German Sport University Cologne

Deutsche Sporthochschule Köln: eSport
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    308 research outputs found

    Auditory reafferences in action and perception

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    Zusammenfassung Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Wahrnehmung und Handlung. Die Verwendung von auditiven Reafferenzen erweitert hierbei bereits bestehende Erkenntnisse. Einerseits handelt es sich beim auditiven Sinn um ein funktionell anderes System – wobei Handlung nachweislich optimal durch auditive Information wahrgenommen werden kann. Andererseits geht mit der Verwendung von Reafferenzen eine besondere Nähe von Repräsentationen und Stimulusmaterial einher, die beispielsweise bei visuellen Experimenten (durch perspektivische Schwierigkeiten), nicht erreicht werden kann. Des Weiteren bietet die Verwendung einer komplexen und kontinuierlichen Bewegungsaufgabe und deren gewonnener Stimuli, eine umfassende Grundlage für einen anwendungsbezogenen Transfer. Die Ergebnisse der verwendeten Wahrnehmungs- und Handlungsexperimente zeigen, dass die Ausprägung von Handlung, die Wahrnehmung beeinflusst (Experiment 1). Genauer, mit steigender Handlungsqualität und damit verbundenen Repräsentationen steigt die auditive Wahrnehmungsleistung. Diese Wahrnehmung basiert nicht auf spezifischen auditiven Merkmalen wie temporaler Struktur oder dem Amplitudenbereich (Experiment 2). Demgegenüber zeigt die Wahrnehmung einen spezifischen Einfluss auf die Handlung. Die Handlungsqualität einer komplexen Bewegungsaufgabe, verschlechtert sich signifikant mit einer manipulierten auditiven Rückmeldung (Experiment 3). Diese Verschlechterung bleibt jedoch nur unter Unwissenheit bestehen. Mit Bewusstwerdung der unpassenden oder ausbleibenden auditiven Rückmeldung, greift ein bislang nicht untersuchter Kompensationsmechanismus der die Qualität der komplexen Bewegung auf annäherndes Normalniveau bringt. Aus den oben genannten Gründen stellen die Ergebnisse dieser Arbeit eine Erweiterung auf theoretischer und praktischer Ebene dar. Summary The present work deals with the connection between perception and action. The usage of auditory reafferences extends herewith the already existing knowledge. First, the auditory sense is a functional different system - whereas action can be perceived through auditory information optimally. In addition, the use of reafferences is accompanied by a special closeness of representations and stimulus material, which for example cannot be achieved in visual experiments (perspective issues). Furthermore, the use of stimuli derived from a complex and continuous movement task forms a comprehensive basis for an application-specific transfer. The results obtained from the perception- and action experiments to show, that action influences perception (Experiment 1). More specific, with an increasing quality of action and related representations, the auditory perception increases. This perception is not based on specific auditory features such as temporal structure or the amplitude range (Experiment 2). Compared to this, perception shows a specific influence on action as well. The quality of action within a complex movement task is deteriorated significantly with a manipulation of the auditory feedback (Experiment 3). This deterioration remains, however only under unconsciousness. With awareness of the improper or lack of auditory feedback, a so far not thoroughly investigated compensation mechanism brings the quality of complex movement to an approximate normal level. For the reasons mentioned above the results of this work represent an extension of theoretical and practical knowledge

    Grasping in Typical Laboratory and More Everyday Contexts: Influence of Experience, Attention, Motivation, Hand Use, and Left Hemisphere Damage on Context Dependence

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    SUMMARY The researcher for this project evaluated if reach-to-grasp movements performed in a laboratory context as compared to a more everyday context showed differences that might result in the underestimation or overlooking of grasping performance in real life. The researcher conducted this evaluation for different participant groups of younger and elderly participants, for the non-dominant (left) and dominant (right) hand/arm, as well as for healthy control participants and stroke patients. The researcher critically investigated different underlying reasons such as attentional focus, monetary incentive and prior experience. The cause of context dependence of grasping remains unclear, despite the fact that differences have implications for almost all human research areas and, in particular, for clinical studies, as laboratory settings might lead to incorrect assumptions about real life. Whether repeatedly observed context differences depend on context-specific strategies and might, therefore, be limited denoted as ‘deficits and impairments’ is still speculative. Contexts L and E provided many aspects of laboratory and more everyday behavior. Participants in laboratory research were equipped with measurement devices, surrounded by cameras, and instructed by the researcher. Participants’ movements are usually performed with high attention, repeated several times, and isolated, without a self-chosen and ecologically-valid purpose. In contrast to everyday life, in which movements are not observed, are usually non-repetitive, purposeful, and self-chosen, and are embedded in the sequence of other movements to achieve an objective. Hence, deductive reasoning from such results of laboratory contexts may not necessarily reflect performance in everyday life. This restricts a generalization from the laboratory setting to real life. The results of studies conducted for this dissertation indicated that context dependence of grasping occurred for both arms and age groups, seemed to be independent of attentional focus, was not changed by monetary incentive or prior experience, and especially seemed to be a strong indicator of left hemisphere stroke-related impairments in real life, but not in laboratory settings. All together, the results of these studies indicated that caution should be exercised when generalizing these results from the laboratory setting to real life and that the underlying paradigm can be a potential setup to make these differences visible, even though it needs further development to make investigations even more suitable to everyday-life situations. ZUSAMMENFASSUNG Die vorliegende Doktorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema, ob Reich- und Greifbewegungen zwischen einem labortypischen und einem alltagsnäheren Kontext Unterschiede aufweisen, die in einer Unterschätzung oder einem Übergehen von Defiziten für den Alltag führen würden, wenn diese ausschließlich in einem laborähnlichen Kontext untersucht werden würden. Die Auswertung beruht auf unterschiedlichen Stichproben von jungen und alten Probanden, auf Untersuchungen der nicht-dominanten (linken) und dominanten (rechten) Hand/Arm sowie auf Grundlage Gesunder und Patienten (Apoplex). Unterschiedliche zugrundeliegende Mechanismen wurden als Ursachen näher beleuchtet wie der Fokus der Aufmerksamkeit, monetäre Entlohnung und vorangegangene Erfahrungen. Es gilt nach wie vor als ungeklärt vorauf sich die Unterschiede der Kontextabhängigkeit des Greifens begründen, nichtsdestotrotz lässt sich festhalten, dass diese Unterschiede zwischen Laboruntersuchungen und Alltagsbedingungen auf nahezu alle humanwissenschaftliche Bereiche, insbesondere jedoch auf klinischen Studien auswirken können. Ob wiederholt dokumentierte Unterschiede zwischen den Handlungskontexten (L & E) auf kontextspezifischen Strategien beruhen und daher nur eingeschränkt als Defizite bezeichnet werden können, bleibt spekulativ. Unabhängig davon liefern beide Kontexte (L & E) zahlreiche Aspekte, die als kontexttypisch beschrieben werden können und entweder ein labortypisch und ein überwiegend natürliches Verhalten reflektieren. Probanden, die an Laboruntersuchungen teilnehmen, werden mit Wissenschaftsutensilien ausgestattet, sind von Analysegeräten umgeben und werden vom Versuchsleiter instruiert. Ihre Aufgaben und Bewegungen werden in der Regel unter voller Aufmerksamkeit durchgeführt, sind repetitiv und isoliert und dienen keinem selbstbestimmtem bzw. ökologisch validem Zweck. Dahingegen sind Bewegungen im Alltag meist eher unbeobachtet, sind nicht repetitiv, sind zweckgebunden und selbstgewählt und in einem Handlungskontext eingebettet, an den ein Handlungsziel gebunden ist. Auf Grundlage dessen lässt sich schlussfolgern, dass Ergebnisse aus Laboruntersuchungen nicht zwingend unser alltägliches Verhalten reflektieren. Ein einfacher Transfer von Laborergebnissen auf den Alltag ist daher nur eingeschränkt möglich. Die Studien dieser Doktorarbeit zeigen deutlich, dass die Kontextabhängigkeit des Greifens für beide Hände/Arme und junge wie alte Probanden existiert, nicht direkt vom Aufmerksamkeitsfokus abhängen, nicht unmittelbar durch Entlohnung sowie vorheriger Erfahrung abhängen und insbesondere ein starker Indikator linkshemisphärischem Schlaganfalls für Defizite im Alltag zu sein scheint, der sich nicht unter labortypischen Umständen abzeichnet. Zusammengenommen deuten die Studien darauf hin, dass Ergebnisse, die aus einer Laboruntersuchung stammen, nur unter Vorbehalt auf den Alltag übertragen werden sollten und dass das zugrundeliegende Paradigma ein potentielles Werkzeug sein könnte, um diese Unterschiede sichtbar zu machen, auch wenn es weiterer Untersuchungen bedarf, um noch natürlichere und damit aussagekräftigere Messszenarien zu entwickeln

    Einsatz sportartspezifischer Trainingsmethoden im Wettkampfbouldern

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    Zielsetzung der Studie ist die Untersuchung der Wirkungsweise von Bouldern (BL), Intervall Bouldern (IB), dem Training am Moonboard (MB), am Hangboard (HB) und am Vibrationsboard (VB) auf die Maximalkraft der Fingermuskulatur (MAF), die Kraftfähigkeit der Armbeuger und der Schultergürtelmuskulatur (KAS) und die lokale Muskelausdauer (LOM). 57 männliche Wettkampfboulderer (25,4 ± 4,5 Jahre, 177,9 ± 5,7 cm, 70,0 ± 5,6 kg, 6,6 ± 2,9 Jahre Klettererfahrung, 7b Fb Leistungsniveau) wurden in die Trainingsgruppen BL (n = 12), IB (n = 12), MB (n = 11), HB (n = 11) und VB (n = 11) aufgeteilt und absolvierten 12 Trainingseinheiten à 150 min innerhalb von vier Wochen. Die Datenerhebung erfolgte mithilfe von Pre- und Posttests (120 min). Für VB (+7,3%) und HB (+5,0%) konnte nach vierwöchiger Intervention eine signifikante (p < .001) Steigerung der MAF beobachtet werden, aber nicht für BL (+2,6%), IB (+1,0%) und MB (+1,2%). Eine signifikante (p < .001) Zunahme der KAS wurde für VB (+36,8%) und HB (+32,4%) festgestellt, aber nicht für BL (+14%), IB (+10,2%) und MB (-7,5%). Für die LOM konnte eine signifikante (p < .001) Zunahme für IB (+38,8%) und VB (+31,1%) beobachtet werden, aber nicht für BL (+6,6%), MB (+2,6%) und HB (+10%). Diese Ergebnisse zeigen, dass die MAF und die KAS innerhalb einer vierwöchigen Trainingsphase durch HB und VB und die LOM durch IB und VB gesteigert werden können. Schlüsselwörter: Klettern, Bouldern, Hangboard, Vibration, Maximalkraft, Kraftausdauer Abstract The aim of the study was to investigate the effects of bouldering (BL), interval bouldering (IB), training on the Moonboard (MB) and fingerboard in the presence (VB) and absence (HB) of vibration stimuli on maximum finger strength (MAF), the strength of the arm flexors and the shoulder girdle (KAS), and finger endurance (LOM). 57 highly advanced male boulderers (25.4 ± 4.5 y, 177.9 ± 5.7 cm, 70.0 ± 5.6 kg, 6.6 ± 2.9 y climbing, 7b Fb ability level) were randomly allocated to BL (n = 12), IB (n = 12), MB (n = 11), HB (n = 11), and VB (n = 11). Twelve training sessions of 150 min were completed over a 4-week regimen and pre- and posttests for data collection were of 120 min duration. After the four-week regimen, the MAF increased significantly (p < .001) for VB (+7.3%) and HB (+5.0%), but not for BL (+2.6%), IB (+1.0%), and MB (+1.2%). The Tabata-Protocol and the number of pull-ups increased significantly (p < .001) for VB (+36.8%; +38.4%) and HB (+32.4%; +21.3%), but not for BL (+14%; +4.8%), IB (+10.2%; +7.1%), and MB (-7.5%; +3.8%). A significant (p < .001) increase was found for the climbing time to exhaustion in IB (+38.8%) and VB (+31.1%), but not for BL (+6.6%), MB (+2.6%), and HB (+10%). These results suggest that FB and HB are highly effective to increase the MAF and the KAS, whereas the LOM can best be increased by IB and VB. Key Words: Climbing, bouldering, fingerboard, vibration, finger strength, finger enduranc

    Menschliche Bewegung als Tätigkeit - Zur Irritation fragloser Gewissheiten Human movement as activity – An Irritation of certainties

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    Welches Vorverständnis menschlicher Bewegung haben wir immer schon zugrunde gelegt und praktizieren wir, wenn wir (sport-)wissenschaftlich handeln oder alltäglich mit Körper und Bewegung umgehen? Klar ist, dass wir dann ein bestimmtes Vorverständnis immer schon in Anspruch genommen haben. Anders ausgedrückt: Es schlicht nicht möglich bewegungstheoretisch neutral mit Bewegung zu experimentieren, Bewegung zu lehren, Bewegung zu thematisieren und die Frage des Verständnisses menschlicher Bewegung resp. ihrer theoretischen Konzeption etwa auf später oder auf einen anderen Ort zu verschieben – Fraglich ist somit lediglich, welches Verständnis – zumeist implizit – je schon in Anschlag gebracht ist. Wesentlich ist, dass sich feine Unterschiede im Vorverständnis in erheblichen Unterschieden beispielsweise des experimentellen Designs der sportmotorischen oder biomechanischen Forschung, beispielsweise der Instruktionsforschung oder in der Verhandlung des so genannten Bildsamen des Sports resp. der Bewegung in der sportpädagogischen Bewegungsforschung und Unterrichtsforschung oder der Tanzforschung niederschlagen. Es geht damit konkret um die Frage nach der kleinsten – damit nicht mehr teilbaren – Analyseeinheit menschlicher Bewegung. Vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch fraglose Gewissheiten des sportwissenschaftlichen Verständnisses menschlicher Bewegung als Kern und genuinen Gegenstand der Sportwissenschaft offenzulegen und durch das Anlegen einer tätigkeitstheoretischen Folie als alternative Modellierung menschlicher Bewegung konstruktiv zu verunsichern – mit diesem neue Fragen zu formulieren und alte, bereits beantwortet scheinende, anders erneut aufzugreifen. Ziel dieser Verunsicherung fragloser Gewissheiten sportwissenschaftlicher Vorverständnisse und sportwissenschaftlicher Theoriebildung ist der Entwurf einer Praxis reflexiver Sportwissenschaft. Dreh- und Angelpunkt hierbei ist die Tätigkeitstheorie der Kulturhistorischen Schule der sowjetischen Psychologie, die als eine Vollzugs-Ontologie begreifbar – ihrer Bezeichnung entsprechend – den Primat auf die Tätigkeit – damit weg von Bedeutungen und Handlungen und hin zu dem sich materialisierenden Vollzug verschiebt. Sie ist damit als eine Praxistheorie fassbar, welche beispielsweise die zumeist immer schon vollzogene, kaum ein Aufmerken hervorrufende Trennung von Denken resp. Sinn und Bewegung, von Reflexion und Bewegung, von Kreativität und Bewegung oder von Bildung und Bewegung aufhebt. Grundlegend für vorliegende Arbeit sind die Arbeiten von Lev Vygotskij und A. N. Leont’ev. Human movement as activity – An Irritation of certainties What implicit concept of human movement guides our scientific or everyday approaches to human body and movement? It is not possible to experiment with movement, teach movement, or broach the subject of movement without referring to a theory or concept of movement and to shift the theoretical design once the research or teaching has begun. Therefore, it is important to ask which theory or concept is, albeit implicitly, utilized in each case. The fine differences of these implicit concepts are reflected in considerable differences in experimental design of motor behavior research and biomechanical research or conceptual discussions in dance studies, sports pedagogics, teaching research. The main point is the question of the smallest analytical unit of human movement. This dissertation intends to irritate certainties of human movement and to examine those concepts through the lens of Activity Theory in order to formulate new questions and to address old, presumably answered questions in a different way. The aim of this dissertation is the design of reflective sport science. The linchpin of this work is the theory of activity, which focuses on the ontology of process; it considers activity, not meanings or actions. The Cultural-Historical Theory of Activity is a theory of practice which revokes dualism in thinking and meaning, reflection and movement, creativity and movement, and learning and movement. This work refers mainly to the work of Lev Vygotsky and A. N. Leont'ev

    Status quo und Einflussfaktoren der körperlichen Aktivität sowie der Bildschirmmediennutzung im frühen Kindesalter

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    Einleitung – Körperliche Aktivität im frühen Kindesalter wirkt sich positiv auf die psy-chische und physische Entwicklung von Kindern aus, während vermehrte Inaktivität in Form von Medienkonsum die Entstehung von Übergewicht und Adipositas fördern kann. Die wenigen bisher veröffentlichen Studien weisen darauf hin, dass bereits im Vorschulalter die Mehrheit des Tages mit sitzenden Tätigkeiten verbracht wird. Da über das Aktivitätsverhalten von in Deutschland lebenden unter sechsjährigen Kindern wenig bekannt ist, wurde in der vorliegenden Studie die körperliche Aktivität und die Mediennutzung mit aktuellen Empfehlungen verglichen sowie potenzielle Einflussfak-toren des Aktivitäts- und Inaktivitätsverhaltens untersucht. Methodik – In 12 Kinderarztpraxen im Kölner Raum wurden über drei Jahre strukturierte Interviews mit Eltern von unter sechsjährigen Kindern geführt. Darüber hinaus wurden die Kinder gemessen und gewogen sowie der BMI berechnet. Einschlusskriterien waren, dass die Kinder zwischen einem und fünf Jahren alt waren, laufen konnten und keine chronischen Krankheiten hatten. Insgesamt nahmen 504 Kinder (53,1% männlich) mit einem durchschnittlichen Alter von 3,3 Jahren teil. Ergebnisse – 42,5% der ein- bis fünfjährigen Kinder erreichten die empfohlene körper-liche Aktivitätszeit der NASPE (2009) von mindestens 90 Minuten Tag und 45,6% waren angeleitet körperlich aktiv. Eine Mediennutzungsdauer von 60 Minuten am Tag über-schritten 20,9% der Kinder. Hingegen der Empfehlung noch keine Bildschirmmedien zu nutzen, taten dies bereits 55,6% der ein- und zweijährigen Kinder. Prädiktoren der an-geleiteten sportlichen Aktivität waren das Alter, der Schulabschluss der Eltern, der Migrationsstatus, der Medienkonsum, die sportliche Aktivität der Mutter und der Er-hebungszeitpunkt; Prädiktoren des Medienkonsums von mind. 60 Minuten waren das Alter, der Schulabschluss der Eltern, der Migrationsstatus und die angeleitete Aktivität und Prädiktoren des Medienkonsums von unter dreijährigen Kindern waren das Alter, der Migrationsstatus und der Erhebungszeitpunkt. Keiner der untersuchten Faktoren stand in signifikantem Zusammenhang mit der körperlichen Aktivität von mind. 90 Mi-nuten am Tag. Diskussion –Bereits jedes zweite Kind im Alter unter sechs Jahren nahm an angeleite-ten Sportangeboten teil und eine Mediennutzung von einer Stunde am Tag wurde mehrheitlich nicht überschritten. Jedoch zeigten sich bei der Gesamtaktivität aller Kin-der und der Mediennutzung von unter dreijährigen Kindern Ansatzpunkte zur Präven-tion eines inaktiven Lebensstils im frühen Kindesalter. Insbesondere sozial schwächer gestellte Familien benötigen Unterstützung, so dass auch ihren Kindern von Beginn an eine gesunde Entwicklung ermöglicht wird. In weiteren Studien sollten die vorliegen-den Ergebnisse durch eine objektive Erhebung der körperlichen Aktivität und mit einer repräsentativen Stichprobe überprüft werden. Introduction – Physical activity has positive effects on the mental and physical devel-opment in early childhood, whereas screen-based media use is associated with devel-opment of overweight and obesity. The few published studies show that already pre-school-aged children spent most time of the day with sedentary behaviors. Since little is known about the physical activity and inactivity behavior of children aged less than six years living in Germany, the physical activity and the media use were compared with current recommendations as well as their potential correlates were analyzed in the present study. Methods – Over three years structured interviews were conducted with parents of children aged one to five years at paediatrics located in the Cologne area. Additionally, the body height and weight of children were measured for the calculation of the BMI. As a criterion for inclusion, children had to be aged between one and five years and were not supposed to suffer from chronic diseases. 504 children (53.1% male) partici-pated in the study with a mean age of 3.3 years. Results – 42.5% of the children achieved the recommended 90 minutes of physical ac-tivity a day (NASPE, 2009) and 45.6% participated in structured physical activities. 20.9% of the children used screen-based media for more than 60 minutes a day. Even though children younger than three years should not use electronic media at all, 55.6% of this age group used media. Predictors of the participation in structured physical ac-tivities were age, educational level of the parents, migration background, media use, physical activity of the mother and season; predictors of the media use for at least 60 minutes a day were age, educational level of the parents, migration background and structured physical activity. Finally, predictors of the media use of children younger than three years were age, migration background and season. None of the analyzed factors was associated with a physical activity of at least 90 minutes a day. Discussion –Already every second child participated in structured activities and most of the children used electronic media for less than an hour a day. However, the empirical results also suggest that preventive measures against the development of inactive life-styles during early childhood should be focused on daily physical activity of all children and media use of children younger than three years. Moreover, such measures should be particularly targeted at families of low social status (low educational level etc.), as to support them in providing possibilities of a healthy development of their children from the very beginning. The present results should be verified with the use of objec-tive methods for the collection of physical activity data and with a representative study population

    Körperbilder in Schulsportkonzepten. Eine körpersoziologische Untersuchung

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    Zusammenfassung Der Umgang mit dem Körper kann immer auch als Ausdruck der kulturellen Existenz des Menschen und damit seines Verhältnisses zur Natur angesehen werden. Historisch betrachtet haben gesellschaftliche Veränderungen und wissenschaftlicher Fortschritt in dieser Beziehung jedoch zahlreiche Verände-rungen bewirkt (vgl. z. B. Elias, 1976; Foucault, 1977). So rückt der Körper seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert in unseren westlichen Gesellschaften auf neue, besondere Weisen in den Fokus (vgl. Gugutzer, 2004). Sichtbar wird dies z. B. im Fitnessboom, in groß angelegten öffentlichen Gesundheitskampagnen, der Organspendediskussion, in immensen medialen Inszenierungen von Sportereignissen oder auch in Trends, wie Human-Enhancement. Wenngleich sich solche Veränderungen auf diversen Feldern in vielen Le-bensbereichen auswirken, kommt dem Sport in diesem Kontext sicherlich eine besondere Bedeutung zu. Hier werden Körper z. B. in performativen Akten zur Aufführung gebracht und der Umgang mit dem Körper somit für jeden sichtbar; Inszenierungen denen seit Ende des 20. Jahrhunderts zudem eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird (vgl. z. B. Alkemeyer & Schmidt, 2003). Der Schulsport – als Vermittlungsinstanz körperbezogener Kulturpraktiken – nimmt dabei vermutlich eine wichtige Rolle ein. In einem ansonsten stark rati-onal geprägten Schulsystem wird die Leiblichkeit des Menschen (und damit sein Körper) nahezu ausschließlich im Fach Sport zum Unterrichtsinhalt. Einerseits kommt dem Schulsport so die Vermittlung des vielfach als zweckfrei be-zeichneten Kulturguts Sport – und damit verbunden die sinnhafte Erfahrung der eigenen Leiblichkeit – zu (vgl. u.a. Grupe, 1984), andererseits ist er entstanden aus einer Tradition instrumenteller Vereinnahmung von Körpern, nicht selten auch für militärische Zwecke (vgl. z. B. Krüger, 1996). Somit bewegt sich der Schulsport im historischen Verlauf zwischen einer Instrumentalisierung des Körpers und einem entdeckenden Erfahren der eigenen Leiblichkeit. In der Untersuchung wird auf Grundlage körpersoziologischer Theorien (z. B. Bourdieu, 1989; Foucault, 1977; Goffman,1971) der Frage nachgegangen, wo der Schulsport in dem aufgezeigten Spannungsverhältnis von Instrumentalisie-ren und Entdecken aktuell verortet werden kann. Ausgehend von körpersozio-logischen Kategorien werden die gängigen sportpädagogischen Positionen der letzten Jahrzehnte hinsichtlich der in ihnen transportierten Körperbilder befragt. In einem weiteren Schritt wird auf der programmatischen Ebene von Sportlehrplänen eine diachrone Analyse der Körperbilder in den Lehrplänen der letzten zwei Dekaden vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen einerseits äußerst divergierende Körperbilder in den verschiedenen sportpädagogischen Ansätzen. Andererseits werden auf curri-cularer Ebene in den 1990er Jahren Öffnungsprozesse erkennbar, die ein stärkeren Erfahren der eigenen Leiblichkeit in den Fokus rücken. Mit den ak-tuellen kompetenzorientierten Lehrplänen unterliegen diese Öffnungsprozesse jedoch wieder einer Verengung. Hier wird vielmehr eine Tendenz erkennbar, die Körper der Schülerinnen und Schüler an der Norm eines fitten und gesunden Körpers auszurichten. Summary Dealing with the body can always be seen as an expression of man’s cultural existence and therefore his relationship to nature. Historically however, social changes and scientific progress have effected numerous changes in this respect (cf. e.g. Elias, 1976. Foucault, 1977). From the late 20th century, the body has therefore come into focus in our Western societies in new and special ways (cf. Gugutzer, 2004). This can be seen, for example, in the fitness boom, in large-scale public health campaigns, the organ-donor discussion, in the immense media presentations of sporting events or in trends such as human enhancement. Although such changes affect various fields in many areas of life, sport certainly has a special importance in this context. Here, the body is visible, for example in performative acts and the handling of the body is thus there for everyone to see; performances that have also received particular attention since the end of the 20th century (cf. e.g. Alkemeyer & Schmidt, 2003). School sport – as a mediator of body-related cultural practices – supposedly takes on an important role. In an otherwise heavily rationally dominated school system, the physical nature of man (and thus his body) is almost exclusively dealt with during sports teaching. On the one hand, school sport therefore be-comes an agent for what is often called the meaningless cultural asset of sport – and the associated meaningful experience of one’s own corporeality – (cf., inter alia Grupe, 1984), while on the other hand it has grown out of a tradition of instrumental appropriation of the body, often for military purposes (cf. e.g. Krüger, 1996). In the course of history, school sport has thus moved between an instrumentalisation of the body and a discovering experience of one’s own physicality. On the basis of body-sociological theories (e.g. Bourdieu, 1989; Foucault, 1977; Goffman, 1971), this study examines the question of where school sport can currently be placed in the identified tense relationship between instrumen-talisation and discovery. Starting from body-sociological categories, the popular sport-pedagogical positions of recent decades are scrutinised in terms of the images of the body they convey. In a further step, at the programmatic level of sports teaching plans, a diachronic analysis is made of body images in the curricula of the past two decades. The results show extremely divergent body images in the various sports pedagogies on the one hand, while on the other hand opening processes towards greater experience of one’s own physicality can be seen at curricular level in the 1990s, which are again subject to constriction under the current competency-based curricula. Here, in fact, a tendency of aligning the pupils’ body with the standard of a fit and healthy body can be recognised

    Media Integration of Persons with Disabilities: Media Effects on Recipients’ Attitudes and Behaviors

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    Summary of the Dissertation The mass-media presentation of persons with a visible physical disability (PWD) shows numerous quantitative and qualitative particularities. Mass media generally only rarely take into consideration the subject of disability or PWD; sometimes PWDs even experience a total exclusion from the public discourse. When reporting on PWDs, many times the coverage is dominated by the protagonist’s physical disability regardless whether this disability is relevant for the presentation and comprehension of the topic. PWDs, as well as athletes with disabilities (AWD) are often depicted in a stereotype way with negative connotations as well as specific (negative) news cues and unfavorable news frames. Mass media this way amplify the problems of PWDs/AWDs regarding their public perception by people with and without disabilities rather than contributing to a positive change. All in all, the current state of research regarding the impact of media communication in the field of presenting PWDs can be described as ambiguous and largely unexplored. To this day, there are no specific experimental studies that have examined cause and effect relationships between impacts of media presentations of PWDs and attitudes and subsequent behavior patterns of the recipients in a systematic way. The aim of the present dissertation is to close this research gap. In view of the insufficient knowledge regarding the effects of certain media depictions of PWDs on nondisabled individuals’ information processing, Chapter two of the present dissertation analyzes how specific communication contexts affect recipients’ attitudinal evaluations of a depicted PWD. Potential context effects were analyzed with the help of two experiments (between-subjects designs). In Study 1, nondisabled participants (N = 97) were randomly assigned to four groups. The context was manipulated by subliminally (30 ms) exposing participants to different textual primes disability, sports, politics, no prime (control group). Participants subsequently evaluated a visually depicted PWD (arm amputation). In Study 2, nondisabled participants (N = 63) were randomly assigned to three groups and read an illustrated print article (the same picture as in study 1 was used). The context was manipulated with the help of specific news cues (disability, sports, politics), while the rest of the article remained unchanged. Both studies – in a systematic way – i.a. revealed that a participant’s subliminal, as well as supraliminal exposure to a disability context resulted in a significantly more negative person perception of a PWD (more negative attitudes). Previous research showed that nondisabled perceivers may automatically activate negative stereotypes about stigmatized others. Chapter three is thus based on a multilevel research design and analyses explicit attitudes and implicit associations (IAT) toward athletes with and without disabilities. On the first level (n = 143), relevant adjectives towards “disability” and “sports” were determined. On the next level, the impact and social relevance of the determined adjectives was measured (n = 102). On a third level, 85 subjects rated the pictures of athletes with and without disabilities on bipolar adjective scales. This material was used to set up an implicit association test (IAT) with 41 participants. Results, i.a., showed that implicit associations affect processes in social cognition and have different effects on perceivers’ evaluations of athletes with and without disabilities. Chapter four explores the effects of (valenced) news frames in disability sports communications. In an experimental study (between-subjects design), 90 participants were randomly assigned to three groups. Participants read a sports news article about the situation in disability sports prior to the 2012 Paralympic Games with a frame that either saliently focused on the athletic performance in disability sports (Group one), or the fate and (financial) dependency on public support of disability sports (Group two), or both (mixed frame; Group three). Participants’ importance considerations regarding specific aspects in disability sports, as well as their attitudes toward a portrayed AWD were measured. Results show that the news frame that focused on sport-specific aspects resulted in more positive attitudinal evaluations of the AWD compared to a frame that highlighted disability-specific aspects. Different content analytical studies revealed that AWDs are frequently depicted with the help of stereotypical and altogether unfavorable visual news frames. Thus, Chapter five explores what effects a specific visual news framing in a print article about disability sports has on recipients’ attitudes toward a depicted AWD. In an experiment with a 3 (framed conditions) × 2 (participants’ contact with PWDs) between-subjects design, 88 participants were randomly assigned to one of the three (framed) conditions. The participants read a sports news article with a photograph of a one-armed javelin thrower with no spectators, a few spectators, or a large crowd shown in the background. Results show that positively valenced visual news cues integrated into a visual news frame (spectators in the background of a news image) systematically affected nondisabled recipients’ attitudes toward an AWD in a positive way. The purpose of Chapter six is twofold. Firstly, we try to extend the findings on the effects of specific news frames in sports communications and analyze how specific sports news frames affect a recipient’s quality perception of a journalistic product. Secondly, we examine if news frames further affect an individual’s post-exposure behavior in social interaction with a PWD. To shed some light on these potential news framing effects, two experimental studies (between-subjects designs) were conducted. In Study 1, 69 participants were randomly assigned to three groups and were exposed to a news article dealing with the situation in disability sports prior to the 2012 Paralympic Games. Participants’ attitudes toward a portrayed AWD were measured and participants’ perceived quality of the presented news article was analyzed. In Study 2, participants were randomly exposed to differently framed news articles and subsequently interacted with a PWD priorly introduced in the news article. During the face-to-face interaction, participants’ eye-movements and their verbal communication performance was recorded. The results, i.a., show that a news article consisting of a sports frame (compared to a disability frame) affected a participant’s quality perception of a news article in a positive way. Furthermore, the results show that specificly framed news (highlighting the disability of a respective person in a positive, respectively negative way) systematically affected participants verbal communication performance in social interaction with a PWD and further affected participants’ visual attention/eye-movements (avoidance behavior). The results of the dissertation are discussed in light of the depiction of PWDs/AWDs in the mass media. Zusammenfassung der Dissertation Die massenmediale Darstellung von Menschen mit einer sichtbaren körperlichen Behinderung (MmB) zeigt verschiedene quantitative wie qualitative Auffälligkeiten. Generell werden MmB massenmedial nur selten berücksichtigt und erfahren zum Teil sogar einen gänzlichen Ausschluss aus der medial hergestellten Öffentlichkeit. Wenn MmB eine mediale Berücksichtigung finden, fokussiert die Berichterstattung in vielen Fällen – unabhängig von dem jeweiligen Thema – auf die Behinderung des dargestellten Protagonisten. Des Weiteren werden MmB sowie Athleten mit Behinderung (AmB) häufig mittels spezifischer (negativer) news cues sowie mit unvorteilhaften Nachrichtenframes abgebildet. Massenmedien verstärken somit theoretisch eher die negativen Sichtweisen, die MmB/AmB entgegengebracht werden, anstatt zu einer positiven Veränderung beizutragen. Der Forschungsstand im Bereich der Medienwirkungen im Zusammenhang mit der Darstellung von MmB kann als widersprüchlich und kaum erforscht bezeichnet werden. Bis heute fehlen experimentelle Wirkungsstudien, die einen Ursache-Wirkungsbezug zwischen medialen Darstellungen sowie entsprechenden Einstellungen und Verhaltensweisen bei Rezipienten erlauben, sogar gänzlich. Das Ziel der vorliegenden Dissertation fokussierte daher darauf, die beschriebene Forschungslücke in einem ersten Schritt zu schließen. In Kapitel zwei der vorliegenden Arbeit wird analysiert, inwiefern der Kommunikationskontext in dem MmB dargestellt werden, einen Einfluss auf Wahrnehmungsprozesse (Personenbeurteilung) bei Rezipienten hat. Hierzu wurden zwei experimentelle Studien durchgeführt. In Studie 1 wurden nichtbehinderte Teilnehmer (N = 97) zufällig auf vier Untersuchungsgruppen verteilt. Der Kontext wurde mit Hilfe eines subliminalen Text-Primes (30ms) manipuliert. Probanden wurden in den jeweiligen Gruppen den Primes Behinderung, Sport, Politik, oder keinem Prime (Kontrollgruppe) ausgesetzt. Im Anschluss beurteilten die Teilnehmer einen visuell dargestellten MmB (Armamputation). In der zweiten Studie wurden nichtbehinderte Teilnehmer (N = 63) auf drei Untersuchungsgruppen verteilt und lasen einen illustrierten Printartikel (abgebildet war dasselbe Foto, welche bereits in Studie 1 verwendet wurde). Der Kontext des Artikels wurde mit Hilfe verschiedener news cues (Behinderung, Sport, Politik) manipuliert. Der Rest des Artikels war dagegen in allen Gruppen identisch. Beide Studien zeigten, dass der Kontext Behinderung (subliminal sowie supraliminal) einen systematisch negativen Einfluss auf die Wahrnehmung der Probanden bezüglich des jeweils dargestellten MmB hatte (negativere Einstellungen). Verschiedene Untersuchungen konnten belegen, dass nichtbehinderte Personen automatisch negative Stereotype aktivieren, wenn Sie mit Personen von stigmatisierten Gruppen konfrontiert werden. In Kapitel drei der vorliegenden Dissertation werden sowohl explizite Einstellungen, als auch implizite Assoziationen (IAT) gegenüber AmB sowie Athleten ohne Behinderung untersucht. Hierbei kam es zur Anwendung eines mehrstufigen Untersuchungsdesigns. Auf der ersten Stufe der Untersuchung (n = 143), wurden relevante Begrifflichkeiten (Adjektive) ermittelt, welche die Teilnehmer mit den Begriffen „Behinderung“ und „Sport“ in Verbindung bringen. Stufe zwei diente dazu, die Begriffe hinsichtlich ihrer Valenz und Bedeutsamkeit zu testen (n = 102). Auf Stufe drei beurteilten Teilnehmer (n = 85) dann Athleten mit und ohne Behinderung auf einer bipolaren Skala. Im Anschluss wurde dann ein impliziter Assoziationstest mit 41 Probanden durchgeführt. Die Ergebnise zeigten unter anderem, dass implizite Assoziationen soziale Beurteilungsprozesse bezüglich Sportlern mit und ohne Behinderung in unterschiedlicher Weise beeinflussten. In Kapitel vier der Arbeit werden die Effekte von spezifischen textlichen Nachrichtenframes im Bereich des Behindertensports untersucht. In einer experimentellen Studie (between-subjects design) wurden 90 Teilnehmer zufällig auf drei Untersuchungsgruppen verteilt. Die Probanden lasen jeweils eine Sportnachricht über die Situation von AmB in der Vorbereitungsphase auf die Paralympischen Spiele in London. Der spezifische Frame wurde in Abhängigkeit der Gruppe manipuliert und fokussierte in der ersten Gruppe auf die sportliche Leistungsfähigkeit von AmB. In der zweiten Gruppe wurde die „Behinderung“ und die (angebliche, finanzielle) Abhängigkeit von AmB hervorgehoben. In Gruppe drei erhielten die Teilnehmer einen Nachrichtenframe, der eine aus den beiden erstgenannten Frames kombiniert wurde (Mixed-Bedingung). Unter anderem wurde die wahrgenommene Wichtigkeit bezüglich verschiedener Aspekte untersucht und die Einstellungen der Probanden gegenüber einem AmB, der in dem Text dargestellt wurde, untersucht. Die Resultate zeigen, dass ein Nachrichtenframe, der auf sport-spezifische Aspekte (Leistung) fokussierte, zu positiveren Einstellungen der Probanden gegenüber dem dargestellten AmB führte. Verschiedene inhaltsanalytische Studien konnten belegen, dass AmB regelmäßig mit Hilfe von stereotypen und unvorteilhaften visuellen Nachrichtenframes in den Massenmedien dargestellt werden. In Kapitel fünf werden daher die spezifischen Wirkungen unterschiedlicher visueller Nachrichtenframes im Bereich des Behindertensports untersucht. In einem Experiment mit einem 3 (Framingbedingungen) x 2 (Kontakt der Probanden zu MmB) between-subjects design wurden insgesamt 88 Probanden zufällig auf drei Untersuchungsgruppen verteilt. Die Teilnehmer lasen eine Sportnachricht (identisch in allen Gruppen) mit dem Foto eines Speerwerfers mit Behinderung (Armamputation). Der Hintergrund (visueller Frame) wurde systematisch manipuliert, sodass die Teilnehmer der unterschiedlichen Gruppen den Athleten bei der Ausübung seines Sports entweder mit viel Publikum im Bildhintergrund, wenig Publikum oder gar keinem Publikum im Bildhintergrund präsentiert bekamen. Die Ergebnisse der Studie belegten, dass ein visueller Frame, der Zuschauer in Bildhintergrund zeigte, zu signifikant positiveren Einstellungen der Teilnehmer gegenüber dem dargestellten AmB führte. Die in Kapitel sechs dargestellte Untersuchung verfolgte zwei Ziele. Zunächst sollten die Erkenntnisse im Bereich der Wirkung textlicher Nachrichtenframes im Zusammenhang mit Kommunikaten über MmB erweitert werden, indem ermittelt wurde, inwieweit spezifische Textframes die Wahrnehmung der Qualität von journalistischen Produkten beeinflusst (z.B. Qualität eines Nachrichtenbeitrages). In einem zweiten Schritt wurde untersucht, ob die Rezeption eines bestimmten Nachrichtenartikels bzw. Nachrichtenframes das nachgelagerte Verhalten in einer spontanen Interaktionssituation mit einem MmB beeinflusst. Hierzu wurden zwei experimentelle Studien durchgeführt. In Studie 1 wurden 69 Probanden zufällig auf drei Untersuchungsgruppen verteilt. Ihnen wurde jeweils ein Artikel zur Situation von AmB vor den Paralympsichen Spielen in London vorgelegt. In Studie 2 lasen Teilnehmer Nachrichtentexte mit unterschiedlichen Nachrichtenframes und interagierten im Anschluss mit einer zuvor in dem Artikel dargestellten Person mit körperlicher Behinderung (Armamputation). Während der Interaktionssituation wurden unter anderem die Blickbewegungen der Probanden sowie ihr verbales Kommunikationsverhalten aufgezeichnet. Die Ergebnisse der beiden Studien verdeutlichen, dass ein sportspezifischer Nachrichtenframe (im Vergleich zu einem Frame der die Behinderung eines MmB in stereotyper Weise thematisiert) die Qualitätswahrnehmung in positiver Weise beeinflusst. Weitergehend zeigte sich, das Nachrichtenframes, welche die Behinderung in einer positiven bzw. negativen Weise hervorheben zu systematischen Beeinflussungen hinsichtlich des verbalen Kommunikationsverhaltens in der anschließenden Interaktionssituation führten. Außerdem zeigten sich entsprechende Beeinflussungen (Vermeidungsverhalten) hinsichtlich des Blickkontaktes zu der Person mit Behinderung, das mit Hilfe eines mobilen Eye-Tracking-Systems aufgezeichnet wurde. Die Ergebnisse der vorliegenden Dissertation werden hinsichtlich ihrer Implikationen für die massenmediale Darstellung von MmB diskutiert

    Das „Attention-Window“-Modell: Eine Exploration verschiedener Einflussfaktoren auf die Größe und Form des visuellen Aufmerksamkeitsfokus im Sport

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    Zusammenfassung. Sowohl Athleten als auch Trainer und Schiedsrichter stehen im Sport häufig vor der Aufgabe, ihre visuelle Aufmerksamkeit in Bruchteilen von Sekunden von einem fokus-sierten Zielobjekt auf einen weiten Bereich – und umgekehrt – zu verteilen. Die optimale Ausrichtung und die flexible Anpassung der Eigenschaften des Aufmerksamkeitsfokus stellen eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche sportliche Leistungen dar. Verschiedene Situationen im Sport, wie zum Beispiel ein ungenaues Passspiel, das Übersehen eines freien Mitspielers oder eine klare Fehlentscheidung bei einer Abseitssituation, lassen annehmen, dass der Aufmerksamkeitsfokus nicht immer optimal in seiner Größe und Form ausgerichtet wird. Ziel dieses Forschungsprogramms ist die Erweiterung der kognitionspsychologischen Forschungslage um neue Aspekte hinsichtlich der möglichen Ausrichtung des visuellen Aufmerksamkeitsfokus. Ausgangspunkt dafür ist das Zoom-Lens-Modell, welches von einer variablen Linse ausgeht, wobei die Aufmerksamkeit situationsabhängig entweder mit hoher Auflösung auf einen kleinen Bereich fokussiert oder mit geringerer Auflösung auf einen größeren Bereich verteilt werden kann. Das Modell bietet eine bildliche, metaphorenhafte Vorstellung der Ausrichtung der visuellen Aufmerksamkeit, lässt darüber hinaus aber eine Präzisierung über dessen Größe und Form offen. Mithilfe einer experimentellen Untersuchungsreihe (13 Einzelexperimente plus 3 Vorstudien) sollen neue und vor allem differenziertere Erkenntnisse hinsichtlich dieser Eigenschaften des visuellen Aufmerksamkeitsfokus gewonnen sowie deren mögliche Veränderungen durch verschiedene Einflussfaktoren betrachtet werden. Durch das für dieses Forschungsprogramm entwickelte Attention-Window-Paradigma lassen sich die mithilfe dieses Labortests gewonnenen Daten der einzelnen Publikationen miteinander vergleichen, so dass allgemeingültige Aussagen über die Größe und Form des Aufmerksamkeitsfokus in Abhängigkeit von verschiedenen Einflussfaktoren getroffen werden können und sich darüber hinaus ein dem Zoom-Lens-Modell erweiternder Ansatz, das Attention-Window-Modell, einführen lässt. Insgesamt lassen sich drei primäre Befunde in Bezug auf die untersuchten Eigenschaften des Attention-Windows festhalten. Erstens kann der Aufmerksamkeitsfokus bis zu einer maximalen Sehwinkel-Größe von durchschnittlich etwa 29° ausgeweitet werden. Zweitens lässt sich anhand der Experimente zusammenfassend schlussfolgern, dass die Verarbeitungsgenauigkeit des Aufmerksamkeitsfokus bei einer Fokussierung eines engen Bereiches im Vergleich zu einer weiten Aufmerksamkeitsausrichtung um durchschnittlich etwa 28% erhöht ist. Schlussendlich lässt sich drittens festhalten, dass das maximale Attention-Window sich in Form einer Ellipse darstellt, mit einer größeren horizontalen als vertikalen Ausdehnung. Die Größe des Aufmerksamkeitsfensters einer Person hängt sowohl von langfristigen, experimentell unbeeinflussbaren Faktoren wie Alter und Erfahrung ab als auch von kurzzeitigen Einflussfaktoren durch spezifische Aufgaben- oder Situationsveränderungen. Die Form des Aufmerksamkeitsfokus hingegen präsentiert sich unabhängig von den Einflussfaktoren als eine Ellipse. Durch eine nicht nur bildhafte Vorstellung des Aufmerksamkeitsfokus, sondern ein ergänzendes, differenzierteres Wissen hinsichtlich des-sen Eigenschaften in Abhängigkeit von persönlichen Gegebenheiten und Entwicklungen sowie der möglichen kurzzeitigen Veränderung der Fokusgröße durch gezielte Induktionen bestimmter Situationen oder Aufgaben könnten sich spezifische Konsequenzen und Interventionen für Trainingskonzepte ableiten lassen, wodurch die Aufmerksamkeitsaus-richtung optimiert und somit das gesamte Spielgeschehen verbessert werden könnten. Summary. Athletes, coaches, and referees frequently face the task of allocating their visual at-tention in fractions of seconds from a focused target to a wide scope, and vice versa. The optimal arrangement and flexible adaption of features of the attentional focus constitute an essential condition for successful sports achievements. Different situations in sports, such as an inaccurate pass, the overlooking of a free teammate, or an obviously misguided decision in an offside situation, suggest that the attentional focus is not always aligned optimally in size and shape. The aim of this research program is to extend the research in cognitive psychology in order to find new aspects concerning the possible orientation of visual attentional focus. The initial point for this is the Zoom-Lens-Model, which starts from the assumption of a variable lens where attention can either be focused on small areas with high resolution, or with lower resolution on large areas, depending on the situation. The model offers a figurative, metaphorical imagination of the direction of visual attention, but leaves open the specification of size and shape. With the aid of an experimental test series (13 single experiments/studies plus 3 preliminary studies), new and especially differential insights concerning the characteristics of visual attentional focus should be gained, as well as possible modifications through a variety of influential factors. Due to the Attention-Window-Paradigm, which was specifically developed for this research program, it is possible to compare the gained data of individual laboratory tests of individual publications so that general statements about the size and shape of attentional focus can be made based on various influential factors. Furthermore, an expanding approach of the Zoom-Lens-Model, the Attention-Window-Model, can be introduced. Altogether, three primary findings with regard to the investigated characteristics of the Attention-Window can be recorded. First, attentional focus can be extended up to a maximum visual angle of an average of approximately 29°. Second, processing accuracy of attentional focus is increased by an average of about 28% at focusing of a narrow range compared to another focus of attention. Third, it can be stated that the maximum Attention-Window presents itself in the shape of an ellipse. The size of the Attention-Window of a person depends on both long-term, experimentally not influenceable factors such as age and experience, as well as short-term factors depending on specific task or situation changes. The shape of the attentional focus, however, presents itself as an ellipse regardless of the influence factors. By means of a not only visual representation of the attentional focus, but also additional, differentiated knowledge regarding its properties, specific consequences and interventions for training concepts could be derived

    Der Einfluss von Sojaisoflavonen auf hormonabhängige Organe - tierexperimentelle Studien im Modell der weiblichen Wistar Ratte

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    Zusammenfassung: Bisherige epidemiologische Studien zeigen, dass ein erhöhter Sojakonsum mit einem verringerten Brustkrebsrisiko verbunden ist. So liegt die Inzidenz von Brustkrebs in asiatischen Ländern rund dreimal niedriger als in westlichen Ländern. Dies wird auf die traditionell asiatische Ernährungsweise zurückgeführt, die durch eine hohe Aufnahme von Soja und Sojaprodukten charakterisiert ist. Studien belegen, dass die darin enthaltenen Isoflavone Genistein, Daidzein und Glückten, aufgrund ihrer strukturellen Ähnlichkeit mit 17β-Estradiol und dem damit verbundenen estrogenen Wirkpotential in Zusammenhang mit einer Reihe positiver als auch negativer Wirkungen auf die Gesundheit des Menschen stehen. Ziel der vorliegenden Dissertation war es mittels tierexperimenteller Studien zu untersuchen, welchen Einfluss die Dosis, der Expositionszeitraum und ein erhöhter Fettanteil in der Nahrung auf die Wirkung der Isoflavone im weiblichen Organismus, im Speziellen auf die Brustdrüse ausüben. Für die Beantwortung dieser Fragen wurden 3 Tierversuche (TV) in der weiblichen Wistar- Ratte durchgeführt. Für die Untersuchung einer Dosisabhängigkeit wurden im ersten Tierversuch (TV I) die Tiere lebenslang entweder mit einer isoflavonfreien Diät (IDD) oder einer isoflavonreichen Diät in zwei unterschiedlichen Konzentrationen (IRD50 mit 69 ppm und IRD400 mit 506ppm IF-Aglkyon-Äquivalent) gefüttert, um eine asiatische Ernährungsgewohnheit zu simulieren. Es wurden entwicklungsbiologisch relevante Parameter (Pubertätseintritt, Menstruationszyklus, Körpergewichtsentwicklung), nicht-klassisch estrogensensitive Gewebe (viszerale Fettmasse) und klassisch estrogensensitive Gewebe (Uterus und Vagina) in 80 Tage alten (PND 80) intakten Tieren und ovarektomierten Tieren am PND97 untersucht. Ebenfalls wurde die proliferative (PCNA) und estrogene (PR) Aktivität der Brustdrüse immunhistologisch untersucht. Für die Untersuchung der Estrogensensitivität in der Brustdrüse wurde ein Uterotropher Assay durchgeführt. Hierfür wurden die Tiere am PND80 ovarektomiert und nach einem zweiwöchigen hormonal decline anschließend für 3 Tage mit 4 μg/kg KGW/d 17β-Estradiol (E2) oder Kontrolllösung (OVX) behandelt. Für die Untersuchung des Einflusses des Expositionszeitraumes, erhielten Tiere in TV II zum Zeitpunkt der Ovarektomie (PND80) für 17 Tage entweder die IDD oder die IRD400. Erneut wurde die Responsivität der Brustdrüse im Rahmen eines Uterotrophen Assays untersucht. Inwiefern sich ein erhöhter Anteil an Nahrungsfett auf den Organismus und die Wirkung von Isoflavonen auswirkt, wurde in einem dritten TV (TV III) untersucht. Hierfür wurde der IDD und IRD400 eine zusätzliche Fettquelle in Form von Sonnenblumenöl zugefügt (40 kJ% Energie aus Fett; IDD HF, IRD HF). Zu der lebenslangen Exposition mit einer der beiden fettarmen Diäten (9 kJ% Energie aus Fett; IDD LF, IRD LF) erfolgte am PND21 für je einen Teil der Tiere der Futterwechsel auf das entsprechende HF-Futter. Es erfolgte die Analyse der gleichen Gruppen und Parameter wie zuvor in TV I beschrieben. Die Ergebnisse aus den ersten beiden Tierversuchen zeigen einen deutlichen Einfluss sowohl der Dosis als auch des Expositionszeitraumes auf die Wirkung von Isoflavonen. In TV I konnte gezeigt werden, dass eine lebenslange hohe Isoflavonexposition (IRD400) in E2- behandelten Tieren zu einer verringerten proliferativen Antwort und Estrogensensitivität in der Brustdrüse führt. Die veränderte Ansprechbarkeit der Brustdrüse auf E2 könnte demnach die Ursache für das verringerte Brustkrebsrisiko in asiatischen Frauen sein und den protektiven Effekt seitens der Isoflavone erklären. Interessanterweise konnte dies nicht für die geringe Isoflavondosis (IRD50) gezeigt werden. Fand die Substitution von hochdosierten Isoflavonen akut für einen kurzen Zeitraum nach der Ovarektomie statt (TV II), so reagiert die Brustdrüse mit einer erhöhten estrogenen Antwort gekoppelt an eine erhöhte Proliferation. Diese Exposition simulierte die Aufnahme von Isoflavonen in der postmenopausalen Frau und unterstreicht die Relevanz des Expositionszeitraums. Der steigende Isoflavon-Konsum bei postmenopausalen Frauen und damit die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln auf Soja-Basis sind daher kritisch zu betrachten. Hinzu kommt, dass eine lebenslange Isoflavongabe zu einem früheren Pubertätseintritt in Kombination mit einem verkürzten Zyklus führte (TV I), was einen Hinweis auf unerwünschte Nebeneffekte auf das Reproduktionssystem liefert. Eine frühe Menarche und ein kurzer Menstruationszyklus in der Frau führen zu einer erhöhten Lebenszeitexposition mit Estrogen, das einen kritischen Risikofaktor bei der Brustkrebsentstehung darstellt. Die Abschätzung des gesundheitlichen Nutzens der Einnahme von Isoflavonen ist demnach nur unter einer sehr differenzierten Betrachtungsweise möglich und schließt eine Vielzahl von Faktoren ein, die berücksichtigt werden müssen. Interessanterweise zeigte sich die Wirkung von Isoflavonen durch einen erhöhten Fettanteil in der Nahrung unberührt (TV III). Hier konnte sich keine veränderte Proliferation in der Brustdrüse durch die Substitution mit Fett (HF) feststellen lassen. Einen interessanten Nebenaspekt stellten die erhöhten HDL-Serumspiegel in intakten Tieren durch die IRD dar. So gibt dies Hinweise auf einen potentiell protektiven Effekt der Isoflavone auf den Fettstoffwechsel, der möglicherweise für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze bei der Prävention von Adipositas und Arteriosklerose genutzt werden könnte. Abstract: The incidence of breast cancer in Asian countries is approximately three times lower than in western countries. Epidemiological studies showed that the lifestyle and the nutritional habits seem to play an important role in cancer etiology. The traditional Asian diet is rich in soy, which is the main source of the isoflavones (IF) genistein, daidzein and glycitein. Isoflavones are plant-derived compounds with structural similarity to 17β-estradiol and can exert estrogenic effects via binding to estrogen receptor. The aim of this study was to investigate the potential beneficial or adverse health aspects of isoflavones in the female organism, especially in the breast with respect to the impact on the risk of developing breast cancer. In this work, we investigated the impact of the dose, the time point of exposure and the influence of dietary fat on the action of isoflavones. Three independent animal experiments in the female Wistar rat were conducted. For analysis of a dose response relationship animals received lifelong an isoflavone-depleted diet (IDD) or an isoflavone enriched diet with two different concentrations (IRD50 with 69ppm and IRD400 with 506ppm IF aglycone equivalents) for simulating the traditional Asian dietary habits. Body weight development, puberty onset, and the estrus cycle length were determined of growing rats. At the age of 80 days (PND80) proliferative (PCNA) and estrogenic (PR) activity were immunohistochemically analyzed in the mammary gland of intact rats. Body weight, viszeral fat mass, adipocyte size, uterine wet weight, uterine and vaginal epithelial height were examined. In order to analyze estrogen sensitivity of the mammary gland IDD, IRD50 and IRD400 rats were ovariectomized at PND80 and treated either with vehicle (OVX) or 17β- estradiol (E2, 4 μg/kg bw/d). To investigate the short-term effect of isoflavone exposure a second experiment was performed. Adult rats were exposed to IDD or IRD400 from PND 80 for 17 days and an uterotrophic assay was performed as described above. Like in the first experiment the responsiveness of the mammary gland was analyzed. In the last experiment we investigated the influence of dietary fat in combination with a lifelong isoflavone exposure. Therefore in the third experiment we supplemented the IDD and IRD400 with an additional fat source consisting of sunflower oil (40 kJ% energy of fat; IDD HF, IRD HF). In addition animals were subjected to lifelong exposure with one of the low fat diets (9 kJ% energy of fat; IDD LF, IRD LF) and one group per diet was switched to the HF diet at PND 21. The same groups, treatments and parameters were analyzed as mentioned in experiment one. Lifelong exposure (experiment 1) to IRD400 resulted in decreased proliferative and estrogenic response of the mammary gland in E2 treated animals, which was not achieved through IRD50. We observed a reduced estrogen sensitivity of this organ through a long-term high isoflavone intake (IRD400). Short-term exposure (experiment 2) of isoflavones resulted in the opposite effect. IRD400 caused an induction of proliferation and a higher estrogenic activity compared to IDD. This result brought about serious concerns in terms of the safety of using soy supplements and, therefore further investigations have to be carried out. Another aspect was the observation of an advanced puberty onset and shortened estrus cycle length in the lifelong IRD exposed animals which led to unwanted side-effects due to inceased lifetime estrogen exposure. In addition the main results of the first two animal experiments showed a strong influence of the given dose and the importancy of the duration of exposition on isoflavone action and should be taken into consideration. Dietary fat did not influence the proliferative response of isoflavone exposed animals. Furthermore, we observed an induction of serum HDL through IRD in intact animals. This indicates potential mechanisms by which soy isoflavones exert beneficial effects on the fat metabolism. This can probably be used to develop new therapeutic strategies in the prevention of obesity and cardiovascular diseases like arteriosclerosis

    Sportpartizipation und Einsamkeit - Die Bedeutung der Gruppenidentifikation und des sozialen Wohlbefindens im Sport

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    Einsamkeit, die aus einem qualitativen Mangel in den Sozialbeziehungen eines Individuums resultiert, ist durch zahlreiche negative Folgen ein individuelles, aber auch ein gesellschaftliches Problem. Sozialbeziehungen ent- und bestehen beispielsweise durch Sportpartizipation, die fester Bestandteil der Gesellschaft ist. Von diesem Ausgangspunkt wurde in drei aufeinander folgenden Studien untersucht, ob Sportpartizipation das Einsamkeitserleben beeinflusst und unter welchen Bedingungen sie eine Option zur Einsamkeitsreduktion darstellt. In Studie 1 wurde festgestellt, dass sportlich aktive Menschen sich grundsätzlich nicht im Einsamkeitserleben von der Gesamtbevölkerung unterscheiden. Sowohl Studie 1 als auch Studie 2 zeigten, dass Menschen, die in ihrer Sportgruppe soziales Wohlbefinden erleben, weniger einsam sind als solche mit einem geringeren sozialen Wohlbefinden. Zudem deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass Menschen, die sich stark mit ihrer Sportgruppe identifizieren, ein geringeres Einsamkeitserleben haben, sofern die Sportgruppe für sie bedeutsam ist. Studie 3 konnte experimentell zeigen, dass der Beziehungsaspekt des sozialen Wohlbefindens, der widerspiegelt, wie eingebunden Menschen sich in einer sozialen Situation fühlen, dann besonders hoch ist, wenn eine kooperative sportliche Aktivität durchgeführt wird. Daraus kann gefolgert werden, dass Menschen zum Zwecke einer geringen Ausprägung von Einsamkeit kooperative sportliche Aktivitäten bevorzugen sollten. Abstract Loneliness, resulting from a qualitative lack of social relations of an individual, is an individual as well as societal problem due to numerous negative consequences. Social relations, for instance, arise and are part of sport participation, an inherent part of society. Based on these assump-tions, three successive studies investigated whether loneliness is influ-enced by sport participation and whether there are conditions under which sport participation is able to reduce loneliness. Study 1 revealed that physically active people do not differ from the total population con-sidering perceived loneliness. Study 1 and 2 suggested that people, who perceive social well-being within their sport group, are less lonely than those reporting lower social well-being. Furthermore the results indicate, that people who strongly identify with their sport group, show less per-ceived loneliness, if their sport group is considered as important for them. A third, experimental study showed that the relationship aspect within social well-being, reflecting how involved people perceive themselves in a social situation, is particularly high, when the physical task is cooperative in nature. It can be concluded that people who aim at reducing their lone-liness, should engage in cooperative physical tasks

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