Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Elektronische Zeitschriften
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Zur Entwicklung des Botanischen Gartens der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in den Jahren 1983 bis 1987
Zur Webspinnenfauna (Arachnida; Araneae) in Getreidefeldern und angrenzenden Feldrainen im Mitteldeutschen Raum
.Spiders are abundant epigeal predators in agricultural sites in Europe. Little is known about the importance of the spider fauna in field boundaries in regard to the regulation of pest populations in the field. lnvestigations were carried out in 1989 and 1990 in cereal fields and field boundaries using of pitfall-traps. In the 3 fields and field boundaries studied, a total of 9510 individuals from 14 families and 82 species were recorded. Species numbers in the field boundaries were nearly twice as high as those found in the fields.
Within the cereal fields members of the Linyphiidae, including Oedothorax apicatus. Erigone atra. E. dentipalpis and Meioneta rurestris, reached higher densities compared to other groups. In the field boundaries the Lycosidae and Thomisidae were more common. Dominant species here included Pardosa prativaga, Trochosa ruricola, Aulonia albimana and Oxyptila praticola.
Spider species diversity and dominance structure in the different habitats depended mainly on the particular plant formation at the respective investigation sites. Differences in the spider communities between fields and boundaries were much higher than those in the communities of ground beetles studied in the same places.
Most species of Araneae found in the fields were also recorded in the field boundaries. Even with intensive management of the fields, reimmigration of species from boundaries into the fields might be possible. As a whole faunal exchange between both habitats seems to be small. But the results for some species, especially for Pardosa palustris and P. pullata, indicate that some immigration does exist.
Field boundary balks are characterised by high species diversity. They are important refuges for a lot of animal- and plant species
Geoökologische Untersuchungen zur Schwermetallbelastung städtischer Kleingärten in Halle/Saale
.First examinations at the Institute for Geography, University Halle-Wittenberg, show that the soils of gardens in the city of Halle generally are not polluted or "noxious" [DIABY et ZIERDT (1993), FRÜHAUF at al. ( 1993)]). As a result it can be stated that in few cases today's official limits for soils and plants are exceeded. These sites - often single gardens - are located on former most natureous refuse tips. They should be rehabilitate through mixing with unstressed mother earth. This paper special explain and discuss the reasons and mechanism of heavy metal "contents"
Fluidentwicklung und Diagenese im Nordostdeutschen Becken: Petrographie, Mikrothermometrie und Geochemie stabiler Isotope
Das Nordostdeutsche Becken (NEDB) ist ein etwa 300 km breites und 200 km langes Teilbecken des Mitteleuropäischen Beckens, in dem mehr als 8000 m mächtige Gesteine akkumuliert wurden. Seine Entwicklung erfolgte in fünf Stadien und begann im Perm mit der Ablagerung mächtiger Vulkanitserien. Neben diesem initialen Stadium können das permotriassische Hauptabsenkungsstadium, das Differenzierungsstadium (Rhät - Jura), das Inversionsstadium (Kreide) und Stabilisierungsstadium (Tertiär - Quartär) unterschieden werden.
Petrographische, mikrothermometrische und isotopengeochemische Untersuchungen (δ34S, δ 13C, δ 18O) von Bohrkernproben zeigen, dass sich in diagenetischen Mineralparagenesen und den darin enthaltenen Flüssigkeitseinschlüssen die Beckenentwicklung widerspiegelt. Die authigenen und hydrothermalen Minerale repräsentieren die chemische Zusammensetzung, die physiko-chemischen Parameter sowie die Herkunft und Migrationspfade von verschiedenen Paläo-Fluidsystemen. Basis der Untersuchungen bilden ca. 250 Proben von 29 Tiefbohrungen und mehreren Oberflächenaufschlüssen aus dem NEDB. Es standen jeweils 211 Proben für petrographische und mikrothermometrische Untersuchungen und 150 Mineralseparate für isotopengeochemische Analysen zur Verfügung. Schwerpunkt der Untersuchungen waren die fluid-führenden sekundären Karbonate, Quarze, Anhydite, Baryte, Fluorite und Feldspäte. Unter Berücksichtigung der petrographischen und regionalgeologischen Bedingungen konnten sieben Fluidphasen unterschieden werden (Abb. 9-1):
1. Älteste Mineralbildungen sind Drusenfüllungen und intraformationelle Brekzien in den permokarbonen Vulkaniten. Diese sind wahrscheinlich das Resultat einer hydrothermalen „Nachphase“ des Rotliegend-Vulkanismus. Charakteristische Minerale sind vor allem Kalzit und Epidot, außerdem Albit, Chlorit und Quarz. Die entsprechenden Flüssigkeitseinschlüsse sind durch niedrige Salinitäten von ca. 2 - 15 Gew. % NaCl+CaCl2 Äquiv. Und Bildungstemperaturen (Tb) von 210 - 290 °C charakterisiert.
2.-3. Es folgen zwei Fluidphasen, welche durch früh- und spätdiagenetischen Mineralbildungen repräsentiert werden. Flüssigkeitseinschlüsse in frühdiagenetischen Anhydrit- und Dolomitzementen lassen auf Tb < 50 °C schließen. Spätdiagenetischen Fluide, welche überwiegend in Kalzit- und Quarzzementen beobachtet wurden, zeigen bei niedrigen bis mittleren Tb von 50 - 175 °C sehr hohe Salinitäten von 20 - 35 Gew. % NaCl+CaCl2 Äquiv.
4. Ein viertes Fluidereignis repräsentiert das Differenzierungsstadium am Ende der maximalen Beckenversenkung im Keuper. Neben den tektonisch bedingten Störungssystemen sorgten infolge starker Alteration von Feldspäten, Illitisierung, Chloritisierung und weiterer diagenetischer Prozesse entstandene Permeabilitäten und Porositäten für erhöhte Fluidzirkulationen. Die in Kluftmineralen enthaltenen Flüssigkeitseinschlüsse weisen tiefenabhängig hohe Salinitäten von etwa 20 - 30 Gew. % NaCl+CaCl2 Äquiv. und Tb von 60 - 270 °C auf. Die Sauerstoff-Isotope
zeigen Signaturen basinaler Tiefenwässer.
5. Während die oben genannten Fluidsysteme im gesamten Becken nachgewiesen werden konnten, beschränkt sich ein fünftes, hochthermales Fluid mit Tb bis 350°C auf das Beckenzentrum und Klüfte der permokarbonen Vulkanite sowie den Zeitraum Rhät bis Jura. Die Salinitäten änderten sich zum vierten Fluidsystem nicht. Kogenetisch zu den wässrigen Einschlüssen gebildete N2- und CH4-Einschlüsse deuten auf erhöhte Gasmigration hin.
6. Ein sechstes Fluidsystem wurde nur in Kluftmineralen der Störungszone des nördlichen und südlichen Beckenrandes nachgewiesen. Es zeigt Fluideinschlüsse mit niedrigeren Tb von 60 – 180°C und Salinitäten von 20 - 28 Gew. % NaCl+CaCl2 Äquiv. Während im Beckenzentrum Gradienten von 50 °C/km bestimmt wurden, waren im Bereich der Scholle von Calvörde 70 °C/km nachweisbar. Diese Gradienten können nicht auf die Tiefenlagen vor der Heraushebung zurückgeführt werden. Die Sauerstoff-Isotopendaten weisen auf eine Mischung basinaler Tiefenwässer mit meteorischen Wässern hin. Starke Hebungsvorgänge von Krustenschollen in der Kreide führten zur hydraulischen Mischung der Fluide. Charakteristische Minerale dieser Fluidphase sind Kalzit, Fluorit, Baryt und Anhydrit.
7. Die jüngsten Fluide konnten in sekundären Einschlüssen von Mineralzementen nachgewiesen werden. Die Tb von 60 - 250 °C repräsentieren das Stabilisierungsstadium des Sedimentbeckens. Charakteristisch sind Salinitäten von 0 – 10 Gew. % NaCl+CaCl2 Äquiv. Offenbar waren zum Zeitpunkt der Fluidbildung die bestehenden Mineralparagenesen so stabil, dass keine Gesteins-Fluid-Wechselwirkungen stattfanden.
Neben dieser Differenzierung der Fluidphasen konnten weitere Ergebnisse erzielt werden. So zeigt die mikrothermometrisch ermittelte, vertikale Temperaturverteilung einen sehr steilen thermischen Gradienten im Bereich der permokarbonen Vulkanite. Dieser lässt sich nur unter Annahme konvektiver oder advektiver Fluidzirkulation in den stark alterierten und geklüfteten Vulkaniten erklären. Bedeutsam ist auch, dass nur in den Vulkaniten zoniert gewachsener Kluftquarz beobachtet wurde.
Ein weiteres Ergebnis zeigt sich im Vergleich der Fluiddaten des NEDB mit denen der Harzer Sulfid- Gänge (z.B. ZHENG & HOEFS 1993a, b, LÜDERS et al. 1993a). Mikrothermometrische, petrographische und isotopengeochemischen Signaturen deuten so auf z.T. gemeinsame Fluidquellen hin.
In Kooperation mit C. Breitkreuz, G. Brecht und A. Schmidt Mumm konnte zudem ein hydrothermales liassisches Ereignis (206 - 156 Ma) in den permokarbonen Vulkaniten des NEDB nachgewiesen werden (BRECHT & WOLFGRAMM 1998, WOLFGRAMM et al. 1998), welches durch Temperaturen bis 350°C charakterisiert ist.
Die isotopengeochemischen Signaturen geben Hinweise auf verschiedene Quellen, Pfade und Mischung von Fluiden. So konnte eine Mischung von deszendierenden Zechsteinwässern mit Porenwässern der Rotliegend-Sandsteine und im Bereich tiefgreifender Störungszonen sogar mit Wässern der permokarbonen Vulkanite ebenso nachgewiesen werden wie die Mischung meteorischer mit basinalen Tiefenwässern. Die Kohlenstoff-Isotope deuten auf aszendierende Wässer der kohlenstoffreichen Karbon-Sedimente und teilweise auf juvenile Wässer hin. Das NEDB kann dem entsprechend nicht als geschlossenes System betrachtet werden, da es auch durch externe Fluidquellen beeinflusst wird
Was sagen uns die hydrothermalen Mineralgänge des Harzes und des Thüringer Waldes zur geologischen Entwicklung des Gebietes?
kein Abstract vorhande
Manganreiche Sedimente im Ordovizium: ein paläogeographischer Proxy für Avalonia
kein Abstract vorhande