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Fake News
Softcover, 12,6x20,5Fake News, Filterblasen und Echokammern sind Chiffren der digitalen Gesellschaft und ihrer Schwierigkeit, der Wahrheit zu ihrem Recht und ihrer Geltung zu verhelfen. Die Beiträge fragen aus der Perspektive der Rechts-, Politik- und Kulturwissenschaften nach den Folgen für die gesellschaftliche Selbstverständigung, wenn Bilder nicht mehr von Fälschungen zu unterscheiden sind und Falschmeldungen die Nachrichtenwelt zu fluten scheinen.
Der Aufsatz von G. Lauer befasst sich mit der Frage, wie weit Fake News tatsächlich eine gesellschaftliche Wirkung entfalten können, wieweit andere Medien an der Herstellung von Aufmerksamkeit beteiligt sind, und welche Folgen das alles für unsere Gesellschaft hat.
A. Busch fragt in seinem Beitrag, ob „Fake News“ eine Gefahr für die Demokratie darstellen. Ausgehend von der Beobachtung, dass „falsche Nachrichten“ nichts Neues sind, werden die Rolle von social media bei ihrer Verbreitung in den Blick genommen, die Frage gesellschaftlicher Polarisierung diskutiert und empirische Ergebnisse präsentiert.
Der Beitrag von G. Spindler befasst sich mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz und dem europaweiten Digital Services Act, die mannigfaltige Regulierungen einführen, um mit Fake News und Hate Speech im Internet umzugehen – mit der Frage, ob diese dann tatsächlich dazu beitragen, der Phänomene Herr zu werden
Rechtliche Strukturen multidimensionaler Verkehrsinfrastrukturgroßprojekte im Lichte von Demokratieprinzip und Transparenzgebot
Softcover, 17x24Infrastrukturgroßprojekte stehen aufgrund von Kosten- und Terminüberschreitung in der Kritik. Neben Fragen des Bedarfs und mangelnder Akzeptanz aus der Bevölkerung wird hierbei auch die vielbeschworene Krise der repräsentativen Demokratie debattiert. Kaum im Fokus stehen hingegen die Strukturen, in denen diese Staatsaufgaben umgesetzt werden. Aufgrund der Komplexität der Kooperation zwischen staatlichen Akteuren, stellen sich neue (verfassungs-)rechtliche Fragestellungen. Die Aufschlüsselung und Analyse der Großprojektstrukturen des Flughafens Berlin-Brandenburg, des Bahnhofs „Stuttgart 21“ und des Tiefwasserhafens Jade-Weser-Port im Lichte legitimatorischer und transparenzrechtlicher Vorgaben des Grundgesetzes soll hierzu Antworten liefern. Dabei werden Schlussfolgerungen im Hinblick auf verfassungsrechtliche Diskrepanzen bei der Realisierung sowie Instrumente zur Transparenz- und Legitimationssteigerung der Projekte aufgezeigt
Versuch einer Annäherung an einen großen Wissenschaftler
Hardcover, 17x24Der Danziger Arzt Daniel Gottlieb Messerschmidt (1685–1735) wurde im Jahr 1718 von Zar Peter I. nach Sibirien entsandt, um v. a. die Heilpflanzen dieses riesigen Territoriums zu erforschen. Aus eigenem Antrieb ging Messerschmidt weit über diesen Rahmen hinaus und verwirklichte im Verlauf seiner mehrjährigen (1720–1727) Expedition, weitestgehend auf sich allein gestellt, ein Forschungsprogramm, das die Disziplinen Botanik, Ornithologie, Zoologie, Meteorologie, Archäologie, Sprachwissenschaft, Ethnologie umfasste. Sein äußerst umfangreicher wissenschaftlicher Nachlass, darunter das zusammenfassende Werk „Sibiria perlustrata“, ist bis heute, von wenigen Ausnahmen abgesehen, unveröffentlicht geblieben. In der vorliegenden Monographie werden Lebenslauf und Schaffen Messerschmidts zum ersten Mal überhaupt umfassend dargestellt. Die wichtigste Grundlage der Darstellung bildet der im St. Petersburger Akademiearchiv aufbewahrte handschriftliche Nachlass des Forschungsreisenden, dessen Bestandteile im einzelnen vorgestellt werden. Obwohl dieser Nachlass größtenteils unveröffentlicht geblieben ist, haben die von Messerschmidt erzielten Forschungsergebnisse insbesondere in den Bereichen Botanik und Zoologie bereits im 18. Jahrhundert eine beträchtliche Wirkung entfaltet, die in dem Buch näher beschrieben wird.Daniel Gottlieb Messerschmidt (1685–1735), a physician from Danzig, was sent to Siberia in 1718 by Tsar Peter I, primarily to research the medicinal plants of this vast territory. On his own initiative, Messerschmidt went far beyond this framework and in the course of his expedition of several years (1720–1727), largely on his own, realized a research program that included the disciplines of botany, ornithology, zoology, meteorology, archaeology, linguistics, ethnology. His extremely extensive scientific legacy, including the summary work “Sibiria perlustrata”, has remained unpublished to this day, with a few exceptions. In this monograph, Messerschmidt’s life and work are presented comprehensively for the first time ever. The most important basis of the presentation is the handwritten estate of the explorer, preserved in the St. Petersburg Academy Archives, the components of which are presented in detail. Although this legacy has remained largely unpublished, the research results achieved by Messerschmidt, particularly in the fields of botany and zoology, already had a considerable impact in the 18th century, which is described in more detail in the book
Rechtsbehelfe gegen Verzögerungen in ZPO- und FamFG-Verfahren
Softcover, 17x24Gerichtsverfahren benötigen Zeit, wenn sie rechtsstaatlichen Anforderungen genügen sollen. Andererseits kann die Dauer eines Verfahrens seinen Ausgang beeinflussen und erhebliche Folgen für die Parteien und Beteiligten haben. Deren Möglichkeiten, unangemessen verzögerte Verfahren zu beschleunigen, waren (und sind) im deutschen Prozessrecht jedoch sehr beschränkt. In seiner Entscheidung Kuppinger II hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte darin einen Verstoß gegen Art. 13 EMRK gesehen, wenn sich das Verfahren auf das Familienleben der Beteiligten auswirkt. Der Gesetzgeber hat daraufhin mit Beschleunigungsrüge und -beschwerde für einige Kindschaftsverfahren besondere Beschleunigungsrechtsbehelfe in das FamFG eigeführt. Ob diese Rechtsbehelfe den Anforderungen der Europäischen Menschenrechtskonvention genügen und ob und inwieweit Grundgesetz und Konvention in ZPO- und anderen FamFG-Verfahren ebenfalls prozessuale Rechtsbehelfe verlangen, ist Gegenstand der vorliegenden Dissertation.Legal proceedings need time. On the other hand, the duration of proceedings can have an impact on their outcome and major consequences for the parties. Nevertheless, German procedural law provides parties with little recourses to speed up proceedings in which undue delays have occurred. For proceedings that have an impact on the litigants’ family life, this violates article 13 of the ECHR, the European Court of Human Rights decided in its Kuppinger II judgment. As a consequence, legal remedies for the expedition of proceedings have been introduced into the German Act on Proceedings in Family Matters and in Matters of Non-contentious Jurisdiction. This dissertation examines whether the new remedies fulfil the requirements of the ECHR and whether the Basic Law and the Convention require similar remedies in civil proceedings, other family proceedings and in proceedings in matters of non-contentious jurisdiction
Annals of the History and Philosophy of Biology 27/2022
Softcover, 17x24The name DGGTB (Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie; German Society for the History and Philosophy of Biology) reflects recent history as well as German tradition. The Society is a relatively late addition to a series of German societies of science and medicine that began with the “Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften”, founded in 1910 by Leipzig University’s Karl Sudhoff (1853-1938), who wrote: “We want to establish a ‘German’ society in order to gather German-speaking historians together in our special disciplines so that they form the core of an international society…”. Yet Sudhoff, at this time of burgeoning academic internationalism, was “quite willing” to accommodate the wishes of a number of founding members and “drop the word German in the title of the Society and have it merge with an international society”. The founding and naming of the Society at that time derived from a specific set of historical circumstances, and the same was true some 80 years later when in 1991, in the wake of German reunification, the “Deutsche Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie” was founded. From the start, the Society has been committed to bringing studies in the history and philosophy of biology to a wide audience, using for this purpose its Jahrbuch für Geschichte und Theorie der Biologie. Parallel to the Jahrbuch, the Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie has become the by now traditional medium for the publication of papers delivered at the Society’s annual meetings. In 2005 the Jahrbuch was renamed Annals of the History and Philosophy of Biology, reflecting the Society’s internationalist aspirations in addressing comparative biology as a subject of historical and philosophical studies.
Abstract, p. 71
original
correction
line 6
Indige-nous
Indigenous
line 7
Mi-klucho-Maclay’s
Miklucho-Maclay’s
line 9
field-work
fieldwork
line 10
inde-pendently
independently
line 11
sys (Platzhalter1)tematic
systematic
line 16
ob-servation
observation
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Kleine onomastische Schriften
Hardcover, 17x24Sowohl für den sprachgeschichtlich orientierten Sprachwissenschaftler als auch für den regional- und landeskundlich arbeitenden Historiker gehören Flurnamensammlung und Flurnamenforschung zu jenen Untersuchungsfeldern, auf deren Ergebnisse sie gern zurückgreifen, lassen sich doch mit solcherart Befunden aus der Onomastik eigene Erkundungen vorantreiben, Thesen absichern, Einsichten stützen. Freilich ist Namenforschung auch per se ein interessantes Themenfeld, insbesondere dort, wo es um Fragen der Identität geht, sei es für das Individuum, sei es für gesellschaftliche Gruppen, zum Beispiel eine dörfliche Gemeinschaft. Der vorliegende Band mit kleinen onomastischen, vornehmlich niedersächsischen Flurnamen gewidmeten Schriften Ulrich Scheuermanns, die im Laufe mehrerer Jahrzehnte entstanden sind, führt kundig ein in die Praxis onomastischen Arbeitens, das ein quellenkritisches Herangehen auf der einen sowie sorgfältig vorzunehmende etymologische und grammatische Analysen auf der anderen Seite und nicht zuletzt auch gute Ortskenntnis verlangt. Indes stellen die in diesem Buch zusammengeführten Aufsätze nicht nur das methodische Rüstzeug, sondern auch den vielschichtigen Ertrag solchen Arbeitens vor und veranschaulichen diesen Nexus anhand der Flurnamen ausgewählter Ortschaften; hinlänglich berücksichtigt wird dabei die enge Verbindung zwischen Flurnamen, Orts- und Wüstungsnamen.Linguists interested in the history of languages as well as historians focussing on regional studies favorably resort to onomatology in order to prove the evidence or insights of their own research. Onomastics, in itself an interesting subject, can provide relevant data regarding questions of identity of both individuals and social groups, such as village communities, for example.
The volume on hand covers several decades of texts by Ulrich Scheuermann presenting his onomastical research on fieldnames predominantly from Lower Saxony. Not only is this collection of essays a knowledgeable introduction into practical onomastical methods which require critical assessment of sources, detailed etymological and grammatical analysis as well as solid local knowledge. With their variety of findings the essays also illustrate the close connections between field and place names and names of deserted settlements or villages
Multi-scale 3D virtual histology via phase-contrast X-ray tomography with synchrotron radiation
Softcover, 17x24To this day, the standard method for investigating biological tissue with cellular resolution is the examination under a light microscope, first denoted as histology by Karl Meyer in 1819. Despite the enormous success and importance of histology, it has two major disadvantages. Firstly, the specimen must be physically cut into thin sections due to the limited penetrating power of optical light, and secondly, additional staining of the specimen is required to achieve sufficient image contrast. Both disadvantages can be overcome by the non-destructive method of propagation-based X-ray phase-contrast tomography. While the mechanism of phase-contrast provides sufficient image contrast to image single cells, a tomographic imaging scheme with penetrating X-rays allows for an undamaged sample by virtually slicing the reconstructed 3D sample volume.
In this work, the holotomography setup of the synchrotron endstation „GINIX“ (The Göttingen Instrument for Nanoscale-Imaging with X-Rays) was extended to a multi-scale X-ray phase-contrast tomography setup suitable for 3D virtual histology by adding two acquisition schemes. Compared to the existing setup, the first additional scheme is a propagation-based microtomography setup, which enlarges the reconstructed 3D volumes by a factor of approx. 64 at a fraction of the acquisition time (ca. 2 min). The second additional scheme aims for higher resolutions. To this end, the X-ray waveguide illumination was combined with photon counting detector with a large field of view and a novel phase reconstruction scheme, which is based on iterative farfield phase retrieval without an „empty-beam correction“ in the detector plane
Unter besonderer Berücksichtigung verfassungsrechtlicher Wertungen
Softcover, 17x24Die Arbeit befasst sich mit der bisher wenig untersuchten Frage, ob und inwieweit staatlicherseits entstehende Kosten im Strafprozessrecht als zulässiges Argument im Rahmen der Rechtsanwendung bemüht werden dürfen. Das Problem wird anhand potenziell in Betracht kommender Rechtsnormen der Strafprozessordnung geprüft und sodann in den verfassungsrechtlichen Kontext eingebettet. Hierbei erfolgt insbesondere eine Auseinandersetzung mit dem Topos „Funktionsfähigkeit der Strafrechtspflege“ sowie dem Bedingungszusammenhang zwischen Kostenerwägungen und der strafprozessualen Zielerreichung. Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, dass die Berücksichtigung staatlicherseits entstehender Kosten im Rahmen der strafprozessualen Rechtsfindung zur Bewältigung anderer Staatsaufgaben in dem durch den Gesetzgeber vorgegeben Umfang (Budgetrecht) unerlässlich ist, mithin ein generelles Verbot des Kostenarguments nicht überzeugt. Eine darüber hinausgehende Bedeutung des Kostenarguments im Sinne eines starken Effizienzprinzips lehnt der Verfasser ab
Intermediate Filament Mechanics Across Scales – From Single Filaments to Single Interactions and Networks in Cells
Softcover, 17x24The mechanical properties of cells are largely determined by the cytoskeleton. The cytoskeleton is an intricate and complex structure formed by protein filaments, motor proteins, and crosslinkers. The three main types of protein filaments are microtubules, actin filaments, and intermediate filaments ( IFs ). Whereas the proteins that form microtubules and actin filaments are exceptionally conserved throughout cell types and organisms, the family of IFs is diverse. For example, the IF protein vimentin is expressed in relatively motile fibroblasts, and keratin IFs are found in epithelial cells. This variety of IF proteins might therefore be linked to the various mechanical properties of different cell types.
In the scope of this thesis, I combine studies of IF mechanics on different time scales and in systems of increasing complexity, from single filaments to networks in cells. This multiscale approach allows for the simplification necessary to interpret observations while adding increasing physiological context in subsequent experiments. We especially focus on the tunability of the IF mechanics by environmental cues in these increasingly complex systems. In a series of experiments, including single filament elongation studies, single filament stretching measurements with optical tweezers, filament-filament interaction measurements with four optical tweezers, microrheology, and isotropic cell stretching, we characterize how electrostatic (pH and ion concentration) and hydrophobic interactions (detergent) provide various mechanisms by which the mechanics of the IF cytoskeleton can be tuned. These studies reveal how small changes, such as charge shifts, influence IF mechanics on multiple scales. In combination with simulations, we determine the mechanisms by which charge shifts alter single vimentin filament mechanics and we extract energy landscapes for interactions between single filaments. Such insights will provide a deeper understanding of the mechanisms by which cells can maintain their integrity and adapt to the mechanical requirements set by their environment