is the solution of re¬contextualization problems that poses the particular challenge of collaborative in¬no¬vation processes.
The research project »Collaborative Innovations« (COLLIN) started from the assumption that hierarchical, market, network, and community based forms of go¬vernance play a crucial role for the adoption of external knowledge. Due to their different characteristics with regard to the access to the formation process of the external knowledge as well as the proprietary use of the acquired knowledge the respective governance forms facilitate different ways of dealing with external know¬ledge in collaborative innovation processes