Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: Elektronische Zeitschriften
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    Untersuchungen zur Zikadenfauna der Lebensraumtypen von Basel: (Hemiptera, Auchenorrhyncha)

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    Die Martin-Luther-Universität als regionaler Wirtschaftsfaktor

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    Universitäten werden in der Öffentlichkeit durchaus kontrovers und ambivalent bewertet. Dies gilt ebenso für ihre Bedeutung für den Hochschulstandort oder die dazugehörige Region. Zum einen gelten sie als Kostenfaktor zum anderen als Bereicherung durch Wissensgenerierung, als kultureller Fokus und aus finanzieller Sicht. Dies gilt insbesondere in solchen Städten, deren übrige Funktionen angesichts der Dominanz ihrer Universität zurücktreten. Hier reicht die Wirkung der Forschungs- und Bildungseinrichtung bis weit in das Alltagsleben hinein, bestimmt das Erscheinungsbild und die Strukturen ganz wesentlich. In der vorliegenden Studie steht die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Martin-Luther- Universität für ihre Region im Mittelpunkt der Betrachtung. Im Zusammenhang mit der Diskussion um finanzielle und personelle Einschnitte in der Hochschullandschaft von Sachsen-Anhalt einerseits und dramatischer ökonomischer und demographischer Schrumpfungsprozesse in ostdeutschen Großstädten und Regionen andererseits gewinnt diese Fragestellung ganz offensichtlich eine inhärente Brisanz

    Staudämme, Transaktionskosten und Regulation.: Zur Bedeutung und den Perspektiven des Berichts der World Commission on Dams

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    Der Energie- und Rohstoffbedarf der modernen Gesellschaft verursacht in zunehmendem Maße gravierende Eingriffe in das natürliche Ökosystem. Immer häufiger führen infrastrukturelle Großvorhaben wie die Anlage von Staudämmen zu weitreichenden negativen ökologischen und sozialen Folgen. Nach Schätzungen der World Commission on Dams wurden weltweit zwischen 40 und 80 Millionen Menschen aufgrund von Staudammvorhaben umgesiedelt und ihrer Lebensgrundlage in Fischfang und Ackerbau beraubt. Im Einzelfall wie beispielsweise beim Drei-Schluchten-Projekt am Yangtzefluss in China sind von den Umsiedlungsmaßnahmen über eine Million Menschen betroffen. Auf zwischenstaatlicher Ebene führen Staudämme nicht selten zu Konflikten, wenn sich durch sie die Wasserversorgung der Unterlieger durch die Oberlieger spürbar eingeschränkt. Prominentes Beispiel sind die anhaltenden Spannungen am Euphrat um das türkische Süd-Anatolien Projekt. Durch den Bau des Atatürkstaudamms sind die Unterlieger Irak und Syrien hinsichtlich ihrer Wasserzufuhr in eine empfindliche Abhängigkeit von der Türkei geraten

    Mental Maps als Instrument der Bürgerbeteiligung? Erfahrungen aus einem Pilotprojekt in Leipzig

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    Bürgerbeteiligung in Planungsprozessen besitzt in Deutschland eine lange Tradition. Im Städtebauförderungsgesetz wurde 1971 ein weitgehender Bürgerbeteiligungsansatz verankert, der Niederschlag in verschiedenen formalen Instrumenten aber auch informellen Beteiligungsformen findet. Ursprüngliche Formen der Bürgerbeteiligung richteten sich vornehmlich an von Planungen und Maßnahmen betroffene Bürger und eröffneten ihnen die Möglichkeit der Teilhabe an konkreten Planungsprozessen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Darüber hinaus setzen Politik und Verwaltung auch auf informelle, d.h. nicht-normierte Formen der Bürgerbeteiligung, die es den Bewohnern ermöglichen sollen, ihre Vorstellungen über die Entwicklung ihrer Stadt zu artikulieren und sich in diesen Entwicklungsprozess einzubringen. In der Praxis offenbaren sich jedoch häufig Diskrepanzen zwischen der eingeforderten Beteiligung und dem Erfolg dieser Teilhabe. So kritisiert Selle (2007), dass im Planungsalltag vieler Kommunen Teilhabebemühungen an ihre Grenzen und auf Widerstand stoßen, wobei die Gründe hierfür vielfältig sind

    Das CO2-Senkenpotential urbaner Gehölze im Kontext postwendezeitlicher Schrumpfungsprozesse

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    Von den urban geprägten Räumen der Erde, die ca.3% der Festlandoberfläche einnehmen, werden nahezu 80% der anthropogen bedingten CO2-Emissionen emittiert. Damit kommt dem Ökosystem Stadt im Kontext der Diskussion um Quellen, aber auch Senken von Treibhausgasen und unter dem Blickwinkel von Mitigation und Adaptation eine Rolle als „Gestalter“ bezüglich der Ursachen und Folgen des Klimawandels zu. Integrierte Klimaschutzkonzepte auf kommunaler Ebene fokussieren diesbezüglich vorrangig die Minderung der jährlichen CO2-Emission. Die natürliche Speicherleistung der urbanen CO2-Senken Boden und Stadtvegetation findet bisher in der Forschung kaum, weniger noch in der (Planungs-) Praxis genügend Beachtung. Für die Erweiterung des Forschungsstandes und einer Ableitung von Empfehlungen für eine klimawandelgerechte Stadtentwicklung untersucht die vorliegende Studie die CO2-Speicherwirkung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes „Waldstadt-Silberhöhe“ in Halle (Saale) - genauer: der forstlichen Renaturierung zahlreicher Abrissflächen. Basierend auf der allometrischen Regression zwischen den Baumgrößen „Durchmesser“ und „oberirdische Holzbiomasse“ wurde aus forstwirtschaftlichen Studien eine Speicherleistung des aktuellen Baumbestandes in der „Waldstadt-Silberhöhe“ von 4.866 t CO2 ermittelt. Bis zum Jahr 2025 werden die Stadtbäume, aufgrund des artspezifischen sekundären Dickenwachstums, insgesamt 14.150 t CO2 absorbieren. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass in schrumpfenden Städten der Anteil an Grünflächen infolge einer Renaturierung der Abrissflächen steigt und so eine zunehmende Senkenwirkung schafft. Um dieses Potential bei künftigen Pflanzmaßnahmen für eine klimawandelgerechte Stadtentwicklung optimal auszuschöpfen wurden Szenarien mit den Optimierungsfaktoren Bestandsdichte und Auswahl der Baumarten nach Rohdichte und Wachstumsverhalten modelliert. Aus deren Vergleich lassen sich verschiedene Handlungsempfehlungen ableiten, die weitergehende Positivwirkungen für andere Ecosystem- Serviceleistungen nach sich ziehen

    Herrn Prof. Dr. Max Schwab (Halle/Saale) zum 80. Geburtstag

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    Mit einem Geologischen Festkolloquium ehrte das Institut für Geowissenschaften und Geographie der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg Herrn Prof. Dr. Max Schwab, der am 01. März dieses Jahres seinen 80ten Geburtstag feierte

    Planktonforaminiferen aus dem Obereozän und Unteroligozän der Bohrung Loburg 1/90 (Sachsen-Anhalt, Deutschland)

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    Aus der Bohrung Loburg 1/90 im nördlichen Sachsen- Anhalt (Deutschland) werden die Planktonforaminiferen des Obereozän bis Unteroligozän beschrieben und ausgewertet. Die Bohrung liegt am SE-Rand des Nordseebeckens, nordöstlich des Wittenberger Abbruchs. An dieser Störung erfolgte im Paläogen eine deutliche (relative) Absenkung, wodurch nordöstlich des Abbruchs größere Mächtigkeiten des Obereozän/ Unteroligozän vor der Abtragung während der Erosionsphase im späteren Oligozän erhalten blieben. Es werden etwa 85 Arten von Planktonforaminiferen bestimmt, eine Anzahl davon in offener Nomenklatur, was auf den z. T. endemischen Charakter der Fauna hinweist. Bemerkenswert ist das relativ häufige Auftreten von Dipsidripella in den Oberen Schönewalder Schichten (OS). Die oberen OS, etwa 24 m mächtig, lassen sich in die Kalknannoplankton-Zonen NP21 und „NP22“ und die Dinoflagellaten-Zone D12nc einstufen (Köthe 2009). Nach Planktonforaminiferen gehören die OS unter gewissem Vorbehalt in die Zonen E14-16 und O1 (sensu Berggren & Pearson 2006). Diese Einstufung basiert auf dem vereinzelten Auftreten von entsprechenden Leitformen aus der tropischsubtropischen Region (Globigerinatheca semiinvoluta, G. index, „Hantkeninen“). Die Einstufung in die Zone E16 und damit die Grenzziehung Eozän/Oligozän erfolgt nach dem letzten Auftreten von Turborotalia cerroazulensis und „Hantkeninen“ allgemein, gestützt durch das erste Auftreten von Subbotina tapuriensis, die Einstufung in die Zone O1 (Unteroligozän) nach dem letzten Auftreten von Pseudohastigerina micra. Die Eozän/Oligozän-Grenze fällt somit in Loburg in den höheren Abschnitt der OS und den höheren Abschnitt der NP21. Diese Grenzziehung muss allerdings durch weitere Untersuchungen an anderen Bohrungen im nördlichen Sachsen-Anhalt und südlichen Brandenburg getestet werden. Die Abfolge der Zonen entspricht der in niederen Breiten, das letzte Auftreten der Leitformen ist jedoch zeitlich verschoben: G. semiinvoluta und G. index noch in der Zone NP21, letztes Auftreten von T. cerroazulensis und „Hantkeninen“ erst in der höheren NP 21. Die OS werden im Hangenden nicht durch eine biostratigraphische Grenze, sondern durch eine Erosion begrenzt. Nach sequenzstratigraphischer Analyse (Schudack & Nuglisch 2006) fehlen zumindest ein Teil der Maximum Flooding Surface und der Highstand System Tract der OS und damit auch der Zonen O1, D12nc und NP22. Der Rupelbasissand (Rupel 1) gehört nach Köthe (2009) im unteren Abschnitt in die Zone D13; Kalknannoplankton und Planktonforaminiferen fehlen. Der nachfolgende Rupel 2-4 (D14na-b, NP23-24, etwa 260m) lässt sich mit Planktonforaminiferen kaum gliedern und wird insgesamt in die Turborotalia ampliapertura Highest-occurrence Zone (O2) eingestuft, wobei der obere Abschnitt schon in die Globigerina sellii Partial Range Zone und nach der Reichweite von Chiloguembelina cubensis und Tenuitella gemma noch bis in die Zone O4 gehört. Lediglich im oberen Rupel tritt vereinzelt Subbotina brazieri auf

    Laboruntersuchungen zum Verformungsverhalten saalekaltzeitlicher Geschiebemergel

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    Das Verformungsverhalten saalekaltzeitlicher Geschiebemergel aus dem Raum Halle-Leipzig-Bitterfeld ist bestimmt durch die ehemalige Eisauflast und deren Rückgang, also den heute noch überkonsolidierten Zustand dieser überwiegend feinkörnigen Sedimente (nach DIN 18196: TL oder ST*), die in weicher bis halbfester Konsistenz großflächig vorkommen und als Baugrund genutzt werden. Das Ergebnis von Setzungsprognosen in diesem Baugrund hängt maßgeblich von den spannungsabhängig anzunehmenden Steifemodulen ab. Kompressions- und Triaxialversuche wurden zur Bestimmung von Erst- und Wiederbelastungsmodulen und zur Charakterisierung des Verformungsverhaltens eingesetzt. Daraus ist abzuleiten, dass die Vorkonsolidierungsspannung zwar überwiegend >800 kN/m2 betragen haben muss, dass aber bis heute im hier betrachteten oberflächennahen Bereich (bis ca. 1,5 m u. G.) eine sehr weitgehende Entspannung stattgefunden hat. Die enge Korrelation zwischen Porosität und aktuellem Wassergehalt bei zugleich hohem Sättigungsgrad der Geschiebemergel weist auf einen gleichmäßigen Prozess der Dekonsolidierung hin, der auch durch hohe Verhältniswerte zwischen Wieder- und Erstbelastungsmodulen von drei bis fünf sowie durch wenig ausgeprägte Kurvenknicke im Druck-Setzungsdiagramm bei Erstbelastung zum Ausdruck kommt. Die spannungsunabhängigen Parameter Steifebeiwert ν und Steifeexponent ω, die mittels Potenzfunktion zur Berechnung der Steifemodulen nutzbar sind, korrelieren wiederum gut mit Wassergehalt und Porosität der Proben. Ein ermittelter Zähigkeitsindex Iv um 0,031 als Ausdruck des geschwindigkeitsabhängigen Verformungsverhaltens weist auf die Wirksamkeit des Tonanteils für das heutige Verformungsverhalten dieser eiszeitlichen Ablagerungen hin.Deformation behavior of till sediments from Saaleian ice age in the region of Halle-Leipzig-Bitterfeld may be controlled by the former ice load and their reduction, i.e. the today even overconsolidated state of this dominantly fine grained sediment (according to DIN 18196: TL or ST*) that appears in wide areas in firm to very stiff consistency and is used as foundation ground. The results of settlement prognoses in this ground depend primarily on the modules of stiffness which have to be assumed as stress dependent. Compressionas well as Triaxialtests were executed to determine deformation modules during first and repeated loading in order to characterize the deformation behavior. From these tests a preconsolidation stress of mostly > 800 kN/m2 is deduced. Nevertheless, in the investigated area and near the surface (up to 1,5 m b. g.) a very well developed deloading process took place. The strong correlation between porosity and recent water content at always high saturation grades in all till samples indicates a regular deconsolidation process, which is also referred to a high proportional number between the modules at reloading and loading of three to five as well as weakly developed buckling in the stress-strain curve at first loading. The stress independent parameters of stiffness coefficient ν and stiffness exponent ω, which are suited to calculate the modules of stiffness, are again well correlated with water content and porosity of the till samples. The determined viscosity index Iv at about 0,031 represents the rate dependence of the deformation behavior and gives hint to the effectiveness of the clay content as important for the actual deformation behavior of this ice age sediment

    Prof. Dr. Gerhard H. Bachmann erhält die Hans-Stille-Medaille 2013

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    Die Struktur der Kruste von Harz und Umgebung: Übersicht und Analyse

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