Journale - Sigmund Freud PrivatUniversität (SFU)
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    Buchrezension zu Sara Binay, Mouhanad Khorchide, Islamische Umwelttheologie, Ethik, Norm und Praxis

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    Buchrezensio

    Sehen, ohne gesehen zu werden, widerstehen, um nicht vereinnahmt zu werden.: Muslimische Antworten auf westliche Kopftuchmonologe

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    An Kopftuchdiskursen sind vornehmlich Menschen beteiligt, die kein Kopftuch tragen. Es stellt sich daher die Frage, wie im Kontext des antimuslimischen Rassismus aus einer nicht-bedeckten Perspektive die „Kopftuchmonologe“ analysiert werden können. Schließlich handelt es sich dabei um einen hegemonialen Diskurs, der nicht nur die Bekleidungsgewohnheiten von Frauen betrifft, obwohl vor allem sie diejenigen sind, die seine Folgen tragen müssen. Das Kopftuch bzw. der Schleier werden bereits in kolonialen Kontexten zum Politikum gemacht und stehen gleichermaßen für die Verhinderung von Erkenntnissen über und Einfluss in wesentliche Bereiche der kolonisierten Gesellschaften als auch für den Widerstand gegen koloniales Begehren und Eindringen. Die historische Perspektive kann Aufschluss darüber geben, auf welche Tradierungen aktuelle Kopftuchdiskurse zurückgreifen und wie sie heute geformt werden. Die Selbstpräsentation als fortschrittlich und gerecht gerät in Widerspruch zur Praxis von Bevormundung, Regulierung und Disziplinierung. Wie kann mit diesen Widersprüchen und Ambivalenzen umgegangen werden – und was hat das mit Kopftuch-tragenden Frauen, Muslim*innen im Allgemeinen und dem Zustand der Gesellschaft zu tun

    Tauziehen um die Zukunft: Klimaschutz als Spielball der Giganten

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    Die Welt steht am Scheideweg: Soll das Klima stabilisiert werden oder wird hothouse earth in Kauf genommen? Die Wissenschaft warnt seit Jahren, auch die Jugend hat den Kampf um ihre Zukunft aufgenommen. Die Religionsgemeinschaften sprechen sich für Klimaschutz aus, setzen aber noch nicht ihr gesamtes Gewicht für die notwendige gesellschaftliche Transformation ein. Große Wirtschaftssektoren, in einem Wirtschafts- und Finanzsystem gefangen, das wachsen muss, um stabil zu bleiben, stellen sich den notwendigen Änderungen entgegen. Noch ist der Ausgang ungewiss, aber der Kampf lohnt sich!

    Green Islam and Green Pesantren: An Ethnographic Reflection on Pesantren “Annuqayah”, Madura Island, Indonesia

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    This article presents a new trend of ‘green Islam’ in the Indonesian Islamic community specifically in Islamic education (eco-Pesantren) (Arnez 2004, Gelling 2009, Gade 2019). It will elaborate my ethnographic reflection on the case study of my PhD fieldwork in Pesantren “Annuqayah”, an Islamic boarding school that won recognition for its nature conservation efforts via a Presidential prize (Kalpataru 1981). I identify that its green vision is deeply rooted in Islamic teachings, providing the theological, philosophical, and ethical foundations that the Pesantren translates and transforms into green initiatives through the educational system and community engagement with local people. I argue that local efforts – such as those which have been developing in Pesantren “Annuqayah” and other green Pesantren in Indonesia – could contribute to and build collaborative actions for the future of sustainable development

    South African-German Research Hub on Religion and Sustainability (SAGRaS): Fallstudie: Islamische Ökotheologien und Öko-Dschihad

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    Um Wege in eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln, sind grundlegende sozial-ökologische Veränderungen erforderlich. Dieser Prozess erfordert nicht nur geeignete politische Maßnahmen, sondern auch Paradigmenwechsel und veränderte Denkweisen auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Religionsgemeinschaften können für das Erreichen dieser Paradigmenwechsel von entscheidender Bedeutung sein, da sie als Träger*innen sozialen Wandels, als Orte von Wissen und Bildung sowie als Institutionen des Wertewandels fungieren können. Sie verfügen über ein erhebliches Transformationspotenzial und prägen in hohem Maße soziale und kulturelle Werte sowie Weltanschauungen. Vor dem Hintergrund dieses Potenzials und auf dem expandierenden Forschungsfeld von Religion und Entwicklung aufbauend, untersucht das South African-German Research Hub on Religion and Sustainability (SAGRaS) das transformative Potenzial religiöser Gemeinschaften für tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen hin zu ökologischer Nachhaltigkeit. Es erforscht die Auswirkungen religiöser ökologischer Lehren (Öko-Theologien) auf kollektives und individuelles ökologisches Handeln, indem es religiöse Gemeinschaften in Deutschland und Südafrika empirisch vergleichend untersucht. Das SAGRaS ist ein innovatives Forschungskonsortium, das verschiedene Akteure der Wissens­produktion im Bereich Religion und ökologische Nachhaltigkeit zusammenbringt. Eine der fünf empirischen Fallstudien erforscht dabei vergleichend islamische Öko-Theologien und Öko-Dschihad

    Fiktion Willensfreiheit. Warum sie problematisch ist und wir sie dennoch brauchen

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    Wenn wir mit Alfred Adler Willensfreiheit im Sinne einer Fiktion verstehen, tun sich bislang wenig beachtete Perspektiven auf, über dieses komplexe Thema nachzudenken. Die Frage, ob es Willensfreiheit gibt oder nicht, gerät in den Hintergrund und das Phänomen der Willensfreiheit, insbesondere das subjektive Erleben, wird zum Fokus der Untersuchungen. In meinem Beitrag werde ich versuchen, Krankheitsbilder als je unbewusste Stellungnahme zum Thema Willensfreiheit herauszuarbeiten. Wobei es zunächst darum gehen wird, diesen Begriff einzugrenzen und vor dem Hintergrund der Theorie des Mentalen bei Alfred Adler zu reflektieren. Wenn wir uns beispielsweise näher mit der Konfliktdynamik von Autonomie und Abhängigkeit beschäftigen, oder die Auseinandersetzung mit dem Tod in den Blick nehmen, drängt sich das Thema Willensfreiheit geradezu auf und es wird deutlich, wie bedeutsam dieser Fokus für das Verständnis individueller Leidensgeschichten sein kann

    Frauenmuster – Musterfrauen: Akzentsetzungen weiblicher Koranexegesen

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    Dieser Text beschäftigt sich mit Frauenmustern (im Sinne von Typen von Frauen) in der mehrheitlich männlich geprägten Koranexegese und den Vorstellungen von Frausein, die darauf gründen. Dabei werden Akzentsetzungen weiblicher Koranexegese(n) beleuchtet und es wird dargelegt, inwiefern Unterschiede zu männlichen Lesungen festzustellen sind und wie diese begründet werden. Anschließend werden Frauenpersönlichkeiten, die der Koran implizit und explizit als Vorbilder für die gesamte Menschheit – für Frauen und Männer – nennt, und deren Wirken näher betrachtet. Wie werden sie charakterisiert und welche Rolle wird ihnen zugestanden? Sind Unterschiede in der Rezeption weiblicher und männlicher Exeget*innen zu erkennen, und wie werden diese begründet? Inwiefern können unterschiedliche Darstellungen mit Unterschieden in Kontext und kulturgesellschaftlichen Vorannahmen erläutert werden, und wie sehr sind diese in unterschiedlichen Menschenbildern begründet? Wie kann eine Konzeption von Musterfrauen, die sich aus einem egalitären Menschenbild speist, entfaltet werden, und was bedeutet dies im Umkehrschluss für Mustermänner?

    Braucht es einen islamischen Feminismus? Reflexionen zwischen Theorie und Praxis.

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    Obwohl Frauenrechtsbewegungen in mehrheitlich muslimischen Gesellschaften eine mehr als 150-jährige Geschichte haben, hat sich der Begriff „islamischer Feminismus“ erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts etabliert. Dessen Theorie basiert auf dem Gleichheitsgrundsatz des Koran.  Islamischer Feminismus ist auch Teil des postkolonialen Feminismus; viele Vertreter*innen haben einen transkulturellen Zugang entwickelt. Methoden der Exegese sind sowohl hermeneutisch als auch islamwissenschaftlich, wie die Suche nach Zielen und Zweck der Offenbarung (arab. maqāṣid aš-šarīʿa). Es werden Denkansätze maßgeblicher Autor*innen und Aktivist*innen diskutiert, wobei weibliche Handlungsinitiativen der Theorie manchmal voraus sind und innovative Wege zu Geschlechtergerechtigkeit zeigen können.

    Festschriften sind wichtig – auch die für Brigitte Sindelar. Vom Wert einer oftmals unterschätzten Textgattung

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    Am 25. Jänner 2025 fand die Überreichung der Festschrift an Brigitte Sindelar im Heurigen Mayer am Pfarrplatz in 1190 Wien statt. Zu diesem Anlass wurden all jene eingeladen, welche einen Beitrag für die Festschrift verfasst haben. Die drei dort gehaltenen Ansprachen sind hier unter der Rubrik „Freie Beiträge“ abgedruckt (Anm. d. Red.)

    Die Grüne MoscheeDer Beitrag von Moscheegemeinden zur Entwicklung nachhaltiger ökologischer Grundhaltungen

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